Du sitzt im Versteck über dem Wasser, vor dir tote Bäume voller Reiher, unter dir treibt ein Krokodil.
Der Mankwe-Damm ist das größte Gewässer im Pilanesberg und liegt im Inneren des abgetragenen Vulkans, dessen Ringgänge den Park formen. Er hält ganzjährig Wasser, Flusspferde und Krokodile leben dort das ganze Jahr, und in der Trockenzeit richten sich die Tierbewegungen danach aus. Am Ufer steht das beliebteste Versteck des Parks, über einen Steg ins Wasser hinausgebaut.
Du gehst über den abgeschirmten Steg, und unten am Wasserrand liegt ein Waran in der Sonne. Dann sitzt du im Versteck am Mankwe-Damm, und vor dir öffnet sich das größte Gewässer des Pilanesberg-Nationalparks. Rund zwei Kilometer zieht sich der See durch die Mitte des Talkessels, den ein vor über einer Milliarde Jahren erloschener Vulkan hinterlassen hat. Rundherum steigen die Hügelringe auf.
Gleich vor dir stehen ein paar abgestorbene Bäume im flachen Wasser. Sie sind der Grund, warum so viele hierherkommen: Kormorane trocknen dort ihre Flügel, Silberreiher sitzen dicht an dicht, und auf den niedrigen Ästen am Ufer wartet mit etwas Glück der Malachit-Eisvogel, winzig, leuchtend blau und orange. Weiter draußen tauchen Flusspferde auf, ein Krokodil zieht eine Spur durchs Wasser.
Gebaut haben den Damm Burenfarmer in den 1860er-Jahren, damals hieß er Houwater. Heute ist er die verlässlichste Wasserstelle im Park. In der Trockenzeit von Mai bis Oktober, wenn kleinere Tümpel austrocknen, kommen Giraffen, Gnus, Zebras und Antilopen hierher zum Trinken.
Das Versteck hat seine eigene Geschichte. Im September 2018 brannte es bei einem Buschfeuer vollständig nieder. Mit Spenden über den Pilanesberg Wildlife Trust wurde es neu gebaut und 2019 wieder geöffnet. Es ist nach Osten ausgerichtet, aber in C-Form gebaut, darum fotografierst du morgens gegen das Licht mit Silhouetten und Spiegelungen und nachmittags mit der Sonne im Rücken.
Warum hin
Darum lohnt sich der Mankwe-Damm
Der Damm ist das größte Gewässer des Parks und hält ganzjährig Wasser. In der Trockenzeit richten sich die Tierbewegungen danach aus.
Das Mankwe-Versteck ist das beliebteste im Park und ragt über einen abgeschirmten Steg ins Wasser hinaus.
Es ist in C-Form gebaut und nach Osten ausgerichtet, du fotografierst also morgens gegen das Licht und nachmittags mit der Sonne im Rücken.
Die abgestorbenen Bäume vor dem Versteck sind der Grund, warum Kormorane und Silberreiher bleiben. Für den Malachit-Eisvogel ist es die beste Adresse im Park.
Flusspferde und Krokodile sind das ganze Jahr da, anders als an den kleineren Wasserlöchern des Parks.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Mankwe-Damm
Das C im Grundriss macht beide Tageszeiten möglichDie meisten Verstecke im Pilanesberg schauen in eine Richtung und taugen deshalb nur zu einer Tageszeit. Mankwe ist nach Osten ausgerichtet, aber wie ein C gebaut, also schaust du nach Osten und nach Westen. Morgens bekommst du Silhouetten und Spiegelungen auf dem Wasser, nachmittags Farbe. Steuerst du nur ein Versteck an, nimm dieses.
Schau auf dem Steg nach untenDer Weg zum Versteck führt über einen abgeschirmten Steg am Wasserrand entlang. Dort liegen gern Krokodile und Warane in der Sonne, Warane sind große Echsen, bis über einen Meter lang. Gefährlich ist das hinter dem Sichtschutz nicht, aber ein Grund, langsam zu gehen und hinzusehen, statt nur aufs Wasser vor dir zu schauen.
Such den Eisvogel hinten linksDer Malachit-Eisvogel ist kaum größer als ein Daumen und jagt von niedrigen Ästen dicht über dem Wasser. Vogelbeobachter finden ihn am ehesten im ganz flachen Wasser links hinter dem Versteck. Schau also nicht nur auf die großen toten Bäume draußen, sondern auf die kleinen Zweige am Ufer.
Das Versteck ist nach dem Brand wieder offenIm September 2018 brannte das Versteck bei einem Buschfeuer bis auf den Grund ab. Mit Spenden wurde es neu gebaut und 2019 wieder geöffnet. Liest du irgendwo, es sei im Wiederaufbau, ist der Hinweis überholt. Im Zweifel fragst du am Tor nach.
Komm früh, die Plätze sind begehrtMankwe ist das beliebteste Versteck im Park, und der Parkplatz davor ist klein. Wer kurz nach Toröffnung kommt, hat die Bänke am Fenster fast für sich und dazu das Licht für Silhouetten. Zur Mittagszeit wird es ruhiger, dann ist aber auch am Wasser am wenigsten los.
Der Mankwe-Damm liegt in der Mitte des Pilanesberg-Nationalparks, im Talkessel des alten Vulkans, rund 9 Kilometer Luftlinie vom Bakgatla Gate und gut 2 Stunden Fahrt von Johannesburg.
So kommst du hin
Mankwe-Versteck mit ParkplatzParkplatz · am Westufer, über die Straße Letsha
Bakgatla GateTor · rund 9 km Luftlinie
8,7 km
Kwa Maritane GateTor · rund 9 km Luftlinie
9,4 km
Manyane GateTor · rund 9,5 km Luftlinie
8,9 km
Bakubung GateTor · rund 10 km Luftlinie
10 km
JohannesburgOrt · gut 2 Std. mit dem Auto bis zum Park
Der Mankwe-Damm lohnt sich das ganze Jahr, am meisten aber in der Trockenzeit von Mai bis Oktober. Dann trocknen die kleinen Wasserstellen im Park aus, und viele Tiere kommen an den großen See. Von November bis April ist alles grün, es gibt Jungtiere und viele Vögel, dafür verteilt sich das Wild. In den südafrikanischen Sommerferien im Dezember und Januar ist im Park am meisten los.
Oktober empfohlen
Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für den Mankwe-Damm. Im Oktober ist am Mankwe-Damm eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
Trockenzeit, Tiere sammeln sich am See Trockenzeit
05:37Sonnenaufgang
18:17Sonnenuntergang
12,7 hTageslicht
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).
Dein Tag am Mankwe-Damm
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
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06:30–08:30Kurz nach Toröffnung steht die Sonne tief im Osten, du schaust ins Gegenlicht. Über dem Wasser liegt oft noch Dunst, die toten Bäume werden zu Silhouetten.
08:30–11:00Am Vormittag kommen Antilopen, Zebras und Gnus ans Ufer, auf den Bäumen sitzen Kormorane und Reiher in der Sonne.
11:00–15:00Mittags ist am Wasser am wenigsten zu sehen. Dafür hast du das Versteck oft für dich.
15:00–17:30Jetzt steht die Sonne im Westen hinter dir. Schau aus der anderen Seite des C aufs Wasser, die Farben werden warm.
17:30–18:00Im Winter schließen die Tore um 18 Uhr. Plan die Rückfahrt großzügig, im Park gilt Tempo 40, und Tiere stehen auf der Straße.
Das Mankwe-Versteck ist wie ein C gebaut, mit Fenstern nach Osten und nach Westen. Stell Datum und Uhrzeit ein, und du siehst, wo die Sonne steht und aus welcher Seite du gerade das beste Licht hast.
Ostseite: Blick über den See nach Osten. Morgens Gegenlicht, nachmittags die Sonne im Rücken.
Westseite: Der Bogen des C schaut zurück nach Westen. Morgens hast du hier die Sonne im Rücken.
Am größten Gewässer des Parks leben Tiere, die du an den kleinen Wasserlöchern kaum siehst. Diese fünf begegnen dir vom Versteck aus am ehesten, und so verhältst du dich.
Foto: NJR ZA, CC BY-SA 3.0
Flusspferd
Mehrere Tonnen schwerer Pflanzenfresser, der den Tag im Wasser verbringt und nachts an Land grast.
Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest
draußen im offenen Wasser und an den flachen Ufern, auch nahe der Straße Hippo Loop
So verhältst du dich
Aus dem Versteck einfach zuschauen. An Land und im Auto nie zwischen ein Flusspferd und das Wasser geraten.
Foto: Bernard DUPONT, CC BY-SA 2.0
Nilkrokodil
Afrikas größtes Krokodil. Es lauert reglos im Wasser, nur Augen und Nasenlöcher schauen heraus.
Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest
im Wasser vor dem Versteck und in der Sonne am Ufer unter dem Steg
So verhältst du dich
Bleib hinter dem Sichtschutz und lehn dich nicht über das Geländer. Am Ufer stehen ist außerhalb des Verstecks ohnehin nicht erlaubt.
Foto: Bernard DUPONT, CC BY-SA 2.0
Nilwaran
Eine große Echse, bis über einen Meter lang, die gut schwimmt und sich am Ufer aufwärmt. In Südafrika heißt sie Leguan.
Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest
am Wasserrand entlang des Stegs, auf Steinen in der Sonne
So verhältst du dich
Langsam gehen und nach unten schauen. Warane flüchten, wenn du laut bist.
Foto: Derek Keats, CC BY 2.0
Malachit-Eisvogel
Ein Eisvogel von nur rund 13 Zentimetern, leuchtend blau mit orangefarbener Brust und rotem Schnabel.
Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest
auf niedrigen Zweigen im flachen Wasser, vor allem links hinter dem Versteck
So verhältst du dich
Still sitzen, nicht ans Fenster klopfen. Er kommt meist auf denselben Ast zurück.
Foto: Bernard DUPONT, CC BY-SA 2.0
Graufischer
Ein schwarz-weißer Eisvogel, der rüttelnd über dem Wasser steht und sich dann kopfüber hineinstürzt.
Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest
auf den toten Bäumen und rüttelnd über dem offenen Wasser
So verhältst du dich
Behalte das Wasser vor den Bäumen im Blick, der Sturzflug dauert nur einen Augenblick.
Der See sieht aus, als wäre er immer da gewesen. Tatsächlich haben ihn Menschen gestaut, mitten in einem Vulkan, der seit über einer Milliarde Jahren erloschen ist.
vor rund 1,4 Mrd. Jahren
Der Vulkan
Ein Vulkan bricht aus. Was bleibt, sind die Ringe aus Gestein, die heute als Hügel rund um den Talkessel stehen.
1860er
Der Houwater-Damm
Die Regierung der Burenrepublik verkauft das Land an Farmer. Sie stauen das Wasser in der Talmitte zum Houwater-Damm, dem heutigen Mankwe-Damm.
ab 1979
Aus Farmland wird Wildnis
Ein Renaturierungsprojekt beginnt. Mit der Operation Genesis kommen rund 6.000 Tiere aus 22 Arten in den Pilanesberg.
1. September 2018
Das Feuer
Ein Buschfeuer dringt von Norden in den Park ein und brennt drei Tage. Das Mankwe-Versteck brennt vollständig nieder, der Picknickplatz Fish Eagle bleibt unversehrt.
2019
Wieder offen
Mit Spenden über den Pilanesberg Wildlife Trust wird das Versteck neu gebaut, geschätzt für rund 750.000 Rand. 2019 öffnet es wieder.
Am Lagerfeuer erzählt
Der Damm, der Leopard heißt
In Mankwe steckt nkwe, das Setswana-Wort für Leopard. Vom Versteck aus siehst du Flusspferde, Krokodile und Reiher. Leoparden leben zwar im Pilanesberg, aber sie sind scheu, und mit einem am Ufer rechnest du besser nicht.
Belegt ist die Bedeutung des Wortes nkwe. Warum der Damm so heißt, ist uns nicht überliefert.
Ehrlich gesagt
Passt der Mankwe-Damm zu dir?
Ja, wenn …
Du beobachtest gern Vögel und hast Geduld, eine Stunde still zu sitzen.
Du fotografierst und willst Silhouetten am Morgen oder warmes Licht am Nachmittag.
Du willst Flusspferde und Krokodile sehen, ohne lange zu suchen.
Du bist mit Kindern unterwegs: Im Versteck darfst du aussteigen, es ist eingezäunt und hat eine Toilette.
Eher nicht, wenn …
Du willst den Park in einem Rutsch abfahren und nirgends lange bleiben.
Du suchst Ruhe zur Hauptzeit. Morgens und am späten Nachmittag sind die Bänke oft voll.
Du hast nur eine Stunde im Park. Dann reicht die Zeit kaum für Fahrt und Warten im Versteck.
Inspiration
Der Mankwe-Damm in Bildern
Morgennebel, tote Bäume voller Reiher, Giraffen am Ufer: So sieht der Mankwe-Damm aus dem Versteck und vom Ufer aus.
Was du für deinen Besuch im Versteck wissen solltest, von der Zufahrt bis zum Picknick über dem See.
Anfahrt
Alle vier Tore liegen rund 9 bis 10 Kilometer Luftlinie entfernt. Zum Versteck biegst du auf die Straße Letsha ab, der Parkplatz liegt am Westufer.
Aussteigen
Im Park bleibst du im Auto. Aussteigen darfst du nur in den Verstecken, an den Picknickplätzen und am Aussichtspunkt Lenong.
Im Versteck
Das Versteck ist eingezäunt und hat eine Toilette. Sprich leise, alles am Wasser hört dich.
Picknick
Auf dem Hügel über dem Südufer liegt der Picknickplatz Fish Eagle mit Blick über den Damm. Proviant bringst du selbst mit.
Mitnehmen
Ein Fernglas, für den Eisvogel und die Flusspferde draußen im See. Im Winter ist es morgens im Versteck kalt, nimm eine Jacke mit.
Foto-Tipp
Nimm die toten Bäume als Vordergrund, nicht nur die offene Wasserfläche. Kormorane und Reiher sitzen dort fast immer und geben dem Bild Halt.
Standort: Im Mankwe-Versteck, Ostseite morgens, Westseite nachmittags · Licht: Bis etwa zwei Stunden nach Toröffnung Gegenlicht für Silhouetten und Spiegelungen, ab dem späten Nachmittag Licht von hinten · Brennweite: Tele für den Eisvogel auf den Zweigen am Ufer, normales Objektiv für die toten Bäume mit den Hügeln dahinter
Du fragst
Fragen und Antworten zum Mankwe-Damm
Ist das Mankwe-Versteck geöffnet?
Ja. Das Versteck brannte im September 2018 bei einem Buschfeuer nieder, wurde mit Spenden neu gebaut und ist seit 2019 wieder offen. Liest du noch, es sei im Wiederaufbau, ist das überholt. Im Zweifel fragst du am Tor.
Wann siehst du am Mankwe-Damm die meisten Tiere?
Früh am Morgen und am späten Nachmittag. Mittags ist am Wasser wenig los, dafür hast du das Versteck oft für dich. In der Trockenzeit von Mai bis Oktober kommen am meisten Tiere, weil der Damm dann eine der wenigen verlässlichen Wasserstellen ist.
Darfst du am Mankwe-Damm aussteigen?
Nur im Versteck und an den ausgewiesenen Picknickplätzen, etwa am Fish Eagle Picnic Site über dem Südufer. Vom Parkplatz zum Versteck gehst du über einen abgeschirmten Steg. Geh leise, alles am Wasser hört dich.
Wo siehst du im Pilanesberg den Malachit-Eisvogel?
Am ehesten im Mankwe-Versteck. Fotografen nennen es die beste Stelle im Park für diesen kleinen blauen Eisvogel. Er jagt von niedrigen Zweigen im flachen Wasser, vor allem links hinter dem Versteck.
Was bedeutet Mankwe?
In Mankwe steckt nkwe, das Setswana-Wort für Leopard. Mit einem Leoparden am Ufer rechnest du trotzdem besser nicht, sie sind scheu. Gebaut wurde der Damm in den 1860er-Jahren als Houwater-Damm.
Woher wir das wissen
Quellen und Stand
Geprüft am 12. Oktober 2026
Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 23. September 2026