Ol-Pejeta-Conservancy

Zuflucht der Giganten: wo Artenschutz und Safari zusammenfallen

Kenia Schutzgebiet

Die Ol Pejeta Conservancy liegt nordwestlich des Mount Kenya, nahe Nanyuki, und ist ein privates Naturschutzgebiet von rund 360 Quadratkilometern. Hier leben die letzten beiden nördlichen Breitmaulnashörner der Welt, dazu Spitzmaulnashörner, Grevyzebras, Elefanten und die übrigen Big-Five-Arten. Ein Schimpansen-Schutzgebiet nimmt gerettete Tiere auf, das einzige seiner Art in Kenia.

Die Ol Pejeta Conservancy erstreckt sich nordwestlich des Mount Kenya, zwischen dessen Ausläufern und dem Great Rift Valley. Sie ist ein privates Naturschutzgebiet und verbindet zwei Dinge, die sonst selten am selben Ort zu haben sind: klassische Safari und ein sichtbares Artenschutzprogramm.

Die Landschaft ist ein Mosaik aus offenem Grasland, Akazienwäldern und Feuchtgebieten, durchzogen von Flüssen und Teichen. Diese Vielfalt an Lebensräumen macht das Gebiet zu einem der artenreichsten Schutzgebiete Ostafrikas. Die Höhenlage nahe dem Äquator sorgt für ein mildes Klima und ganzjährig gute Beobachtungsbedingungen; bei klarer Sicht steht der schneebedeckte Gipfel des Mount Kenya im Hintergrund.

Ol Pejeta beherbergt die Big Five, also Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn, und dazu die letzten beiden nördlichen Breitmaulnashörner der Welt, Najin und Fatu, beide weiblich. Mit im Labor erzeugten Embryonen wird versucht, die Unterart zu erhalten. Auch Spitzmaulnashörner, Grevyzebras und Geparden gehören zum Bestand.

Eine Besonderheit ist das Schimpansen-Schutzgebiet innerhalb des Geländes. Schimpansen kommen in Kenia nicht natürlich vor; das Schutzgebiet nimmt verwaiste und aus dem Handel gerettete Tiere auf und ist das einzige seiner Art im Land.

Warum hin

Darum ist Ol-Pejeta-Conservancy ein Sehnsuchtsort

  1. Hier leben Najin und Fatu, die letzten beiden nördlichen Breitmaulnashörner der Welt
  2. Über 165 Spitzmaulnashörner, 1993 waren es 20: eines der größten Schutzgebiete für diese Art in Ost- und Zentralafrika
  3. Kenias einziges Schimpansen-Schutzgebiet, der Besuch steckt schon im Eintritt
  4. Alle Big-Five-Arten auf rund 360 Quadratkilometern, mit dem Mount Kenya als Kulisse
  5. Als privates Schutzgebiet sind hier Nachtpirschfahrten und Wanderungen möglich, die in Nationalparks nicht erlaubt sind

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für die Ol-Pejeta-Conservancy

  • Buch Ticket und Aktivitäten vorher online Ol Pejeta war die erste Conservancy in Kenia mit einer Online-Buchung für den Eintritt. Wer vorab bucht, steht am Tor nicht in der Schlange. Aktivitäten und Campingplätze lassen sich auf demselben Weg vorher festmachen.
  • Einmal raus heißt zweimal zahlen Dein Ticket gilt für genau eine Einfahrt. Wer das Gebiet verlässt und später zurückkommt, zahlt den vollen Eintritt noch einmal. Das trifft vor allem Leute, die außerhalb der Tore schlafen und abends zur Nachtpirschfahrt wiederkommen wollen. Plan den Tag so, dass du drinbleibst.
  • Nachtpirschfahrten laufen nur in zwei festen Fenstern Nach 19 Uhr darf im Gebiet niemand mehr auf eigene Faust fahren. Die Nachtpirschfahrten gehen täglich von 19 bis 21 Uhr und von 21 bis 23 Uhr und werden vorher gebucht. Dafür siehst du Tiere, die tagsüber niemand zu Gesicht bekommt. In einem Nationalpark wäre das gar nicht erlaubt.
  • Pack eine warme Jacke ein, auch am Äquator Ol Pejeta liegt rund 1.800 bis 2.000 m hoch. Reisende berichten immer wieder von derselben Szene: Leute packen für Afrika und sitzen um sechs Uhr morgens in kurzen Hosen zitternd im offenen Wagen. Ein Fleece, eine Mütze und eine Decke machen den Unterschied.
  • Plastikflaschen bleiben draußen Einwegplastik ist auf Ol Pejeta verboten. Bring eine wiederverwendbare Trinkflasche mit, sonst kaufst du Wasser in den Shops vor Ort. Drohnen sind ohne Genehmigung ebenfalls tabu, und abseits der Pisten wird nicht gefahren.
  • Baraka gibt es nicht mehr Viele Reiseführer schicken dich zum Morani Information Centre, um den blinden Spitzmaulnashorn-Bullen Baraka zu füttern. Er ist am 16. August 2026 im Alter von 31 Jahren gestorben. Wenn eine Seite das Füttern noch als Programmpunkt führt, ist sie nicht auf dem Stand.
  • Die Schimpansen machen Mittagspause Das Schimpansen-Schutzgebiet ist im Eintritt enthalten, aber nur von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr offen. Wer zwischen halb eins und zwei ankommt, steht vor verschlossener Tür. Die Begegnung mit den letzten zwei nördlichen Breitmaulnashörnern kostet dagegen extra und wird vorab gebucht.

Wo was liegt

Karte von Ol-Pejeta-Conservancy

Karte von Ol-Pejeta-Conservancy: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Das Gehege von Najin und Fatu

    Tierbeobachtungsort Aura Gänsehaut garantiert Trubel Wenig Trubel

    Ein eingezäuntes und rund um die Uhr bewachtes Gehege im Osten von Ol Pejeta, rund drei Quadratkilometer groß. Dort leben Najin und ihre Tochter Fatu, die letzten beiden nördlichen Breitmaulnashörner der Welt. Hinein kommst du nur in einer gebuchten Einheit, die zusätzlich zum Eintritt kostet.

  • Das Schimpansen-Schutzgebiet

    Tierbeobachtungsort

    Das einzige Schimpansen-Schutzgebiet Kenias, 1993 eingerichtet für Tiere, die aus dem Handel, aus Kriegsgebieten und aus Gefangenschaft gerettet wurden. Schimpansen sind in Kenia nicht heimisch, hier leben sie in zwei Gruppen in großen Freigehegen.

Fläche des privaten Schutzgebiets
360 km²
Spitzmaulnashörner leben hier, 1993 waren es 20
über 165
Nördliche Breitmaulnashörner, die letzten der Welt
2
lang ist der Elektrozaun rund um das Gebiet
120 km

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Mosaik aus Grasland, Akazienwald und Feuchtgebieten

Offene Graslandschaften gehen in Akazienwälder und Feuchtgebiete über, durchzogen von Flüssen und Teichen. Dieses Nebeneinander verschiedener Lebensräume auf kleiner Fläche ist der Grund für den hohen Artenreichtum. Ol Pejeta zählt zu den artenreichsten Schutzgebieten Ostafrikas.

Am Fuß des Mount Kenya

Tiere im Ol Pejeta Schutzgebiet in Kenia mit dem Mount Kenya im Hintergrund

Das Gebiet liegt an den Ausläufern des Mount Kenya und bietet bei klarer Sicht den Blick auf den schneebedeckten Gipfel. Die Höhenlage nahe dem Äquator sorgt für ein mildes Klima und ganzjährig brauchbare Bedingungen für Tierbeobachtungen.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Ol-Pejeta-Conservancy: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitTrockenzeitenRegenzeitenTrockenzeitenRegenzeitenTrockenzeiten
Andrangviel losviel losviel losviel losviel los
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los

Juni empfohlen

Trockenzeiten · eher ruhig

Die beste Zeit für Tierbeobachtungen: Die Tiere sammeln sich an den letzten verbliebenen Wasserstellen und sind dadurch berechenbarer anzutreffen.

Die Ol Pejeta Conservancy lässt sich das ganze Jahr über besuchen: Das Klima ist mild und Wildtiere sind dauerhaft vor Ort. Die besten Bedingungen für Tierbeobachtungen bieten die Trockenzeiten von Juni bis Oktober und von Dezember bis März, wenn sich die Tiere an den verbliebenen Wasserstellen sammeln. In den Regenzeiten von April bis Mai und im November wird die Landschaft grün, Wildblumen blühen, die Tierwelt ist aktiv und es sind weniger Besucher unterwegs.

Trockenzeiten (Juni bis Oktober, Dezember bis März)

Die beste Zeit für Tierbeobachtungen: Die Tiere sammeln sich an den letzten verbliebenen Wasserstellen und sind dadurch berechenbarer anzutreffen.

Regenzeiten (April bis Mai, November)

Die Landschaft erwacht mit üppigem Grün und blühenden Wildblumen. Die Tierwelt ist besonders aktiv, und die geringeren Besucherzahlen sorgen für ein ruhigeres Erlebnis.

Piste durch trockenes Grasland unter Quellwolken

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Ol Pejeta ist vor allem für seine Nashörner bekannt. Hier leben die letzten zwei bekannten nördlichen Breitmaulnashörner, Najin und Fatu, beide weiblich. Da kein Bulle mehr existiert, arbeiten Wissenschaftler mit künstlich erzeugten Embryonen daran, die Unterart zu erhalten. Dazu kommen über 165 Spitzmaulnashörner und 44 Südliche Breitmaulnashörner.

Neben den Nashörnern sind Löwen, Leoparden, Elefanten und Büffel vertreten, damit die kompletten Big Five. Leoparden bleiben wie überall die schwierigste Beobachtung. Grevyzebras und Geparden gehören ebenfalls zum Bestand. Die Schimpansen im Schutzgebiet sind keine wilde Population: Schimpansen kommen in Kenia nicht natürlich vor, die Tiere hier wurden aufgenommen.

  • Nördliches Breitmaulnashorn (die letzten zwei weltweit)
  • Spitzmaulnashorn
  • Löwe
  • Leopard
  • Afrikanischer Elefant
  • Afrikanischer Büffel
  • Gepard
  • Grevyzebra
  • Schimpanse (im Sanctuary, keine wilde Population)
  • Vielfältige Vogelwelt
Elefantenherde mit Jungtier im trockenen Grasland bei Sweetwaters

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Ol-Pejeta-Conservancy: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Ol-Pejeta-Conservancy: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. NairobiStart
  2. 3 bis 4 Std. bis zur ConservancyDurch das kenianische Hochland
  3. Nanyukiunterwegs
  4. Am Ende der Straße aus Nanyuki
  5. Rongai-TorHaupttor im Osten
  • an der Rumuruti RoadSerat-Tor

Mit dem Flugzeug

Nairobi → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft

Flugplatz NanyukiInlandsflug, von Nanyuki ist es nur noch eine kurze Fahrt zur Conservancyauf der Parkkarte zeigen
  • Flugplatz NanyukiInlandsflug, von Nanyuki ist es nur noch eine kurze Fahrt zur Conservancy
  • Am Tor mit Wartezeit rechnen, die Abfertigung kann über zwanzig Minuten dauern
  • In der Trockenzeit reicht auf den Hauptpisten ein Auto ohne Allrad, nach Regen und im Westen und Norden nicht
  • Am Tor wird kein Bargeld angenommen: Karte, M-Pesa oder vorab online
  • Das Ticket gilt für eine Einfahrt, wer hinausfährt, zahlt beim Zurückkommen erneut
Anreise ausführlich

Flugzeug

Internationale Flüge landen am Jomo Kenyatta International Airport in Nairobi. Von dort geht es per Inlandsflug nach Nanyuki, von wo aus es nur noch eine kurze Fahrt zur Conservancy ist.

Auto

Die Fahrt von Nairobi dauert etwa 3 bis 4 Stunden und führt durch das kenianische Hochland.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 95 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder 3 bis 11: rund 50 €
  • Fahrzeug: ab rund 7 €
  • Karte oder M-Pesa, kein Bargeld
  • Gilt für eine Einfahrt

Der Eintritt kostet rund 95 € pro Erwachsenem und Tag. Kinder von 3 bis 11 Jahren zahlen rund 50 €, jüngere nichts. Ostafrikanische Staatsbürger zahlen rund 14 €, Residenten in Kenia rund 25 €. Das Ticket gilt für eine einzige Einfahrt: Wer zwischendurch hinausfährt, zahlt beim Zurückkommen noch einmal.

Fürs Fahrzeug kommen rund 7 € bis sechs Sitze dazu, rund 35 € bis 14 Sitze und rund 80 € ab 15 Sitzen.

Einzelne Erlebnisse kosten extra: die Begegnung mit Najin und Fatu rund 60 € pro Erwachsenem und rund 30 € pro Kind, die Einheit mit dem Nashorn-Monitoring-Team rund 60 €, eine Nachtpirschfahrt rund 60 € pro Person und Behind the Scenes bei den Schimpansen rund 60 €. Der normale Besuch im Schimpansen-Schutzgebiet steckt schon im Eintritt.

Bargeld nimmt am Tor niemand. Du zahlst mit Karte, per M-Pesa oder vorab im Buchungsportal der Conservancy. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Die Ol Pejeta Safari Cottages bieten private Unterkünfte mitten im Schutzgebiet.

Mittelklasse

Das Sweetwaters Serena Camp stellt komfortable Zelte mit Blick auf ein Wasserloch.

Budget

Selbstversorger-Häuser und Campingplätze richten sich an Besucher mit engerem Budget.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Pirschfahrten

Fahrten bei Sonnenaufgang und am späten Nachmittag erschließen das Grasland und die Wasserstellen; die Nähe zur Tierwelt gehört zu den Stärken des Gebiets.

Besuch der Nashorn- und Schimpansen-Schutzgebiete

Beide Bereiche sind mit Führung zugänglich und zeigen die Schutzarbeit aus der Nähe. Neben der Begegnung mit Najin und Fatu gibt es täglich von 6.30 bis 8.30 Uhr und von 15.30 bis 17.30 Uhr eine Einheit mit dem Nashorn-Monitoring-Team. Dort lernst du, Nashörner an ihren Ohrkerben zu unterscheiden. Für Kinder ist sie nicht geeignet.

Nachtsafaris

Nach Einbruch der Dunkelheit wird das nachtaktive Wildleben sichtbar, eine Möglichkeit, die es in kenianischen Nationalparks nicht gibt.

Geführte Naturwanderungen

Zu Fuß und in Begleitung erfahrener Ranger lässt sich die Landschaft anders erschließen als vom Fahrzeug aus.

Kulturelle Touren

Besuche bei den umliegenden Gemeinschaften geben Einblick in das Leben am Rand des Schutzgebiets.

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Ol Pejeta finanziert seine Schutzarbeit wesentlich über Eintritt und Übernachtungen. 1993 lebten hier 20 Spitzmaulnashörner, heute sind es über 165. Rund um das Gebiet steht ein 120 km langer Elektrozaun, der über Solarstationen versorgt und überwacht wird.

2024 kamen 117.000 Besucher, 60 Prozent davon aus Kenia. Neben dem Nashornschutz arbeitet die Conservancy im Schimpansen-Schutzgebiet, im Gepardenschutz und mit Bildungs- und Gemeinschaftsprogrammen in den Nachbargemeinden.

Ol Pejeta veröffentlicht Jahresberichte auf der eigenen Seite. Frag beim Anbieter nach, welche Gebühren in deinem Reisepreis schon enthalten sind.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Am Tor

Rechne mit Wartezeit. Steht eine Gruppe vor dir, kann die Abfertigung über zwanzig Minuten dauern, weil viele persönliche Daten aufgenommen werden.

Anfahrt und Fahrzeug

Rongai ist das Haupttor und liegt am Ende der Straße aus Nanyuki, Serat liegt an der Rumuruti Road. In der Trockenzeit kommst du auf den Hauptpisten auch ohne Allrad durch. Nach Regen und im Westen und Norden des Gebiets brauchst du einen. Eine Karte des Geländes bekommst du am Tor, das Pistennetz ist über 100 km lang.

Regeln

40 km/h, keine Fahrten abseits der Pisten, kein Aussteigen außerhalb der ausgewiesenen Bereiche, keine Drohnen ohne Genehmigung. Einwegplastik ist verboten, bring eine wiederverwendbare Flasche mit.

Mitnehmen

Auf 1.800 bis 2.000 m ist es früh morgens und nach Sonnenuntergang kalt. Warme Jacke, Mütze, Fernglas und Sonnenschutz.

Äquator-Schild der Conservancy mit Höhenangabe 1.826 Meter

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Warum leben die letzten nördlichen Breitmaulnashörner ausgerechnet hier?

Najin und Fatu sind Mutter und Tochter, beide weiblich, und stehen auf Ol Pejeta rund um die Uhr unter bewaffnetem Schutz. Keine der beiden kann ein Kalb austragen. Forscher arbeiten deshalb mit im Labor erzeugten Embryonen: Bis April 2026 waren 39 reine Embryonen entstanden, sechs davon wurden Südlichen Breitmaulnashörnern als Leihmütter eingesetzt, bisher ohne dauerhafte Trächtigkeit.

Welche Parks erreiche ich von Ol Pejeta aus?

Den Mount-Kenya-Nationalpark erreichst du mit dem Auto in etwa einer Stunde, Lewa in rund zwei Stunden und den Aberdare-Nationalpark in zwei bis drei Stunden. Samburu liegt rund drei Stunden entfernt, der Meru-Nationalpark drei bis viereinhalb Stunden, Nairobi drei bis vier Stunden und der Lake-Nakuru-Nationalpark vier bis fünf Stunden.

Wie besucht man Najin und Fatu?

Nur in einer gebuchten Einheit, die zusätzlich zum Eintritt rund 60 € pro Erwachsenem und rund 30 € pro Kind kostet. Es gibt drei feste Einheiten am Tag, dienstags finden keine Besuche statt, und Kinder unter fünf Jahren dürfen nicht mit. Wer nach dem Beginn seiner Einheit ankommt, wird nicht mehr eingelassen. Die beiden werden aus dem ausgewiesenen Bereich beobachtet und nicht berührt; ältere Berichte, in denen Besucher sie streicheln und mit Karotten füttern, geben den heutigen Ablauf nicht mehr wieder.

Was kostet der Eintritt, und wie wird bezahlt?

Erwachsene zahlen rund 95 € pro Tag, Kinder von 3 bis 11 Jahren rund 50 €, unter 3 Jahren ist es frei. Ostafrikanische Staatsbürger zahlen rund 14 €, Residenten rund 25 €, dazu kommt eine Fahrzeuggebühr ab rund 7 €. Am Tor wird kein Bargeld angenommen, gezahlt wird mit Karte, per M-Pesa oder vorab online. Das Ticket gilt für eine einzige Einfahrt.

Ist Ol Pejeta ein Nationalpark?

Nein, es ist ein privates Naturschutzgebiet von rund 360 Quadratkilometern, umgeben von einem 120 km langen Elektrozaun. Das erklärt den höheren Eintritt und die Möglichkeit, Dinge anzubieten, die in Nationalparks nicht erlaubt sind: Nachtpirschfahrten, geführte Wanderungen und das Verfolgen von Löwen mit den Trackern.

Sind die Schimpansen in Ol Pejeta wild?

Nein. Schimpansen kommen in Kenia nicht natürlich vor. Das Sweetwaters-Schutzgebiet entstand 1993 gemeinsam mit dem Kenya Wildlife Service und dem Jane Goodall Institute, als eine Auffangstation in Burundi im Bürgerkrieg schließen musste. Es nimmt verwaiste und aus dem Handel gerettete Tiere auf und ist das einzige seiner Art in Kenia.

Kann ich Baraka noch besuchen?

Nein. Der blinde Spitzmaulnashorn-Bulle, der am Morani Information Centre gefüttert werden durfte, ist am 16. August 2026 mit 31 Jahren gestorben. Er war 1994 auf Ol Pejeta geboren und hatte sein Augenlicht nach einem Kampf und einem grauen Star verloren. Ältere Reiseführer führen ihn noch als Programmpunkt.

Reicht ein normales Auto, oder brauche ich einen Allrad?

In der Trockenzeit kommst du auf den Hauptpisten auch mit einem normalen Wagen zurecht. Nach Regen sieht das anders aus, und die Strecken im Westen und Norden des Gebiets sind bei Nässe nur mit Allrad zu fahren. Das Pistennetz ist über 100 km lang, eine Karte bekommst du am Tor.

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  • Mit dem Auto von Ol-Pejeta-Conservancy bis Mount-Kenya-Nationalpark: ca. 1 Std.

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  • Mit dem Auto von Ol-Pejeta-Conservancy bis Nairobi-Nationalpark: 3 bis 4 Std.
  • Mit dem Flugzeug von Ol-Pejeta-Conservancy bis Nairobi-Nationalpark: Inlandsflug (nach Nanyuki)

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  • Mit dem Auto von Ol-Pejeta-Conservancy bis Lake-Nakuru-Nationalpark: 4 bis 5 Std.

Lake-Nakuru-Nationalpark

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