Mountain-Zebra-Nationalpark
Das Schutzgebiet des Kap-Bergzebras am Ostkap
Der Mountain-Zebra-Nationalpark liegt zwölf Kilometer außerhalb von Cradock im Ostkap und wurde 1937 für eine einzige Art gegründet: das Kap-Bergzebra, von dem damals nur noch eine Handvoll Tiere lebte. Heute sind es über 1.200. Dazu kommen Geparde, Löwen, Spitzmaulnashörner und Kaffernbüffel auf 284 Quadratkilometern Karoo-Hochland. Der Park ist malariafrei, und er ist leer.
Der Mountain-Zebra-Nationalpark schließt zwölf Kilometer außerhalb von Cradock ein Gebiet ein, das für eine einzige Tierart unter Schutz gestellt wurde. In den 1930er-Jahren war das Kap-Bergzebra fast ausgerottet. 1937 wurde der Park gegründet; die Gründungsherde bestand aus sechs Tieren, die der Farmer Paul Michau stiftete, später kamen elf weitere von H. L. Lombard dazu.
Heute umfasst der Park 284 Quadratkilometer. Angefangen hat er 1937 mit 1.712 Hektar, 1964 wuchs er durch den Zukauf von Farmen auf 6.536 Hektar, und mit dem Kauf von neun Nachbarfarmen ab Ende der 1990er-Jahre auf die heutigen 28.412 Hektar. Seit April 2016 gehört er zum Mountain Zebra Camdeboo Protected Environment, einem Verbund von rund 268.400 Hektar.
Die Landschaft ist Karoo-Hochland. Der Bankberg zieht sich quer durch den Park und teilt ihn in offene Grasebenen und tiefe Täler. Das Eingangstor liegt auf 998 Metern, das Rastlager auf 1.215, der Salpeterkop auf 1.514. Frost gibt es von Mai bis Oktober, und im Winter fällt auf den höheren Gipfeln gelegentlich Schnee.
Neben dem Bergzebra leben hier Geparde, die 2007 als erste große Raubtiere zurückkamen, Braune Hyänen seit 2008 und Löwen seit April 2013. Dazu Kaffernbüffel und Spitzmaulnashörner. Der Park ist malariafrei, und er ist eines der wenigen Schutzgebiete, in denen du einem Geparden zu Fuß folgen darfst.
Darum ist Mountain-Zebra-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- 1937 gegründet, um das fast ausgerottete Kap-Bergzebra zu retten. Aus sechs Gründungstieren und elf später gestifteten ist eine Herde von über 1.200 Tieren geworden
- Gepardenverfolgung zu Fuß: Dein Führer peilt ein besendertes Tier an, den Rest geht ihr. Nur wenige Schutzgebiete in Südafrika lassen das zu
- Fast leer. Auf vielen Pirschfahrten siehst du kein zweites Fahrzeug
- Auf dem Salpeterkop haben britische Soldaten im Burenkrieg ein Schachbrett in den Fels geritzt und ihre Namen dazu
- Malariafrei und seit 2016 Teil des Mountain Zebra Camdeboo Protected Environment mit rund 268.400 Hektar
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Mountain-Zebra-Nationalpark
- Alles am Vorabend buchen, sonst fährst du nicht mit Jede Buchung muss bis 18 Uhr am Vortag an der Rezeption bestätigt werden, und du musst 15 Minuten vor der Abfahrt dort sein, um die Haftungserklärung zu unterschreiben und zu bezahlen. Wer erst am Morgen kommt, steht vor einem abgefahrenen Wagen. Gepardenverfolgung, Morgenwanderung und die Fahrt zu den Felsbildern brauchen außerdem mindestens zwei Teilnehmer.
- Rechne mit zweimal zwölf Kilometern Das Eingangstor liegt zwölf Kilometer außerhalb von Cradock, und das Rastlager noch einmal zwölf Kilometer hinter dem Tor. Wer knapp vor Torschluss anrollt, fährt danach im Dunkeln über Schotter. Von April bis September schließt das Tor schon um 18 Uhr.
- Rooiplaat für Herden, Kranskop für die Hänge, Ubejane für Büffel Die drei Schleifen zeigen drei verschiedene Parks. Rooiplaat führt auf die offene Hochebene, wo Springbock, Kuhantilope, Gnu und Bergzebra stehen. Kranskop zieht durch zerklüftete Täler, und an den hohen Hängen dort halten sich Bergriedbock und Grauer Rehbock auf, die es unten nicht gibt. Ubejane führt durch dichteres Buschwerk zu den Büffeln. Für die beiden Hauptschleifen mit Halten plan drei bis vier Stunden ein.
- Kein Geldautomat, die nächste Bank ist 24 Kilometer weg Im Park gibt es Laden, Restaurant und Tankstelle, aber keinen Geldautomaten. Die nächste Bank steht in Cradock, 24 Kilometer vom Rastlager entfernt. Dort sind auch Arzt, Apotheke, Autowerkstatt und Polizei. Erledige Einkäufe und Bankgänge also, bevor du in den Park fährst.
- Das Schachbrett auf dem Salpeterkop Oben auf dem 1.514 Meter hohen Salpeterkop haben britische Soldaten im Burenkrieg ein Schachbrett in eine Felsplatte geritzt, dazu ihre Namen. Sie spielten gegen Kameraden im Fort in Cradock und übertrugen die Züge mit einem Spiegel. Hinauf kommst du nur auf der geführten Wanderung, im Sommer 5 bis 11 Uhr und im Winter 7 bis 13 Uhr. Der Anstieg ist fordernd.
- Die Felsbilder der San gibt es nur mit Führer In mindestens drei Felsdächern im Park liegen Malereien, rund 300 Jahre alt: eine Antilope, Paviane, eine große Katze und Menschen. Ein Zaun schützt die Stelle, du stehst trotzdem weniger als einen Meter davor. Die geführte Tour läuft von 9 bis 11 Uhr. Es geht über Felsen.
- Im Winter ist es hier richtig kalt Das ist Karoo-Hochland, nicht Flachland-Afrika. Frost gibt es von Mai bis Oktober, die Nachtwerte liegen im Winter zwischen 0 und 8 Grad, und auf den höheren Gipfeln fällt gelegentlich Schnee. Warme Kleidung ist in den Wintermonaten unverzichtbar. Wer im Juli zur Morgenfahrt um 6 Uhr im offenen Wagen sitzt, braucht Mütze und Handschuhe.
- Wenn du spät ankommst, meld es vorher an Ankunft oder Abfahrt außerhalb der Torzeiten ist möglich, kostet aber eine Gebühr und muss vorher über die Rezeption vereinbart werden. Späteste Ankunft ist 21 Uhr, früheste Abfahrt 5 Uhr. Ohne Absprache stehst du vor dem Tor.
- Die Berghütten sind die ruhigsten Betten, brauchen aber Allrad Umthombo nahe dem Picknickplatz Weltevrede und Bakana im Berghofkloof liegen abseits vom Rastlager und sind einfach ausgestattet. Hin kommst du nur mit Allrad oder mit einem Fahrzeug mit Differenzialsperre. Mit einem normalen Mietwagen buchst du die vergeblich.
- Die Nachtfahrt lohnt sich hier mehr als anderswo Was der Park an großen Raubtieren nicht hat, holt er bei den kleinen heraus. Auf der geführten Abendfahrt stehen Schwarzfußkatze, Erdferkel, Erdwolf, Löffelhund, Stachelschwein und Ginsterkatze auf dem Zettel, dazu Fleckenuhu und Pennantnachtschwalbe. Die Braune Hyäne, die seit 2008 hier lebt, bekommen die meisten nur auf Kamerafallen zu sehen, gelegentlich aber eben auf dieser Fahrt.
Karte von Mountain-Zebra-Nationalpark
Highlights
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Das Kap-Bergzebra
Tierbeobachtungsort Trubel Wenig TrubelDas Kap-Bergzebra ist das Symboltier des Parks und der Grund seiner Gründung 1937. Es ist kleiner als das Steppenzebra, trägt eine Wamme am Hals, eine orangebraune Schnauze und über dem Schwanz ein Gittermuster aus kurzen Querstreifen. Auf den Hochebenen-Schleifen stehen die Herden so verlässlich, dass die Frage nicht lautet, ob du welche siehst, sondern wie nah.
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Doornhoek Guesthouse
Sonstiges Trubel Kaum jemand daDas Doornhoek ist ein Farmhaus aus den 1830er-Jahren, seit 1986 nationales Denkmal und heute ein Gästehaus mit drei Schlafzimmern für sechs Personen. Es steht allein über dem Doornhoek-Damm, ohne Zaun und ohne Nachbarn. Im September 2013 ist es abgebrannt und im Oktober 2015 nach der Restaurierung wieder eröffnet worden.
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Raubtiere und Großwild
Tierbeobachtungsort Trubel Kaum jemand daGepard, Löwe, Kaffernbüffel und Spitzmaulnashorn wurden alle erst nach der Parkgründung angesiedelt, der Gepard 2007 und der Löwe im April 2013. Die überschaubare Fläche hilft dabei weniger, als es klingt, denn das Gelände ist bergig und die Bestände sind klein. Verlässlich nah kommst du nur den Geparden, auf der geführten Verfolgung zu Fuß.
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Wanderwege und geführte Wanderungen
Sonstiges Trubel Kaum jemand daZu Fuß geht hier weniger, als der Name verspricht. Seit Juli 2010 sind die langen Wege gesperrt, nachdem ein Wanderer von einem Kaffernbüffel angegriffen und getötet wurde. Geblieben sind zwei kurze Wege im eingezäunten Rastlager, die du allein gehen darfst, und zwei geführte Wanderungen mit eigener Gebühr und fester Startzeit.
- Karoo-Hochland auf 998 bis über 1.500 Metern Höhe
- 284 km²
- Kap-Bergzebras leben heute im Park
- über 1.200
- gegründet, um das fast ausgerottete Kap-Bergzebra zu retten
- 1937
- Vogelarten im Park, dazu 50 Säugetierarten
- 272
Landschaftsmerkmale
Grasebenen, Hügel und Bergzüge
Die Landschaft des Parks besteht aus offenen Grasebenen, sanften Hügeln und imposanten Bergzügen. In den Tälern wachsen Akazienkarroo, Ouhout-Bäume und Kap-Buchen, während höher gelegene Bereiche von Felsformationen und Karoo-Sträuchern geprägt sind.
Höhenlage, Klima und klare Sicht
Höhenlage und Klima schaffen Lebensraum für Savannen- wie für Karoo-Arten, eine Kombination, die in Südafrika nicht häufig ist. Die klare Luft des Ostkaps sorgt zudem für weite Sicht, was Wildtier- und Landschaftsbeobachtung ebenso zugutekommt wie der Fotografie.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Dezember bis Februar | März bis Mai und September bis November | Juni bis August | März bis Mai und September bis November | Dezember bis Februar | |||||||
| Andrang | viel los | viel los | ||||||||||
| Jungtiere | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | |||||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- Übergang
- viel los
- Jungtiere (innen, kräftig = Höhepunkt)
März empfohlen
März bis Mai und September bis November · eher ruhig
Die angenehmste Zeit. Mild am Tag, klare Sicht, aktive Tierwelt, und die geführten Fahrten und Wanderungen laufen ohne Hitze- oder Kältestress.
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Der Park liegt im Karoo-Hochland, und das entscheidet über das Wetter. Im Jahr fallen rund 400 Millimeter Regen, davon 70 Prozent im Sommer zwischen Dezember und Februar. Im Sommer liegen die Höchstwerte zwischen 23 und 28 Grad, im Winter zwischen 16 und 23; nachts fällt das Thermometer im Winter auf 0 bis 8 Grad. Frost gibt es von Mai bis Oktober, und auf den höheren Gipfeln fällt gelegentlich Schnee. Am angenehmsten ist es deshalb im Herbst von März bis Mai und im Frühjahr von September bis November: mild am Tag, klare Sicht, aktive Tiere. Im Winter sind die Tage klar und die Nächte kalt, das ist gute Wanderzeit, wenn du warme Sachen dabeihast. Voll wird es nur von Mitte Dezember bis Ende Januar, wenn in Südafrika Sommerferien sind.
März bis Mai und September bis November
Die angenehmste Zeit. Mild am Tag, klare Sicht, aktive Tierwelt, und die geführten Fahrten und Wanderungen laufen ohne Hitze- oder Kältestress. Oft bist du auf einer Pirschfahrt das einzige Fahrzeug.
Dezember bis Februar
Warm bis heiß mit Höchstwerten um 28 Grad, und in diesen drei Monaten fällt der meiste Regen des Jahres, meist als Gewitter. Dafür ist die Zeit für Jungtiere. Ab Mitte Dezember sind südafrikanische Sommerferien, dann sind die Hütten belegt.
Juni bis August
Klare, wolkenlose Tage und kalte Nächte bis an den Gefrierpunkt. Auf den Gipfeln kann Schnee liegen, warme Kleidung ist Pflicht. Gute Zeit für die geführten Wanderungen und für Fotografie, und die Tore schließen schon um 18 Uhr.
Foto: Leo za1, CC BY-SA 3.0Sehenswerte Tiere
Das Kap-Bergzebra ist die Leitart. Über 1.200 Tiere leben heute im Park, nach der Dürre von 2019 waren es zwischenzeitlich nur 847. Der Weg dorthin: sechs Gründungstiere 1937, 25 Zebras im Jahr 1964, rund 140 im Jahr 1975 und über 700 im Jahr 2015. Zu sehen sind die Tiere in kleinen Herden überall im Park.
Geparde kamen 2007 zurück, als erste große Raubtiere seit der Gründung. 2008 folgten Braune Hyänen, die kaum jemand zu Gesicht bekommt, meist nur die Kamerafallen und gelegentlich eine Nachtfahrt. Im April 2013 kamen drei Löwen dazu, zwei Männchen aus Welgevonden und eine Löwin aus dem Karoo-Nationalpark. Büffel stehen in den Akazienbüschen und den bewaldeten Tälern, Bergriedbock und Grauer Rehbock an den Hängen der Kranskop-Schleife.
An Antilopen leben hier Weißschwanzgnu, Kuhantilope, Elenantilope, Blessbock, Kudu und Springbock. Dazu Tschakma-Paviane und Meerkatzen. Mit Glück siehst du Erdwolf, Löffelhund oder Karakal; auf der geführten Nachtfahrt kommen Schwarzfußkatze, Erdferkel, Stachelschwein, Ginsterkatzen und Streifeniltis dazu. Insgesamt zählt der Park 50 Säugetier- und 272 Vogelarten. Halt besonders Ausschau nach sechs Arten: Erdwolf, Kaffernbüffel, Gepard, Kap-Bergzebra, Blauer Kranich und Denham-Trappe.
- Kap-Bergzebra
- Gepard
- Löwe
- Braune Hyäne
- Kaffernbüffel
- Spitzmaulnashorn
- Karakal
- Erdwolf
- Löffelhund
- Schwarzfußkatze
- Erdferkel
- Elenantilope
- Oryx
- Kuhantilope
- Weißschwanzgnu
- Blessbock
- Kudu
- Springbock
- Bergriedbock
- Grauer Rehbock
- Tschakma-Pavian
- Blauer Kranich
- Denham-Trappe
- Strauß
Mountain-Zebra-Nationalpark in 15 Bildern
Anreise

Mit dem Auto
- GqeberhaStart
- rund 3 Std. · N10Fahrzeit bis zum Park
- Cradockunterwegs
- 12 km · R61im Ort ausgeschildert
- EingangstorNorden, an der R61
- 12 km · PisteSchotter
- RastlagerZiel
- BloemfonteinStart
- rund 4 Std.Fahrzeit bis zum Park
- CradockZiel
- KapstadtStart
- rund 9 Std.Fahrzeit bis zum Park
- CradockZiel
- JohannesburgStart
- rund 9 Std.Fahrzeit bis zum Park
- CradockZiel
- DurbanStart
- rund 9 Std.Fahrzeit bis zum Park
- CradockZiel
Mit dem Flugzeug
- rund 3 Std. FahrtGqeberhanächster Flughafen; weiter nur mit dem Mietwagen
- rund 4 Std. FahrtBloemfonteinweiter nur mit dem Mietwagen
- Tor Oktober bis März 7 bis 19 Uhr, April bis September 7 bis 18 Uhr; später nur angemeldet, bis 21 Uhr
- Kein Geldautomat im Park, die nächste Bank ist in Cradock; Tankstelle im Rastlager 7 bis 17 Uhr
- Einfahrende Autos werden wegen der Maul- und Klauenseuche an Reifen und Radkästen desinfiziert, rund 3 Minuten
- Bei Regen können Schotterstraßen gesperrt werden; Motorräder und Fahrräder sind nicht erlaubt
- Anmelde- und Haftungsformular vorab ausfüllen und am Tor mit Ausweis abgeben
Anreise ausführlich
Auto
Cradock erreichst du über die N10. Der Park liegt zwölf Kilometer außerhalb an der R61 zwischen Cradock und Graaff-Reinet und ist im Ort ausgeschildert. Vom Eingangstor sind es noch einmal zwölf Kilometer bis zum Rastlager. Rechne mit rund drei Stunden ab Gqeberha, vier ab Bloemfontein und je neun ab Kapstadt, Johannesburg und Durban.
Flugzeug
Nächster Flughafen ist Gqeberha, rund drei Stunden Fahrt. Bloemfontein liegt vier Stunden entfernt, Kapstadt und Johannesburg je neun. Mietwagen brauchst du in jedem Fall, im Park selbst fährst du mit dem eigenen Auto.
Kosten und Gebühren
- Kinder 2 bis 11: rund 10 €
- Unter 2 Jahren frei
- Nur Karte, kein Bargeld
Der Eintritt kostet für internationale Gäste rund 19 € pro Person und Tag, Kinder von 2 bis 11 Jahren zahlen rund 10 €, jüngere nichts. Auf Unterkünfte und gebuchte Aktivitäten kommt 1 Prozent für einen Gemeindefonds dazu.
Mit dem eigenen Auto auf den Parkstraßen fällt nur der Eintritt an. Die geführten Aktivitäten kosten extra: Gepardenverfolgung und Morgenwanderung je rund 30 €, der Salpeterkop-Aufstieg rund 30 €, die Tour zu den Felsbildern rund 16 € pro Person. Eine Pirschfahrt kostet rund 18 €, für Kinder unter zwölf rund 9 €, die Sonnenuntergangsfahrt mit Snacks und Getränken rund 20 €, für Kinder rund 11 €. Bestätigt und bezahlt wird an der Rezeption bis 18 Uhr am Vortag.
Wer außerhalb der Torzeiten ankommt oder abfährt, zahlt rund 19 € und meldet das vorher an der Rezeption an.
Am Tor zahlst du nur mit Karte, Bargeld wird nicht angenommen. Visa, Mastercard, Diners Club und American Express gehen, auch mit ausländischen Karten. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.
Beliebte Unterkünfte
Mountain Zebra Rest Camp liegt zwölf Kilometer hinter dem Eingangstor und hat Familienhütten, einen Campingplatz mit Gemeinschaftsanlagen, ein Restaurant und einen Laden.
Rock Chalets
zwei Schlafzimmer, eigenes Bad, Klimaanlage, Kamin, voll ausgestattete Küche und Braai-Platz auf der Veranda.
Doornhoek Guest House
ein historisches Farmhaus am Berghang aus den 1830er-Jahren, seit 1986 unter Denkmalschutz. Drei Schlafzimmer mit eigenem Bad für sechs Personen, abseits vom Rastlager.
Zwei Berghütten
Umthombo nahe dem Picknickplatz Weltevrede und Bakana im Berghofkloof. Beide erreichst du nur mit Allrad oder mit Differenzialsperre, einfache Ausstattung.
Aktivitäten
Gepardenverfolgung zu Fuß
Ihr fahrt mit einem Führer los und sucht das Signal eines besenderten Geparden; ist es gefunden, geht ihr das letzte Stück zu Fuß. Start 7.30 Uhr, Dauer drei bis vier Stunden, mindestens zwei und höchstens acht Personen, von 12 bis 65 Jahren; wer 65 oder älter ist, braucht ein ärztliches Attest, das nicht älter als 30 Tage ist. Vorher buchen ist Pflicht. Neutrale Kleidung, also nicht weiß und nicht schwarz, feste Schuhe, eigenes Wasser. Es sind nur wenige Tiere besendert, und auch mit Signal kann die Suche scheitern.
Pirschfahrten mit mindestens zwei und höchstens neun Gästen, ab sechs Jahren. Morgens im Sommer 5 bis 7 Uhr und im Winter 6 bis 8 Uhr, mittags im Sommer 12.30 bis 14.30 Uhr, zum Sonnenuntergang im Sommer 17.30 bis 19.30 und im Winter 15.30 bis 17.30 Uhr, abends im Winter 18 bis 20 Uhr. Auf der Sonnenuntergangsfahrt gibt es Snacks und Getränke. Auf der Abendfahrt stehen Schwarzfußkatze, Erdferkel, Erdwolf, Löffelhund und Karakal auf dem Zettel, dazu Fleckenuhu und Pennantnachtschwalbe.
Selbst fahren
Knapp 70 Kilometer Touristenstraßen. Die Rooiplaat-Schleife führt auf die Hochebene, wo Springbock, Kuhantilope, Gnu und Bergzebra grasen. Die Kranskop-Schleife zieht durch zerklüftete Täler und an Hängen entlang, an denen Bergriedbock und Grauer Rehbock stehen. Die Ubejane-Schleife führt durch dichteres Buschwerk, dort stehen die Büffel. Für beide Hauptschleifen mit Halt an den Aussichtspunkten solltest du drei bis vier Stunden einplanen.
Zu Fuß
Allein gehen darfst du zwei Wege, und beide liegen im eingezäunten Rastlager. Der Imbila Trail mit einem Kilometer ist flach und rund, also auch mit Kindern machbar. Der Black Eagle Trail mit 2,5 Kilometern klettert auf einen Felskopf mit Blick über den Park. Weiter hinaus geht es nur mit einem Führer des Parks, denn seit dem tödlichen Büffelangriff vom 12. Juli 2010 sind die langen Wanderwege außerhalb des Zauns geschlossen, auch der dreitägige. Geführt gibt es die Morgenwanderung, die die bestehende Zehn-Kilometer-Strecke mitnehmen kann, im Sommer 5 bis 8 Uhr und im Winter 6.30 bis 9.30 Uhr, höchstens sechs Personen, und den Salpeterkop-Aufstieg zum Schachbrett aus dem Burenkrieg, im Sommer 5 bis 11 Uhr und im Winter 7 bis 13 Uhr, mindestens zwei und höchstens neun Personen. Der Salpeterkop ist ein fordernder Anstieg, ohne Kondition lässt du ihn besser aus.
Felsbilder der San
In mindestens drei Felsdach-Stellen im Park liegen Malereien, rund 300 Jahre alt, mit einer Antilope, Pavianen, einer großen Katze und Menschen. Sehen kannst du sie nur mit einem Führer des Parks, 9 bis 11 Uhr, von 12 bis 65 Jahren, darüber nur mit ärztlichem Attest. Es geht über Felsen, für kleine Kinder und unsichere Gänger ist das nichts.
Außerdem
drei 4×4-Strecken, Vogelbeobachtung mit 272 Arten, Braai im Busch und ein Schwimmbad am Rastlager.
Natur- und Tierschutz
Der Park entstand 1937 als Rettung für eine einzelne Art. Aus sechs Gründungszebras, zu denen später elf weitere kamen, sind über 1.200 Tiere geworden, und rund 97 Prozent aller Kap-Bergzebras weltweit stammen von dieser Herde ab. Der Park ist von 1.712 auf 28.412 Hektar gewachsen, zuletzt durch den Kauf von neun Nachbarfarmen, den Spenden und der Verkauf von Kunstdrucken finanzierten.
Danach kamen die Raubtiere zurück, die hier über ein Jahrhundert gefehlt hatten: Geparde 2007, Braune Hyänen 2008, Löwen im April 2013. Dazu Spitzmaulnashörner und Kaffernbüffel. Seit April 2016 ist der Park Teil des Mountain Zebra Camdeboo Protected Environment, das rund 268.400 Hektar zwischen hier und Graaff-Reinet unter Schutz stellt und den Wildtieren den Weg zwischen den Gebieten offenhält.
Der Park arbeitet mit Schulen der Umgebung: Für bis zu 60 Schüler und zwei Lehrkräfte ist der Eintritt während der Schulzeit frei, wenn ein Umweltbildungsprogramm gebucht wird.
Dein Beitrag ist klein und konkret: Ein kleiner Aufschlag auf Unterkünfte und gebuchte Aktivitäten geht in einen Gemeindefonds. Ansonsten gilt: auf den Wegen bleiben, Abstand halten und beim Gehen zu Fuß tun, was der Führer sagt.
Praktische Informationen
Buchen musst du am Vorabend
Alle Buchungen müssen bis 18 Uhr am Vortag an der Rezeption bestätigt werden. Sei 15 Minuten vor der Abfahrt dort, um die Haftungserklärung zu unterschreiben und zu bezahlen. Wer das verpasst, fährt nicht mit. Aktivitäten zu Fuß kann der Park bei schlechtem Wetter jederzeit absagen.
Dein Auto wird gesprüht
Seit August 2026 desinfiziert SANParks wegen der Maul- und Klauenseuche im Ostkap auch hier die Reifen und Radkästen aller einfahrenden Fahrzeuge, wie in Addo und im Karoo-Nationalpark; das dauert rund drei Minuten und gilt bis auf Weiteres.
Kein Geldautomat im Park
Es gibt einen Laden mit Grundnahrungsmitteln und Andenken, ein Restaurant und eine Tankstelle im Rastlager, die von 7 bis 17 Uhr Benzin und Diesel abgibt, aber keine Bank. Die nächste steht in Cradock, 24 Kilometer vom Rastlager entfernt. Ärzte, Apotheke, Autowerkstatt und Polizei gibt es ebenfalls in Cradock.
Zweimal zwölf Kilometer
Das Eingangstor liegt zwölf Kilometer außerhalb von Cradock, das Rastlager noch einmal zwölf Kilometer hinter dem Tor. Rechne die Strecke ein, wenn du spät ankommst.
Anmeldeformular
Das Anmelde- und Haftungsformular kannst du vorher herunterladen. Ausgefüllt am Tor abgegeben, zusammen mit Ausweis oder Reisepass für jeden Gast, spart es dir und allen hinter dir Zeit.
Straßen
Bei Regen können die Schotterstraßen gesperrt werden. Die drei 4×4-Routen sind Sonnenrust mit 14,2 Kilometern, Juriesdam mit 10 und Umngeni mit 8. Die zwei Berghütten Umthombo und Bakana erreichst du nur mit Allrad oder mit Differenzialsperre. Motorräder und Fahrräder sind im Park nicht erlaubt.
Aussteigen darfst du nur im Rastlager, an den Picknickplätzen und an ausgewiesenen Stellen.
Kalte Nächte
Von Mai bis Oktober gibt es Frost, im Winter liegen die Tiefstwerte zwischen 0 und 8 Grad, und auf den Gipfeln kann Schnee fallen. Warme Kleidung ist im Winter kein Extra. In den Camps ist die Außenbeleuchtung sparsam, abends brauchst du eine Taschen- oder Stirnlampe. Wer wandert, trägt sein Wasser selbst.
Kein Malariagebiet
Der Park und die südlichen Landesteile Südafrikas sind malariafrei. Ein Risiko besteht nur im Nordosten von Limpopo und Mpumalanga und, ganzjährig gering, in KwaZulu-Natal und den übrigen Teilen dieser beiden Provinzen.
Ankommen und abreisen
Einchecken ab 14 Uhr, auschecken bis 10 Uhr, auf dem Campingplatz jeweils um 12 Uhr. Außerhalb der Torzeiten musst du die An- oder Abreise vorher anmelden; späteste Ankunft 21 Uhr, früheste Abfahrt 5 Uhr.
Mitnehmen
Hut, Sonnencreme, feste Schuhe, Fernglas sowie ein Vogel- und ein Säugetierbuch. Für die geführten Aktivitäten brauchst du neutrale Kleidung, also nicht weiß und nicht schwarz, dazu eigenes Wasser und einen kleinen Snack.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Was ist am Kap-Bergzebra besonders?
Es war in den 1930er-Jahren fast ausgerottet. Der Park wurde 1937 eigens zu seinem Schutz gegründet, mit einer Gründungsherde aus sechs Tieren; elf weitere wurden später gestiftet. 1964 waren es 25, 1975 rund 140, 2015 über 700, heute über 1.200. Rund 97 Prozent aller Kap-Bergzebras weltweit stammen von dieser Herde ab.
Kann man hier die Big Five sehen?
Nein, nur drei davon. Löwe, Spitzmaulnashorn und Kaffernbüffel leben im Park, Elefant und Leopard nicht. Wer die Fünf abhaken will, fährt woanders hin. Die Stärke dieses Parks sind Bergzebra, Gepard und die Ruhe.
Wie läuft die Gepardenverfolgung ab?
Du fährst um 7.30 Uhr mit einem Führer los, der mit einem Handempfänger das Signal eines besenderten Geparden sucht. Ist es gefunden, geht ihr das letzte Stück zu Fuß. Das Ganze dauert drei bis vier Stunden, kostet rund 30 € pro Person und braucht mindestens zwei und höchstens acht Teilnehmer ab 12 Jahren. Wer 65 oder älter ist, muss ein ärztliches Attest vorlegen, das nicht älter als 30 Tage ist. Vorher buchen ist Pflicht. Es sind nur wenige Tiere besendert, und auch mit Signal kann die Suche ohne Sichtung enden.
Was hat es mit dem Schachbrett auf dem Salpeterkop auf sich?
Britische Soldaten haben während des Burenkriegs oben auf dem 1.514 Meter hohen Salpeterkop ein Schachbrett in eine Felsplatte geritzt. Sie spielten gegen Kameraden im Fort in Cradock und übertrugen die Züge mit einem Spiegel, der offiziell der Signalgebung diente. Neben dem Brett stehen die Namen, darunter die 5th Lancashire Fusiliers und die Coldstream Guards. Hinauf kommst du auf der geführten Salpeterkop-Wanderung.
Brauche ich einen Geländewagen?
Für die normalen Touristenstraßen nicht, sie sind überwiegend Schotter in gutem Zustand. Allrad brauchst du nur für die drei ausgewiesenen 4x4-Strecken und für die zwei Berghütten Umthombo und Bakana. Bei Regen können Straßen gesperrt werden.
Wie voll ist es?
Kaum. Geführte Fahrten nehmen höchstens neun Gäste mit, und auf vielen Pirschfahrten begegnet dir kein zweites Fahrzeug. Voll wird es nur von Mitte Dezember bis Ende Januar, wenn in Südafrika Sommerferien sind.
Was kostet der Eintritt?
Für internationale Gäste rund 19 € pro Person und Tag, für Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 10 €, jüngere zahlen nichts. Bezahlt wird nur mit Karte. Geführte Aktivitäten wie die Gepardenverfolgung kosten extra.
Muss ich mich gegen Malaria schützen?
Nein, das Ostkap ist malariafrei. Das gilt für diesen Park wie für Addo und für alle südlichen Landesteile Südafrikas. Ein Risiko besteht im Nordosten von Limpopo und Mpumalanga und, ganzjährig gering, in ganz KwaZulu-Natal und den übrigen Teilen dieser beiden Provinzen.




















