Lake-Turkana-Nationalpark

Das Jade-Meer im Norden Kenias

Kenia Gewässer

Der Lake Turkana ist der größte permanente Wüstensee der Welt und wegen seiner Farbe als Jade-Meer bekannt. Die Schutzgebiete an seinem Ostufer sind UNESCO-Welterbe: Sibiloi mit den Fossilienfundstätten, dazu Central Island und South Island. Das Gebiet liegt weit abseits der üblichen Safari-Routen: Ab Nairobi sind es drei Tage und rund 800 Kilometer im Allradfahrzeug, planmäßige Flüge gehen nur nach Lodwar.

Der Lake-Turkana-Nationalpark im Norden Kenias umfasst mehrere Schutzgebiete rund um den See, zusammen über 1.600 Quadratkilometer. Der abgelegene See wird wegen seiner Farbe Jade-Meer genannt: Er ist der größte permanente Wüstensee der Welt und der größte alkalische See der Welt.

Zum Gebiet gehört der Sibiloi-Nationalpark am nordöstlichen Ufer, bekannt als Wiege der Menschheit. Dort wurden Fossilien gefunden, die zum Verständnis der menschlichen Evolution beigetragen haben. Auf Central Island im See liegen mehr als ein Dutzend Krater und Kegel, drei davon mit Kraterseen, und am Rand des zentralen Kraters steigt Dampf aus Fumarolen. South Island ist für seine Vogelkolonien bekannt.

Die Landschaft lebt vom Kontrast: karge Wüsten und Halbwüsten rund um das leuchtende Grün des Sees, dazu Krater, geothermische Aktivität, windgepeitschte Sanddünen und felsige Inseln. Der See ist Lebensraum des Nilkrokodils und eine wichtige Wasserquelle in einer sonst trockenen Region.

Am Ufer leben die El Molo, eine der kleinsten ethnischen Gruppen Kenias. Eine Reise hierher ist ein Abenteuer in einer der am wenigsten erschlossenen Regionen Afrikas.

Warum hin

Darum ist Lake-Turkana-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Der größte permanente Wüstensee und der größte alkalische See der Welt
  2. UNESCO-Welterbe mit den Fossilienfundstätten von Sibiloi, der Wiege der Menschheit
  3. Mehr als ein Dutzend Krater und Kegel mit drei Kraterseen auf Central Island, Vogelkolonien auf South Island
  4. Nilkrokodile und Flusspferde im See, dazu über 350 Vogelarten

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Lake-Turkana-Nationalpark

  • Auf den See fährst du morgens hinaus, nicht nachmittags Der Wind frischt im Lauf des Vormittags auf und baut am Nachmittag hohe Wellen auf dem offenen Wasser. Reisende berichten, dass die Stunden vor sieben Uhr für die Überfahrt nach Central Island oder South Island am verlässlichsten sind. Wer die Insel für den Nachmittag einplant, riskiert, dass die Fahrt ausfällt. Plane einen Reservetag ein.
  • Drei Parks heißt dreimal Eintritt Sibiloi, Central Island und South Island bilden zusammen eine Welterbestätte, sind aber drei getrennte Nationalparks mit eigenem Eintritt. Wer alle drei sehen will, zahlt dreimal. Rechne das mit ein, bevor du dich für einen zusätzlichen Inselausflug entscheidest.
  • Ohne Allrad und ohne zweites Fahrzeug fährt hier niemand Für alle Zufahrten ist ganzjährig ein hochgelegtes Allradfahrzeug vorgeschrieben. Fahr mit einem zweiten Wagen im Konvoi: Die Strecken sind teils Teer, teils Piste und stellenweise tiefer Sand, und wer stecken bleibt, braucht jemanden, der beim Ausgraben hilft.
  • Linienflug gibt es nur nach Lodwar Landepisten gibt es am See mehrere, planmäßig angeflogen wird aber nur Lodwar. Wenn dir jemand einen Flug an den See anbietet, klär vorher, ob er Charter meint oder Linie: Der Preisunterschied ist erheblich.
  • Was es vor Ort nicht gibt, hast du dabei oder gar nicht In Sibiloi und auf Central Island kannst du praktisch nichts kaufen. Was unter Praktisches auf der Liste steht, gehört von Anfang an ins Auto. Ein Fernglas lohnt sich für die Vogelkolonien, und statt Wasser im Sixpack nimm Flaschen zum Nachfüllen: Einwegplastik ist in kenianischen Nationalparks verboten.

Wo was liegt

Karte von Lake-Turkana-Nationalpark

Karte von Lake-Turkana-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Central Island Nationalpark

    Tierbeobachtungsort Trubel Kaum jemand da

    Die Insel mitten im Lake Turkana ist ein eigener Nationalpark. Zwischen mehr als einem Dutzend Kratern und Kegeln liegen drei Kraterseen: Crocodile Lake, Flamingo Lake und Tilapia Lake. Bekannt ist die Insel vor allem für ihre Nilkrokodile, weshalb sie örtlich Chooro heißt, Krokodilinsel. Aufstiege führen auf die Kraterränder.

  • Das El-Molo-Dorf

    Dorf Trubel Kaum jemand da

    Die El Molo gehören zu den kleinsten ethnischen Gruppen Kenias und leben am Ufer des Lake Turkana. Ein Besuch in ihren Dörfern gibt Einblick in eine Lebensweise, die eng mit dem See und seinen Ressourcen verbunden ist.

  • Sibiloi-Nationalpark

    Kulturstätte Trubel Kaum jemand da

    Der Sibiloi-Nationalpark am Nordostufer wird Wiege der Menschheit genannt und ist Teil der UNESCO-Welterbestätte. Seine archäologischen Fundstätten haben wesentlich zum Bild der menschlichen Evolution beigetragen, geführte Touren führen zu den Ausgrabungsstellen.

Fläche der drei Parks der Welterbestätte
1.615 km²
Vogelarten leben am See oder machen hier Rast
350+
UNESCO-Welterbe, seit 2018 als gefährdet geführt
1997
ab Nairobi, rund drei Tage im Allradfahrzeug
800 km

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Der Jade-See

Küste am Lake Turkana in Kenia

Das leuchtende Grün des Sees kontrastiert mit der kargen Wüste ringsum und hat ihm den Namen Jade-Meer eingetragen. Er ist der größte permanente Wüstensee der Welt, wichtiger Lebensraum für Krokodile und Vögel und zugleich lebenswichtige Wasserquelle in einer sonst trockenen Region.

Wüste, Vulkane und Inseln

Luftaufnahme vom Lake Turkana

Rund um den See liegen Wüsten und Halbwüsten, dazu vulkanische Formationen mit Kratern und geothermischer Aktivität. Windgepeitschte Sanddünen und felsige Inseln im See ergeben eine Landschaft, die mit dem übrigen Kenia wenig gemein hat.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Lake-Turkana-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitTrockenzeitWindige MonateTrockenzeit
Andrang
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit

Juni empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig

Die beste Zeit für einen Besuch: erträglichere Temperaturen und bessere Zugänglichkeit der Schutzgebiete und Inseln.

Der Lake-Turkana-Nationalpark lässt sich grundsätzlich ganzjährig bereisen. Am angenehmsten sind die trockenen Monate von Juni bis September: Die Temperaturen sind erträglicher, und die einzelnen Teile des Parks samt Inseln sind leichter zu erreichen. Im Juli und August kann der Wind auf dem See stark auffrischen. Das schafft gute Bedingungen für Wind- und Kitesurfer, macht Bootsfahrten aber anspruchsvoller.

Trockenzeit (Juni bis September)

Die beste Zeit für einen Besuch: erträglichere Temperaturen und bessere Zugänglichkeit der Schutzgebiete und Inseln.

Windige Monate (Juli und August)

Der Wind auf dem Lake Turkana kann in diesen Monaten stark sein. Für Wind- und Kitesurfer sind das besondere Bedingungen, Bootsfahrten auf den See werden dadurch herausfordernder.

Boot am Ufer an einem Julitag, kurze Wellen auf dem See

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Lake Turkana hat eine Tierwelt, die sich von den Safari-Parks des Landes deutlich unterscheidet: Sie ist an Wasser, Soda und extreme Trockenheit gebunden.

Im See leben Nilkrokodile, die drei Parks sind ihre Brutgebiete. Ihr Bestand ist auf einen Bruchteil früherer Zahlen geschrumpft, weil Fischer Nester zerstören und Tiere in Netzen ertrinken. Dazu kommen über 350 Vogelarten, darunter Pelikane und Flamingos, und Fischarten, die an das alkalische Wasser angepasst sind.

In Sibiloi leben Trockenland-Arten wie Grevyzebra, Netzgiraffe und Somalistrauß. Elefanten, Löwen und Nashörner siehst du hier nicht, dafür fährst du in die Parks im Süden und Westen Kenias.

  • Nilkrokodil
  • Flusspferd
  • Pelikan
  • Flamingo
  • Weitere Wasser- und Zugvögel (über 350 Arten)
  • Endemische Fischarten des alkalischen Sees
  • Grevyzebra
  • Netzgiraffe
  • Somalistrauß

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Lake-Turkana-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Lake-Turkana-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Ländergrenzen: Natural Earth. Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. NairobiStart
  2. rund 800 km · 3 Tage · Marsabit und North Horr · Piste
  3. Sibiloi-NationalparkNordostufer
  1. NairobiStart
  2. rund 800 km · 3 Tage · Maralal und South Horr · Piste
  3. Sibiloi-NationalparkNordostufer
  1. NairobiStart
  2. 2 Tage · Kitale und Lodwar
  3. KalokolWestufer

Mit dem Flugzeug

Nairobi → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft

LodwarWESTEN · einziger Ort mit Linienflügenauf der Parkkarte zeigenKalokolWESTUFER · nur Charterauf der Parkkarte zeigenLoiyangalaniOSTUFER · nur CharterNorth HorrOSTEN · nur Charterauf der Parkkarte zeigenMarsabitOSTEN · nur CharterSibiloi-NationalparkNORDOSTUFER · zwei allwettertaugliche Landepisten, nur Charter
  • WestenLodwareinziger Ort mit Linienflügen
  • WestuferKalokolnur Charter
  • OstuferLoiyangalaninur Charter
  • OstenNorth Horrnur Charter
  • OstenMarsabitnur Charter
  • NordostuferSibiloi-Nationalparkzwei allwettertaugliche Landepisten, nur Charter
  • Boote ab Kalokol nach Central Island und über den See nach Alia Bay, nur gemietet; anlegen nur an ausgewiesenen Stellen
  • Auf den See früh am Morgen: Der Wind frischt im Lauf des Tages auf, plan einen Reservetag ein
  • Hochgelegtes Allradfahrzeug ganzjährig vorgeschrieben, am besten im Konvoi
  • Das Auswärtige Amt rät im September 2026 dringend von Reisen ins County Turkana ab, das betrifft den Weg über Lodwar und Kalokol
Anreise ausführlich

Auto

Von Nairobi zum Ostufer und nach Sibiloi brauchst du drei Tage für rund 800 Kilometer, entweder über Marsabit und North Horr oder über Maralal und South Horr. Ans Westufer nach Kalokol sind es zwei Tage über Kitale und Lodwar. Die Strecken sind teils Teer, teils Piste. Ein hochgelegtes Allradfahrzeug ist ganzjährig vorgeschrieben, und du fährst am besten im Konvoi.

Flugzeug

Im Sibiloi-Nationalpark liegen zwei allwettertaugliche Landepisten, weitere in Marsabit, Loiyangalani, Kalokol, North Horr und Lodwar. Planmäßige Flüge gehen nur nach Lodwar, alles andere ist Charter ab Nairobi.

Boot

Von Kalokol am Westufer kannst du Boote nach Central Island und über den See nach Alia Bay mieten. Boote müssen an den ausgewiesenen Stellen anlegen. Gefahren wird am frühen Morgen, weil der Wind im Lauf des Tages auffrischt.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 35 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder: rund 18 € pro Tag
  • Jeder der drei Parks einzeln
  • Nur bargeldlos über eCitizen

Der Eintritt kostet rund 35 € pro Erwachsenem und Tag, für Kinder rund 18 €. Das gilt für jeden der drei Parks einzeln: Sibiloi, Central Island und South Island werden getrennt berechnet.

Bezahlt wird bargeldlos über KWSPay im eCitizen-Portal, mit Visa-Karte, M-Pesa oder Überweisung. An den Toren wird kein Bargeld angenommen. Auf den Betrag kommen fünf Prozent Gebühr für das Zahlungssystem, dazu je nach Bank ein Aufschlag für die Karte.

Gegen die Erhöhung der Sätze vom Oktober 2025 läuft ein Gerichtsverfahren, kassiert wird trotzdem nach den neuen Sätzen. Prüf den Betrag kurz vor der Reise auf eCitizen.

Extra kosten der Campingplatz Chooro auf Central Island (rund 18 € pro Erwachsenem und Nacht, Kinder rund 13 €), Radfahren oder Motorrad in Sibiloi (rund 9 € pro Tag), eine Drohne (rund 265 € pro Tag und Park, nur mit Lizenz der Luftfahrtbehörde KCAA) und eine Hubschrauberlandung auf Central Island oder South Island (rund 265 €).

Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Camping

Die meisten Besucher campen im Park oder in seiner Nähe. Es gibt einige ausgewiesene Campingplätze.

Lodges und einfache Unterkünfte

Rund um den Lake Turkana bestehen einige wenige einfache Unterkünfte. Komfort im Sinne der Safari-Lodges des Südens ist hier nicht zu erwarten.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Bootstouren

Der See und seine Inseln lassen sich per Boot erkunden, die naheliegendste Art, Landschaft und Tierwelt zu erleben.

Vogelbeobachtung

Über 350 registrierte Arten leben hier oder machen Rast.

Besuch der Vulkaninseln

Auf Central Island führen Aufstiege auf die Kraterränder über den Kraterseen.

Archäologische Stätten

Die Region ist reich an prähistorischen Fundstätten rund um die menschliche Evolution.

Der Flamingo Lake auf Central Island, vom Hang des Kraters gesehen

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Die Lake Turkana National Parks stehen seit 1997 als Welterbe unter Schutz. 2018 hat die UNESCO sie auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Der Grund liegt nicht am See selbst, sondern an seinem Zufluss: Der Omo aus Äthiopien liefert den größten Teil des Wassers, und der Gibe-III-Staudamm sowie die Bewässerung der Zuckerrohrfelder im Kuraz-Projekt verändern, wie viel davon ankommt.

Dazu kommen ungeregelte Fischerei, die Laichgründe beschädigt, und die Übernutzung der Uferweiden.

Für Besucher heißt das vor allem: Einwegplastik ist in kenianischen Nationalparks verboten, Müll wird wieder mitgenommen, und wer die Gemeinschaften am Ufer besucht, klärt Begleitung, Entgelt und Fotos vorher mit den Menschen vor Ort.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Fahrzeug

Ganzjährig ist ein hochgelegtes Allradfahrzeug vorgeschrieben, und du fährst am besten im Konvoi. Im Park gilt Tempo 40, Fahren abseits der Pisten ist verboten, Füttern ebenfalls.

Mitbringen

Trinkwasser, Verpflegung, Campingausrüstung, Sonnenschutz, Kopfbedeckung, Erste-Hilfe-Set, Insektenschutz und Fernglas. Einwegplastik ist in kenianischen Nationalparks verboten.

Sicherheitslage

Das Auswärtige Amt rät im September 2026 von Reisen in das County Turkana der North-Rift-Region dringend ab und im Grenzgebiet zu Äthiopien zu besonderer Vorsicht. Das betrifft vor allem den Weg über Lodwar und Kalokol am Westufer. Sibiloi und der Ort Loiyangalani am Ostufer liegen im County Marsabit. Prüf die Hinweise kurz vor der Abreise, sie ändern sich.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Kommt man mit dem Auto zum Lake Turkana?

Ja, aber es ist eine mehrtägige Fahrt. Nach Sibiloi sind es ab Nairobi drei Tage und rund 800 Kilometer, entweder über Marsabit und North Horr oder über Maralal und South Horr. Ans Westufer nach Kalokol sind es zwei Tage über Kitale und Lodwar. Für alle Strecken ist ein hochgelegtes Allradfahrzeug vorgeschrieben, und du fährst am besten im Konvoi.

Welche Parks erreiche ich vom Lake Turkana aus?

Keinen in Tagesnähe. Zum Samburu-Reservat fährst du über Marsabit mehrere Tage, zurück nach Nairobi rund drei Tage über Marsabit oder South Horr. Schneller geht es nur mit einem Charterflug ab Nairobi, Linienflüge gibt es nur nach Lodwar.

Was kostet der Eintritt, und kann ich am Tor bezahlen?

Erwachsene zahlen rund 35 € pro Tag, Kinder rund 18 €. Sibiloi, Central Island und South Island sind drei eigene Parks und werden getrennt berechnet. Bezahlt wird über KWSPay im eCitizen-Portal, dazu kommen fünf Prozent Gebühr für das Zahlungssystem. An den Toren wird kein Bargeld angenommen.

Wann fährt man am besten auf den See hinaus?

Früh am Morgen. Der Wind frischt im Lauf des Vormittags auf, am Nachmittag steht auf dem offenen See Welle. Die Stunden vor sieben Uhr sind für die Überfahrt nach Central Island oder South Island am verlässlichsten. Plan einen Reservetag ein, denn bei Wind fällt die Fahrt aus.

Ist eine Reise an den Lake Turkana sicher?

Das kommt auf die Seite des Sees an. Das Auswärtige Amt rät im September 2026 von Reisen in das County Turkana der North-Rift-Region dringend ab, also für den Weg über Lodwar und Kalokol am Westufer. Sibiloi und der Ort Loiyangalani am Ostufer liegen im County Marsabit, für das Grenzgebiet zu Äthiopien rät das Amt zu besonderer Vorsicht. Prüf die Reise- und Sicherheitshinweise kurz vor der Abreise.

Sieht man hier Safari-Tiere?

Nicht im klassischen Sinn. Der Lake Turkana ist bekannt für Krokodile, Vogelwelt und Fischfauna. In Sibiloi leben außerdem Trockenland-Arten wie Grevyzebra, Netzgiraffe und Somalistrauß. Wer Elefanten und Raubkatzen sehen will, fährt in die Süd- und Westparks Kenias.

Was macht Sibiloi so bedeutend?

In Sibiloi wurden Fossilien gefunden, die zum Verständnis der menschlichen Evolution beigetragen haben, darunter Funde aus Koobi Fora. Der Park wurde 1973 ausgewiesen und 1997 zusammen mit Central Island und South Island als Welterbe eingetragen. Seit 2018 führt die UNESCO die Lake Turkana National Parks auf der Liste des gefährdeten Welterbes.

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Elefantenkampf im Samburu Nationalreservat in Kenia
  • Mit dem Auto von Lake-Turkana-Nationalpark bis Samburu-Nationalreservat: mehrere Tage (über Marsabit)

Samburu-Nationalreservat

Das Samburu-Nationalreservat liegt im trockenen Norden Kenias, wo der Uaso Nyiro die Halbwüste durchzieht und Tiere aus der ganzen Umgebung an sein Ufer zieht. Auf rund 165 Quadratkilometern leben Arten, die weiter südlich kaum vorkommen: Grevyzebra, Netzgiraffe, Gerenuk und Somalistrauß. Dazu kommen Elefanten, Löwen, Leoparden und über 350 Vogelarten.

Giraffen stehen im Nairobi Nationalpark vor der Skyline von Nairobi
  • Mit dem Auto von Lake-Turkana-Nationalpark bis Nairobi-Nationalpark: ca. 3 Tage (über Marsabit oder South Horr)
  • Mit dem Flugzeug von Lake-Turkana-Nationalpark bis Nairobi-Nationalpark: Charterflug (Linienflug nur bis Lodwar)

Nairobi-Nationalpark

Der Nairobi-Nationalpark liegt südlich der kenianischen Hauptstadt, nur 10 bis 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Auf 117 Quadratkilometern leben Nashörner, Giraffen, Zebras und Löwen, im Hintergrund die Skyline Nairobis. Der Park eignet sich für einen Halb- oder Ganztagesausflug.