Shimba-Hills-Nationalreservat

Grüne Oase am Indischen Ozean: Küstenregenwald südlich von Mombasa

Kenia Schutzgebiet

Das Shimba-Hills-Nationalreservat liegt im Kwale County an der Südküste Kenias, rund 30 km südwestlich von Mombasa. Auf 192,5 Quadratkilometern wechseln bewaldete Hügel, Grasland und Küstenregenwald einander ab, eine Gegenwelt zur trockenen Savanne des Landesinneren. Bekannt ist das Reservat für Kenias letzte Zuchtherde der Rappenantilope und für die Sheldrick Falls.

Das Shimba-Hills-Nationalreservat liegt im Kwale County an der Südküste Kenias, südwestlich von Mombasa, und ist damit eines der wenigen Schutzgebiete des Landes, das du an einem Tag vom Strand aus erreichst. Statt offener Savanne prägen hier üppige Wälder, Wasserfälle und neblige Hügel das Bild.

Auf 192,5 Quadratkilometern reihen sich sanfte Hügel, tiefe Täler und dichter Küstenregenwald aneinander. Das Gelände steigt von rund 120 Metern auf 450 Meter am Pengo Hill. Die Lage nahe am Meer sorgt für ein feuchtes, mildes Klima, das Arten trägt, die in den trockenen Parks des Landesinneren nicht vorkommen.

Bekannt ist das Reservat vor allem für die Rappenantilope. Hier lebt die letzte Zuchtherde Kenias. Der Bestand ist stark geschrumpft: 1960 waren es 265 Tiere, bei der Wildtierzählung 2023 noch 56.

Dazu kommen Elefantenherden, die in den kühleren Waldgebieten Zuflucht finden, Büffel, Giraffen, scheue Leoparden und eine reiche Vogelwelt mit Küstenendemiten.

Ein zweites Merkmal sind die Sheldrick Falls, ein Wasserfall im Wald mit Badestellen am Fuß. Die Wege durch das Reservat führen zu Aussichtspunkten, von denen aus du bei klarer Sicht den Indischen Ozean siehst. Diese Kombination gibt es sonst nirgends in Kenia.

Warum hin

Darum ist Shimba-Hills-Nationalreservat ein Sehnsuchtsort

  1. Kenias letzte Zuchtherde der Rappenantilope, der einzige Ort im Land, an dem sie in freier Wildbahn lebt
  2. Küstenregenwald statt Savanne: feuchtes, mildes Klima und ganzjährig grüne Landschaft
  3. Die Sheldrick Falls mit natürlichen Badestellen, erreichbar auf einer Wanderung mit bewaffnetem Ranger
  4. Von Diani rund 31 km entfernt: ein Schutzgebiet als Tagesausflug von der Küste

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für das Shimba-Hills-Nationalreservat

  • Zum Wasserfall geht es nur zu zwei festen Zeiten Die Ranger führen die Gruppen zweimal am Tag zu den Sheldrick Falls, um 10 Uhr und um 14 Uhr. Wer um elf am Tor steht, wartet bis zum Nachmittag. Plan die Anfahrt so, dass du vor 10 Uhr am Haupttor bist, und lass dir die Zeiten dort bestätigen, bevor du den Tag danach ausrichtest.
  • Zieh kein Dunkelblau und kein Schwarz an Tsetsefliegen fliegen auf Dunkelblau und Schwarz, und ihre Stiche tun weh. Das gilt für Kleidung genauso wie für die Farbe des Fahrzeugs: Wer im schwarzen Geländewagen unterwegs ist, wird besonders oft gestochen. Khaki und gedeckte Naturtöne machen den Tag deutlich angenehmer.
  • Die erste Stunde nach 6 Uhr gehört dir Die Rappenantilopen sind am frühen Morgen am aktivsten, und die Tagesgäste von der Küste starten erst gegen sieben an ihren Hotels. Wer zur Toröffnung da ist, hat die Pisten fast für sich und die besseren Chancen auf die Tiere, um die es hier geht.
  • Übernachten schlägt Tagestour Reisende berichten: Schlaf im Reservat, statt nur einen Tagesausflug zu buchen. Im Wald passiert das meiste in der Dämmerung, und genau diese Stunden liegen außerhalb der Ausflugszeiten. Die Lodge im Reservat steht über einer Wasserstelle.
  • Buch es nicht als Safari-Ersatz Wem Shimba Hills als Safari verkauft wurde, der ist oft enttäuscht, weil er kaum Tiere sieht. Wer große Herden in der Savanne sucht, fährt nach Tsavo. Wer Küstenregenwald, Rappenantilopen und eine Wanderung zum Wasserfall will, ist hier richtig, bei einem Bruchteil der Fahrzeit.

Wo was liegt

Karte von Shimba-Hills-Nationalreservat

Karte von Shimba-Hills-Nationalreservat: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

Fläche, als Nationalreservat geschützt seit 1968
192,5 km²
Rappenantilopen bei der Zählung 2023, 1960 noch 265
56
Küstenendemiten unter über 100 Vogelarten
22
Höhe am Pengo Hill, dem höchsten Punkt des Reservats
450 m

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Sanfte Hügel und tiefe Täler

Panorama mit Sonnenuntergang im Shimba Hills Nationalreservat

Das Reservat liegt auf einem Hügelzug über der Küstenebene, zwischen 120 und 450 Metern Höhe. Sanft ansteigende Kuppen wechseln mit eingeschnittenen Tälern; die Höhenlage und die Nähe zum Meer sorgen für kühlere, oft nebelverhangene Luft, spürbar anders als am Strand wenige Kilometer entfernt.

Küstenregenwald und Wasserläufe

Sheldrick Wasserfall im Shimba Hills Nationalreservat

Das feuchte Klima trägt dichten tropischen Regenwald, dazwischen offenes Grasland. Aus dem Waldboden speisen sich Quellen und Bäche, die das Gebiet ganzjährig mit Wasser versorgen und in mehreren Kaskaden die Hänge hinunterlaufen.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Shimba-Hills-Nationalreservat: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitJanuar bis MärzApril und MaiJuni bis OktoberNovember und Dezember
Andrang
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • kleine Regenzeit
  • Übergang

Januar empfohlen

Januar bis März · eher ruhig

Die trockensten Monate. Im Februar fallen in Kwale nur rund 20 Millimeter Regen.

Das Shimba-Hills-Nationalreservat lässt sich dank des milden Küstenklimas ganzjährig besuchen, die Landschaft bleibt größtenteils grün. Am trockensten sind Januar bis März, dann fällt in Kwale kaum Regen und die Wege sind fest. Die große Regenzeit liegt im April und Mai, mit über 200 Millimetern im Mai dem nassesten Monat des Jahres; dann führen die Wasserfälle viel Wasser, die Pfade sind rutschig und der Nebel nimmt die Sicht. Juni bis Oktober liegt dazwischen: kühler, mit mäßigem Regen und guten Bedingungen für Tierbeobachtung.

Januar bis März

Die trockensten Monate. Im Februar fallen in Kwale nur rund 20 Millimeter Regen. Feste Wege, gute Sicht von den Aussichtspunkten, und am Wasserfall lässt es sich baden, ohne im Matsch zu rutschen.

April und Mai

Die große Regenzeit. Der Mai ist mit über 200 Millimetern der nasseste Monat. Der Wald zeigt sich in kräftigen Farben und der Wasserfall führt viel Wasser, dafür sind die Pfade rutschig und Nebel schränkt die Sicht ein.

Juni bis Oktober

Kühlere Monate mit mäßigem Regen und den besten Bedingungen für Tierbeobachtungen. Juli und August sind die vollsten Wochen an der Küste, im Reservat selbst bleibt es trotzdem ruhig.

November und Dezember

Die kurze Regenzeit fällt hier mild aus. Ab Mitte Dezember trocknet es ab, gleichzeitig füllen sich die Hotels an der Küste über die Feiertage.

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Shimba Hills zeigt ein Artenspektrum, das an Kenias Küstenwald gebunden ist und sich von dem der großen Savannenparks unterscheidet. Im Mittelpunkt steht die Rappenantilope mit ihren stark geschwungenen Hörnern und dem dunklen Fell.

Elefanten nutzen die kühleren Waldgebiete als Rückzugsraum, und zeitweise waren es mehr, als das Reservat verkraftete: 2005 brachte der Kenya Wildlife Service rund 150 Tiere nach Tsavo Ost, weil sie den Wald schädigten und auf die Felder der Nachbarn zogen. Giraffen ziehen über das offene Grasland, Leoparden sind vorhanden, bekommen Besucher aber selten zu Gesicht. Die Vogelwelt des Reservats ist reich und macht es zu einem lohnenden Ziel für Vogelbeobachter.

  • Rappenantilope (Sable Antelope)
  • Afrikanischer Elefant
  • Giraffe
  • Leopard
  • Warzenschwein
  • Reiche Küstenwald-Vogelwelt
Rappenantilopen mit einem dunklen Bullen am Waldrand

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Shimba-Hills-Nationalreservat: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Shimba-Hills-Nationalreservat: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit der Fähre

  1. MombasaStart
  2. Likoni-Fähre
  3. LikoniZiel

Mit dem Auto

  1. LikoniStart
  2. Küstenstraße Richtung Ukunda
  3. Kombani Junctionunterwegs
  4. 19 km · Kwale
  5. Main GateHaupttor bei Kwale
  1. DianiStart
  2. Ukunda, Küstenstraße
  3. Kombani JunctionZiel
  • Bis zum Haupttor sind es ab Mombasa 37 km, ab Diani rund 31 km
  • In der Trockenzeit reicht ein normaler Pkw, nach Regen ist ein hochbeiniges Fahrzeug oder Allrad im Vorteil
  • Zu den Sheldrick Falls starten die Ranger am Haupttor um 10 und um 14 Uhr
Anreise ausführlich

Auto

Von Mombasa sind es 37 km über die Likoni-Fähre und die Küstenstraße Richtung Ukunda, Abzweig am Kombani Junction und von dort 19 km bis zum Haupttor; von Diani rund 31 km. Die kurze Strecke macht Shimba Hills zum naheliegenden Tagesausflug für alle, die an der Küste übernachten.

Das Haupttor bei Kwale mit der Rappenantilope am Torhaus

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 45 €Erwachsene
  • Kinder: rund 20 €
  • Auto: plus rund 4 € pro Tag
  • Nur online über eCitizen, kein Bargeld

Der Eintritt kostet rund 45 € für Erwachsene und rund 20 € für Kinder. Für dein Auto kommen pro Tag rund 4 € dazu, ein Fahrzeug mit sechs bis zwölf Sitzen kostet rund 10 €.

Bezahlt wird vorab online über eCitizen (KWSPay), per M-Pesa, Visa-Karte oder Überweisung. Am Tor zeigst du den Beleg mit QR-Code zusammen mit Pass oder Ausweis, Bargeld wird nicht angenommen. Auf den Preis kommen fünf Prozent Gebühr des Zahlungssystems und je nach Bank ein Aufschlag für die Karte.

Begleitung durch Ranger kostet je Ranger rund 14 € für bis zu vier Stunden, darüber rund 25 €, und es müssen mindestens zwei Ranger sein. Die Wanderung zu den Sheldrick Falls läuft oft ohne Aufpreis, frag am Tor, was für deine Gruppe gilt. Für ein Picknick an den Stationen kann eine Gebühr von rund 9 € pro Person anfallen. Das Trinkgeld für die Ranger gibst du bar in kenianischer Währung.

Die Sätze gelten seit Oktober 2025. Gegen die Erhöhung läuft in Kenia ein Gerichtsverfahren, berechnet wird trotzdem der neue Satz. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Im Reservat

Der Kenya Wildlife Service vermietet die Sable Bandas und betreibt öffentliche Campingplätze. Dazu kommt die Shimba Hills Lodge, eine Lodge auf Stelzen über einer Wasserstelle mitten im Wald.

An der Küste

Rund um Diani und Ukunda gibt es Häuser für jedes Budget. Viele Besucher schlafen dort und kommen für einen Tag.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Wanderung zu den Sheldrick Falls

Rund 2,5 Kilometer je Richtung, begleitet von einem bewaffneten Ranger, am Ende Badestellen unter dem Wasserfall.

Pirschfahrten

Fahrten durch Grasland und Waldgebiete erschließen die Bereiche, in denen Rappenantilopen, Elefanten und Büffel unterwegs sind.

Vogelbeobachtung

Der Küstenwald bringt Arten mit, die es in den Savannenparks nicht gibt, darunter eine Reihe von Küstenendemiten.

Aussichtspunkte

Von den Kuppen des Höhenzugs reicht der Blick an klaren Tagen bis zum Indischen Ozean.

Blick vom Giriama Point über die bewaldeten Hügel

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Das Reservat wird gemeinsam vom Kenya Wildlife Service und vom Kenya Forest Service verwaltet. Unter Schutz steht die Fläche seit 1903, als Nationalreservat mit 192,5 Quadratkilometern seit dem 16. September 1968. Der Anlass war der Erhalt der Lebensräume von Rappenantilope und Elefant.

Wenn dir wichtig ist, dass auch die Gemeinden am Rand etwas von deinem Besuch haben, frag den Anbieter nach der Herkunft der Guides und danach, ob die Unterkunft mit den Nachbargemeinden zusammenarbeitet.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Gesundheit

Die kenianische Küste ist Malariagebiet. Kläre die Vorsorge vor der Reise mit deinem Arzt und nimm Mückenschutz mit.

Zu den Wasserfällen

Der Weg darf nur mit bewaffnetem Ranger begangen werden, wegen der Elefanten. Rund 2,5 Kilometer je Richtung, feste geschlossene Schuhe, Wasser, eine Kleinigkeit zu essen und Badesachen mitnehmen.

Fahrzeug

In der Trockenzeit kommt ein normaler Pkw auf den Hauptpisten zurecht. Nach Regen ist ein hochbeiniges Fahrzeug oder Allrad im Vorteil.

Regeln

Höchstens 40 km/h, abseits der Pisten zu fahren ist verboten. Einwegplastik ist wie in allen Schutzgebieten des Kenya Wildlife Service nicht erlaubt.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Lohnt sich Shimba Hills als Tagesausflug von der Küste?

Ja, wenn du weißt, was dich erwartet. Von Diani sind es rund 31 km, und ein Tag reicht für die Hauptattraktionen. Erwarte aber keine Savannen-Safari: Shimba Hills ist ein Waldreservat mit Rappenantilopen, Elefanten und einer Wanderung zum Wasserfall. Wer mit einer klassischen Safari rechnet, ist hier oft enttäuscht.

Welche Parks erreiche ich von Shimba Hills aus?

Tsavo Ost erreichst du mit dem Auto in rund drei Stunden. Tsavo West, das Taita-Hills-Reservat und der Meeresnationalpark Watamu an der Nordküste liegen jeweils rund vier Stunden entfernt.

Was ist die Rappenantilope, und warum ist sie hier besonders?

Die Rappenantilope (englisch Sable Antelope) ist eine große Antilope mit stark geschwungenen Hörnern. In Shimba Hills lebt die letzte Zuchtherde Kenias, anderswo im Land gibt es sie nicht mehr in freier Wildbahn. Der Bestand ist von 265 Tieren im Jahr 1960 auf 56 bei der Wildtierzählung 2023 geschrumpft. Eine Sichtung ist deshalb nicht garantiert.

Was kostet der Eintritt in Shimba Hills?

Der Eintritt kostet rund 45 € für Erwachsene und rund 20 € für Kinder, dazu rund 4 € pro Tag für das Auto. Bezahlt wird vorab online über eCitizen, am Tor wird kein Bargeld angenommen.

Kann man allein zu den Sheldrick Falls laufen?

Nein. Der Weg führt durch Elefantengebiet, deshalb begleitet ein bewaffneter Ranger jede Gruppe. Gestartet wird am Haupttor zweimal am Tag, um 10 Uhr und um 14 Uhr. Lass dir die Zeiten am Tor bestätigen, bevor du deinen Tag danach planst.

Wie anstrengend ist der Weg zum Wasserfall?

Rund 2,5 Kilometer je Richtung auf steinigem Pfad. Hinunter brauchen die meisten 30 bis 45 Minuten, hinauf länger. Der Rückweg ist der harte Teil, bei Nässe ist der Fels rutschig. Feste geschlossene Schuhe, Wasser und Badesachen gehören in den Rucksack.

Ist Shimba Hills eine klassische Safari-Landschaft?

Nein. Statt offener Savanne prägen bewaldete Hügel, Grasland und Küstenregenwald das Bild, dazu ein feuchtes, mildes Klima. Wer Weite und große Herden sucht, ist in Tsavo oder Amboseli besser aufgehoben.

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