Quelle · Highlight
Mzima-Quellen
auch: Mzima Springs
Du stehst im Schatten alter Feigen und schaust durch glasklares Wasser bis auf den Grund.
Aus dem Boden der Mzima-Quellen treten täglich rund 250 Millionen Liter klares Wasser aus, die als Regen über den Chyulu Hills gefallen und etwa 25 Jahre unterirdisch unterwegs waren. In einem trockenen Park ist das eine grüne Oase mit Flusspferden, Krokodilen und Meerkatzen. Den Rundweg gehst du zu Fuß, und nur mit einem bewaffneten Ranger des Kenya Wildlife Service. Eine Unterwasserkammer am Hauptbecken zeigt vor allem Fische.
- Besuchsdauer
- 1 bis 2 Stunden
- Trubel
- 4 von 5
- Beste Reisezeit
- Jan–Feb, Jun–Okt
- Nächstes Tor
- Chyulu Gate, 18 km Luftlinie
An den Mzima-Quellen steigst du aus dem Wagen, und auf einmal ist alles grün. Nach Stunden durch rotes, staubiges Buschland stehst du unter Feigen und Raphiapalmen, und vor dir liegt ein Becken, so klar, dass du die Fische über dem Grund ziehen siehst. Im Wasser treiben die Rücken der Flusspferde, am Ufer liegt ein Krokodil in der Sonne.
Das Wasser hat einen langen Weg hinter sich. Es fällt als Regen auf die Chyulu Hills, versickert im porösen Lavagestein und fließt unter der Erde rund 50 Kilometer bis hierher. Bis zu 25 Jahre ist es dabei unterwegs. Am Ende quillt es aus vier Quellen zwischen den Lavablöcken, mehr als 300 Millionen Liter jeden Tag. Ein Teil davon fließt seit 1956 durch eine 210 Kilometer lange Leitung an die Küste nach Mombasa.
Hier gehst du zu Fuß, und das ist im Tsavo West die Ausnahme. Ein Ranger des Kenya Wildlife Service begleitet dich auf dem flachen Rundweg am Hauptbecken, an den Bachläufen und am langen Becken entlang, wegen der Krokodile und Flusspferde mit Waffe. Grüne Meerkatzen turnen über dir in den Ästen.
Am Hauptbecken führen Holzstufen hinunter in eine Beobachtungskammer unter der Wasserlinie, gebaut 1969. Durch das Glas siehst du Schwärme von Barben, mit etwas Glück ein Krokodil. Seit die Quellen weniger Wasser bringen, lag im Jahr 2020 nur noch die unterste Glasreihe unter Wasser.
Darum lohnen sich die Mzima-Quellen
- Hier darfst du aussteigen und laufen, in einem Park, in dem du sonst fast immer im Fahrzeug sitzt.
- Mehr als 300 Millionen Liter Wasser treten jeden Tag aus, und manches davon war bis zu 25 Jahre unter der Erde unterwegs.
- Krokodile liegen am Rand des Weges, oft nur wenige Meter vom Pfad entfernt.
- In der Kammer am Hauptbecken schaust du von unten in ein natürliches Gewässer.
- Mitten im staubigen Tsavo West steht hier ein grüner Wald aus Feigen, Palmen und alten Akazien.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für die Mzima-Quellen
- Zieh geschlossene Schuhe an Der Rundweg ist mit zerkleinerter Vulkanasche bestreut. In Sandalen oder Flipflops sticht das schon nach wenigen Schritten. Zieh feste Schuhe an, bevor du aussteigst.
- Die Flusspferde siehst du von oben In der Unterwasserkammer schwimmen vor allem Fische vor dem Glas, die Flusspferde halten sich meist fern. Bleib deshalb oben am Hauptbecken eine Weile stehen: Dort tauchen ihre Rücken und Ohren immer wieder auf. Der Steg hinunter ist in die Jahre gekommen, geh langsam.
- Pack dein Essen erst aus, wenn du sitzt Am Parkplatz gibt es eine Toilette, aber nichts zu kaufen. Bring mit, was du brauchst. Grüne Meerkatzen und Weißkehlmeerkatzen warten an den Tischen auf jede Gelegenheit. Lass die Brotzeit im Rucksack, bis du sitzt, und mach die Autotüren zu.
- Mzima am Vormittag, Ngulia am Nachmittag Fahr am Vormittag nach Mzima, dann bleibt der Nachmittag für das Ngulia Rhino Sanctuary im Osten des Parks frei. Frag am Tor, zu welchen Zeiten du dort gerade hineinfahren darfst.
- Liter Wasser treten hier jeden Tag aus
- über 300 Mio.
- kann das Wasser unter der Erde unterwegs sein
- 25 Jahre
- fließt es unterirdisch von den Chyulu Hills hierher
- 50 km
- Parkeintritt pro Erwachsenem und Tag, rund 70 €
- 80 US$
Lage und Anreise zu den Mzima-Quellen11
Die Mzima-Quellen liegen im Nordwesten des Tsavo-West-Nationalparks in Kenia, rund 48 Kilometer westlich von Mtito Andei und rund 11 Kilometer Piste südwestlich des Airstrips Kilaguni.
So kommst du hin
- KilaguniAirstrip · rund 11 km Piste nach Nordosten, gut eine halbe Stunde9,9 km
- Chyulu GateTor · rund 29 km Piste, knapp eine Stunde18 km
- Mtito Andei GateTor · rund 40 km Piste, gut anderthalb Stunden
Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.
Beste Reisezeit für die Mzima-Quellen
Die Mzima-Quellen führen das ganze Jahr Wasser, weil sie aus dem Grundwasser gespeist werden und nicht aus dem Regen des Monats. Am schönsten ist der Besuch in den Trockenzeiten von Januar bis Februar und von Juni bis Oktober. Dann ist die Landschaft ringsum braun, die Quellen sind der grüne Fleck darin, und die Pisten sind gut befahrbar.
Oktober empfohlen
Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für die Mzima-Quellen. Im Oktober ist an den Mzima-Quellen eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
Trockenzeit: Mzima ist die letzte Tränke Trockenzeit
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+3).
Dein Tag an den Mzima-Quellen
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
- 06:00–06:30Um 6 Uhr öffnen die Tore. Von Kilaguni bist du in gut einer halben Stunde am Parkplatz.
- 07:00–10:00Am Vormittag ist es am Wasser noch kühl und ruhig. Das Licht fällt schräg durch die Bäume, und du siehst tief ins klare Becken.
- 10:00–15:00Jetzt kommen die meisten Fahrzeuge. Am Parkplatz und an der Unterwasserkammer musst du dann warten.
- 15:00–17:00Am Nachmittag wird es wieder ruhiger. Die Flusspferde dösen im Becken, nach Einbruch der Dunkelheit gehen sie an Land zum Fressen.
- 18:00Um 18 Uhr musst du aus dem Park sein oder in deiner Unterkunft. Rechne die Piste zum Tor mit ein.
- 06:08Sonnenaufgang im Oktober
- 18:18Sonnenuntergang
Wann kommt dein Regen hier an?237
Das Wasser, das du in Mzima siehst, ist als Regen auf die Chyulu Hills gefallen und dann unter der Erde hierher geflossen. Stell ein Jahr ein, etwa dein Geburtsjahr, und sieh, wann der Regen von damals hier wieder auftaucht.
- Regen auf den Chyulu Hills: Lava und Vulkanasche nehmen das Wasser auf.
- Unter der Lava: Unter dem porösen Gestein liegt dichter Fels. Dazwischen fließt das Wasser nach Süden und wird gefiltert.
- Mzima: Hier kommt es glasklar wieder ans Licht.
- Chyulu Hills: Der Regen versickert im porösen Lavagestein wie in einem Schwamm.
- Mzima-Quellen: Das gefilterte Wasser tritt aus vier Quellen zwischen den Lavablöcken aus.
Eine Quelle für die Küste456
An den Mzima-Quellen trinken nicht nur Flusspferde und Krokodile. Ein Teil des Wassers fließt durch eine Leitung bis an den Indischen Ozean.
Von der Leitung bis zum sinkenden Pegel2567
Mzima sieht aus, als wäre es immer so gewesen. Doch in den letzten siebzig Jahren ist hier viel passiert, für die Küste, für die Flusspferde und für das Wasser selbst.
- 1956
Wasser für Mombasa
Nach Jahren Bauzeit ist die 210 Kilometer lange Leitung fertig. Die Rohre aus Stahlbeton kamen per Schiff aus England.
- 1969
Ein Fenster unter Wasser
Am Hauptbecken entsteht die Beobachtungskammer. Im selben Jahr zeigen Alan und Joan Root im Film „Mzima: Portrait of a Spring“ Flusspferde und Krokodile unter Wasser.
- 2003
Siebzig Flusspferde
Im Quellgebiet leben rund 70 Flusspferde. Ein Tierfilm über Mzima geht in diesem Jahr um die Welt.
- 2009
Die große Dürre
Das Gras ringsum verdorrt, die Flusspferde finden nachts nichts mehr zu fressen. Im September sind nur noch fünf übrig.
- 2020
Der Pegel sinkt
Die Quellen bringen weniger Wasser, weil am Rand der Chyulu Hills Land gerodet wurde. In der Unterwasserkammer liegt nur noch die unterste Glasreihe unter Wasser.
Passen die Mzima-Quellen zu dir?
Ja, wenn …
- Du willst nach Stunden im Wagen endlich ein Stück zu Fuß gehen.
- Du magst klares Wasser, Schatten und Tiere aus nächster Nähe, Krokodile eingeschlossen.
- Du fragst dich gern, woher etwas kommt, und willst wissen, warum hier mitten im Trockenen Wasser sprudelt.
- Du hast einen Vormittag im Westen des Parks und suchst einen ruhigen Halt.
Eher nicht, wenn …
- Du erwartest Flusspferde direkt vor dem Glas der Unterwasserkammer. Dort schwimmen meist nur Fische.
- Du bist schlecht zu Fuß oder brauchst einen Rollstuhl. Der Weg aus Lavagrus ist nicht überall zugänglich.
- Du willst die Quellen für dich allein haben, kommst aber um die Mittagszeit.
Die Mzima-Quellen in Bildern
Glasklare Becken, dösende Flusspferde und ein Krokodil am Ufer: So sieht es an den Mzima-Quellen aus.
Hilfreiche Infos zu den Mzima-Quellen
Was du vor dem Besuch wissen solltest, damit Anfahrt, Ranger und Schuhwerk passen.
Anfahrt
Von Kilaguni fährst du rund 11 Kilometer Piste, vom Tor Mtito Andei rund 40 Kilometer, vom Chyulu Gate rund 29 Kilometer. Der Parkplatz liegt direkt am Hauptbecken.
Ranger
Den Rundweg gehst du nur mit einem Ranger des Kenya Wildlife Service. Frag am Parkplatz nach ihm, bevor du losgehst, und bleib auf dem Weg.
Eintritt
Du zahlst nur den Parkeintritt, seit Oktober 2025 sind das 80 US-Dollar pro Erwachsenem für 24 Stunden. Für Mzima kommt nichts dazu.
Schuhe
Der Weg ist mit Lavagrus bestreut und flach. Feste, geschlossene Schuhe reichen völlig.
Versorgung
Am Parkplatz gibt es eine Toilette, aber kein Essen und keine Getränke. Nimm Wasser und Proviant mit.
Fragen und Antworten zu den Mzima-Quellen
Muss an den Mzima-Quellen ein Ranger mitgehen?
Ja. Den Rundweg gehst du nur mit einem Ranger des Kenya Wildlife Service, und wegen der Krokodile und Flusspferde trägt er meist eine Waffe. Ob für die Begleitung etwas dazukommt, fragst du am besten vorher am Tor.
Sieht man in der Unterwasserkammer Flusspferde?
Meistens nicht. Durch das Glas schwimmen vor allem Barben, manchmal treibt ein Krokodil vorbei. Die Flusspferde siehst du besser von oben, wenn ihre Rücken im Hauptbecken auftauchen.
Wie lang ist der Rundweg an den Mzima-Quellen?
Ein bis zwei Kilometer, flach und ohne Steigung. Rechne mit ein bis zwei Stunden, mit Pausen am Becken und in der Kammer. Der Weg ist mit Lavagrus bestreut, zieh geschlossene Schuhe an. Mit dem Rollstuhl kommst du nicht überall hin.
Kostet der Besuch der Mzima-Quellen extra?
Nein. Du zahlst nur den Parkeintritt des Tsavo West. Seit dem 1. Oktober 2025 sind das 80 US-Dollar pro Erwachsenem, rund 70 €, und 40 US-Dollar für Kinder und Studierende, jeweils für 24 Stunden.
Woher kommt das Wasser der Mzima-Quellen?
Von den Chyulu Hills, einer Kette aus jungen Vulkanen nördlich des Parks. Der Regen versickert dort im porösen Lavagestein, fließt rund 50 Kilometer unter der Erde nach Süden und kommt nach bis zu 25 Jahren gefiltert und glasklar in Mzima wieder heraus.
Wie weit ist es von Mtito Andei zu den Mzima-Quellen?
Vom Tor Mtito Andei sind es rund 40 Kilometer Piste. Du brauchst gut anderthalb Stunden, mit Tierbeobachtung unterwegs auch länger. Von der Gegend um Kilaguni sind es nur rund 11 Kilometer.
Quellen und Stand
Geprüft am 12. Oktober 2026
- Eigene Recherche von Synapsenbrenner
- Tsavo Trust: Mzima Springs (Wasser bis zu 25 Jahre unterirdisch, Filterung rund 50 km nördlich, Quellgebiet 2 km lang, Flusspferde 70 im Jahr 2003, fünf im September 2009) abgerufen 2026-10-12
- Wikipedia (en): Mzima Springs (rund 48 km westlich von Mtito Andei, vier Quellen, Filme 1969 und 2003) abgerufen 2026-10-12
- Kiringe, Mwaura, Warinwa (2016): Characterization of Chyulu Hills Watershed Ecosystem Services in South-Eastern Kenya. Environment and Natural Resources Research 6 (3), doi:10.5539/enrr.v6n3p65 (Mzima rund 113 Mio. m³ im Jahr gemessen) abgerufen 2026-10-12
- Kenya News Agency, 17.07.2020: Looming Ecological Disaster as Water Levels at Mzima Springs Drops (Schüttung 304.000 l/min, Glas der Beobachtungskammer, Leitung 35 Mio. l/Tag, über vier Mio. Menschen) abgerufen 2026-10-12
- Sheldrick Wildlife Trust: Cleaning up Tsavo East (Mzima-Leitung 1956 fertig, 210 km, Stahlbetonrohre aus England) abgerufen 2026-10-12
- Infotafel des Kenya Wildlife Service an den Mzima-Quellen (48 km von Mtito Andei, Top Pool und Long Pool, Beobachtungskammer 1969), fotografiert von Ninara am 06.12.2023, Wikimedia Commons abgerufen 2026-10-12
- Kenya Wildlife Service: Tsavo West National Park (Tore 6 bis 18 Uhr, Mtito Andei Gate) abgerufen 2026-10-12
- Kenya Wildlife Service: Conservation Fees ab 1. Oktober 2025 (Legal Notice No. 160 of 2025) abgerufen 2026-10-16
- HapaKenya: KWS announces new park fees effective October 1, 2025 (Tsavo West wie Tsavo Ost, Altersgrenzen, 24-Stunden-Regel) abgerufen 2026-10-12
- OpenStreetMap (Overpass): Node 299059562 Mzima Springs, Parkplatz Way 1093617374, Toilette Way 326736496, Quelle Node 10016375549, Wasserfläche Way 219061074, Rangerposten Node 4912464482. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) abgerufen 2026-10-12
- OSRM-Routenberechnung auf OpenStreetMap-Daten (Kilaguni 11,0 km, Chyulu Gate 28,5 km, Mtito Andei Gate 39,3 km bis zum Parkplatz) abgerufen 2026-10-12
- Discover Kenya: Mzima Springs (Rundweg nur mit bewaffnetem Ranger, flache Wege) abgerufen 2026-10-12
- Synapsenbrenner: Karte Tsavo West abgerufen 2026-10-12
- Big Life Foundation, 22.03.2022: Hidden water of the Chyulu Hills (Wasser der Chyulu Hills seit den 1950er Jahren für Mombasa) abgerufen 2026-10-12









