Tarangire-Nationalpark
Elefantenherden unter Baobabs
Der Tarangire-Nationalpark im Norden Tansanias ist bekannt für seine großen Elefantenherden und die alten Baobab-Bäume, die das Landschaftsbild prägen. In der Trockenzeit zieht der Tarangire-Fluss Tiere aus der ganzen Region an, und die Hauptrouten der nordtansanischen Safari führen hier nur am Rand vorbei.
Der Tarangire-Nationalpark zählt zur nördlichen Safari-Zone Tansanias, bleibt aber deutlich ruhiger als Ngorongoro und Serengeti. Berühmt ist er für zwei Dinge: riesige Elefantenherden und die mächtigen Baobab-Bäume, die dem Park ein fast prähistorisches Aussehen geben.
Der Tarangire-Fluss ist die Lebensader des Parks. In der Trockenzeit ist er eine der wenigen verlässlichen Wasserquellen der Region und zieht Tiere aus weitem Umkreis an. Genau das macht den Park in diesen Monaten zu einem der ergiebigsten Beobachtungsgebiete Nordtansanias.
Die Landschaft wechselt zwischen grasbewachsener Savanne, Akazienwäldern und ausgedehnten Sumpfgebieten. Die offenen Flächen erleichtern die Sicht, ein Vorteil sowohl für Beobachtungen als auch für die Fotografie.
Darum ist Tarangire-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- Eine der höchsten Elefantendichten Tansanias, besonders in der Trockenzeit
- Jahrhundertealte Baobab-Bäume, die es so in den Nachbarparks nicht gibt
- Ruhiger als Ngorongoro und Serengeti, sobald du den Norden am Fluss verlässt
- Reiche Vogelwelt mit über 550 Arten
- Nächtliche Pirschfahrten und geführte Fußsafaris sind hier erlaubt
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Tarangire-Nationalpark
- Der Süden ist leer, kostet aber einen ganzen Tag Fast alle bleiben im Norden am Fluss, weil dort die Elefanten stehen und die Tagesgäste wieder nach Arusha zurück müssen. Zu den Silale-Sümpfen im Süden sind es rund 60 Kilometer vom Haupttor auf langsamen Pisten, etwa drei Stunden; von den Lodges im Norden des Parks anderthalb bis zwei Stunden. Dort erlebst du Sonnenuntergänge ohne ein zweites Fahrzeug in Sicht. Dafür brauchst du einen ganzen Tag und eine Nacht im Park.
- Erdtöne anziehen, kein Dunkelblau Tarangire ist für Tsetsefliegen bekannt. Die Fliegen orientieren sich am Sehen und fliegen auf Dunkelblau und Schwarz, dieselben Farben, mit denen man sie in Fallen lockt. Reisende berichten, dass in derselben Gruppe die Leute in hellen Erdtönen verschont bleiben. Lange Ärmel und dicht gewebter Stoff helfen zusätzlich.
- Im Park schlafen, um sechs am Tor stehen Die Tore öffnen um 6 Uhr. Wer von Arusha kommt, braucht zwei bis zweieinhalb Stunden und ist damit frühestens gegen neun Uhr im Park, wenn die beste Stunde vorbei ist. Von einer Lodge oder einem Camp im Park bist du zum Toröffnen am Fluss.
- Nachts fahren und zu Fuß gehen, das geht hier In vielen Parks der nördlichen Route sind Nachtfahrten und Fußsafaris nicht erlaubt, hier schon. Nachts sind Leoparden, Zibetkatzen und Ginsterkatzen unterwegs, die du tagsüber kaum zu Gesicht bekommst. Nicht jede Lodge hat die Nachtfahrt bei TANAPA angemeldet, frag vorher nach.
- Das Tor im Westen ist das ruhigere Die meisten fahren über das Haupttor im Norden herein, weil es an der Straße von Arusha liegt. Das Sangaiwe-Gate an der Westseite, rund 10 Kilometer von der Straße nach Babati und Dodoma, ist der ruhigere Einstieg und liegt günstiger für den südlichen Teil des Parks. Frag vorher beim Veranstalter nach, ob er es anfährt. Seit dem 23. April 2026 gibt es auf der Westseite zusätzlich das neue Mamire-Tor im Distrikt Babati, gebaut für Anreisende aus Dodoma, Singida und Manyara.
- Am Nachmittag einfahren, dann gehört dir der Morgen Das Ticket mit Übernachtung gilt 24 Stunden ab Einfahrt, und in dieser Zeit darfst du beliebig oft hinaus- und wieder hineinfahren. Wer am Nachmittag einfährt und im Park schläft, hat den nächsten Morgen am Fluss noch auf demselben Ticket.
Karte von Tarangire-Nationalpark
- Fläche des Nationalparks
- 2.850 km²
- Vogelarten im Park
- 550+
- Jahr der Gründung als Nationalpark
- 1970
- Eingangstore: Haupttor im Norden, zwei im Westen
- 3
Landschaftsmerkmale
Die Baobab-Bäume
Alte Baobabs bestimmen das Bild des Parks und geben ihm sein unverwechselbares, urtümliches Aussehen. Sie spenden Schatten, dienen Tieren als Zuflucht, und sie sind der Grund, warum Tarangire auf Fotos sofort erkennbar ist.
Der Tarangire-Fluss und die Sumpfgebiete
Fluss und angrenzende Sümpfe sind in der Trockenzeit das Zentrum des Parks. Sie führen Wasser, wenn sonst kaum etwas übrig ist, und ziehen damit Herden aus weitem Umkreis an. Wer Elefanten sehen will, fährt an den Fluss.
Savanne und Akazienwald
Zwischen den Flussläufen liegen grasbewachsene Savannen und Akazienwälder. Die offenen Flächen machen Tiere auf große Entfernung sichtbar, gute Bedingungen für Beobachtung und Fotografie.
Erlebnisse an diesem Sehnsuchtsort
Die Reihenfolge berücksichtigt bezahlte Platzierungen. Alle gelisteten Erlebnisse durchlaufen dieselbe redaktionelle Prüfung.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Trockenzeit | Regenzeit | Trockenzeit | Regenzeit | ||||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | viel los | ||||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- viel los
Juni empfohlen
Trockenzeit · eher ruhig
Die Tiere sammeln sich am Fluss, die Vegetation ist spärlich, die Sicht gut. Die Baobab-Landschaft kommt in dieser Zeit am stärksten zur Geltung.
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Die beste Zeit ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober. Dann konzentrieren sich die Tiere, allen voran die großen Elefantenherden, um die wenigen verbleibenden Wasserquellen, und die dünnere Vegetation gibt den Blick frei. Auch Raubtiere sind in dieser Zeit leichter zu sehen, weil sie sich in offenerem Gelände aufhalten. Die kurze Trockenperiode von Mitte Dezember bis Mitte Februar bietet nahezu gleich gute Bedingungen bei niedrigeren Preisen und weniger Betrieb.
Trockenzeit (Juni bis Oktober, Mitte Dezember bis Mitte Februar)
Die Tiere sammeln sich am Fluss, die Vegetation ist spärlich, die Sicht gut. Die Baobab-Landschaft kommt in dieser Zeit am stärksten zur Geltung. Im kurzen Fenster ab Mitte Dezember sind Preise und Besucherzahlen niedriger.
Regenzeit (März bis Mai, November bis Mitte Dezember)
Deutlich weniger Tourismus und attraktive Preise, dafür erschwerte Tierbeobachtung: Die Tiere verteilen sich, weil überall Wasser steht. Die Straßenverhältnisse können in diesen Monaten fordernd sein.
Foto: Thomas Andy Branson, CC BY-SA 4.0Sehenswerte Tiere
Tarangire ist vor allem ein Elefantenpark. In der Trockenzeit sammeln sich die Herden entlang des Flusses, teils in Gruppen von mehreren hundert Tieren.
Daneben leben Löwen, Geparde, Büffel, Giraffen und große Antilopenbestände im Park. Die Vogelwelt ist ungewöhnlich reich: farbenprächtige Bienenfresser und Webervogelkolonien gehören zu den häufigen Beobachtungen.
- Elefant
- Löwe
- Gepard
- Büffel
- Giraffe
- Zebra
- Gnu
- Impala
- Wasserbock
- Warzenschwein
- Bienenfresser
- Webervogel
Foto: Leyo, CC BY-SA 2.5Tarangire-Nationalpark in 10 Bildern
Anreise

Mit dem Auto
- ArushaStart
- 2 bis 2,5 Std.Für einen Tagesausflug nah genug, du bist aber frühestens gegen neun Uhr im Park
- HaupttorNorden, an der Straße von Arusha
- Westen, Straße nach Babati und DodomaSangaiwe-TorDer ruhigere Einstieg, günstiger für den Süden; vorher fragen, ob der Veranstalter es anfährt
- Westen, Distrikt BabatiMamire-TorNeu seit dem 23. April 2026, für Anreisende aus Dodoma, Singida und Manyara
Mit dem Flugzeug
Kilimanjaro International Airport → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft
- im ParkKuro AirstripInlandsflug zur Piste im Park
- Erster Halt der nördlichen Safari-Route, weiter über Lake Manyara und Ngorongoro in die Serengeti
- Die Tore öffnen täglich um 6 Uhr und schließen um 18 Uhr
- März bis Mai und im November können die Pisten schwierig werden
Anreise ausführlich
Auto
Von Arusha in etwa zwei bis zweieinhalb Stunden erreichbar. Der Park ist erster Halt der nördlichen Safari-Route, die üblicherweise über Lake Manyara und Ngorongoro bis in die Serengeti führt, und die meisten Gäste kommen auf dieser Strecke. Für Tagesausflüge ab Arusha ist der Park nah genug.
Flugzeug
Nächster internationaler Flughafen ist der Kilimanjaro International Airport. Von dort bestehen Inlandsverbindungen zum Kuro Airstrip im Park selbst.
Kosten und Gebühren
- Kinder 5 bis 15: rund 16 €
- Nachtpirsch und Fußsafari kosten extra
- Nur Karte oder Mobile Money, kein Bargeld
Der Eintritt kostet rund 50 € pro Person und Tag, für Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 16 €, jüngere Kinder zahlen nichts. Vom 15. März bis 15. Mai ist es mit rund 45 € etwas günstiger.
Ein Tagesticket gilt 12 Stunden, mit Übernachtung im Park 24 Stunden ab der Einfahrt. In dieser Zeit darfst du beliebig oft hinaus- und wieder hineinfahren.
Extras kosten eigenes Geld: eine nächtliche Pirschfahrt rund 50 € pro Person, eine kurze Fußsafari rund 20 €, eine lange rund 25 €. Dazu kommt eine Rangergebühr von rund 20 € je Gruppe und Tag. Für eine Ballonfahrt fällt eine Parkgebühr von rund 50 € an.
Am Tor zahlst du mit Karte oder Mobile Money, Bargeld wird nicht angenommen. Wenn du selbst fährst, nimm eine Visa- oder Mastercard mit, die im Ausland funktioniert. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet, die Mehrwertsteuer von 18 Prozent ist schon enthalten.
Beliebte Unterkünfte
Luxus
Tarangire Treetops, Baumhaus-Lodges mit Blick über die Baobab-Landschaft.
Mittelklasse
Tarangire Safari Lodge mit Zeltunterkünften und Bungalows oberhalb des Tarangire-Flusses.
Budget
Mehrere öffentliche Campingplätze im Park.
Aktivitäten
Pirschfahrten
Die übliche Art, den Park zu erkunden, geführt, meist am frühen Morgen und am späten Nachmittag.
Vogelbeobachtung
Tarangire gehört zu den besten Vogelgebieten der nördlichen Route.
Wandersafari
In Begleitung erfahrener Guides lässt sich die Wildnis zu Fuß erkunden.
Kulturelle Besuche
Begegnungen mit Massai-Gemeinschaften in der Umgebung des Parks.
Foto: Bärbel Miemietz, CC BY-SA 4.0Natur- und Tierschutz
Der Tarangire-Fluss ist in der Trockenzeit die entscheidende Wasserquelle für den Park und seine Umgebung. Dass sich die Tiere dann auf wenige Kilometer Flusslauf konzentrieren, ist der Grund für die guten Beobachtungsbedingungen und zugleich ein Hinweis darauf, wie stark das Ökosystem an diesem einen Fluss hängt.
Das Gebiet ist größer als der Park. Gnus und Zebras wandern über weite Strecken in den Tarangire hinein und wieder heraus, und diese Korridore führen durch Land, das nicht unter Schutz steht.
Praktische Informationen
Aufenthaltsdauer
Ein bis zwei Tage reichen für den zugänglichen nördlichen Parkteil. Für den Süden brauchst du einen ganzen Tag und eine Nacht im Park.
Beste Tageszeit
Früher Morgen und später Nachmittag am Fluss, dann sind die Herden dort.
Straßen
In der Regenzeit von März bis Mai und im November können die Pisten schwierig werden.
Fernglas
Lohnt sich hier wirklich, weil die offenen Flächen Tiere auf große Entfernung sichtbar machen.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Wann sieht man die großen Elefantenherden?
In der Trockenzeit von Juni bis Oktober. Dann führt nur noch der Tarangire-Fluss Wasser, und die Herden sammeln sich an seinen Ufern. In der Regenzeit verteilen sich die Tiere über ein weit größeres Gebiet.
Lohnt sich Tarangire neben Ngorongoro und Serengeti?
Der Park bietet etwas, was die beiden anderen nicht haben: die Baobab-Landschaft, die Elefantendichte am Fluss und die Erlaubnis für nächtliche Pirschfahrten und Fußsafaris. Als erster Halt der nördlichen Route liegt er ohnehin auf dem Weg.
Reicht ein Tagesausflug ab Arusha?
Er ist möglich, zwei bis zweieinhalb Stunden Anfahrt je Richtung. Damit bist du frühestens gegen neun Uhr im Park, wenn die beste Stunde vorbei ist. Wer die produktiven Stunden am frühen Morgen und späten Nachmittag mitnehmen will, übernachtet im oder am Park.
Was kostet der Eintritt?
Der Eintritt kostet rund 50 € pro Person und Tag, vom 15. März bis 15. Mai rund 45 €, die Mehrwertsteuer ist schon enthalten. Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen rund 16 €, unter 5 Jahren ist der Eintritt frei. Ein Tagesticket gilt 12 Stunden, mit Übernachtung im Park 24 Stunden ab der Einfahrt; in dieser Zeit darfst du mehrfach hinaus- und wieder hineinfahren. Bezahlt wird mit Karte oder Mobile Money, nicht bar.
Darf man in Tarangire nachts auf Pirschfahrt?
Ja. Nächtliche Pirschfahrten sind erlaubt und kosten rund 50 € pro Person zusätzlich. Nachts sind Leoparden, Zibetkatzen und Ginsterkatzen unterwegs. Auch geführte Fußsafaris gehen: rund 20 € für eine kurze, rund 25 € für eine lange, dazu kommt eine Rangergebühr von rund 20 € je Gruppe und Tag. Nicht jede Lodge hat die Nachtfahrt bei TANAPA angemeldet, frag vor der Buchung nach.
Was zieht man an?
Erdtöne, lange Ärmel, lange Hose. Tarangire ist für Tsetsefliegen bekannt, und die fliegen ausgerechnet auf Dunkelblau und Schwarz. In derselben Gruppe bleiben die Leute in hellem Khaki oft verschont, während die in dunkler Kleidung zerstochen werden.











