Felsen · Highlight
Solomon’s Wall
auch: Solomons Wall · Solomon’s Wall Botswana · Solomon’s Wall Tuli Block
Zwei Felspfeiler, dazwischen Sand. Hier hielt einmal eine 30 Meter hohe Steinmauer einen ganzen See.
Ein rund 30 Meter hoher und zehn Meter breiter Basaltgang zog einst als natürliche Staumauer quer durch das Tal des Motloutse. Der Fluss hat sie durchbrochen; heute stehen zwei senkrechte Pfeiler beiderseits einer engen Schlucht. Im Flussbett davor liegen tiefe Becken und Schatten.
- Besuchsdauer
- 1 bis 2 Stunden
- Beste Reisezeit
- Mai–Okt
- Nächstes Tor
- Pont Drift, 16 km Luftlinie
Du stehst im weichen Sand des Motloutse, und links und rechts ragen dunkle Felspfeiler auf, Block auf Block geschichtet wie von Hand gemauert. Das ist die Solomon’s Wall: der Rest eines Gesteinsgangs aus Basalt im Westen des Northern Tuli Game Reserve, im Nordosten des Tuli-Blocks in Botswana, rund 30 Meter hoch und auf ganzer Länge zehn Meter breit.
Einst lief diese Mauer quer durch das Tal. Glühendes Gestein war als schmales Band senkrecht durch die älteren Schichten gedrungen und dort erstarrt. Das harte Band blieb stehen, als ringsum alles abgetragen wurde, und staute den Fluss zu einem großen See. In der Regenzeit stürzte das Wasser als Wasserfall über die Kante. Irgendwann hat sich der Fluss durch die Mauer gefressen, und übrig sind die beiden Pfeiler, zwischen denen er heute läuft.
Den See gibt es nicht mehr, aber seine Spuren liegen dir zu Füßen. Im Sand glitzern angeschwemmte Halbedelsteine, vor allem Quarz und Achat. Hohe Fieberakazien säumen das Ufer und werfen Schatten, und nach Regen stehen im Bett oft tiefe, klare Becken. Ein Ort, an dem du sitzen bleibst, statt nur ein Foto zu machen.
Die Wand steht gut dreieinhalb Kilometer vor der Mündung des Motloutse in den Limpopo, direkt an der Sandstraße, die hier durch das Flussbett führt. Ohne Allrad kommst du nicht hin.
Darum lohnt sich die Solomon’s Wall
- Du siehst zwei Dinge auf einmal: einen Gesteinsgang, wie er sonst nur im Lehrbuch steht, und die Lücke, die ein Fluss hineingeschnitten hat.
- Die Mauer staute einen See. Die angeschwemmten Halbedelsteine im Flussbett, Quarz und Achat, sind der Rest davon.
- Im sandigen Bett stehen oft tiefe, klare Becken, und die Fieberakazien am Ufer machen Schatten. Ein Platz zum Bleiben, nicht nur zum Fotografieren.
- Zwei weitere Ziele liegen gleich daneben: der Aussichtspunkt über dem Motloutse und der Hügel Mmamagwa mit den Motloutse-Ruinen.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für die Solomon’s Wall
- Schau ins Flussbett, nicht nur an die Wand Der Sand zu deinen Füßen erzählt die Geschichte des Sees. Quarz und Achat, vom Wasser rund geschliffen, liegen offen herum. Lass sie liegen, aber nimm dir zehn Minuten mit gesenktem Blick. Die bringen dir hier mehr als das dritte Foto der Pfeiler.
- Allrad ist Pflicht, und frag vorher nach der Straße Die Sandstraße quert den Motloutse direkt an der Mauer, und dort steckt man ohne Allrad und Bodenfreiheit schnell fest. In der Trockenzeit ist die Durchfahrt meist leicht. Nach starkem Regen kann das Bett Wasser führen oder die Piste weggespült sein. Frag in deinem Camp oder an der Grenze, wie es gerade aussieht. Wohnst du in einem Camp im Reservat, sag bei der Tagesplanung, dass du hierher willst.
- Drei Ziele liegen beieinander Die Solomon’s Wall, der Aussichtspunkt über dem Motloutse und der Hügel Mmamagwa mit den Motloutse-Ruinen liegen im selben Abschnitt des Flusses. Wer nur eines davon ansteuert, fährt die lange Anfahrt für ein Drittel. Plan alle drei an einem Vormittag ein und nimm ein Picknick für den Schatten am Fluss mit.
- hoch ragen die beiden Pfeiler über das Flussbett
- 30 m
- breit ist der Gesteinsgang, auf ganzer Länge
- 10 m
- flussab mündet der Motloutse in den Limpopo
- rund 3,5 km
- fand man flussaufwärts Botswanas erste Diamanten
- 1955
Lage und Anreise zur Solomon’s Wall9
Die Solomon’s Wall steht am Motloutse im Westen des Northern Tuli Game Reserve, im Nordosten des Tuli-Blocks, gut dreieinhalb Kilometer vor seiner Mündung in den Limpopo und rund 16 Kilometer Luftlinie westlich des Grenzpostens Pont Drift.
So kommst du hin
- Tuli Reserves RoadOrt · direkt am Fuß der Mauer, quert hier das Flussbett
- Molema BushcampCamp · rund 6 km Luftlinie südlich5,8 km
- Tuli Safari LodgeCamp · rund 11 km Luftlinie östlich11 km
- Pont DriftTor · rund 16 km Luftlinie östlich16 km
Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.
Beste Reisezeit für die Solomon’s Wall
Die Solomon’s Wall besuchst du am besten in der Trockenzeit von Mai bis Oktober. Dann liegt das Bett des Motloutse meist trocken, und die Durchfahrt am Fuß der Mauer ist mit Allrad leicht. Der Regen fällt fast nur zwischen November und März. Dann kann der Fluss Wasser führen und die Sandstraße weggespült sein, dafür wird das Ufer grün.
Oktober empfohlen
Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für die Solomon’s Wall. Im Oktober ist an der Solomon’s Wall eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
Flussbett meist trocken, Durchfahrt mit Allrad leicht Trocken
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).
Dein Tag an der Solomon’s Wall
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
- 06:30–09:30Am Morgen ist es im Flussbett noch kühl, und die Sonne steht flach auf dem Gestein der Pfeiler. Gute Zeit für die Anfahrt und für Fotos.
- 08:00–16:00Wohnst du in einem Camp und kommst aus Südafrika: Pont Drift ist nur von 8 bis 16 Uhr besetzt, danach ist die Schranke zu.
- 11:00–14:00Mittags brennt die Sonne auf den Sand. Jetzt ist die Zeit für das Picknick im Schatten der Fieberakazien am Ufer.
- 15:30–17:30Am Nachmittag färbt das Licht die Pfeiler warm. Plan den Rückweg so, dass du vor Dunkelheit wieder auf festem Grund bist.
- 05:32Sonnenaufgang im Oktober
- 18:07Sonnenuntergang
Der Motloutse von der Mündung flussaufwärts10
So steigt das Flussbett vom Limpopo flussaufwärts an. Die Mauer steht kurz vor der Mündung, und dahinter steigt das Tal so sanft, dass sich viel Wasser sammeln konnte.
Wie die Mauer kam und ging2456
Die Solomon’s Wall ist ein Stück Erdgeschichte, das du anfassen kannst. Von glühendem Gestein bis zu den ersten Diamanten Botswanas: So hängt alles zusammen.
- vor Jahrmillionen
Glühendes Gestein steigt auf
Flüssiges Gestein drückt sich als schmaler, senkrechter Gang durch die älteren Schichten und erstarrt zu Basalt. Er ist härter als alles ringsum.
- danach
Eine Mauer quer durchs Tal
Die Landschaft wird abgetragen, der harte Gang bleibt stehen. Er sperrt das Tal des Motloutse ab wie eine Staumauer.
- über lange Zeit
Ein See und ein Wasserfall
Hinter der Mauer staut sich ein großer See. In der Regenzeit stürzt das Wasser als Wasserfall über die Kante.
- irgendwann
Der Fluss bricht durch
Das Wasser frisst sich durch die Mauer, der See läuft aus. Stehen bleiben zwei Pfeiler links und rechts des Flussbetts.
- 1955
Die ersten Diamanten
Im Motloutse finden Diamantensucher drei kleine Diamanten, die ersten in Botswana. Mit ihnen beginnt die Suche, die das Land reich machen wird.
- 1967
Orapa
Weit im Westen stoßen Geologen auf die Diamantenlagerstätte von Orapa. Die Spur hatte im Sand des Motloutse begonnen.
- heute
Picknick am alten Damm
Fieberakazien säumen den Sand, Quarz und Achat liegen im Bett. Der See ist weg, seine Steine sind noch da.
Woher der Name kommt
Ein Wall aus Stein, mitten im Busch, und im Sand darunter glitzern Achat und Quarz: Seinen sagenhaften Namen bekam er von frühen europäischen Entdeckern und Schürfern, die durch das Land zogen.
Passt die Solomon’s Wall zu dir?
Ja, wenn …
- Du willst wissen, wie Landschaft entsteht, nicht nur, wie sie aussieht.
- Du fährst selbst mit Allrad und suchst einen Platz zum Anhalten abseits der Lodges.
- Ein Picknick im Schatten am Flussbett ist dir einen halben Tag wert.
Eher nicht, wenn …
- Du hast kein Allradfahrzeug und wohnst in keinem Camp im Reservat.
- Du erwartest einen Wasserfall. Der See und der Fall sind lange Geschichte.
Die Solomon’s Wall in Bildern
Dunkle Felspfeiler und heller Sand: So sieht die Solomon’s Wall heute aus.
Hilfreiche Infos zur Solomon’s Wall
Die Solomon’s Wall liegt abgelegen im Sand des Motloutse. Diese vier Dinge klärst du vorher.
Hinkommen
Die Sandstraße Tuli Reserves Road quert den Motloutse direkt an der Mauer. Selbstfahrer kommen von Westen aus Botswana, über Selibe-Phikwe; ob man mit dem eigenen Auto über Pont Drift einreisen darf, ist nicht belegt. Du brauchst Allrad und Bodenfreiheit, sonst steckst du im Sand fest. Wohnst du in einem Camp im Reservat, fährst du im Wagen des Camps.
Nach Regen
Zwischen November und März kann der Fluss Wasser führen, und die Straße war schon weggespült. Frag vorher in deinem Camp, ob die Durchfahrt offen ist.
Hitze
Von Oktober bis Mai liegen die Tagestemperaturen über 30 Grad. Nimm genug Wasser mit und plan die Mittagsstunden im Schatten der Fieberakazien ein.
Am Wasser
Der Tuli-Block ist offenes Wildgebiet mit Elefanten und Raubtieren. Geh nicht allein zu den Becken im Flussbett und frag im Camp, was gerade gilt.
Fragen und Antworten zur Solomon’s Wall
Wie hoch ist die Solomon’s Wall?
Die beiden Pfeiler ragen rund 30 Meter über das Flussbett. Der Gesteinsgang selbst ist auf ganzer Länge zehn Meter breit. Die zehn Meter sind also die Dicke der Mauer, nicht ihre Höhe.
Wie ist die Solomon’s Wall entstanden?
Flüssiges Gestein drang als schmaler, senkrechter Gang durch die älteren Schichten und erstarrte zu Basalt. Es ist härter als die Umgebung und blieb stehen, als ringsum alles abgetragen wurde. So sperrte es das Tal des Motloutse ab wie ein Damm, bis der Fluss sich hindurchfraß.
Kann man an der Solomon’s Wall baden?
Nach Regen stehen im sandigen Bett oft tiefe, klare Becken, und unter den Fieberakazien am Ufer ist es schattig. Der Tuli-Block ist aber offenes Wildgebiet mit Elefanten und Raubtieren. Geh nicht allein ans Wasser und frag in deinem Camp, was gerade gilt.
Wo liegt die Solomon’s Wall?
Im Westen des Northern Tuli Game Reserve, im Nordosten des Tuli-Blocks, am Fluss Motloutse, gut dreieinhalb Kilometer vor seiner Mündung in den Limpopo. Bis zum Grenzposten Pont Drift sind es rund 16 Kilometer Luftlinie.
Kann ich mit dem eigenen Auto zur Solomon’s Wall fahren?
Ja, mit einem Allradfahrzeug mit Bodenfreiheit. Die Sandstraße quert den Motloutse direkt an der Mauer. In der Trockenzeit ist das Flussbett meist trocken und die Durchfahrt leicht, nach starkem Regen kann sie gesperrt sein. Pirschfahrten im Reservat selbst bleiben den Wagen der Camps vorbehalten.
Quellen und Stand
Geprüft am 13. Oktober 2026
- Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 23. September 2026
- Botswana Government auf X, Inhalt von Botswana Tourism: Solomon’s Wall (30 m hoher Basaltgang, 10 m breit, See und Wasserfälle, Quarz und Achat im Flussbett, Fieberakazien, nur mit Allrad erreichbar), 2020 abgerufen 2026-10-13
- Botswana Tourism: „Your View of Botswana: Solomon’s Wall“ (rund 30 m, quer über den Motloutse; Name von frühen europäischen Entdeckern und Schürfern) abgerufen 2026-10-13
- Limpopo Watercourse Commission (LIMCOM): Geology of the Limpopo River Basin, Abschnitt Solomon’s Wall (Basaltgang, natürliche Staumauer mit Wasserfall kurz vor der Mündung in den Limpopo, Reste beiderseits des Flusses rund 30 m hoch) abgerufen 2026-10-13
- Wikipedia: Tuli Block, Abschnitt Solomon’s Wall (See, Wasserfall, Halbedelsteine; erste Diamanten weiter oben im Motloutse) abgerufen 2026-10-13
- Debswana: Our History (1955 drei kleine Diamanten am Motloutse im Tuli-Block; 1967 Orapa) abgerufen 2026-10-13
- Synapsenbrenner: Tuli-Block abgerufen 2026-10-13
- OpenStreetMap: Solomons Wall (Node 8779080661), Tuli Reserves Road (Way 243528662, Sandstraße, access=yes), Molema Bushcamp (Way 511714842), Tuli Safari Lodge (Node 8778783053), Pont Drift Border Control (Node 1446852951), Limpopo Valley Airport (Way 998321529). © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) abgerufen 2026-10-13
- Google Maps: Ort „Solomons Wall“ (−22,22564 / 28,98599) abgerufen 2026-10-13
- Höhenmodell SRTM 30 m über OpenTopoData: 66 Punkte entlang des Motloutse von der Mündung 33 km flussaufwärts (Flussbett an der Mauer rund 543 m, Mündung rund 537 m) abgerufen 2026-10-13
- 4x4 Community Forum: Solomon’s Wall (Erfahrungsberichte 2013 bis 2025: Durchfahrt mit Allrad, Flussbett im Mai, September und November trocken, im Dezember Straße weggespült) abgerufen 2026-10-13
- Flickr, Andrew Ashton: Solomon’s Wall, Ost- und Westseite, mit Geotag an der OSM-Stelle (nur zum Abgleich, Lizenz NC/ND, nicht verwendet) abgerufen 2026-10-13
- Synapsenbrenner: Karte Tuli-Block abgerufen 2026-10-13
- Border Management Authority Südafrika: South African Ports of Entry, Botswana (Pontdrift 08:00 bis 16:00) abgerufen 2026-10-13




