auch: Watamu Marine National Park · Coral Gardens Watamu · Korallengärten Watamu · Schnorcheln Watamu
Unter dir öffnet sich ein Korallengarten, und ein Schwarm bunter Fische zieht an deiner Maske vorbei.
Die Korallengärten sind der Hauptgrund für einen Besuch. Schwärme bunter Riff-Fische, vereinzelt Meeresschildkröten und je nach Stelle steile Abbrüche liegen wenige Bootsminuten vor dem Strand. Geführte Ausflüge starten von Watamu aus, für Schnorchler wie für Taucher. Ob sich die Fahrt lohnt, entscheidet die Jahreszeit: Von Oktober bis März ist die Sicht gut, im Kusi-Monsun von Mai bis September trüb.
Besuchsdauer
3 bis 4 Stunden für eine Schnorcheltour mit Boot
Trubel
3 von 5
Beste Reisezeit
Okt–Mär
Nächstes Tor
Watamu Marine National Park & Reserve, 5,2 km Luftlinie
Du sitzt auf der Bordkante, die Maske schon auf der Stirn, und unter dem Boot schimmert es türkis und braun. Dann lässt du dich rückwärts ins Wasser fallen. Das ist das Riff von Watamu: Korallengärten im Watamu-Marine-Nationalpark an der Küste Kenias, rund 300 Meter vor dem Strand, 120 Kilometer nördlich von Mombasa. Rund 600 Fischarten leben in den Korallengärten, dazu über 150 Arten harter und weicher Korallen.
Seit 1968 steht das Meer hier unter Schutz, seit 1979 gehört es zu einem Biosphärenreservat der UNESCO, als erstes Meeresschutzgebiet Afrikas. Im Park selbst wird nicht gefischt, und das merkst du sofort: Papageifische knabbern an den Korallen, Lippfische flitzen zwischen den Köpfen hindurch, und mit etwas Glück gleitet eine Meeresschildkröte unter dir weg. Die Bleiche von 1997 und 1998 hat den Korallen zugesetzt. Den Fischen sieht man das kaum an.
Zum Schnorcheln fährst du in die flachen Korallengärten in der Mitte des Parks, wo die Boote an Bojen festmachen. Taucher zieht es an Plätze wie Canyon, Moray Reef und Brain Coral, mit Abbrüchen und Überhängen. Wann das Boot ablegt, bestimmt nicht die Uhr, sondern die Gezeitentafel: Bei Niedrigwasser ist das Wasser über dem Riff am flachsten und die Sicht am besten.
Und dann die Jahreszeit. Von Oktober bis März weht der Wind sanft, das Meer liegt ruhig, und am ehesten von Dezember bis Februar tauchen Walhaie auf. Von Mai bis September bringt der Südost-Monsun Kusi Wellen und trübes Wasser. Leg deine Reise in die gute Zeit, dann wird aus einem Badetag ein Tag im Aquarium.
Warum hin
Darum lohnt sich das Riff von Watamu
Die Korallengärten liegen rund 300 Meter vor dem Strand. Du verbringst den Tag im Wasser, nicht auf der Anfahrt.
Seit 1968 wird im Park nicht gefischt, und rund 600 Fischarten leben in den Korallengärten. Das merkst du schon beim ersten Blick durch die Maske.
Für beide ist etwas dabei: flache Korallengärten zum Schnorcheln, Abbrüche und Überhänge am Canyon für erfahrene Taucher.
Von Oktober bis März ist das Meer ruhig und die Sicht gut, das ist die Zeit, in der sich die Ausfahrt wirklich lohnt.
Am ehesten von Dezember bis Februar hast du Chancen auf Walhaie, den größten Fisch der Welt.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps fürs Schnorcheln und Tauchen in Watamu
Leg die Reise zwischen Oktober und MärzVon Mai bis September drückt der Kusi-Monsun Wellen an die Küste und trübt das Wasser, und ein Teil der Tauchbasen macht von Mai bis Juli ganz zu. Von Oktober bis März ist der Wind schwach, die Strömung mild und die Sicht am besten. Kommst du wegen des Riffs, plan genau für dieses Fenster.
Dein Ticket gilt 24 Stunden, nicht einen KalendertagDas Ticket des Kenya Wildlife Service gilt für eine Einfahrt und höchstens 24 Stunden. Fährst du am Nachmittag raus, reicht es vielleicht noch für den nächsten Vormittag. Frag beim Bezahlen nach, bevor du damit rechnest.
Rechne den Parkeintritt immer mitDie Basen rechnen den Eintritt getrennt ab, je Person und Tag. Leg ihn auf jedes Angebot drauf, bevor du vergleichst, sonst vergleichst du zwei verschiedene Dinge.
Frag nach der Lizenz des BootsZugelassene Ausflugsboote sind Glasbodenboote, Dhaus und Katamarane mit höchstens zwei Mann Besatzung und höchstens 40 Gästen, lizenziert vom Kenya Wildlife Service. Bietet dir jemand am Strand eine Fahrt an, frag nach der Lizenz. Das kostet nichts.
Im Kusi liegt mehr als Seegras am StrandVon Juni bis Oktober spült das Meer Seegras an, am dicksten im August und September. In denselben Monaten liegt auch Müll in der Bucht, aus der die Ausflugsboote starten. Noch ein Grund für November bis März.
Ein langärmliges Shirt schlägt jede SonnencremeBeim Schnorcheln liegst du stundenlang mit dem Rücken in der Sonne, und Reisende berichten von kräftigen Sonnenbränden. Im Wasser geht Creme ab, ein Shirt mit UV-Schutz nicht. Bring eines von zu Hause mit.
Fischarten leben in den Korallengärten
rund 600
liegen die Korallengärten vor dem Strand
300 m
wurde der Marinepark gegründet, einer der ersten Kenias
Das Riff von Watamu liegt im Watamu-Marine-Nationalpark an der Küste Kenias, rund 300 Meter vor dem Strand und rund zwei Kilometer südlich des Ortskerns von Watamu, 28 Kilometer südlich von Malindi und 120 Kilometer nördlich von Mombasa.
So kommst du hin
Kilulu IslandOrt · rund 750 m nordwestlich, im flachen Wasser vor dem Strand
0,7 km
Watamu, OrtskernOrt · rund 2 km, wenige Bootsminuten
Malindi, FlughafenAirstrip · rund 30 Min. mit dem Auto
MombasaOrt · rund 120 km auf der Straße Mombasa – Malindi
Das Riff von Watamu lohnt sich von Oktober bis März. Dann weht der Nordost-Monsun Kaskazi sanft, das Meer ist ruhig und die Sicht am besten, und am ehesten von Dezember bis Februar ziehen Walhaie vorbei. Von Mai bis September bringt der Südost-Monsun Kusi Wellen und trübes Wasser, von Mai bis Juli haben manche Tauchbasen ganz zu. Im August und September kannst du dafür vom Boot aus Buckelwale sehen. Von Dezember bis Februar sind Strand und Boote am vollsten, über Weihnachten ganz besonders.
Oktober empfohlen
Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für das Riff von Watamu. Im Oktober ist am Riff von Watamu eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
Ruhiges Meer im Kaskazi gute Sicht
Walhaie vor der Küste Walhaie
Buckelwale ziehen vorbei Buckelwale
Seegras am Strand Seegras
06:00Sonnenaufgang
18:11Sonnenuntergang
12,2 hTageslicht
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+3).
Dein Tag am Riff von Watamu
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
68101214161820
06:00–07:00Um 6 Uhr öffnet der Marinepark. Wann dein Boot ablegt, bestimmt aber die Gezeitentafel, nicht die Uhr.
07:00–17:00Die beste Zeit am Riff liegt rund um Niedrigwasser, dann ist das Wasser flach und die Sicht klar. Das Niedrigwasser rutscht jeden Tag rund 50 Minuten nach hinten, schau also für deinen Tag nach.
11:00–15:00Steht die Sonne hoch, fällt das Licht senkrecht ins Wasser und die Farben der Korallen leuchten. Schütz deinen Rücken, du merkst die Sonne im Wasser kaum.
18:00–18:30Um 18 Uhr schließt der Park. Bis dahin musst du aus dem Park zurück sein, außer du übernachtest im Schutzgebiet.
Zweimal am Tag läuft das Wasser an der Küste von Watamu ab und wieder auf, um mehrere Meter. Schieb die Uhrzeit und die Mondphase und sieh, wann die Korallengärten flach unter der Oberfläche liegen und wann das Boot losfahren sollte.
Springtide: Hochwasser 3,5 m, Niedrigwasser 0,5 m (um Voll- und Neumond, größter Unterschied)
Nipptide: Hochwasser 3 m, Niedrigwasser 1 m (um Halbmond, kleinster Unterschied)
Bei Ebbe: Sandbänke, Felstümpel und Teile des Riffs fallen trocken
Bestes Fenster: rund um Niedrigwasser, am besten bei Springtide
Im Park wird seit 1968 nicht gefischt, entsprechend voll ist das Riff. Hier siehst du, wen du unter der Maske triffst, wie wahrscheinlich das ist und wie du dich verhältst.
Foto: Bernard DUPONT from FRANCE, CC BY-SA 2.0
Rifffische wie Lippfische und Papageifische
Rund 600 Fischarten leben in den Korallengärten. Papageifische knabbern mit ihrem schnabelartigen Maul Algen von den Korallen, Lippfische flitzen bunt dazwischen.
Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest
in den Korallengärten, oft schon direkt unter dem Boot
So verhältst du dich
Nicht füttern und nichts anfassen. Schwimm ruhig und tritt mit den Flossen nicht in die Korallen.
Foto: Kengitau254, CC BY-SA 4.0
Meeresschildkröten
Suppenschildkröten und Echte Karettschildkröten leben hier und legen ihre Eier an den Stränden der Küste. Die Karettschildkröte erkennst du am spitzen, schnabelartigen Maul.
Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest
über den Korallengärten und an den Riffkanten, Suppenschildkröten am häufigsten
So verhältst du dich
Halt Abstand und schwimm nicht hinterher. Eine Schildkröte, die zum Atmen auftaucht, braucht freie Bahn nach oben.
Foto: Ewout Knoester, CC BY-SA 4.0
Nacktschnecken
Meeresschnecken ohne Gehäuse, oft nur daumengroß und knallbunt gezeichnet. Wer langsam über die Korallen schaut, entdeckt sie.
Sichtungschance
Selten
Wo du sie findest
auf Korallen und Steinen am Grund, eher für Taucher als für Schnorchler
So verhältst du dich
Anschauen, nicht anfassen und nicht aufheben.
Foto: Jérôme Paillet (IFREMER), CC BY 4.0
Walhai
Der größte Fisch der Welt, mit weißen Punkten auf dem dunklen Rücken. Er frisst Plankton und ist für Menschen ungefährlich.
Sichtungschance
Dezember bis FebruarSelten
Oktober, November, MärzGlückssache
April bis SeptemberGlückssache
Wo du sie findest
im offenen Wasser vor dem Riff, gesichtet meist von den Tauchbooten
So verhältst du dich
Mindestens ein paar Meter Abstand, nicht berühren, nicht vor sein Maul schwimmen.
Zwei Monsune bestimmen das Jahr an der Küste Kenias: Der Kaskazi bringt ruhiges Meer, der Kusi Wellen und trübes Wasser. Hier siehst du, wie gut die Bedingungen am Riff in jedem Monat sind und wann die großen Tiere kommen.
Bedingungen zum Schnorcheln und Tauchen (Stufe 0 bis 3). Die Stufen sind unsere Einschätzung aus Wind, Wellen und Sicht, keine Messung. Von Mai bis Juli schließen manche Tauchbasen ganz.
Ehrlich gesagt
Passt das Riff von Watamu zu dir?
Ja, wenn …
Du willst zum ersten Mal mit Maske und Schnorchel über ein echtes Korallenriff schweben.
Du tauchst und suchst Abbrüche, Überhänge und dicke Fischschwärme in einem Schutzgebiet.
Du reist zwischen Oktober und März an die kenianische Küste und willst mehr als nur Strand.
Du hast nach der Safari einen Tag übrig und willst die Unterwasserwelt dazunehmen.
Eher nicht, wenn …
Du reist zwischen Mai und September. Dann ist das Wasser oft trüb und das Meer rau.
Du erwartest unberührte, bunte Korallenwälder. Die Korallen haben unter der Bleiche gelitten, die Fische nicht.
Du fühlst dich auf kleinen Booten auf offenem Wasser unwohl. Ohne Boot kommst du nicht ans Riff.
Inspiration
Das Riff von Watamu in Bildern
Weißer Sand, türkises Wasser und darunter das Riff: ein erster Blick auf die Küste von Watamu und auf das, was dich unter der Maske erwartet.
Ein paar Dinge machen deinen Tag am Riff leichter, vom richtigen Boot bis zur Gezeitentafel.
Anfahrt
Watamu liegt rund 120 Kilometer nördlich von Mombasa und 28 Kilometer südlich von Malindi. In Gede biegst du von der Hauptstraße Richtung Meer ab, nach 11 Kilometern bist du im Ort. Vom Flughafen Malindi brauchst du rund 30 Minuten.
Boot
Ans Riff kommst du nur mit dem Boot. Nimm eines mit Lizenz des Kenya Wildlife Service, frag ruhig danach. Glasbodenboote fahren rund zwei Stunden, eine Schnorcheltour dauert drei bis vier.
Ticket
Den Parkeintritt zahlst du digital, Bargeld nimmt der Kenya Wildlife Service nicht. Das Ticket gilt 24 Stunden, und sobald du eine Maske aufsetzt, brauchst du eins.
Mitnehmen
Pack ein Shirt mit UV-Schutz ein, eine eigene Maske, wenn du eine hast, und eine wiederverwendbare Trinkflasche. Einwegplastik ist in allen Schutzgebieten des Kenya Wildlife Service verboten.
Gezeiten
Schau am Vorabend in die Gezeitentafel für Watamu oder Malindi. Rund um Niedrigwasser ist das Wasser über dem Riff am flachsten, und genau dann fahren die guten Boote raus.
Du fragst
Fragen und Antworten zum Riff von Watamu
Wann ist die Sicht am Riff von Watamu am besten?
Von Oktober bis März. Dann weht der Wind schwach, die Strömung ist mild und das Wasser klar. Von Mai bis September bringt der Südost-Monsun Kusi Wellen und trübes Wasser, und manche Tauchbasen haben von Mai bis Juli zu. Am Tag selbst fährst du am besten rund um Niedrigwasser raus.
Was kostet der Eintritt in den Watamu-Marine-Nationalpark?
Erwachsene ohne Wohnsitz in Ostafrika zahlen 25 US-Dollar, rund 20 €, Kinder unter 18 Jahren 15 US-Dollar, rund 13 €. Bis 5 Jahre ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt 24 Stunden. Für eine Dhau-Ausfahrt im Schutzgebiet kommen 10 US-Dollar dazu, rund 9 €, und die Tauchbasen rechnen den Eintritt getrennt vom Tauchgang ab.
Wie steht es um die Korallen?
Gemischt. Die Bleiche von 1997 und 1998 hat viele Korallen getötet, und das Riff erholt sich nur langsam. Den Fischen sieht man das kaum an: Rund 600 Arten leben in den Korallengärten, und beim Schnorcheln fühlst du dich wie im Aquarium. Bunte, unberührte Korallenwälder solltest du nicht erwarten.
Lohnt sich das auch ohne Tauchschein?
Ja. Die Korallengärten liegen flach genug zum Schnorcheln, und die Ausflugsboote fahren genau dorthin. Willst du den Schein machen, bieten mehrere Basen in Watamu Kurse an.
Kann man in Watamu vom Strand aus zum Riff schnorcheln?
Meist nicht. Die Korallengärten liegen rund 300 Meter vor dem Strand, und ans Riff fährst du mit dem Boot. Starke Schwimmer mit Flossen erreichen einzelne Stellen auch von den Strandhotels aus. Auch dann brauchst du ein Ticket des Kenya Wildlife Service, sobald du mit Maske im Park schwimmst.
Kann man in Watamu Walhaie sehen?
Mit Glück. Die Tauchbasen sichten Walhaie zwischen Oktober und März, am ehesten von Dezember bis Februar. Eine Begegnung lässt sich nicht planen. Im August und September ziehen dafür Buckelwale an der Küste vorbei.
Woher wir das wissen
Quellen und Stand
Geprüft am 12. Oktober 2026
Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 22. September 2026