Ngorongoro-Krater

Der größte unversehrte Vulkankrater der Welt

Tansania Schutzgebiet

Der Ngorongoro-Krater im Norden Tansanias ist eine eingestürzte Vulkancaldera, die ein in sich geschlossenes Ökosystem umschließt. Auf engem Raum leben hier alle Big Five, darunter die seltenen Spitzmaulnashörner, und die Raubtiere stehen entsprechend dicht.

Der Ngorongoro-Krater ist UNESCO-Welterbe und eine der bekanntesten Naturlandschaften Afrikas. Steile, weitgehend unberührte Wände umschließen ein Ökosystem, das eine außergewöhnliche Dichte an Wildtieren auf vergleichsweise kleiner Fläche trägt.

Der Kraterboden liegt auf etwa 1.700 Metern, umgeben von rund 600 Meter hohen Seitenwänden, und misst im Durchmesser 16 bis 19 Kilometer. Weil er nach außen praktisch abgeschlossen ist, bildet er eine eigene kleine Welt, eine natürliche Festung mit einer der höchsten Raubtierdichten weltweit.

Entstanden ist die Caldera vor Millionen von Jahren, als ein riesiger Vulkan in sich zusammenbrach. Was blieb, ist der größte unversehrte Vulkankrater der Erde, und ein Gebiet, in dem sich Geologie und Tierwelt unmittelbar nebeneinander ablesen lassen.

Warum hin

Darum ist Ngorongoro-Krater ein Sehnsuchtsort

  1. Alle Big Five auf engstem Raum: Löwe, Elefant und Büffel fast sicher, Spitzmaulnashorn regelmäßig, nur der Leopard bleibt schwierig
  2. Eine der letzten Populationen des Spitzmaulnashorns in Ostafrika
  3. Ein geschlossenes Ökosystem: die Tiere bleiben ganzjährig im Krater, es gibt keine Wanderungssaison
  4. Massai-Gemeinschaften leben bis heute in der umgebenden Conservation Area

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Ngorongoro-Krater

  • Schlaf am Kraterrand, nicht in Karatu Das Tor öffnet um 6 Uhr. Von einer Lodge oben am Rand bist du gegen halb sieben auf dem Kraterboden und damit 45 bis 60 Minuten vor der Welle, die aus Karatu anfährt. Genau in diesem Fenster sind Nashorn und Großkatzen am aktivsten. Die Nacht am Rand kostet deutlich mehr, und das ist die eigentliche Rechnung, die du aufmachen musst.
  • Das Lemala-Gate im Nordosten ist das ruhigere Die meisten fahren über Loduare an der Hauptstraße aus Arusha. Reisende berichten, dass es am Lemala-Gate im Nordosten deutlich leerer zugeht und man von einer Unterkunft dort in einer Viertelstunde unten ist, vor allen, die aus dem Westen kommen. Welches Tor für dich das richtige ist, entscheidet sich also schon bei der Wahl der Lodge.
  • Die Abstiegstore schließen um 16 Uhr Wer erst am Nachmittag am Tor ankommt, sieht den Kraterboden an diesem Tag nicht mehr. Um 16 Uhr schließen die Tore für den Abstieg, draußen sein musst du bis 18 Uhr. Für einen Tagesbesuch aus Karatu heißt das: vor dem Frühstück losfahren, nicht danach.
  • Der Abstieg kostet je Fahrzeug, nicht je Person Die Gebühr für den Abstieg wird je Fahrzeug und Fahrt berechnet. Je mehr Leute im Wagen sitzen, desto weniger zahlt jeder Einzelne. Frag beim Veranstalter also nach, wie viele Leute mitfahren, bevor du einen Aufpreis für einen privaten Jeep zahlst. Die Gebühr gilt für eine Fahrt, nicht für einen Tag.
  • Plastiktüten bleiben draußen In der gesamten Conservation Area sind Plastiktüten verboten. Pack Proviant und Kleinzeug vorher in Stoff- oder Packbeutel um, dann gibt es am Tor keine Diskussion. Am Eingang kann kontrolliert werden.
  • Massai fotografieren nur in der Kulturboma Einheimische zu fotografieren ist in der Conservation Area verboten, mit einer Ausnahme: in den ausgewiesenen Kulturbomas. Wer aus dem Auto heraus Menschen am Straßenrand fotografiert, verstößt gegen die Besucherordnung.

Wo was liegt

Karte von Ngorongoro-Krater

Karte von Ngorongoro-Krater: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

Fläche des Schutzgebiets rund um den Krater
8.292 km²
rund so groß ist allein der Kraterboden
260 km²
Durchmesser des Kraterbodens
16–19 km
rund so hoch sind die Kraterwände
600 m

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Die Caldera

Großes Panorama mit dem Magadi-See und Blick in den Ngorongoro Krater in Tansania

Der Krater ist der größte unversehrte Vulkankrater der Welt. Von oben wirkt er fast unwirklich: eine kreisrunde Senke, deren steile Wände ein vollständiges Ökosystem einschließen. Die Isolation ist der Grund für die hohe Tierdichte, was hier lebt, bleibt hier.

Grasland, Sümpfe und der Magadi-See

Blick auf den Magadi See im Ngorongoro Krater in Tansania

Im Zentrum liegt offenes Grasland. Weil hier auch in der trockensten Zeit Quellen Wasser führen, sammeln sich Tausende Großsäuger. Die Sümpfe und der Sodasee Magadi im Südwesten sind Lebensraum für Wasservögel, darunter Flamingos und Pelikane.

Die bewaldeten Kraterhänge

Eine Löwin streift über den trockenen Boden des Ngorongoro-Kraters, dahinter die Kraterwand

Norden und Osten des Kraters sind von dichtem Wald bedeckt, ein starker Kontrast zum offenen Grasland. Elefanten und Büffel finden dort Schutz und Nahrung. Auch die steilen Wände selbst sind dicht bewachsen.

Reisen dorthin

Erlebnisse an diesem Sehnsuchtsort

Die Reihenfolge berücksichtigt bezahlte Platzierungen. Alle gelisteten Erlebnisse durchlaufen dieselbe redaktionelle Prüfung.

Tansania

Survival-Safari bei den Hadzabe in Tansania

Wer euch zum Honig führt? Ein Wildvogel.

Eher nicht, wenn: Wer eine klassische Safari sucht

10 TageGruppeSchwierigkeit: Anspruchsvoll
ab 4.600 €ohne Flug; alle Übernachtungen, Mahlzeiten und Safari-Fahrten eingeschlossen
Zum Erlebnis: Survival-Safari bei den Hadzabe in Tansania
Tansania

Big-Five-Safari in Tansania

600 Meter unter deinem Bett liegt ein Krater voller Tiere.

Eher nicht, wenn: Du bist lieber zu Fuß unterwegs als im Fahrzeug

14 TageIndividuellSchwierigkeit: Mittel
ab 4.200 €pro Person im Doppelzimmer, ohne internationale Flüge
Zum Erlebnis: Big-Five-Safari in Tansania

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Ngorongoro-Krater: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitTrockenzeitRegenzeitTrockenzeitRegenzeit
Andrangviel losviel losviel losviel losviel losviel los
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los

Juni empfohlen

Trockenzeit · viel los

Die beste Zeit für Beobachtungen: wenig Vegetation, klare Sicht, Tiere an den verbleibenden Wasserstellen. Im langen Fenster von Juni bis Oktober ist mit deutlichem Besucherandrang zu rechnen, im kurzen Fenster im Dezember und Januar weniger.

Der Krater funktioniert ganzjährig, weil sein geschlossenes Ökosystem gleichbleibende Tierbeobachtungen erlaubt. Am ergiebigsten ist die lange Trockenzeit von Juni bis Oktober: Die Tiere ziehen zu den letzten Wasserquellen am Kraterboden, die Vegetation ist spärlicher, Spitzmaulnashörner und Raubtiere sind leichter zu sehen. Diese Monate sind zugleich die vollsten. Die kurze Trockenzeit von Mitte Dezember bis Mitte Februar bietet nahezu dieselben Bedingungen bei niedrigeren Preisen und weniger Betrieb.

Trockenzeit (Juni bis Oktober, Mitte Dezember bis Mitte Februar)

Die beste Zeit für Beobachtungen: wenig Vegetation, klare Sicht, Tiere an den verbleibenden Wasserstellen. Im langen Fenster von Juni bis Oktober ist mit deutlichem Besucherandrang zu rechnen, im kurzen Fenster im Dezember und Januar weniger.

Regenzeit (März bis Mai, November bis Mitte Dezember)

Der Krater wird grün und für Vogelbeobachter besonders interessant. Weniger Besucher, günstigere Preise, dafür schwierigere Wege am Kraterboden und etwas mühsamere Tierbeobachtung.

Der Kraterboden Anfang April: grünes Gras, Wolken über dem Rand

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Ngorongoro-Krater ist für seine hohe Dichte an Big Five bekannt und bietet eine der besten Gelegenheiten in Afrika, diese Arten in freier Wildbahn zu sehen. Weil das Ökosystem geschlossen ist, gibt es keine saisonalen Auswärtswanderungen, die Tiere sind ganzjährig da.

Neben den großen Raubtieren fallen vor allem die Herden von Gnus und Zebras auf, dazu Flusspferde in den Wasserbecken und Flamingos am Magadi-See.

  • Löwe
  • Elefant
  • Büffel
  • Spitzmaulnashorn
  • Leopard
  • Gepard
  • Tüpfelhyäne
  • Zebra
  • Gnu
  • Flusspferd
  • Warzenschwein
  • Flamingo
Spitzmaulnashörner auf dem Kraterboden, dahinter die Kraterwand

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Ngorongoro-Krater: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Ngorongoro-Krater: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Ländergrenzen: Natural Earth. Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. ArushaStart
  2. 3 bis 4 Std. bis zum Krater · gut ausgebaute Hauptstraße
  3. Loduare-TorSüdosten, Haupttor
  • WestenSeneto-Tornur Abstieg in den Krater
  • NordostenLemala-TorAbstieg und Auffahrt

Mit dem Flugzeug

  • Kilimanjaro International Airportvon dort per Straße oder Charterflug weiter
  • Arusha Airportvon dort per Straße oder Charterflug weiter
  • Der Krater liegt auf der nördlichen Safari-Route mit Tarangire, Lake Manyara und Serengeti
  • Hinauf geht es über die Lerai-Straße im Süden, sie ist reine Auffahrt
  • Welche Abstiegsstraße du nimmst, hängt von der Lage deiner Unterkunft ab
  • Auf den Kraterboden nur im Allradwagen bis 3.500 kg Leergewicht und mit Führer
Anreise ausführlich

Auto

Von Arusha über eine gut ausgebaute Straße, Fahrzeit etwa 3 bis 4 Stunden. Der Krater liegt auf der nördlichen Safari-Route, die üblicherweise Tarangire, Lake Manyara, Ngorongoro und Serengeti verbindet. Eingangstor zur Conservation Area ist das Loduare-Gate an der Hauptstraße aus Arusha.

Flugzeug

Über den Kilimanjaro International Airport oder den Arusha Airport, von dort per Straße oder mit kleineren Charterflügen weiter in die Ngorongoro Conservation Area.

Morgens auf der Piste in den Krater, ein Wasserbock quert

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 60 €Erwachsene, für eine Einfahrt
  • Kinder 5 bis 15: rund 20 €
  • Kraterabstieg: rund 260 € pro Fahrzeug
  • Nacht in Lodge: plus rund 50 €
  • Gilt 24 Stunden

Die Eintrittsgenehmigung für die Ngorongoro Conservation Area kostet rund 60 € ab 16 Jahren, für Kinder von 5 bis 15 rund 20 €, jüngere zahlen nichts. Sie gilt 24 Stunden und für eine Einfahrt.

Der Abstieg auf den Kraterboden kostet extra: rund 260 € pro Fahrzeug und Fahrt. Zu zweit sind das rund 130 € pro Kopf, zu sechst rund 45 €.

Das Fahrzeug braucht eine eigene Genehmigung: rund 40 € für einen ausländischen Wagen bis 2 Tonnen, rund 155 € bis 3 Tonnen, rund 8 € mit tansanischem Kennzeichen bis 2 Tonnen.

Wer im Schutzgebiet übernachtet, zahlt pro Erwachsenem und Nacht rund 50 € in Lodge oder festem Zeltcamp, rund 30 € auf dem öffentlichen und rund 60 € auf einem Sonderzeltplatz.

Extra kosten: Kulturboma rund 18 € und warmes Mittagessen im Krater rund 20 € pro Fahrzeug, Olduvai-Schlucht rund 30 €, Laetoli-Fußspuren rund 20 €, Fußsafari rund 20 bis 25 €, Ballonfahrt rund 35 €.

Bezahlt wird am Loduare-Gate. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet, die Mehrwertsteuer von 18 Prozent ist schon enthalten.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Am Kraterboden selbst gibt es keine Unterkünfte, wohl aber am Kraterrand.

Luxus

Die andBeyond Ngorongoro Crater Lodge liegt direkt am Rand, mit Blick in den Krater.

Mittelklasse

Die Ngorongoro Wildlife Lodge bietet Aussicht auf den Kraterboden zu moderaterem Preis.

Budget

In der Conservation Area gibt es mehrere Campingplätze.

Deutlich günstiger

Lodges in Karatu außerhalb der Conservation Area. Dafür kommen ein bis zwei Stunden Anfahrt bis zum Kraterboden hinzu, und man fährt mit dem allgemeinen Besucherstrom in den Krater.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Kratersafari

Geführte Pirschfahrten über den Kraterboden, die Hauptaktivität und der Grund, warum die meisten kommen.

Wanderungen am Kraterrand

Geführte Touren oberhalb der Caldera mit Blick von außen auf das Ökosystem.

Kulturelle Besuche

Treffen mit Massai-Gemeinschaften, die in der Conservation Area leben.

Blick vom Kraterrand über den Kraterboden im September

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Der Zugang zum Krater ist streng geregelt: Jede Fahrt hinunter kostet eine eigene Gebühr, die Zeiten sind fest, und an einer Sichtung dürfen höchstens fünf Fahrzeuge stehen.

Die Ngorongoro Conservation Area ist zugleich Lebensraum von Massai-Gemeinschaften. Seit 2022 versucht die Regierung, die Bewohner nach Msomera in der Region Tanga umzusiedeln; eine präsidiale Untersuchungskommission stellte im März 2026 fest, dass bis dahin nur rund sieben Prozent der Haushalte umgezogen waren. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Programm, die UNESCO betont, sie habe eine Umsiedlung nie verlangt. Wie sich Weidewirtschaft, wachsender Tourismus und Naturschutz auf derselben Fläche vertragen, ist weiter umstritten.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Abstieg

Drei Straßen führen zwischen Kraterrand und Kraterboden: Seneto im Westen nur hinunter, Lerai im Süden nur hinauf, Lemala im Nordosten in beide Richtungen. Alle sind steil und nur mit Allradfahrzeug befahrbar. Welche du nimmst, hängt von der Lage deiner Unterkunft ab.

Fahrzeug

Auf den Kraterboden kommen nur Allradfahrzeuge bis 3.500 Kilogramm Leergewicht. Gewerblich genutzte Fahrzeuge brauchen eine TALA-Lizenz.

Führer ist Pflicht

Jeder Kraterbesucher muss von einem lizenzierten oder einem NCAA-Führer begleitet werden, allein hinunterfahren geht nicht. Bei Fußsafaris kommt ein bewaffneter NCAA-Ranger mit.

Regeln

An einer Sichtung dürfen höchstens fünf Fahrzeuge stehen, und zwar still. Halte mindestens 25 Meter Abstand zu den Tieren. Aussteigen darfst du nur an ausgewiesenen Plätzen. Auf dem Kraterboden gilt Tempo 25, in der übrigen Conservation Area Tempo 50.

Strafen

Zu schnelles Fahren, Fahren abseits der Wege und falsches Parken kosten je rund 40 € pro Fahrzeug.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Wie hoch sind die Chancen auf die Big Five?

Sehr hoch. Alle fünf Arten leben im Krater, und weil das Ökosystem geschlossen ist, wandern sie nicht ab. Am schwierigsten bleibt der Leopard.

Reicht ein Tag im Krater?

Für den Kraterboden ja. Der Abstieg ist bis 16 Uhr erlaubt, um 18 Uhr muss jedes Fahrzeug wieder oben sein, und die Abstiegsgebühr gilt für eine Fahrt. Eine feste Höchstdauer unten gibt es nicht, auch wenn Veranstalter oft sechs Stunden einplanen. Zwei Tage lohnen sich, wenn du zusätzlich das Umland und die Massai-Siedlungen der Conservation Area sehen möchtest.

Wie entkommst du dem Besucherandrang?

Mit einer Unterkunft direkt am Kraterrand. Das Tor öffnet um 6 Uhr, und von einer Lodge am Rand bist du gegen halb sieben auf dem Kraterboden. Damit liegst du 45 bis 60 Minuten vor der Welle, die aus Karatu anfährt, und genau dieses Fenster macht den Besuch aus: Nashorn und Großkatzen sind früh am aktivsten, später wird es warm und voll. Der Preisunterschied pro Nacht ist allerdings erheblich.

Über welches Tor kommst du am schnellsten hinunter?

Die meisten fahren über das Loduare-Gate an der Hauptstraße aus Arusha. Das Lemala-Gate im Nordosten ist deutlich ruhiger; von einer Lodge dort bist du in einer Viertelstunde auf dem Kraterboden und damit vor allen, die von den Unterkünften im Westen kommen. Welches Tor für dich das richtige ist, hängt also vor allem davon ab, wo du schläfst.

Was kostet der Ngorongoro-Krater?

Die Eintrittsgenehmigung für die Conservation Area kostet rund 60 € pro Person ab 16 Jahren. Der Abstieg in den Krater kostet zusätzlich rund 260 € pro Fahrzeug und Fahrt, dazu kommt die Fahrzeuggenehmigung, für einen ausländischen Wagen bis 2 Tonnen rund 40 €. Wer im Schutzgebiet in einer Lodge oder einem festen Zeltcamp schläft, zahlt pro Erwachsenem und Nacht rund 50 € dazu. Alle Genehmigungen gelten 24 Stunden und für eine Einfahrt.

Darf man selbst in den Krater fahren?

Nicht ohne Begleitung. Jeden Kraterbesucher muss ein lizenzierter oder ein NCAA-Führer begleiten. Außerdem kommen nur Allradfahrzeuge bis 3.500 Kilogramm Leergewicht auf den Kraterboden, und gewerblich genutzte Fahrzeuge brauchen eine TALA-Lizenz. Ein gemieteter Kleinwagen scheidet damit aus.

Welche Regeln gelten auf dem Kraterboden?

Tempo 25 auf dem Kraterboden und 50 in der übrigen Conservation Area. An einer Sichtung dürfen höchstens fünf Fahrzeuge stehen, und zwar still. Halte mindestens 25 Meter Abstand, bleib im Fahrzeug außer an ausgewiesenen Plätzen, füttere nichts und fahre nicht abseits der Wege. Zu schnelles Fahren und Fahren abseits der Wege kosten je rund 40 €.

In der Nähe

Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Von hier aus erreichbar: Lake Manyara (ca. 2 Stunden), Tarangire (ca. 3 bis 4 Stunden), Serengeti (Seronera, ca. 3 bis 4 Stunden, bis zum Naabi-Hill-Tor etwa 2 Stunden), Arusha-Nationalpark (ca. 4 Stunden), Kilimandscharo (Moshi, ca. 6 Stunden)

Landschaft des Serengeti Nationalparks in Tansania

Serengeti-Nationalpark

Der Serengeti-Nationalpark in Nordtansania gehört zu den bekanntesten Nationalparks der Welt; die World Travel Awards kürten ihn von 2019 bis 2025 sieben Jahre in Folge zu Afrikas führendem Nationalpark. Auf rund 15.000 Quadratkilometern leben alle Big Five, dazu über 1,5 Millionen Gnus, die einmal im Jahr die Great Migration vollziehen. Vier Regionen mit eigenem Charakter, und je nach Reisezeit spielt das Naturschauspiel woanders.

Landschaft mit See, Bäumen und Bergen am Lake Manyara Nationalpark in Tansania

Lake-Manyara-Nationalpark

Der Lake-Manyara-Nationalpark liegt am Fuß der Rift-Valley-Klippen im Norden Tansanias. Auf kleinem Raum treffen Grundwasserwald, Savanne und ein alkalischer See aufeinander. Bekannt ist der Park für seine baumkletternden Löwen und die Flamingoschwärme am Seeufer, dazu kommen ein 370 Meter langer Baumkronenweg und die offiziell erlaubte Nachtpirsch.

Elefanten im Tarangire Nationalpark in Tansania

Tarangire-Nationalpark

Der Tarangire-Nationalpark im Norden Tansanias ist bekannt für seine großen Elefantenherden und die alten Baobab-Bäume, die das Landschaftsbild prägen. In der Trockenzeit zieht der Tarangire-Fluss Tiere aus der ganzen Region an, und die Hauptrouten der nordtansanischen Safari führen hier nur am Rand vorbei.

Blick auf den Mount Meru im im Arusha Nationalpark in Tansania

Arusha-Nationalpark

Der Arusha-Nationalpark liegt am Fuß des Mount Meru, eine knappe Stunde von der Stadt Arusha entfernt. Bergregenwald, der Ngurdoto-Krater und die alkalischen Momella-Seen reihen sich auf kurzer Strecke aneinander. Kein klassisches Safariziel, dafür einer der wenigen Parks Tansanias, in denen du mit bewaffnetem Ranger zu Fuß gehen darfst.

Kilimandscharo Luftbild

Kilimandscharo-Nationalpark

Der Kilimandscharo-Nationalpark im Norden Tansanias schützt den höchsten Berg Afrikas. Auf dem Weg zum Gipfel durchquert man fünf Vegetationszonen: von Kaffeeplantagen und Regenwald über Heide und alpine Steinwüste bis zum ewigen Eis. Ein Ziel für Bergsteiger und Wanderer, nicht für Safarigäste.