Katavi-Nationalpark
Der abgelegenste Park Tansanias
Der Katavi-Nationalpark im Südwesten Tansanias ist einer der am schwersten erreichbaren Parks des Landes und einer der leersten. Seine Schwemmebenen tragen große Herden von Büffeln und Elefanten, in den schrumpfenden Wasserlöchern drängen sich in der Trockenzeit Hunderte Flusspferde und Krokodile.
Katavi gehört zu den abgelegensten Parks Tansanias. Wer hierher kommt, sucht Einsamkeit: weitläufige Ebenen, dichte Wälder und Wildtierbestände, die ohne Fahrzeugkolonnen beobachtet werden.
Große Herden von Büffeln und Elefanten ziehen über die Schwemmebenen, dazu kommen zahlreiche Raubtiere. Bekannt ist der Park vor allem für seine Dichte an Flusspferden und Krokodilen: In der Trockenzeit drängen sie sich zu Hunderten in den verbleibenden Wasserlöchern.
Die Abgeschiedenheit ist Teil des Reizes und zugleich die größte Hürde. Die meisten fliegen ein, planmäßig nur montags und donnerstags. Günstiger geht es mit dem Linienflug nach Mpanda oder mit dem Zug dorthin.
Darum ist Katavi-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- Die dichtesten Flusspferd- und Krokodilbestände Tansanias, in der Trockenzeit gedrängt in wenigen Wasserlöchern
- Büffelherden, die oft dreimal so groß sind wie die in der Serengeti
- Löwenrudel auf offenen Ebenen, dazu Rappen- und Pferdeantilope, die es in den bekannten Parks kaum gibt
- Einer der am wenigsten besuchten großen Parks Tansanias: eine Handvoll fester Camps auf 4.471 Quadratkilometern
- Nachtpirschfahrt und geführte Fußsafari sind hier erlaubt; in vielen Parks der Nordroute gibt es beides nicht
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Katavi-Nationalpark
- Der Linienflug nach Mpanda ist der günstige Weg hinein Fast alle Beschreibungen kennen nur den Charterflug. Air Tanzania fliegt aber dreimal die Woche von Daressalam zum Flughafen Mpanda, und von dort sind es 38 Kilometer bis zum Tor Sitalike. Wer sich den Transfer organisieren kann, zahlt einen Bruchteil des Charterpreises. Prüf die Verbindung vor der Buchung, auf dieser Strecke ändert sich der Flugplan.
- Die Flüge in den Park gehen montags und donnerstags Der planmäßige Flug von Safari Air Link kommt aus Ruaha und landet zweimal die Woche, montags und donnerstags. Damit ist deine Aufenthaltsdauer festgelegt: drei oder vier Nächte, alles andere kostet einen teuren Sonderflug. Plan die Nächte vom Flugplan her, nicht umgekehrt. Außerhalb von Juni bis Oktober klär vorher, ob du planmäßig oder per Sammelcharter fliegst.
- Erdtöne anziehen, die Tsetsefliegen sind hier ernst gemeint Reisende berichten, im Juni von Tsetsefliegen regelrecht belagert worden zu sein, vor allem abseits der Hauptrouten und in offenen Fahrzeugen. Die Fliegen orientieren sich an Dunkelblau und Schwarz. Helle Erdtöne, lange Ärmel und dicht gewebter Stoff helfen, in den Miombowäldern schließen Fahrer die Fenster. Auf den Schwemmebenen und an den Flussläufen, wo ohnehin das meiste Wild steht, ist es deutlich erträglicher.
- Es gibt eine bezahlbare Übernachtung im Park, und kaum jemand kennt sie Katavi hat den Ruf eines teuren Ziels mit einer Handvoll fester Camps. An der Parkverwaltung stehen aber einfache Bandas mit Duschblock, Toiletten und Küche. Der öffentliche Campingplatz hat Duschblock, Toiletten, einen überdachten Essbereich und Feuerholz; dafür brauchst du nicht einmal eine Buchung. Für die Bandas ist eine Voranmeldung ratsam.
- Nachts fahren und zu Fuß gehen ist hier erlaubt Katavi gehört zu den Parks mit Nachtpirschfahrt und geführter Fußsafari. Mit bewaffnetem Ranger lässt sich der Park praktisch überall zu Fuß erkunden, sogar ein Nachtlager im Busch ist möglich. In vielen Parks der nördlichen Route geht beides nicht. Melde es vorher an, spontan am Tor läuft das nicht.
- Von März bis Mai ist zu, und im Dezember nicht überall auf Der Park bleibt offen, die Camps nicht. Die drei festen Camps machen gestaffelt Pause: Chada Katavi schließt Mitte November, öffnet Mitte Dezember noch einmal bis Mitte Februar, das Katavi Wildlife Camp läuft von Juni bis Ende Februar, Mbali Mbali Katavi ist März, April und Mai geschlossen. Im April und Mai hat damit keines der drei geöffnet. Dazu kommen Pisten, die auf schwarzem Baumwollboden nach Regen unpassierbar werden. Wenn dich die grüne Jahreszeit reizt, klär zuerst, ob überhaupt jemand offen hat, und buch dann den Flug.
- Katavi ist keine erste Safari Nimm Katavi nicht als ersten Park. Die Anfahrten sind lang, es gibt wenige Flugtage, kaum Auswahl bei den Unterkünften und hohe Kosten. Als zweite oder dritte Reise und mit mindestens zehn Tagen Gesamtdauer wird derselbe Ort zum Höhepunkt.
- Der Zug fährt bis Mpanda Von Daressalam über Tabora nach Mpanda, von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln die 38 Kilometer nach Sitalike, wo sich eine Pirschfahrt organisieren lässt. Das ist der langsamste und billigste Weg nach Katavi. Die Fahrpläne der tansanischen Bahn ändern sich häufig, erkundige dich kurz vor der Reise.
Karte von Katavi-Nationalpark
Highlights
-
Die saisonalen Seen Katavi und Chada
See Aura Haut dich um Trubel Kaum jemand daIn der Trockenzeit schrumpfen beide Seen zu schlammigen Wasserlöchern. Was übrig bleibt, wird zum Sammelpunkt: Hunderte Flusspferde drängen sich auf engstem Raum und konkurrieren um das letzte Wasser.
-
Die Tamarindenbäume mit den Löwenrudeln
Baum Aura Beeindruckend Trubel Kaum jemand daAm Rand der Schwemmebenen stehen alte Tamarinden, deren Kronen in der Mittagshitze den Schatten werfen, unter den sich Elefanten, Büffel und Besucher gleichermaßen stellen. Die Löwenrudel des Parks jagen auf genau diesen Ebenen die Büffelherden.
-
Krokodile am schwindenden Wasser
Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Kaum jemand daMit dem Wasser ziehen sich auch die Krokodile zurück. In den letzten Becken liegen sie dicht nebeneinander, und wenn auch die verschwinden, graben sie sich Höhlen in die Uferböschung und verfallen dort in Starre.
- Fläche, mit nur einer Handvoll fester Camps
- 4.471 km²
- rund so groß ist allein die Katisunga-Ebene
- 425 km²
- registrierte Vogelarten
- 400+
- ausländische Besucher im ganzen Jahr 2012/13
- 1.500+
Landschaftsmerkmale
Die Schwemmebenen
In der Trockenzeit weite, goldfarbene Graslandschaften, in der Regenzeit wasserreiche Oasen. Der Park sieht je nach Jahreszeit völlig anders aus. Diese Ebenen sind die Grundlage für die großen Herden und geben zugleich ungestörte Sicht über weite Strecken.
Der Katuma-Fluss
Im Herzen des Parks fließt der Katuma, gesäumt von dichten Wäldern. Diese grünen Korridore stehen im Kontrast zu den trockenen Ebenen und sind in den heißen Monaten der wichtigste Rückzugsraum für die Tierwelt.
Isolierte Berg- und Hügelketten
Abseits von Ebenen und Flussufern erheben sich einzelne Berg- und Hügelzüge. Sie bringen zusätzliche topografische Vielfalt und erlauben anspruchsvolle Wanderungen mit weiten Ausblicken über den Park.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Regenzeit, November bis Mai | Trockenzeit, Juni bis Oktober | Regenzeit, November bis Mai | |||||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | viel los | ||||||||
| Gedränge am Wasser | Gedränge am Wasser | Gedränge am Wasser | Höhepunkt | Höhepunkt | ||||||||
| Zugvögel | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | ||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- viel los
- Gedränge am Wasser (innen, kräftig = Höhepunkt)
- Zugvögel
Juni empfohlen
Trockenzeit, Juni bis Oktober · eher ruhig
Die Zeit, für die man nach Katavi fliegt. Der Katuma fällt zu einer Reihe von Tümpeln zusammen, in denen sich die Flusspferde zu Hunderten drängen, und die Büffelherden ziehen über offene, befahrbare Ebenen.
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Die Trockenzeit läuft von Juni bis Oktober, die Regenzeit von November bis Mai. Je weiter die Trockenzeit fortschreitet, desto enger drängen sich die Tiere: Der Katuma fällt zu einer Kette von Tümpeln zusammen, die Seen Katavi und Chada ziehen sich zurück, und im September und Oktober ist die Konzentration am größten. Dafür ist es dann heiß und staubig und die Landschaft ausgebleicht. Die Regenzeit ist grün, gut für Vögel und noch leerer als sonst. Sie hat aber zwei Haken: Auf schwarzem Baumwollboden werden ganze Abschnitte des Parks unpassierbar, und die drei festen Camps schließen gestaffelt: eines macht von Mitte November bis Mitte Dezember Pause, alle drei sind von März bis Mai zu, im April und Mai hat keines geöffnet. Wenn du in der grünen Jahreszeit kommen willst, klär die Öffnungszeiten der Camps, bevor du den Flug buchst.
Trockenzeit, Juni bis Oktober
Die Zeit, für die man nach Katavi fliegt. Der Katuma fällt zu einer Reihe von Tümpeln zusammen, in denen sich die Flusspferde zu Hunderten drängen, und die Büffelherden ziehen über offene, befahrbare Ebenen. Am dichtesten wird es im September und Oktober; dann ist es allerdings auch am heißesten und staubigsten.
Regenzeit, November bis Mai
Die Schwemmebenen füllen sich, der Park wird grün, und von November bis April sind die Zugvögel da. Gleichzeitig verteilen sich die Tiere über die Fläche, schwarzer Baumwollboden macht Abschnitte unpassierbar, und die festen Camps sind von März bis Mai geschlossen, eines schon von Mitte November bis Mitte Dezember.
Foto: Peter A Levey, CC BY 2.0Sehenswerte Tiere
Katavi ist bekannt für seine großen Bestände an Büffeln, Elefanten und Flusspferden sowie für die Raubtiere, die ihnen folgen: Löwen, Leoparden und Hyänen. Dazu kommen Geparde und afrikanische Wildhunde, die sich bevorzugt am Steilhang aufhalten. Rappen- und Pferdeantilope gibt es hier, in den bekannten Parks kaum.
Die Besonderheit liegt in der Konzentration: Weil in der Trockenzeit fast alles Wasser verschwindet, sammeln sich die Tiere an wenigen Stellen, mit einer Dichte, die es andernorts so nicht gibt. Mit über 400 registrierten Vogelarten ist der Park zugleich ein Ziel für Vogelbeobachter; die Zugvögel sind von November bis April da.
- Büffel
- Elefant
- Flusspferd
- Krokodil
- Löwe
- Leopard
- Gepard
- Tüpfelhyäne
- Afrikanischer Wildhund
- Antilopen (verschiedene Arten)
Anreise

Mit dem Auto
- KigomaStart
- rund 6 Std.Rund 150 km davon Piste
- Mpandaunterwegs
- 38 km ab Flughafen · rund 1 Std. in den ParkDen Transfer vom Flughafen organisierst du selbst
- Tor SitalikeNorden
Mit der Bahn
- DaressalamStart
- TaboraLangsamster und billigster Weg, dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Sitalike
- MpandaZiel
Mit dem Flugzeug
Ruaha oder Daressalam oder Arusha oder Mwanza → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft
- im ParkIkuu
- im Park, NordenSitalike
- 38 km vor dem Tor SitalikeFlughafen MpandaLinienflug von Air Tanzania, dreimal die Woche, der günstigste Flugweg
- Planmäßig fliegt Safari Air Link nur montags und donnerstags, von Ruaha über Katavi weiter nach Mahale
- Charter ab Daressalam rund drei Flugstunden
- Mit dem Auto aus Daressalam über Mbeya oder Tabora, aus Arusha über Tabora, aus Mwanza über Tabora und Inyonga
- Allrad mit hoher Bodenfreiheit ist Pflicht, in der Regenzeit erst recht
- Reservesprit, Wasser, Ersatzreifen und Satellitentelefon oder Funkgerät gehören ins Auto
Anreise ausführlich
Flugzeug
Der übliche Weg. Planmäßig fliegt Safari Air Link montags und donnerstags von Ruaha über Katavi weiter nach Mahale. Dazu kommen Charterflüge ab Daressalam, Arusha und Mwanza; aus Daressalam sind es rund drei Flugstunden. Gelandet wird auf den Pisten Ikuu und Sitalike im Park oder auf dem Flughafen Mpanda. Weil es nur zwei planmäßige Flugtage gibt, legt der Flugplan deine Aufenthaltsdauer fest. Außerhalb von Juni bis Oktober klär vorher, ob du planmäßig oder per Sammelcharter fliegst.
Linienflug nach Mpanda
Air Tanzania fliegt den Flughafen Mpanda dreimal die Woche ab Daressalam an. Vom Flughafen bis zum Tor Sitalike sind es 38 Kilometer, den Transfer organisierst du selbst. Das ist der mit Abstand günstigste Flugweg nach Katavi.
Auto
Ein Unternehmen für sich. Aus Daressalam führt der Weg über Mbeya oder über Tabora, aus Arusha über Tabora und aus Mwanza über Tabora und Inyonga. Von Kigoma aus brauchst du gut sieben Stunden, davon rund sechs bis Mpanda und eine weitere in den Park. Allrad mit hoher Bodenfreiheit ist Pflicht, in der Regenzeit erst recht. Reservesprit, Wasser, Proviant, Ersatzreifen und Bergeausrüstung gehören mit ins Auto.
Zug
Von Daressalam über Tabora bis Mpanda, dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln die 38 Kilometer nach Sitalike, wo sich eine Pirschfahrt organisieren lässt. Das ist der langsamste und billigste Weg; die Fahrpläne der tansanischen Bahn ändern sich häufig, erkundige dich kurz vor der Reise.
Kosten und Gebühren
- Kinder 5 bis 15: rund 10 €
- Übernachtung im Park: plus rund 30 €
- Nur Karte oder Mobilgeld, kein Bargeld
- Ausweis am Tor mitbringen
Der Eintritt kostet rund 30 € pro Person und Tag, für Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 10 €, jüngere Kinder zahlen nichts. Die Mehrwertsteuer ist eingerechnet.
Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht rund 30 € dazu, für Kinder rund 10 €. Ein Tag mit Übernachtung kostet damit rund 60 € pro Person.
Das Ticket gilt 12 Stunden, mit Übernachtung 24 Stunden. In dieser Zeit darfst du beliebig oft ein- und ausfahren.
Ein ausländisch zugelassenes Fahrzeug kostet eine eigene Gebühr: rund 40 € bis 2 Tonnen Leergewicht, rund 155 € bis 3 Tonnen.
Die Bandas an der Parkverwaltung und der öffentliche Campingplatz kosten je rund 30 € pro Person und Nacht, ein Sondercampingplatz rund 50 €. Die Nachtpirschfahrt kostet rund 50 €, für Kinder rund 25 €. Eine Fußsafari kostet rund 20 € bis vier Stunden und rund 25 € darüber, dazu kommt eine Führergebühr je Gruppe und Tag.
Bezahlt wird bargeldlos mit Karte, Mobilgeld oder über das staatliche Zahlungsportal, und am Tor musst du dich ausweisen. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.
Beliebte Unterkünfte
Von der Parkverwaltung
An der Parkverwaltung stehen Bandas mit Duschblock, Toiletten und Küche, Voranmeldung ratsam. Dazu ein öffentlicher Campingplatz mit Duschblock, Toiletten, überdachtem Essbereich und Feuerholz, ohne Buchung. Sondercampingplätze liegen abgelegen und haben keine Einrichtungen, sie müssen vorher gebucht werden.
Feste Camps
Nur eine Handvoll, und die meisten arbeiten saisonal. Chada Katavi liegt am Rand der Chada-Ebene und hat sechs Zelte. Mbali Mbali Katavi, bis zur Übernahme 2018 Katuma Bush Lodge, hat acht Suiten. Dazu kommt das Katavi Wildlife Camp. Wer in der grünen Jahreszeit reisen will, klärt vorher, wer überhaupt offen hat.
Außerhalb des Parks
Am Tor Sitalike und in der Stadt Mpanda gibt es einfache Lodges, Camps und Hotels.
Aktivitäten
Pirschfahrten
Die Hauptsache. Offene Ebenen und die Konzentration am Wasser machen die Trockenzeit sehr ergiebig.
Nachtpirschfahrt
In Katavi erlaubt. Vorher anmelden, spontan am Tor läuft das nicht.
Fußsafari
Mit bewaffnetem Ranger. Der Park lässt sich zu Fuß praktisch überall erkunden, samt Nachtlager im Busch.
Vogelbeobachtung
Über 400 registrierte Arten, die Zugvögel sind von November bis April da.
Der Tamarindenbaum des Katabi
Nahe dem Lake Katavi steht der Baum, in dem nach dem Glauben der Wabende der Jäger Katabi wohnt, nach dem der Park benannt ist. Einheimische legen dort noch heute Gaben nieder, und Besucher sind ausdrücklich eingeladen, den Baum zu besuchen.
Natur- und Tierschutz
Die Parkverwaltung will die Wanderwege der Tiere und die Wasserstellen der Schwemmebenen sichern, mehr Ranger in die Fläche bringen und mit den Gemeinden rundherum zusammenarbeiten. Der Tourismus soll ausdrücklich klein und hochpreisig bleiben, statt viele Besucher zu bringen; davon soll die Gegend um Rukwa und Mpanda profitieren.
Genau daraus entsteht die Zwickmühle von Katavi: Die geringe Besucherzahl ist der Grund, warum der Park so unberührt wirkt, und zugleich der Grund, warum für ein Schutzgebiet von 4.471 Quadratkilometern wenig Geld hereinkommt.
Praktische Informationen
Selbst fahren
Nur mit Allrad und hoher Bodenfreiheit. Nimm neben Reservekanister, Wasser und Ersatzreifen auch ein Satellitentelefon oder Funkgerät mit. Nach Regen wird schwarzer Baumwollboden zur Falle. Verlass dich nicht allein auf ein Navigationsprogramm.
Regeln
Drohnen brauchen eine vorherige schriftliche Genehmigung. Fahren abseits der Pisten ist eingeschränkt, damit die Schwemmebenen nicht kaputtgehen. Zu Fuß gehst du nur mit einem Ranger. Haustiere, Pflanzen, Samen und Waffen bleiben draußen, Tiere werden nicht gefüttert.
Tsetsefliegen
In den Miombowäldern sind sie verbreitet, Fahrer schließen dort die Fenster. Die Schwemmebenen und Flussläufe, wo ohnehin das meiste Wild steht, sind weitgehend frei davon.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Warum ist Katavi so wenig besucht?
Wegen der Lage. Der Park liegt im Südwesten, weit ab von den üblichen Routen, und die planmäßigen Flüge kommen nur zweimal die Woche. Im Jahr 2012/13 kamen gut 1.500 ausländische Besucher, bei rund 900.000 in allen tansanischen Nationalparks zusammen. Wer die Anreise auf sich nimmt, hat die Tierbeobachtung meist für sich allein.
Was kostet der Eintritt, und kann ich am Tor bar bezahlen?
Erwachsene zahlen rund 30 € pro Tag, Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 10 €, die Mehrwertsteuer ist schon eingerechnet. Dazu kommt die Fahrzeuggebühr. Bar geht nicht: Bezahlt wird mit Visa- oder Mastercard, Mobilgeld oder über das staatliche Zahlungsportal. Nimm eine Karte mit, die im Ausland funktioniert, und rechne nicht mit einem Geldautomaten in der Nähe.
Muss ich chartern, oder komme ich auch planmäßig hin?
Beides geht. Safari Air Link fliegt montags und donnerstags von Ruaha über Katavi weiter nach Mahale. Günstiger ist der Linienflug von Air Tanzania, der den Flughafen Mpanda dreimal die Woche ab Daressalam anfliegt; von dort sind es 38 Kilometer bis zum Tor Sitalike. Außerdem fährt der Zug von Daressalam über Tabora nach Mpanda.
Gibt es eine bezahlbare Unterkunft?
Ja, auch wenn Katavi einen teuren Ruf hat. An der Parkverwaltung stehen Bandas für rund 30 € pro Person und Nacht, und der öffentliche Campingplatz kostet ebenfalls rund 30 €, mit Duschblock, Toiletten, überdachtem Essbereich und Feuerholz. Für den Campingplatz brauchst du nicht einmal eine Buchung.
Wie schlimm sind die Tsetsefliegen?
Ernst zu nehmen. Im Juni können sie abseits der Hauptrouten regelrecht zur Belagerung werden, besonders in offenen Fahrzeugen. In den Miombowäldern sind die Fliegen verbreitet, auf den Schwemmebenen und an den Flussläufen deutlich weniger. Zieh helle Erdtöne statt Dunkelblau und Schwarz an, lange Ärmel und dicht gewebten Stoff.
Kann ich im Dezember oder Januar kommen?
Ja, mit Einschränkungen. Zwei der drei festen Camps bleiben bis Ende Februar offen, das dritte macht von Mitte November bis Mitte Dezember Pause und öffnet dann bis Mitte Februar wieder. Geschlossen wird von März bis Mai, im April und Mai hat keines der drei auf. Dazu kommen Pisten, die auf schwarzem Baumwollboden nach Regen unpassierbar werden. Klär zuerst, wer geöffnet hat, und buch dann den Flug.
Wann sind die Flusspferdkonzentrationen am größten?
Gegen Ende der Trockenzeit. Je weniger Wasser in den Seen Katavi und Chada bleibt, desto dichter drängen sich die Tiere; im September und Oktober ist der Effekt am stärksten. Dann ist es allerdings auch am heißesten und staubigsten.
Lässt sich Katavi mit Mahale verbinden?
Ja, das ist die übliche Kombination im Westen Tansanias, und der planmäßige Flug von Safari Air Link verbindet beide Parks montags und donnerstags. Je nach Maschine sind es 25 Minuten bis eine Stunde. Schimpansen am Tanganjikasee und Großwild in den Schwemmebenen ergänzen sich gut.















