Moremi-Game-Reserve

Das Okavango-Delta auf eigener Achse

Botswana Schutzgebiet

Das Moremi Game Reserve am östlichen Rand des Okavango-Deltas ist das einzige amtlich geschützte Gebiet des Deltas und war das erste Wildschutzgebiet Afrikas, das Einheimische selbst geschaffen haben. Es verbindet trockene Savannen, Mopane-Wälder und ständig wasserführende Kanäle, und nur etwa ein Drittel davon ist Festland.

Das Moremi Game Reserve liegt am östlichen Rand des Okavango-Deltas und ist das einzige amtlich geschützte Gebiet darin. Typisch ist die Mischung aus dauerhaftem Sumpfland und trockenem Land. Offene Graslandschaften, dichte Flusswälder und saisonal überschwemmte Ebenen liegen dicht beieinander, und nur etwa ein Drittel des Reservats ist Festland.

Diese Vielfalt macht Moremi zu einem der artenreichsten Gebiete des südlichen Afrikas. Elefanten ziehen in großen Herden durch das Reservat, Löwen und Leoparden leben hier, und Moremi bietet eine der besten Chancen in Afrika, den seltenen Afrikanischen Wildhund zu sehen. Garantien gibt es trotzdem keine: Die Tierdichte ist deutlich geringer als in der Serengeti oder der Masai Mara. Dafür sind die Wege leer, und dir begegnen oft nur wenige andere Fahrzeuge.

Das Reservat trägt den Namen von Chief Moremi III. der Batawana. Seine Witwe Elizabeth Pulane Moremi führte 1963 die Entscheidung herbei, das Gebiet unter Schutz zu stellen, weil unkontrollierte Jagd und vordringende Rinderherden den Tierbestand aufzehrten. Damit ist Moremi das erste Wildschutzgebiet Afrikas, das Einheimische selbst geschaffen haben.

Warum hin

Darum ist Moremi-Game-Reserve ein Sehnsuchtsort

  1. Das erste Wildschutzgebiet Afrikas, das von Einheimischen geschaffen wurde: Die Batawana erklärten Moremi 1963 zum Reservat, angeführt von der Witwe des verstorbenen Chief Moremi III., nach dem es benannt ist
  2. Das einzige amtlich geschützte Gebiet im Okavango-Delta, alles andere sind Konzessionen
  3. Eine der besten Chancen des Kontinents, den seltenen Afrikanischen Wildhund zu sehen
  4. Sumpfland und Trockenland direkt nebeneinander, dadurch außergewöhnlich viele Lebensräume auf engem Raum
  5. Chief's Island mitten im Delta: Wenn ringsum das Hochwasser steht, sammelt sich dort das Wild

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für das Moremi-Game-Reserve

  • Die Parkgebühr vorher in Maun bezahlen, dann brauchst du am Tor kein Bargeld Kartengeräte am Tor sind nicht verlässlich. Das Reservierungsbüro der Wildtierbehörde in Maun an der Sir Seretse Khama Road neben der Polizei nimmt dagegen Karte und stellt dir einen Beleg aus, den du am Tor vorzeigst. Das Büro hat montags bis samstags von 7.30 bis 16.30 Uhr und sonntags bis 12 Uhr geöffnet, an Feiertagen ebenfalls, nur an Weihnachten nicht.
  • Prüf vor der Buchung, welche Strecken überhaupt offen sind Das Hochwasser von 2026 hat das Reservat vom 5. März bis zum 13. April für den Straßenverkehr geschlossen. Danach war es wieder offen, aber der Bereich Third Bridge blieb gesperrt und die Verbindung Khwai nach Xakanaxa unpassierbar. Ende Mai 2026 waren die Wege um Xakanaxa und zwischen South Gate und Khwai nur bei trockenem Wetter befahrbar. Wer seine Route um Third Bridge herum plant, steht sonst vor einer Absperrung.
  • Im Khwai-Gebiet vor dem North Gate schläfst du ohne Parkgebühr Nördlich des Khwai-Flusses, gleich vor dem North Gate, liegt das Gemeindegebiet der Khwai Development Trust. Dort gibt es einfache öffentliche Plätze wie Magotho, und Reisende berichten, dass hier eher noch etwas frei ist als im Reservat selbst. Du fährst die Pisten am Nordufer und fährst nur an den Tagen ins Reservat, an denen es sich lohnt.
  • Ein Tagesausflug aus Maun kostet dich die beste Tageszeit Vom Zentrum Mauns bis zum South Gate sind es gut 90 Kilometer, davon der größere Teil Sandpiste, und die Fahrt dauert je nach Zustand der Piste zwei bis dreieinhalb Stunden. Wer morgens in Maun startet, ist erst im Reservat, wenn die beste Zeit vorbei ist. Eine Nacht am South Gate oder in Khwai ist deshalb mehr wert als zwei Tagesausflüge.
  • An Third Bridge gehören die Nächte den Hyänen Der Platz ist nicht eingezäunt. Nachts ziehen Hyänen durch die Stellplätze, tagsüber kommen Elefanten, Paviane und gelegentlich Löwen vorbei. Lebensmittel und alles, was riecht, gehören ins Fahrzeug, und das Zelt machst du ganz zu, bevor du schläfst. Wer nachts zur Toilette muss, nimmt eine Lampe mit und sieht sich erst um.
  • Ab Maun gibt es nichts mehr: kein Sprit, kein Netz, kein Laden Im Reservat gibt es keine Tankstelle und keinen Mobilfunk. Die letzten Zapfsäulen stehen in Maun im Süden und in Kasane im Norden, im Dorf Khwai am North Gate bekommst du nur das Nötigste. Rechne den Sprit für tiefen Sand großzügig, nimm Trinkwasser für jeden Tag mit und lade Karten vorher auf ein Gerät, das ohne Netz arbeitet.

Wo was liegt

Karte von Moremi-Game-Reserve

Karte von Moremi-Game-Reserve: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Paradise Pools

    See Trubel Wenig Trubel

    Eine offene Fläche mit kurzem Gras, Wasser und abgestorbenen Bäumen, eingefasst von dichtem Uferwald, ein Stück östlich von Xakanaxa. Weil du hier weit siehst, ist sie das klassische Ziel der Nachmittagsfahrt: Litschi-Wasserböcke und Impalas sammeln sich auf dem kurzen Gras, Wildhunde sind mehrfach beobachtet worden.

  • Xakanaxa Lagune

    See Aura Haut dich um Trubel Bekannt, aber entspannt

    Die Xakanaxa-Lagune am Khwai führt ganzjährig Wasser und ist eine der wenigen Stellen im selbst befahrbaren Teil des Moremi, an denen du ohne Fly-in auf ein Boot kommst: Die Bootsstation liegt direkt am öffentlichen Campingplatz. Vom Wasser aus siehst du Flusspferde, Elefanten am Ufer und die Reiherkolonien, für die das Gebiet bekannt ist.

groß ist das Reservat, nur etwa ein Drittel davon Festland
4.871 km²
stellten die Batawana das Gebiet selbst unter Schutz
1963
lang ist Chief's Island, die größte Insel im Delta
70 km
Campgebiete im Reservat, je neun bis zehn Stellplätze
4

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Sumpfland und Trockenland nebeneinander

Fluss von oben im Moremi Game Reserve.

Das Reservat umfasst 4.871 Quadratkilometer im Okavango-Delta und bietet eine außergewöhnliche Mischung aus permanentem Sumpfland und trockenem Land. Die unterschiedlichen Ökosysteme tragen eine entsprechend große Vielfalt an Pflanzen und Tieren.

Von der Graslandschaft bis zum Flusswald

Landschaft mit Fluss im Moremi Game Reserve.

Zu den Lebensräumen gehören offene Graslandschaften, dichte Flusswälder und saisonal überschwemmte Ebenen. Diese Mischung macht Moremi zu einem der vielfältigsten Gebiete im südlichen Afrika.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Moremi-Game-Reserve: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitRegenzeitTrockenzeitRegenzeit
Andrangviel losviel losviel losviel los
Flut im DeltaHöhepunktHöhepunktHöhepunktHöhepunkt
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los
  • Flut im Delta (innen, kräftig = Höhepunkt)

Mai empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig

Die beste Zeit, vor allem Juli bis Oktober. Das Hochwasser steht im Delta, die Tiere versammeln sich an den Wasserstellen und die Vegetation ist spärlicher.

Die beste Reisezeit für das Moremi Game Reserve ist die Trockenzeit, besonders die Monate Juli bis Oktober. Dann steht das Hochwasser aus dem angolanischen Hochland im Delta, die Tiere sammeln sich am Wasser und die Vegetation ist spärlicher. Das sind die besten Bedingungen, um viel zu sehen. In der Regenzeit von November bis April bringen viele Tiere ihre Jungen zur Welt und die Landschaft wird grün, die Tiere verteilen sich dann jedoch über ein größeres Gebiet. In nassen Jahren werden die Pisten in dieser Zeit unpassierbar: 2026 war das Reservat deshalb vom 5. März bis zum 13. April für den Straßenverkehr geschlossen.

Trockenzeit (Mai bis Oktober)

Die beste Zeit, vor allem Juli bis Oktober. Das Hochwasser steht im Delta, die Tiere versammeln sich an den Wasserstellen und die Vegetation ist spärlicher. Das sind zugleich die vollsten Monate, und die wenigen Campingplätze im Reservat sind dann Monate im Voraus ausgebucht.

Regenzeit (November bis April)

Die Regenzeit bringt neues Leben ins Delta, viele Tiere bringen jetzt ihre Jungen zur Welt und die Landschaft wird grün. Die Tiere verteilen sich dann allerdings weiter und sind schwerer zu finden, und die Sandpisten können so nass werden, dass Strecken gesperrt werden.

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Die Tierwelt im Moremi Game Reserve gehört zu den reichsten Botswanas. Elefanten ziehen in großen Herden durch das Reservat, Löwen und Leoparden leben hier, Geparde kommen vor, sind aber selten. Die Wasserwege und Sümpfe sind Heimat für Flusspferde und Krokodile.

Besonders ist Moremi als einer der letzten Rückzugsorte des Afrikanischen Wildhunds. Die Chance, ihn hier zu sehen, ist größer als fast überall sonst in Afrika. Dazu kommt eine sehr artenreiche Vogelwelt mit Arten wie dem Scharlachspint und dem Afrikanischen Fischadler. Beim Nashorn ist die Lage anders: Nach der Wilderei-Welle ab 2019 hat Botswana die Tiere ab 2020 in mehreren Etappen aus dem Delta ausgeflogen, die letzte bekannte Verlegung im Oktober 2021, und veröffentlicht die Bestandszahlen bewusst nicht.

  • Afrikanischer Wildhund
  • Elefant
  • Löwe
  • Leopard
  • Gepard
  • Büffel
  • Giraffe
  • Flusspferd
  • Krokodil
  • Afrikanischer Fischadler
  • Scharlachspint
Zwei Afrikanische Wildhunde zu Füßen einer Giraffe

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Moremi-Game-Reserve: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Moremi-Game-Reserve: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. MaunStart
  2. etwa 40 km · TeerstraßeBis Shorobe geteert, danach Sandpiste
  3. Shorobeunterwegs
  4. 2 bis 3,5 Std. ab Maun · SandpisteSouth Gate heißt auch Maqwee Gate, rund 92 km von Maun
  5. South GateSüden, Zugang aus Maun
  • Norden, am Khwai, Chobe-SeiteNorth GateAuch Khwai Gate genannt, Zugang von der Seite des Chobe-Nationalparks

Mit dem Flugzeug

Maun → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft

XakanaxaPARKMITTE · Charterflug im Kleinflugzeug, das Camp holt dich abauf der Parkkarte zeigenKhwaiNORDEN · Charterflug im Kleinflugzeug, das Camp holt dich abauf der Parkkarte zeigenChief's IslandWESTEN, PISTEN DER CAMPS AUF DER INSEL · Nur per Flugzeug oder über das Wasser,keine Straßeauf der Parkkarte zeigen
  • ParkmitteXakanaxaCharterflug im Kleinflugzeug, das Camp holt dich ab
  • NordenKhwaiCharterflug im Kleinflugzeug, das Camp holt dich ab
  • Westen, Pisten der Camps auf der InselChief's IslandNur per Flugzeug oder über das Wasser, keine Straße
  • Maun International Airport (MUB) ist mit Johannesburg und Gaborone verbunden
  • Nur Geländewagen mit Untersetzung: tiefer Sand, an der ersten und zweiten Brücke je nach Wasserstand Wasser
  • Xakanaxa und Third Bridge sind Camps im Inneren, keine Tore
  • Third Bridge ist seit dem Hochwasser 2026 gesperrt, frag vor der Buchung beim Betreiber nach
  • Letzte Tankstellen in Maun und Kasane, im Reservat kein Mobilfunk
Anreise ausführlich

Auto

Ausgangspunkt ist Maun. Das Reservat hat genau zwei Eingangstore. South Gate, auch Maqwee Gate genannt, liegt rund 92 Kilometer von Maun entfernt; die ersten etwa 40 Kilometer bis Shorobe sind geteert, danach folgt Sandpiste, und du brauchst für die Strecke zwei bis dreieinhalb Stunden, je nach Zustand der Sandpiste. North Gate, auch Khwai Gate, liegt im Norden am Khwai-Fluss und ist der Zugang von der Seite des Chobe-Nationalparks. Xakanaxa und Third Bridge sind Camps im Inneren, keine Tore. Ohne Geländewagen mit Untersetzung kommst du nicht weit: Die Wege bestehen aus tiefem Sand, und je nach Wasserstand musst du an der ersten und zweiten Brücke durch Wasser fahren.

Flugzeug

Die meisten Besucher kommen über den Maun International Airport (MUB), der mit Johannesburg und Gaborone verbunden ist. Von dort fliegen kleine Charterflugzeuge zu den Pisten im Reservat, darunter Xakanaxa in der Parkmitte, Khwai im Norden und die Pisten der Camps auf Chief's Island. Wer so anreist, wird vom Camp gefahren und braucht kein eigenes Fahrzeug. Im Hochwasser des Jahres 2026 standen zeitweise Pisten im Delta unter Wasser.

Das South Gate, auch Maqwee Gate, mit dem Schild der Wildtierbehörde

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 25 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder unter 8: frei
  • Übernachtung im Park: plus rund 4 €
  • Am Tor nur Bargeld
  • Karte vorab im Büro in Maun

Der Eintritt kostet rund 25 € pro Person und Tag. Kinder unter acht Jahren zahlen nichts. Buchst du über einen Veranstalter aus Botswana, gilt ein niedrigerer Satz, frag deinen Veranstalter danach.

Wer im Reservat übernachtet, zahlt pro Person und Nacht rund 4 € Campinggebühr dazu. Für ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug unter 3,5 Tonnen kommen rund 5 € pro Tag dazu.

Im Gemeindegebiet Khwai nördlich des North Gate fällt keine Reservatsgebühr an. Du zahlst nur für die Tage, an denen du ins Reservat hineinfährst.

Am Tor zahlst du bar, in Landeswährung oder einer der gängigen Fremdwährungen, und nur in Scheinen. Mit Karte zahlst du vorab im Reservierungsbüro der Wildtierbehörde in Maun und zeigst am Tor den Beleg vor.

Eine Erhöhung der Gebühren ist angekündigt, aber ohne Termin verschoben. Frag beim Buchen nach dem Satz für dein Reisedatum. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Das Mombo Camp auf Chief’s Island liegt mitten im Delta und ist für seine Lage zur Wildbeobachtung bekannt.

Mittelklasse

Camp Moremi an der Xakanaxa Lagune bietet komfortable Unterkünfte in der Parkmitte.

Campen

Im Reservat gibt es vier Campgebiete mit je neun bis zehn Stellplätzen: South Gate, Third Bridge, Xakanaxa und Khwai am North Gate. Betrieben werden sie von der Xomae Group, von Kwalate Safaris und von SKL, gebucht wird vorab und in der Hauptsaison Monate im Voraus. Der Bereich Third Bridge ist seit dem Hochwasser vom März 2026 gesperrt, frag vor der Buchung beim Betreiber nach. Außerhalb des Reservats, nördlich des Khwai-Flusses, liegen die einfachen Plätze des Gemeindegebiets Khwai.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Mokoro-Ausflüge

Das Delta im traditionellen Einbaumkanu erkunden, gesteuert von einem erfahrenen Poler. Das Boot gleitet lautlos durch die Vegetation, eine sehr ruhige Art der Tierbeobachtung.

Pirschfahrt im eigenen Fahrzeug

Moremi ist eines der wenigen Gebiete des Deltas, in dem du auf eigene Faust unterwegs sein darfst. Dafür brauchst du einen Geländewagen mit Untersetzung und, wenn du übernachtest, für jede Nacht eine bestätigte Buchung.

Vogelbeobachtung

Das Delta ist eines der besten Vogelgebiete Afrikas. Zu sehen sind Wasser- und Landvögel, darunter Scharlachspint und Afrikanischer Fischadler.

Fotografie

Das weiche Licht am frühen Morgen und am späten Nachmittag eignet sich am besten. Wer im Reservat übernachtet, ist zu diesen Zeiten draußen; wer aus Maun anreist, nicht.

Scharlachspinte auf den kahlen Ästen eines Baums

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Moremi ist aus einer Entscheidung der örtlichen Bevölkerung entstanden: Die Batawana stellten das Gebiet 1963 selbst unter Schutz, weil unkontrollierte Jagd den Tierbestand aufzehrte.

Botswana setzt im Delta auf wenige Besucher zu hohen Preisen. Im inneren Delta, das zum UNESCO-Welterbe gehört, ist der Tourismus auf kleine, zeitweilige Zeltcamps mit Anreise per Flugzeug beschränkt, und die Anlagen werden auf Umweltauflagen geprüft. Auch im Reservat ist die Zahl der Stellplätze klein, wildes Campen ist verboten. Und du bleibst auf den Pisten: Abseits einer ausgewiesenen Straße oder Piste zu fahren ist im Moremi wie in jedem botswanischen Schutzgebiet verboten. Fahrten abseits der Piste gibt es nur in privaten Konzessionen außerhalb des Reservats.

Im Gemeindegebiet Khwai gleich nördlich des Reservats entscheidet die Dorfgemeinschaft über die Nutzung und verdient am Tourismus mit. Wer dort übernachtet, lässt sein Geld vor Ort.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Fahrzeug

Für die Selbstfahrt brauchst du einen Geländewagen mit Untersetzung. Nimm zwei Ersatzreifen, einen Kompressor und Bergehilfen mit, denn der Sand zwischen South Gate und Third Bridge ist tief, und die Strecke dauert zwei bis drei Stunden.

Buchen

Wer im Reservat übernachtet, braucht für jede Nacht eine bestätigte Buchung; wildes Campen ist verboten. In der Hauptsaison sind die Plätze Monate im Voraus ausgebucht. Für einen Tagesbesuch von Maun aus reicht es, dich am Tor zu melden und zu bezahlen.

Verpflegung

Verpflegung, Trinkwasser und Feuerholz bringst du mit; im Dorf Khwai am North Gate gibt es kleine Läden mit dem Nötigsten.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Welche Tore hat das Moremi Game Reserve?

Zwei. South Gate, auch Maqwee Gate, liegt rund 92 Kilometer von Maun entfernt und ist der Zugang aus dem Süden. North Gate, auch Khwai Gate, liegt im Norden am Khwai-Fluss und ist der Zugang von der Seite des Chobe-Nationalparks. Xakanaxa und Third Bridge klingen wie Tore, sind aber Camps im Inneren des Reservats.

Gibt es im Moremi noch Nashörner?

Verlass dich nicht darauf. Zwischen 2001 und 2003 wurden bei Mombo auf Chief's Island rund 32 Breitmaulnashörner wieder angesiedelt, 2003 kamen vier Spitzmaulnashörner dazu. Ab 2019 traf eine Wilderei-Welle die Bestände schwer, und Botswana hat die Tiere ab 2020 in mehreren Etappen aus dem Delta in gesicherte Gebiete im Landesinneren gebracht, die letzte bekannte Verlegung im Oktober 2021. Wie viele heute wieder frei im Reservat leben, wird bewusst nicht bekannt gegeben. Wer Moremi noch als Big-Five-Ziel beworben sieht, liest einen alten Stand.

Ist Third Bridge wieder offen?

Das Hochwasser von 2026 hat das Reservat vom 5. März bis zum 13. April für den Straßenverkehr geschlossen. Der Bereich Third Bridge blieb danach gesperrt, auch Ende Mai 2026 noch. Frag vor der Buchung beim Betreiber der Plätze nach, ob sich das geändert hat.

Kann ich am Tor mit Karte zahlen?

Verlass dich nicht darauf. Am Tor wird bar kassiert, in Landeswährung oder einer der gängigen Fremdwährungen, aber nur in Scheinen. Wer mit Karte zahlen will, geht vorher ins Reservierungsbüro der Wildtierbehörde in Maun und lässt sich einen Beleg ausstellen.

Warum ist Moremi für Afrikanische Wildhunde bekannt?

Moremi ist einer der letzten großen Rückzugsorte dieser stark bedrohten Art. Die Mischung aus offenem Grasland und dichtem Wald bietet ihnen gute Jagdbedingungen, und die Chance auf eine Sichtung ist hier größer als in den meisten anderen Schutzgebieten Afrikas.

Was unterscheidet Moremi vom übrigen Okavango-Delta?

Moremi liegt am östlichen Rand des Deltas und vereint Sumpfland mit größeren Trockenlandflächen. Dadurch sind hier klassische Pirschfahrten im Geländewagen und ein Besuch auf eigene Faust möglich, während sich das übrige Delta vor allem vom Wasser und aus der Luft erschließt und über Camps in Konzessionsgebieten gebucht wird. Moremi ist zudem das einzige amtlich geschützte Gebiet des Deltas.

Brauche ich ein Allradfahrzeug?

Für die Selbstfahrt ja, und zwar eines mit Untersetzung. Die Wege im Reservat sind tiefer Sand und saisonal überflutet. Wer per Kleinflugzeug zu einem Camp fliegt, wird von dort gefahren und braucht kein eigenes Fahrzeug.

Was kostet der Eintritt ins Moremi?

Es sind rund 25 € pro Person und Tag, Kinder unter acht Jahren zahlen nichts. Wer im Reservat übernachtet, zahlt pro Nacht rund 4 € Campinggebühr dazu, ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug kostet rund 5 € pro Tag. Am Tor zahlst du bar.

In der Nähe

Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Das Reservat liegt selbst im Okavango-Delta: Die Camps des inneren Deltas erreichst du nicht auf der Piste, sondern ab Maun per Kleinflugzeug. Auf der Straße erreichbar, gerechnet ab South Gate: Makgadikgadi Pans (ca. 3,5 Stunden über Maun), Nxai Pan (ca. 5,5 Stunden), Central Kalahari Game Reserve (7 bis 9 Stunden über Maun und Rakops) und Chobe-Nationalpark (rund 11 Stunden über Maun und Nata, praktisch mit einer Übernachtung).

Blick von oben auf das Okavango Delta.

Okavango-Delta

Im Okavango-Delta versickert der Okavango mitten in der Kalahari, statt ins Meer zu münden. Es ist Afrikas größtes abflussloses Binnendelta, seit 2014 UNESCO-Weltnaturerbe und eine der tierreichsten Landschaften des südlichen Afrikas: ein Labyrinth aus Kanälen, Lagunen und Inseln, das jedes Jahr mitten in der Trockenzeit von einer Flutwelle aus Angola gefüllt wird.

Salzpfanne im Makgadikgadi Pans Nationalpark.

Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark liegt am Westrand des größten Salzpfannenkomplexes der Welt, der von einem urzeitlichen Binnensee übrig geblieben ist. Der Park deckt rund ein Viertel dieser Region ab: das Westufer der Ntwetwe-Pfanne, die Grasebenen davor und den Boteti-Fluss, an dem sich in der Trockenzeit Elefanten, Zebras und Raubkatzen sammeln.

Elefanten am Chobe-Fluss im Chobe Nationalpark.

Chobe-Nationalpark

Der Chobe-Nationalpark im Norden Botswanas ist weltbekannt für seine Elefantenherden, die sich in großer Zahl entlang des Chobe-Flusses sammeln. Auf rund 11.700 Quadratkilometern wechseln sich Schwemmland, Savannen und Flusswälder ab: mit einer der dichtesten Elefantenpopulationen der Welt und über 460 Vogelarten.

Die Gruppe von Baines' Baobabs mit kahlen Kronen im gelben Gras, rechts eine Sandpiste, dahinter die helle Kudiakam-Pfanne

Nxai-Pan-Nationalpark

Der Nxai-Pan-Nationalpark nördlich der Makgadikgadi-Pfannen ist bekannt für seine weiten, offenen Ebenen. Sein Kern, die Nxai-Pfanne, ist trotz des Namens keine Salzpfanne, sondern das grasbewachsene Bett eines vorzeitlichen Sees; nach den Regen steht hier frisches Gras, und große Herden von Zebras und Springböcken kommen. Sein Wahrzeichen sind die Baines’ Baobabs: sieben uralte Affenbrotbäume am Rand der Kudiakam-Pfanne im Süden des Parks.

Sonnenuntergang im Central Kalahari Game Reserve.

Central-Kalahari-Game-Reserve

Das Central Kalahari Game Reserve im Herzen Botswanas ist eines der größten Wildschutzgebiete der Welt: rund 52.800 Quadratkilometer trockene Flusstäler, weite Grasebenen und Dornbuschsavanne. Wer Stille, Weite und einen der dunkelsten Sternenhimmel Afrikas sucht, findet hier eine der einsamsten Safaris des Kontinents.