Serengeti-Nationalpark
Endlose Ebenen und die Great Migration
Der Serengeti-Nationalpark in Nordtansania gehört zu den bekanntesten Nationalparks der Welt; die World Travel Awards kürten ihn von 2019 bis 2025 sieben Jahre in Folge zu Afrikas führendem Nationalpark. Auf rund 15.000 Quadratkilometern leben alle Big Five, dazu über 1,5 Millionen Gnus, die einmal im Jahr die Great Migration vollziehen. Vier Regionen mit eigenem Charakter, und je nach Reisezeit spielt das Naturschauspiel woanders.
Der Serengeti-Nationalpark ist ein Mosaik aus Savannen, Wäldern und Flüssen und trägt eine der größten und vielfältigsten Wildtierpopulationen der Erde. Mit rund 15.000 Quadratkilometern entspricht er gut einem Drittel der Fläche der Schweiz.
Park und Ökosystem sind nicht dasselbe. Der Nationalpark bildet den streng geschützten Kern; das gesamte Serengeti-Ökosystem umfasst rund 30.000 Quadratkilometer und besteht aus mehreren Schutzgebieten, die als Pufferzone zum Umland wirken. Dort gelten unterschiedliche Schutz- und Nutzungsformen, einschließlich traditioneller Landnutzung durch die ansässigen Gemeinschaften.
Der Park gliedert sich in vier Regionen mit je eigener Landschaft und eigenem Tierbestand. Welche davon sich lohnt, hängt vom Reisezeitpunkt ab, die Herden der Great Migration sind das ganze Jahr unterwegs, nur eben jeweils woanders.
Darum ist Serengeti-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- Die Great Migration: über 1,5 Millionen Gnus und 200.000 Zebras in einem ganzjährigen Kreislauf
- Alle Big Five und über 3.000 Löwen. Leoparden siehst du am ehesten im Seronera-Tal, Spitzmaulnashörner rund um die Moru Kopjes
- Vier Regionen mit völlig unterschiedlichem Charakter, von den Kopjes im Zentrum bis zum Mara-Fluss im Norden
- Die Kalbungszeit im Ndutu-Gebiet: Hunderttausende Gnu-Kälber innerhalb weniger Wochen
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Serengeti-Nationalpark
- Fahr gegen elf Uhr ins Tor, nicht um acht Mit Übernachtung gilt dein Ticket 24 Stunden ab der Einfahrt. Wer um acht einfährt und am nächsten Morgen noch auf Pirsch geht, ist über der Zeit und zahlt einen weiteren Tag. Wer gegen elf Uhr einfährt, hat den ganzen nächsten Morgen im Park. Ein- und Ausfahrt werden am Tor erfasst.
- Nutze die Wartezeit am Naabi Hill für den Aufstieg Während am Haupttor die Papiere bearbeitet werden, führt ein kurzer Weg auf den Felshügel. Von oben siehst du die Südebene und in der Kalbungszeit das Ndutu-Gebiet. Meist dauert die Abfertigung etwa zehn Minuten. Am Tor gibt es Toiletten, Picknicktische und einen kleinen Laden.
- Komm nicht kurz vor Torschluss an Am Tor wird elektronisch abgerechnet. Fällt das Netz aus, kann die Abfertigung eine Stunde dauern, und dann fährst du im Dunkeln zum Camp. Sei deshalb spätestens um 15 Uhr am Tor.
- Eine Strecke fahren, die andere fliegen Fahr eine Richtung und flieg die andere. Die Fahrt von Kogatende im Norden nach Seronera dauert vier bis fünf Stunden und ist selbst schon eine Pirschfahrt. Wer beide Richtungen fliegt, sieht die halbe Serengeti nicht. Stopps mit nur einer Nacht lohnen sich hier nicht.
Karte von Serengeti-Nationalpark
Highlights
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Das Seronera River Valley
Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel WeltberühmtDie verlässlichste Ecke des Parks für Löwen und Leoparden, weil der Fluss ganzjährig Wasser führt und die Rudel deshalb ansässig sind. In der Nähe liegen der Retina Hippo Pool, ein Rastplatz am Flusspferdbecken, und das Seronera Visitor Centre mit einem Rundweg zur Migration.
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Die Flussquerungen am Grumeti und am Mara
Tierbeobachtungsort Aura Gänsehaut garantiert Trubel Viel losTausende Tiere sammeln sich am Ufer, bevor sie starke Strömungen, steile Böschungen und die wartenden Krokodile überwinden. Am Grumeti meist zwischen Juni und Juli, am Mara etwa von Juli bis Oktober mit dem Schwerpunkt im August und September. Den exakten Moment zu treffen ist Glückssache, und die Migration ist auch abseits der Querungen sehenswert.
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Die Great Migration
Tierbeobachtungsort Aura Gänsehaut garantiert Trubel Viel losMillionen Gnus, Zebras und Gazellen ziehen in einem ganzjährigen Kreislauf durch das Ökosystem. Dezember bis März stehen die Herden im Süden, die meisten Kälber kommen Ende Januar und im Februar zur Welt, ab April wandern sie nach Norden durch die zentralen und westlichen Regionen, Juni bis Juli erreichen sie den Grumeti, August bis September die Masai Mara in Kenia, ab Oktober kehren sie langsam zurück. Die genauen Zeiten schwanken mit den Regenfällen.
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Die Moru Kopjes
Felsen Aura Haut dich um Trubel Wenig TrubelEindrucksvolle Granitformationen mitten in der Ebene, mit Massai-Felsmalereien und dem Gong Rock, einem Block, der beim Anschlagen klingt. Die Region ist zugleich das Kerngebiet der Spitzmaulnashörner des Parks, die dort rund um die Uhr bewacht werden.
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Die Olduvai-Schlucht
Kulturstätte Aura Beeindruckend Trubel Viel losEine archäologische Stätte im Ngorongoro-Schutzgebiet, nicht im Nationalpark, mit einem Museum voller Funde aus der Schlucht selbst. Sie liegt sechs Kilometer abseits der Hauptstraße zwischen Krater und Serengeti, hat eine eigene Eintrittsgebühr und lässt sich gut in die Anfahrt einbauen.
- Fläche, gut ein Drittel der Schweiz
- 14.763 km²
- Gnus ziehen in der Great Migration
- 1,5 Mio.
- Löwen im Serengeti-Ökosystem
- 3.000+
- Vogelarten nachgewiesen
- 500+
Landschaftsmerkmale
Die zentrale Serengeti (Seronera-Tal)
Weite, offene Ebenen mit Akazienwäldern und vereinzelten Granitfelsen, den Kopjes, die Tieren als Zuflucht und Aussichtspunkt dienen. Berühmt für seine Dichte an Großkatzen: Löwen, Leoparden und Geparde sind häufig zu sehen, und für Leoparden zählt das Seronera-Tal zu den verlässlichsten Stellen Afrikas. Dank permanenter Wasserquellen sind Beobachtungen ganzjährig möglich, ideal für den ersten Besuch, aber entsprechend voll. Etwa 2 Tage, Zugang über den Seronera Airstrip.
Die nördliche Serengeti (Lamai-Wedge und Kogatende)
Eine wilde, abgelegene Region mit hügeligen Savannen und den Flusslandschaften am Mara. Hier finden zwischen Juli und August und auf dem Rückweg zwischen September und Oktober die dramatischen Flussquerungen statt. Hohe Raubtierdichte, deutlich weniger Besucher, dafür auch deutlich weniger Unterkünfte: In der Hochzeit der River Crossings sind die Lodges teils ein bis zwei Jahre im Voraus ausgebucht. Etwa 2 bis 3 Tage, Zugang über den Kogatende Airstrip.
Der westliche Korridor (Grumeti)
Offene Ebenen, Flusswälder und Sümpfe rund um den Grumeti-Fluss. Der Fluss ist für seine großen Krokodilbestände bekannt und beherbergt auch Flusspferde; im Juni und Juli ist er Schauplatz der ersten Flussquerungen der Great Migration. Etwa 1 bis 2 Tage, Zugang über den Kirawira Airstrip.
Die südliche Serengeti (Ndutu-Gebiet)
Offene Graslandschaften mit kleineren Akazienwäldern und Felsformationen, Kulisse der Kalbungszeit zwischen Dezember und März, wenn innerhalb weniger Wochen Hunderttausende Gnu-Kälber zur Welt kommen, die meisten Ende Januar und im Februar. Die Raubtiere folgen der leichten Beute, was das Gebiet zu einem der besten Orte für Jagdszenen macht. Ndutu und die südlichen Ebenen gehören größtenteils nicht mehr zum Nationalpark, sondern zum Ngorongoro-Schutzgebiet, für das du eine eigene Genehmigung brauchst. Besonders beliebt bei Fotografen; Unterkünfte frühzeitig buchen. Etwa 1 bis 2 Tage, Zugang über den Ndutu Airstrip.
Erlebnisse an diesem Sehnsuchtsort
Die Reihenfolge berücksichtigt bezahlte Platzierungen. Alle gelisteten Erlebnisse durchlaufen dieselbe redaktionelle Prüfung.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Kleine Trockenzeit | Große Regenzeit | Große Trockenzeit | Kleine Regenzeit | ||||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | viel los | viel los | viel los | ||||||
| Kalbungszeit | Höhepunkt | Höhepunkt | Kalbungszeit | Kalbungszeit | ||||||||
| Flussquerungen | Flussquerungen | Flussquerungen | Höhepunkt | Höhepunkt | Flussquerungen | |||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- kleine Regenzeit
- viel los
- Kalbungszeit (innen, kräftig = Höhepunkt)
- Flussquerungen
Juni empfohlen
Große Trockenzeit · eher ruhig · Flussquerungen
Tierbeobachtung ausgezeichnet: Die Tiere sammeln sich an den Wasserquellen. Klima trocken und sonnig bei rund 26 Grad, die kühlste Jahreszeit Tansanias.
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Die Serengeti funktioniert das ganze Jahr, welche Zeit die richtige ist, hängt davon ab, was man sehen will. Die große Trockenzeit von Juni bis Oktober ist die beste Reisezeit: Die Tiere sammeln sich an den letzten Wasserquellen, und im Norden finden die Flussquerungen statt. Sie ist zugleich die teuerste und vollste Zeit. Die Kalbungszeit der Gnus läuft von Dezember bis März, die meisten Kälber kommen Ende Januar und im Februar zur Welt. Die kleine Trockenzeit im Januar und Februar trifft also den Höhepunkt, bei moderateren Preisen und weniger Betrieb, dafür ohne Flussquerungen. Den Tag der ersten Geburten exakt zu treffen ist ohnehin Glückssache.
Große Trockenzeit (Juni bis Oktober)
Tierbeobachtung ausgezeichnet: Die Tiere sammeln sich an den Wasserquellen. Klima trocken und sonnig bei rund 26 Grad, die kühlste Jahreszeit Tansanias. Alle Parkbereiche sind gut zugänglich. Dies ist auch die Zeit der Flussquerungen im Norden. Dafür Hochsaison: höchste Preise, stärkster Andrang, Lodges lange im Voraus ausgebucht.
Kleine Trockenzeit (Januar bis Februar)
Sehr gute Tierbeobachtung, vor allem wegen der Kalbungszeit der Gnus im Ndutu-Gebiet. Rund 30 Grad am Tag, nachts etwa 20, meist trocken. Der Park ist gut befahrbar, die Preise sind moderat und der Andrang geringer als in der großen Trockenzeit. Wer mit der Wärme zurechtkommt, findet hier das beste Verhältnis, nur eben ohne River Crossings.
Große Regenzeit (März bis Mai)
Die stärksten Niederschläge, die Landschaft steht in üppigem Grün. Wechselhaftes, sehr warmes und schwüles Wetter, die wärmste Jahreszeit Tansanias. Tierbeobachtungen bleiben ergiebig, sind aber weniger konzentriert, und einzelne Parkbereiche sind wegen der Straßenverhältnisse kaum befahrbar. Niedrigste Preise, wenigste Besucher.
Kleine Regenzeit (November bis Mitte Dezember)
Kurze, intensive Schauer vor allem abends und nachts, tagsüber klart es meist auf. Die Tiere sind gut sichtbar, verteilen sich aber stärker, weil wieder mehr Wasser verfügbar ist. Der Park bleibt größtenteils befahrbar, die Preise sind moderat und es ist deutlich ruhiger als in der Trockenzeit.
Sehenswerte Tiere
Das Tierreich der Serengeti gehört zu den reichsten der Welt. Alle Big Five kommen vor, Elefant, Löwe, Büffel, Leopard und Nashorn, dazu Hyänen, Geparde und große Bestände an Beutetieren wie Impalas, Giraffen und Gazellen. Über 500 Vogelarten sind nachgewiesen.
In Zahlen: über 3.000 Löwen im Serengeti-Ökosystem, über 5.000 Elefanten, über 1,5 Millionen Gnus und rund 200.000 Zebras in der Migration. Leoparden siehst du am ehesten entlang des Seronera-Flusses. Dazu kommen Geparde auf den südlichen Ebenen und bei Ndutu, Büffel in großen Herden nahe dem Wasser, Giraffen bei den Akazien und Tüpfelhyänen im ganzen Park.
Das Spitzmaulnashorn ist mit nur noch wenigen Dutzend Tieren die große Ausnahme. Die Serengeti ist eines der wenigen Gebiete Afrikas, in denen die Art überhaupt noch zu sehen ist, am ehesten bei den Moru Kopjes.
- Gnu
- Zebra
- Löwe
- Leopard
- Gepard
- Elefant
- Büffel
- Spitzmaulnashorn
- Tüpfelhyäne
- Giraffe
- Impala
- Gazelle
- Krokodil
- Flusspferd
- Flamingo
Foto: Richard Mortel, CC BY 2.0Anreise

Mit dem Auto
- ArushaStart
- 280 km · 6 bis 7 Std. bis Naabi Hill
- Ngorongoro-Kraterrandunterwegs
- 85 kmschlechteste Piste
- Tor Naabi HillHaupttor, Süden
- gut 1 Std.
- SeroneraParkzentrum
- NordostenTor Klein'sfür den Norden zur Migration
- NordwestenTor Ikomaaus Richtung Grumeti
- WestenTor Ndabakaam Lake Victoria
- SüdwestenTor Handajegaselten genutzt
Mit dem Flugzeug
Arusha oder Daressalam → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft
- ZentrumSeroneranahe dem Visitor Centre und vielen Camps
- NordenKogatendenahe der kenianischen Grenze, zur Zeit der Flussquerungen stark genutzt
- NordenLobo
- SüdenNdutufür die Kalbungszeit
- SüdenKusinifür die Kalbungszeit
- WestenSasakwabei Grumeti
- NordwestenFort Ikoma
- Vom Kraterrand bis Seronera rechne mit drei bis vier Stunden
- Abfertigung an jedem Tor bis zu einer halben Stunde
- Spätestens 15 Uhr am Tor sein
- Vom Airstrip geht es per Transfer zur Lodge
- Zwischen den Airstrips kannst du auch innerhalb des Parks fliegen
Anreise ausführlich
Auto
Rund 280 Kilometer und 6 bis 7 Stunden von Arusha bis zum Naabi-Hill-Tor. Fünf Eingangstore stehen Reisenden offen: Naabi Hill ist das Haupttor aus Richtung Ngorongoro und wird von den meisten Gästen genutzt. Klein's liegt im Nordosten und eignet sich für die nördliche Serengeti während der Migration. Dazu kommen Fort Ikoma im Nordwesten aus Richtung Grumeti, Ndabaka im Westen am Lake Victoria und Handajega im Südwesten, das selten genutzt wird. Das sechste Tor, Bologonja im Norden, ist der Übergang zur Masai Mara und seit 1977 für Touristen geschlossen.
Flugzeug
Flüge ab Arusha oder Daressalam zu einem der Airstrips im Park. Seronera liegt im Zentrum nahe dem Visitor Centre und vielen Camps, Kogatende im Norden nahe der kenianischen Grenze und wird während der Flussquerungen stark genutzt, Lobo ebenfalls im Norden. Ndutu und Kusini erschließen den Süden mit der Kalbungszeit, Sasakwa den Westen bei Grumeti, Fort Ikoma den Nordwesten. Zwischen den Airstrips lässt sich auch innerhalb des Parks fliegen.
Kosten und Gebühren
- Kinder 5 bis 15: rund 20 €
- Übernachtung im Park: plus rund 60 €
- Ndutu: eigenes Ticket, rund 60 €
- Nur Karte, kein Bargeld
Der Eintritt kostet rund 75 € pro Person und Tag, für Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 20 €, jüngere Kinder zahlen nichts. Von Mitte März bis Mitte Mai ist es etwas günstiger.
Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht rund 60 € dazu. Ein Tag mit Übernachtung kostet damit rund 135 € pro Person, bevor die Unterkunft etwas kostet. Eine Lodge knapp außerhalb der Parkgrenze ist deshalb oft günstiger, dafür fährst du morgens länger bis zum Tor.
Das Ticket gilt 12 Stunden, mit Übernachtung 24 Stunden ab der Einfahrt. In dieser Zeit darfst du beliebig oft ein- und ausfahren.
Für die Kalbungszeit bei Ndutu (Dezember bis März) brauchst du ein zweites Ticket, weil das Gebiet zum Ngorongoro-Schutzgebiet gehört: rund 60 € für Erwachsene, rund 20 € für Kinder.
Eigene Gebühren kosten außerdem das Fahrzeug, eine Ballonfahrt, eine Fußsafari und der Zeltplatz (rund 30 € pro Person und Nacht).
Am Tor zahlst du nur mit Karte, Bargeld wird nicht angenommen. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet, die Mehrwertsteuer von 18 Prozent ist schon enthalten.
Beliebte Unterkünfte
Die Preise schwanken stark nach Saison, Lage und Ausstattung.
Lodges
Von Mittelklasse bis sehr luxuriös, meist in exponierter Lage mit Blick über die Wildnis. Restaurants, Pools, teils Spa.
Tented Camps
Fest aufgebaute, komfortable Zelte mit eigenem Bad, die authentischere Variante bei gutem Komfort.
Mobile Camps
Ziehen saisonal mit der Great Migration mit und stehen damit jeweils dort, wo gerade etwas passiert.
Öffentliche Zeltplätze
rund 30 € pro Person und Nacht, daneben private Plätze mit etwas mehr Ausstattung.
Aktivitäten
Jeep-Safari
Die mit Abstand häufigste Variante. Man fährt im Geländewagen von Unterkunft zu Unterkunft und unternimmt tagsüber Pirschfahrten. Eine geführte Tour bringt Ortskenntnis, Sicherheit und den Buschfunk zwischen den Guides mit, aktuelle Sichtungen sprechen sich so schnell herum. Bei einer Selbstfahrer-Safari bestimmt man Route und Tempo selbst; günstiger wird es dadurch nicht zwingend, weil Mietwagen, Parkgebühren und Unterkünfte zusammen oft auf dieselbe Summe kommen.
Fly-In Safari
Flug ab Arusha oder Daressalam zu einem Airstrip, von dort Transfer zur Lodge. Spart Zeit, erschließt schwer erreichbare Gebiete und erlaubt es, mehrere Standorte oder Parks zu verbinden. Deutlich teurer, und die Flüge hängen am Wetter.
Heißluftballonfahrt
Bei Sonnenaufgang über die Ebenen, die Serengeti aus der Vogelperspektive.
Besuch bei den Maasai
Viele Safaris bieten Besuche in Maasai-Dörfern an, mit Einblick in Lebensweise, Tänze und Handwerk.
Nachtpirschfahrten
In der Serengeti nicht erlaubt. Möglich sind sie zum Beispiel im Tarangire und am Lake Manyara.
Bushwalk
Zu Fuß unterwegs, meist als Tagesausflug im Rahmen einer Jeep- oder Fly-In-Safari. Reine Wandersafaris kommen in der Serengeti nicht weit.
Foto: Eric Kilby, CC BY-SA 2.0Natur- und Tierschutz
Die Serengeti ist eines der meistbesuchten Schutzgebiete Afrikas, und der Andrang ist spürbar: An seltenen Sichtungen wie Nashörnern stehen mitunter mehrere Fahrzeuge gleichzeitig. Solche Szenen sind nicht die Regel, sie hängen davon ab, wann und wo du unterwegs bist.
Wer den Druck auf die belebten Bereiche verringern will, hat es in der Hand: länger bleiben, in den Norden und Westen ausweichen, früh am Morgen fahren statt zur Hauptzeit um neun. Das verbessert die eigene Erfahrung und verteilt den Verkehr.
Eintritt und Übernachtungsgebühr gehen an die Parkbehörde TANAPA, die damit den Schutz der tansanischen Nationalparks finanziert.
Rund um den Park leben Gemeinschaften, die das Land traditionell nutzen. Die UNESCO führt die Serengeti als Weltnaturerbe und als Biosphärenreservat.
Praktische Informationen
Anfahrt aus dem Osten
Vom Kraterrand des Ngorongoro sind es rund 85 Kilometer bis zum Naabi-Hill-Tor und von dort gut eine Stunde weiter bis Seronera. Rechne mit drei bis vier Stunden für die ganze Strecke; das Stück zwischen Krater und Naabi Hill ist die schlechteste Piste der Route. An jedem der beiden Tore kann die Abfertigung bis zu eine halbe Stunde dauern.
Zeit einplanen
Die meisten Gäste kommen über Naabi Hill, sehen Ndutu und das Seronera-Tal, und genau dort ist am meisten los. Wer länger bleibt und in den Norden oder Westen fährt, ist deutlich ruhiger unterwegs.
Früh aufstehen
Die meisten Tiere sind am frühen Morgen und späten Nachmittag aktiv, Nashörner und Leoparden mittags kaum. Um 6 Uhr bist du fast allein, ab 9 Uhr kommen die meisten Pirschfahrten.
Frühzeitig buchen
Besonders zur Hochzeit der Great Migration. Im Norden sind Lodges teils ein bis zwei Jahre im Voraus belegt.
Regeln
Höchstens 50 km/h, Füttern ist verboten, und aussteigen darfst du nur an den ausgewiesenen Plätzen.
Vorbereitung
Impfungen und Einreisedokumente rechtzeitig klären, Malariaprophylaxe früh beginnen, passende Kleidung und Ausrüstung wählen.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Wann ist die Great Migration in der Serengeti?
Das ganze Jahr, die Frage ist nur, wo. Dezember bis März stehen die Herden zur Kalbungszeit im Süden bei Ndutu, die meisten Kälber kommen Ende Januar und im Februar zur Welt. Ab April ziehen sie durch Zentrum und Westen nach Norden, Juni bis Juli queren sie den Grumeti, Juli bis Oktober den Mara, mit Schwerpunkt im August und September. Danach kommen sie langsam zurück. Die Zeiten verschieben sich je nach Regenfällen.
Kann man die Flussquerungen sicher sehen?
Nein. Der genaue Zeitpunkt ist unberechenbar, und die Unterkünfte an den Flüssen sind lange im Voraus ausgebucht. Wer darauf aus ist, braucht Zeit, eine Unterkunft in Flussnähe und Glück. Die Migration selbst ist auch ohne Querung sehenswert.
Welche Parks erreiche ich von der Serengeti aus?
Von Seronera im Parkzentrum fährst du zum Ngorongoro-Krater in drei bis vier Stunden über das Tor Naabi Hill, zum Lake Manyara in rund vier Stunden. Bis Tarangire sind es sechs bis acht Stunden, bis zum Arusha-Nationalpark rund sieben. Nach Moshi am Kilimandscharo brauchst du rund zehn Stunden.
Welche Region soll ich wählen?
Das hängt vom Reisezeitpunkt ab. Die zentrale Serengeti funktioniert ganzjährig und ist für den ersten Besuch am verlässlichsten, ist aber auch am vollsten. Der Norden lohnt zwischen Juli und Oktober, der Westen im Juni und Juli, der Süden von Dezember bis März.
Lohnt sich eine Selbstfahrer-Safari?
Sie bringt Freiheit bei Route und Tempo. Günstiger ist sie oft nicht: Mietwagen, Parkgebühren und Unterkünfte summieren sich schnell auf dasselbe Niveau wie eine geführte Tour. Dazu kommt, dass ein Guide die Tiere findet und der Buschfunk zwischen den Guides aktuelle Sichtungen weitergibt.
Wie lange gilt die Eintrittskarte für die Serengeti?
Ein Tagesticket gilt 12 Stunden, mit Übernachtung im Park 24 Stunden ab der Einfahrt. In dieser Zeit darfst du beliebig oft ein- und ausfahren. Wer um acht einfährt und im Park schläft, muss am nächsten Tag um acht draußen sein oder einen weiteren Tag zahlen. Willst du am Folgetag noch einen Morgen im Park, fahr erst gegen elf Uhr ein.
Kann man am Tor mit Bargeld bezahlen?
Nein, am Tor zahlst du nur mit Karte. Nimm eine Kreditkarte mit, die im Ausland funktioniert. Fällt das Netz aus, stockt die Abfertigung, komm deshalb nicht erst kurz vor Torschluss an.
Was kostet ein Tag in der Serengeti an Gebühren?
Der Eintritt kostet rund 75 € pro Person und Tag, Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen rund 20 €. Wer im Park schläft, zahlt pro Nacht rund 60 € dazu. Außerdem kostet das Fahrzeug eine eigene Gebühr.





















