Ruaha-Nationalpark
Elefanten, Baobabs und der Große Ruaha
Der Ruaha-Nationalpark im zentralen Süden Tansanias ist mit 19.822 km² der zweitgrößte des Landes. Er gehört zum Landschaftsraum Ruaha-Rungwa mit der größten Elefantenpopulation Tansanias, und Löwen, Leoparden, Geparde und Wildhunde leben hier nebeneinander. Die Landschaft reicht von weiten Ebenen über Hügel und Schluchten bis zu den Baobabs am Großen Ruaha.
Der Ruaha-Nationalpark ist der zweitgrößte Nationalpark Tansanias und zugleich einer der am wenigsten besuchten. Die Landschaft wechselt zwischen sanften Hügeln, tiefen Schluchten und weiten Ebenen, eine Vielfalt, die den Park für Fotografen besonders attraktiv macht.
Bekannt ist Ruaha vor allem für seine großen Elefantenherden und für die Zahl seiner Raubtiere. Löwe, Leopard, Gepard und Wildhund kommen hier nebeneinander vor, und das offene Gelände macht Beobachtungen leichter als im dichten Busch. Auf jede der vier Arten verlassen kannst du dich deshalb nicht: Der Gepard zeigt sich von ihnen am seltensten. Dazu kommen Büffelherden und seltene Antilopen, darunter die größte Population an Großen Kudus in Ostafrika.
Der Große Ruaha zieht sich wie ein Lebensfaden durch das Gebiet. In der Trockenzeit wird er zum Mittelpunkt des gesamten Parks: Wer dann hier ist, findet die Tiere am Wasser. Dass der Fluss inzwischen jede Trockenzeit streckenweise trockenfällt, gehört zur gleichen Geschichte.
Darum ist Ruaha-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- Teil des Landschaftsraums Ruaha-Rungwa mit der größten Elefantenpopulation Tansanias
- Ungewöhnlich viele Raubtierarten nebeneinander: Löwe, Leopard, Gepard und Wildhund
- Die größte Population an Großen Kudus in Ostafrika, dazu Kleiner Kudu, Rappen- und Pferdeantilope
- Über 570 Vogelarten, darunter der hier entdeckte Ruaha-Rotschnabeltoko
- Zweitgrößter Nationalpark Tansanias und einer der leersten: oft ganze Vormittage ohne ein zweites Fahrzeug
- Nachtpirschfahrten und Fußsafaris sind hier erlaubt
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Ruaha-Nationalpark
- Im September steht auf den Prospektbildern ein Fluss, der nicht mehr da ist Der Große Ruaha fällt seit 1993 in jeder Trockenzeit trocken, und die trockene Phase wird länger. Im September und Oktober siehst du streckenweise ein Sandbett mit einzelnen Resttümpeln. Für die Tierbeobachtung ist genau das gut, weil sich alles an den letzten Wasserstellen drängt. Wer Flussbilder im Kopf hat, sollte eher Juni oder Juli wählen.
- Frag nicht nach der Lodge, frag nach den Minuten bis zum Fluss Im Ruaha entscheidet die Lage des Camps über den Tag. In der Trockenzeit spielt sich fast alles am Großen Ruaha ab. Wer morgens erst eine Dreiviertelstunde dorthin fährt, verpasst das beste Licht und die größten Elefantenherden. Stell bei der Buchung eine einzige Frage: Wie viele Minuten braucht man vom Camp bis ans erste Wildgebiet am Fluss? Alles unter zwanzig Minuten ist gut.
- Der Eintritt kennt keine Hochsaison, die Lodges schon Anders als Serengeti, Nyerere oder Tarangire kostet der Eintritt im Ruaha das ganze Jahr gleich viel. Teuer wird die Reise über die Unterkunft, und die kostet von November bis Februar deutlich weniger als in der Trockenzeit. Wer mit grüner Landschaft, Jungtieren und Zugvögeln leben kann und auf die dichteste Wildkonzentration verzichtet, spart hier am meisten.
- Die Nachtpirschfahrt bestellst du bei der Buchung mit Im Ruaha sind Nachtpirschfahrten erlaubt, sie brauchen aber einen Ranger und eine Voranmeldung. Genau in dieser Zeit sind die Tiere unterwegs, die du tagsüber nicht siehst. Bestell sie bei der Buchung mit, nicht erst vor Ort.
- Plan Iringa als Übernachtung ein, wenn du fährst Von Daressalam bis in den Ruaha sind es auf der Straße neun bis elf Stunden. Ab Iringa dagegen nur noch rund 110 km und drei bis vier Stunden. Wer die Strecke an einem Tag durchzieht, kommt im Dunkeln an, und ins Tor kommst du nach 18 Uhr ohnehin nicht mehr. Iringa liegt im Hochland, ist kühl und hat Unterkünfte in jeder Preisklasse.
- Staub ist im Ruaha ein eigenes Gepäckthema In der späten Trockenzeit ist die Piste trockenes Pulver, und im offenen Fahrzeug bekommst du alles davon ab. Reisende nennen Lippenpflege, Augentropfen und ein Tuch fürs Gesicht als die drei Dinge, die sie beim nächsten Mal einpacken würden. Für die Kamera lohnt ein Beutel oder ein Tuch, sobald das Fahrzeug rollt.
Karte von Ruaha-Nationalpark
Highlights
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Die Elefantenherden am Fluss
Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Wenig TrubelDer Ruaha-Nationalpark hat einen der größten Elefantenbestände Tansanias. In der Trockenzeit graben die Herden im Sandbett des Großen Ruaha nach Wasser.
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Vier Raubtierarten auf einer Fläche
Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Wenig TrubelLöwe, Leopard, Gepard und Afrikanischer Wildhund kommen im Ruaha nebeneinander vor, dazu die Tüpfelhyäne. Der Grund liegt in der Lage: Hier treffen die Verbreitungsgebiete ost- und südafrikanischer Arten aufeinander. Die Löwen der Ruaha-Landschaft gehören zu den größten verbliebenen Beständen der Welt.
- Fläche seit 2023, zweitgrößter Nationalpark Tansanias
- 19.822 km²
- Vogelarten, darunter der Ruaha-Rotschnabeltoko
- 570+
- Nationalpark, vorher seit 1910 Wildreservat
- 1964
- seither fällt der Große Ruaha jede Trockenzeit trocken
- 1993
Landschaftsmerkmale
Der Große Ruaha
Der Fluss zieht sich durch den ganzen Park und prägt seine Topografie. In der Trockenzeit wird er zum Mittelpunkt des tierischen Lebens: wenn sonst kaum noch Wasser bleibt, kommt alles hierher. Die meisten Lodges liegen deshalb an seinem Ufer.
Ebenen und baumreiche Savannen
Riesige Ebenen wechseln mit baumreichen Savannen. Diese offenen Flächen sind der Grund, warum sich Raubtiere hier so gut beobachten lassen: die Jagd spielt sich nicht im Dickicht ab, sondern im Freien.
Hügel, Felsformationen und Baobabs
Die hügelige Landschaft bietet Aussichtspunkte weit über das Land. Dazwischen stehen Felsformationen und Baobab-Bäume, die dem Park seine charakteristischen Silhouetten geben.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Grüne Zeit | Lange Regenzeit | Trockenzeit | Grüne Zeit | ||||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | viel los | ||||||||
| Zugvögel | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | |||||||
| Wildhunde am Bau | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | |||||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- kleine Regenzeit
- viel los
- Zugvögel (innen, kräftig = Höhepunkt)
- Wildhunde am Bau
Juni empfohlen
Trockenzeit · eher ruhig · Wildhunde am Bau
Die Tiere sammeln sich am Fluss, die Vegetation ist dünn, der Himmel klar. Die verlässlichste Zeit für Beobachtungen und die beliebteste bei Fotografen, und trotzdem bleibt der Park deutlich leerer als die Nordroute.
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Die ideale Zeit ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober. Die Tiere ziehen sich an die verbliebenen Wasserstellen am Großen Ruaha zurück, und die zurückgegangene Vegetation verbessert die Sicht erheblich. Im September und Oktober ist die Konzentration am größten, dann führt der Fluss aber streckenweise gar kein Wasser mehr. Von März bis Mai fällt der lange Regen: Pisten werden unpassierbar, die meisten Camps schließen. November bis Februar ist die grüne Zeit, gut für Vögel und für Jungtiere, schwächer für Pirschfahrten, weil sich die Tiere über die große Fläche verteilen. Die Unterkünfte sind in diesen Monaten deutlich günstiger.
Trockenzeit (Juni bis Oktober)
Die Tiere sammeln sich am Fluss, die Vegetation ist dünn, der Himmel klar. Die verlässlichste Zeit für Beobachtungen und die beliebteste bei Fotografen, und trotzdem bleibt der Park deutlich leerer als die Nordroute. Rechne im September und Oktober mit viel Staub und mit einem Flussbett, das streckenweise trocken liegt.
Grüne Zeit (November bis Februar)
Die Landschaft wird grün, die Vogelwelt aktiver, und von November bis März kommen die Zugvögel aus Eurasien dazu. Jungtiere werden geboren. Die Tiere verteilen sich über die große Fläche des Parks, was Sichtungen schwieriger macht. Die Unterkünfte kosten in dieser Zeit deutlich weniger.
Lange Regenzeit (März bis Mai)
Die Regen fallen häufig und halten oft tagelang an. Pisten werden unpassierbar, Kleinflugzeuge können nicht immer landen, und die meisten Camps schließen. Für eine Reise in den Ruaha ist das die falsche Zeit.
Sehenswerte Tiere
Ruaha ist berühmt für seine Elefanten. Der Landschaftsraum Ruaha-Rungwa, zu dem der Park gehört, hat die größte Elefantenpopulation Tansanias. Ebenso auffällig ist die Zahl der Raubtiere: Löwen, Leoparden, Geparde und Wildhunde jagen hier in offener Landschaft, dazu kommen Tüpfelhyänen. Von diesen Raubtieren ist der Gepard der unsicherste, er zeigt sich nur selten.
Büffel ziehen in großen Herden durch den Park. Bei den Antilopen ist Ruaha eine Besonderheit: Hier treffen Großer und Kleiner Kudu aufeinander, dazu Rappen- und Pferdeantilope. Die Population an Großen Kudus ist die größte Ostafrikas. Nashörner gibt es hier nicht mehr.
Mit über 570 Vogelarten ist der Park außerdem eines der artenreichsten Vogelgebiete Tansanias. Zwei Vögel tragen seinen Namen: der Ruaha-Rotschnabeltoko, der hier entdeckt wurde, und der Ruaha-Schmatzer.
- Elefant
- Löwe
- Leopard
- Gepard
- Afrikanischer Wildhund
- Tüpfelhyäne
- Büffel
- Giraffe
- Zebra
- Großer Kudu
- Kleiner Kudu
- Rappenantilope
- Pferdeantilope
- Impala
Foto: Brian Harries, CC BY 2.0Anreise

Mit dem Auto
- DaressalamStart
- Von Daressalam bis in den Park 9 bis 11 Std., die meisten übernachten deshalb in Iringa
- Iringaunterwegs
- rund 110 km · 3 bis 4 Std. · TungamalengaIns Tor kommst du nur zwischen 6 und 18 Uhr
- Main GateHaupttor im Osten
Mit dem Flugzeug
Daressalam oder Arusha → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft
- beim ParkhauptquartierMsembeLinienflug mit Zwischenlandungen; Msembe ist der Hauptzugang · 2 bis 3 Std.
- Südwesten, für die Camps dortJongomero
- für die Camps dortMdonya
- Welcher Airstrip zu deinem Camp gehört, klärst du vor der Buchung; die Transfers im Park dauern
- Im Kleinflugzeug 15 kg (Coastal Aviation) bis 20 kg (Auric Air) Gepäck mit Handgepäck, in weichen Taschen
- Ein Allradfahrzeug ist erforderlich
- Von März bis Mai ist die Zufahrt oft unpassierbar
Anreise ausführlich
Flugzeug
Der übliche Weg: Linienflüge ab Daressalam, zwei bis drei Stunden mit Zwischenlandungen, oder ab Arusha zu einem der Airstrips im Park. Msembe liegt beim Parkhauptquartier und ist der Hauptzugang, Jongomero und Mdonya bedienen die dortigen Unterkünfte. Das Gepäcklimit liegt bei 15 kg (Coastal Aviation) bis 20 kg (Auric Air) einschließlich Handgepäck, nimm weiche Taschen. Kläre vor der Buchung, welcher Airstrip zu deinem Camp gehört, die Transfers im Park dauern.
Auto
Die Hauptroute führt über Iringa und dann über Tungamalenga zum Haupttor, ab Iringa rund 110 km und drei bis vier Stunden. Von Daressalam sind es neun bis elf Stunden, die meisten übernachten deshalb in Iringa. Ein Allradfahrzeug ist erforderlich, von März bis Mai ist die Zufahrt oft unpassierbar.
Kosten und Gebühren
- Kinder 5 bis 15: rund 10 €
- Übernachtung im Park: plus rund 30 €
- Kein Bargeld am Tor
Der Eintritt kostet rund 30 € pro Person und Tag, für Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 10 €, jüngere Kinder zahlen nichts. Der Preis gilt das ganze Jahr.
Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht rund 30 € dazu. Mit Übernachtung sind das rund 60 € pro Person und Tag, ohne Unterkunft. Das Ticket gilt 12 Stunden, mit Übernachtung 24 Stunden ab der Einfahrt, mit beliebig vielen Einfahrten.
Das Fahrzeug kostet je Einfahrt extra: bis 2 Tonnen rund 40 € mit ausländischem, rund 8 € mit tansanischem Kennzeichen, ausländisch von 2 bis 3 Tonnen rund 155 €.
Extras: kurze Fußsafari rund 20 €, lange rund 25 €, dazu der Ranger mit rund 20 € je Gruppe und Tag. Nachtpirschfahrt rund 50 €, Bootssafari rund 20 €, Ballonfahrt rund 50 € Parkgebühr. Zeltplatz rund 30 € pro Nacht, Bandas ab rund 30 €, Cottages ab rund 50 €.
Am Tor zahlst du mit Karte, Mobile Money oder über das staatliche Zahlungsportal, nie bar. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet, die Mehrwertsteuer von 18 Prozent ist schon enthalten.
Beliebte Unterkünfte
Luxus
Jabali Ridge, eine Lodge in erhöhter Lage mit Blick über die umliegende Landschaft.
Mittelklasse
Ruaha River Lodge, direkt am Ufer des Großen Ruaha und damit an der besten Stelle für Tierbeobachtungen in der Trockenzeit.
Budget
Mehrere Campingplätze im Park für Selbstversorger, dazu einfache Bandas und Cottages der Parkverwaltung.
Wichtig
Von März bis Mai schließen die meisten Häuser. Wer im Park schläft, zahlt zusätzlich eine Übernachtungsgebühr. Von November bis Februar liegen die Preise deutlich niedriger.
Aktivitäten
Pirschfahrten
Die Hauptaktivität. Offene Landschaften und viele Raubtiere machen Ruaha zu einem der ergiebigsten Beobachtungsgebiete des Landes.
Nachtpirschfahrt
Im Ruaha erlaubt. Sie braucht einen Ranger und eine Voranmeldung.
Fußsafari
Begleitete Wanderungen mit bewaffnetem Ranger, kurz oder lang.
Vogelbeobachtung
Mit über 570 Arten eines der artenreichsten Vogelgebiete Tansanias, am besten von November bis März, wenn die Zugvögel da sind.
Fotografie
Baobabs, Felsformationen und weite Ebenen machen den Park zu einem der dankbarsten Fotogebiete Tansanias.
Bootssafari
Auch Bootssafaris sind im Park zugelassen. Frag beim Camp nach, ob und wo sie derzeit angeboten werden.
Foto: Richard Mortel, CC BY 2.0Natur- und Tierschutz
Der Große Ruaha ist die Lebensader des Parks, und ihm geht das Wasser aus. Seit 1993 fällt der Fluss in jeder Trockenzeit trocken, obwohl er früher das ganze Jahr Wasser führte. Die trockene Phase beginnt heute früher und dauert länger. Der Grund liegt flussaufwärts: In der Usangu-Ebene wird Wasser für den Reisanbau entnommen, in der Trockenzeit der größte Teil des Abflusses.
Für die Tiere heißt das, dass sie sich in wenigen verbliebenen Tränken drängen. Am stärksten trifft es Büffel, Zebras und Wasserböcke. Tansanische Behörden und Forschungseinrichtungen arbeiten seit Jahren an einer Wiederherstellung des ganzjährigen Abflusses, unter anderem über die Regelung der Bewässerung und die Umsiedlung von Vieh aus dem Feuchtgebiet.
Für dich als Besucher ist das zweischneidig: Die Konzentration der Tiere an den letzten Wasserstellen macht die Trockenzeit zur besten Beobachtungszeit, und zugleich siehst du im September und Oktober oft nur ein Sandbett dort, wo auf den Prospektbildern ein Fluss fließt.
Praktische Informationen
Aufenthaltsdauer
Drei bis fünf Tage. Der Park ist sehr groß, kurze Aufenthalte zeigen nur einen Ausschnitt.
Tageszeiten
Gefahren wird nur zwischen 6 und 18 Uhr. Wer nachts unterwegs sein will, meldet die Nachtpirschfahrt mit Ranger vorher an.
Drohnen
Ohne schriftliche Genehmigung von TANAPA verboten.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Was kostet der Eintritt in den Ruaha-Nationalpark?
Rund 30 € pro Erwachsenem und Tag, Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 10 €, Kinder unter 5 Jahren nichts. Die Mehrwertsteuer ist darin schon enthalten. Der Preis gilt das ganze Jahr, eine Hochsaison kennt der Ruaha nicht. Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht rund 30 € dazu. Am Tor wird kein Bargeld angenommen.
Wie groß ist der Ruaha-Nationalpark?
19.822 km² seit der Grenzänderung von 2023. Damit ist er der zweitgrößte Nationalpark Tansanias nach dem Nyerere. Ältere Angaben mit 20.226 km² stammen aus der Zeit nach der Erweiterung um das Usangu-Feuchtgebiet 2008.
Führt der Große Ruaha immer Wasser?
Nein. Seit 1993 fällt er in jeder Trockenzeit streckenweise trocken, und die trockene Phase beginnt früher und dauert länger als früher. Ursache ist die Wasserentnahme für den Reisanbau in der Usangu-Ebene flussaufwärts. Für die Tierbeobachtung ist das gut, weil sich alles an den letzten Wasserstellen sammelt. Wer den Fluss sehen will, kommt eher im Juni oder Juli.
Wie kommt man am besten hin?
Per Linienflug ab Daressalam, zwei bis drei Stunden mit Zwischenlandungen, oder ab Arusha. Auf der Straße sind es ab Iringa rund 110 km und drei bis vier Stunden, ab Daressalam neun bis elf Stunden, deshalb übernachten die meisten in Iringa. Ein Allradfahrzeug ist Voraussetzung, und von März bis Mai ist die Zufahrt oft unpassierbar.
Was unterscheidet Ruaha von der Serengeti?
Keine Gnuwanderung, dafür große Elefantenherden am Fluss, vier Raubtierarten nebeneinander und sehr viel weniger Fahrzeuge. Die Landschaft ist abwechslungsreicher, mit Hügeln, Schluchten und Baobabs statt endloser Ebene. Dazu sind hier Nachtpirschfahrt und Fußsafari erlaubt.
Sieht man hier Wildhunde?
Ruaha ist wie der Nyerere eines der wichtigsten Gebiete für Afrikanische Wildhunde. Sicher ist eine Begegnung nie: Die Rudel durchstreifen sehr große Reviere, und manchmal bleibt die Suche auch an zwei Morgen hintereinander erfolglos.
Wann sind die Camps geschlossen?
In der langen Regenzeit von März bis Mai. Die meisten Camps machen dann zu, weil die Pisten unpassierbar werden und die Kleinflugzeuge nicht verlässlich landen können. Ab Juni öffnen sie wieder, und von da an bis Oktober ist auch die beste Zeit für Pirschfahrten.














