Mount-Longonot-Nationalpark

Der schlafende Vulkan über dem Rift Valley

Kenia Nationalpark

Der Mount-Longonot-Nationalpark schützt einen schlafenden Vulkan im Great Rift Valley, rund 100 Kilometer von Nairobi entfernt. Der Gipfel liegt auf 2.776 Metern, der bewaldete Krater ist von einem Rundweg umgeben. Wer hierher kommt, kommt zum Wandern: zum Kraterrand hinauf und, wenn die Beine wollen, einmal rundherum.

Der Mount-Longonot-Nationalpark ist nach dem schlafenden Vulkan benannt, der sich über das Great Rift Valley erhebt. Erloschen ist er nicht, er ruht: Der letzte Ausbruch war 1863. Mit seinem markanten Krater ist der Berg vor allem ein Ziel für Wanderer, weniger für Safari-Gäste.

Der Berg erreicht 2.776 Meter über dem Meeresspiegel und dominiert die Landschaft mit seinem weiten Krater. Die Pflanzen wechseln dabei andersherum, als man erwartet: Außen an den Hängen wächst trockenes Buschland, oben auf dem Rand nur niedriges, windgezaustes Gestrüpp, und der dichte Wald liegt innen auf dem Kraterboden.

Tiefe Schluchten, Lavaströme und Aschekegel erzählen von der vulkanischen Vergangenheit. Trotz der rauen Bedingungen leben hier Giraffen, Zebras, Kuhantilopen und Büffel sowie eine reiche Vogelwelt, die in den Wäldern und auf den offenen Flächen des Berges Zuflucht findet.

Der Aufstieg ist körperlich fordernd und wird mit Panoramablicken über das Rift Valley und den nahen Naivasha-See belohnt.

Warum hin

Darum ist Mount-Longonot-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Ein begehbarer Vulkankrater: Der Rundweg auf dem Kraterrand ist 7,2 Kilometer lang
  2. Der letzte Ausbruch liegt erst im Jahr 1863, Nationalpark ist der Berg seit 1983
  3. Panoramablick über das Great Rift Valley und den Naivasha-See
  4. Rund 100 Kilometer von Nairobi und als Tagesausflug machbar
  5. Wandern statt Pirschfahrt: einer der wenigen Parks Kenias, in dem du zu Fuß unterwegs bist

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Mount-Longonot-Nationalpark

  • Gegen den Uhrzeigersinn um den Krater Reisende berichten, dass die Umrundung gegen den Uhrzeigersinn angenehmer ist: Du hast den steilsten Teil und den höchsten Punkt früh hinter dir, der Rest läuft überwiegend bergab. Andersherum kommt der harte Abschnitt, wenn die Beine schon müde sind.
  • Die Treppenseite ist die volle Seite Der Weg mit den Stufen ist der, den fast alle nehmen. Auf der Treppe wird es eng, während die abgewandte Hälfte des Kraterrands leer bleibt. Wenn dein Führer einen anderen Rückweg vorschlägt, nimm ihn.
  • Unter der Woche statt am Wochenende Longonot liegt anderthalb bis zwei Autostunden von Nairobi und ist das Wochenendziel der Stadt. Unter der Woche ist der Weg deutlich leerer. Auch der Monat zählt: Im Januar und September ist weniger los als im Juli und August.
  • Im Park übernachten geht Wer auf dem öffentlichen Zeltplatz Oloongonot oder den Sonderplätzen Nyati und Green übernachtet, steht bei Toröffnung schon am Berg und ist oben, bevor die ersten Tagesgäste aus Nairobi anrollen.

Wo was liegt

Karte von Mount-Longonot-Nationalpark

Karte von Mount-Longonot-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Blick auf den Naivasha-See

    Aussichtspunkt Aura Haut dich um

    Der Naivasha-See liegt nordwestlich des Berges, sein Südufer rund zehn, die Seemitte rund zwanzig Kilometer entfernt und gut 890 Meter tiefer. Sichtbar wird er, sobald du oben auf dem Kraterrand stehst, nicht erst vom Gipfel. Wie weit der Blick reicht, entscheidet der Dunst im Tal.

  • Flora und Fauna am Berg

    Tierbeobachtungsort

    Zebras, Giraffen, Gazellen und Büffel stehen auf dem unteren, offenen Teil der Strecke, nicht oben auf dem Rand. Die Vegetation wechselt dabei umgekehrt, als man denkt: draußen trockenes Buschland, oben niedriges Gestrüpp, und der dichte Wald liegt innen auf dem Kraterboden.

  • Umrundung des Kraterrands

    Sonstiges Aura Haut dich um Trubel Wenig Trubel

    Der Rundweg auf dem Kraterrand ist rund sieben Kilometer lang, mit Auf- und Abstieg kommst du auf etwa 13,5 Kilometer. Ab Tor bist du fünf bis sieben Stunden unterwegs. Einige Abschnitte sind schmal und ausgesetzt: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung, bei Nässe lässt du die Runde besser sein.

  • Wanderung zum Kraterrand

    Sonstiges Trubel Viel los

    Vom Parktor bis zum Kraterrand sind es 3,1 Kilometer. Der Weg beginnt flach und wird nach oben hin immer steiler; die meisten brauchen eine bis anderthalb Stunden hinauf und 45 Minuten bis eine Stunde zurück. Oben stehst du an der Kante und siehst auf den Wald, der den Kraterboden bedeckt.

rund so groß ist der Nationalpark um den Vulkan
52 km²
hoch ist der Gipfel auf dem Kraterrand
2.776 m
lang ist die Runde auf dem Kraterrand
7,2 km
brach der Vulkan zuletzt aus
1863

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Vulkankegel und Krater

Panorama auf den Krater des Mount Longonot Nationalpark in Kenia

Der Mount Longonot erhebt sich rund 2.776 Meter über dem Meeresspiegel und dominiert die Umgebung mit seinem weiten Krater. Die Vegetation läuft dabei andersherum, als man erwartet: außen an den Hängen trockenes Buschland, oben auf dem Rand niedriges, windgezaustes Gestrüpp, und der dichte Wald liegt innen auf dem Kraterboden.

Schluchten, Lavaströme und Aschekegel

Luftaufnahme mit weitem Horizont vom Mount Longonot Nationalpark in Kenia

Die vulkanische Vergangenheit des Berges hat tiefe Schluchten, erstarrte Lavaströme und Aschekegel hinterlassen. Diese Formationen zeigen anschaulich, welche Kräfte im Rift Valley die Erdoberfläche geformt haben.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Mount-Longonot-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitTrockenzeitenRegenzeitenTrockenzeitenRegenzeitenTrockenzeiten
Andrangviel losviel los
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los

Juni empfohlen

Trockenzeiten · eher ruhig

Trockene Wege, klare Sicht, angenehme Temperaturen. Die beste Zeit für Aufstieg und Kraterumrundung.

Die Trockenzeiten von Juni bis Oktober und von Dezember bis Februar sind die beste Zeit für eine Wanderung: Die Wege sind trocken, die Sicht ist klar. Besonders zwischen Juni und Oktober sind die Temperaturen angenehm, was die körperliche Anstrengung erleichtert. In den Regenzeiten von März bis Mai und im November ist die Landschaft grün und fotogen, die Wege werden aber schlammig, und von einer Umrundung des Kraterrands wird wegen rutschiger Stellen abgeraten.

Trockenzeiten (Juni bis Oktober, Dezember bis Februar)

Trockene Wege, klare Sicht, angenehme Temperaturen. Die beste Zeit für Aufstieg und Kraterumrundung. In der großen Trockenzeit zwischen Juni und Oktober sind die Bedingungen am verlässlichsten.

Regenzeiten (März bis Mai, November)

Die Landschaft wird grün und ist besonders fotogen, dafür ist mit schlammigen Wegen und Regenschauern zu rechnen. Von der Umrundung des Kraterrands wird in dieser Zeit wegen rutschiger Abschnitte abgeraten.

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Mount-Longonot-Nationalpark ist in erster Linie für seine Wanderwege bekannt, beherbergt aber durchaus Wildtiere.

Zebras, Giraffen, Kuhantilopen, weitere Antilopen und Warzenschweine leben in den niedrigeren Bereichen, Büffel halten sich oft in der Nähe der Wanderwege auf. Dazu kommt eine reiche Vogelwelt mit Greifvögeln und farbenfrohen Singvögeln.

Elefanten gibt es hier nicht. Das Sicherheitsthema ist der Büffel: Er ist unberechenbar, und du bist zu Fuß unterwegs. Halt Abstand, geh nicht allein und mach keinen Lärm.

  • Zebra
  • Giraffe
  • Büffel
  • Warzenschwein
  • Kuhantilope
  • Weitere Antilopenarten
  • Greifvögel
  • Singvögel
Zwei Zebras im grünen Buschland am Mount Longonot

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Mount-Longonot-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Mount-Longonot-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. NairobiStart
  2. rund 100 km · 1,5 bis 2 Std. · A8 (früher A104)Parkplätze am Tor
  3. Main GateNordosten
  • Eintritt vorab digital über eCitizen zahlen, am Tor gibt es kein Bargeld
  • Das Tor öffnet um 6 Uhr, Ausfahrt bis 18 Uhr
  • Vom Tor zum Kraterrand rund 3 km zu Fuß, steil und fast ohne Schatten
  • Wasser und Snacks vorher in Naivasha oder Mai Mahiu kaufen
Anreise ausführlich

Auto

Von Nairobi sind es rund 100 Kilometer auf der Strecke Nairobi nach Nakuru, vorbei am Naivasha-See. Die Fahrt dauert anderthalb bis zwei Stunden, je nach Verkehr. Am Parkeingang gibt es Parkplätze.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 45 €Erwachsene
  • Kinder: rund 20 €, unter 5 frei
  • Nur digital über eCitizen, kein Bargeld

Der Eintritt kostet rund 45 € pro Erwachsenem, Kinder zahlen rund 20 €, unter fünf Jahren nichts. Bürger anderer afrikanischer Staaten zahlen rund 18 €, ihre Kinder rund 9 €. In Kenia lebende Ausländer zahlen rund 5 €.

Für die Wanderung selbst kommt nichts dazu, weder für den Aufstieg zum Kraterrand noch für die Runde auf dem Rand. Einen Führer brauchst du nicht, am Tor kannst du aber einen dazunehmen. Für die ganze Runde kostet er je Gruppe rund 17 bis 25 €. Frag vor dem Losgehen, nach welchem Satz abgerechnet wird.

Bezahlt wird vorab digital über KWSPay auf eCitizen, per M-Pesa, Visa-Karte oder Überweisung. Auf die Parkgebühren kommen fünf Prozent für das Zahlungssystem, je nach Bank noch ein Kartenaufschlag. Am Tor gibt es kein Bargeld, du zeigst den Beleg mit QR-Code und deinen Pass. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Im Park

Übernachten geht auf dem öffentlichen Zeltplatz Oloongonot sowie auf den Sonderplätzen Nyati und Green. Feste Unterkünfte gibt es im Park nicht.

Direkt in der Umgebung

Das Sweet Lake Resort und das Mt. Longonot Country Resort liegen nah am Park.

Am Naivasha-See

Die meisten Besucher übernachten am nahegelegenen Naivasha-See, wo das Angebot von Luxusresorts bis zu einfachen Camps reicht. Von dort startet man die Wanderung.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Wanderung zum Kraterrand

Der Hauptweg führt vom Parkplatz zum Kraterrand und bietet unterwegs weite Ausblicke.

Umrundung des Kraters

Der Rundweg auf dem Kraterrand ist fordernd und liefert ständig wechselnde Perspektiven auf Krater und Rift Valley.

Fotografie

Vulkanlandschaft und Panoramablicke machen den Park zu einem lohnenden Ziel für Fotografen.

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Der Nationalpark schützt seit 1983 die Vulkanlandschaft des Mount Longonot auf rund 52 Quadratkilometern. Weil hier gewandert und nicht gefahren wird, hängt der Zustand der Wege unmittelbar am Verhalten der Besucher.

Die Parkverwaltung verlangt, auf den angelegten Wegen zu bleiben und allen Abfall wieder mitzunehmen. Einwegplastik ist verboten, Wildtiere zu füttern ebenfalls, und zu Tieren gilt ein Mindestabstand von 20 Metern. Übernachtet wird auf den ausgewiesenen Zeltplätzen, Lagerfeuer bleiben nie unbeaufsichtigt.

Steile Kraterwand, unten der Wald auf dem Kraterboden

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Wasser

Im Park gibt es keine Trinkwasserstelle, und der Aufstieg hat fast keinen Schatten. Zwei Liter pro Person gehören in den Rucksack, dazu etwas zu essen. Am Tor gibt es Wanderstöcke und wiederbefüllbare Flaschen zu kaufen; auf Getränke und Snacks dort solltest du dich nicht verlassen, kauf sie vorher in Naivasha oder Mai Mahiu.

Einwegplastik

In kenianischen Nationalparks verboten, also füll eine wiederbefüllbare Flasche. Rechne damit, dass am Tor die Rucksäcke kontrolliert werden, auch auf Drohnen.

Ausrüstung

Feste Schuhe mit Profil, Sonnenschutz und Kopfbedeckung. Der Untergrund ist loser Vulkanstaub.

Anforderung

Einige Abschnitte des Kraterrandwegs sind schmal und ausgesetzt. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind nötig, bei Nässe ist die Umrundung nicht zu empfehlen.

Führer

Nicht vorgeschrieben, am Tor aber gegen Aufpreis zu bekommen.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Wie anstrengend ist die Wanderung?

Vom Tor zum Kraterrand sind es rund drei Kilometer, steil und fast ohne Schatten. Die meisten brauchen dafür eine bis anderthalb Stunden. Wer den Krater umrundet, kommt mit Auf- und Abstieg auf rund 13,5 Kilometer und ist ab Tor fünf bis sieben Stunden unterwegs, für den Rundweg allein zwei bis vier Stunden. Der Untergrund ist loser Vulkanstaub und rutscht.

Braucht man einen Führer?

Nein, vorgeschrieben ist keiner, und viele gehen die Runde allein. Am Tor lassen sich Führer gegen Aufpreis dazubuchen, was sich vor allem beim ersten Mal lohnt: Sie kennen den ruhigeren Rückweg und erkennen früh, wenn ein Büffel im Weg steht.

Gibt es unterwegs Wasser?

Nein. Im Park gibt es keine Trinkwasserstelle und auf dem Berg nichts zu kaufen. Nimm mindestens zwei Liter pro Person mit, in einer wiederbefüllbaren Flasche, denn Einwegplastik ist in kenianischen Nationalparks verboten. Auf Getränke und Snacks am Tor solltest du dich nicht verlassen, kauf sie vorher in Naivasha oder Mai Mahiu. Am Tor gibt es Wanderstöcke und wiederbefüllbare Flaschen.

Was kostet der Eintritt und wie bezahlt man ihn?

Erwachsene zahlen rund 45 €, Kinder rund 20 €, unter fünf Jahren ist der Eintritt frei. Bezahlt wird nur digital über KWSPay auf der Plattform eCitizen, per M-Pesa, Visa-Karte oder Banküberweisung, dazu kommen fünf Prozent für das Zahlungssystem. Bargeld nimmt das Tor nicht an. Am Tor zeigst du den Beleg mit QR-Code und deinen Pass.

Kann man Longonot als Tagesausflug ab Nairobi machen?

Ja. Die Anfahrt dauert anderthalb bis zwei Stunden je Richtung, das Tor öffnet um 6:00 Uhr, um 18:00 Uhr ist Schluss. Ein früher Start lohnt sich, weil die Temperaturen im Tagesverlauf steigen und der Aufstieg keinen Schatten hat.

Sieht man hier Wildtiere wie auf einer Safari?

Nein. Im Park leben Zebras, Giraffen, Büffel, Warzenschweine und Antilopen, aber es ist kein Pirschfahrt-Gebiet. Elefanten gibt es nicht. Die Tiere stehen auf dem unteren, offenen Teil der Strecke, oben auf dem Kraterrand wird es leer. Weil du zu Fuß unterwegs bist, zählt vor allem der Büffel: Abstand halten.

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