Central-Kalahari-Game-Reserve
Eine Wüstenwildnis ungekannten Ausmaßes
Das Central Kalahari Game Reserve im Herzen Botswanas ist eines der größten Wildschutzgebiete der Welt: rund 52.800 Quadratkilometer trockene Flusstäler, weite Grasebenen und Dornbuschsavanne. Wer Stille, Weite und einen der dunkelsten Sternenhimmel Afrikas sucht, findet hier eine der einsamsten Safaris des Kontinents.
Mit über 52.800 Quadratkilometern, etwa der Fläche der Slowakei, gehört das Central Kalahari Game Reserve zu den größten und unberührtesten Schutzgebieten der Erde. Es bedeckt rund neun Prozent von Botswana. Die Landschaft ist geprägt von weitläufigen, goldenen Graslandschaften, die in der Regenzeit grün werden und zahlreiche Tiere anziehen. Dazwischen liegen hohe Dünen und tiefe Täler, durchzogen von fossilen Flussläufen, die seit Jahrtausenden kein Wasser mehr führen.
Die Kalahari ist bekannt für ihre dramatischen Wetterphänomene, allen voran die Gewitter der Regenzeit. Trotz der trockenen Bedingungen lebt hier eine erstaunliche Vielfalt an Tieren und Pflanzen, die sich an die scheinbar unwirtliche Umgebung angepasst haben, darunter die Kalahari-Löwen mit ihren auffällig dunklen Mähnen.
Das Reservat wurde 1961 eingerichtet, um die Tierwelt und die Lebensweise der San zu schützen. Für Besucher geöffnet wurde es erst 1998. Heute steht es auf der Vorschlagsliste Botswanas für das Welterbe der UNESCO.
Die Infrastruktur ist bewusst dünn: wenige Lodges und Campingplätze, die meisten davon im nördlichen Teil. Genau das macht den Reiz aus, denn eine Safari hier ist rau, aufwendig und dafür sehr ursprünglich.
Darum ist Central-Kalahari-Game-Reserve ein Sehnsuchtsort
- Eines der größten Wildschutzgebiete der Welt: rund 52.800 Quadratkilometer, etwa die Fläche der Slowakei und neun Prozent von Botswana
- Kalahari-Löwen: oft größer und mit schwereren Mähnen als ihre Verwandten anderswo in Afrika
- Sehr geringe Besucherdichte und ein außergewöhnlich klarer Sternenhimmel
- Antilopen wie Oryx und Elenantilope, die lange Zeit ohne Wasser auskommen
- Die Regenzeit ist hier die gute Zeit: Wenn andere Parks leerlaufen, ziehen die Herden in die Täler der Kalahari
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für das Central-Kalahari-Game-Reserve
- Bleib bei den Plätzen der Behörde, dann sparst du dir den halben Papierkram Die Campingplätze im Reservat sind seit 2009 auf zwei Vermieter aufgeteilt. Deception Valley, Kori, Leopard Pan, Phokoje, Xade, Xaxa und Bape gehören der Parkbehörde. Sunday Pan, Piper Pan, Passarge Valley, Lekhubu, Letiahau und Motopi verwaltet Bigfoot Tours, und zwar deutlich teurer. Wer einen Bigfoot-Platz bucht, bekommt einen Beleg und muss den erst an die Behörde schicken, um dafür eine Genehmigung zu bekommen. Genau dieser Doppelweg ist der nervigste Teil der ganzen Planung. Wer nur Behördenplätze nimmt, hat einen Ansprechpartner statt zwei.
- Komm nicht bei Sonnenuntergang an deinem Campingplatz an Es kommt immer wieder vor, dass der gebuchte Platz schon besetzt ist, wenn du ankommst. Die Nummerierung im Gelände besteht oft nur aus einem Pfosten, und Verwechslungen passieren. Wer zwei Stunden vor Sonnenuntergang da ist, kann noch auf einen anderen Platz ausweichen. Wer im letzten Licht ankommt, steht im Dunkeln, und Nachtfahrten sind verboten.
- Der schlimmste Sand liegt vor dem Tor, nicht dahinter Auf dem Weg zum Tsau Gate folgen auf 115 Kilometer Asphalt 40 Kilometer tiefer Sand entlang einer Schneise. Das ist das schwerste Stück der ganzen Fahrt, schwerer als alles im Reservat. Nicht abbremsen, Schwung mitnehmen und vorher Luft aus den Reifen lassen. Wer sich das nicht antun will, fährt über Rakops und das Matswere Gate, das ist die festeste Zufahrt.
- Bei Piper Pan und Sunday Pan entscheidet die Platznummer An der Piper Pan liegt Platz 1 direkt am Rand der Pfanne mit kurzem Weg zum Wasserloch, Platz 2 steht abseits im Gestrüpp. An der Sunday Pan liegen die Plätze 3 und 4 nah am Wasserloch, Platz 2 steht zurückgesetzt im Baumbestand. Und eine Falle beim Buchen: Der Platz, der als Sunday Pan 1 geführt wird, liegt in Wirklichkeit ein Stück weiter nördlich an der Leopard Pan. Mit der Nummer wechselt auch, wo du buchst und was du zahlst: Sunday Pan 1 gehört der Parkbehörde und ist deutlich günstiger, die Plätze Sunday Pan 2 bis 4 laufen über Bigfoot Tours.
- Die Pfanne sieht trocken aus und ist es nicht Nach dem Regen bildet das Salz eine Kruste über dem nassen Lehm darunter. Sie trägt ein Fahrzeug nicht. Reisende berichten, dass sie genau dort eingebrochen sind, wo der Boden am festesten aussah. Auf die Pfannen wird ohnehin nicht gefahren, das ist verboten und hinterlässt Spuren für Jahre.
- Wirf einen Blick ins Klo, bevor du hineingehst Die Plumpsklos und Duschkabinen an den Plätzen haben keine Tür, und das Reservat ist nicht eingezäunt. Löwen sind schon hineinspaziert, und Bienen sammeln sich gern um das Duschwasser. Ein guter Grund, die Eimerdusche kurz zu halten.
Karte von Central-Kalahari-Game-Reserve
Highlights
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Deception Valley
Tierbeobachtungsort Trubel Wenig TrubelDeception Valley ist das bekannteste Tal des Central Kalahari Game Reserve, ein fossiles Flussbett, über dem an heißen Tagen eine Luftspiegelung steht und Wasser vortäuscht. Nach den Regenfällen zwischen Dezember und April treibt hier Gras, und die Herden ziehen zusammen.
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Leopard Pan
Salzpfanne Aura Beeindruckend Trubel Kaum jemand daDie Leopard Pan ist eine kreisrunde Pfanne im Norden des Central Kalahari Game Reserve, mit einer erhöhten Insel in der Mitte. Nach dem Regen steht hier dichtes Gras, und an ihrem Rand liegt ein einziger Stellplatz. Leoparden leben im Reservat, zu sehen bekommst du sie aber selten.
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Passarge Valley
Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Kaum jemand daPassarge Valley ist das fossile Flusstal im Nordwesten des Central Kalahari Game Reserve, deutlich weniger befahren als Deception Valley. Auf den Grasflächen zwischen den hügeligen Buschflächen stehen Oryx und Springböcke, und mit ihnen jagen Löwen und Geparden. Drei einfache Stellplätze liegen weit auseinander am Rundweg.
- Fläche, etwa so groß wie die Slowakei
- 52.800 km²
- Anteil an der Fläche Botswanas, gerundet
- 9 %
- eingerichtet, für Besucher offen erst seit 1998
- 1961
- Regen im Jahr, rund; am nassesten Januar und Februar
- 300 mm
Landschaftsmerkmale
Goldene Grasebenen und Dünen
Auf über 52.800 Quadratkilometern erstrecken sich weitläufige, goldene Graslandschaften, die in der Regenzeit grün werden und zahlreiche Tiere anziehen. Zwischen den Ebenen finden sich vereinzelt hohe Dünen und tiefe Täler, die von saisonalen Flüssen durchzogen sind.
Extreme, die Leben tragen
Die Kalahari ist berühmt für ihre dramatischen Wetterphänomene, darunter spektakuläre Gewitter, die die Landschaft beleben. Trotz der trockenen Bedingungen beherbergt die Region eine erstaunliche Vielfalt an Fauna und Flora, die perfekt an diese Umgebung angepasst ist.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Grüne Saison | Kühle Trockenzeit | Hitze vor dem Regen | Grüne Saison | ||||||||
| Andrang | ||||||||||||
| Springbock-Setzzeit | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | |||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- Springbock-Setzzeit (innen, kräftig = Höhepunkt)
Dezember empfohlen
Grüne Saison · eher ruhig · Springbock-Setzzeit
Die beste Zeit für Tierbeobachtungen. Der Regen bringt frisches Gras in die Täler, die Herden ziehen zusammen, die Räuber folgen ihnen, und die Springböcke setzen ihre Jungen.
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Das Central Kalahari Game Reserve dreht die übliche Safari-Regel um. In den meisten Parks des südlichen Afrikas ist die Trockenzeit die beste Zeit für Tierbeobachtungen, hier ist es die Regenzeit. Von Dezember bis April fällt der Regen, die fossilen Flusstäler wie Deception Valley und Passarge Valley werden zu frischem Weideland, und Springböcke, Gemsböcke und Gnus ziehen in großer Zahl dorthin. Mit ihnen kommen die Räuber. In diese Monate fällt auch die Setzzeit der Springböcke. Sobald die Trockenzeit beginnt, trocknen die Täler aus und die Pflanzenfresser verteilen sich über die riesigen Dünenfelder, wo du sie kaum noch findest. Angenehm ist das Wetter dann trotzdem: Juni bis August bringt trockene, kühle Tage, dafür sinkt das Thermometer nachts regelmäßig unter null. Am schwersten erträglich sind September und Oktober am Ende der Trockenzeit, wenn die Hitze bis an die 45 Grad reicht und die Tiere weit verstreut sind. Der Jahresniederschlag liegt bei rund 300 Millimetern, Januar und Februar sind die nassesten Monate. Nach starkem Regen wird der Lehm der Pfannen zu einer zähen, rutschigen Masse, in der Fahrzeuge steckenbleiben, vor allem auf der Hauptschleife um Deception Valley. Die Spuren trocknen allerdings schnell wieder ab. Dass daraus mehr werden kann, zeigt der Februar 2025: Das Umwelt- und Tourismusministerium hat das Reservat am 21. Februar zusammen mit Khutse und dem Gaborone Game Reserve wegen Unwetter geschlossen und erst am 11. März wieder geöffnet. Überflutet waren die Abschnitte zwischen dem Matswere Gate und Deception Valley sowie um Piper Pan und Passarge Valley.
Grüne Saison (Dezember bis April)
Die beste Zeit für Tierbeobachtungen. Der Regen bringt frisches Gras in die Täler, die Herden ziehen zusammen, die Räuber folgen ihnen, und die Springböcke setzen ihre Jungen. Dafür ist es heiß und schwül, und die Pisten über die Pfannen können nach schwerem Regen tagelang schwierig sein. Im Februar 2025 war das Reservat deswegen für drei Wochen ganz geschlossen.
Kühle Trockenzeit (Mai bis August)
Die angenehmste Zeit zum Reisen: trockene Tage um 25 bis 30 Grad, klare Luft, feste Pisten. Die Tiere sind jetzt allerdings über das ganze Reservat verteilt und schwerer zu finden. Pack warme Sachen ein, die Nächte fallen regelmäßig unter den Gefrierpunkt. An den gepumpten Wasserlöchern (Sunday Pan, Letiahau, Passarge, Piper Pan und Motopi Pan) findest du Löwen und Geparde in der Trockenzeit dafür oft leichter als in der grünen Zeit.
Hitze vor dem Regen (September und Oktober)
Die schwerste Zeit. Am Ende der Trockenzeit klettern die Temperaturen bis an die 45 Grad, die Täler sind leer, und Schatten gibt es kaum. Wer die Wahl hat, kommt zu einer anderen Zeit.
Sehenswerte Tiere
Das Reservat beherbergt eine Tierwelt, die konsequent an die Extreme der Kalahari angepasst ist. Die Kalahari-Löwen sind oft größer und tragen schwerere Mähnen als ihre Verwandten in anderen Teilen Afrikas. Geparde und Leoparden jagen in den offenen Ebenen.
Elenantilopen und Oryx zeichnen sich dadurch aus, dass sie lange Zeit ohne Wasser auskommen. Dazu kommen Schabrackenschakale, Erdmännchen und andere kleinere Säugetiere sowie eine reiche Vogelwelt, darunter zahlreiche Greifvögel.
Von den Big Five leben Löwe und Leopard hier. Büffel und Nashorn kommen im Reservat nicht vor. Elefanten sind die Ausnahme, einzelne Tiere tauchen im Norden auf, etwa an der Leopard Pan.
- Kalahari-Löwe
- Gepard
- Leopard
- Elenantilope
- Oryx
- Springbock
- Schabrackenschakal
- Erdmännchen
- Greifvögel
Central-Kalahari-Game-Reserve in 12 Bildern
Anreise

Mit dem Auto
- RakopsStart
- 45 kmAbzweigung kurz hinter Rakops, Sandpiste
- Matswere GateNordosten, meistgenutzt
- 40 km · 1,5 bis 3 Std. · Pisteje nach Sandtiefe
- Deception ValleyZiel
- GhanziStart
- 155 km · etwa 3 Std. · Piste115 km Asphalt, dann 40 km tiefer Sand nach Osten
- Tsau GateNorden
- GhanziStart
- 4 bis 6 Std. · New Xade · Piste
- Xade GateWesten
- 3 bis 6 Std. · Piste
- Piper PanZiel
- GaboroneStart
- PisteZugang für alle, die von Gaborone kommen
- Khutse GateSüden
Mit dem Flugzeug
Maun → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft
- Lodges im ReservatLandebahnen der LodgesCharterflug; den Transfer ab der Landebahn übernimmt die Lodge
- Nur mit Allradfahrzeug und voller Selbstversorgung, die Torbesatzung prüft die Ausrüstung
- Ohne gebuchten Campingplatz lässt dich die Torbesatzung nicht hinein
- Ghanzi und Rakops sind die letzten Orte mit Tankstelle, Ghanzi auch mit Einkauf und Werkstatt
- Der schwerste Sand liegt vor dem Tsau Gate, die festeste Zufahrt führt über Rakops und Matswere
- Nachtfahrten sind verboten: Plane die Ankunft am Platz bei Tageslicht
Anreise ausführlich
Auto
Vier Tore führen in das Reservat, und die Wahl entscheidet über deinen ganzen ersten Tag. Matswere Gate im Nordosten ist das meistgenutzte: Die Abzweigung liegt kurz hinter Rakops, von dort sind es 45 Kilometer Sandpiste bis zum Tor und weitere 40 Kilometer bis Deception Valley. Rechne dafür je nach Sandtiefe mit eineinhalb bis drei Stunden. Tsau Gate im Norden erreichst du von Ghanzi aus in etwa drei Stunden, 115 Kilometer davon auf Asphalt, die letzten 40 Kilometer auf einer tiefsandigen Schneise nach Osten. Xade Gate im Westen liegt vier bis sechs Stunden von Ghanzi entfernt, über das Dorf New Xade; von dort bis Piper Pan im Norden brauchst du noch einmal drei bis sechs Stunden. Khutse Gate im Süden ist der Zugang für alle, die von Gaborone kommen. Ghanzi und Rakops sind die letzten Orte mit Tankstelle, Ghanzi auch der letzte mit vernünftigem Einkauf und einer Werkstatt.
Flugzeug
Charterflüge ab Maun sind die schnelle Alternative zum langen Straßenweg. Sie sind der übliche Weg für Gäste der Lodges im Reservat, die den Transfer ab der Landebahn selbst übernehmen.
Kosten und Gebühren
- Kinder unter 8 frei
- Nur mit gebuchtem Campingplatz
- Nur Bargeld in Landeswährung
Der Eintritt kostet rund 13 € pro Person und Tag. Wer in einem SADC-Staat lebt, zahlt rund 10 €, Kinder unter 8 Jahren sind frei. Buchst du über einen Veranstalter aus Botswana, sinkt der Eintritt auf rund 9 €.
Gezählt wird je Kalendertag: Für fünf Nächte im Reservat zahlst du sechs Tage.
Für ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug unter 3,5 Tonnen kommen rund 5 € pro Tag dazu, für einen Anhänger rund 3 €.
Die Campingplätze kommen dazu: Die Plätze der Parkbehörde liegen bei rund 3 € pro Person und Nacht, die von Bigfoot Tours verwalteten Plätze im Norden bei rund 25 €. Kinder unter 16 zahlen dort die Hälfte, unter 8 nichts.
Am Tor zahlst du nur bar, am sichersten in der Landeswährung. Mit Karte geht es nur vorher in einem Büro der Parkbehörde in Maun, Gaborone oder Ghanzi. Dort bekommst du einen Beleg, eine Buchung braucht drei Arbeitstage und gilt erst mit der Zahlung.
Eine Gebührenerhöhung ist angekündigt, aber ohne Termin. Lass dir den Satz für dein Reisedatum bestätigen. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.
Beliebte Unterkünfte
Lodges im Reservat
Das Tau Pan Camp liegt an der Tau Pan im nördlichen Teil. Gäste kommen üblicherweise per Charterflug ab Maun: rund 55 Minuten bis zur Landebahn der Tau Pan, von dort noch eine Viertelstunde bis zum Camp.
Direkt an der Grenze
Die Deception Valley Lodge liegt nicht im Reservat, sondern auf einer privaten Konzession von rund 43.000 Hektar an der Nordgrenze. Das hat einen praktischen Vorteil: Auf privatem Grund sind geführte Spaziergänge, Nachtfahrten und Fahrten abseits der Piste erlaubt, im Reservat selbst nichts davon.
Campingplätze
Die Plätze im nördlichen Teil verwaltet überwiegend Bigfoot Tours, einige laufen über die Parkbehörde. Die beliebtesten liegen an der Deception Valley, der Sunday Pan und der Piper Pan. Ausstattung heißt hier Plumpsklo, Eimerdusche und Feuerstelle, manche Plätze haben gar nichts. Wasser gibt es an keinem. Am Xade Gate im Westen steht ebenfalls ein Platz, dazu eine Rangerstation.
Aktivitäten
Wildtierbeobachtung
Die Kalahari bietet gute Möglichkeiten, Geparde, Löwen und Leoparden sowie große Herden von Oryxantilopen und Springböcken zu sehen. Die gepumpten Wasserlöcher an der Sunday Pan, am Letiahau, an der Passarge Pan, der Piper Pan und der Motopi Pan lohnen sich früh am Morgen und in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang.
Vogelbeobachtung
Eine beeindruckende Artenvielfalt, ganzjährig, besonders in der Regenzeit, wenn Zugvögel dazukommen. Riesentrappe und Sekretär gehören hier zu den häufigen Erscheinungen.
Fotografie
Weite Landschaft, klares Licht und ein außergewöhnlich dunkler Nachthimmel machen das Reservat zu einem besonderen Ziel für Fotografen.
Foto: Benjamin Hollis, CC BY 2.0Natur- und Tierschutz
Das Central Kalahari Game Reserve ist ein Schlüsselgebiet für den Erhalt der Artenvielfalt und war ursprünglich auch dafür gedacht, die Lebensweise der San zu schützen. 1961 wurde es genau aus diesem doppelten Grund eingerichtet. Später siedelte die Regierung einen großen Teil der San aus dem Reservat aus, heute leben nur noch wenige Familien darin, vor allem in der Gegend um Xade und Khutse.
Für Besucher gelten klare Regeln: Wasser sparen, Müll wieder mitnehmen, Abstand zu Tieren und Menschen wahren, nicht abseits der Pisten fahren. Die Spuren eines Fahrzeugs auf einer Salzpfanne bleiben jahrelang sichtbar.
Praktische Informationen
Ohne Buchung kommst du nicht hinein
Am Tor musst du eine Genehmigung oder den Buchungsbeleg für einen Campingplatz im Reservat vorlegen. Die Plätze vergeben zwei Stellen: die Parkbehörde und Bigfoot Tours. Buch Monate im Voraus, denn es gibt nur wenige Plätze.
Allradfahrzeug und volle Selbstversorgung
Die Pisten bestehen aus tiefem Sand, streckenweise stark gewellt. Die Torbesatzung schaut sich an, wie du ausgerüstet bist, und lässt dich nicht durch, wenn du nicht vollständig selbstversorgt bist. Zwei Ersatzreifen, Kompressor, Schaufel, Wagenheber und Bergegurt gehören zur Grundausstattung, dazu ein Gitter vor dem Kühler gegen Grassamen. Prüf unterwegs den Auspuff auf angesammeltes Gras, das kann anfangen zu brennen.
Treibstoff und Wasser gibt es im Reservat nicht
Die nächsten Tankstellen liegen in Rakops im Osten und in Ghanzi im Westen, und auch dort ist nicht immer Sprit da. Wasser gibt es nur an den Toren aus Bohrlöchern, verlässlich allein am Game Scout Camp am Xade Gate; an keinem Campingplatz gibt es welches. Rechne mit 6 Litern je Person und Tag, dazu noch einmal 2 Liter je Person für fünf Notfalltage. Das Duschwasser ist darin nicht enthalten.
Kein Netz, kein Internet
Im Reservat hast du keinen Mobilfunkempfang. Lade Offline-Karten vorher und rechne damit, tagelang kein anderes Fahrzeug zu sehen. Ein Satellitentelefon steht auf jeder Packliste erfahrener Selbstfahrer.
Zweites Fahrzeug
Für die Durchquerung zwischen Khutse im Süden und dem nördlichen Teil, die zwei Tage dauert, fährst du besser mit zwei Allradfahrzeugen. Im nördlichen Teil, in dem sich fast alle Besucher aufhalten, fährt man üblicherweise allein.
Die Regeln im Reservat
40 km/h Höchstgeschwindigkeit, Fahren abseits der Pisten ist verboten, Nachtfahrten ebenso. Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang bleibst du auf deinem Campingplatz, weiter als 25 Meter entfernst du dich nicht vom Fahrzeug. Aussteigen und gehen ist nur dort vertretbar, wo du weit sehen kannst, also auf den Pfannen, nicht im hohen Gras. Müll nimmst du wieder mit. Das Reservat ist nicht eingezäunt, Löwen laufen durch die Camps: Schlaf nie ohne Zelt im Freien, halte das Zelt geschlossen und lass Essen und Waschzeug über Nacht im Fahrzeug.
Temperaturen
Von April bis September erlebst du vier Jahreszeiten an einem Tag. Nachts fällt das Thermometer regelmäßig unter null, tagsüber klettert es auf 25 bis 30 Grad. Eine warme Decke gehört ins Gepäck, auch wenn das in der Kalahari erst einmal falsch klingt.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Wann ist die beste Zeit für Tierbeobachtungen im Central Kalahari Game Reserve?
Anders als in den meisten Parks des südlichen Afrikas ist es hier die Regenzeit. Von Dezember bis April bringt der Regen frisches Gras in die fossilen Flusstäler, Springböcke, Gemsböcke und Gnus ziehen dorthin, und die Räuber folgen. Sobald die Trockenzeit beginnt, verteilen sich die Pflanzenfresser über die Dünenfelder und sind kaum noch zu finden. Das Wetter ist von Juni bis August zwar angenehmer, die Tiere sind es nicht. Wer vor allem Raubtiere sucht, hat an den gepumpten Wasserlöchern aber auch in der Trockenzeit gute Karten.
Was kostet ein Tag im Central Kalahari Game Reserve an Gebühren?
Der Eintritt kostet rund 13 € pro Person und Tag, Kinder unter 8 Jahren sind frei. Für ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug kommen rund 5 € pro Tag dazu, der Campingplatz kostet je nach Vermieter rund 3 € oder rund 25 € pro Person und Nacht. Gezählt wird je Kalendertag, nicht je Nacht.
Muss ich meinen Campingplatz vorher buchen?
Ja, ohne Genehmigung oder Buchungsbeleg lässt dich die Torbesatzung nicht hinein. Buchen kannst du bis zu zwölf Monate im Voraus, und für die beliebten Plätze an der Deception Valley, der Sunday Pan und der Piper Pan solltest du das auch tun. Zuständig sind je nach Platz die Parkbehörde oder Bigfoot Tours.
Kann ich am Tor mit Karte zahlen?
Nein. Am Tor wird nur Bargeld genommen, am sichersten in der Landeswährung. Wer mit Karte zahlen will, erledigt die Gebühren vorher in einem Büro des Department of Wildlife and National Parks in Maun, Gaborone oder Ghanzi und nimmt den Beleg mit.
Gibt es im Reservat Handyempfang?
Nein, weder Mobilfunk noch Internet. Es gibt auch keine Geschäfte, keinen Strom und keinen Treibstoff. Lade Offline-Karten vor der Abfahrt und nimm ein Satellitentelefon mit, wenn du eins bekommst.
Was macht die Kalahari-Löwen besonders?
Löwen der zentralen Kalahari sind häufig größer und tragen schwerere, dunklere Mähnen als ihre Artgenossen in feuchteren Regionen. Sie sind an ein Leben mit sehr wenig Wasser angepasst und legen für ihre Beute große Strecken zurück.
Kann ich das Reservat selbst befahren?
Ja, aber nur mit einem gut ausgestatteten Allradfahrzeug und vollständiger Selbstversorgung. Treibstoff, Wasser und Verpflegung für die gesamte Zeit müssen mitgeführt werden, die Strecken zwischen den Toren sind lang. Am Tor wird geprüft, ob du dafür ausgerüstet bist.
Warum heißt es Deception Valley?
Das trockene Flussbett erzeugt bei bestimmtem Licht den Eindruck einer Wasserfläche, eine Täuschung, die dem Tal seinen Namen gab.














