Namaqua-Nationalpark

3.500 Pflanzenarten, tausend davon nirgends sonst

Südafrika Nationalpark

Der Namaqua-Nationalpark liegt an der abgelegenen Westküste des Nordkaps, rund 495 Kilometer nördlich von Kapstadt. Auf 1.368 Quadratkilometern schützt er die Sukkulente Karoo, deren geschätzte 3.500 Pflanzenarten zu mehr als tausend nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen. Berühmt ist der Park für die Frühlingsblüte im August und September, wenn sich trockene Ebenen in ein Blütenmeer verwandeln.

Der Namaqua-Nationalpark schützt eines der ungewöhnlichsten Biome der Erde: die Sukkulente Karoo. Namaqualand hat die reichste Zwiebelpflanzen-Flora aller Trockengebiete der Welt, und von den geschätzten 3.500 Pflanzenarten der Region kommen über tausend nirgendwo sonst vor.

Die Region liegt im Winterregengebiet. Am Skilpad-Abschnitt, 700 Meter über dem Meer, fallen im Mittel 340 Millimeter im Jahr; wenige Kilometer weiter südwestlich, bei Soebatsfontein, sind es 140, und an der Küste bleibt es unter 100. Die Sommer sind warm bis heiß, im Mittel um 30 Grad und gelegentlich über 40; im Winter liegen die Tageswerte zwischen 8 und 17 Grad, mit Frost am Morgen und Schnee auf den Kamiesbergen. Im Herbst und Winter zieht oft Nebel auf, und seine Feuchtigkeit hilft den einjährigen Pflanzen beim Keimen.

Der Park besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen. Der Skilpad-Abschnitt liegt auf dem Hochplateau nahe Kamieskroon und wird gezielt auf große Blütenfelder hin gepflegt. Der Küstenabschnitt zwischen Groen- und Spoegrivier ist der einzige größere unberührte Abschnitt der Namaqualand-Küste, 50 Kilometer lang und nur mit Allrad befahrbar.

Der Ruf des Parks hängt an wenigen Wochen im Jahr. Zwischen August und September verwandeln sich nach den Winterregen weite Flächen in Teppiche aus orangefarbenen, gelben, weißen und violetten Wildblumen, am dichtesten zwischen Mitte August und Mitte September. Wie stark es wird, lässt sich nicht vorhersagen: 2026 fiel die Saison schwach aus.

Seine heutige Gestalt hat der Park erst seit Kurzem. 1988 kaufte der WWF Südafrika einen Teil der Farm Skilpad und führte ihn als Wildblumenreservat, 1998 übernahm SANParks, 1999 wurde der Nationalpark eröffnet und am 29. Juni 2002 amtlich ausgerufen. Der Küstenabschnitt kam 2008 dazu.

Warum hin

Darum ist Namaqua-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Die reichste Zwiebelpflanzen-Flora aller Trockengebiete der Welt, mit über tausend Arten, die nur hier vorkommen
  2. Die Frühlingsblüte im August und September, ein Schauspiel von wenigen Wochen
  3. Der günstigste Eintritt aller südafrikanischen Nationalparks für internationale Gäste
  4. Zwei Parkteile in einem: das Hochplateau bei Skilpad und 50 Kilometer unberührte Küste zwischen Groen- und Spoegrivier
  5. Lebensraum der kleinsten Schildkrötenart der Welt

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Namaqua-Nationalpark

  • Fahr nach Norden, schau nach Süden Die Blüten drehen sich der Sonne zu, und die steht auf der Südhalbkugel mittags im Norden. Fahr die Strecke nach Norden deshalb zügig und sieh dir die Blumen auf dem Rückweg nach Süden an, dann schauen sie dir entgegen. Über den Tag verschiebt sich das: am Vormittag nach Westen blicken, mittags nach Süden, am Nachmittag nach Osten.
  • Unter 18 Grad bleibt alles zu Merk dir eine Zahl: Bei Sonnenschein und mindestens 18 Grad öffnen sich die Blüten ganz. An bedeckten, kühlen oder regnerischen Tagen bleiben sie geschlossen, und du fährst durch braunes Feld. Sieh dir die Vorhersage für Kamieskroon an und leg deinen Blütentag auf den wärmsten Tag der Woche, nicht auf den ersten.
  • Skilpad ist nicht der ganze Park Der Skilpad-Abschnitt ist der einzige Teil, den die Verwaltung gezielt auf große Blütenteppiche hin pflegt, und er ist deshalb der volle. Wenn es dort dünn blüht, heißt das nichts über den Rest: Auch in schwachen Jahren blüht es in den tiefer gelegenen Gebieten um Soebatsfontein, Kookfontein und Wildeperdehoek oft kräftig. Dorthin führen Schotterstraßen in durchschnittlichem Zustand, für die du ein Fahrzeug mit etwas Bodenfreiheit brauchst.
  • Allrad brauchst du erst im Küstenabschnitt Bis zum Tor am Groenrivier reicht ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit, die Anfahrt ab Garies oder Bitterfontein ist Schotterstraße. Erst der Küstenabschnitt zwischen Groen- und Spoegrivier, 50 Kilometer unberührte Namaqualand-Küste, ist nur mit Allrad befahrbar; der Sand ist der Grund. Wer von der Seite über Lutzville oder die Küste bei Hondeklipbaai anreist, braucht ihn ohnehin. Tagesgäste dürfen nach 15.30 Uhr nicht mehr einfahren, obwohl das Tor bis 17 Uhr offen ist.
  • Das Heft für die Caracal-Route holst du im Büro Die Caracal-Route, auf Afrikaans Rooikat, führt vom Skilpad-Büro über den Soebatsfontein-Pass bis zur Mündung des Groenrivier: 176 bis 200 Kilometer, je nach Spur sechs bis acht Stunden, dazu zwei Stunden zurück zum Lager. Die Wegweiser allein reichen nicht, du brauchst das Führungsheft mit den Koordinatenpunkten, das es in den Büros des Parks gibt. Zwischen Juni und September können Abschnitte nach Regen gesperrt sein, ruf vorher unter 027 672 1948 an.
  • Kein Geld, kein Sprit, keine Werkstatt Im Park gibt es weder Tankstelle noch Geldautomat. Vom Skilpad-Lager sind es 87 Kilometer nach Springbok, wo es beides gibt, und dort ist auch der nächste Arzt und die nächste Werkstatt. In Kamieskroon, 21 Kilometer entfernt, gibt es Sprit und Bargeld nur zu eingeschränkten Zeiten. Wer am Küstenlager Groenrivier steht, fährt rund 70 Kilometer nach Garies. Voll tanken, bevor du abbiegst.
  • Die Betten sind vor den Blumen weg Es gibt im Park nur vier Chalets am Skilpad und einfache Stellplätze an der Küste, dazu ein Zeltcamp, das nur rund vier Wochen im Jahr steht. Für die Blütezeit sind Unterkünfte und Tagesbuchungen oft mehr als ein Jahr im Voraus vergriffen, Reisende berichten von 2026 dasselbe. Wer im August oder September kommen will, bucht im Vorjahr oder übernachtet in Kamieskroon, Garies oder Springbok.

Wo was liegt

Karte von Namaqua-Nationalpark

Karte von Namaqua-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Der Küstenabschnitt Groenrivier

    Sonstiges Aura Haut dich um Trubel Kaum jemand da

    Fünfzig Kilometer unberührte Küste zwischen Groen- und Spoegrivier, mit Dünenfeldern, Felsufern und weißen Buchten. Bis zu den ersten Plätzen hinter dem Tor kommst du mit normalem Auto, weiter nach Norden nur mit Allrad, und auf keinem Strand: Fahren am Strand und auf gesperrten Spuren ist streng verboten. Die Zufahrt führt ab Garies über rund 70 Kilometer Schotterstraße.

  • Die Frühlingsblüte

    Sonstiges Aura Gänsehaut garantiert Trubel Bekannt, aber entspannt

    Zwischen August und September verwandeln sich weite Flächen in farbintensive Teppiche aus Margeriten, Lilien und Vygies. Wie stark die Blüte ausfällt, hängt vom Winterregen ab; die Blüten öffnen sich bei Sonne meist zwischen 10 und 16 Uhr.

  • Namaqua Flower Beach Camp

    Sonstiges Trubel Wenig Trubel

    Ein Zeltcamp direkt an der Küste, das nur während der Blütezeit steht: fünfzehn Zelte für höchstens dreißig Gäste, rund vier Wochen im August und September, danach wird alles wieder abgeräumt. Es liegt gut einen Kilometer hinter dem Empfang am Groenrivier und nimmt nur gebuchte Gäste auf.

  • Skilpad Nature Reserve

    Sonstiges Aura Haut dich um Trubel Bekannt, aber entspannt

    Der Hauptzugang des Parks auf dem Hochplateau bei Kamieskroon. Hier stehen Tor, Büro und die vier Chalets, hier starten der fünf Kilometer lange Skilpad-Rundweg und der drei Kilometer lange Korhaan-Weg. Die Rundfahrt mit den Aussichtspunkten öffnet nur in der Blütezeit.

Fläche, vom Hochplateau bis an den Atlantik
1.368 km²
Pflanzenarten der Region, die nirgendwo sonst wachsen
1.000+
unberührte Küste zwischen Groen- und Spoegrivier
50 km
Vogelarten, dazu 40 Säugetierarten
123

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Sukkulente Karoo im Winterregengebiet

Landschaft mit wild blühenden Blumen, Bauernhaus und Windmühle unter blauem Himmel. Friedliche Naturidylle.

Der Park liegt im Winterregengebiet und erhält zwischen 100 und 340 Millimeter Niederschlag im Jahr. Heiße, trockene Sommer wechseln mit kühlen Wintern, in höheren Lagen bis zum Frost. Böden und Klima zusammen ergeben die Bedingungen, unter denen hier so viele Sukkulenten, Kräuter und Blumenzwiebeln wachsen.

Vom Hochplateau bis an den Atlantik

Bunte Blumenwiesen vor einer Bergkulisse, mit Felsenformationen und weitläufiger Natur unter bewölktem Himmel.

Der Park reicht von der Skilpad-Sektion auf rund 700 Metern Höhe bis an die Küste des Südatlantiks. Dort, im Abschnitt Groen-Spoeg, lösen Dünenfelder, Buchten und felsige Küstenlandschaft das trockene Hinterland ab: zwei Landschaftsbilder in einem Schutzgebiet.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Namaqua-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitSommerÜbergangszeitenWinterBlütezeitÜbergangszeitenSommer
Andrangviel losviel los
BlüteHöhepunktHöhepunkt
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • Übergang
  • viel los
  • Blüte (innen, kräftig = Höhepunkt)

August empfohlen

Blütezeit · viel los · Blüte

Der Höhepunkt des Jahres, am dichtesten zwischen Mitte August und Mitte September. Erste Blüten zeigen sich manchmal schon Ende Juli.

Der Park ist das ganze Jahr geöffnet, und Küste wie Allradrouten funktionieren immer. Der Grund für eine Reise hierher ist aber die Blütezeit im August und September, am dichtesten zwischen Mitte August und Mitte September. Wie farbintensiv sie wird, entscheidet der Winterregen davor, und das ist nicht vorhersagbar: 2026 fiel die Saison unterdurchschnittlich aus. Innerhalb des Tages öffnen sich die Blüten nur bei Sonne und ab etwa 18 Grad, meist zwischen 10 und 16 Uhr. Wer früh morgens oder am späten Nachmittag kommt, sieht geschlossene Blüten. Dezember bis Februar ist es heiß und leer, mit Werten um 30 und gelegentlich über 40 Grad.

Blütezeit (August und September)

Der Höhepunkt des Jahres, am dichtesten zwischen Mitte August und Mitte September. Erste Blüten zeigen sich manchmal schon Ende Juli. Wie stark es wird, entscheidet der Winterregen davor.

Winter (Juni und Juli)

Kühl und feucht, Tageswerte zwischen 8 und 17 Grad, morgens Frost, Schnee auf den Kamiesbergen. Nach starkem Regen können Abschnitte der Allradrouten gesperrt sein, deshalb vorher im Park anrufen.

Sommer (Dezember bis Februar)

Heiß und trocken, im Mittel um 30 Grad und gelegentlich über 40. Keine Blüte, dafür die Küste und viel Platz für dich allein.

Übergangszeiten (März bis Mai, Oktober und November)

Mild, trocken und ruhig. Landschaft, Sukkulenten und Allradrouten lohnen, die großen Farbfelder fehlen.

Orangefarbener Blütenteppich im Skilpad-Abschnitt Ende August

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Namaqua ist kein Safariziel. Wer hierherkommt, kommt für Pflanzen, die Tierwelt ist die Zugabe und an die Trockenheit angepasst. Im Park leben 40 Säugetier- und 123 Vogelarten.

An größeren Tieren stehen Spießbock und Springbock im Park, dazu Steinböckchen und Grauducker. Der Leopard kommt vor, ist aber praktisch nie zu sehen: Die Tiere sind nachtaktiv, scheu und haben riesige Streifgebiete. Die kleineren Arten sind die interessanteren: Erdferkel, Erdwolf, Erdmännchen, Kapfuchs, Löffelhund, Karakal, Afrikanische Wildkatze, Kap-Stachelschwein, Klippschliefer und die Ginsterkatze.

Bemerkenswert ist die kleinste Schildkröte der Welt, der Gefleckte Flachschildkröten-Padloper, der in Namaqualand lebt. Dazu kommen zahlreiche Geckos, Skinke und Schlangen, viele davon endemisch, und Vögel, wie sie für die trockenen Westgebiete des Landes typisch sind.

  • Spießbock (Oryx)
  • Springbock
  • Steinböckchen
  • Grauducker
  • Leopard
  • Karakal
  • Afrikanische Wildkatze
  • Kapfuchs
  • Löffelhund
  • Schabrackenschakal
  • Erdwolf
  • Erdferkel
  • Erdmännchen
  • Kap-Stachelschwein
  • Klippschliefer
  • Klippspringer
  • Kleinfleck-Ginsterkatze
  • Fuchsmanguste
  • Kleinste Schildkröte der Welt (Speckled Padloper)
  • Geckos, Skinke und Schlangen
  • 123 Vogelarten der trockenen Westgebiete

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Namaqua-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Namaqua-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen, Küste und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. KapstadtStart
  2. rund 495 km · 5 bis 6 Std. · N7
  3. Kamieskroonunterwegs
  4. 21 bis 22 kmTor besetzt von 7.30 bis 16 Uhr
  5. Skilpad-TorHochplateau, Büro und Chalets
  1. SpringbokStart
  2. 67 km · N7Ab Springbok 87 km bis zum Skilpad-Lager
  3. KamieskroonZiel
  1. GariesStart
  2. rund 70 km · PisteSchotter, bis zum Tor reicht gute Bodenfreiheit
  3. Groenrivier-TorKüstenabschnitt, Süden
  1. BitterfonteinStart
  2. PisteSchotterstraße
  3. Groenrivier-TorKüstenabschnitt, Süden
  • Küstenabschnitt, Zufahrt von NordenHondeklipbaai-TorNur mit Allrad, wie die Anreise über die Küste ab Lutzville
  • Im Küstenabschnitt zwischen Groen- und Spoegrivier ist Allrad Pflicht
  • Tor Groenrivier offen von 8 bis 17 Uhr, Tagesgäste fahren nur bis 15.30 Uhr in den Küstenabschnitt
  • Flug nach Kapstadt (CPT) oder Upington (UTN), dann mehrere Stunden mit dem Mietwagen
  • Kein Nahverkehr zum Park und kein Sprit im Park: in Springbok tanken, in Kamieskroon nur zu eingeschränkten Zeiten
Anreise ausführlich

Auto

Ab Kapstadt rund 495 Kilometer über die N7 bis Kamieskroon, von dort 21 bis 22 Kilometer bis zum Büro am Skilpad. Von Springbok im Norden sind es 67 Kilometer bis Kamieskroon und 87 Kilometer bis zum Skilpad-Lager. Der Küstenabschnitt Groenrivier wird ab Garies über rund 70 Kilometer Schotterstraße angefahren.

Flugzeug

Infrage kommen Cape Town International (CPT) im Süden und Upington (UTN) im Osten. Von beiden sind es mehrere Stunden Fahrt, ein Mietwagen ist praktisch Voraussetzung. Öffentlichen Nahverkehr zum Park gibt es nicht.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 8 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder 2 bis 11: rund 4 €
  • Unter 2 Jahren frei
  • Ausweis oder Pass am Tor zeigen
  • Nur Karte, kein Bargeld

Der Tagespass kostet für Erwachsene ab zwölf Jahren rund 8 €, für Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 4 €. Kinder unter zwei zahlen nichts. Damit ist Namaqua für internationale Gäste der günstigste Nationalpark Südafrikas, im Krüger zahlst du rund 35 €. Gäste aus den SADC-Ländern zahlen hier fast denselben Satz. Am Tor zeigst du für jeden Gast einen Ausweis oder Reisepass.

Wer im Park übernachtet, zahlt im Küstenlager Groenrivier ab rund 13 € pro Nacht für den Stellplatz. Das Zeltcamp an der Küste, das nur in der Blütezeit steht, kostet rund 275 € pro Person und Nacht im geteilten Zelt, mit Frühstück und Abendessen und inklusive Mehrwertsteuer. Der Parkeintritt kommt dort noch dazu.

Auf Unterkünfte und Aktivitäten, die du bei SANParks buchst, kommt 1 Prozent für einen Gemeindefonds obendrauf.

Bargeld nimmt der Park nicht. Du zahlst mit Visa, Mastercard, Diners Club oder American Express, auch mit ausländischen Karten. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Im Park, am Skilpad

Vier Selbstversorger-Chalets, je zwei Einzelbetten im Schlafzimmer und eine Schlafcouch im Wohnraum, mit verglaster Veranda, Kamin und Grillplatz.

Im Park, an der Küste

Das Groenrivier Coastal Rest Camp besteht aus acht einfachen Zeltplätzen mit insgesamt 31 Stellplätzen entlang der Küste, mit Grillstellen und Trockentoiletten. Bis zum Tor reicht gute Bodenfreiheit, die Plätze entlang der Küste erreichst du nur mit Allrad.

Nur in der Blütezeit

Das Namaqua Flower Beach Camp ist ein Zeltcamp nördlich des Groenrivier-Zugangs, das jedes Jahr nur rund vier Wochen steht. Es nimmt 30 Gäste in 15 Zelten auf.

Außerhalb

Kamieskroon liegt am nächsten, dazu Garies im Süden und Springbok im Norden. Für die Blütezeit sind die Betten oft mehr als ein Jahr im Voraus vergeben.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Zu Fuß

Beide Wanderwege des Hochlands starten am Büro am Skilpad: der Skilpad-Rundweg mit fünf Kilometern durch die Blütenfelder und der Korhaan-Weg mit drei Kilometern durch buschiges Gelände, auf dem du mehr verschiedene Arten siehst. Der dritte Weg des Parks liegt nicht hier, sondern an der Küste: Der sechs Kilometer lange Heaviside-Weg startet am Aussichtsdeck Abjoel, 15 Kilometer nördlich vom Büro am Groenrivier. Nur in der Blütezeit gibt es am Skilpad zusätzlich eine Rundfahrt mit mehreren Aussichtspunkten.

Mit Allrad

Die Caracal-Route führt vom Skilpad-Büro über den Soebatsfontein-Pass und die Ebenen von Wildeperdehoek bis an die Küste: 176 bis 200 Kilometer, sechs bis acht Stunden. Das Führungsheft mit den Koordinatenpunkten bekommst du in den Büros des Parks, ohne es findest du den Weg nicht zuverlässig.

Rad und Vogelbeobachtung

Mountainbike-Strecken und Vogelbeobachtung stehen im Angebot des Parks, die Vogelwelt ist die der trockenen Westgebiete.

Fotografie

Blütenteppiche, Sukkulenten, Granitkuppen und Dünen. Bleib für das Bild am Rand der Blütenfelder, wer hineingeht, zerstört genau das Motiv.

Mit Steinen eingefasster Wanderweg am Skilpad, daneben blühende Pflanzen

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Der Park liegt in einem der wichtigsten Biodiversitätshotspots der Welt. Die Parkverwaltung bittet Besucher, auf den Wegen zu bleiben, keine Pflanzen zu pflücken und die empfindlichen Sukkulenten- und Blumengesellschaften nicht zu betreten. Blumenpflücken ist im Park eine Straftat.

Das ist keine Formalie: Die Blütenteppiche entstehen aus einjährigen Pflanzen, die nur wenige Wochen sichtbar sind. Wer hineingeht, um ein Foto zu machen, zerstört genau die Fläche, die er fotografieren will.

Sukkulenten mit weißen und violetten Blüten auf sandigem Küstenboden

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Hochplateau und Küste, zwei Zugänge

Das Tor am Rastlager Skilpad liegt 21 Kilometer von Kamieskroon und ist von 7.30 bis 16 Uhr besetzt. Das Tor am Küstenlager Groenrivier erreichst du über rund 70 Kilometer Schotterstraße ab Garies, geöffnet von 8 bis 17 Uhr. In den Küstenabschnitt führt zusätzlich eine Zufahrt von Norden bei Hondeklipbaai. Tagesgäste dürfen wegen des Sandes nach 15.30 Uhr nicht mehr in den Küstenabschnitt einfahren.

Anmeldeformular

SANParks stellt ein Anmelde- und Haftungsformular zum Herunterladen bereit. Ausgefüllt am Tor abgegeben, spart es dir und allen hinter dir Zeit.

Welches Auto

Für die Hauptrouten im Landesinneren genügt ein normaler Pkw, und bis zum Tor am Groenrivier reicht ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit. Um den größeren Teil des Parks zu sehen, brauchst du Allrad, und für den Küstenabschnitt zwischen Groen- und Spoegrivier ist er Pflicht. Die Verbindung von Skilpad nach Soebatsfontein verlangt mindestens hohe Bodenfreiheit.

Die Blüte hängt am Wetter

Wie stark sie ausfällt, entscheidet der Winterregen. Ob du sie siehst, entscheidet der Tag: Bei Sonnenschein und mindestens 18 Grad öffnen sich die Blüten ganz, meist zwischen 10 und 16 Uhr.

Kein Sprit, kein Geldautomat, kein Arzt im Park

Von Skilpad sind es 87 Kilometer nach Springbok, wo es Tankstelle, Geldautomat, Werkstatt und medizinische Versorgung gibt. In Kamieskroon, 21 Kilometer entfernt, gibt es Sprit und Bargeld nur zu eingeschränkten Zeiten, dazu Post und Polizei. Für Groenrivier ist Garies der Versorgungsort, rund 70 Kilometer entfernt. Ein Mobilfunknetz gibt es im Park nicht, etwas Empfang nur an den Parkbüros: Was du unterwegs an Karten brauchst, lädst du vorher herunter.

Vor Ort

Haustiere sind nicht erlaubt. Die Toiletten im Park sind einfach und wenige. Am Skilpad ist die Außenbeleuchtung gering, am Groenrivier gibt es keine: Taschen- oder Stirnlampe gehört ins Gepäck. Einige Farmen im Parkgebiet werden noch bewirtschaftet, Gatter bleiben deshalb immer geschlossen.

Kein Tagesausflug

Von Kapstadt sind es rund 495 Kilometer und etwa fünf bis sechs Stunden. Wer die Blumen sehen will, plant mindestens eine Übernachtung ein.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Wann blüht es im Namaqua-Nationalpark?

Im August und September, am dichtesten zwischen Mitte August und Mitte September. Erste Blüten zeigen sich manchmal schon Ende Juli. Wie stark die Saison wird, entscheidet der Winterregen davor, und das schwankt stark: 2026 fiel sie unterdurchschnittlich aus.

Zu welcher Tageszeit sind die Blumen offen?

Meist zwischen 10 und 16 Uhr, und nur bei Sonne. Als Faustwert gelten 18 Grad: Darunter bleiben die Blüten weitgehend geschlossen. Weil sie sich der Sonne zudrehen und die auf der Südhalbkugel mittags im Norden steht, siehst du am meisten, wenn du in südlicher Richtung unterwegs bist.

Braucht man einen Geländewagen?

Für die Hauptrouten am Skilpad genügt ein normaler Pkw, und bis zum Tor am Groenrivier reicht ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit. Um den größeren Teil des Parks zu sehen, brauchst du Allrad, und für den Küstenabschnitt zwischen Groen- und Spoegrivier ist er Pflicht: Dort ist der Sand das Problem. Die Verbindung von Skilpad nach Soebatsfontein verlangt mindestens hohe Bodenfreiheit.

Was kostet der Eintritt in den Namaqua-Nationalpark?

Rund 8 € pro Tag für Erwachsene, rund 4 € für Kinder von 2 bis 11 Jahren, unter zwei Jahren nichts. Damit ist Namaqua für internationale Gäste der günstigste Nationalpark Südafrikas, im Krüger zahlst du rund 35 €. Internationale Gäste zahlen hier fast denselben Satz wie Gäste aus den SADC-Ländern, in den meisten anderen Parks etwa das Doppelte. Bezahlt wird nur mit Karte.

Wann sind die Tore geöffnet?

Skilpad von 7.30 bis 16 Uhr, Groenrivier von 8 bis 17 Uhr, das ganze Jahr über. In den Küstenabschnitt dürfen Tagesgäste nach 15.30 Uhr nicht mehr einfahren. Das Tor am Skilpad schließt damit früher, als du es von anderen Parks kennst: Plan deinen Rückweg ein.

Lohnt die Fahrt, wenn eine schwache Blüte gemeldet wird?

Kommt darauf an, wo du suchst. Der Skilpad-Abschnitt wird gezielt auf große Farbfelder gepflegt, ist aber nicht der Maßstab für den ganzen Park. Auch in schwachen Jahren blüht es in den tiefer gelegenen Gebieten um Soebatsfontein, Kookfontein und Wildeperdehoek oft kräftig. Sieh dir vor der Fahrt die wöchentlichen Blütenberichte des Parks an und ruf im Parkbüro an.

Gibt es hier Safaris?

Nein. Namaqua ist ein Pflanzen- und Landschaftsziel. Im Park leben 40 Säugetier- und 123 Vogelarten, darunter Spießbock, Springbock, Erdmännchen und Karakal. Der Leopard lebt hier, bekommt aber praktisch niemand zu sehen.

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