Namib-Naukluft-Nationalpark
Von den roten Dünen bis an die Nebelküste
Der Namib-Naukluft-Nationalpark im Südwesten Namibias ist einer der größten Nationalparks der Welt. Er vereint zwei sehr unterschiedliche Landschaften: die berühmten roten Dünen von Sossusvlei und die zerklüfteten Schluchten des Naukluft-Gebirges. Diese Mischung aus Wüste und Bergterrassen macht ihn zu einem der markantesten Ziele für alle, die die raue Natur Namibias sehen wollen.
Der Namib-Naukluft-Nationalpark umfasst 49.768 Quadratkilometer und ist damit größer als die Niederlande. Sein Herzstück ist die Namib, die älteste Wüste der Welt, mit extremen Lebensbedingungen und den rötlich schimmernden Dünen von Sossusvlei.
Die höchste von ihnen, Big Daddy, misst 325 Meter vom Fuß bis zur Kuppe. Ihr Farbenspiel bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist der Grund, warum die meisten Reisenden überhaupt hierherkommen.
Daneben steht das Naukluft-Gebirge mit tiefen Schluchten und hohen Plateaus. Es bildet einen scharfen Kontrast zur Wüste und ist ein Ziel für Wanderer und Kletterer, mit zahlreichen Routen durch abgelegene Landschaften.
Darum ist Namib-Naukluft-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- Die Namib ist die älteste Wüste der Welt, und der Park schließt einen großen Teil von ihr ein
- Sossusvlei und Deadvlei gehören zu den bekanntesten Fotomotiven Afrikas
- Zwei Landschaften in einem Park: das Dünenmeer und das Naukluft-Gebirge mit seinen Wanderrouten
- Big Daddy misst 325 Meter vom Fuß bis zur Kuppe; von oben rutscht man direkt ins Deadvlei hinunter
- Wer zwischen den beiden Sesriem-Toren übernachtet, darf eine Stunde vor allen anderen zu den Dünen fahren
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Namib-Naukluft-Nationalpark
- Die eine Stunde, um die es hier geht Das innere Tor in Sesriem öffnet eine Stunde vor dem äußeren, und diese Stunde ist genau die Fahrzeit bis zu den Pfannen. Wer zwischen den Toren schläft, steht bei Sonnenaufgang schon an den Dünen. Wer draußen schläft, steht dann noch am äußeren Tor. Dieselbe Rechnung gilt abends: Wer nicht drin schläft, muss vor Sonnenuntergang wieder draußen sein und verpasst das Licht auf der Elim-Düne.
- Oder du drehst es um und fährst gegen elf hinein Gegen elf Uhr fährt die Sonnenaufgangswelle wieder hinaus, und an den Pfannen wird es meist deutlich leerer. Wer erst dann hineinfährt, erlebt das Gegenteil vom Morgengedränge. Du brauchst dafür Wasser und Schatten im Auto, und im Hochsommer funktioniert es nicht.
- Hidden Vlei ist die Pfanne, die alle auslassen Vom Parkplatz für normale Fahrzeuge sind es rund zwei Kilometer zu Fuß. Reisende berichten, dass sie dort nachmittags allein waren, während sich im Deadvlei die Gruppen drängten. Das Sossusvlei selbst halten viele für das schwächste der drei Vleis; Deadvlei und Hidden Vlei geben mehr her.
- Big Daddy musst du nicht zum Sonnenaufgang schaffen Der Aufstieg dauert je nach Kondition knapp eine bis zwei Stunden, du kommst also nicht pünktlich oben an. Macht nichts: Die Sonne steigt hier langsam, und das Licht ist auch eine Stunde nach Sonnenaufgang noch gut. Wer sich den Aufstieg spart, steht dafür um sechs Uhr mit fünfzig anderen an der Düne 45.
- Die fünf Kilometer Tiefsand sind die beste Übungsstrecke Namibias Die letzten fünf Kilometer zum Sossusvlei sind weicher Sand und nur mit Allrad erlaubt. Lass vorher den Reifendruck auf etwa 1,2 bar ab und fahr im Geländegang. Morgens ist der Sand kühl und fest, nachmittags weich. Und wenn du dich doch eingräbst: Nirgends in Namibia ist so schnell jemand da, der dich herauszieht.
- Ohne Allrad nimmst du den Shuttle Am Parkplatz am Ende der Asphaltstraße steht der Shuttle und fährt die letzten fünf Kilometer, rund zehn Minuten je Richtung, tagsüber laufend. Seit Oktober 2024 betreibt ihn ein privater Anbieter im Auftrag der Parkverwaltung. Das ist kein Notbehelf, sondern der normale Weg für alle ohne Geländewagen, und du sparst dir die Frage, ob dein Mietvertrag Sandfahren überhaupt erlaubt.
- Nach Sandwich Harbour fährst du nicht allein Die Lagune südlich von Walvis Bay gehört zum Park, ist aber nur über den schmalen Streifen zwischen Düne und Brandung erreichbar, und das nur bei ablaufendem Wasser. Fahrzeuge bleiben dort regelmäßig stecken und werden von der Flut erwischt. Anbieter aus Walvis Bay fahren täglich nach Gezeitenplan, und die Parkgenehmigung ist bei ihnen im Preis.
- Der mehrtägige Naukluft-Weg ist im Sommer zu Der Naukluft Hiking Trail darf nur vom 1. März bis zum 31. Oktober begangen werden, weil es sonst zu heiß ist, und er muss vorab gebucht werden. Die Tagestouren Olive Trail und Waterkloof gehen ganzjährig und werden an der Rezeption des Naukluft Camp angemeldet.
- Pack eine warme Jacke ein, auch für die Wüste Von Mai bis August liegen die Nachttemperaturen um die null Grad, und du fährst vor Sonnenaufgang los. Wer im Dachzelt schläft, braucht einen richtigen Schlafsack. Tagsüber sind es dann wieder über zwanzig Grad, also Zwiebelprinzip.
Karte von Namib-Naukluft-Nationalpark
Highlights
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Deadvlei
Salzpfanne Aura Gänsehaut garantiert Trubel Viel losIn der Nähe von Sossusvlei liegt Deadvlei, eine weitere Tonpfanne. Sie ist bekannt für ihre weiße Oberfläche, aus der abgestorbene, dunkle Kameldornbäume ragen: ein kontrastreiches Bild gegen den blauen Himmel und die roten Dünen.
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Die bekanntesten Dünen
Düne Trubel Viel losDüne 45 steht direkt an der Straße und ist bei Sonnenaufgang ein beliebter Ort für Fotografen. Big Daddy misst rund 325 Meter, ist die höchste Düne der Gegend und fällt steil ins Deadvlei ab. Gegenüber steht Big Mama mit gut 200 Metern. Die Sossusvlei-Dünen sind für ihre kräftigen Rottöne bekannt, die kleinere Elim-Düne für Ausblicke bei Sonnenuntergang.
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Sesriem Canyon
Canyon Aura Beeindruckend Trubel Bekannt, aber entspanntDiesen kleinen Canyon hat der Tsauchab über Jahrmillionen in Schichten geschnitten, die auf rund 15 Millionen Jahre geschätzt werden. Er ist rund einen Kilometer lang, bis zu 30 Meter tief und zeigt die geologische Geschichte der Region im Querschnitt. Der Canyon ist leicht zugänglich und ein beliebtes Ziel für Wanderer.
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Sossusvlei
Salzpfanne Trubel Bekannt, aber entspanntSossusvlei ist eine Salz-Ton-Pfanne, umgeben von hohen Dünen, und eines der bekanntesten Fotomotive Namibias. Die Dünen rund um das Vlei sind bekannt für ihre Höhe und das intensive Rot, das besonders bei Sonnenaufgang zum Vorschein kommt.
- Fläche, etwa so groß wie die Slowakei
- 49.768 km²
- misst Big Daddy vom Fuß bis zur Kuppe
- 325 m
- Asphalt vom Sesriem-Tor bis zum Parkplatz
- 60 km
- gegründet, aus zwei Parks von 1907 und 1968
- 1979
Landschaftsmerkmale
Die älteste Wüste der Welt
Das Herzstück des Parks bildet die Namib-Wüste, bekannt für ihre extremen Lebensbedingungen und die malerischen, rötlich schimmernden Dünen von Sossusvlei. Die höchste Düne am Sossusvlei, Big Daddy, misst 325 Meter vom Fuß bis zur Kuppe. Bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang wechselt die Farbe des Sandes von Orange nach tiefem Rot, und genau dafür kommen die meisten hierher.
Das Naukluft-Gebirge
Mit tiefen Schluchten und hohen Plateaus bildet das Naukluft-Gebirge einen starken Kontrast zur umgebenden Wüste. Es ist ein Gebiet für Wanderer und Kletterer, mit zahlreichen Routen durch spektakuläre Landschaften. Die Berglandschaft bietet zudem eine Flucht vor der Hitze: kühlere Temperaturen und, verglichen mit der Wüste, üppigere Vegetation.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Wenn es regnet, Januar bis März | Kühle Monate, Mai bis Oktober | Heiße Monate, November bis März | |||||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | viel los | ||||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- kleine Regenzeit
- viel los
Mai empfohlen
Kühle Monate, Mai bis Oktober · eher ruhig
Die angenehme Zeit zum Wandern und Dünensteigen. Tagsüber mild, nachts kalt, die Luft klar.
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Die kühle Jahreshälfte von Mai bis Oktober ist die Zeit für diesen Park, und der Grund ist körperlich: Du wirst hier zu Fuß im Sand unterwegs sein. Von Juni bis August liegen die Tageswerte um die 25 Grad, die Luft ist klar und die Schatten auf den Dünen scharf. Dafür wird es nachts kalt, an manchen Morgen um den Gefrierpunkt, und wer im Zelt schläft, braucht einen richtigen Schlafsack. Von Oktober bis Februar klettert das Thermometer regelmäßig über 35 Grad und im Oktober und November auch mal an die 40. Ein Aufstieg auf Big Daddy ist dann kein Vergnügen mehr. Regen fällt selten und wenn, dann zwischen Januar und März als kurzes Gewitter; dass der Tsauchab bis ins Sossusvlei durchläuft und die Pfanne Wasser führt, passiert selten, zuletzt aber dreimal in zwei Jahren: im Januar 2025, im August 2025 und im April 2026.
Kühle Monate, Mai bis Oktober
Die angenehme Zeit zum Wandern und Dünensteigen. Tagsüber mild, nachts kalt, die Luft klar. Das ist zugleich die Hochsaison: Die vier Unterkünfte innerhalb des Sesriem-Tors sind für Juni bis September oft Monate im Voraus ausgebucht.
Heiße Monate, November bis März
Über 35 Grad sind normal, im Oktober und November werden auch 40 erreicht. Wer trotzdem kommt, geht bei Sonnenaufgang los und ist mittags zurück. Dafür ist weniger los, und die Tage sind lang.
Wenn es regnet, Januar bis März
Regen ist hier die Ausnahme und fällt als kurzes Gewitter. Selten genug, dass es zum Ereignis wird: Führt der Tsauchab Wasser bis ins Sossusvlei, steht die Pfanne unter Wasser und spiegelt die Dünen. Verlassen kann man sich darauf nicht.
Foto: Falense, CC BY-SA 3.0Sehenswerte Tiere
Trotz der trockenen Bedingungen lebt hier eine erstaunlich angepasste Flora und Fauna. Die Tierdichte ist geringer als in anderen afrikanischen Parks, dafür sind die Arten Spezialisten für extreme Trockenheit.
Elefant, Löwe, Büffel und Nashorn kommen hier nicht vor. Leoparden und Hyänen leben im Gebiet, werden aber nur selten gesehen. Wer hierherkommt, kommt für die Landschaft. Die Tiere, die du wirklich siehst, sind Oryxantilopen auf den Ebenen, Springböcke, Strauße und die kleinen Bewohner der Dünen.
- Oryxantilope
- Springbock
- Strauß
- Namibischer Goldmull
- Wüstengeckos
- Schlangen
- Hyäne (gelegentlich)
- Leopard (gelegentlich)
Foto: Christoph Strässler, CC BY-SA 2.0Namib-Naukluft-Nationalpark in 14 Bildern
Anreise

Mit dem Auto
- WindhoekStart
- auch aus Swakopmund oder Walvis Bay; lange Fahrzeiten einplanen
- Sesriem-TorHaupttor, zu den Dünen
- 60 km · rund 1 Std. bis zu den Pfannen · Düne 45 bei km 45Asphalt
- Parkplatz am Asphaltendeunterwegs
- 5 km · PisteTiefsand, nur mit Allrad; sonst Shuttle, rund 10 Min.
- SossusvleiZiel
- SesriemStart
- rund 2 Std.Tagestouren an der Rezeption anmelden
- Naukluft CampNaukluft-Abschnitt
Mit dem Flugzeug
- Sossusvlei AirstripHauptzugang zu Sossusvlei und Deadvlei
- Sesriem Airstripnahe dem Sesriem-Tor
- Geluk Airstriprund 20 km südlich von Sesriem, Lodges auf der Kulala-Seite
- Wolwedans Airstripfür die Lodges dort
- Inneres Sesriem-Tor öffnet eine Stunde früher, nur für Gäste der vier Unterkünfte dazwischen
- Genehmigung gilt 24 Stunden, gelöst dort, wo du hineinfährst
- Nördlicher Abschnitt mit Kuiseb Canyon: keine Tore, Genehmigung vorab beim Umweltministerium
- Sandwich Harbour nur mit Anbietern aus Walvis Bay, nach Gezeitenplan
Anreise ausführlich
Auto
Die Zufahrt erfolgt in der Regel von Windhoek oder von den Küstenstädten, ab Windhoek rund zwei Drittel, ab Walvis Bay gut die Hälfte der Strecke auf Schotter. Die Distanzen in Namibia sind beträchtlich, längere Fahrzeiten sind einzuplanen. Der Park hat zwei bewachte Zugänge und einen offenen Abschnitt: Das Sesriem Gate ist das meistgenutzte und gibt direkten Zugang zu den berühmten Dünen. Der Naukluft-Abschnitt mit seinen Wanderrouten, darunter der Naukluft Hiking Trail, wird über das Naukluft Camp südwestlich von Büllsport erschlossen. Der nördliche Namib-Abschnitt mit dem Kuiseb Canyon, den Rastplätzen Ganab, Homeb und Mirabib und der Welwitschia-Piste hat keine Tore; dort brauchst du die vorab gelöste Genehmigung des Umweltministeriums.
Flugzeug
Charterflüge sparen Zeit und zeigen die Landschaft aus der Luft. Sossusvlei Airstrip ist der Hauptzugangspunkt für die Sossusvlei-Dünen und Deadvlei. Sesriem Airstrip liegt nahe dem Sesriem Gate und damit an den zentralen Sehenswürdigkeiten. Wolwedans Airstrip erschließt die dortigen Lodges. Swakopmund Airstrip liegt zwar nicht im Park, ist aber eine wichtige Anlaufstelle für Aktivitäten in der Namib. Geluk Airstrip liegt rund 20 Kilometer südlich von Sesriem und bedient die Lodges auf der Kulala-Seite.
Kosten und Gebühren
- Kinder 9 bis 15: rund 10 €
- Kinder bis 8: frei
- Fahrzeug: plus rund 3 €
- Sandwich Harbour: eigene Genehmigung
Internationale Besucher zahlen rund 15 € pro Person und Tag, Kinder von 9 bis 15 Jahren rund 10 €, jüngere nichts. Für ein Fahrzeug mit bis zu zehn Sitzen kommen rund 3 € dazu. Die Preise gelten seit dem 1. April 2026, ältere Angaben in Reiseunterlagen stimmen nicht mehr.
Die Genehmigung gilt 24 Stunden ab der Einfahrt und wird für jeden weiteren Tag neu fällig. Du löst sie dort, wo du hineinfährst: für die Dünen am Sesriem Gate, für die Berge an der Rezeption des Naukluft Camp.
Für den nördlichen Namib-Abschnitt und für Sandwich Harbour brauchst du eine eigene Genehmigung. Es gibt sie in den Büros des Umweltministeriums in Windhoek und Swakopmund, für den Namib-Naukluft auch im Büro in Sesriem. Bei geführten Touren nach Sandwich Harbour ist sie im Preis enthalten.
Ohne Allrad bringt dich ein Shuttle vom Parkplatz die letzten fünf Kilometer zu den Pfannen. Er kostet rund 11 bis 14 € je Erwachsener, Kinder zahlen die Hälfte, Karte geht.
Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.
Beliebte Unterkünfte
Luxus
Beyond Sossusvlei Desert Lodge, mit Ausblicken auf die umliegenden Dünen.
Mittelklasse
Desert Camp, komfortable Selbstversorger-Unterkünfte in der Nähe von Sossusvlei.
Budget
Zahlreiche Campingplätze, die ein einfaches Erlebnis in der Wildnis ermöglichen.
Aktivitäten
Dünenwandern im Sossusvlei
Der Aufstieg auf Düne 45 oder Big Daddy gibt weite Ausblicke frei, dazu die Stille der Namib.
Erkundung der Sesriem-Schlucht
Eine Wanderung durch die tiefe, über Jahrmillionen erodierte Schlucht führt entlang steiler Felswände und zeigt die geologische Geschichte der Region.
Ballonfahrten
Eine Heißluftballonfahrt bei Sonnenaufgang gibt den Panoramablick über die Dünenlandschaft und ihre wechselnden Farben frei.
Sterne beobachten
Klare Nächte und die Abwesenheit von Lichtverschmutzung machen den Park zu einem Ort, an dem Milchstraße und Sternbilder mit bloßem Auge zu erkennen sind.
Natur- und Tierschutz
Der Park schützt eines der ältesten Ökosysteme der Welt, und die Regeln dafür sind streng. Wer die markierten Wege und Pisten nicht verlässt, hält die Eingriffe klein: Spuren im Sand und in den Krustenböden der Ebenen bleiben hier jahrzehntelang sichtbar.
Seit dem 1. April 2026 ist die Hälfte der Eintrittsgebühr als Naturschutzgebühr ausgewiesen. Das Geld ist für den Unterhalt der Pisten und Einrichtungen und für den Schutz bedrohter Arten gedacht.
Wasser ist hier das knappste Gut. Nimm deinen Müll mit, auch Obstschalen, und lass nichts in den Pfannen liegen. Die abgestorbenen Bäume im Deadvlei sind vor Jahrhunderten eingegangen und stehen nur noch, weil es zu trocken zum Verrotten ist. Sie sind kein Klettergestell.
Praktische Informationen
Der Park ist kein einheitliches Gebiet
Sossusvlei und Sesriem, die Naukluft-Berge, der nördliche Namib-Abschnitt und Sandwich Harbour haben eigene Zugänge, eigene Genehmigungen und eigene Regeln. Die meisten meinen mit Namib-Naukluft den Teil um Sesriem.
Die zwei Tore in Sesriem
Zwischen dem äußeren und dem inneren Tor liegen die Sesriem Campsite, die Sesriem Oshana Campsite, die Sossus Dune Lodge und die Dead Valley Lodge. Ihre Gäste dürfen morgens eine Stunde vor allen anderen losfahren. Wer draußen schläft, steht vor dem äußeren Tor in der Schlange.
Die Strecke zu den Dünen
Vom Sesriem Gate führen 60 Kilometer Asphalt zum Parkplatz für normale Fahrzeuge, Düne 45 liegt bei Kilometer 45. Die letzten fünf Kilometer bis Sossusvlei und Deadvlei sind Tiefsand. Mit Allrad fährst du sie selbst, ohne Allrad nimmst du den Shuttle. Busse und Lastwagen kommen nicht hinein.
Wasser und Hitze
Zu Fuß bist du im Sand langsamer, als die Karte vermuten lässt. Vom Allrad-Parkplatz zum Deadvlei ist es gut ein Kilometer, vom Parkplatz für normale Fahrzeuge zum Hidden Vlei rund zwei. Von Oktober bis März sind über 35 Grad normal. Nimm mehr Wasser mit, als du für nötig hältst, und geh in dieser Zeit nur morgens.
Naukluft-Abschnitt
Die Berge liegen rund zwei Fahrstunden östlich von Sesriem und haben eigene Wanderwege. Den mehrtägigen Naukluft Hiking Trail buchst du vorab. Die Tagestouren Olive Trail, rund zehn Kilometer, und Waterkloof, rund 17 Kilometer, meldest du an der Rezeption des Naukluft Camp an.
Foto: Ji-Elle, CC BY-SA 4.0Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Was kostet der Eintritt?
Internationale Besucher zahlen rund 15 € pro Person und Tag, dazu rund 3 € für das Fahrzeug. Kinder von 9 bis 15 zahlen rund 10 €, jüngere nichts. Die Genehmigung gilt 24 Stunden und wird dort gelöst, wo du hineinfährst, für die Dünen also am Sesriem Gate.
Wie kommt man vor Sonnenaufgang zu den Dünen?
Nur, wenn du zwischen den beiden Sesriem-Toren übernachtest. Das innere Tor öffnet eine Stunde vor dem äußeren, und diese Stunde ist genau die Fahrzeit zu den Pfannen. Dort gibt es vier Unterkünfte: zwei Campingplätze und zwei Lodges. Sie sind teurer und Monate im Voraus ausgebucht, aber es ist der einzige Weg.
Braucht man einen Allradwagen?
Für die ersten 60 Kilometer nicht, die sind asphaltiert. Die letzten fünf Kilometer zum Sossusvlei sind Tiefsand und nur mit Allrad erlaubt. Ohne Allrad nimmst du den Shuttle. Düne 45, Elim-Düne, der Sesriem Canyon und das Hidden Vlei sind auch ohne Allrad erreichbar.
Wie viele Tage braucht man?
Für Sossusvlei und Sesriem zwei Tage, also zwei Nächte: einen Nachmittag für den Canyon und die Elim-Düne, einen ganzen Tag für die Pfannen. Wer auch in die Naukluft-Berge will, braucht mindestens einen Tag mehr, denn dorthin sind es zwei Fahrstunden.
Welche Düne ist die höchste?
Big Daddy mit 325 Metern vom Fuß bis zur Kuppe. Der Aufstieg dauert je nach Kondition knapp eine bis zwei Stunden, hinunter geht es in wenigen Minuten direkt ins Deadvlei. Düne 45 ist deutlich kleiner, dafür steht sie direkt an der Straße.
Sieht man hier Großwild?
Nein, dafür ist dieser Park nicht das richtige Ziel. Typisch sind Oryxantilopen, Springböcke und Strauße, dazu die kleinen Spezialisten der Dünen. Wer beides will, kombiniert den Namib-Naukluft mit Etosha; zwischen beiden liegen allerdings rund 800 Kilometer.
Kann man die Naukluft-Berge das ganze Jahr wandern?
Die beiden Tagestouren ja, den mehrtägigen Naukluft Hiking Trail nicht. Er ist nur vom 1. März bis zum 31. Oktober offen, weil es im Hochsommer zu heiß wird.
Wann ist es am wenigsten voll?
Ab etwa elf Uhr vormittags, wenn die Sonnenaufgangswelle wieder herausfährt. Wer erst dann hineinfährt, hat meist deutlich mehr Platz. Der Preis dafür ist die Hitze, also nur mit genug Wasser und nicht im Hochsommer.

















