Augrabies-Falls-Nationalpark

Wo der donnernde Fluss auf Granit trifft

Südafrika Nationalpark

Der Augrabies-Falls-Nationalpark liegt im Nordkap Südafrikas, rund 120 Kilometer westlich von Upington. Auf rund 530 Quadratkilometern entlang des Oranje schützt er eine aride Granitlandschaft mit tiefen Schluchten. Sein Mittelpunkt sind die Augrabies-Wasserfälle, an denen der Fluss aus rund 56 Metern Höhe in eine Granitschlucht stürzt.

Der Augrabies-Falls-Nationalpark lebt vom Gegensatz: ein mächtiger Fluss mitten in einer extrem trockenen Landschaft. Der Oranje durchquert den Park und hat über Jahrtausende Granitfelsformationen, tiefe Täler und steile Klippen geformt.

Die Hauptattraktion sind die Augrabies-Wasserfälle. Dort stürzt der Oranje mit donnerndem Getöse rund 56 Meter in die Tiefe und fließt danach durch eine schmale Schlucht weiter. Der Name des Parks geht auf genau dieses Geräusch zurück.

Die Vegetation ist an die Trockenheit angepasst: Sukkulenten, Akazien und verschiedene Wüstenpflanzen. Zwischen den Granitkuppen und den weiten, offenen Ebenen entsteht das Bild einer unberührten Wildnis, die mit den grünen Safariparks des Landes nichts gemeinsam hat.

Die Tierwelt folgt dieser Landschaft. Klippspringer stehen auf den Felsen, Springböcke und Kudus in den offenen Gebieten entlang des Flussbetts, Giraffen in den dichteren Buschlandschaften. Leoparden kommen vor, werden aber nur selten gesichtet.

Warum hin

Darum ist Augrabies-Falls-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Die Augrabies-Wasserfälle: 56 Meter freier Fall des Oranje in eine Granitschlucht, bei Hochwasser mit mehr als dem Achtzigfachen des Normaldurchflusses
  2. Die Orange River Gorge, 18 Kilometer lang und im Mittel rund 240 Meter tief, mit Aussichtspunkten an der Kante
  3. Moon Rock, eine begehbare Granitkuppel mit Rundblick über den ganzen Park
  4. Sechs benannte Aussichtspunkte: Wasserfall, Arrow Point, Moon Rock, Oranjekom und Ararat über der Schlucht, Echo Corner ganz hinten und die schwarzen Hügel der Swart Rante
  5. Der beleuchtete Wasserfall von 20:00 bis 22:00 Uhr, den nur Übernachtungsgäste sehen
  6. Klare Luft und dunkler Himmel für die Sternbeobachtung
  7. Malariafrei: Das Nordkap gehört nicht zu den Malariagebieten Südafrikas

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Augrabies-Falls-Nationalpark

  • Schlaf im Park, dann gehört dir der Wasserfall Tagesgäste müssen bis 18:00 Uhr draußen sein. Wer im Rest Camp schläft, steht vor sieben und nach fünf allein auf den Stegen. Genau deshalb lohnt es sich, im Park zu buchen statt im Ort.
  • Der beleuchtete Wasserfall von 20 bis 22 Uhr Die Parkverwaltung schaltet die Beleuchtung des Hauptfalls abends von 20:00 bis 22:00 Uhr ein. Sehen kannst du das nur als Übernachtungsgast, weil Tagesgäste längst draußen sein müssen. Es ist ein ganz anderer Blick auf denselben Fall.
  • Vorher fragen, wie viel Wasser kommt Der Park bekommt selbst nur rund 119 Millimeter Regen im Jahr. Das Wasser im Fall stammt aus dem Einzugsgebiet weit stromaufwärts und aus den Abgaben der Talsperren Vaal und Gariep. Normal sind 30 bis 50 Kubikmeter je Sekunde, bei Hochwasser waren es schon über 4.000. Ein Anruf im Park vor der Anreise sagt dir, was dich erwartet.
  • Bei Hochwasser Regenzeug einpacken Anfang Mai 2025 führte der Fluss rund 4.500 Kubikmeter je Sekunde. Der Park sperrte den Wildbeobachtungsteil, den Picknickplatz und die Pools und ließ nur drei der Aussichtsplattformen offen. Reisende berichten, dass die Gischt selbst durch eine lange Regenjacke schlug. Wer bei Hochwasser kommt, rechnet mit nassen Kleidern und einzelnen gesperrten Stegen.
  • Der Geländewagenweg geht nur zu zweit Die 30 Kilometer lange Geländestrecke musst du nicht buchen, aber du brauchst zwei Geländewagen, die sich begleiten. Ein einzelnes Fahrzeug darf nicht hinein. Wer allein unterwegs ist, plant sie besser gar nicht erst ein.
  • Der dreitägige Wanderweg hat ein halbes Jahr zu Der Klipspringer Trail über 35,8 Kilometer ist vom 15. Oktober bis 31. März wegen der Hitze geschlossen. Er geht nur mit mindestens zwei und höchstens zwölf Leuten und nur nach Voranmeldung. Wer im Sommer kommt, nimmt stattdessen den Dassie Trail am frühen Morgen.
  • Abends Schuhe anziehen Die Parkverwaltung bittet ausdrücklich darum, an Sommerabenden Schuhe zu tragen, wegen der Skorpione. Barfuß zum Grill ist hier keine gute Idee.
  • Frühstück ist seit März 2025 drin Seit dem 19. März 2025 gehört zu jeder Chalet-Buchung das Frühstück im Restaurant dazu. Ältere Reiseberichte und Preisvergleiche rechnen es noch extra.

Wo was liegt

Karte von Augrabies-Falls-Nationalpark

Karte von Augrabies-Falls-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Die Augrabies-Wasserfälle

    Wasserfall Aura Haut dich um Trubel Bekannt, aber entspannt

    Der Oranje stürzt hier 56 Meter frei über eine Granitkante und fließt danach durch eine 18 Kilometer lange Schlucht weiter. Wie viel Wasser kommt, entscheidet nicht der Regen vor Ort, sondern das Einzugsgebiet weit stromaufwärts und die Abgaben der Talsperren Vaal und Gariep.

  • Moon Rock

    Felsen Aura Haut dich um Trubel Wenig Trubel

    Ein riesiger Fels aus Augrabies-Gneis und die markanteste Formation des Parks: zwei längliche Kuppeln, in der Mitte verbunden, die nördliche rund 700 Meter lang. Du kannst hinfahren und zu Fuß auf den Gipfel, von dem der Blick über den ganzen Park reicht.

  • Orange River Gorge

    Canyon Aura Haut dich um Trubel Wenig Trubel

    Die Schlucht des Oranje zieht sich über 18 Kilometer durch den Park und ist rund 240 Meter tief. Von der Kante aus siehst du den Fluss zwischen den Felsen arbeiten, dazu Seitenfälle wie die Twin Falls. Zu den drei Aussichtspunkten Oranjekom, Ararat und Echo Corner fährst du auf Schotterpisten.

Fläche des Parks entlang des Oranje
528 km²
rund so tief stürzt der Oranje an den Hauptfällen
56 m
lang ist die Granitschlucht unterhalb der Fälle
18 km
rund so viel Regen fällt im Jahr im Park
119 mm

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Granitfelsen und karge Ebenen

Landschaft im Augrabies Falls Nationalpark.

Die Landschaft ist felsig und trocken: Granitformationen, tiefe Täler, steile Klippen und weite, offene Ebenen, die der Oranje über Jahrtausende geformt hat. Der Fluss selbst ist der einzige grüne Strich in dieser Umgebung.

Wüstenvegetation am Flusslauf

Karger Baum im Augrabies Falls Nationalpark.

Die Pflanzen sind an die Trockenheit angepasst: Sukkulenten, Akazienbäume und verschiedene Wüstenpflanzen. Entlang des Flussbetts steht dichtere Buschvegetation, dort halten sich auch die Giraffen auf.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Augrabies-Falls-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitOktober bis Februar: heißMärz bis Mai: der beste KompromissJuni bis September: kühl, klar und schmalOktober bis Februar: heiß
Andrangviel los
HochwasserHöhepunktHöhepunktHöhepunkt
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Übergang
  • viel los
  • Hochwasser (innen, kräftig = Höhepunkt)

März empfohlen

März bis Mai: der beste Kompromiss · eher ruhig · Hochwasser

In diesen Monaten führte der Fluss in den vergangenen Jahren am meisten Wasser, und die große Hitze ist vorbei. Anfang Mai 2025 waren es rund 4.500 Kubikmeter je Sekunde, im Mai 2026 wieder über 3.000.

Die beste Reisezeit hängt hier an zwei Dingen, die nichts miteinander zu tun haben: an der Hitze vor Ort und am Wasserstand des Oranje. Der Park selbst bekommt nur rund 119 Millimeter Regen im Jahr. Das Wasser im Wasserfall kommt fast vollständig aus dem Einzugsgebiet weit stromaufwärts und aus dem, was die Talsperren Vaal und Gariep abgeben. Ob der Fall donnert oder rinnt, entscheidet sich also Hunderte Kilometer entfernt. Von Dezember bis Februar klettert das Thermometer regelmäßig über 40 Grad, im Januar 2016 waren es im Park 48,6 Grad. Der dreitägige Wanderweg ist deshalb vom 15. Oktober bis zum 31. März geschlossen. Von März bis Mai passt beides am ehesten zusammen: Die großen Hochwasser der vergangenen Jahre fielen in diese Monate, und die Temperaturen sind erträglich. Im Winter von Juni bis August liegen die Tageswerte um 20 Grad, dafür sinkt das Thermometer in den kältesten Nächten im Juni und Juli bis auf minus sieben Grad, und der Wasserfall ist meist schmal.

März bis Mai: der beste Kompromiss

In diesen Monaten führte der Fluss in den vergangenen Jahren am meisten Wasser, und die große Hitze ist vorbei. Anfang Mai 2025 waren es rund 4.500 Kubikmeter je Sekunde, im Mai 2026 wieder über 3.000. Bei solchen Mengen brauchst du Regenzeug, weil die Gischt die Stege einnässt, und einzelne Wege können gesperrt sein.

Juni bis September: kühl, klar und schmal

Tagsüber um 20 Grad, nachts im Juni und Juli bis minus sieben Grad. Die beste Zeit zum Wandern und für den Sternenhimmel. Der Wasserfall führt dann meist nur 30 bis 50 Kubikmeter je Sekunde und ist schmal, aber die Schlucht und die Granitlandschaft bleiben.

Oktober bis Februar: heiß

Ab Ende November regelmäßig über 40 Grad, auf den Felsen bis zu 70 Grad. Der Klipspringer Trail ist vom 15. Oktober bis 31. März wegen der Hitze geschlossen. Wandern geht nur früh am Morgen. Hochwasser ist in diesen Monaten möglich, aber nicht die Regel: Im Januar 2022 und im November 2022 gab es große Fluten, in anderen Jahren stand der Fall im Dezember niedrig.

Der Wasserfall bei niedrigem Wasserstand im Oktober 2019

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Die Tierwelt von Augrabies ist an das trockene Klima angepasst und dadurch anders zusammengesetzt als in den Savannenparks Südafrikas.

Klippspringer stehen auf den Felsen, Springböcke und Kudus in den offenen Gebieten entlang des Flussbetts, Giraffen in den dichteren Buschlandschaften. Dazu kommen Oryx, Elenantilopen und das seltene Hartmann-Bergzebra. Leoparden leben im Park, werden aber nur selten und nur in abgelegenen Teilen gesichtet. Paviane, Klippschliefer, verschiedene Eidechsen- und Schlangenarten sowie Greif-, Wasser- und Singvögel runden das Bild ab.

  • Klippspringer
  • Springbock
  • Kudu
  • Oryx (Gemsbock)
  • Elenantilope
  • Steinböckchen
  • Kuhantilope
  • Giraffe
  • Hartmann-Bergzebra
  • Leopard (selten)
  • Karakal
  • Schabrackenschakal
  • Löffelhund
  • Afrikanische Wildkatze
  • Honigdachs
  • Erdferkel
  • Erdwolf
  • Kleinfleck-Ginsterkatze
  • Kapotter
  • Pavian
  • Grüne Meerkatze
  • Klippschliefer (Dassie)
  • Stachelschwein
  • Kap-Borstenhörnchen
  • Eidechsen und Schlangen
  • Verreaux-Adler und weitere Greifvögel
Klippspringer auf einem Felsen im Park

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Augrabies-Falls-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Augrabies-Falls-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen, Umriss und Landesgrenze: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. UpingtonStart
  2. rund 120 km · rund 1,5 Std. · N14 bis Kakamas, dann R359Gut ausgebaute Straßen bis zum Parkeingang
  3. Augrabies-TorHaupteingang an der R359
  • Nächster Flughafen ist Upington International, von dort weiter per Mietwagen oder Transfer
  • Wer nach 18:30 Uhr ankommt oder vor 7:00 Uhr losfahren will, meldet das vorher beim Park an
  • Im Wildbeobachtungsteil fährst du auf Schotter, nach Regen ist ein höhergelegtes Fahrzeug besser
Anreise ausführlich

Auto

Ab Upington in rund 1,5 Stunden. Die Straßen sind gut ausgebaut und führen direkt zum Parkeingang.

Flugzeug

Nächster Flughafen ist der Upington International Airport. Von dort weiter per Mietwagen oder Transfer.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 18 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder 2 bis 11: rund 9 €
  • Unter 2 Jahren frei
  • Kein Geldautomat im Park

Der Tageseintritt kostet für Erwachsene rund 18 €, für Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 9 €. Unter zwei Jahren ist der Eintritt frei. Augrabies bleibt damit günstig: Ab November 2026 steigt der Satz hier nicht, während vergleichbare Parks auf rund 19 € gehen.

Auf Übernachtungen und gebuchte Aktivitäten kommt ein Gemeindebeitrag von einem Prozent obendrauf. Das Geld geht in einen Fonds für die Gemeinden rund um den Park.

Der Eintritt gilt für einen Tag. Als Tagesgast kommst du bis 17 Uhr hinein und musst um 18 Uhr draußen sein. Die Pools und die Beleuchtung des Wasserfalls am Abend hast du nur, wenn du im Park übernachtest.

Im Park gibt es keinen Geldautomaten. Tankstelle, Laden und Restaurant sind da, nimm trotzdem Bargeld und eine Karte mit. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Im Park

das SANParks Rest Camp mit Chalets, Safari-Zelten und Campingplätzen, dazu Restaurant, Laden, Tankstelle und drei Pools. Seit dem 19. März 2025 gehört das Frühstück im Restaurant zu jeder Chalet-Buchung dazu. Wer hier schläft, ist vor 7 Uhr und nach 17 Uhr allein im Park und sieht abends den beleuchteten Wasserfall.

Vor dem Tor

Augrabies Falls Lodge & Camp mit Chalets direkt am Parkeingang und kurzem Weg zu den Fällen, dazu Dundi Lodge einige Kilometer weiter.

Günstig

die Campingplätze im Rest Camp und einfache Unterkünfte im Ort Augrabies.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Der Wasserfall und die Stege

Von der Rezeption sind es nur wenige hundert Meter bis zu den Holzstegen mit ihren Plattformen. Bei viel Wasser werden sie nass und rutschig, festes Schuhwerk lohnt sich.

Dassie Trail

ein 8 Kilometer langer Rundweg, der am Rest Camp beginnt, der Schlucht bis Arrow Point folgt, über Moon Rock führt und zurück zum Camp geht. Die Karte dazu gibt es an der Rezeption. Benannt ist er nach den Klippschliefern, die man unterwegs häufig sieht.

Klipspringer Hiking Trail

35,8 Kilometer in drei Tagen (14,4 / 9,9 / 11,5 km), mindestens zwei und höchstens zwölf Leute, Voranmeldung Pflicht. Vom 15. Oktober bis 31. März wegen der Hitze geschlossen.

Geländewagenstrecke

30 Kilometer, selbst gefahren, ohne Anmeldung, aber nur mit zwei Fahrzeugen im Verbund.

Tierbeobachtung

Antilopen, Giraffen und zahlreiche Vogelarten entlang des Flussbetts und in den offenen Gebieten. Insgesamt leben im Park 48 Säugetierarten.

Mountainbike und Vögel

Mountainbiken ist im Park erlaubt, und über der Schlucht kreist der Verreaux-Adler.

Sternbeobachtung

klare Luft und dunkler Himmel, ohne Lichtverschmutzung größerer Städte.

Schwimmen

drei Pools, nur für Übernachtungsgäste. Von Oktober bis März 6:30 bis 19:30 Uhr, von April bis September 7:30 bis 17:30 Uhr.

Springböcke im trockenen Gras vor einem dunklen Felshügel

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Die Parkverwaltung bittet Besucher, keinen Müll zu hinterlassen und die Parkregeln einzuhalten. Ein kleiner Aufschlag auf Unterkunft und Aktivitäten fließt in einen Gemeindefonds.

Das Hartmann-Bergzebra steht auf der Roten Liste, die Ranger beobachten es im Park eigens. Der Kapotter im Fluss ist ein Zeichen dafür, dass das Flussleben noch einigermaßen gesund ist.

Wer entlang der Schlucht unterwegs ist, sollte die Absperrungen ernst nehmen: Der Granit ist an den Kanten glatt, und die Schlucht fällt ohne Vorwarnung ab.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Tor und Tagesgäste

Ein- und Ausfahrt gehen von 7:00 bis 18:30 Uhr, besetzt ist das Tor rund um die Uhr. Als Tagesgast kommst du nur bis 17:00 Uhr hinein und musst bis 18:00 Uhr draußen sein. Wer später als 18:30 Uhr ankommt oder vor 7:00 Uhr losfahren will, meldet das vorher beim Park an. Den Anmelde- und Haftungsbogen kannst du vorher auf der Parkseite herunterladen und ausgefüllt mitbringen; Ausweis oder Reisepass brauchst du am Tor.

Versorgung

Tankstelle, Laden und Restaurant sind im Park. Werkstatt, Arzt, Post und Polizei sitzen in Kakamas, rund 40 Kilometer entfernt.

Hitze

Von Dezember bis Februar liegen die Tageswerte regelmäßig über 40 Grad, auf den Felsen bis zu 70 Grad. Wanderungen gehören in die frühen Morgenstunden. Im Juni und Juli kann es nachts bis minus sieben Grad kalt werden, eine warme Jacke gehört also auch in den Winterkoffer.

Wege im Park

Der Wasserfall liegt bequem: Die Holzstege mit den Aussichtsplattformen beginnen wenige hundert Meter vom Parkplatz an der Rezeption. Im Wildbeobachtungsteil fährst du auf Schotter, und nach Regen wird es dort mit einem normalen Pkw schwierig.

Paviane

Paviane und Meerkatzen nehmen im Camp alles mit, was offen steht, bis hin zum Brot vom Grill. Tür, Fenster und Kühlbox zu, auch wenn du nur kurz weg bist.

Motorräder

Du darfst mit dem Motorrad in den Park und auf den Campingplatz, aber nicht in den Wildbeobachtungsteil. Hunde sind gar nicht erlaubt, Waffen meldest du am Tor an.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Wann führen die Augrabies-Fälle am meisten Wasser?

Am ehesten zwischen März und Mai. Normal sind 30 bis 50 Kubikmeter je Sekunde; bei Hochwasser waren es im März 2023 und im Mai 2025 jeweils rund 4.500, im Mai 2026 wieder über 3.000. Verlassen kannst du dich darauf nicht: Auch im Januar und im November 2022 gab es große Fluten. Das Wasser kommt aus dem Einzugsgebiet weit stromaufwärts und aus den Abgaben der Talsperren Vaal und Gariep, nicht aus dem Regen vor Ort. Ein Anruf im Park vor der Anreise lohnt sich.

Ist Augrabies ein Safaripark?

Nur eingeschränkt. Von den Big Five lebt hier allein der Leopard, und der wird selten gesehen. Der Park lebt von der Landschaft: Wasserfall, Schlucht und Granitkuppen. Tierbeobachtung heißt hier Klippspringer, Springbock, Kudu, Oryx, Elenantilope, Giraffe und das seltene Hartmann-Bergzebra.

Was kostet der Eintritt in den Augrabies-Falls-Nationalpark?

Der Tageseintritt kostet rund 18 € für Erwachsene und rund 9 € für Kinder von 2 bis 11 Jahren, unter zwei Jahren ist er frei. Auf Übernachtungen und gebuchte Aktivitäten kommt ein Gemeindebeitrag von einem Prozent dazu. Im Park gibt es keinen Geldautomaten.

Reicht ein normales Mietauto?

Für den Wasserfall ja. Die Zufahrt und die Stege an den Aussichtspunkten sind ohne Geländewagen erreichbar, der Weg von der Rezeption zu den Plattformen beträgt nur wenige hundert Meter. Im Wildbeobachtungsteil fährst du auf Schotter; nach Regen ist ein höhergelegtes Fahrzeug besser. Auf die 30 Kilometer lange Geländestrecke kommst du gar nicht: Dort sind zwei Geländewagen im Verbund Pflicht.

Wie viel Zeit sollte man einplanen?

Wasserfall, Stege und Restaurant sind ein halber Tag. Wer Moon Rock, die Aussichtspunkte Ararat und Echo Corner und die Wildbeobachtungsstrecke mitnimmt, braucht einen ganzen Tag. Eine Übernachtung im Park lohnt vor allem wegen der beleuchteten Fälle von 20:00 bis 22:00 Uhr und der leeren Stege vor 7 Uhr.

Lässt sich Augrabies mit dem Kgalagadi verbinden?

Ja. Von Augrabies bis zum Tor Twee Rivieren des Kgalagadi Transfrontier Park sind es rund 370 Kilometer, gut vier Stunden. Das ist die naheliegende Kombination, wenn du im Nordkap unterwegs bist und doch noch Großwild sehen willst.

Kann man im Park schwimmen?

Im Fluss nicht, aber es gibt drei Pools, und die stehen nur Übernachtungsgästen offen. Von Oktober bis März sind sie von 6:30 bis 19:30 Uhr geöffnet, von April bis September von 7:30 bis 17:30 Uhr.

Muss man vor Malaria Angst haben?

Nein. Das Nordkap gehört nicht zu den Malariagebieten Südafrikas; die liegen im Nordosten von Limpopo, in Mpumalanga und in KwaZulu-Natal. Das macht Augrabies zu einem der Parks, die du ohne Prophylaxe und mit kleinen Kindern bereisen kannst.

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