Tierbeobachtungsort · Highlight

Die Wasserlöcher

auch: Hapoor Waterhole · Hapoor Dam · Addo waterholes

Eine Herde schiebt sich ans Wasser, die Kleinen suhlen sich, und du sitzt still im Auto daneben.

Im Addo-Abschnitt gibt es kein natürliches Wasser, fast alle Wasserstellen hängen an Bohrlöchern. Der Park füllt sie bewusst ungleich und lenkt damit, wo die Elefanten stehen: Die großen Stellen, darunter Hapoor und Domkrag, bekommen viel Wasser, die übrigen sind für die anderen Arten da. In der Trockenzeit sammeln sich an den großen ganze Herden.

Besuchsdauer
Eine halbe bis eine Stunde je Wasserstelle
Trubel
3 von 5
Beste Reisezeit
Apr–Sep
Nächstes Tor
Haupttor, 6,6 km Luftlinie

Wo genau?

Alle 6 Bilder
Dutzende Elefanten verteilen sich um einen kleinen See, im Vordergrund grünes BuschwerkFoto: Bernard Dupont, CC BY-SA 2.0
Ein junges Elefantenkalb voller Schlamm zwischen den Beinen der Mutter, dahinter braunes WasserFoto: Bernard Dupont, CC BY-SA 2.0

Staub liegt in der Luft, dann kommt die Herde den Hang herunter, Kühe, Halbstarke, ganz vorn ein Kalb, das kaum über die Böschung schaut. Am Wasser drängen sich die grauen Rücken, Rüssel tauchen ein, Schlamm klatscht auf die Haut, und du sitzt ein paar Meter weiter im Auto und hältst den Atem an. Das sind die Wasserlöcher in Addo, das Herz des Addo-Elephant-Nationalparks im Ostkap, nordöstlich von Gqeberha.

Kaum jemand ahnt, dass dieses Wasser gemacht ist. Im Addo-Abschnitt gibt es keinen Fluss und keine Quelle, fast jede Wasserstelle hängt an einem Bohrloch, und die kleinen Pfannen dazwischen bleiben trocken, außer in Jahren mit außergewöhnlich viel Regen. Der Park dreht deshalb selbst am Hahn: Eine Kette von Stellen zwischen Marion Baree im Süden und Domkrag im Norden bekommt viel Wasser, eine Art unsichtbarer Fluss. Alle anderen Stellen bekommen nur so viel, wie Zebras, Antilopen und Warzenschweine brauchen.

So lenkt der Park über die Füllung, wo die über 600 Elefanten stehen. In trockenen Wochen ziehen sie sich an diese Kette zurück, und dort sitzt du richtig. Nach guten Regen führen auch Pfannen und Dämme Wasser, die Herden verteilen sich, und am großen Wasserloch kann es still bleiben. An einigen Stellen hängt ein Gerüst mit elektrischen Strängen über dem Wasser, unter dem Elefanten nicht hindurchkommen. Dort trinken Kuhantilopen, Zebras und Büffel in Ruhe.

Hapoor in der Mitte ist die größte und bekannteste Stelle, benannt nach einem Bullen, der 24 Jahre lang die Herden anführte. Der alte Lehmdamm war für Kälber und kleinere Tiere zur Falle geworden, deshalb entsteht auf der anderen Straßenseite ein Betonbecken von 45 mal 30 Metern. Rechne dort mit Baustelle. Am Wasser bleibst du im Auto, aussteigen darfst du nur an den Lookouts Domkrag und Spekboom, auf eigene Gefahr. Ganz ohne Auto bist du nur im unterirdischen Versteck am Hauptcamp: Dort schaust du auf Höhe des Wasserspiegels.

Warum hin

Darum lohnen sich die Wasserlöcher in Addo

  1. Im Addo-Abschnitt gibt es kein natürliches Wasser, fast alle Stellen hängen an Bohrlöchern. Deshalb weiß der Park ziemlich genau, wo die Elefanten stehen werden.
  2. Eine Kette großer Wasserstellen bildet einen künstlichen Fluss: Nach Parkverwaltung und Reiseberichten bekommen Marion Baree, Spekboom, Hapoor, Rooidam, Gwarrie, Woodlands, Nyathi und Domkrag viel Wasser, alle anderen wenig.
  3. An mehreren Stellen hält ein Elektrogerüst die Elefanten mit Absicht draußen, damit Zebras, Antilopen und Büffel ans Wasser kommen.
  4. Das Wasserloch Domkrag ist nach einer Riesenschildkröte benannt, die sich der Überlieferung nach unter Autos schob und sie anhob.
  5. Im unterirdischen Beobachtungsstand am Hauptcamp siehst du die Tiere auf Augenhöhe mit dem Wasserspiegel, ohne im Auto zu sitzen.

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für die Wasserlöcher in Addo

  • Fahr in trockenen Wochen die Kette ab, nach Regen lieber die Pfannen Nach Parkverwaltung und Reiseberichten sind Marion Baree, Spekboom, Hapoor, Rooidam, Gwarrie, Woodlands, Nyathi und Domkrag gut gefüllt, alle anderen Stellen knapp. Ist es trocken, stehen die Elefanten fast zwangsläufig an dieser Kette. Nach guten Regen dreht sich das um: Dann führen auch die Pfannen Wasser, die Herden verteilen sich, und am großen Wasserloch wartest du womöglich eine Stunde umsonst.
  • Genug graue Rücken gesehen? Dann fahr zu den ausgesperrten Stellen Rund um Carol’s Rest, Lismore, den Schotia-Baum und Peasland hält ein Gerüst mit einem elektrischen Draht in zwei Metern Höhe die Elefanten draußen, damit die selteneren Arten ans Wasser kommen. Genau dort trinken Zebras, Antilopen, Warzenschweine und Büffel in Ruhe, und du musst sie nicht zwischen Elefanten suchen.
  • An zwei Wasserstellen darfst du aussteigen, an allen anderen nicht Von den ausgewiesenen Lookouts liegen zwei am Wasser: Domkrag und Spekboom. Nur dort steigst du an einer Wasserstelle aus, und auch dort auf eigene Gefahr. Überall sonst bleibst du im Auto, außerhalb von Lookouts und Picknickplätzen kennt der Park keine Ausnahme. Wer zu Fuß ans Wasser will, geht in den unterirdischen Beobachtungsstand am Hauptcamp.
  • Übernachte im Park, dann bist du vor den Tagesgästen am Wasser Wer im Park schläft, kommt von Oktober bis März schon um 5.30 Uhr in den Wildbereich, im April, Mai, August und September um 6 Uhr, im Juni und Juli um 6.30 Uhr. Tagesgäste fahren erst um 7 Uhr durchs Tor. Im Hochsommer hast du also anderthalb Stunden Vorsprung, im Winter eine halbe.
Elefanten leben heute im Park
über 600
Elefanten waren übrig, als der Park 1931 entstand
11
Regen im Jahr, Flüsse gibt es hier keine
unter 445 mm
misst das neue Betonbecken für Hapoor
45 × 30 m

Wo genau

Lage und Anreise zu den Wasserlöchern in Addo15

Die Wasserlöcher in Addo liegen im Hauptwildbereich des Addo-Elephant-Nationalparks nordöstlich von Gqeberha, aufgereiht zwischen dem Hauptcamp im Norden und dem Matyholweni-Tor im Süden. Hapoor, die bekannteste Stelle, erreichst du vom Hauptcamp nach rund 12 Kilometern.

So kommst du hin

  • Hauptcamp und HaupttorTor · rund 12 km bis Hapoor, ohne Halt gut 20 Min.
  • Matyholweni-TorTor · rund 28 km bis Hapoor, ohne Halt knapp 1 Std.
    21 km
  • PatersonOrt · 24 km bis zum Haupttor
  • GqeberhaOrt · rund 45 km bis zum Matyholweni-Tor
    25 km

Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.

In Google Maps öffnen

Wann hin

Beste Reisezeit für die Wasserlöcher in Addo

Die Wasserlöcher in Addo sind das ganze Jahr gefüllt, Elefanten gibt es immer. Am angenehmsten ist es von April bis September, wenn die Tage mild sind. Regen fällt übers ganze Jahr verteilt, am meisten im Februar und März und im Oktober und November. Nach solchen Regen verteilen sich die Herden, in trockenen Wochen stehen sie dicht an den großen Stellen. Im Januar steigt das Thermometer im Schnitt auf 32 °C, im Juli kühlt es nachts auf 5 °C ab. Voll wird es in den südafrikanischen Ferien im Dezember, Januar und Juli.

Oktober möglich

Im Oktober kannst du die Wasserlöcher in Addo gut besuchen, die besten Monate sind es aber nicht. Im Oktober ist an den Wasserlöchern in Addo eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.

Regenspitzen, Herden verteilen sich Regen

05:35Sonnenaufgang
18:29Sonnenuntergang
12,9 hTageslicht

Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).

Dein Tag an den Wasserlöchern in Addo

Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.

  • 05:30–07:00Nur wer im Park übernachtet, ist jetzt schon unterwegs. Der Wildbereich öffnet je nach Monat zwischen 5.30 und 6.30 Uhr.
  • 07:00–09:30Ab 7 Uhr rollen die Tagesgäste durchs Tor. Früh nach Toröffnung ist es an den Wasserstellen noch am ruhigsten.
  • 11:00–15:00In der Hitze kommen die Herden zum Trinken und Abkühlen ans Wasser. Jetzt lohnt es sich, an einer großen Stelle zu warten.
  • 15:00–18:00Nachmittags kommen Tiere und Autos. An Hapoor und Gwarrie stehen dann oft mehrere Wagen nebeneinander.
  • 18:00–19:00Der Wildbereich schließt je nach Monat um 18 oder 18.30 Uhr. Tagesgäste verlassen den Park am Haupttor bis 19 Uhr.
  • 05:35Sonnenaufgang im Oktober
  • 18:29Sonnenuntergang

Wo stehen die Elefanten?

Dreh am Wasser, und die Herden ziehen um2513

Der Park entscheidet mit dem Wasserhahn, wo die Elefanten trinken. Schalt zwischen einer trockenen Woche und der Zeit nach guten Regen und sieh, wie sich die Herden verteilen.

  • Domkrag: Damm mit Lookout, benannt nach einer Riesenschildkröte.
  • Gwarrie: Pfanne mit Parkbucht nahe dem Hauptcamp.
  • Rooidam: Damm wenige Minuten hinter dem Tor.
  • Hapoor: Die größte Stelle, zurzeit Baustelle: Das neue Betonbecken entsteht gegenüber.
  • Spekboom: Mit Versteck und Lookout, aussteigen erlaubt.
  • Marion Baree: Südliches Ende der Kette.
  • Carol’s Rest: Elefanten bleiben draußen.
  • Lismore: Elefanten bleiben draußen.
  • Ngulube: Kleine Wasserstelle im Colchester-Abschnitt.
  • Grahams Pan: Meist trocken, nach starkem Regen gefüllt.
  • Arizona Dam: Kleiner Damm, der nur zeitweise Wasser führt.
  • Wasserloch am Hauptcamp: Mit unterirdischem Versteck, nachts beleuchtet.
  • Viel Wasser: Gehört zur Kette großer Stellen. Hier stehen in trockenen Wochen die Herden.
  • Wenig Wasser: Bekommt nur so viel, wie die übrigen Arten brauchen. Im Colchester-Abschnitt hält der Park Zahl und Menge bewusst klein, damit das Dickicht nicht abgefressen wird.
  • Ohne Elefanten: Ein Gerüst mit elektrischen Strängen in zwei Metern Höhe hält Elefanten draußen. Hier trinken Zebras, Antilopen und Büffel.
  • Pfanne: Trocken, außer nach außergewöhnlich viel Regen.
  • Am Camp: Wasserloch am Hauptcamp mit unterirdischem Versteck, nachts beleuchtet.
  • Trockene Wochen: Pfannen und kleine Dämme sind leer. Die Elefanten ziehen sich an die gut gefüllte Kette zurück, dort sitzt du richtig.
  • Nach guten Regen: Auch Pfannen und Dämme führen Wasser. Die Herden verteilen sich über den Park, an den großen Stellen kann es still sein.

Wer zum Trinken kommt

Tiere an den Wasserlöchern in Addo718192021

Die Elefanten sind die Hauptdarsteller, aber am Wasser wird es nie langweilig. Hier siehst du, wer außer ihnen zum Trinken kommt und wie du dich verhältst.

Elefanten an der Gwarrie-PfanneFoto: Bernard Dupont, CC BY-SA 2.0

Afrikanischer Elefant

Das größte Landtier der Erde. In Addo leben heute über 600, die Nachkommen von elf Tieren, die 1931 übrig waren.

Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest

an der Kette großer Stellen, in trockenen Wochen in ganzen Herden

So verhältst du dich

Bleib im Auto, lass den Motor ruhig laufen und gib den Tieren Platz. Steht eine Herde auf der Straße, wartest du, bis sie weiterzieht.

Alter Büffelbulle zwischen Elefanten an einer Wasserstelle in AddoFoto: Bernard DUPONT from FRANCE, CC BY-SA 2.0

Kaffernbüffel

Massige Wildrinder mit schweren, geschwungenen Hörnern. In Addo leben über 400, seit den Löwen zeigen sie sich öfter am Tag.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

an den großen Stellen zwischen den Elefanten und an den Stellen ohne Elefanten

So verhältst du dich

Alte Bullen sind schlecht gelaunt. Bleib im Auto und halte Abstand.

Kuhantilopen an einer Wasserstelle mit Drahtpfählen in AddoFoto: Dariusz Jemielniak (Pundit), CC BY-SA 4.0

Kuhantilope

Rotbraune Antilope mit langem, schmalem Gesicht und gebogenen Hörnern, die in Gruppen im offenen Gelände grast.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

an den kleinen Stellen und dort, wo ein Gerüst die Elefanten fernhält

So verhältst du dich

Sie sind scheu. Fahr langsam heran und stell den Motor ab, dann trinken sie weiter.

Warzenschwein mit Frischling in AddoFoto: Gouldingken, CC BY-SA 3.0

Warzenschwein

Wildschwein der Savanne mit Hauern und Warzen im Gesicht. Beim Rennen stellt es den Schwanz senkrecht hoch.

Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest

überall im Wildbereich, oft kniend beim Grasen am Rand der Wasserstellen

So verhältst du dich

Nicht füttern. Warzenschweine laufen gern unvermittelt über die Piste, fahr vorsichtig.

Mistkäfer rollt eine Dungkugel in AddoFoto: Kay-africa, CC BY-SA 3.0

Flugunfähiger Mistkäfer

Großer schwarzer Käfer, der nicht fliegen kann und Dungkugeln über den Boden rollt. In Addo lebt sein größter verbliebener Bestand.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

auf den Pisten zwischen den Wasserstellen, wenn es weder zu heiß noch zu kalt ist

So verhältst du dich

Er hat Vorfahrt, Schilder erinnern daran. Schau auf die Piste und fahr nicht über Dunghaufen.

Vom letzten Rest zum großen Bestand

Elf Elefanten, ein Zaun und viel Wasser23467

Vor gut hundert Jahren sollten die Elefanten von Addo ganz verschwinden. Wie aus elf Tieren über 600 wurden und warum das Wasser heute so genau verteilt wird, erzählt diese Zeitleiste.

  1. 1919 bis 1920

    Der Abschussauftrag

    Farmer streiten mit den Elefanten um Wasser und Felder. Die Regierung schickt Major Pretorius, der in einem Jahr 114 Elefanten erschießt.

  2. 1920er-Jahre

    Der Damm hinter Hapoor

    Eine Bewässerungsbehörde baut einen Damm südwestlich des heutigen Parks. Aus ihm bekommt Hapoor bis heute sein Wasser.

  3. 1931

    Der Park für elf Elefanten

    Die Stimmung kippt, der Park wird ausgerufen, um die letzten elf Addo-Elefanten zu schützen. Er ist gerade gut 2.000 Hektar groß.

  4. 1944

    Hapoor übernimmt

    Ein Bulle mit einer Kerbe im Ohr wird zum Herrn der Herden. Er bleibt es 24 Jahre lang.

  5. 1954

    Der Armstrong-Zaun

    Parkleiter Graham Armstrong baut einen elefantenfesten Zaun aus Straßenbahnschienen und Aufzugseilen. Damals leben 22 Elefanten im Park.

  6. 1968

    Hapoors Ende

    Der junge Bulle Lanky verdrängt Hapoor. Der alte Bulle klettert über den Zaun, und weil er Menschen angreift, wird er erschossen. Das Wasserloch trägt seinen Namen.

  7. 2003

    Löwen und Hyänen kehren zurück

    Sechs Löwen und die ersten Tüpfelhyänen ziehen in den Park ein. Seitdem zeigen sich die Büffel öfter am Tag.

  8. 2017

    Der unsichtbare Fluss

    Die Parkverwaltung erklärt, wie sie das Wasser verteilt: viel an einer Kette großer Stellen, wenig an den übrigen, dazu Stellen ohne Elefanten.

  9. Feb. 2025

    Hapoor wird zur Falle

    Der Lehmboden macht Kälbern und kleinen Tieren zu schaffen. Ein neues Betonbecken von 45 mal 30 Metern soll gegenüber entstehen.

  10. Nov. 2025

    Baustelle an Hapoor

    Die Arbeiten beginnen. Ist das neue Becken fertig, wird das alte Wasserloch eingezäunt und sich selbst überlassen.

  11. heute

    Über 600 Elefanten

    Aus den elf Tieren von 1931 ist eine der größten Elefantenpopulationen Südafrikas geworden.

Am Lagerfeuer erzählt

Hapoor, der Bulle mit der Kerbe im Ohr

Von 1944 an führt ein Bulle die Herden von Addo an, den alle an seinem Ohr erkennen: Ein Stück fehlt, eine Kerbe, auf Afrikaans „Hap“, im „Oor“, dem Ohr. Erzählt wird, eine Jägerkugel habe sie gerissen, und Hapoor habe den Menschen das nie verziehen. Mehr als einmal rennen Ranger um ihr Leben, wenn er auftaucht. 24 Jahre lang hält er jeden Herausforderer auf Abstand, bis 1968 ein junger Bulle namens Lanky gewinnt. Hapoor wird aus der Herde gedrängt, zieht allein umher und schafft, was keinem Elefanten vor ihm gelang: Er klettert über den Armstrong-Zaun. Weil er Menschen angreift, wird er erschossen. Sein Kopf hängt heute im Ausstellungsraum am Hauptcamp, und das größte Wasserloch des Parks trägt seinen Namen. Gleich nebenan erinnert Domkrag an eine Riesenschildkröte, die sich unter Autos schob und sie anhob, Afrikaans für Wagenheber.
Dass die Kerbe von einer Jägerkugel stammt, erzählt die Parkverwaltung als Vermutung. Die übrigen Daten zu Hapoor stammen von der Parkverwaltung.

Ehrlich gesagt

Passen die Wasserlöcher in Addo zu dir?

Ja, wenn …

  • Du willst Elefantenherden aus nächster Nähe erleben, im eigenen Auto und in deinem Tempo.
  • Du hast Geduld und wartest gern eine halbe Stunde, bis die nächste Herde aus dem Busch kommt.
  • Du reist mit Kindern. Du sitzt im Auto, und Hapoor liegt rund 12 Kilometer vom Hauptcamp.
  • Du fragst dich gern, warum Tiere gerade dort stehen, wo sie stehen.

Eher nicht, wenn …

  • Du willst zu Fuß unterwegs sein. Am Wasser bleibst du im Auto, außer an Domkrag, Spekboom und im Versteck am Camp.
  • Du suchst Wildnis ohne Spuren des Menschen. Das Wasser kommt hier aus Bohrlöchern und Becken.
  • Du hast nur die Mittagsstunden im Hochsommer und verträgst keine Hitze im Auto.

Inspiration

Die Wasserlöcher in Addo in Bildern

Schlammbäder, drängelnde Herden und durstige Bullen: ein erster Blick an die Wasserstellen, bevor du selbst am Ufer parkst.

Gut zu wissen

Hilfreiche Infos zu den Wasserlöchern in Addo

Ein paar Dinge machen deinen Tag an den Wasserstellen leichter, vom richtigen Tor bis zur Vorfahrt für Käfer.

Anfahrt

Von Gqeberha nimmst du die N2 und fährst rund 45 Kilometer zum Matyholweni-Tor im Süden. Zum Haupttor geht es über die N10 und Paterson, von dort sind es noch 24 Kilometer. Die kürzere R335 schlagen Navis gern vor, die Parkverwaltung rät aus Sicherheitsgründen davon ab.

Am Tor

Zeig am Tor deinen Pass, der Fahrer zusätzlich den Führerschein. Ohne Dokumente lässt dich niemand hinein, auch nicht mit Wild Card. Für einen Tagesbesuch brauchst du keine Buchung.

Bezahlen

Den Eintritt zahlst du am Tor mit Karte, Bargeld nimmt die Kasse nicht.

Im Auto bleiben

An den Wasserstellen bleibst du im Fahrzeug. Aussteigen darfst du nur an den Lookouts Domkrag und Spekboom und an den Picknickplätzen, auf eigene Gefahr.

Vorfahrt

Der flugunfähige Mistkäfer hat auf den Pisten Vorfahrt. Fahr langsam und weich Dunghaufen aus, oft rollt gerade einer eine Kugel davon.

Hapoor

An Hapoor wird gebaut. Rechne mit Absperrung und Umleitung und plan andere Stellen der Kette mit ein, etwa Spekboom oder Marion Baree.

Du fragst

Fragen und Antworten zu den Wasserlöchern in Addo

Welches Wasserloch in Addo ist das beste für Elefanten?

Die Parkverwaltung entscheidet das mit der Wassermenge. Viel Wasser bekommen nach Parkverwaltung und Reiseberichten Marion Baree, Spekboom, Hapoor, Rooidam, Gwarrie, Woodlands, Nyathi und Domkrag. In trockenen Wochen stehen die Herden an dieser Kette, nach guten Regen verteilen sie sich über den Park. An Hapoor wird seit Ende November 2025 gebaut, ein Betonbecken ersetzt dort den alten Lehmdamm.

Warum stehen an manchen Wasserlöchern nie Elefanten?

Weil sie nicht hineinkommen. Rund um Carol’s Rest, Lismore, den Schotia-Baum und Peasland hängt über dem Wasser ein Gerüst mit einem elektrischen Draht in zwei Metern Höhe, von dem alle 80 Zentimeter Stränge herabhängen. Elefanten lernen schnell, dass es dort nichts gibt, und ziehen weiter. So bleibt das Wasser für Zebras, Antilopen und Büffel.

Darf ich am Wasserloch aussteigen?

Nur an Domkrag und Spekboom, den beiden Lookouts am Wasser, und auch dort auf eigene Gefahr. An allen anderen Wasserstellen bleibst du im Auto, außerhalb von Lookouts und Picknickplätzen macht der Park keine Ausnahme. Zu Fuß ans Wasser kommst du im unterirdischen Versteck am Hauptcamp und im rollstuhlgerechten Vogelversteck.

Trocknen die Wasserlöcher in Addo aus?

Die großen nicht, sie hängen an Bohrlöchern und werden gefüllt. Natürliches Wasser gibt es im Addo-Abschnitt keines, und die kleinen Pfannen bleiben trocken, außer in Jahren mit außergewöhnlich viel Regen.

Wann sind die meisten Elefanten an den Wasserlöchern?

In trockenen Wochen, dann ziehen sich die Herden an die gut gefüllten Stellen zurück. Über den Tag kommen sie vor allem in der Hitze zum Trinken und Abkühlen. Nach kräftigem Regen, am ehesten im Februar und März oder im Oktober und November, verteilen sie sich und sind schwerer zu finden.

Was kostet der Eintritt in den Addo-Elephant-Nationalpark?

Ab dem 1. November 2026 zahlen internationale Gäste rund 30 € pro Person und Tag, Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 15 €. Unter 2 Jahren ist der Eintritt frei. Bezahlt wird am Tor mit Karte.

Woher wir das wissen

Quellen und Stand

Geprüft am 12. Oktober 2026

  1. Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 23. September 2026
  2. SANParks: Media Release, Clarity around the provision of water in Addo Elephant National Park, 29.05.2017 (Wassergefälle, „unnatural river“ Hapoor, Spekboom, Ghwari, Woodlands, Nyathi, Domkrag; Verteilung nach Regen; Colchester bewusst knapp; Ausschluss-Gerüst an Lismore und Peasland, Strang in 2 m Höhe, Stränge alle 800 mm) abgerufen 2026-10-12
  3. SANParks: Resource Mobilisation To Revamp Addo’s Hapoor Dam, 18.02.2025 (größter Damm, täglich Dutzende Elefanten zum Trinken und Abkühlen, Lehmboden, Betonbecken 45 × 30 m, rund 2 m tief, gegenüber, alter Damm wird eingezäunt) abgerufen 2026-10-12
  4. ATC News / TravelComments: Addo Elephant National Park, major restoration of Hapoor Dam underway, 25.11.2025 abgerufen 2026-10-12
  5. SANParks: Addo Elephant National Park, Climate (unter 445 mm Regen, Spitzen Februar bis März und Oktober bis November, kein natürliches Wasser, Wasserstellen an Bohrlöchern, Januar 32/15 °C, Juli 18/5 °C) abgerufen 2026-10-12
  6. SANParks: Addo Elephant National Park, Natural & Cultural History (1919–1920 Major Pretorius, 114 Elefanten; 1931 für die letzten 11; Armstrong-Zaun 1954, 22 Elefanten; Domkrag; Hapoor 1944 bis 1968, Lanky) abgerufen 2026-10-12
  7. SANParks: Addo Elephant National Park, Mammals (über 600 Elefanten, über 400 Büffel, sechs Löwen und Hyänen 2003, viele Warzenschweine, Mistkäfer mit Vorfahrt) abgerufen 2026-10-12
  8. SANParks: Addo Elephant National Park, Rates & Entry Fees (1.11.2025 bis 31.10.2026: international R492, Kinder R246) abgerufen 2026-10-12
  9. SANParks: Daily Conservation Fees 1 November 2026 to 31 October 2027 (Addo: Südafrikaner R115, Kinder R57; SADC R242, Kinder R121; international R565, Kinder R283) abgerufen 2026-10-12
  10. Europäische Zentralbank: Referenzkurs vom 09.10.2026, 1 € = 18,527 ZAR (Umrechnung der Rand-Preise) abgerufen 2026-10-12
  11. SANParks: Addo Elephant National Park, Entrance Gates (Haupttor 7 bis 19 Uhr, Matyholweni 7 bis 18.30 Uhr, Tore zum Wildbereich nach Jahreszeit, Übernachtungsgäste bis 22 Uhr) abgerufen 2026-10-12
  12. SANParks: Addo Elephant National Park, Vital Information (Tagesbesuch ohne Buchung, Pass und Führerschein am Tor, auch für Wild-Card-Inhaber) abgerufen 2026-10-12
  13. OpenStreetMap über Overpass: Hapoor Dam (Relation 18509854), Spekboom Waterhole (Weg 1387828461), Marion Baree (Relation 18509193), Rooidam (Weg 183536263), Gwarrie Pan (Weg 183538195), Domkrag Dam (Weg 183404074), Carols Rest (Weg 183535432), Lismore (Weg 554599263), Ngulube (Weg 417537454), Grahams Pan und Arizona Dam (Wege 1348980124, 1348980123, intermittent), Underground Hide (Weg 178052929), Nyati Waterhole (Weg 178047180), Game Area Gate (Knoten 33947391), Matyholweni Gate (Knoten 25809434) abgerufen 2026-10-12
  14. OSRM (OpenStreetMap): Fahrstrecken Hauptcamp bis Hapoor 11,6 km, Matyholweni-Tor bis Hapoor 27,9 km abgerufen 2026-10-12
  15. Google Maps: Ort „Hapoor Drinking Hole Lookout“ (−33,50235 / 25,74038) abgerufen 2026-10-12
  16. Synapsenbrenner: Karte Addo-Elephant-Nationalpark abgerufen 2026-10-12
  17. Wikimedia Commons: Category:Loxodonta africana in Addo Elephant National Park abgerufen 2026-10-12
  18. Wikipedia (en): Addo Elephant National Park (größter verbliebener Bestand des flugunfähigen Mistkäfers Circellium bacchus) abgerufen 2026-10-12
  19. Wikipedia (de): Kaffernbüffel abgerufen 2026-10-12
  20. Wikipedia (de): Kuhantilope abgerufen 2026-10-12
  21. Wikipedia (de): Warzenschwein abgerufen 2026-10-12
  22. De Wets Wild: Addo wouldn’t be Addo without the elephants, 23.10.2016 (Wasser wird in Hapoor, Marion Baree, Rooidam und Domkrag gepumpt) abgerufen 2026-10-12