Tierbeobachtungsort · Highlight

Die Elefantenherden am Fluss

auch: Great Ruaha River elephants · Ruaha elephants · Elefanten Ruaha-Nationalpark · Mwagusi Sand River

Im Sandbett steht ein letzter Tümpel, und eine Familie Elefanten kommt den Hang herunter, die Kälber vorneweg.

Der Ruaha-Nationalpark hat einen der größten Elefantenbestände Tansanias. In der Trockenzeit graben die Herden im Sandbett des Großen Ruaha nach Wasser.

Besuchsdauer
Kein eigener Halt: Schwerpunkt jeder Morgen- und Nachmittagspirsch
Trubel
2 von 5
Beste Reisezeit
Jun–Okt
Nächstes Tor
Main Gate, 10 km Luftlinie

Wo genau?

Alle 5 Bilder
Ein Elefant mit abgespreizten Ohren steht im flachen Wasser am grasigen Ufer des Großen Ruaha, hinter ihm Sandbänke und Felsen im FlussFoto: Richard Mortel from Riyadh, Saudi Arabia, CC BY 2.0
Das ausgetrocknete, sandige Bett des Großen Ruaha mit Elefantendung und einer Giraffe, dahinter Bäume und ein BergFoto: Paul Shaffner, Iringa, Tanzania, CC BY 2.0

Es ist kurz nach sieben, die Sonne steht noch tief über dem Sandbett, und unten im Flussbett glänzt ein letzter Tümpel. Oben am Hang bewegt sich etwas Graues zwischen den Bäumen. Erst eine alte Kuh, dann noch eine, dann zwei Kälber, die fast unter den Bäuchen der Großen verschwinden. Sie gehen nicht, sie eilen. Das sind die Elefantenherden am Großen Ruaha, und in der Trockenzeit führt fast jeder ihrer Wege an diesen Fluss.

Dass sie so verlässlich kommen, hat einen traurigen Grund. Der Große Ruaha führte früher das ganze Jahr Wasser. 1993 fiel er im Park zum ersten Mal trocken, und seitdem bricht er in der Trockenzeit immer wieder ab, meist von September bis Dezember. Flussaufwärts, in der Usangu-Ebene, nehmen Reisfelder in den trockenen Monaten fast das ganze Wasser. Im Park bleiben dann Tümpel im Sand, und an denen drängt sich alles, was trinken muss.

Ist auch der Tümpel nur noch eine braune Pfütze, fängt das Graben an. Ein Elefant scharrt mit dem Vorderfuß und schiebt mit dem Rüssel Sand beiseite, bis unten Wasser nachsickert. Forscher aus Berlin haben am Großen Ruaha beobachtet, dass die Tiere schon graben, sobald der Fluss aufhört zu fließen, nicht erst, wenn er ganz trocken ist. Das stehende Wasser in den Tümpeln ist dann voller Bakterien, das Wasser aus dem Sand sauberer. Auch Steppenzebras, Warzenschweine und Gelbe Paviane graben, und andere Arten trinken mit. Ein Loch hält bis zu zwei Wochen und ist manchmal im Umkreis von fünf Kilometern das einzige Wasser.

Ganz ohne Schatten ist auch die Geschichte der Elefanten hier nicht. Im Raum Ruaha-Rungwa zählte die Wildforschung 2013 rund 20.000 Tiere, 2015 knapp 16.000. Die vielen Kadaver, die die Zähler fanden, starben nicht eines natürlichen Todes, und Tansania verstärkte danach den Kampf gegen die Wilderei. 2021 waren es gut 15.700 Elefanten, und frische Kadaver fanden sich kaum noch. Wenn heute eine Familie zum Trinken herunterkommt, siehst du einen der größten Bestände des Landes.

Was du nicht bekommst, ist ein Flussbild wie im Prospekt. Im September und Oktober stehst du oft vor Sand, und zwischen den Wasserstellen fährst du manchmal lange ohne Sichtung. Dafür hast du die Szene am Ufer meist für dich allein.

Warum hin

Darum lohnen sich die Elefantenherden am Großen Ruaha

  1. In der späten Trockenzeit ist die Flusslinie die einzige Wasseradresse im Park. Du fährst nicht zu den Elefanten, die Herden kommen zum Wasser.
  2. Elefanten graben sich hier mit Fuß und Rüssel ihre eigenen Brunnen in den Sand, und andere Arten trinken danach aus diesen Löchern.
  3. Du hast die Szene meist für dich, oft ganze Vormittage am Fluss ohne ein zweites Fahrzeug.
  4. Am Wasser steht nicht nur Elefant: An den Flusslinien siehst du auch Büffel, Raubtiere und viele der über 570 Vogelarten des Parks.

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für die Elefantenherden am Ruaha

  • Wenn der Hauptfluss leer wirkt, fahr die Sandflüsse ab Mwagusi und Mdonya führen in der Trockenzeit oberirdisch kein Wasser, halten es aber unter dem Sand. Dort graben die Elefanten ihre Löcher, und dort stehen sie oft, wenn am Großen Ruaha wenig los ist. Sag deinem Fahrer schon am ersten Abend, dass du die Sandbetten sehen willst und nicht nur die Hauptpiste am Fluss.
  • Bleib an einem frischen Loch stehen Wenn die Herde weiterzieht, fahr nicht gleich mit. Ein frisch gegrabenes Loch zieht die Nächsten an: Zebras, Warzenschweine und Paviane graben selbst nach, andere trinken einfach mit. Wer zehn Minuten wartet, bekommt oft die zweite Szene am selben Wasser.
  • Die Tsetsefliegen sitzen nicht an der Flusslinie Die Fliegen stehen vor allem in den bewaldeten Ecken abseits der zentralen Flussgegend und stören am Fluss deutlich weniger. Welche Abschnitte gerade schlimm sind, wissen die Fahrer. Frag vor der Pirsch danach, statt es unterwegs zu merken.
  • Rechne im September mit Sand, nicht mit Fluss Ab September bricht der Große Ruaha meist ab, und vom Ufer aus siehst du ein breites Sandbett mit einzelnen Tümpeln. Für die Elefanten ist das die beste Zeit, für Flussfotos nicht. Willst du Wasser im Bild, komm im Juni oder Juli.
fiel der Große Ruaha im Park erstmals trocken
1993
Elefanten zählte TAWIRI 2021 im Raum Ruaha-Rungwa
15.751
trinken Tiere aus einem gegrabenen Loch
2 Wochen
im Umkreis oft das einzige Wasser
5 km

Wo genau

Lage und Anreise zu den Elefantenherden am Großen Ruaha11

Die Elefantenherden am Großen Ruaha trinken entlang der Flusslinie im Osten des Ruaha-Nationalparks, vom Main Gate über das Parkhauptquartier bei Msembe bis zur Mündung des Mwagusi. Das Main Gate liegt rund 130 Straßenkilometer westlich von Iringa.

So kommst du hin

  • Main GateTor · Haupttor nahe dem Großen Ruaha, ab Iringa rund 130 km und 3 bis 4 Std.
    10 km
  • MsembeAirstrip · Airstrip beim Parkhauptquartier, 2 bis 3 Std. Flug ab Daressalam
    6,7 km
  • IringaOrt · 3 bis 4 Std. mit dem Auto, nur Allrad
  • DaressalamOrt · 9 bis 11 Std. mit dem Auto, meist mit Übernachtung in Iringa

Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.

In Google Maps öffnen

Wann hin

Beste Reisezeit für die Elefantenherden am Großen Ruaha

Die Elefantenherden am Großen Ruaha siehst du am dichtesten von Juli bis Oktober. Dann bleibt im Park kaum anderes Wasser, und die Herden kommen jeden Tag an den Fluss. Ab September bricht der Fluss meist ab, und gegraben wird im Sandbett. Im Juni fließt noch Wasser, die Tiere sind aber schon am Fluss. Von März bis Mai fällt der lange Regen, viele Pisten sind dann unpassierbar und die meisten Camps geschlossen. Von November bis Februar ist alles grün, und die Herden verteilen sich über den ganzen Park.

Oktober empfohlen

Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für die Elefantenherden am Großen Ruaha. Im Oktober ist bei den Elefantenherden am Großen Ruaha viel los, starte deshalb möglichst früh.

Trockenzeit, Herden am Fluss trocken

Fluss steht still, Tiere graben im Sand Sandbett

06:18Sonnenaufgang
18:34Sonnenuntergang
12,3 hTageslicht

Monatsmitte, Ortszeit (UTC+3).

Dein Tag bei den Elefantenherden am Großen Ruaha

Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.

  • 06:00–08:30Die Tore öffnen, und es ist noch kühl. Jetzt kommen die Herden zum Trinken herunter, und das Licht liegt flach über dem Sandbett.
  • 08:30–11:00Fahr jetzt die Sandflüsse ab. Wo der Große Ruaha leer wirkt, stehen die Elefanten oft an ihren Grablöchern im Mwagusi oder Mdonya.
  • 11:00–15:30Die Hitze drückt, und die Herden ziehen in den Schatten der Uferbäume. Das Licht ist hart, die Ufer sind ruhig.
  • 15:30–17:45Es wird kühler, und die Familien kommen zurück ans Wasser. Ein Platz an der Uferkante lohnt sich jetzt mehr als jede lange Fahrt.
  • 17:45–18:00Um 18 Uhr ist Schluss auf den Pisten. Weiter geht es nur mit angemeldeter Nachtpirsch.
  • 06:18Sonnenaufgang im Oktober
  • 18:34Sonnenuntergang

Probier es aus

Grab mit dem Elefanten nach Wasser45

Wenn der Große Ruaha aufhört zu fließen, liegt das Wasser nicht weg, sondern unter dem Sand. Grab selbst, Schritt für Schritt, und schau, wer danach an dein Loch kommt.

  • Der Fluss steht still: Der Große Ruaha fließt nicht mehr, im Bett bleiben einzelne Tümpel. Mit jedem Tag wird ihr Wasser schmutziger, voller Kot und Bakterien.
  • Scharren: Der Elefant scharrt mit dem Vorderfuß und schiebt mit dem Rüssel Sand beiseite. Gegraben wird schon, wenn das Wasser aufhört zu fließen, nicht erst, wenn alles trocken ist.
  • Weitergraben: Unten wird der Sand dunkel und feucht. Das Wasser hat sich hier gehalten, auch wenn oben alles trocken aussieht.
  • Wasser sickert nach: Im Loch sammelt sich Wasser, das durch den Sand gesickert ist. Die Forscher vermuten, dass die Tiere genau deshalb graben: Dieses Wasser ist sauberer als das im Tümpel.
  • Die Nächsten kommen: Steppenzebras, Warzenschweine und Gelbe Paviane graben selbst nach, andere Tiere trinken einfach mit. Ein Loch hält bis zu zwei Wochen und ist manchmal im Umkreis von fünf Kilometern das einzige Wasser.

Ein Jahr am Großen Ruaha

Wann der Fluss fließt und wann gegraben wird34

Der Große Ruaha ist im März ein reißender Fluss und im Oktober oft nur Sand. Hier siehst du, wie das Wasser über das Jahr kommt und geht, und wann die Herden am dichtesten am Ufer stehen.

Jan: 2JanFeb: 2FebMär: 3MärApr: 3AprMai: 2MaiJun: 1JunJul: 1JulAug: 1AugSep: 0SepOkt: 0OktNov: 0NovDez: 1Dez

Wasser im Großen Ruaha im Park (Einschätzung: Sandbett · Rinnsal · fließt · Hochwasser). Die Stufen sind eine Einordnung, keine gemessenen Abflüsse. Der Fluss steigt ab Dezember, hat sein Hoch im März und April und bricht seit 1993 in der Trockenzeit ab, meist von September bis Dezember, in manchen Jahren früher und bis in den März. Stufe 0 heißt: Tümpel und Sandbett, Tiere graben.

Wer dir begegnet

Wer am Wasser gräbt41213

Die Elefanten sind die Hauptdarsteller, aber am Großen Ruaha graben noch andere nach Wasser. Hier siehst du, wen du an den Löchern triffst und wie du dich verhältst.

Elefant am Ufer des Großen Ruaha, Juni 2016Foto: Richard Mortel from Riyadh, Saudi Arabia, CC BY 2.0

Afrikanischer Elefant

Das größte Landtier der Erde. Die Familien bestehen aus Kühen und ihren Jungen und werden von einer erfahrenen alten Kuh geführt, die Bullen ziehen meist allein oder in kleinen Gruppen.

Sichtungschance
Juli bis Oktober am FlussOft
November bis FebruarGute Chance
Wo du sie findest

am Großen Ruaha zwischen Main Gate und Mwagusi-Mündung, dazu in den Sandbetten von Mwagusi und Mdonya

So verhältst du dich

Bleib im Wagen, leise, und lass den Familien den Weg zum Wasser frei. Stellt eine Kuh die Ohren auf und kommt ein paar Schritte auf euch zu, fährt der Guide zurück.

Zwei Zebras im trockenen Gras, Ruaha, Oktober 2007Foto: _ubik_, CC BY-SA 2.0

Steppenzebra

Das Zebra der offenen Savanne, im Ruaha die Unterart Böhm-Zebra. Als Grasfresser muss es jeden Tag trinken, deshalb bleibt es in der Trockenzeit nah am Wasser.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

auf den offenen Flächen am Fluss und an frischen Grablöchern

So verhältst du dich

Zebras sind scheu. Halte Abstand, wenn eine Gruppe zum Loch kommt, sonst dreht sie ab, ohne getrunken zu haben.

Pavian im trockenen Gras, Ruaha, Juni 2016Foto: Richard Mortel from Riyadh, Saudi Arabia, CC BY 2.0

Gelber Pavian

Ein großer Affe mit gelblich-braunem Fell, der in Trupps lebt und viel am Boden nach Futter sucht. Am Großen Ruaha gräbt er selbst nach Wasser.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

an den Uferwäldern und im Flussbett, oft in der Nähe von Elefanten

So verhältst du dich

Lass nie Essen offen im Wagen liegen und mach die Fenster zu, wenn ein Trupp neben euch sitzt.

Ehrlich gesagt

Passen die Elefantenherden am Großen Ruaha zu dir?

Ja, wenn …

  • Du willst Elefanten nicht nur sehen, sondern ihnen eine halbe Stunde lang zuschauen.
  • Du kannst zwischen Juli und Oktober reisen und hast drei oder mehr Tage im Park.
  • Du magst leere Pisten und hältst auch mal eine Stunde ohne Sichtung aus.
  • Dich interessiert, wie ein Fluss und seine Tiere zusammenhängen.

Eher nicht, wenn …

  • Du willst ein Fluss-Postkartenbild. Im September und Oktober siehst du oft vor allem Sand.
  • Du hast nur einen Tag und kommst in der Regenzeit von März bis Mai.
  • Du suchst einen festen Aussichtspunkt. Hier fährst du eine Flusslinie ab.

Inspiration

Die Elefantenherden am Großen Ruaha in Bildern

Ein Elefant im Wasser, eine Familie am Ufer, ein Sandbett im Abendlicht: So sieht der Große Ruaha aus, je nachdem, wann du kommst.

Gut zu wissen

Hilfreiche Infos zu den Elefantenherden am Großen Ruaha

Ein paar Dinge machen deine Tage am Fluss leichter, vom richtigen Airstrip bis zur Fußsafari.

Anfahrt

Die meisten fliegen nach Msembe, 2 bis 3 Stunden ab Daressalam mit Zwischenlandungen. Mit dem Auto sind es ab Iringa rund 130 km über Tungamalenga bis zum Main Gate, 3 bis 4 Stunden, nur mit Allrad. Kläre vorher, welcher Airstrip zu deinem Camp gehört.

Bezahlen

Am Tor zahlst du mit Karte oder Mobile Money, Bargeld nimmt die Kasse nicht. Das Tagesticket gilt zwölf Stunden mit mehrfacher Einfahrt. Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht rund 30 € dazu.

Zu Fuß

Ans Ufer kommst du zu Fuß nur geführt und mit Ranger. Eine kurze Fußsafari bis vier Stunden kostet rund 20 €, eine lange rund 25 €, dazu der Ranger mit rund 20 € je Gruppe und Tag. Bestell sie bei der Buchung mit.

Gepäck

Im Kleinflugzeug darfst du 15 bis 20 kg mitnehmen, Handgepäck eingerechnet, in weichen Taschen. Lange Ärmel in Khaki oder Beige helfen gegen Tsetsefliegen in den Waldstücken.

Regenzeit

Von März bis Mai sind viele Pisten unpassierbar und die meisten Camps geschlossen. Auch die Zufahrt aus Iringa ist dann oft nicht befahrbar.

Du fragst

Fragen und Antworten zu den Elefantenherden am Großen Ruaha

Wann siehst du am Großen Ruaha die meisten Elefanten?

Von Juli bis Oktober, weil im Park dann sonst kaum Wasser bleibt. Am Tag sind die erste Stunde nach der Toröffnung um 6 Uhr und der späte Nachmittag deine Fenster. Ab dem späten Vormittag drückt die Hitze, und die Herden ziehen in den Schatten.

Ist der Große Ruaha im September überhaupt noch ein Fluss?

Streckenweise nicht. Seit 1993 bricht er in der Trockenzeit immer wieder ab, meist von September bis Dezember. Dann siehst du ein Sandbett mit einzelnen Tümpeln. Für dich als Beobachter ist das gut, denn an den letzten Wasserstellen sammelt sich alles.

Warum trocknet der Große Ruaha aus?

Flussaufwärts, in der Usangu-Ebene, wird in der Trockenzeit fast das ganze Wasser für die Bewässerung von Reisfeldern genommen. Früher führte der Fluss das ganze Jahr Wasser, 1993 fiel er im Park zum ersten Mal trocken. Seitdem wird versucht, über die Regelung der Bewässerung wieder mehr Wasser in den Fluss zu bringen.

Warum graben Elefanten im Sand nach Wasser?

Wenn der Fluss aufhört zu fließen, wird das Wasser in den Tümpeln schnell schmutzig und voller Bakterien. Im Sand darunter hält sich Wasser, das sauberer ist. Am Großen Ruaha graben neben Elefanten auch Steppenzebras, Warzenschweine und Gelbe Paviane, und andere Tiere trinken aus ihren Löchern.

Wie viele Elefanten leben im Ruaha?

Für den Park allein gibt es keine eigene Zahl, gezählt wird der ganze Raum Ruaha-Rungwa. 2013 kam die Wildforschung dort auf rund 20.000 Elefanten, 2015 auf knapp 16.000, und viele Kadaver aus jenen Jahren gingen auf Wilderei zurück. 2021 waren es rund 15.750, mit kaum noch frischen Kadavern.

Kannst du zu Fuß an den Fluss?

Nur geführt und mit Ranger, in ausgewiesenen Zonen. Eine kurze Fußsafari bis vier Stunden kostet rund 20 €, eine lange rund 25 €, dazu der Ranger mit rund 20 € je Gruppe und Tag. Bestell sie bei der Buchung mit, sie läuft nur über zugelassene Anbieter.

Was kostet der Eintritt in den Ruaha-Nationalpark?

Erwachsene zahlen rund 30 € pro Tag, Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 10 €, jüngere nichts. Der Preis gilt das ganze Jahr, die Mehrwertsteuer ist eingerechnet. Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht rund 30 € dazu. Bezahlt wird mit Karte oder Mobile Money.

Woher wir das wissen

Quellen und Stand

Geprüft am 12. Oktober 2026

  1. Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 22. September 2026
  2. Synapsenbrenner: Ruaha-Nationalpark abgerufen 2026-10-12
  3. Kashaigili, J. J., Rajabu, K. R. M.: Draft Fact Sheet on Ecohydrology of Great Ruaha River. RIPARWIN, Mai 2003 (1993 erstmals trocken zwischen Ihefu-Sumpf und Nationalpark, seitdem jedes Jahr, meist September bis Dezember, manchmal bis März; Anstieg ab Dezember, Hoch im März und April; Bewässerung in der Usangu-Ebene als Hauptgrund; Schließung der Kanaltore ab 1. Juli seit 1999) abgerufen 2026-10-12
  4. Leibniz-IZW, Pressemitteilung „Why do animals dig waterholes?“, 03.11.2015 (Beobachtungen Juni bis November 2011 bis 2013 auf 130 km am Großen Ruaha; Elefant, Steppenzebra, Warzenschwein und Gelber Pavian graben, andere Arten trinken mit; Graben schon, wenn das Wasser aufhört zu fließen; Tümpel stark mit Bakterien und Kot belastet; Löcher bis zu zwei Wochen genutzt, manchmal einziges Wasser im Umkreis von fünf Kilometern; seit den 1990er Jahren steht der Fluss bis zu drei Monate still) abgerufen 2026-10-12
  5. Stommel, C., Hofer, H., Grobbel, M., East, M. L.: Large mammals in Ruaha National Park, Tanzania, dig for water when water stops flowing and water bacterial load increases. Mammalian Biology, 2015 online abgerufen 2026-10-12
  6. Ministry of Natural Resources and Tourism, Tansania: Press Release Ruaha-Rungwa Ecosystem Elephant Census Results 2015, 02.11.2015 (2013: 20.090; 2014: 8.272; 2015: 15.836 ± 4.759; Kadaver-Anteil 15,3 %, kaum frische Kadaver; Tabelle 1: Ruaha-Rungwa 15.836, Selous-Mikumi 15.217) abgerufen 2026-10-12
  7. African Elephant Database: Ruaha-Rungwa, Trockenzeit-Zählflug 21.09. bis 10.10.2021 (TAWIRI 2022, Aerial survey of large animals and human activities in the Ruaha-Rungwa and Katavi-Rukwa Ecosystems): 15.751 ± 1.902 Elefanten, Kadaver-Anteil 1,4 % abgerufen 2026-10-12
  8. TANAPA: Tariffs 1st July 2023 to 30th June 2024 (Abschnitt 1 b ii Katavi, Mikumi, Ruaha 30/10 US$, unter 5 frei; Abschnitt 4 Walking Safaris 20 und 25 US$; Abschnitt 5 Guide fee 20 US$ je Gruppe und Tag; Abschnitt 10 Night Game Drives Ruaha 50/25 US$; Einfahrt mehrfach; „VAT (18%) exclusive“). Projektauszug bauplan/tarifquellen/tariff-2023-24.pdf.txt abgerufen 2026-10-12
  9. TANAPA (Tanzania National Parks): Ruaha National Park abgerufen 2026-10-12
  10. Synapsenbrenner: Karte Ruaha abgerufen 2026-10-12
  11. Google Maps: Ort „Ruaha National Park“ (−7,74404 / 34,96178) abgerufen 2026-10-12
  12. Wikipedia (de): Afrikanischer Elefant (größtes Landtier, Familienverbände aus Kühen und Jungtieren unter Führung einer Leitkuh, Bullen allein oder in Junggesellengruppen) abgerufen 2026-10-12
  13. Leibniz-IZW, Pressemitteilung „Out on dry land: Water shortage threatens species in Ruaha National Park“, 15.04.2024 (Schmied u. a., Wildlife Biology 2024: Zebra und Wasserbock als Grasfresser auf tägliches Wasser angewiesen, Büffel verlassen in der Trockenzeit das Untersuchungsgebiet) abgerufen 2026-10-12