Im Nationalreservat Buffalo Springs fährst du über eine weite, flach gewellte Ebene aus alten Lavaströmen. Rotbraune Erde, Schirmakazien, Doumpalmen am Fluss, und am Horizont die Berge des Nordens. Dann wird es plötzlich grün: Klares Wasser tritt aus dem Boden, rinnt als Bach durch eine Wiese, und genau hier stehen Zebras, Gazellen und Oryx beieinander. Diese Quellen haben dem Reservat den Namen gegeben.
Buffalo Springs liegt am Südufer des Uaso Nyiro, Samburu liegt gegenüber. Auf der Karte wirkt beides wie ein Park, doch Buffalo Springs ist ein eigenes Reservat der Isiolo County, mit eigenen Toren und eigener Gebühr. 131 Quadratkilometer groß, zwischen 850 und 1.230 Metern hoch, seit 1948 geschützt, in den heutigen Grenzen seit 1985.
Die Tiere sind dieselben wie drüben in Samburu. Du suchst hier die Arten, die es nur im trockenen Norden Kenias gibt: Grevyzebra, Netzgiraffe, Beisa-Oryx, Gerenuk und Somalistrauß. Dazu Elefanten, die durch den Fluss waten, Löwen, Leoparden und Geparde, Krokodile und Flusspferde im Wasser und mehr als 365 Vogelarten. Nashörner gibt es keine.
Was Buffalo Springs ausmacht, ist die Ruhe. Viele Fahrer bleiben auf der Samburu-Seite, und so teilst du eine Sichtung hier oft mit niemandem.