Nyerere-Nationalpark

Unendliche Wildnis am Rufiji

Tansania Nationalpark

Der Nyerere-Nationalpark im Südosten Tansanias entstand 2019 aus dem Selous-Wildreservat und ist mit 30.893 km² der größte Nationalpark Ostafrikas. Der Rufiji durchzieht ihn mit Armen, Seen und Sumpfgebieten, die Grundlage für Bootssafaris, wie es sie sonst kaum gibt. Dazu ist er eines der besten Wildhundgebiete des Kontinents.

Der Nyerere-Nationalpark war bis 2019 Teil des Selous-Wildreservats und trägt heute den Namen von Julius Nyerere, Tansanias erstem Präsidenten. Herausgelöst wurden der nördliche, südliche und westliche Teil des Reservats, das östliche Stück besteht als Selous-Wildreservat weiter. Mit 30.893 km² ist der Park der größte Nationalpark Ostafrikas und zugleich einer der leersten: Wer hierher kommt, erlebt Safari ohne Fahrzeugkolonnen.

Weitläufige Ebenen, ausgedehnte Miombowälder und das Netz aus Flussarmen und Seen am Rufiji prägen das Gebiet. Neben klassischen Pirschfahrten sind vor allem die Bootssafaris auf dem Rufiji das, wofür der Park bekannt ist, dazu Fußsafaris mit bewaffnetem Ranger, die es in den Parks der Nordroute so nicht gibt.

Der Nyerere ist Teil der südlichen Safari-Route, die ihn mit den Udzungwa Mountains und Mikumi verbindet. Sie wird deutlich weniger befahren als die Nordroute um Serengeti und Ngorongoro, was für manche der eigentliche Grund ist, hierher zu reisen.

Warum hin

Darum ist Nyerere-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Eines der besten Gebiete Afrikas, um afrikanische Wildhunde zu sehen
  2. Bootssafaris auf dem Rufiji: Tierbeobachtung vom Wasser statt vom Fahrzeug
  3. Fußsafaris mit bewaffnetem Ranger sind hier erlaubt, anders als in den meisten Parks der Nordroute
  4. 30.893 km² und nur eine Handvoll Camps: Safari weitgehend ohne andere Fahrzeuge
  5. Der Park liegt im UNESCO-Welterbe Selous-Wildreservat

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Nyerere-Nationalpark

  • Die Bootsfahrt vor dem Tor kostet keinen Parkeintritt Die Boote für die Rufiji-Safari liegen bei Mloka am Ufer, also noch vor dem Tor Mtemere. Es gibt zwei Arten von Bootsfahrt: die kurze Tour bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang auf dem Flussabschnitt außerhalb des Parks, für die du keine Parkgebühr brauchst, und die Ganztagsfahrt in das Seensystem hinein, für die du zahlst. Wer ohnehin einen Anreisetag hat, bekommt mit der kurzen Variante einen ganzen Abend auf dem Fluss, ohne einen Eintrittstag zu verbrennen. Frag beim Camp nach, welche der beiden es anbietet.
  • Frag nach einem frühen Start, sonst fährst du erst um acht Die Tore öffnen um 6 Uhr, aber die Camps rund um Mloka planen den Tag gern um ein gemütliches Frühstück herum. Typisch ist: Frühstück um acht, Einfahrt durch das Tor Mtemere gegen neun. Damit sind die besten zwei Stunden des Tages weg. Wenn du die Frühe willst, bestell sie ausdrücklich bei der Buchung und nicht erst am Abend davor.
  • Die Seen nördlich des Flusses sind leer, der Picknickplatz ist es nicht Rund um die Seen Manze, Siwandu, Nzerakera und Mzizimia führen schmale Pisten durch Waldland. Reisende berichten, dort ganze Vormittage lang kein anderes Fahrzeug gesehen zu haben, und das direkt hinter dem Haupttor. Voll wird es an genau einer Stelle: am Picknickplatz zur Mittagszeit, wo alle gleichzeitig halten. Nimm dein Mittagessen lieber an einer eigenen Stelle am Wasser, dein Guide kennt welche.
  • Pack Khaki ein, kein Dunkelblau und kein Schwarz Der Nyerere liegt im Miombowald, und dort sind Tsetsefliegen zwischen Juni und Oktober ein ernstes Thema. Sie steuern gezielt auf Dunkelblau und Schwarz zu, weil genau diese Farben in den Fallen gegen sie verwendet werden. Khaki, Oliv und Beige sind die bessere Wahl, dazu lange Ärmel und lange Hosen. Die üblichen Mückenmittel richten gegen sie wenig aus. Denk auch an den Rucksack: Ein schwarzer Tagesrucksack zieht sie genauso an wie ein dunkles Hemd.
  • Weiche Tasche statt Koffer, 15 bis 20 Kilo Wer in den Nyerere fliegt, sitzt in einer kleinen Propellermaschine. Coastal Aviation erlaubt 15 kg je Person einschließlich Handgepäck, Auric Air 20 kg. Beide empfehlen dringend weiche Taschen, weil sie sich besser in die Laderäume packen lassen; ein Hartschalenkoffer ist nicht verboten, aber unpraktisch. Was du nicht brauchst, lässt du im Hotel in Dar oder auf Sansibar, die meisten Häuser bewahren Gepäck kostenlos auf.
  • Die Stiegler-Schlucht kannst du dir aus dem Plan streichen Die Schlucht war jahrzehntelang der Programmpunkt des Selous, mit einer Seilbahn über den Fluss. Dort steht heute das Julius-Nyerere-Wasserkraftwerk, seit dem 22. August 2026 in Betrieb, mit einer über 130 m hohen Mauer und einem Stausee dahinter. Als Aussichtsziel gibt es die Schlucht nicht mehr, auch wenn ältere Reiseführer und Programme sie noch führen. Die Camps und der Pirschkreis liegen flussabwärts, die meisten Besucher bekommen den Damm nie zu sehen.
  • Der Tagesausflug ab Sansibar ist die teuerste Art, wenig zu sehen Am Airstrip Mtemere landen Maschinen mit Tagesgästen aus Sansibar. Wer nur diesen einen Tag hat, kommt meist zufrieden zurück. Trotzdem: Du bist nur wenige Stunden im Park, mitten in der Hitze, wenn die Tiere im Schatten liegen, und das im am stärksten befahrenen Zipfel des Parks. Wenn du nur einen Tag hast, ist das Geld in einer Bootsfahrt vor dem Tor besser angelegt. Der Nyerere braucht mindestens zwei Nächte, damit sich der Weg lohnt.

Wo was liegt

Karte von Nyerere-Nationalpark

Karte von Nyerere-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Die Wildhundrudel

    Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Wenig Trubel

    Der Landschaftsraum aus Nyerere-Nationalpark und Selous trägt eine der größten Wildhund-Populationen Afrikas und gehört damit zu den wenigen Orten, an denen sich die Art überhaupt planen lässt. Die Rudel legen große Strecken zurück: Gefunden werden sie meist mit Ortskenntnis, nicht mit Glück allein.

  • Krokodile und Flusspferde am Wasser

    Tierbeobachtungsort Aura Gänsehaut garantiert Trubel Bekannt, aber entspannt

    An den Flussarmen und Altarmseen des Rufiji liegen Krokodile in großer Zahl, in den tieferen Becken stehen Flusspferdgruppen. Vom Boot aus kommst du näher heran als vom Land, und die Fahrt hat eine eigene Gebühr, die nicht im Parkeintritt steckt.

Fläche, der größte Nationalpark Ostafrikas
30.893 km²
Wildhunde in 20 bis 30 Rudeln, Nyerere und Selous
800–1.000
Vogelarten im Park
440+
Nationalpark, vorher Teil des Selous-Wildreservats
2019

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Der Rufiji-Fluss

Rufiji Fluss im Nyerere Nationalpark - Selous Game Reserve

Der Fluss schlängelt sich quer durch den Park und ist sein Zentrum. Seine Ufer sind von dichten Wäldern, offenem Grasland und Sumpfgebieten gesäumt. Auf ihm finden die Bootssafaris statt, für die der Nyerere bekannt ist.

Flussarme und Seen

Flusspferdeim Nyerere Nationalpark - Selous Game Reserve

Der Rufiji verzweigt sich in ein Netz aus Armen und Seen, darunter der Lake Manze. Diese Gewässer sind Lebensraum für Wasservögel, Flusspferde und Krokodile. Sie sind zugleich der Grund, warum sich der Park vom Boot aus oft besser erschließt als vom Fahrzeug.

Savannen, Hügel und Wälder

Landschaft mit Rufiji Fluss im Nyerere Nationalpark - Selous Game Reserve

Abseits des Wassers wechseln baumbestandene Savannen und Hügellandschaften, dazwischen ausgedehnte Wälder. Die Wälder sind das Rückzugsgebiet bedrohter Arten, allen voran des afrikanischen Wildhunds.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Nyerere-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitGrüne ZeitLange RegenzeitTrockenzeitGrüne Zeit
Andrangviel losviel losviel los
Wildhunde am BauHöhepunktHöhepunktHöhepunkt
VogelzeitHöhepunktHöhepunktHöhepunktHöhepunktHöhepunkt
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • kleine Regenzeit
  • viel los
  • Wildhunde am Bau (innen, kräftig = Höhepunkt)
  • Vogelzeit

Juni empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig · Wildhunde am Bau

Die beste Zeit für Pirschfahrten und Bootssafaris zugleich. Die Tiere konzentrieren sich am Wasser, die Sicht ist frei, und die Wege sind befahrbar.

Die beste Zeit für Pirschfahrten ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober. Die Wasserwege ziehen sich zurück, die Tiere sammeln sich an den verbleibenden Wasserlöchern und Flüssen, und die dünnere Vegetation verbessert die Sicht. Zwischen Mitte März und Ende Mai fällt der lange Regen, dann sind Wege unpassierbar, die meisten Camps geschlossen und Landungen nicht immer möglich. Die kurzen Regen im November und Dezember stören dagegen kaum, sie kommen meist nachmittags und sind schnell vorbei. Mitte Januar bis Mitte März ist der trockene Einschub in der grünen Zeit: gut für Vögel, gut für Bootsfahrten, schwächer für Pirschfahrten, weil die Vegetation dicht steht.

Trockenzeit (Juni bis Oktober)

Die beste Zeit für Pirschfahrten und Bootssafaris zugleich. Die Tiere konzentrieren sich am Wasser, die Sicht ist frei, und die Wege sind befahrbar. Trotz Hochsaison bleibt der Park deutlich leerer als die Nordroute. Tsetsefliegen sind in diesen Monaten allerdings am lästigsten.

Grüne Zeit (November bis Mitte März)

Der Park steht im Grün und ist für Vogelbeobachter besonders interessant, dazu werden in dieser Zeit viele Jungtiere geboren. Die kurzen Regen im November und Dezember kommen meist nachmittags. Mitte Januar bis Mitte März ist es überwiegend trocken, die Bootsfahrten sind dann sehr gut, die Pirschfahrten wegen der dichten Vegetation weniger ergiebig.

Lange Regenzeit (Mitte März bis Ende Mai)

Die Regen fallen häufig und halten oft tagelang an. Pisten werden unpassierbar, Kleinflugzeuge können nicht immer landen, und die meisten Camps schließen ganz. Für eine Reise in den Nyerere ist das die falsche Zeit.

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Nyerere-Nationalpark ist bekannt für seine hohe Zahl an Wildhunden und bietet eine der besten Möglichkeiten in Afrika, diese seltene Art zu beobachten. Sie zählen nicht zu den Big Five, sind aber deutlich schwerer zu finden.

Die Mischung aus Flüssen, Seen, Wäldern und offenen Ebenen macht ihn zugleich vielfältig: Elefanten, Löwen, Büffel, Giraffen und Zebras an Land, Krokodile und Flusspferde im Wasser, dazu Wasser- und Raubvögel in großer Zahl. Dazu kommen seltene Antilopen wie Rappenantilope, Pferdeantilope, Großer Kudu und Lichtenstein-Kuhantilope.

Elefanten, Löwen und Büffel siehst du regelmäßig. Leoparden leben im Park, bekommst du aber selten zu Gesicht. Mit Nashörnern solltest du nicht rechnen, der Nyerere ist ein Park mit den Big Five ohne Nashorn.

  • Afrikanischer Wildhund
  • Elefant
  • Löwe
  • Leopard
  • Büffel
  • Giraffe
  • Zebra
  • Krokodil
  • Flusspferd
  • Rappenantilope
  • Pferdeantilope
  • Großer Kudu
  • Lichtenstein-Kuhantilope
  • Gnu

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Nyerere-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Nyerere-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. DaressalamStart
  2. rund 250 km · 5 bis 7 Std. · Kibiti und MlokaErst Asphalt, die letzten rund 100 km Piste, teils tief ausgefahren
  3. Mtemere-TorOsten
  1. DaressalamStart
  2. MorogoroDeutlich länger als der Weg über Mtemere
  3. Matambwe-TorWesten

Mit dem Flugzeug

Daressalam oder Sansibar → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft

MtemereOSTEN · Direktflug, teils sogar als Tagesausflug · rund 45 Min.auf der Parkkarte zeigenSiwanduOSTEN · rund 45 Min.auf der Parkkarte zeigenKibaZENTRUM · rund 45 Min.auf der Parkkarte zeigenBeho BehoNORDEN · rund 45 Min.auf der Parkkarte zeigenMatambweWESTEN · rund 45 Min.auf der Parkkarte zeigen
  • OstenMtemereDirektflug, teils sogar als Tagesausflug · rund 45 Min.
  • OstenSiwandurund 45 Min.
  • ZentrumKibarund 45 Min.
  • NordenBeho Behorund 45 Min.
  • WestenMatambwerund 45 Min.
  • Welcher Airstrip angeflogen wird, hängt vom gebuchten Camp ab; die Wege zwischen ihnen sind weit
  • Im Kleinflugzeug 15 bis 20 kg Gepäck einschließlich Handgepäck, am besten in einer weichen Tasche
  • Ein Allradfahrzeug ist Voraussetzung
  • Von Mitte März bis Ende Mai ist die Strecke oft nicht befahrbar; auch danach den Zustand vorher erfragen
Anreise ausführlich

Flugzeug

Der übliche Weg. Ab Daressalam etwa 45 Minuten zu einem der Airstrips: Mtemere und Siwandu im Osten, Kiba im Zentrum, Beho Beho im Norden und Matambwe. Welcher genutzt wird, hängt vom gebuchten Camp ab. Auch ab Sansibar fliegen Maschinen direkt an, teils sogar als Tagesausflug. Im Kleinflugzeug gelten 15 bis 20 kg Gepäck einschließlich Handgepäck, am besten in einer weichen Tasche.

Auto

Über Kibiti und Mloka zum Tor Mtemere, rund 250 km ab Daressalam, fünf bis sieben Stunden. Der erste Teil ist Asphalt, die letzten etwa 100 km sind Piste, teils tief ausgefahren. Ein Allradfahrzeug ist Voraussetzung. Der westliche Zugang über Morogoro und Matambwe ist deutlich länger. Von Mitte März bis Ende Mai ist die Strecke oft nicht befahrbar, und auch nach den Regen lohnt es sich, den Zustand vorher zu erfragen.

Kleinflugzeug von ZanAir auf dem Airstrip Mtemere

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 75 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder 5 bis 15: rund 20 €
  • Übernachtung im Park: plus rund 60 €
  • Bootssafari: rund 20 € plus Bootsgebühr
  • Kein Bargeld am Tor

Der Eintritt kostet rund 75 € pro Person und Tag, für Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 20 €, jüngere Kinder zahlen nichts. Von Mitte März bis Mitte Mai sind es rund 60 €.

Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht rund 60 € dazu, für Kinder rund 10 €. Ein Tag mit Übernachtung kostet damit rund 135 € pro Person, bevor die Unterkunft etwas kostet. Ein öffentlicher Zeltplatz kostet rund 30 € pro Nacht.

Das Ticket gilt 12 Stunden, mit Übernachtung 24 Stunden ab der Einfahrt, mit mehrfacher Einfahrt.

Extra kosten Bootssafari und Kanu, je rund 20 € pro Person, dazu rund 6 € am Tag für ein Veranstalterboot. Fußsafari rund 20 bis 25 €, Nachtpirsch rund 50 €, Ranger oder Guide rund 40 € pro Gruppe und Tag. Auch das Fahrzeug kostet eine eigene Gebühr.

Am Tor zahlst du mit Karte oder Mobile Money, Bargeld wird nicht angenommen. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet, die Mehrwertsteuer von 18 Prozent ist schon enthalten.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Roho ya Selous, eine Zeltlodge im Zentrum des Parks. Beho Beho Camp zählt zu den exklusivsten Unterkünften des Gebiets und hat einen eigenen Airstrip.

Mittelklasse

Siwandu Camp mit Zeltunterkünften und Blick auf den Rufiji.

Budget

Campingplätze mit Grundausstattung, geeignet für Selbstversorger.

Wichtig

Von Mitte März bis Ende Mai schließen die meisten Häuser wegen der langen Regenzeit.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Bootssafari auf dem Rufiji

Das Alleinstellungsmerkmal des Parks. Tierbeobachtung vom Wasser aus, mit einer Nähe, die vom Fahrzeug nicht möglich ist. Sie kostet eine eigene Gebühr, die nicht im Eintritt steckt.

Pirschfahrten

Durch Savanne, Hügelland und Waldgebiete, oft auf der Suche nach Wildhunden.

Wandersafari

Geführte Wanderungen mit bewaffnetem Ranger sind hier erlaubt, anders als in den meisten Parks der Nordroute. Es gibt eine kurze und eine lange Variante.

Nachtpirschfahrt

Im Nyerere erlaubt, mit Voranmeldung.

Kanufahren und Sportfischen

Beides ist im Park möglich, jeweils gegen eine eigene Gebühr.

Vogelbeobachtung

Besonders ergiebig in der grünen Zeit von November bis März.

Flusspferd im Rufiji, fast auf Augenhöhe

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Das Gebiet hat 2019 seinen Status gewechselt: Aus dem nördlichen, südlichen und westlichen Teil des Selous-Wildreservats wurde der Nyerere-Nationalpark. Der Unterschied ist nicht nur der Name. Im Reservat war die Trophäenjagd in eigenen Blöcken erlaubt, im Nationalpark ist sie es nicht. Das östliche Reststück führt Tansania weiter als Selous-Wildreservat.

Das UNESCO-Welterbe heißt bis heute Selous Game Reserve und steht seit 2014 auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes. Der Grund war zuerst die Wilderei, die den Elefantenbestand über Jahrzehnte einbrechen ließ. Später kam der Staudamm dazu.

Am 22. August 2026 ging das Julius-Nyerere-Wasserkraftwerk an der Stiegler-Schlucht in Betrieb, mit 2.115 Megawatt eine der größten Anlagen des Kontinents. Sein Stausee liegt im Park. Zwischen der tansanischen Regierung, der UNESCO und Naturschutzverbänden läuft darüber seit Jahren eine offene Auseinandersetzung, die du vor einer Buchung nachlesen kannst.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Tsetsefliegen

In den Miombowäldern sind sie ein Thema, besonders zwischen Juni und Oktober. Khaki, Oliv und Beige sind die bessere Wahl als Dunkelblau und Schwarz, dazu lange Ärmel und lange Hosen. Dein Guide weiß, welche Ecken im laufenden Monat am schlimmsten sind.

Airstrip

Vor der Buchung klären, welcher Airstrip zum Camp gehört. Die Entfernungen zwischen den Airstrips sind erheblich.

Aufenthaltsdauer

Drei bis fünf Tage. Der Park ist sehr groß, und der Wechsel zwischen Boot und Fahrzeug braucht Zeit.

Drohnen

Ohne schriftliche Genehmigung von TANAPA verboten. Am Tor wird das Gerät einbehalten.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Was kostet der Eintritt in den Nyerere-Nationalpark?

Rund 75 € pro Person und Tag, von Mitte März bis Mitte Mai rund 60 €, Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 20 €. Die Mehrwertsteuer von 18 Prozent ist darin schon enthalten. Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht rund 60 € dazu. Am Tor wird kein Bargeld angenommen.

Kann ich die Stiegler-Schlucht noch besuchen?

Nein. An der Schlucht steht seit dem 22. August 2026 das Julius-Nyerere-Wasserkraftwerk mit einer über 130 m hohen Mauer, dahinter staut sich der Rufiji. Die Schlucht und die alte Seilbahn darüber sind als Ausflugsziel Geschichte, auch wenn ältere Reiseführer sie noch führen. Der Pirschkreis und die Camps liegen flussabwärts, die meisten Besucher bekommen den Damm nie zu sehen.

Warum wird die Anreise per Flug empfohlen?

Weil es ab Daressalam nur 45 Minuten sind, während die Straße rund 250 km und fünf bis sieben Stunden bedeutet. Der erste Teil ist Asphalt, die letzten etwa 100 km sind Piste und brauchen Allrad. Nach den langen Regen im April und Mai lohnt es sich, den Zustand vorher zu erfragen. Wer fliegt, muss mit 15 bis 20 kg Gepäck auskommen, am besten in einer weichen Tasche.

Wann sind die Camps geschlossen?

Von Mitte März bis Ende Mai schließen die meisten Camps wegen der langen Regenzeit. In dieser Zeit sind Wege unpassierbar, und auch die Kleinflugzeuge können nicht immer landen. Ab Juni geht es wieder los, die beste Zeit für Pirschfahrten läuft dann bis Oktober.

Lohnt sich ein Tagesausflug ab Sansibar?

Wer nur diesen einen Tag hat, kommt meist zufrieden zurück. Du bist aber nur wenige Stunden im Park, mitten in der Mittagshitze, wenn die Tiere im Schatten liegen, und kommst nur in den Zipfel rund um das Tor Mtemere. Zwei Nächte sind das Mindeste, damit der Weg sich lohnt. Wer nur einen Tag hat, ist mit einer Bootsfahrt auf dem Rufiji besser bedient.

Wie stehen die Chancen auf Wildhunde?

Besser als fast überall sonst in Afrika. Der Landschaftsraum aus Nyerere-Nationalpark und angrenzendem Selous-Wildreservat trägt eine der größten Populationen des Kontinents. Garantiert ist eine Begegnung trotzdem nicht: Die Rudel durchstreifen sehr große Reviere, und gefunden werden sie meist mit Ortskenntnis, nicht mit Glück allein.

Was unterscheidet die Südroute von der Nordroute?

Die Südroute mit Nyerere, Udzungwa Mountains und Mikumi wird deutlich weniger befahren als die Nordroute um Serengeti und Ngorongoro. Weniger Fahrzeuge, größere Flächen, dafür mehr Flugstrecken und eine geringere Sichtungsdichte. Dazu kommen hier Bootssafari und Fußsafari, die es im Norden so nicht gibt.

In der Nähe

Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Per Flug erreichbar: Ruaha in gut einer bis knapp zwei Stunden, je nach Zwischenlandungen (Flugplan Coastal Aviation 2025/26). Mikumi, Udzungwa Mountains und Saadani liegen auf der Südroute; für Serengeti, Tarangire und Lake Manyara musst du umsteigen, es gibt keinen Direktflug. Katavi erreichst du nur mit Umsteigen über Ruaha (planmäßig montags und donnerstags) oder per Charter.

Weite Ebene mit Wildtieren im Mikumi Nationalpark in Tansania

Mikumi-Nationalpark

Der Mikumi-Nationalpark liegt in der Nähe von Morogoro, etwa eine Stunde von der Stadt entfernt. Seine weiten Ebenen erinnern an die Serengeti, die Anreise ist dank asphaltierter Straße von Daressalam aber deutlich kürzer. Damit ist Mikumi der am einfachsten erreichbare große Safaripark des Landes.

Sanje Wasserfall im Udzungwa Mountains Nationalpark in Tansania

Udzungwa-Mountains-Nationalpark

Der Udzungwa-Mountains-Nationalpark im südlichen Zentraltansania gehört zu den Eastern Arc Mountains. Er schützt eines der ältesten Regenwaldgebiete Afrikas mit einer ungewöhnlichen Zahl endemischer Arten. Kein Safaripark, sondern ein Wandergebiet: Straßen ins Innere gibt es keine, bekanntestes Ziel sind die rund 170 Meter hohen Sanje-Fälle.

Landschaft im Ruaha Nationalpark

Ruaha-Nationalpark

Der Ruaha-Nationalpark im zentralen Süden Tansanias ist mit 19.822 km² der zweitgrößte des Landes. Er gehört zum Landschaftsraum Ruaha-Rungwa mit der größten Elefantenpopulation Tansanias, und Löwen, Leoparden, Geparde und Wildhunde leben hier nebeneinander. Die Landschaft reicht von weiten Ebenen über Hügel und Schluchten bis zu den Baobabs am Großen Ruaha.

Nilpferde liegen im Katavi Fluss im Katavi Nationalpark in Tansania

Katavi-Nationalpark

Der Katavi-Nationalpark im Südwesten Tansanias ist einer der am schwersten erreichbaren Parks des Landes und einer der leersten. Seine Schwemmebenen tragen große Herden von Büffeln und Elefanten, in den schrumpfenden Wasserlöchern drängen sich in der Trockenzeit Hunderte Flusspferde und Krokodile.

Strand mit Plamen am Saadani Nationalparks in Tansania

Saadani-Nationalpark

Der Saadani-Nationalpark ist der einzige Küstennationalpark Tansanias. Er liegt am Indischen Ozean gegenüber von Sansibar und bringt zusammen, was sonst getrennt bleibt: Savanne, Mangroven, Flussdelta und weiße Strandabschnitte. Hier laufen Elefanten am Strand und grüne Meeresschildkröten legen ihre Eier ab.

Landschaft des Serengeti Nationalparks in Tansania

Serengeti-Nationalpark

Der Serengeti-Nationalpark in Nordtansania gehört zu den bekanntesten Nationalparks der Welt; die World Travel Awards kürten ihn von 2019 bis 2025 sieben Jahre in Folge zu Afrikas führendem Nationalpark. Auf rund 15.000 Quadratkilometern leben alle Big Five, dazu über 1,5 Millionen Gnus, die einmal im Jahr die Great Migration vollziehen. Vier Regionen mit eigenem Charakter, und je nach Reisezeit spielt das Naturschauspiel woanders.