Wasserfall · Highlight
Die Augrabies-Wasserfälle
auch: Augrabies Falls · Augrabiesvalle · Aukoerebis · King George's Cataract
Du stehst auf dem Steg, die Gischt steigt dir entgegen, und der Oranje stürzt 56 Meter in die Schlucht.
Der Oranje stürzt hier 56 Meter frei über eine Granitkante und fließt danach durch eine 18 Kilometer lange Schlucht weiter. Wie viel Wasser kommt, entscheidet nicht der Regen vor Ort, sondern das Einzugsgebiet weit stromaufwärts und die Abgaben der Talsperren Vaal und Gariep.
- Besuchsdauer
- 1 bis 2 Stunden
- Trubel
- 3 von 5
- Beste Reisezeit
- Mär–Mai
- Nächstes Tor
- Augrabies-Tor, 3,0 km Luftlinie
An den Augrabies-Wasserfällen stehst du auf einem Holzsteg über nacktem Granit und siehst, wie der Oranje über die Kante kippt und 56 Meter frei in die Schlucht fällt. Unten tost das Wasser weiter, durch eine Granitschlucht, die sich 18 Kilometer durch die Halbwüste der Nordkap-Provinz zieht. Die Khoi nannten die Stelle Aukoerebis, Ort des großen Lärms. Bei viel Wasser verstehst du, warum.
Du musst dafür nicht wandern. Die Stege beginnen wenige hundert Meter hinter dem Restaurant und dem Rest Camp. Mehrere Plattformen zeigen dir den Fall aus verschiedenen Winkeln, eine davon schaut direkt auf die Abbruchkante. Daneben siehst du runde Löcher im Fels, die das Wasser über lange Zeit in den Granit geschliffen hat.
Wie viel Wasser kommt, entscheidet nicht der Himmel über dir. Der Oranje bringt Regen aus dem Landesinneren mit, und die Talsperren Vaal und Gariep lassen Wasser ab. An einem normalen Tag sind es 30 bis 50 Kubikmeter je Sekunde. Bei Hochwasser kann es hundertmal so viel sein, im Januar und Februar 2011 waren es 4.779. Dann wirst du auf den Stegen nass, und der Park sperrt einen Teil der Plattformen.
Übernachtest du im Rest Camp, hast du die Stege am frühen Morgen und am Abend fast für dich. Von 20 bis 22 Uhr wird der Hauptfall angestrahlt. Tagesgäste sehen das nicht, sie müssen um 18 Uhr draußen sein.
Darum lohnen sich die Augrabies-Wasserfälle
- Der Fall stürzt 56 Meter frei in eine 18 Kilometer lange Granitschlucht.
- Du kommst ohne Wanderung hin: Die Stege beginnen wenige hundert Meter hinter dem Restaurant und dem Rest Camp.
- Mehrere Plattformen zeigen denselben Fall aus verschiedenen Winkeln, statt eines einzigen Aussichtspunkts.
- Bei hohem Wasserstand stehst du in der Gischt und verstehst dein eigenes Wort kaum. Die Khoi nannten die Stelle Aukoerebis, Ort des großen Lärms.
- Auf dem Granit neben den Stegen leben die Augrabies-Flachechsen. Im Sommer springen die Männchen nach Kriebelmücken, und ihre Farben sind schwer zu übersehen.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für die Augrabies-Wasserfälle
- Lass die Sandalen im Auto Die Gischt macht Stege und Plattformen glatt, deshalb bittet der Park um Schuhe mit rutschfesten Sohlen. Rechne damit, nass zu werden. Bei Hochwasser hilft dir selbst eine lange Regenjacke kaum, ein Hut und Kleidung zum Wechseln dagegen schon.
- Frag an der Rezeption, welche Plattformen offen sind Bei hohem Wasserstand sperrt der Park einen Teil der Plattformen. Eine kurze Frage an der Rezeption erspart dir den Weg zu einer abgesperrten Treppe.
- Schau auf den Granit, nicht nur aufs Wasser Neben den Stegen sitzen im Sommer die Männchen der Augrabies-Flachechse auf den Felsen, blau, gelb und orange. Sie springen nach Kriebelmücken, das sind kleine Fliegen, die am Wasser schwärmen. Die Echse lebt fast nur hier, und die meisten Leute laufen an ihr vorbei.
- Im Winter ist der Fall schmal, die Schlucht bleibt Im Juli kommt oft nur wenig Wasser über die Kante. Der Besuch lohnt sich trotzdem, denn Schlucht, Granit und Tiere sind dann genauso da, und es ist kühler und ruhiger. Kommst du wegen des Wassers, plan eher März bis Mai.
- Geh zum Arrow Point und schau zurück Von den Stegen blickst du von der Kante hinab. Den Blick in die Schlucht hinein bekommst du am Arrow Point, rund zweieinhalb Kilometer vom Rest Camp. Unterwegs kommst du an den Twin Falls vorbei. Bei Hochwasser sind die Wanderwege gesperrt, frag also vorher an der Rezeption.
- stürzt der Oranje frei in die Schlucht
- 56 m
- lang ist die Granitschlucht unter dem Fall
- 18 km
- fließen an einem normalen Tag über die Kante
- 30 bis 50 m³/s
- waren es im Januar und Februar 2011
- 4.779 m³/s
Lage und Anreise zu den Augrabies-Wasserfällen14
Die Augrabies-Wasserfälle liegen am Oranje im Augrabies-Falls-Nationalpark in der Nordkap-Provinz Südafrikas, rund 120 Straßenkilometer westlich von Upington, wenige hundert Meter vom Rest Camp des Parks.
So kommst du hin
- Rest Camp und RezeptionCamp · wenige hundert Meter zu Fuß zu den Stegen
- Augrabies-TorTor · rund 3 km Asphalt bis zum Rest Camp3,0 km
- KakamasOrt · rund 40 km Straße über die R359
- UpingtonOrt · rund 120 km über N14 und R359, nächster Flughafen
Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.
Beste Reisezeit für die Augrabies-Wasserfälle
Die Augrabies-Wasserfälle kannst du das ganze Jahr besuchen. Die großen Hochwasser der letzten Jahre kamen alle zwischen Januar und Mai, wenn weit flussaufwärts Regen fällt und die Talsperren Wasser ablassen. Am besten planst du März bis Mai, im Juli ist der Fall oft schmal.
Oktober möglich
Im Oktober kannst du die Augrabies-Wasserfälle gut besuchen, die besten Monate sind es aber nicht. Im Oktober ist an den Augrabies-Wasserfällen eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
Abendbeleuchtung Hauptfall angestrahlt, 20 bis 22 Uhr, nur Übernachtungsgäste
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).
Dein Tag an den Augrabies-Wasserfällen
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
- 06:00–07:00Übernachtest du im Rest Camp, gehören dir die Stege jetzt fast allein. Die Tagesgäste dürfen erst ab 7 Uhr herein.
- 07:00–17:00Das Tor ist offen, und Tagesgäste kommen dazu. Auf den Plattformen teilst du dir den Blick, besonders an Wochenenden und in den Ferien.
- 17:00–18:30Ab 17 Uhr fährt kein Tagesgast mehr herein, um 18 Uhr müssen alle draußen sein. Um 18.30 Uhr schließt das Tor.
- 18:30–20:00Jetzt sind nur noch Übernachtungsgäste im Park. Auf den Stegen wird es still, nur der Fall rauscht.
- 20:00–22:00Der Hauptfall wird angestrahlt. Das siehst du nur, wenn du im Park übernachtest.
- 06:01Sonnenaufgang im Oktober
- 18:47Sonnenuntergang
Vom Ort des großen Lärms zum Nationalpark167911
Lange bevor es Stege gab, kannten die Khoi diesen Fall. Hier siehst du, wer später kam und wann der Fluss seine größten Auftritte hatte.
- Oktober 1778
Der erste Europäer am Fall
Hendrik Jakob Wikar, ein schwedischer Söldner, der seinem Dienst davongelaufen war, erreicht nach jahrelangem Umherziehen den Fall. Er gilt als erster Europäer, der ihn gesehen hat.
- Anfang der 1920er
Ein Schwimmer hinter dem Vorhang
Deneys Reitz, Soldat und später Minister, schwimmt durch das Becken unter dem Fall in die Höhle dahinter. So schreibt er es in seinen Erinnerungen.
- 1954
Der Antrag
Menschen aus der Gegend beantragen, den Fall zum Nationalpark zu machen. Es dauert zwölf Jahre, bis es so weit ist.
- 5. August 1966
Der Park wird ausgerufen
Der Augrabies-Falls-Nationalpark entsteht. Seitdem liegen Fall und Schlucht im Schutzgebiet.
- Januar und Februar 2011
4.779 Kubikmeter je Sekunde
Der höchste Wert, den die SANParks-Tafel im Rest Camp nennt. Normal sind 30 bis 50 Kubikmeter.
- April 2025
Der Fluss steigt
Am 10. April fließen 427 Kubikmeter je Sekunde, das Wasserministerium erwartet für Mitte April rund 3.000.
- 5. August 2026
60 Jahre Park
SANParks feiert den 60. Geburtstag des Parks. Der Fall heißt bis heute nach dem Khoi-Namen Aukoerebis.
Die Wasserschlange im Becken
Die Khoi erzählen von einer riesigen Schlange, die unten im Becken des Falls lebt. Ihre Schuppen schimmern, ihre Augen bannen dich, und auf dem Kopf trägt sie einen großen Diamanten als Krone. Wer sie überlistet, so heißt es, dem bringt der Diamant großes Glück. Wer ihrem Blick verfällt, den zieht sie in den Schaum hinab, für immer. Überlistet hat sie angeblich noch niemand. In der Karoo und der Kalahari kennen viele Menschen die Geschichte vom Waterslang, und manche sagen, sie hätten die Schlange gesehen.
Was du vor dem ersten Schritt wissen solltest15
Die Stege sind leicht zu gehen, aber der Fall macht sie nass und glatt. Diese Punkte bittet der Park zu beachten.
Rutschfeste Sohlen
Die Gischt macht Holz und Granit glatt. Zieh Schuhe mit griffiger Sohle an.
Du wirst nass
Bei viel Wasser kommt die Gischt bis auf die Plattformen. Hut, Wechselkleidung und notfalls ein Schirm helfen.
Absperrungen gelten
Bei Hochwasser sperrt der Park Plattformen und Wanderwege. Frag an der Rezeption, was gerade offen ist.
Tagesgäste bis 18 Uhr
Einfahrt von 7 bis 17 Uhr, um 18 Uhr musst du den Park verlassen haben.
Abends angestrahlt
Von 20 bis 22 Uhr wird der Hauptfall beleuchtet, für Übernachtungsgäste.
Passen die Augrabies-Wasserfälle zu dir?
Ja, wenn …
- Du willst einen großen Wasserfall sehen, ohne dafür zu wandern.
- Du übernachtest gern im Park und hast die Stege am Abend und am frühen Morgen fast für dich.
- Es macht dir nichts aus, nass zu werden, wenn der Oranje viel Wasser bringt.
- Du reist zwischen März und Mai durch die Nordkap-Provinz.
Eher nicht, wenn …
- Du kommst im Juli und erwartest einen tosenden Fall. Dann ist er oft schmal.
- Du suchst eine lange Wanderung: Bis zum Fall sind es nur ein paar hundert Meter.
- Du willst den angestrahlten Fall sehen, aber nicht im Park übernachten.
Die Augrabies-Wasserfälle in Bildern
Breit und braun im Hochwasser, schmal im September: So unterschiedlich sehen die Augrabies-Wasserfälle übers Jahr aus.
Hilfreiche Infos zu den Augrabies-Wasserfällen
Was du vor deinem Besuch wissen solltest, damit du trocken genug ankommst und rechtzeitig aus dem Park kommst.
Anfahrt
Von Upington fährst du rund 120 Kilometer über die N14 bis Kakamas und weiter über die R359 bis zum Parktor. Vom Tor sind es rund 3 Kilometer Asphalt bis zum Rest Camp, dort parkst du.
Eintritt
Du zahlst nur den Parkeintritt: für Erwachsene aus dem Ausland rund 18 € am Tag, für Kinder von 2 bis 11 rund 9 €. Der Preis bleibt bis Ende Oktober 2027 gleich.
Schuhe
Die Stege sind wegen der Gischt oft glatt. Nimm Schuhe mit rutschfester Sohle und rechne damit, nass zu werden.
Zeiten
Tagesgäste fahren von 7 bis 17 Uhr herein und müssen um 18 Uhr draußen sein. Willst du den angestrahlten Fall sehen, buch eine Nacht im Rest Camp.
Hochwasser
Bei viel Wasser sperrt der Park einzelne Plattformen und die Wanderwege. Frag an der Rezeption, was offen ist, bevor du losgehst.
Fragen und Antworten zu den Augrabies-Wasserfällen
Wie weit ist es vom Parkplatz zum Wasserfall?
Nur wenige hundert Meter. Du parkst am Rest Camp und gehst hinter dem Restaurant direkt auf die Stege. Wenn du alle Plattformen mitnimmst, bist du ein bis zwei Stunden unterwegs.
Wie viele Aussichtsplattformen gibt es?
Mehrere, und jede zeigt dir den Fall aus einem anderen Winkel. Bei Hochwasser bleiben nicht alle offen. An der Rezeption erfährst du, welche heute zugänglich sind.
Wird man auf den Stegen nass?
Bei viel Wasser ja, und zwar gründlich. Die Gischt macht die Stege dann glatt, also zieh Schuhe mit rutschfester Sohle an. Bei normalem Wasserstand bleibst du trocken.
Kann man den Wasserfall auch abends sehen?
Ja, von 20 bis 22 Uhr wird der Hauptfall angestrahlt. Das erlebst du aber nur, wenn du im Park übernachtest. Tagesgäste kommen ab 17 Uhr nicht mehr herein und müssen um 18 Uhr draußen sein.
Wie hoch sind die Augrabies-Wasserfälle?
Der Hauptfall stürzt 56 Meter frei in die Schlucht. Darunter zieht sich die Granitschlucht 18 Kilometer weit durch den Park.
Was kostet der Eintritt zu den Augrabies-Wasserfällen?
Die Fälle liegen im Augrabies-Falls-Nationalpark, du zahlst also den Parkeintritt. Für Erwachsene aus dem Ausland sind das 325 Rand am Tag, rund 18 €, für Kinder von 2 bis 11 Jahren 163 Rand, rund 9 €. Der Preis gilt bis Ende Oktober 2027.
Quellen und Stand
Geprüft am 12. Oktober 2026
- SANParks: The Waterfall & Scenic Viewpoints, Augrabies Falls National Park (56 m freier Fall, 18 km Schlucht, Stege mit Plattformen nahe Restaurant und Rest Camp, Beleuchtung 20 bis 22 Uhr, Sage von der Wasserschlange) abgerufen 2026-10-12
- SANParks: Rates & Entry Fees, Augrabies Falls National Park (Daily Conservation Fees 1.11.2025 bis 31.10.2026) abgerufen 2026-10-12
- SANParks: Conservation Fees 1 November 2026 to 31 October 2027 (PDF), Zeile Augrabies Falls National Park abgerufen 2026-10-12
- SANParks: Entrance Gate, Augrabies Falls National Park (Torzeiten je Monat, Stand der Seite 03.03.2026) abgerufen 2026-10-12
- SANParks: Vital Information, Augrabies Falls National Park (Tagesgäste 7 bis 17 Uhr, Ausfahrt bis 18 Uhr; glatte Stege, rutschfeste Sohlen) abgerufen 2026-10-12
- SANParks News, 10.04.2025: Augrabies Falls National Park Roaring With Sound (normal 30 bis 50 m³/s, 427 m³/s am 10.04.2025, Prognose des Wasserministeriums rund 3.000 m³/s, Talsperren Vaal und Gariep) abgerufen 2026-10-12
- SANParks News, 05.08.2026: Augrabies Falls National Park Marks 60 Years (Aukoerebis, Antrag 1954, Proklamation 5.8.1966, Wikar 1778, Augrabies-Flachechse) abgerufen 2026-10-12
- SANParks: Hikes, Walks & Trails, Augrabies Falls National Park (Dassie Trail 8 km, Rest Camp, Arrow Point, Moon Rock) abgerufen 2026-10-12
- SANParks-Tafel „Floods over the past two decades“ im Rest Camp: 2006 März/April 1.983, 2010 Februar 2.936, 2011 Januar/Februar 4.779 m³/s (Foto auf Commons von Ich-schau-nur, 26.02.2023) abgerufen 2026-10-12
- SANParks-Aushang „River Flow“ vom 26.02.2023: Wehr Neusberg (45 km flussaufwärts) 3.873 m³/s, Wehr Blouputs (35 km flussabwärts) 3.771,2 m³/s (Foto auf Commons von Ich-schau-nur) abgerufen 2026-10-12
- Wikipedia (en): Augrabies Falls (Wikar im Oktober 1778, Deneys Reitz Anfang der 1920er, Name King George's Cataract) abgerufen 2026-10-12
- World Waterfall Database: Augrabies Falls (Hauptfall rund 56 m; 146 m ist der Höhenunterschied der Schlucht; Name King George's Cataract) abgerufen 2026-10-12
- OpenStreetMap: Node 447833067 Main Falls, Node 1309198353 Rest Camp/Rezeption, Node 5801544656 Pot Holes, Node 2175115638 Picknickplatz, Node 447835742 Twin Falls, Node 247417156 Entrance Gate; Straßen N14 und R359, Zufahrt Way 223675848. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) abgerufen 2026-10-12
- Google Maps: Ort „Augrabiesvalle“ (−28,59128 / 20,34008) abgerufen 2026-10-12
- Europäische Zentralbank: Euro-Referenzkurs Südafrikanischer Rand am 09.10.2026 (18,527 Rand je Euro) abgerufen 2026-10-12
- Wikipedia (en): Olympic-size swimming pool (50 × 25 m, mindestens 2 m tief, rund 2.500 m³) abgerufen 2026-10-12









