Lewa-Wildlife-Conservancy

Naturschutz und Safari am Fuße des Mount Kenya

Kenia Schutzgebiet

Die Lewa Wildlife Conservancy liegt im nördlichen Kenia am Fuße des Mount Kenya und ist ein privates Schutzgebiet von rund 250 Quadratkilometern. Seit 2013 gehört sie zum UNESCO-Weltnaturerbe Mount Kenya. Hier lebt die weltweit größte zusammenhängende Population des gefährdeten Grevyzebras, dazu Spitzmaul- und Breitmaulnashörner, Elefanten, Löwen und über 400 Vogelarten. Einen Tageseintritt am Tor gibt es nicht: Die Naturschutzgebühr fällt pro Person und Nacht an und wird über die Lodge abgerechnet.

Die Lewa Wildlife Conservancy liegt in den Ausläufern des Mount Kenya und gehört zu den ältesten privaten Schutzgebieten Ostafrikas. Sie ist Zufluchtsort für bedrohte Arten wie das Spitzmaulnashorn und das Grevyzebra und verbindet Wildtierschutz, Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden und Tourismus in einem Modell, das über Kenia hinaus bekannt geworden ist.

Auf rund 250 Quadratkilometern wechseln sanfte Graslandschaften, offene Savannen, Akazienwälder und sumpfige Gebiete einander ab. Natürliche Wasserstellen und Feuchtgebiete versorgen die Tierwelt ganzjährig; im Hintergrund steht die Silhouette des Mount Kenya.

Die Schutzprogramme haben die Bestände von Nashorn und Grevyzebra stabilisiert. Insgesamt leben hier über 70 Tierarten, darunter Löwen, Elefanten, Giraffen und die seltenen Afrikanischen Wildhunde. Mit über 400 Vogelarten ist Lewa auch für Vogelbeobachter ein lohnendes Ziel.

Die Conservancy arbeitet eng mit den angrenzenden Gemeinschaften zusammen, in Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlicher Entwicklung. Ein eigenes Kulturprogramm für Besucher gehört nicht dazu. Wer eine Samburu-Manyatta sehen möchte, lässt sich den Besuch von seiner Lodge vermitteln; den Kulturboma nördlich von Lewa betreibt die Gemeinschaft von Il Ngwesi selbst.

Warum hin

Darum ist Lewa-Wildlife-Conservancy ein Sehnsuchtsort

  1. Die weltweit größte zusammenhängende Population des gefährdeten Grevyzebras, 221 Tiere leben auf Lewa
  2. Über 280 Nashörner in der Landschaft Lewa-Borana, Spitzmaul- und Breitmaulnashörner, 14 Prozent aller Nashörner Kenias
  3. Seit 2013 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Mount Kenya, zusammen mit dem Ngare-Ndare-Wald
  4. An einer Sichtung stehen höchstens zwei Fahrzeuge: Du teilst das Tier mit fast niemandem
  5. Als privates Schutzgebiet sind hier Nachtfahrten, Wanderungen und Reitsafaris möglich

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für die Lewa-Wildlife-Conservancy

  • Dein Mietwagen kommt hier nicht rein Auf Lewa sind nur Geländewagen in Grün- oder Brauntönen zugelassen, und fahren darf nur, wer dazu befugt ist. Der weiße Wagen von der Autovermietung bleibt also draußen. Wer selbst anreist, verabredet vorher mit der Unterkunft, dass sie ihn am Tor abholt. Das ist keine Schikane, sondern einer der Gründe, warum das Gebiet so leer wirkt.
  • Höchstens zwei Fahrzeuge an einem Tier Die Hausordnung erlaubt an einer Sichtung nur zwei Wagen gleichzeitig, mit mindestens 20 Metern Abstand zum Tier. Anderswo stehen an einem Leoparden auch mal zwanzig. Wenn dir das wichtig ist, ist der höhere Preis hier genau das, wofür du zahlst.
  • Zu Fuß nur mit bewaffnetem Begleiter Wandern ist auf Lewa erlaubt, aber ausschließlich mit einem befugten, bewaffneten Führer. Wanderrouten, Sundowner-Plätze, die Ansitzverstecke und den Löwen-Tracker buchst du über den Ops Room der Conservancy, nicht spontan beim Losgehen.
  • Ende Juni läuft der Marathon durchs Schutzgebiet Einmal im Jahr wird Lewa zur Laufstrecke, ohne Zäune zwischen Läufern und Wildtieren. 2026 war es der 27. Juni. Wer die Ruhe sucht, legt seinen Besuch nicht auf dieses Wochenende. Wer den Lauf sehen will, bucht über die Veranstalter, die ein eigenes Camp und einen Zeltplatz im Gebiet aufbauen. Der Lauf heißt mal Safaricom Marathon, mal Lewa Safari Marathon, gemeint ist derselbe.
  • Der Nachbar, den fast alle auslassen Der Ngare-Ndare-Wald gehört zum selben Weltnaturerbe und liegt direkt nebenan. Dort hängt ein 450 m langer Steg in den Baumkronen, darunter liegen türkisblaue Naturpools zum Schwimmen. Melde dich mindestens zwei Tage vorher an, spontan geht nichts.
  • Der Tunnel unter der Schnellstraße Zwischen dem Mount-Kenya-Wald und Ngare Ndare führt seit 2010 eine Unterführung für Elefanten unter der A2 zwischen Nanyuki und Meru hindurch. Am 1. Januar 2011 ging der erste Elefant hindurch, in den ersten sechs Monaten waren es rund 250. Frag deinen Führer danach: Dieser Korridor war einer der Gründe für den Welterbe-Status.
  • Fliegen spart den halben Tag Mit dem Flieger ab Wilson Airport bist du in Minuten von der Piste in der Lodge. Über die Straße sind es vier Stunden, und am Ende steht trotzdem die Frage, wer dich hineinfährt.

Wo was liegt

Karte von Lewa-Wildlife-Conservancy

Karte von Lewa-Wildlife-Conservancy: Tore, Airstrips, Highlights

Karte als Bild herunterladen (PNG, 2400 px)

Nicht verpassen

Highlights

  • Nashorn- und Grevyzebra-Schutzgebiete

    Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Wenig Trubel

    Abgetrennte Gehege für Nashörner und Grevyzebras gibt es auf Lewa nicht: Das ganze Schutzgebiet ist das Gehege. Aus 15 Nashörnern von 1983 sind auf der gemeinsamen Fläche mit Borana über 280 geworden, und wie die Tiere täglich überwacht werden, zeigen dir die Ranger auf Wunsch aus der Nähe.

Fläche des privaten Schutzgebiets
250 km²
Grevyzebras, die größte zusammenhängende Population
221
Nashörner leben auf Lewa und dem Nachbarn Borana
über 280
Vogelarten leben im Schutzgebiet
über 400

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Grasland, Savanne und Sumpfgebiete

Einsamer Akazienbaum in weitläufiger Graslandschaft im Lewa Wildlife Conservancy

Sanfte Graslandschaften gehen in offene Savanne, Akazienwälder und sumpfige Senken über. Natürliche Wasserstellen und Feuchtgebiete verteilen sich über das Gelände und versorgen die Tierwelt auch in trockenen Monaten. Das ist einer der Gründe für den hohen Artenbestand auf vergleichsweise kleiner Fläche.

Der Mount Kenya als Kulisse

Blick auf den Mount Kenya im Lewa Wildlife

Die Conservancy liegt an den Ausläufern des Mount Kenya. Der Berg prägt die Sicht nach Süden und gibt der Landschaft ihre Silhouette; bei klarer Luft ist der Gipfel von weiten Teilen des Gebiets aus zu sehen.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Lewa-Wildlife-Conservancy: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitTrockenzeitenRegenzeitenTrockenzeitenRegenzeitenTrockenzeiten
Andrangviel losviel losviel losviel losviel los
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los

Juni empfohlen

Trockenzeiten · eher ruhig

Die beste Zeit für Tierbeobachtungen: Die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen, die Vegetation ist lichter, Klima und Straßenverhältnisse sind am günstigsten.

Die beste Reisezeit für die Lewa Wildlife Conservancy sind die Trockenzeiten von Juni bis Oktober und von Dezember bis März. Dann sammeln sich die Tiere an den Wasserstellen, die Vegetation ist weniger dicht und die Sicht dadurch besser; auch Klima und Pistenzustand sind in dieser Zeit am günstigsten. In den Regenzeiten von April bis Mai und im November wird die Landschaft sattgrün und die Tierwelt ist besonders aktiv, dafür können einzelne Wege rutschig und schwerer passierbar sein.

Trockenzeiten (Juni bis Oktober, Dezember bis März)

Die beste Zeit für Tierbeobachtungen: Die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen, die Vegetation ist lichter, Klima und Straßenverhältnisse sind am günstigsten.

Regenzeiten (April bis Mai, November)

Die Landschaft erstrahlt in sattem Grün und die Tierwelt ist besonders aktiv. Einzelne Wege können rutschig und schwerer passierbar sein.

Sattgrüne Hügel und Ebenen unter blauem Himmel

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Lewa ist vor allem für zwei Arten bekannt: das Grevyzebra, von dem hier die größte Population lebt, und das Nashorn. Spitzmaul- und Breitmaulnashörner sind beide in großer Zahl vertreten.

Dazu kommen Elefanten, Löwen, Geparden und Leoparden, Netzgiraffen und die seltenen Afrikanischen Wildhunde. Insgesamt bietet das Gebiet über 70 Tierarten Lebensraum. Mit mehr als 400 Vogelarten gehört Lewa zu den vogelreichsten Schutzgebieten der Region.

  • Grevyzebra (größte Population)
  • Spitzmaulnashorn
  • Breitmaulnashorn
  • Afrikanischer Elefant
  • Löwe
  • Gepard
  • Leopard
  • Netzgiraffe
  • Afrikanischer Wildhund
  • Über 400 Vogelarten
Spitzmaulnashorn-Mutter mit Kalb im trockenen Grasland

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Lewa-Wildlife-Conservancy: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Lewa-Wildlife-Conservancy: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. NairobiStart
  2. etwa 4 Std. bis Lewa · Thika, Karatina, Naro Moru
  3. Nanyukiunterwegs
  4. Timau · PisteFür den letzten Abschnitt brauchst du ein Allradfahrzeug
  5. Rugusu-TorEinfahrt von der A2 kurz vor Isiolo

Mit dem Flugzeug

Nairobi (Wilson Airport) → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft

Lewa DownsSafarilink und AirKenya täglich direkt, der Transfer zur Unterkunft dauert nurMinutenauf der Parkkarte zeigen
  • Lewa DownsSafarilink und AirKenya täglich direkt, der Transfer zur Unterkunft dauert nur Minuten
  • Die Strecke ab Nairobi führt durch das kenianische Hochland, die Straßen sind größtenteils gut ausgebaut
  • Ins Schutzgebiet fährst du nur mit zugelassenem Geländewagen in Grün- oder Brauntönen, meist holt dich die Lodge am Tor ab
  • Weiße Mietwagen, Limousinen mit Allrad und Kleinbusse bleiben draußen
Anreise ausführlich

Flugzeug

Vom Wilson Airport in Nairobi fliegen Safarilink und AirKenya täglich direkt nach Lewa Downs. Der Airstrip liegt im Schutzgebiet, der Transfer zur Unterkunft dauert nur Minuten.

Auto

Von Nairobi sind es etwa vier Stunden durch das kenianische Hochland, über Thika, Karatina, Naro Moru, Nanyuki und Timau. Kurz vor Isiolo liegt die Einfahrt links. Die Straßen sind größtenteils gut ausgebaut; für den letzten Abschnitt brauchst du ein Allradfahrzeug. Ins Schutzgebiet selbst fährst du nur mit zugelassenem Wagen, meist holt dich die Lodge am Tor ab.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Einen Tageseintritt am Tor gibt es auf Lewa nicht. Stattdessen zahlst du eine Naturschutzgebühr pro Person und Nacht, die deine Lodge zusammen mit dem Zimmer abrechnet. Wie hoch sie ist, hängt von der Unterkunft ab, und die Angebote gehen weit auseinander. Frag vor der Buchung, was in deinem Preis steckt.

Tagesbesuche laufen nur über eine Lodge oder einen zugelassenen Veranstalter. Weil die Gebühr an der Unterkunft hängt, bestimmt die Wahl der Lodge hier stärker als anderswo, was dich der Aufenthalt kostet.

Der Ngare-Ndare-Wald nebenan kostet extra: rund 25 € pro Person für den Tagesbesuch, Kinder von 10 bis 15 zahlen die Hälfte, unter 10 Jahren ist der Eintritt frei. Dazu kommen rund 7 € für den bewaffneten Ranger und rund 3 € fürs Fahrzeug. Gebucht wird mindestens zwei Tage vorher.

Am Marathon-Wochenende Ende Juni gibt es einen Zeltplatz zum Selbstversorgen, 2026 für rund 25 € pro Erwachsenem und Nacht.

Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Das Lewa Safari Camp und die Sirikoi Lodge bieten gehobene Unterkünfte mit direktem Zugang zum Schutzgebiet.

Mittelklasse

Wilderness Trails ist eine familiengeführte Lodge mit persönlicher Betreuung.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Pirschfahrten bei Tag und bei Nacht

Tägliche Safari-Drives zeigen die Tierwelt und die gesicherten Bereiche; als privates Schutzgebiet darf Lewa auch nach Einbruch der Dunkelheit fahren.

Geführte Naturwanderungen

Zu Fuß bist du nur in Begleitung eines bewaffneten Rangers der Conservancy unterwegs, dafür näher an den Tieren als vom Wagen aus. Mehrere Lodges bieten solche Wanderungen an, eine davon als Nashorn-Pirsch am frühen Morgen.

Reitausflüge

Die Wildnis vom Rücken eines Pferdes aus, eine Perspektive, die nur wenige Schutzgebiete anbieten.

Kulturelle Besuche

Ein eigenes Kulturprogramm hat die Conservancy nicht. Deine Lodge vermittelt den Besuch in einer Samburu-Manyatta in der Nachbarschaft; bezahlt wird getrennt und direkt bei der Familie. Nördlich von Lewa betreibt die Gemeinschaft von Il Ngwesi ihren eigenen Kulturboma, dafür brauchst du einen ganzen Tag.

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

In der Landschaft Lewa-Borana leben heute über 280 Nashörner. Bei der Zählung vom März 2025 waren es 273, davon 130 Spitzmaul- und 143 Breitmaulnashörner, und 33 Kälber waren seit der Zählung davor zur Welt gekommen. Auf Lewa selbst leben 221 Grevyzebras, 36 Löwen, 85 Hyänen und 12 ansässige Elefantenfamilien.

2013 hat die UNESCO Lewa und den benachbarten Ngare-Ndare-Wald als Erweiterung dem Weltnaturerbe Mount Kenya zugeschlagen. Ausschlaggebend war unter anderem der Wildtierkorridor zwischen dem Mount-Kenya-Wald und Ngare Ndare. Unter der Schnellstraße A2 zwischen Nanyuki und Meru führt dafür eine eigene Unterführung für Elefanten, die seit Anfang 2011 benutzt wird.

Lewa arbeitet eng mit den Nachbargemeinden zusammen, in Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlicher Entwicklung.

Grevyzebra mit feinen Streifen und runden Ohren

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Zugang

Lewa ist kein Park, in den du einfach hineinfährst. Im Gebiet sind nur Geländewagen in Grün- oder Brauntönen erlaubt, und Pirschfahrten dürfen nur befugte Fahrer durchführen. Weiße Mietwagen, Limousinen mit Allrad und Kleinbusse bleiben draußen. Nur zum Marathon dürfen nach Genehmigung durch die Conservancy auch andere Fahrzeuge herein.

Regeln

40 km/h, mindestens 20 m Abstand zu den Tieren, höchstens zwei Fahrzeuge an einer Sichtung, keine Fahrten abseits der Pisten und in der Regenzeit schon gar nicht.

Gesundheit und Strom

Lewa liegt auf 1.400 bis 2.000 m, das Malariarisiko ist gering. Im Gebiet steht eine Klinik, in der rund um die Uhr Pflegepersonal erreichbar ist; die nächsten Krankenhäuser liegen in Nanyuki, Isiolo und Meru. Die Steckdosen sind britische Dreipolstecker mit 220 Volt.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Wie hoch ist der Eintritt für Lewa?

Einen Tageseintritt wie im Nationalpark gibt es nicht. Du zahlst eine Naturschutzgebühr pro Person und Nacht, die deine Lodge zusammen mit dem Zimmer abrechnet. Wie hoch sie ist, hängt von der Unterkunft ab, und die Angebote gehen weit auseinander. Frag vor der Buchung, was in deinem Preis enthalten ist.

Welche Parks erreiche ich von Lewa aus?

Den Mount-Kenya-Nationalpark erreichst du mit dem Auto in etwa einer Stunde, Samburu in 1 bis 1,5 Stunden. Ol Pejeta liegt rund zwei Stunden entfernt, der Meru-Nationalpark rund drei und der Aberdare-Nationalpark rund dreieinhalb Stunden. Nach Nairobi fährst du etwa vier Stunden, schneller geht es mit dem täglichen Flug ab Wilson Airport.

Darf ich mit dem Mietwagen auf Lewa fahren?

In aller Regel nicht. Zugelassen sind nur Geländewagen in Grün- oder Brauntönen, und Pirschfahrten dürfen nur befugte Fahrer durchführen. Wer auf eigene Faust anreist, verabredet mit der Unterkunft, dass sie ihn am Tor abholt.

Was macht das Grevyzebra hier besonders?

Auf Lewa lebt die weltweit größte zusammenhängende Population des gefährdeten Grevyzebras, 221 Tiere. Die Art ist an trockene Lebensräume angepasst, deutlich größer als das verbreitete Steppenzebra und an ihrem feinen Streifenmuster zu erkennen.

Ist Lewa wirklich Weltnaturerbe?

Ja. 2013 hat die UNESCO Lewa zusammen mit dem Ngare-Ndare-Wald als Erweiterung zum Weltnaturerbe Mount Kenya erklärt, das seit 1997 gelistet ist. Ausschlaggebend waren die Landschaft, die Artenvielfalt und der Wildtierkorridor, der den Mount-Kenya-Wald mit den tiefer gelegenen Ebenen verbindet.

Gibt es in Lewa wirklich Reitsafaris?

Ja. Neben Pirschfahrten und geführten Wanderungen gehören Reitausflüge zum Angebot. Als privates Schutzgebiet ist Lewa dabei nicht an die Regeln eines Nationalparks gebunden, auch Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sind möglich.

Wann ist der Lewa Safari Marathon?

Ende Juni. 2026 lief er am 27. Juni durch das Schutzgebiet, ohne Zäune zwischen Läufern und Wildtieren. Für Läufer und Zuschauer richten die Veranstalter ein eigenes Camp und einen Zeltplatz im Gebiet ein. Wer Ruhe sucht, plant sein Datum daneben.

In der Nähe

Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Mount Kenya Panorama mit Wald im Vordergrund
  • Mit dem Auto von Lewa-Wildlife-Conservancy bis Mount-Kenya-Nationalpark: ca. 1 Std.

Mount-Kenya-Nationalpark

Der Mount-Kenya-Nationalpark umgibt den zweithöchsten Berg Afrikas. Auf wenigen Höhenkilometern wechseln Bergregenwald, Bambusgürtel, alpines Moorland und vergletscherte Gipfelregion. Der Park ist UNESCO-Welterbe und für viele weniger ein Safari- als ein Trekkingziel, mit Point Lenana als Gipfel ohne technische Kletterei.

Elefantenkampf im Samburu Nationalreservat in Kenia
  • Mit dem Auto von Lewa-Wildlife-Conservancy bis Samburu-Nationalreservat: 1 bis 1,5 Std.

Samburu-Nationalreservat

Das Samburu-Nationalreservat liegt im trockenen Norden Kenias, wo der Uaso Nyiro die Halbwüste durchzieht und Tiere aus der ganzen Umgebung an sein Ufer zieht. Auf rund 165 Quadratkilometern leben Arten, die weiter südlich kaum vorkommen: Grevyzebra, Netzgiraffe, Gerenuk und Somalistrauß. Dazu kommen Elefanten, Löwen, Leoparden und über 350 Vogelarten.

Zwei Breitmaulnashörner stehen sich in der Abendsonne gegenüber, Ol Pejeta Conservancy
  • Mit dem Auto von Lewa-Wildlife-Conservancy bis Ol-Pejeta-Conservancy: ca. 2 Std.

Ol-Pejeta-Conservancy

Die Ol Pejeta Conservancy liegt nordwestlich des Mount Kenya, nahe Nanyuki, und ist ein privates Naturschutzgebiet von rund 360 Quadratkilometern. Hier leben die letzten beiden nördlichen Breitmaulnashörner der Welt, dazu Spitzmaulnashörner, Grevyzebras, Elefanten und die übrigen Big-Five-Arten. Ein Schimpansen-Schutzgebiet nimmt gerettete Tiere auf, das einzige seiner Art in Kenia.

Landschaft Meru Nationalpark in Kenia
  • Mit dem Auto von Lewa-Wildlife-Conservancy bis Meru-Nationalpark: ca. 3 Std.

Meru-Nationalpark

Der Meru-Nationalpark liegt im Osten Kenias, rund 350 Kilometer nordöstlich von Nairobi, und gehört zu den wenig besuchten Parks des Landes. Auf etwa 870 Quadratkilometern wechseln Flusswald, Savanne, Sumpf und bewaldete Hügel einander ab. Bekannt wurde Meru durch Joy Adamsons Buch „Born Free“; heute leben hier wieder Elefanten, Großkatzen und wiederangesiedelte Nashörner.

Aberdare Nationalpark, Landschaft im Hochland Kenias
  • Mit dem Auto von Lewa-Wildlife-Conservancy bis Aberdare-Nationalpark: ca. 3,5 Std.

Aberdare-Nationalpark

Der Aberdare-Nationalpark liegt im zentralen Hochland Kenias und unterscheidet sich deutlich von den klassischen Savannenparks: Nebelwälder, Bambusgürtel, Hochmoore und Wasserfälle bestimmen das Bild. Bekannt ist er für Elefanten im Bergwald, die seltene Bongo-Antilope und die schwarze Servalkatze.

Giraffen stehen im Nairobi Nationalpark vor der Skyline von Nairobi
  • Mit dem Auto von Lewa-Wildlife-Conservancy bis Nairobi-Nationalpark: ca. 4 Std.
  • Mit dem Flugzeug von Lewa-Wildlife-Conservancy bis Nairobi-Nationalpark: Kurzflug (täglich ab Wilson Airport)

Nairobi-Nationalpark

Der Nairobi-Nationalpark liegt südlich der kenianischen Hauptstadt, nur 10 bis 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Auf 117 Quadratkilometern leben Nashörner, Giraffen, Zebras und Löwen, im Hintergrund die Skyline Nairobis. Der Park eignet sich für einen Halb- oder Ganztagesausflug.