Wasserfall · Highlight
Karuru-Wasserfälle
auch: Karuru Falls · Karuru Waterfall
Du stehst auf der Plattform, und unter dir bricht der Fluss in drei Stufen 273 Meter in die Schlucht.
Die Karuru-Wasserfälle stürzen in drei Stufen 273 Meter tief. Um den Titel des höchsten Wasserfalls Kenias streiten sie mit den Gura-Fällen gegenüber, die gut 300 Meter messen. Vom Parkplatz im Hochmoor führt rund ein Kilometer zu einer hölzernen Aussichtsplattform oberhalb der Fälle. Zum Fuß der Fälle führt kein Weg.
- Besuchsdauer
- Eine knappe Stunde
- Trubel
- 2 von 5
- Beste Reisezeit
- Jan–Feb, Jul–Aug
- Nächstes Tor
- Mutubio-Tor, 6,5 km Luftlinie
An den Karuru-Wasserfällen stehst du auf einer Holzplattform am Rand des Hochmoors, und direkt vor dir kippt der Fluss über die Kante. Er fällt in drei Stufen: erst 117 Meter, dann 26, dann noch einmal 130, zusammen 273 Meter. Moosbärte hängen von den Bäumen, die Luft ist kühl, und an klaren Tagen siehst du alle drei Stufen untereinander bis hinunter in den Wald.
Für diesen Blick musst du kaum laufen. Vom Parkplatz im Süden des Aberdare-Nationalparks gehst du ein paar hundert Meter zur Kante, hin und zurück rund einen Kilometer und kaum 50 Höhenmeter. Die Plattform liegt auf rund 2.900 Metern. Von hier schaust du auch über die Schlucht auf die andere Seite: Dort fällt der Gura als langer weißer Faden aus der Felswand, gut einen Kilometer entfernt.
Hinunter an den Fuß kommst du nicht, einen Weg dorthin gibt es nicht. Dafür liegen Magura und Chania, zwei weitere Fälle des Parks, nur eine kurze Fahrt nördlich. Wenn du früh kommst, schaffst du alle drei an einem Tag.
Am meisten Wasser führen die Fälle in den Regenzeiten von März bis Mai und von Oktober bis Dezember. Dann sind aber auch die Pisten am schlechtesten, und das Hochmoor steckt oft im Nebel. Am leichtesten kommst du im Januar und Februar oder von Juni bis September hin.
Darum lohnen sich die Karuru-Wasserfälle
- 273 Meter in drei Stufen, die oberste allein 117 Meter: Kaum ein Wasserfall in Kenia fällt tiefer.
- Von derselben Plattform siehst du über die Schlucht auf den Gura, den zweiten großen Fall des Parks.
- Für den Blick brauchst du keine Bergtour: Vom Parkplatz sind es ein paar hundert Meter und kaum 50 Höhenmeter.
- Karuru, Magura und Chania liegen so nah beieinander, dass du drei Wasserfälle an einem Tag schaffst.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für die Karuru-Wasserfälle
- Komm von der Rift-Seite über das Mutubio-Tor Das Mutubio-Tor im Westen, von Naivasha über Njabini herauf, ist der kurze Weg zu den Fällen. Vom Tor fährst du noch sechs bis acht Kilometer Piste bis zum Parkplatz. Kommst du von Osten aus Richtung Nyeri, bist du deutlich länger im Park unterwegs.
- Nimm den Ranger gleich am Tor mit Zu Fuß gehst du im Aberdare in der Regel nur mit bewaffneten Rangern, weil Elefanten und Büffel bis an die Waldstraßen kommen. Mindestens zwei sind Pflicht, und du buchst sie am Tor. Bezahlt wird bargeldlos über eCitizen, also klär das, bevor du am Parkplatz stehst.
- Sei vormittags an der Kante Auf dem Hochmoor ziehen am Nachmittag oft Nebel und Regen auf. An guten Tagen siehst du alle drei Stufen, an schlechten eine graue Wand. Wer früh im Park ist, hat die besseren Karten.
- Pack ein Fernglas ein, sonst bleibt der Gura ein Strich Der Gura fällt auf der anderen Seite der Schlucht, gut einen Kilometer entfernt. Mit bloßem Auge siehst du einen weißen Faden in der Wand, mit dem Fernglas siehst du, wie er unten im Wald verschwindet.
- Stell dich auf den Blick von oben ein Einen Weg hinunter zum Becken gibt es nicht, weder am Karuru noch am Gura, und baden darfst du in den Gumpen nicht. Du erlebst die Fälle von der Plattform und vom Picknickplatz aus. Wer unten am Wasser stehen will, wird hier enttäuscht.
- Drei Fälle an einem Tag gehen nur mit Allrad Karuru, Magura und Chania lassen sich verbinden: rund zehn Kilometer zu Fuß in vier bis fünf Stunden, dazwischen Fahrten über Waldpisten. Ohne Geländewagen kommst du hier nicht weit, und nach starkem Regen sind einzelne Abschnitte gesperrt.
- fällt der Karuru in drei Stufen in die Schlucht
- 273 m
- misst allein die oberste Stufe unter der Plattform
- 117 m
- hoch liegt die Plattform am Rand des Hochmoors
- 2.900 m
- zu Fuß, hin und zurück vom Parkplatz
- 1 km
Lage und Anreise zu den Karuru-Wasserfällen6
Die Karuru-Wasserfälle liegen im Süden des Aberdare-Nationalparks in Kenia, am Rand des Hochmoors auf rund 2.900 Metern, gut 6 Kilometer östlich des Mutubio-Tors, das du von Naivasha aus erreichst.
So kommst du hin
- Parkplatz an den FällenParkplatz · rund 300 m Fußweg zur Plattform
- Mutubio-TorTor · 6 bis 8 km Piste6,5 km
- NaivashaOrt · über Njabini zum Mutubio-Tor
- Aberdare Fishing LodgeCamp · rund 5 km nördlich (Luftlinie)4,9 km
Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.
Beste Reisezeit für die Karuru-Wasserfälle
Die Karuru-Wasserfälle besuchst du am besten im Januar und Februar oder im Juli und August, dann sind die Pisten meist befahrbar. Juni und September liegen dazwischen: Auch dann regnet es auf dem Moor oft, nur kürzer. Am meisten Wasser führen sie in den Regenzeiten von März bis Mai und Oktober bis Dezember, dafür stecken Moor und Schlucht dann oft im Nebel.
Oktober möglich
Im Oktober kannst du die Karuru-Wasserfälle gut besuchen, die besten Monate sind es aber nicht. Im Oktober ist an den Karuru-Wasserfällen eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
Kurze Regenzeit Der Fall füllt sich wieder, die Wege werden rutschig
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+3).
Dein Tag an den Karuru-Wasserfällen
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
- 06:00–08:00Die Tore öffnen um 6 Uhr. Du meldest dich am Mutubio-Tor an, nimmst deine Ranger mit und fährst die Piste hinauf ins Hochmoor.
- 08:00–11:00Jetzt ist die Luft meist am klarsten. Von der Plattform siehst du alle drei Stufen und drüben den Gura.
- 11:00–15:00Zeit für Magura und Chania weiter nördlich. Ab Mittag ziehen oft Wolken über das Moor, und die Sicht wird schlechter.
- 15:00–18:00Um 18 Uhr schließen die Tore. Plan für die Piste zurück zum Tor genug Zeit ein, sie ist nach Regen langsam.
- 06:15Sonnenaufgang im Oktober
- 18:22Sonnenuntergang
Lass einen Stein über die drei Stufen fallen3
Wie lange braucht etwas von der Plattform bis ganz nach unten? Tipp auf eine Stufe und sieh zu, wie der Stein fällt. Am Ende vergleichst du: drei Stufen nacheinander oder 273 Meter am Stück.
- Erkenntnis: Über drei Stufen ist der Stein gut 12 Sekunden unterwegs, am Stück wären es nur 7,5: Auf jeder Stufe fängt er wieder bei null an.
Fast zweimal der Kölner Dom3
273 Meter sind schwer vorzustellen. Neben Bauwerken, die du kennst, siehst du, wie tief das Wasser hier fällt.
Fallhöhe über alle drei Stufen zusammen. Vergleichshöhen gerundet.
Wann kommt am meisten Wasser über die Kante?5
Der Karuru lebt vom Regen auf dem Hochmoor, und dort regnet es fast das ganze Jahr. Trocken sind vor allem Januar und Februar, am nassesten April, Mai, Oktober und November.
Niederschlag auf dem Hochmoor an den Fällen, als Anhaltspunkt für die Wasserführung (relativ, 0 = kaum, 3 = viel). Niederschlag im Mittel der Jahre 2005 bis 2024, rund 1.500 mm im Jahr, gerechnet aus Wetterdaten für 2.923 m Höhe, keine Messung am Fall.
Karuru oder Gura: Wer ist Kenias Höchster?368
Von der Plattform siehst du beide auf einmal. Welcher der höhere ist, hat noch niemand amtlich nachgemessen. Der Kenya Wildlife Service führt den Karuru als höchsten Wasserfall des Landes.
Passen die Karuru-Wasserfälle zu dir?
Ja, wenn …
- Du willst einen der höchsten Wasserfälle Kenias sehen, ohne dafür eine Bergtour zu machen.
- Du magst kühle Bergluft, Nebelwald und weite Blicke über eine Schlucht.
- Du hast einen Geländewagen und einen ganzen Tag für drei Wasserfälle.
- Du fotografierst gern und kannst am Vormittag an der Kante sein.
Eher nicht, wenn …
- Du willst unten am Becken stehen oder baden. Ein Weg dorthin existiert nicht.
- Du bist mit einem normalen Mietwagen unterwegs. Die Pisten im Park brauchen Allrad.
- Du suchst Sonne und Wärme. Auf 2.900 Metern wird es auch tagsüber selten wärmer als 18 Grad.
Die Karuru-Wasserfälle in Bildern
Von oben auf die erste Stufe, über die Schlucht zum Gura und weiter zum Chania: So sehen die Fälle im Süden des Aberdare aus.
Hilfreiche Infos zu den Karuru-Wasserfällen
Ein paar Dinge helfen dir bei deinem Besuch, vom Ranger am Tor bis zur warmen Jacke für die Plattform.
Anfahrt
Von Naivasha fährst du über Njabini zum Mutubio-Tor, von dort noch sechs bis acht Kilometer Piste bis zum Parkplatz. Ohne Geländewagen geht es nicht.
Eintritt
Du zahlst den Parkeintritt, rund 60 € für Erwachsene und rund 35 € für Kinder, je 24 Stunden. Bezahlt wird vorab online über eCitizen, Bargeld nehmen die Tore nicht.
Ranger
Zu Fuß gehst du nur mit mindestens zwei Rangern, je rund 14 € bis vier Stunden und rund 25 € darüber. Du buchst sie am Tor.
Kleidung
Auf rund 2.900 Metern ist es kühl und feucht, nachts fällt die Temperatur schnell. Pack warme, wasserdichte Kleidung, feste Schuhe und ein Fernglas ein.
Zeit
Die Tore schließen um 18 Uhr. Wer nicht im Park übernachtet, plant die Rückfahrt über die Piste mit Puffer.
Fragen und Antworten zu den Karuru-Wasserfällen
Wie hoch sind die Karuru-Wasserfälle?
273 Meter, verteilt auf drei Stufen von 117, 26 und 130 Metern. Der Kenya Wildlife Service führt den Karuru als höchsten Wasserfall Kenias. Der Gura gegenüber stürzt bis zu 300 Meter tief, amtlich vermessen ist keiner der beiden.
Kann ich zum Fuß der Fälle hinuntergehen oder dort baden?
Nein. Zum Fuß des Karuru und des Gura führt kein Weg, und in den Gumpen des Parks darfst du nicht baden. Du erlebst die Fälle von der Plattform oberhalb der ersten Stufe und vom Picknickplatz aus.
Brauche ich einen Ranger für den Weg zur Plattform?
In aller Regel ja. Zu Fuß gehst du im Aberdare mit bewaffneten Rangern, weil Elefanten und Büffel im Wald- und Bambusgürtel stehen. Du buchst sie am Tor: mindestens zwei, je rund 14 € bis vier Stunden und rund 25 € darüber, zusätzlich zum Parkeintritt.
Wann führt der Karuru am meisten Wasser?
In und kurz nach den Regenzeiten, also von März bis Mai und von Oktober bis Dezember. Dann sind die Pisten im Park aber auch am schlechtesten. Im Januar, Februar und von Juni bis September kommst du leichter hin.
Wie komme ich zu den Karuru-Wasserfällen?
Am kürzesten über das Mutubio-Tor im Westen des Parks. Von Nairobi fährst du rund 87 Kilometer nach Naivasha, von dort über Njabini zum Tor und dann noch sechs bis acht Kilometer Piste bis zum Parkplatz an den Fällen. Für die Piste brauchst du einen Geländewagen.
Wie kalt ist es an den Karuru-Wasserfällen?
Kühler, als die meisten in Kenia erwarten. Die Plattform liegt auf rund 2.900 Metern, tagsüber wird es rund 14 bis 18 Grad warm, nachts sinkt die Temperatur auf rund 7 bis 9 Grad. Nebel und Nieselregen sind häufig, eine warme, wasserdichte Jacke gehört ins Gepäck.
Quellen und Stand
Geprüft am 13. Oktober 2026
- Kenya Wildlife Service: Aberdare National Park (Rates, Safety Guidelines, How to get there) abgerufen 2026-10-13
- Kenya Wildlife Service: Conservation Fees 2025 (Security guided tours per ranger, minimum two rangers) abgerufen 2026-10-13
- KWS Aberdare National Park (offizielle Facebook-Seite): Karuru Falls, 273 m in drei Stufen (117 m, 26 m, 130 m) abgerufen 2026-10-13
- Hiking Adventures: Hike 179, Karuru Falls (1 km, 30 Min., 2.897 bis 2.928 m, 48 Hm) abgerufen 2026-10-13
- Open-Meteo Historical Weather API (ERA5), Punkt −0,5265 / 36,7222 (Modellhöhe 2.923 m), Tageswerte 2005 bis 2024, Monatsmittel eigene Auswertung abgerufen 2026-10-13
- OpenStreetMap: Node 5159614375 Karuru Waterfall, Node 2994762415 Gura Waterfall, Node 5159614681 Mutubio Gate, Node 6362111313 Magura Falls, Node 6362111322 Queens Cave, Node 2994762084 Chania Waterfall, Node 611097630 Aberdare Fishing Lodge. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) abgerufen 2026-10-13
- Google Maps: Karuru Waterfall und Karuru Falls Parking (verlinkt bei Hiking Adventures) abgerufen 2026-10-13
- KWS Aberdare National Park (offizielle Facebook-Seite): Gura Falls, rund 240 bis 300 m abgerufen 2026-10-13
- Synapsenbrenner: Aberdare-Nationalpark abgerufen 2026-10-13








