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Der Küstenabschnitt Groenrivier

auch: Groen-Spoeg-Küste · Groenrivier Coastal Section · Groenriviermond · Namaqua-Küste

Morgens hängt Nebel über der Bucht, die Brandung rauscht, und am Wasser stehst du fast allein.

Fünfzig Kilometer unberührte Küste zwischen Groen- und Spoegrivier, mit Dünenfeldern, Felsufern und weißen Buchten. Bis zu den ersten Plätzen hinter dem Tor kommst du mit normalem Auto, weiter nach Norden nur mit Allrad, und auf keinem Strand: Fahren am Strand und auf gesperrten Spuren ist streng verboten. Die Zufahrt führt ab Garies über rund 70 Kilometer Schotterstraße.

Besuchsdauer
Ein Tag zum Durchfahren
Trubel
1 von 5
Beste Reisezeit
Aug–Sep
Nächstes Tor
Groenrivier-Tor und Büro, 4,0 km Luftlinie

Wo genau?

Alle 6 Bilder
Blühende Küstenlandschaft mit bunten Blumen und Meer im Hintergrund unter klarem, blauen Himmel.
Granitblöcke mit orangen Flechten am Ufer, dahinter Brandung, Seetang im flachen Wasser und helle DünenFoto: yakovlev.alexey from Moscow, Russia, CC BY-SA 2.0
Eine weite Bucht mit Brandung und hellem Sandstrand, davor bewachsene Dünen, darüber grauer HimmelFoto: South African Tourism from South Africa, CC BY 2.0

Du stehst auf einem Granitblock voller oranger Flechten, vor dir rollt der Atlantik in eine kleine Bucht, und der Nebel vom Morgen zieht gerade über die Dünen ab. Das ist der Küstenabschnitt Groenrivier: rund 50 Kilometer Küste zwischen der Mündung des Groenrivier und der des Spoegrivier, der Teil des Namaqua-Nationalparks, der am Meer liegt. Felsufer wechseln mit weißen Stränden, und hinter jeder Landzunge wartet die nächste Bucht.

Das Land gehörte zum Bergbaugebiet von De Beers. 2008 gab der Konzern den Streifen für den Nationalpark frei, seit 2019 ist auch das Meer davor geschützt. Der kalte Benguelastrom bringt regelmäßig Nebel, und von diesem Nebel leben die Pflanzen an der Küste. Im August und September blühen hier die Vygies, kleine Mittagsblumen in Weiß, Pink und Gelb. Mitten durch den Abschnitt ziehen die Dünen des Bitterrivier, Wanderdünen, die sich noch frei bewegen dürfen. Ein solches System gibt es an der Küste Südafrikas sonst nirgends mehr.

Am schönsten erlebst du die Küste zu Fuß. Der Heaviside-Wanderweg beginnt am Aussichtsdeck Abjoel, rund 15 Kilometer nördlich vom Büro, führt eine Düne hinunter und dann sechs Kilometer über Felsen und einen langen weißen Strand. In den Buchten tauchen oft Heaviside-Delfine auf, kleine Delfine, die es nur an dieser Küste gibt, und auf den Felsen picken schwarze Austernfischer mit leuchtend roten Schnäbeln.

Übernachtet wird einfach: Die Parkverwaltung hat entlang der Küste acht Lagerbereiche mit 31 Stellplätzen angelegt, mit Feuerstelle und Trockentoilette, ohne Wasser, Strom und Duschen. Was du brauchst, bringst du aus Garies mit. Bis Delwerskamp und zum Groenrivier-Camp kommst du mit normalem Auto, weiter nach Norden nur mit Allrad, und am Strand selbst fährt niemand: Das ist hier streng verboten.

Warum hin

Darum lohnt sich der Küstenabschnitt Groenrivier

  1. Rund 50 Kilometer Küste, der einzige größere unberührte Abschnitt der Namaqualand-Küste.
  2. Die Dünen des Bitterrivier sind das einzige unbeschädigte und noch funktionierende Wanderdünensystem an der südafrikanischen Küste.
  3. Heaviside-Delfine kommen nur an dieser Westküste vor, und in den Buchten hier stehen die Chancen gut.
  4. Der sechs Kilometer lange Heaviside-Wanderweg läuft an dieser Küste, nicht im Hochland: Start ist das Aussichtsdeck Abjoel, 15 Kilometer nördlich vom Büro am Groenrivier.
  5. Die Höhlen am Spoegrivier sind ein Kulturdenkmal. Dort fand man Spuren von Schafhaltung vor rund 2000 Jahren.

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Küstenabschnitt Groenrivier

  • Lass Luft aus den Reifen, sonst steckst du fest Das ist der Rat, den hier fast alle geben: Ohne abgesenkten Reifendruck bleibst du im weichen Küstensand liegen. Auch auf dem gewellten Schotter über den Wildeperdehoek-Pass fährt es sich damit ruhiger. Nimm einen Kompressor mit, sonst kommst du hinterher nicht wieder auf Straßendruck.
  • Den Heaviside-Weg findest du hier unten, nicht in Skilpad Viele zählen den sechs Kilometer langen Heaviside-Wanderweg zu den Wegen im Hochland. Er startet aber am Aussichtsdeck Abjoel, rund 15 Kilometer nördlich vom Büro am Groenrivier, führt eine Düne hinunter und dann über Felsküste und einen langen weißen Strand nach Norden. Der Weg führt nur in eine Richtung: Lass dich am Bohlenweg abholen oder lauf zurück. Geh bei Niedrigwasser, dann kannst du unterwegs in die Gezeitenbecken schauen.
  • Am Strand fährst du nicht, auch nicht kurz Auf gesperrten Spuren und auf jedem Strand ist Fahren streng verboten, da gibt es keinen Spielraum. Die Pisten teilen sich ständig und laufen wieder zusammen, einige werden gerade renaturiert. Wer der Spur folgt, die am leichtesten aussieht, landet schnell auf einer gesperrten.
  • Die Steinmauer am Platz rettet dir den Abend An den Stellplätzen stehen niedrige Windschutzmauern aus Stein mit Feuerstelle. Der Wind an dieser Küste frischt oft kräftig auf, und hinter der Mauer wird aus einem ungemütlichen Abend ein guter. Schau dir die Lage des Platzes an, bevor du buchst, und pack trotzdem einen eigenen Windschutz ein.
  • Auf 50 Kilometern gibt es kein Süßwasser Außer einer einzigen Quelle findest du an der ganzen Küste kein Trinkwasser. An den Plätzen gibt es weder Wasser noch Strom noch Duschen, nur Feuerstelle und Trockentoilette. Wasser, Feuerholz, Sprit und Bargeld holst du in Garies, rund 70 Kilometer entfernt.
Küste zwischen Groen- und Spoegrivier
50 km
Stellplätze in acht Lagerbereichen am Meer
31
lang ist der Heaviside-Wanderweg ab Abjoel
6 km
Süßwasserquelle auf der ganzen Strecke
1

Wo genau

Lage und Anreise zum Küstenabschnitt Groenrivier15

Der Küstenabschnitt Groenrivier ist der Küstenteil des Namaqua-Nationalparks und reicht rund 50 Kilometer von der Groenrivier-Mündung im Süden bis zur Spoegrivier-Mündung im Norden. Das Tor mit dem Büro liegt am Südende, rund 70 Kilometer Schotter westlich von Garies an der N7 und rund 480 Kilometer nördlich von Kapstadt.

So kommst du hin

  • Groenrivier-Tor und BüroTor · rund 2 km nördlich der Mündung, 4 km nördlich vom Leuchtturm
    4,0 km
  • GariesOrt · rund 70 km Schotter, gut eine Stunde
    52 km
  • Hondeklipbaai-TorTor · Zufahrt im Norden, nur mit Allrad
    59 km
  • KapstadtOrt · rund 480 km über die N7

Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.

In Google Maps öffnen

Wann hin

Beste Reisezeit für den Küstenabschnitt Groenrivier

Der Küstenabschnitt Groenrivier ist das ganze Jahr offen. Am schönsten ist er im August und September, wenn an der Küste die Vygies blühen, dann ist hier auch am meisten los. Von Juni bis September ist Regenzeit, Teile der Allradstrecke können dann nach starkem Regen gesperrt sein. Im Herbst und Winter liegt morgens oft Nebel, im Sommer weht häufig ein kräftiger Wind aus Süd bis Südost. Von Oktober bis Mai sind die Pisten trocken und die Plätze leerer.

Oktober möglich

Im Oktober kannst du den Küstenabschnitt Groenrivier gut besuchen, die besten Monate sind es aber nicht. Im Oktober ist am Küstenabschnitt Groenrivier eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.

06:10Sonnenaufgang
19:00Sonnenuntergang
12,8 hTageslicht

Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).

Dein Tag am Küstenabschnitt Groenrivier

Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.

  • 08:00–10:00Um 8 Uhr geht das Tor auf. Im Herbst und Winter liegt oft Nebel über der Küste, der sich meist bis zum Vormittag lichtet.
  • 10:00–14:00Heaviside-Delfine halten sich tagsüber eher nah an der Küste auf. Halt in den Buchten Ausschau, am besten von einem erhöhten Platz.
  • 10:00–15:00Gute Zeit für den Heaviside-Weg. Fällt das Niedrigwasser in diese Stunden, liegen die Gezeitenbecken frei.
  • 15:30–17:00Tagesgäste kommen ab 15.30 Uhr nicht mehr hinein. Um 17 Uhr schließt das Tor.
  • 17:00–20:00Wer campt, hat die Küste jetzt für sich. Feuer an, hinter die Steinmauer, Sonnenuntergang über dem Atlantik.
  • 06:10Sonnenaufgang im Oktober
  • 19:00Sonnenuntergang

Zum Ausprobieren

Wie weit kommst du mit deinem Auto?561214

Bis zum Tor am Groenrivier schafft es jedes Auto, das Schotter verträgt. Dahinter entscheiden Allrad und weicher Sand, wie viel von der Küste du siehst. Wähl dein Fahrzeug und sieh, was sich öffnet.

  • Tor und Büro Groenrivier: Rund 70 Kilometer Schotter ab Garies, täglich 8 bis 17 Uhr offen.
  • Delwerskamp und Groenrivier-Camp: Die zwei Plätze am nächsten zum Tor, rund 1 und 3 Kilometer entfernt, dazu Mündung und Leuchtturm.
  • Aussichtsdeck Abjoel und Heaviside-Weg: Rund 15 Kilometer nördlich vom Büro, Start des Küstenwanderwegs.
  • Buchten und Plätze bis Bitterrivier: Varswater, Bamboes, Kwass se Baai, Koringkorrelbaai: Felsküste, kleine Buchten, Wanderdünen.
  • Norden bis Spoegrivier und Hondeklipbaai: Boulderbaai, Robbenkolonie, Spoegrivier-Mündung und die Zufahrt von Norden.
  • Tor und Büro Groenrivier: Rund 70 Kilometer Schotter ab Garies, täglich 8 bis 17 Uhr offen.
  • Delwerskamp und Groenrivier-Camp: Die zwei Plätze am nächsten zum Tor, rund 1 und 3 Kilometer entfernt, dazu Mündung und Leuchtturm.
  • Aussichtsdeck Abjoel und Heaviside-Weg: Rund 15 Kilometer nördlich vom Büro, Start des Küstenwanderwegs.
  • Buchten und Plätze bis Bitterrivier: Varswater, Bamboes, Kwass se Baai, Koringkorrelbaai: Felsküste, kleine Buchten, Wanderdünen.
  • Norden bis Spoegrivier und Hondeklipbaai: Boulderbaai, Robbenkolonie, Spoegrivier-Mündung und die Zufahrt von Norden.
  • Normales Auto: Fahr die Schotterstraße ab Garies langsam. Hinter dem Tor kommst du noch bis Delwerskamp und zum Groenrivier-Camp, danach ist Schluss.
  • Allrad: Mit Allrad und abgesenktem Reifendruck fährst du die ganze Küste bis zur Spoegrivier-Mündung und weiter zum Tor bei Hondeklipbaai. Der Strand selbst bleibt tabu.

Wer dir begegnet

Tiere an der Küste von Groenrivier671213141920

Der kalte Benguelastrom macht das Meer hier reich an Fisch, Muscheln und Langusten. Davon leben Delfine, Robben und Küstenvögel. Hier siehst du, wen du triffst und wie du dich verhältst.

Heaviside-Delfine vor Lüderitz in NamibiaFoto: Joachim Huber from Switzerland, CC BY-SA 2.0

Heaviside-Delfin

Ein kleiner Delfin von höchstens 1,70 Metern mit dunklem Kopf und hellem Bauch, den es nur an der Westküste des südlichen Afrikas gibt.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

in den Buchten, vor allem um Koringkorrelbaai und entlang des Heaviside-Wegs

So verhältst du dich

Bleib am Ufer und beobachte sie mit dem Fernglas. Sie kommen tagsüber näher an die Küste und springen oft aus dem Wasser.

Schwarzer Austernfischer im Naturreservat De HoopFoto: DickDaniels, CC BY-SA 3.0

Schwarzer Austernfischer

Ein schwarzer Küstenvogel mit leuchtend rotem Schnabel und roten Beinen, der nur an den Küsten und Inseln des südlichen Afrikas lebt.

Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest

auf den Felsen und in der Gezeitenzone, wo er Muscheln und Napfschnecken aufhackt

So verhältst du dich

Von November bis April brütet er in einer flachen Mulde nah an der Hochwasserlinie. Lauf in dieser Zeit nicht quer über die Kiesbänke am Strand, damit du kein Gelege zertrittst.

Pelzrobben auf Duiker Island bei Hout BayFoto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0

Südafrikanischer Seebär

Die Pelzrobbe der südafrikanischen Küste, Männchen werden 2 bis 2,5 Meter lang. Sie liegt in Kolonien auf Felsen am Meer.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

an der Robbenkolonie im nördlichen Teil und schwimmend vor den Felsen

So verhältst du dich

Bleib an Land deutlich auf Abstand. Robben wirken behäbig, beißen aber, wenn man ihnen zu nahe kommt.

Zu Fuß an der Küste

Der Heaviside-Wanderweg76

Sechs Kilometer, eine Richtung, das Meer immer links: So läufst du vom Aussichtsdeck Abjoel an der Küste entlang nach Norden.

  1. Aussichtsdeck AbjoelRund 15 Kilometer nördlich vom Büro. Von hier schaust du über die Bucht, bevor es losgeht.
  2. Die Düne hinunterDer Weg steigt eine Sanddüne hinab bis an die Küste.10 Minuten
  3. Felsküste mit GezeitenbeckenEin felsiger Abschnitt. Bei Niedrigwasser lohnt der Blick in die Becken mit Muscheln und Napfschnecken.45 Minuten
  4. Langer weißer StrandJetzt läufst du auf hellem Sand nach Norden. Halt Ausschau nach Delfinen und Austernfischern.75 Minuten
  5. Bohlenweg, EndeNach sechs Kilometern endet der Weg. Lass dich hier abholen oder geh dieselbe Strecke zurück.120 Minuten

Zusammen rund 4 Std. 10 Min.

Ehrlich gesagt

Passt der Küstenabschnitt Groenrivier zu dir?

Ja, wenn …

  • Du hast einen Allradwagen und willst ihn auch einmal richtig brauchen.
  • Du campst gern ohne alles und willst abends nur Brandung und Feuer hören.
  • Du läufst lieber sechs Kilometer am Strand, als an einem Aussichtspunkt zu stehen.
  • Du suchst Delfine, Robben und Küstenvögel abseits der Bootstouren.

Eher nicht, wenn …

  • Du reist mit einem normalen Mietwagen und willst die ganze Küste sehen. Hinter den ersten Plätzen ist ohne Allrad Schluss.
  • Du brauchst Dusche, Strom oder einen Laden in der Nähe. Hier gibt es nichts davon.
  • Du willst baden gehen. Das Wasser ist kalt, und die meisten lassen es bei den Felsenpools.

Inspiration

Der Küstenabschnitt Groenrivier in Bildern

Flechtenrote Felsen, helle Dünen, eine stille Bucht und blühende Vygies: So sieht die Küste aus, an der du tagelang kaum jemandem begegnest.

Gut zu wissen

Hilfreiche Infos zum Küstenabschnitt Groenrivier

An dieser Küste gibt es nichts zu kaufen. Mit diesen Punkten im Kopf kommst du gut hin und wieder zurück.

Anfahrt

Von Kapstadt fährst du rund 480 Kilometer auf der N7 nach Norden bis Garies. Dort biegst du nach Westen ab, die letzten rund 70 Kilometer zum Tor sind Schotter. Plan die Fahrt so, dass du vor 15.30 Uhr am Tor bist, wenn du nicht campst.

Mitnehmen

Trinkwasser, Waschwasser, Feuerholz, Essen, Sprit und Bargeld kaufst du in Garies. Im Park gibt es keinen Laden, keine Tankstelle und an den Plätzen kein Wasser. Eine Stirnlampe gehört dazu, die Küste ist nachts stockdunkel.

Reifen

Senk den Reifendruck, bevor du in den weichen Sand fährst, und nimm einen Kompressor mit. Ein Reserverad und Werkzeug gehören ohnehin ins Auto.

Übernachten

Die Parkverwaltung hat acht Lagerbereiche mit 31 Stellplätzen entlang der Küste angelegt, mit Feuerstelle und Trockentoilette. Du buchst bei SANParks und meldest dich am Tor an. In der Blütezeit sind die Plätze schnell weg.

Angeln

Das Meer vor der Küste ist seit 2019 Schutzgebiet. In manchen Buchten ist Angeln ganz verboten, in anderen nur mit Genehmigung und nur zwischen Sonnenauf- und -untergang. Die Genehmigung bekommst du am Büro Groenrivier.

Netz

An der Küste hast du keinen Mobilfunkempfang. Lad Karten offline herunter und sag jemandem, wann du zurück sein willst.

Du fragst

Fragen und Antworten zum Küstenabschnitt Groenrivier

Brauche ich für den Küstenabschnitt Groenrivier einen Allradwagen?

Bis zum Tor und zu den ersten beiden Plätzen, Delwerskamp und Groenrivier-Camp, kommst du mit einem normalen Auto. Für alles weiter nördlich brauchst du Allrad und abgesenkten Reifendruck. Wer über Lutzville oder von Hondeklipbaai an die Küste kommt, braucht ihn ohnehin.

Kann ich an der Küste baden?

Das Wasser ist kalt, dafür sorgt der Benguelastrom, und die meisten gehen deshalb nicht schwimmen. Manche baden in den Felsenpools vor den Stellplätzen. Bei Niedrigwasser lohnt sich ein Blick in die Gezeitenbecken.

Was muss ich an die Küste mitbringen?

Alles. Wasser, Essen, Feuerholz, Sprit und Bargeld, dazu eine Lampe, denn nachts ist es stockdunkel. Strom, Duschen und Leitungswasser gibt es an keinem Platz. Netz hast du auch keins, lad deine Karten also vorher offline herunter.

Bis wann komme ich in den Küstenabschnitt hinein?

Das Tor am Groenrivier ist von 8 bis 17 Uhr besetzt. Tagesgäste kommen aber nur bis 15.30 Uhr hinein, wegen des weichen Sands. Wer spät in Garies losfährt, steht sonst vor einer Schranke, obwohl das Tor noch offen ist.

Wo kann ich im Namaqua-Nationalpark direkt am Meer campen?

An der Küste zwischen Groen- und Spoegrivier. Die Parkverwaltung hat dort acht Lagerbereiche mit zusammen 31 Stellplätzen angelegt, viele mit Windschutzmauer aus Stein und Feuerstelle, dazu Trockentoiletten. Wasser, Strom und Duschen gibt es nicht. Du buchst bei SANParks und meldest dich am Tor Groenrivier an.

Sieht man an der Namaqua-Küste Delfine?

Gute Chancen hast du auf Heaviside-Delfine, die es nur an der Westküste des südlichen Afrikas gibt. Sie kommen tagsüber gern in die Buchten, bekannt dafür ist Koringkorrelbaai. Vom Heaviside-Wanderweg aus siehst du mit Glück auch Buckelwale.

Woher wir das wissen

Quellen und Stand

Geprüft am 13. Oktober 2026

  1. Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 23. September 2026
  2. SANParks: Namaqua National Park, Rates & Entry Fees (1.11.2025 bis 31.10.2026: international und SADC R130/R62, Südafrika R62/R32) abgerufen 2026-10-13
  3. SANParks: Daily Conservation Fees 1.11.2026 bis 31.10.2027 (Namaqua: Südafrika R65/R33, SADC R137/R65, international R143/R72) abgerufen 2026-10-13
  4. SANParks: Namaqua National Park Begins to Bloom as Wildflower Season Unfolds, 29.07.2026 (Groenrivier 8 bis 17 Uhr, Tarife bis 31.10.2026, Peak Mitte August bis Mitte September) abgerufen 2026-10-13
  5. SANParks: Namaqua National Park, Entrance Gates (GroenRivier Coastal Rest Camp ganzjährig 08:00 bis 17:00; Tagesgäste wegen des Sands nach 15:30 nicht mehr in den Küstenabschnitt; Stand 03.03.2026) abgerufen 2026-10-13
  6. SANParks: Namaqua National Park, 4×4 Trails (Caracal Eco Route; Groen-Spoeg 2008 von De Beers; 50 km Küste; eine Quelle; Benguelastrom und Nebel; Gezeitenzone; Heaviside-Delfine endemisch; Bitterrivier-Dünen; Fahrverbot Strand; Spoeg-Höhlen 2000 Jahre; Groenrivier-Mündung salzig, Pelikane, Flamingos, Leuchtturm; Garies 70 km; Regenzeit Juni bis September) abgerufen 2026-10-13
  7. SANParks: Namaqua National Park, Hikes, Walks & Trails (Heaviside Hiking Trail 6 km ab Aussichtsdeck Abjoel, rund 15 km nördlich vom Büro Groenrivier; Düne, Felsküste, weißer Strand; Einbahn, Abholung am Bohlenweg; Buckelwale, Heaviside-Delfine, Austernfischer; Gezeitenbecken bei Niedrigwasser) abgerufen 2026-10-13
  8. SANParks: Namaqua National Park, Accommodation (GroenRivier Coastal Rest Camp: acht Lagerbereiche, 31 Stellplätze, Grillstellen, Enviroloos) abgerufen 2026-10-13
  9. SANParks: Namaqua National Park, Geography (Groen-Spoeg: 60 km Küstenlinie und 30 km Küstenebene landeinwärts; Sandkorridore nur hier noch erhalten) abgerufen 2026-10-13
  10. SANParks: Namaqua National Park, Natural & Cultural History (2008 vertragliche Aufnahme des Abschnitts Groen-Spoeg, Park 141.000 ha) abgerufen 2026-10-13
  11. SANParks: Namaqua National Park MPA (am 23.05.2019 ausgewiesen, in Kraft seit 01.08.2019; Zonen mit Angelverbot und Zonen mit Genehmigung; Genehmigungen am Büro Groenrivier) abgerufen 2026-10-13
  12. Roxanne Reid: Namaqua National Park guide, 02.09.2020 (Garies rund 73 km Schotter; Delwerskamp rund 1 km und Groen River rund 3 km vom Tor mit normalem Auto; Reifendruck senken; Nebel im Herbst und Winter bis zum Vormittag; Sommerwind aus Süd bis Südost; Pelzrobben; kein Netz; Wasser und Feuerholz mitbringen) abgerufen 2026-10-13
  13. Wikipedia (de): Heaviside-Delfin (bis 1,70 m, bis 75 kg, Südangola bis Südspitze Afrikas, Wasser 9 bis 15 °C, tagsüber näher an der Küste) abgerufen 2026-10-13
  14. OpenStreetMap (Rohdaten der Parkkarte Namaqua, 10.10.2026): Ranger's Office 1290218353 mit Schranke 1290219135, Delwers Camp 7116577050 (1 km vom Tor, ohne Allrad), Groenrivier Camp 7116572208, Leuchtturm 1290218443, Koringkorrel baai Camp 1290219149 (Heaviside-Delfine), Varswater 1290218813 (20 km), Bamboes 1290219047 (21,5 km), Cape Fur Seal Colony 1290127211, Spoegriviermond Weg 113727849, Namaqua National Park Marine Protected Area Relation 14234168 abgerufen 2026-10-13
  15. Google Maps: Ort „Groenriviermond“ (−30,86491 / 17,57956) abgerufen 2026-10-13
  16. Wikimedia Commons: Category:Coastal section, Namaqua National Park abgerufen 2026-10-13
  17. OSRM-Routenrechner auf OpenStreetMap: Kapstadt–Groenrivier-Tor rund 483 km, Garies–Groenrivier-Tor rund 68 km abgerufen 2026-10-13
  18. Synapsenbrenner: Karte Namaqua-Nationalpark abgerufen 2026-10-13
  19. Wikipedia (en): African oystercatcher (nur an den Küsten des südlichen Afrikas, Brut zwischen November und April in einer Mulde bis rund 30 m von der Hochwasserlinie) abgerufen 2026-10-13
  20. Wikipedia (de): Südafrikanischer Seebär abgerufen 2026-10-13