Hluhluwe-iMfolozi-Park

Nashörner in KwaZulu-Natal

Südafrika Schutzgebiet

Der Hluhluwe-iMfolozi-Park in KwaZulu-Natal wurde 1895 ausgewiesen und gehört damit zu den ältesten Schutzgebieten Afrikas. Auf rund 950 Quadratkilometern leben Breitmaul- und Spitzmaulnashörner in ungewöhnlich großer Zahl, dazu Löwen, Elefanten, Büffel und Leoparden. Der hügelige Norden und die offene Savanne des Südens waren ursprünglich zwei getrennte Reservate, verbunden erst seit 1989.

Der Hluhluwe-iMfolozi-Park liegt im Herzen der Provinz KwaZulu-Natal, rund 20 Kilometer nordwestlich von Mtubatuba und etwa 280 Kilometer nördlich von Durban. Beide Teile wurden im April 1895 ausgewiesen, damit gehört der Park zu den ältesten Schutzgebieten Afrikas. Berühmt ist er für seine Nashörner: Um 1895 lebten fast alle verbliebenen Breitmaulnashörner der Welt hier, und von hier aus wurden sie später in anderen Schutzgebieten wieder angesiedelt.

Mit knapp 950 Quadratkilometern vereint der Park drei Abschnitte: das Hluhluwe Game Reserve im Norden, das iMfolozi Game Reserve im Süden und den Korridor dazwischen, der erst 1989 dazukam. Der Norden ist hügelig und dicht bewachsen und steigt bis auf rund 580 Meter an, der Süden liegt tiefer und besteht aus weiten Graslandschaften und offener Savanne, an der tiefsten Stelle 70 Meter über dem Meer. Die Flüsse Hluhluwe und iMfolozi durchziehen das Gebiet.

Neben den Nashörnern leben hier Löwen, Elefanten, Büffel, Leoparden, Geparde, Wildhunde, Hyänen und zahlreiche Antilopenarten, dazu über 400 Vogelarten. Die iMfolozi Wilderness Area im Süden ist straßenlos und nur zu Fuß in Begleitung erfahrener Guides zugänglich.

Warum hin

Darum ist Hluhluwe-iMfolozi-Park ein Sehnsuchtsort

  1. Beide afrikanischen Nashornarten im selben Gebiet, Breitmaul- und Spitzmaulnashorn
  2. 1895 ausgewiesen, eines der ältesten Schutzgebiete Afrikas
  3. Die straßenlose iMfolozi Wilderness Area, seit 1958 nur zu Fuß zugänglich
  4. Zwei Landschaften in einem Park: hügeliger, dichter Norden und offene Savanne im Süden
  5. Über 400 Vogelarten, fast die Hälfte aller Arten des südlichen Afrika

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Hluhluwe-iMfolozi-Park

  • Schlaf im Park, dann gehört dir die erste Stunde Die Tore öffnen von Oktober bis März um 5 Uhr, von April bis September um 6 Uhr. Wer in Hilltop oder Mpila übernachtet, sitzt dann schon im Auto, während die Tagesgäste erst von draußen anfahren. Genau dafür lohnt das Übernachten im Park: Mpila liegt mitten im Süden, und du bist vor allen anderen an den Flussläufen.
  • Nimm das Tor, das zu deinem Camp gehört Der Park hat genau drei Tore: Memorial im Norden, Nyalazi im Osten und Cengeni im Westen. Zum Hilltop Camp fährst du über Memorial, zum Mpila Camp über Nyalazi, von dort sind es noch 19 Kilometer. Cengeni ist der kurze Weg, wenn du aus Richtung Ulundi oder Ntambanana kommst, die Zufahrt ist geteert, aber Reisende berichten von Schlaglöchern kurz vor dem Tor. Frag vorher nach dem Zustand.
  • Am Mpila kochst du selbst, oder du hungerst Mpila ist reines Selbstversorger-Camp: kein Restaurant, nur ein Andenkenladen mit Grundvorrat. Wer dort schläft, kauft vorher in Mtubatuba oder Hluhluwe ein, Getränke eingeschlossen. Im Hilltop Camp im Norden gibt es ein Restaurant, aber auch dort führt der Laden kaum Lebensmittel.
  • Ein normaler Mietwagen reicht Der Park hat 27 Kilometer Teerstraße und 157 Kilometer Schotterpiste. Die Hauptpisten fährst du mit jedem normalen Auto, ein Geländewagen ist keine Pflicht. In der Regenzeit von November bis März solltest du auf den Nebenstrecken vorsichtig sein.
  • Wundere dich nicht über Nashörner ohne Horn Seit dem 1. April 2024 werden die Nashörner im Park entfernt behornt, und das wird jedes Jahr wiederholt, damit alle Tiere hornlos bleiben. Die Zahl der gewilderten Nashörner ist danach von rund 300 im Jahr 2023 auf 63 im Jahr 2025 gefallen. Du siehst also Tiere mit Stumpf statt Horn. Und poste Fotos von Nashörnern bitte ohne Standort.
  • Tank voll, bevor du reinfährst Sprit gibt es im Park: am Hilltop Camp bleifreies Benzin, Diesel und Öl, am Mpila Camp bleifreies Benzin. Die Zapfsäulen sind aber klein und nicht immer besetzt, am Mpila nimmt sie nur Bargeld oder eine Tankkarte. Tank in Mtubatuba oder Hluhluwe, dann brauchst du sie gar nicht.
  • Die Sontuli-Schleife im Süden Der Sontuli Loop führt am Umfolozi entlang und hat einen der wenigen Picknickplätze, an denen du aussteigen darfst. Zusammen mit den Straßen 17 und 21 ist das die Ecke mit den besten Chancen auf Löwe, Gepard und Wildhund. Verpflegung musst du mitbringen, am Picknickplatz gibt es keinen Laden.
  • Das Centenary Centre als Pause im Süden Im iMfolozi-Teil liegt das Centenary Centre mit Ausstellungshalle, Imbisskiosk und Kunsthandwerksmarkt, dazu das Wildfang-Gelände, über das der Park seit Jahrzehnten Nashörner in andere Schutzgebiete bringt. Einen zweiten Kunsthandwerksmarkt gibt es am Memorial Gate im Norden.

Wo was liegt

Karte von Hluhluwe-iMfolozi-Park

Karte von Hluhluwe-iMfolozi-Park: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Hilltop Camp

    Sonstiges Aura Beeindruckend Trubel Bekannt, aber entspannt

    Das Hilltop Camp liegt erhöht im nördlichen Parkteil und gibt den Blick weit über den Park frei. Es ist Ausgangspunkt für Pirschfahrten und Wanderungen; in der Umgebung sind besonders viele Vogelarten zu beobachten.

  • iMfolozi Wilderness Area

    Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Kaum jemand da

    Im Süden des Parks liegt ein Gebiet von rund 25.000 Hektar ganz ohne Straßen. Es lässt sich nur auf geführten mehrtägigen Fußsafaris betreten: Großwild aus nächster Nähe, ohne Fahrzeug dazwischen, mit entsprechend strengen Regeln.

  • Memorial Gate

    Sonstiges

    Das Memorial Gate ist der Haupteingang im Norden des Parks, von der N2 bei der Ortschaft Hluhluwe auf Teerstraße zu erreichen. Es ist das einzige Tor, an dem verspätete Gäste nach Torschluss noch hereingelassen werden. Vom Tor aus steigt die Straße in die Hügel des Hluhluwe-Teils.

Fläche (rund) aus Hluhluwe, iMfolozi und Korridor
950 km²
Ausgewiesen, eines der ältesten Schutzgebiete Afrikas
1895
Vogelarten, fast die Hälfte des südlichen Afrika
400+
Schotterpiste, dazu 27 km Teerstraße
157 km

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Drei Abschnitte, ein Park

Panorama mit Büffeln im Hluhluwe iMfolozi Nationalpark.

Der Park entstand aus zwei getrennten Schutzgebieten, die erst 1989 über einen Korridor verbunden wurden. Hluhluwe im Norden ist hügelig und dicht bewachsen, iMfolozi im Süden besteht aus weitem Grasland und offener Savanne. Dieser Gegensatz auf kurzer Distanz macht den Park landschaftlich abwechslungsreicher als die meisten Reservate seiner Größe.

Die Flüsse Hluhluwe und iMfolozi

Flusslandschaft im Hluhluwe iMfolozi Nationalpark.

Beide Flüsse durchziehen den Park und sind seine wichtigsten Wasserquellen. Entlang der Flusstäler liegen die Bereiche mit der höchsten Tierdichte, besonders wenn es über Monate nicht regnet.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Hluhluwe-iMfolozi-Park: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitDezember und JanuarRegenzeitTrockenzeitRegenzeitDezember und Januar
Andrangviel losviel los
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los

Mai empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig

Die verlässlichste Zeit für Tierbeobachtungen. Die Tiere versammeln sich an den verbleibenden Wasserstellen, die dichte Vegetation des nördlichen Parkteils lässt nach, die Temperaturen sind angenehm.

Die beste Zeit für Wildbeobachtungen ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober: Die Tiere sammeln sich an den verbleibenden Wasserstellen, die Vegetation ist weniger dicht, die Temperaturen sind angenehm. Der Regen fällt im Sommer zwischen November und April, dann wird die Landschaft grün und die Vogelbeobachtung ist am ergiebigsten, dafür können die Nebenpisten schlammig werden. Der Park bekommt im höher gelegenen Norden etwa 985 Millimeter Niederschlag im Jahr, im tiefer gelegenen Süden nur 650. Am vollsten ist es über die südafrikanischen Sommerferien im Dezember und Januar.

Trockenzeit (Mai bis Oktober)

Die verlässlichste Zeit für Tierbeobachtungen. Die Tiere versammeln sich an den verbleibenden Wasserstellen, die dichte Vegetation des nördlichen Parkteils lässt nach, die Temperaturen sind angenehm. Die Tore öffnen von April bis September erst um 6 Uhr.

Regenzeit (November bis April)

Die Landschaft steht in sattem Grün, Flüsse und Wasserlöcher führen mehr Wasser. Gute Zeit für Vogelbeobachtung und blühende Vegetation, dafür können die Nebenpisten schlammig werden. Ab Oktober öffnen die Tore schon um 5 Uhr.

Dezember und Januar

Über die südafrikanischen Sommerferien füllt sich der Park. Wer Ruhe sucht, kommt in den Wochen davor oder danach, oder fährt gleich bei Toröffnung los.

Grüne Hänge und tiefe Wolken über dem Tal des Nzimane

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Park ist zuerst ein Nashornpark: Breitmaul- und Spitzmaulnashörner leben hier in großer Zahl, und die Chancen auf eine Sichtung sind besser als in den meisten anderen Gebieten des südlichen Afrika. Seit April 2024 sind die Tiere entfernt behornt, du siehst sie also mit Stumpf.

Daneben kommen Löwen, Leoparden und Geparde vor, dazu Elefanten- und Büffelherden in Wäldern und Grasländern. Der Afrikanische Wildhund ist wieder angesiedelt worden und stark gefährdet. Häufige Antilopen sind Kudu, Impala, Nyala und Wasserbock. Über 400 Vogelarten leben im Park, fast die Hälfte aller Arten des südlichen Afrika und rund zwei Drittel der Arten der Provinz. Etwa 65 davon stehen auf der Roten Liste.

  • Breitmaulnashorn
  • Spitzmaulnashorn
  • Löwe
  • Leopard
  • Gepard
  • Afrikanischer Wildhund
  • Elefant
  • Büffel
  • Tüpfelhyäne
  • Giraffe
  • Zebra
  • Kudu
  • Impala
  • Nyala
  • Wasserbock
  • Schreiseeadler
  • Südlicher Hornrabe
Elefanten mit Jungtieren am Wasserloch Mphafa

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Hluhluwe-iMfolozi-Park: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Hluhluwe-iMfolozi-Park: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. DurbanStart
  2. 3 bis 4 Std. · N2Mietwagen am besten schon in Durban buchen
  3. Hluhluwe-iMfolozi-ParkZiel
  1. MtubatubaStart
  2. 30 kmWeg in den Süden
  3. Nyalazi GateOsten
  4. 19 kmreines Selbstversorger-Camp
  5. Mpila CampZiel
  • NordenMemorial GateWeg zum Hilltop Camp; nach Torschluss bis 22 Uhr die einzige Einfahrt
  • WestenCengeni Gatekurzer Weg aus Richtung Ulundi, geteerte Zufahrt
  • Nächster internationaler Flughafen: King Shaka International in Durban
  • Weitere Flughäfen: Richards Bay und Ulundi; Landebahnen in Hluhluwe und Mkuze für kleine Maschinen
  • Piste bei Masinda im Park (950 m): nur für den Parkbetrieb
  • Zu spät am Tor: 19 bis 22 Uhr nur am Memorial Gate, vorher beim Camp anmelden, mit Begleitung
  • Normales Auto reicht, im Park gilt Tempo 40; vorher in Mtubatuba oder Hluhluwe tanken und einkaufen
Anreise ausführlich

Auto

Von Durban in etwa 3 bis 4 Stunden erreichbar. Der Park hat drei Tore: Memorial im Norden, Nyalazi im Osten und Cengeni im Westen. Vom Nyalazi Gate sind es 30 Kilometer nach Mtubatuba und 19 Kilometer zum Mpila Camp. Die nächstgelegene Stadt im Norden ist Hluhluwe.

Flugzeug

Nächster internationaler Flughafen ist King Shaka International in Durban, dazu kommen Richards Bay und Ulundi. Die Landebahnen in Hluhluwe Town und Mkuze sind für kleine Maschinen ausgebaut. Im Park selbst liegt bei Masinda eine Piste von 950 Metern, die dem Parkbetrieb dient. Mietwagen bekommst du am besten schon in Durban, in Mtubatuba und Hluhluwe ist das Angebot dünn.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 17 €Erwachsene, pro Tag
  • Mit Übernachtung: rund 16 € pro Tag
  • Kinder unter 12: rund die Hälfte
  • Zahlen auch Übernachtungsgäste

Als Tagesgast zahlst du rund 17 € pro Person und Tag, Kinder unter 12 Jahren rund 9 €. Anders als in vielen anderen Parks zahlst du auch dann Eintritt, wenn du im Park übernachtest: rund 16 € pro Tag, Kinder rund 8 €. Südafrikaner und Gäste aus SADC-Ländern zahlen mit Ausweis die Hälfte.

Schaffst du es nicht vor Torschluss, kostet die späte Einfahrt am Memorial Gate zwischen 19 und 22 Uhr rund 25 € je Fahrzeug.

Die mehrtägigen Wilderness Trails haben eigene Preise, die du bei der Buchung erfährst. Der Parkeintritt kommt dort noch dazu.

Ob die SANParks Wild Card hier gilt, klärst du vor der Reise mit der zentralen Reservierung von Ezemvelo. Die Rhino Gold Card von Ezemvelo bringt bis zu acht Personen kostenlos durchs Tor, Gäste aus Übersee können sie aber nicht kaufen.

Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Rhino Ridge Safari Lodge, gehobene Unterkunft mit weiten Ausblicken über den Park.

Mittelklasse

Hilltop Camp, gut ausgestattetes Camp mit mehreren Unterkunftsarten, Restaurant, Laden und Pool.

Budget

Mpila Camp, einfache Chalets und Zeltunterkünfte mitten im Süden, reine Selbstversorgung. Dazu die kleinen Buschcamps Nselweni, Hlatikhulu und Gcoyeni.

Gebucht wird nicht am Camp, sondern über die zentrale Reservierung von Ezemvelo.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Pirschfahrten

Geführt oder selbst gefahren, mit guten Aussichten auf Nashörner, Elefanten, Giraffen, Zebras und Antilopen. Aussteigen darfst du nur an den ausgewiesenen Picknickplätzen, im Süden etwa am Sontuli am Fluss.

Geführte Wanderungen

Buschspaziergänge und mehrtägige Wilderness Trails in der straßenlosen iMfolozi Wilderness Area, von zwei bis vier Nächten und kontingentiert.

Nachtfahrten

Geführte Ausfahrten nach Toresschluss, buchbar an beiden Hauptcamps, Hilltop und Mpila.

Vogelbeobachtung

Über 400 Arten, besonders ergiebig rund um das Hilltop Camp, an den Beobachtungshütten und entlang der Flusstäler.

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Hier hat der Nashornschutz angefangen. Um 1895 lebten weltweit nur noch zwischen 20 und 100 Breitmaulnashörner, fast alle in diesem Gebiet. Aus der Arbeit im Park ging in den 1950er und 1960er Jahren die Operation Rhino hervor, die Tiere einfing und in anderen Schutzgebieten wieder ansiedelte. Das Wildfang-Gelände am Centenary Centre ist noch in Betrieb.

Wilderei ist der Grund, warum der Park heute anders aussieht als früher. Seit dem 1. April 2024 werden die Nashörner entfernt behornt, jedes Jahr aufs Neue, damit kein Tier ein Horn trägt. Dazu kommen Kameratechnik, Drohnen, Ranger und ein Integritätsprogramm mit Polygraphentests für das eigene Personal. Die Zahl der gewilderten Nashörner im Park ist von 307 im Jahr 2023 über knapp 200 im Jahr 2024 auf 63 im Jahr 2025 gefallen, und in den ersten fünf Monaten 2026 noch einmal um gut die Hälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Druck bleibt trotzdem hoch.

Die Eintrittsgelder fließen an Ezemvelo KZN Wildlife, die Naturschutzbehörde der Provinz. An den Toren und am Centenary Centre gibt es Kunsthandwerksmärkte der Nachbargemeinden, und in der Wilderness Area im Süden gelten strengere Regeln als im übrigen Park.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Zu spät am Tor

Die Torzeiten werden streng durchgesetzt. Wer es nicht rechtzeitig schafft, kommt zwischen 19 und 22 Uhr nur noch am Memorial Gate hinein und wird zum Camp begleitet, weil nach Torschluss niemand allein durch den Park fahren darf. Melde das vorher telefonisch beim Camp an: für Hilltop bis 19 Uhr, danach über eine zweite Nummer, für Mpila schon vor 16.30 Uhr. Nach 22 Uhr geht nichts mehr.

Straßen und Fahrzeug

Für die Hauptpisten reicht ein normales Auto, im Park gilt Tempo 40. Aussteigen darfst du nur an den ausgewiesenen Picknickplätzen und Aussichtspunkten.

Beobachtungshütten

Das Thiyeni Hide ist wegen Wassermangels bis auf Weiteres geschlossen. Plan deinen Tag nicht um diese Hütte.

Wilderness Trails

Die mehrtägigen Fußsafaris im Süden sind kontingentiert und werden über die zentrale Reservierung von Ezemvelo gebucht. Jugendliche unter 16 dürfen nur in Begleitung eines Elternteils mit, Kinder unter 14 gar nicht.

Malaria

Die Gegend hat ein geringes Malariarisiko. Im feuchten Sommer schützt du dich trotzdem gegen Mücken. Klär die Frage vor der Reise ärztlich.

Schotterpiste durch Buschland im Abendlicht

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Haben die Nashörner hier noch Hörner?

Nein. Seit dem 1. April 2024 werden die Nashörner im Park entfernt behornt, und die Behandlung wird jedes Jahr wiederholt, damit kein Tier ein Horn trägt. Der Grund ist die Wilderei: 2023 wurden im Park 307 Nashörner getötet, 2025 waren es 63. Du siehst also Tiere mit Stumpf.

Warum gilt der Park als Nashorn-Adresse?

Weil hier der Schutz der Breitmaulnashörner angefangen hat. Um 1895 lebten weltweit nur noch zwischen 20 und 100 Tiere, fast alle in diesem Gebiet. Aus der Arbeit im Park ging in den 1950er und 1960er Jahren die Operation Rhino hervor, die Nashörner einfing und in anderen Schutzgebieten wieder ansiedelte. Heute leben beide afrikanischen Arten hier, Breitmaul- und Spitzmaulnashorn.

Was kostet der Eintritt in den Hluhluwe-iMfolozi-Park?

Tagesgäste zahlen rund 17 € pro Person und Tag, Kinder unter 12 Jahren rund 9 €. Auch wer im Park übernachtet, zahlt Eintritt: rund 16 € pro Tag, Kinder rund 8 €. Südafrikaner und Gäste aus SADC-Ländern zahlen mit Ausweis die Hälfte.

Welches Tor nehme ich?

Es gibt drei. Memorial Gate im Norden ist der Weg zum Hilltop Camp und zum Hluhluwe-Teil. Nyalazi Gate im Osten liegt 30 Kilometer von Mtubatuba und 19 Kilometer vom Mpila Camp entfernt, das ist der Weg in den Süden. Cengeni Gate im Westen ist die Abkürzung aus Richtung Ulundi, die Zufahrt ist geteert.

Brauche ich einen Geländewagen?

Nein. Der Park hat 27 Kilometer Teerstraße und 157 Kilometer Schotterpiste, und die Hauptpisten sind mit einem normalen Auto zu fahren. In der Regenzeit von November bis März solltest du bei den Nebenstrecken vorsichtig sein. Es gilt Tempo 40.

Muss ich Essen mitbringen?

Für den Süden ja. Das Mpila Camp ist reines Selbstversorger-Camp ohne Restaurant, der Laden dort führt nur einen Grundvorrat. Kauf vorher in Mtubatuba oder Hluhluwe ein. Im Hilltop Camp im Norden gibt es ein Restaurant, der Laden ist aber auch dort auf Andenken und Kleinigkeiten ausgelegt und führt kaum Lebensmittel.

Was ist die iMfolozi Wilderness Area?

Ein Gebiet im Süden des Parks ohne Straßen, das nur auf geführten Fußsafaris zu betreten ist, teils über mehrere Tage. Es wurde 1958 von der damaligen Natal Parks Board ausgewiesen, motorisierter Verkehr war von Anfang an verboten.

Wie komme ich auf einen Wilderness Trail?

Über die zentrale Reservierung von Ezemvelo, nicht am Tor. Die Plätze sind kontingentiert, es gibt mehrere Varianten von zwei bis vier Nächten. Unter 16 nur in Begleitung eines Elternteils, unter 14 gar nicht, und der Parkeintritt kommt zum Preis des Trails noch dazu.

Lohnt sich der Park neben dem Krüger-Nationalpark?

Beide liegen rund sieben Autostunden auseinander und ergänzen sich eher, als dass sie konkurrieren. Hluhluwe iMfolozi ist kleiner, hügeliger und günstiger, und es ist deutlich weniger los. Der Krüger bietet mehr Fläche und Artenvielfalt.

Gilt die SANParks Wild Card hier?

Frag das vor der Reise bei der zentralen Reservierung von Ezemvelo nach, bevor du eine Wild Card für diesen Park kaufst. Am Tor legst du dann Quittung oder Bestätigungsschreiben und Ausweis vor. Die Rhino Gold Card von Ezemvelo bringt an den Toren von Ezemvelo bis zu acht Personen kostenlos hinein, Gäste aus Übersee können sie aber nicht kaufen.

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Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Spektakulärer Sonnenuntergang über einer erleuchteten Felsformation in einer malerischen Berglandschaft.

Golden-Gate-Highlands-Nationalpark

Sandsteinklippen, die im Abendlicht in Gold, Ocker und Orange leuchten: Der Golden Gate Highlands Nationalpark liegt im Nordosten der Provinz Free State nahe der Grenze zu Lesotho und schützt auf rund 340 Quadratkilometern das Hochland der Maluti Mountains. Statt Big Five erwarten dich Grasland-Antilopen, 256 Vogelarten, die Felskunst der San und seit 2025 ein eigenes Dinosaurier-Zentrum.

Berglandschaft mit klarer Spiegelung im See, sonnendurchflutete Hügel und blauer Himmel.

Royal-Natal-Nationalpark

Das Amphitheater, eine fünf Kilometer lange und nahezu senkrechte Basaltwand, und die Tugela-Fälle dahinter machen den Royal-Natal-Nationalpark in KwaZulu-Natal zu einem der eindrücklichsten Bergreviere Südafrikas. Auf rund 81 Quadratkilometern geht es hier nicht um Pirschfahrten, sondern um Wandern, Felskunst und Bergpanorama. Verwaltet wird er nicht von SANParks, sondern von Ezemvelo KZN Wildlife.

Zebras und Antilopen an einer Wasserstelle in einer afrikanischen Savanne, umgeben von Bäumen und roter Erde.

Mokala-Nationalpark

Rund 70 Minuten südwestlich von Kimberley, in der Übergangszone zwischen Kalahari und Nama-Karoo, liegt der Mokala-Nationalpark. Er ist jung, mit 275 Quadratkilometern überschaubar und malariafrei. Angelegt wurde er, um bedrohte Arten wie Spitzmaulnashorn, Pferdeantilope, Rappenantilope und Tsessebe zu schützen und in andere Schutzgebiete umzusiedeln. Löwen gibt es hier keine.