Kulturstätte · Highlight

Felszeichnungen der San

auch: San rock art Kruger · Bushman paintings Kruger · Buschmannzeichnungen Krüger · Bushmans Wilderness Trail · Nyalaland Wilderness Trail

Du läufst hinter dem Ranger in ein stilles Granittal, und an der Felswand stehen Elenantilopen in Ocker.

Im Krüger sind Felsmalereien der San erhalten, aber nicht von der Straße aus zu sehen. Du kommst nur auf den Wilderness Trails des Parks hin: auf dem Bushmans Trail im Südwesten, wo der Besuch fest zum Tagesablauf gehört, und auf dem Nyalaland Trail im Norden, wo sie neben Mauerresten der Simbabwe-Steinkultur und versteinerten Dinosaurierresten liegen.

Besuchsdauer
3 Nächte
Trubel
1 von 5
Beste Reisezeit
Mai–Okt
Nächstes Tor
Tor Malelane, 9,1 km Luftlinie

Wo genau?

Alle 5 Bilder
Hohe, verwitterte Granitwand mit Bäumen auf der KuppeFoto: Abspires40, CC BY 2.0
Grünes Buschland am Morgen, Nebel zwischen bewaldeten HügelnFoto: Bernard Dupont, CC BY-SA 2.0

Der Tag fängt an, bevor es hell wird: ein Becher Kaffee, ein Zwieback, dann gehst du hinter dem Ranger los, im Gänsemarsch, auf Wildpfaden, die Elefanten und Nashörner ausgetreten haben. Die Felszeichnungen der San im Krüger-Nationalpark siehst du nur so: zu Fuß, mit einem Ranger und höchstens sieben anderen Leuten. Es gibt keine ausgeschilderte Stelle am Straßenrand und keinen Parkplatz davor. Gezeigt werden die Bilder nur auf den Wilderness Trails des Parks, Touren mit drei Nächten in einem einfachen Buschcamp.

Der Bushmans Trail startet im Camp Berg-en-Dal in der Südwestecke des Parks. Hier ziehen sich tiefe, stille Täler zwischen hohen Granitkuppen hindurch, und die Gänge zu den Malereien gehören fest zum Ablauf. Der Ranger bleibt vor einem Felsüberhang stehen, und an der Wand erkennst du Tiere und Menschen in Rot und Ocker, gemalt mit Farben aus Erde, Pflanzensaft und Blut. Am häufigsten sind Elenantilopen und Bergriedböcke; an manchen Stellen ziehen menschliche Figuren lange Streifen hinter sich her, die man als Bilder aus der Trance deutet. Das Trailcamp liegt versteckt zwischen mächtigen Granitkuppen.

Der Nyalaland Trail startet in Punda Maria im äußersten Norden. Sieben Kilometer vom Trailcamp entfernt steigst du auf einen Hügel hoch über dem Luvuvhu, und dort liegt einiges an einer Stelle: Felskunst der San, Mauerreste der Simbabwe-Steinkultur und versteinerte Reste von zwei Dinosaurierarten. Allein der Blick in die Luvuvhu-Schlucht lohnt den Weg. In derselben Gegend stehen riesige Baobabs, und gefrühstückt wird auf den Felsen über den Hyänenhöhlen.

Ein Ausflug ist das nicht. Du planst drei Nächte, teilst dir eine von vier Hütten und gehst an zwei Tagen bis zu 20 Kilometer. Dafür gehört dir das Tal: Außer deiner Gruppe ist dort niemand.

Warum hin

Darum lohnen sich die Felszeichnungen der San

  1. Du kommst nur zu Fuß hin: Ein Ranger führt die Gruppe, Fahrzeuge fahren dort nicht.
  2. Höchstens acht Leute sind dabei, und außerhalb der eigenen Gruppe begegnet dir dort niemand.
  3. Auf dem Bushmans Trail gehören die Besuche bei den Malereien zum festen Tagesablauf, nicht zum Zufallsprogramm.
  4. Am Fundplatz des Nyalaland Trail liegen San-Kunst, Mauerreste der Simbabwe-Steinkultur und versteinerte Reste zweier Dinosaurierarten an einer Stelle beieinander.
  5. Der Weg dorthin endet auf einem Hügel über der Luvuvhu-Schlucht, sieben Kilometer vom Trailcamp.

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für die Felsmalereien der San im Krüger

  • Die Malereien gibt es nur mit drei Nächten Einen kurzen Abstecher zu den Felsbildern kannst du nicht buchen. Du bekommst sie nur auf einem Wilderness Trail zu sehen: drei Nächte im Buschcamp, dazwischen zwei volle Wandertage. Los geht es mittwochs oder sonntags, um 15.30 Uhr triffst du den Ranger auf einem festen Parkplatz im Camp. Plan also einen ganzen Block ein, keinen Vormittag.
  • Ab 66 gehst du nicht mehr mit Auf die Wilderness Trails dürfen höchstens acht Leute zwischen 12 und 65 Jahren. Die Obergrenze nach oben überrascht viele, weil sie kaum irgendwo sonst gilt. Wer älter ist, kommt auf diesem Weg nicht zu den Malereien.
  • Rechne damit, die Hütte mit Fremden zu teilen Im Trailcamp stehen vier Hütten mit je zwei Betten, also genau acht Plätze. Bucht ihr zu dritt oder zu fünft, schläft einer von euch notfalls neben jemandem aus einer anderen Gruppe. Nach Geschlecht trennt der Park dabei nicht, und andere Zimmer gibt es im Camp nicht.
  • Mit dem Trail wählst du deine Parkhälfte Der Bushmans Trail startet in Berg-en-Dal im Südwesten, 12 Kilometer hinter dem Tor Malelane. Der Nyalaland Trail startet in Punda Maria ganz im Norden, rund 550 Straßenkilometer und fünf bis sechs Stunden Fahrt von Johannesburg. Mit dem Trail entscheidest du also auch, in welcher Ecke des Parks du drei Nächte verbringst.
Felskunst-Stätten sind im Krüger bisher dokumentiert
rund 178
Jahre alt sind die meisten Malereien der San im Park
1.500 bis 3.000
Leute höchstens gehen auf einem Trail mit
8
alt sind die Dinosaurierfossilien am Nyalaland Trail
210 Mio. Jahre

Wo genau

Lage und Anreise zu den Felszeichnungen der San8

Die Felszeichnungen der San liegen in zwei Wildnisgebieten des Krüger-Nationalparks, die du nur auf geführten Trails betrittst: im Südwesten rund um das Camp Berg-en-Dal, 12 Kilometer hinter dem Tor Malelane, und im äußersten Norden zwischen Punda Maria und Pafuri über dem Luvuvhu.

So kommst du hin

  • MalelaneTor · 12 km, rund 20 bis 30 Min. bis Berg-en-Dal
    9,1 km
  • Berg-en-DalCamp · Treffpunkt des Bushmans Trail, 15.30 Uhr
  • Punda MariaTor · 10 km, rund 20 Min. bis zum Camp Punda Maria
    302 km
  • Punda MariaCamp · Treffpunkt des Nyalaland Trail, 15.30 Uhr
    302 km

Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.

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Wann hin

Beste Reisezeit für die Felszeichnungen der San

Die Felszeichnungen der San erwanderst du am angenehmsten zwischen Mai und Oktober. Dann sind die Tage warm und trocken, die Nächte kalt, und im lichten Busch siehst du weiter. Von Oktober bis März ist Regenzeit: Alles wird grün, aber es ist heiß und schwül, und im dichten Laub sind Tiere schwerer zu entdecken. Die acht Plätze je Trail sind schnell weg, gerade in den Ferienmonaten.

Oktober empfohlen

Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für die Felszeichnungen der San. Im Oktober ist an den Felszeichnungen der San eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.

Regenzeit: heiß, grün, dichtes Laub Regenzeit

05:19Sonnenaufgang
18:00Sonnenuntergang
12,7 hTageslicht

Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).

Dein Tag an den Felszeichnungen der San

Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.

  • 15:30Am ersten Tag triffst du den Ranger um 15.30 Uhr auf dem Parkplatz im Camp. Einkäufe vorher erledigen, danach fährt die Gruppe ins Trailcamp.
  • 05:19Sonnenaufgang im Oktober
  • 18:00Sonnenuntergang

Zum Ausprobieren

Passt der Trail zu euch?2610

Die Wilderness Trails haben feste Regeln: zwei Starttage, eine Altersgrenze, acht Betten. Gib eure Gruppe ein und sieh, ob und wann ihr loskönnt.

  • Bushmans Trail: Gänge zu den Malereien gehören fest zum Ablauf
  • Nyalaland Trail: Hügel über dem Luvuvhu mit San-Kunst, Mauerresten und Fossilien, 7 km vom Trailcamp

Vom Dinosaurier bis zum Trail

210 Millionen Jahre auf zwei Wanderungen2345

Auf den beiden Trails läufst du durch sehr verschiedene Zeiten: Dinosaurierknochen im Gestein, Bilder der San an den Felswänden, und seit gut 40 Jahren Wanderer mit einem Ranger.

  1. vor 210 Mio. Jahren

    Euskelosaurus

    Ein Pflanzenfresser von gut 9 Metern Länge lebt im heutigen Norden des Parks. Seine Knochen liegen heute versteinert bei Madzaringwe am Nyalaland Trail.

  2. vor 1.500 bis 3.000 Jahren

    Die San malen

    Jäger und Sammler malen Elenantilopen, Bergriedböcke und Menschen an die Felsüberhänge. Viele Bilder erzählen von Ritualen und Trance.

  3. Juli 1978

    Der erste Trail

    Mit dem Wolhuter Trail im Südwesten beginnt das Wandern in der Wildnis des Krüger.

  4. Juli 1980

    Nyalaland

    Zwischen Punda Maria und Pafuri öffnet der Trail im äußersten Norden.

  5. Juli 1983

    Bushmans Trail

    Der Trail, der nach den Malereien benannt ist, öffnet im Südwesten, gleich neben dem Wolhuter Trail.

  6. 1995

    Erste Dinosaurier im Park

    Bei Madzaringwe finden Forscher die ersten Wirbeltier-Fossilien des Krüger, Reste von zwei Dinosaurierarten.

  7. heute

    Rund 178 Stätten

    So viele Felskunst-Stätten sind im Park dokumentiert. Die meisten bleiben unbeschildert, damit sie erhalten bleiben.

Im Wildniscamp

So bleibt es wild23

Die Trailcamps liegen weit weg von Straßen und Rastlagern. Damit das so bleibt, gelten ein paar Regeln, und der Ranger hat immer das letzte Wort.

Der Ranger entscheidet

Er führt, du folgst. Wer nicht mitzieht, riskiert den Abbruch des Trails.

Kein Handy, kein Radio

Handys, Radios und Musikgeräte bleiben aus. Strom gibt es im Camp ohnehin nicht.

Kein eigenes Auto

Private Fahrzeuge fahren nicht ins Trailcamp. Der Ranger bringt die Gruppe hin.

Malereien nicht berühren

Die Bilder sind ungeschützt dem Wetter ausgesetzt. Schau, fotografier, aber fass die Wand nicht an.

Formular und Malariaschutz

Jeder unterschreibt vorher eine Haftungserklärung, Minderjährige brauchen die Unterschrift der Eltern. Malariaprophylaxe ist Pflicht.

Ehrlich gesagt

Passen die Felszeichnungen der San zu dir?

Ja, wenn …

  • Du willst Felskunst sehen, die nicht hinter einem Zaun am Parkplatz hängt.
  • Drei Nächte ohne Handy, Strom und Straße klingen für dich nach Urlaub.
  • Du gehst gern auch 20 Kilometer am Tag, wenn das Tempo gemächlich ist.
  • Du teilst eine Hütte notfalls mit jemandem, den du erst am Lagerfeuer kennenlernst.

Eher nicht, wenn …

  • Du hast nur einen Tag im Park und willst die Bilder schnell vom Auto aus sehen.
  • Du bist älter als 65 oder reist mit Kindern unter 12.
  • Du brauchst ein eigenes Zimmer und Strom am Bett.

Inspiration

Die Felszeichnungen der San in Bildern

Granitkuppen im Südwesten, Schluchten im Norden: In diesen Landschaften liegen die Felsbilder der San.

Gut zu wissen

Hilfreiche Infos zu den Felszeichnungen der San

Was du vor dem Trail wissen solltest, damit die drei Nächte im Busch entspannt laufen.

Buchung

Den Trail buchst du bei SANParks, nicht am Tor. Pro Trail gibt es nur acht Plätze, buch deshalb so früh wie möglich.

Anfahrt Bushmans Trail

Vom Tor Malelane sind es 12 Kilometer bis Berg-en-Dal, rund 20 bis 30 Minuten. Von Johannesburg rechnest du vier bis fünf Stunden bis zum Tor.

Anfahrt Nyalaland Trail

Vom Tor Punda Maria fährst du 10 Kilometer bis zum Camp. Von Johannesburg sind es rund 550 Kilometer, fünf bis sechs Stunden bis zum Tor.

Mitnehmen

Eingelaufene Schuhe mit festem Profil, gedeckte Kleidung in Khaki statt hellen Farben, Hut, Regenjacke und eine gute Taschenlampe. Getränke und Alkohol bringst du selbst mit.

Verpflegung

Ein Koch macht einfache, kräftige Mahlzeiten über dem Feuer. Wer etwas Besonderes braucht, etwa vegetarisch, sagt das vorher an.

Du fragst

Fragen und Antworten zu den Felszeichnungen der San

Kann ich die Felsmalereien als Tagesgast sehen?

Nein. Die Bilder der San zeigt dir der Park nur auf den Wilderness Trails, und die dauern drei Nächte. Mit dem eigenen Auto fährst du an keiner Malerei vorbei.

Auf welchen Trails sind die Malereien zu sehen?

Auf dem Bushmans Trail ab Berg-en-Dal im Südwesten, wo die Gänge zu den Malereien fest zum Tagesablauf gehören. Und auf dem Nyalaland Trail ab Punda Maria im Norden: Dort führt der Weg auf einen Hügel über dem Luvuvhu, auf dem San-Kunst, Mauerreste der Simbabwe-Steinkultur und Dinosaurierfossilien beieinanderliegen.

Wie lange dauert so ein Trail?

Drei Nächte, dazwischen zwei volle Wandertage. Du startest mittwochs und kommst samstags früh zurück, oder du startest sonntags und bist mittwochs früh zurück. Um 15.30 Uhr holt dich der Ranger im Camp ab.

Gibt es eine Altersgrenze?

Ja, nach unten und nach oben: Mitgehen darf, wer zwischen 12 und 65 Jahre alt ist. Mehr als acht Leute nimmt kein Trail mit.

Wie alt sind die Felsmalereien der San im Krüger?

Die meisten sind 1.500 bis 3.000 Jahre alt. Gemalt haben sie Jäger und Sammler der späten Steinzeit, mit Farben aus Ocker, Asche, Pflanzensaft und Blut. Im Park sind bisher rund 178 Felskunst-Stätten dokumentiert.

Wo genau liegen die Felsmalereien im Krüger?

Die meisten liegen in den Granithügeln im Südwesten, rund um Berg-en-Dal. Die genauen Stellen sind nicht ausgeschildert und auch nicht für Besucher markiert, damit die Bilder erhalten bleiben. Hin führt dich der Ranger auf dem Trail.