auch: Storms River Mouth Suspension Bridge · Tsitsikamma Suspension Bridge · Storms River Mouth Rest Camp
Unter deinen Füßen schwingen die Planken, unter dir drückt der Indische Ozean in die Schlucht.
Die bekannteste Stelle des Parks. Über die Mündung des Storms River führen drei Hängebrücken, die große 77 Meter lang. Der Holzsteg dorthin ist zwei Kilometer lang, hin und zurück gerechnet. Die Mündung ist zugleich Ausgangspunkt für Kajaktouren, Bootsausflüge und den Otter Trail.
Du trittst auf die Planken, und die Brücke gibt ein kleines bisschen nach. Unter dir drückt das Meer in die Schlucht, schäumt an rostroten Felsrippen und zieht sich wieder zurück. Das ist der Storms River Mouth, die Mündung des Storms River am Ostende des Tsitsikamma-Nationalparks. Drei Hängebrücken führen hier über das Wasser, die große ist 77 Meter lang. Rund 69.000 Menschen sind im Jahr vor dem Neubau über sie gegangen.
Der Weg zur Brücke heißt Mouth Trail. Er beginnt am Rastlager neben Restaurant und Laden und führt als Holzsteg mit vielen Treppen durch Küstenwald und über Felsen, knapp einen Kilometer bis zur großen Brücke. Kurz davor liegt direkt am Weg eine Höhle, in der Menschen vor sehr langer Zeit Muscheln, Fisch und Robbenfleisch gegessen haben. Ihre Abfallschichten sind dort bis heute als Schaugrabung zu sehen. Die meisten gehen achtlos vorbei.
Die ersten Brücken entstanden 1969. Seit Juli 2025 baut SANParks alle drei ab und neu auf, denn Salz und Brandung hatten ihnen über Jahrzehnte zugesetzt. Hinter der großen Brücke liegt eine Bucht aus Kies und glattem Fels. Wer dann noch Kraft hat, steigt steil hinauf zum Aussichtspunkt. Von oben siehst du die Brücke als dünnen Strich über dem dunklen Wasser, und oben ist es deutlich leerer.
Das Meer vor der Mündung steht seit 1964 unter Schutz. Von Juli bis Oktober ziehen Südkaper an der Küste vorbei, und mit etwas Glück tauchen Delfine in den Wellen auf. Während du aufs Wasser schaust, sonnt sich vielleicht ein Klippschliefer zwei Meter neben dir am Steg.
Warum hin
Darum lohnt sich der Storms River Mouth
Drei Hängebrücken über eine Flussmündung, die große 77 Meter lang; SANParks baut alle drei seit Juli 2025 neu.
Der Weg dorthin ist ein durchgehender Holzsteg: zwei Kilometer für hin und zurück, mehrere hundert Stufen, rund eine Stunde.
Hinter der Brücke steigt der Weg auf die Hochfläche zum Aussichtspunkt, und dort ist deutlich weniger los als auf der Brücke.
Auf dem Steg liegen die Storms River Mouth Cave, eine Khoisan-Fundstätte, und der Anleger des Ausflugsboots.
Vom selben Rastlager starten der Otter Trail, der geführte Dolphin Trail und die Kajaktouren in die Schlucht.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für Storms River Mouth
Hinter der Brücke hört der Andrang aufFast alle drehen an der großen Brücke um. Dabei geht der Pfad auf der anderen Seite weiter, steil hinauf zum Aussichtspunkt. Der Anstieg fordert dich, oben stehst du dafür fast allein und siehst die Brücke von oben. Plane dafür noch einmal eine gute Stunde ein.
Wasser und Hut gehören auf den Steg, auch für eine kurze RundeUnterwegs gibt es nichts zu kaufen, und die offenen Abschnitte liegen ohne Schatten in der Sonne. Der steile Teil kommt am Ende, oft genau in der Mittagshitze. Nimm genug Wasser mit, auf den offenen Abschnitten wird es heiß.
Bleib an der Höhle kurz stehenKurz vor den Brücken liegt direkt am Steg die Storms River Mouth Cave. Dort haben Menschen vor langer Zeit Muscheln und Fisch gegessen, ihre Abfallschichten sind als Schaugrabung zu sehen. Wer nur zur Brücke eilt, läuft daran vorbei und merkt es nicht.
Tauchen geht nur mit eigenem Tauchschein und eigener AusrüstungAm Storms River Mouth leiht dir niemand Gerät, du brauchst ein gültiges Brevet und deine eigene Ausrüstung. Flaschen füllst du im Rastlager. Den Pool im Lager dürfen nur Übernachtungsgäste nutzen, als Tagesgast schwimmst du im Meer oder gar nicht.
Für Wale geh zum Agulhas-AussichtspunktZwischen Juli und Oktober lohnt sich ein Abstecher zum Agulhas-Aussichtspunkt am Westrand des Rastlagers. Von dort siehst du weit über die Küste, und im Winter zeigen sich vor der Küste oft Wale und Delfine.
lang ist die große Hängebrücke über die Mündung
77 m
entstanden die ersten Brücken und der Mouth Trail
1969
Menschen gingen im Jahr vor dem Neubau über die Brücke
69.000
wurde das Meer vor der Mündung unter Schutz gestellt
Der Storms River Mouth liegt am Ostende des Tsitsikamma-Nationalparks an der Südküste Südafrikas, rund 14 Kilometer vom Ort Stormsrivier und eine knappe Stunde Fahrt von Plettenberg Bay. Vom Tor fährst du knapp 4 Kilometer bis zum Rastlager, wo der Holzsteg zur Hängebrücke beginnt.
So kommst du hin
Rastlager Storms River Mouth, Start Mouth TrailCamp · knapp 1 km zu Fuß, rund 15 Min.
Storms-River-Mouth-TorTor · 3,7 km bis zum Rastlager, rund 7 Min.
3,3 km
Stormsrivier, OrtOrt · rund 14 km, eine Viertelstunde
Plettenberg BayOrt · rund 65 km, eine knappe Stunde
Der Storms River Mouth ist das ganze Jahr einen Besuch wert, eine schlechte Jahreszeit gibt es an diesem Küstenabschnitt nicht. Regen fällt in jedem Monat, meist nachts. Am angenehmsten zum Gehen und am leersten ist es von Februar bis September. Von Juli bis Oktober ziehen Südkaper vor der Küste vorbei. Im Dezember und Januar sind in Südafrika Sommerferien, dann sind Rastlager, Parkplatz und Steg am vollsten.
Oktober möglich
Im Oktober kannst du den Storms River Mouth gut besuchen, die besten Monate sind es aber nicht. Im Oktober ist am Storms River Mouth eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
Südkaper ziehen an der Küste entlang Südkaper
05:42Sonnenaufgang
18:37Sonnenuntergang
12,9 hTageslicht
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).
Dein Tag am Storms River Mouth
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
68101214161820
07:00–09:30Kurz nach Toröffnung hast du den Steg fast für dich. Die Luft ist noch kühl, die beste Zeit für den steilen Anstieg zum Aussichtspunkt.
10:00–15:00Jetzt kommen die Tagesgäste, Parkplatz und Steg füllen sich. Auf den offenen Abschnitten brennt die Sonne, nimm Wasser und Hut mit.
15:00–17:30Am Nachmittag lohnt der Abstecher zum Agulhas-Aussichtspunkt beim Rastlager. Von Juli bis Oktober hältst du dort nach Walen Ausschau.
Vom Rastlager bis zur großen Brücke ist es knapp ein Kilometer auf dem Holzsteg. So läufst du, und so weit ist es danach noch bis zum Aussichtspunkt oben.
Start am RastlagerNeben Restaurant und Laden beginnt der Mouth Trail. Hier stehen die letzten Toiletten.
12 Min.
Zwei kleine HängebrückenRund 790 Meter Steg mit Treppen durch Wald und über Felsen. Kurz davor liegt die Höhle mit der Schaugrabung.12 Minuten
13 Min.
Große Hängebrücke77 Meter über die Mündung. Hier drehen die meisten um.13 Minuten
15 Min.
Felsbucht hinter der BrückeKies und glatte Felsen, ein guter Platz für eine Pause.15 Minuten
19 Min.
Aussichtspunkt obenRund 270 Meter, aber steil bergauf. Mit Pausen brauchst du hier deutlich länger.19 Minuten
Großwild gibt es hier nicht. Dafür lebt am Steg, im Wald und im Meer eine Menge kleinerer und größerer Tiere. Hier siehst du, wen du triffst und wie du dich verhältst.
Foto: Anagoria, CC BY 3.0
Klippschliefer
Kaninchengroße, pummelige Pflanzenfresser mit kurzen Ohren, die in Felsspalten wohnen. In Südafrika heißen sie Dassies.
Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest
auf den Felsen und oft direkt am Steg
So verhältst du dich
Sie wirken zahm, sind aber wilde Tiere. Nicht streicheln und nichts zu fressen geben.
Foto: Bernard Dupont, CC BY-SA 2.0
Delfine
Meeressäuger, die in Gruppen an der Küste entlangziehen und Fische jagen. Ihre gebogene Rückenflosse verrät sie.
Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest
vor der Küste, am besten vom Agulhas-Aussichtspunkt oder vom Aussichtspunkt über der Brücke
So verhältst du dich
Nimm ein Fernglas mit und schau geduldig aufs Wasser. Rückenflossen siehst du oft erst auf den zweiten Blick.
Foto: Olga Ernst, CC BY-SA 4.0
Südkaper
Große Bartenwale mit weißen Hornschwielen am Kopf. Sie kommen im Südwinter zum Kalben nah an die Küste.
Sichtungschance
Juli bis OktoberGute Chance
Juni und NovemberSelten
Dezember bis MaiGlückssache
Wo du sie findest
weiter draußen vor der Küste, vom Agulhas-Aussichtspunkt aus
So verhältst du dich
Achte auf Blas, die Wasserfontäne beim Ausatmen. Danach taucht oft der dunkle Rücken auf.
Foto: GrantHillebrand, CC BY 4.0
Kap-Fingerotter
Ein großer Otter ohne Krallen an den Vorderpfoten, der Krabben und Fische an Flussmündungen und Felsküsten jagt. Nach ihm ist der Otter Trail benannt.
Sichtungschance
Selten
Wo du sie findest
an der Mündung und an den Felsen am Wasser, meist früh am Morgen oder in der Dämmerung
So verhältst du dich
Bleib still und halt Abstand. Otter sind scheu und tauchen schnell ab.
Foto: Steve Hughes, CC BY 2.0
Helmturako
Ein grüner Waldvogel mit Federhaube und rotem Augenring. In Südafrika heißt er Knysna-Turako, sein rauer Ruf klingt durch den Küstenwald.
Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest
im Wald am Anfang des Stegs, öfter zu hören als zu sehen
So verhältst du dich
Schau nach oben in die Baumkronen, wenn es heiser ruft. Im Flug blitzen die roten Flügelfedern auf.
Lange bevor hier Brücken hingen, saßen Menschen in der Höhle am Ufer und aßen, was Meer und Wald hergaben. So ging es weiter bis zum Neubau 2026.
vor der Töpferzeit
Mahlzeiten in der Höhle
Menschen sammeln Muscheln an den Felsen, fangen Fisch und bringen Robbenfleisch in die Höhle am Ufer. Ihr Abfall wächst zu einer dicken Schicht.
1964
Das Meer wird geschützt
Vor der Küste entsteht ein Meeresschutzgebiet, eines der ältesten der Welt. Fischen ist hier lange verboten.
1969
Die ersten Brücken
Der Mouth Trail und die drei Hängebrücken werden gebaut. Die große spannt sich 77 Meter über die Mündung.
1970
Die Höhle wird zur Schaugrabung
Der Archäologe H. J. Deacon beschreibt die Funde aus der Höhle. Ein Schnitt durch die Schichten bleibt für Besucher sichtbar.
2009
Teil des Garden-Route-Nationalparks
Tsitsikamma wird mit Knysna und Wilderness zu einem Nationalpark zusammengelegt. Jeder Abschnitt behält sein eigenes Tor.
Juli 2025
Der Neubau beginnt
Nach Jahrzehnten in Salz und Brandung werden alle drei Brücken abgebaut und neu errichtet. Die Kosten liegen bei rund 17,9 Millionen Rand.
2026
Neue Planken über der Mündung
Zuerst kommen die kleinen Brücken dran, dann die große. Wegen schlechten Wetters verschiebt sich das Bauende auf Ende August 2026.
Ehrlich gesagt
Passt der Storms River Mouth zu dir?
Ja, wenn …
Du willst einmal über eine Hängebrücke gehen, unter der das Meer in eine Schlucht drückt.
Du gehst gern ein Stück zu Fuß und scheust ein paar hundert Stufen nicht.
Du stehst früh auf und hast den Steg dann fast für dich.
Du schaust gern aufs Meer und hoffst auf Delfine oder Wale.
Eher nicht, wenn …
Du suchst Einsamkeit. Der Weg zur Brücke ist der beliebteste im ganzen Park.
Du bist auf einen Rollstuhl oder Kinderwagen angewiesen. Der Steg hat viele Treppen.
Du hast Höhenangst. Die Brücken schwingen leicht über dem Wasser.
Inspiration
Der Storms River Mouth in Bildern
Schäumendes Wasser zwischen rostroten Felsen, schwingende Planken und grüne Hänge: ein erster Blick auf die Mündung, bevor du selbst auf der Brücke stehst.
Ein paar Dinge machen deinen Besuch leichter, vom Bezahlen am Tor bis zur Wasserflasche im Rucksack.
Anfahrt
Von der N2 führt eine eigene Zufahrt zum Tor, vom Ort Stormsrivier sind es rund 14 Kilometer bis ans Meer. Hinter dem Tor sind es noch knapp 4 Kilometer bis zum Rastlager am Meer, wo der Steg beginnt.
Bezahlen
Am Tor zahlst du nur mit Karte, Bargeld geht nicht, und einen Geldautomaten gibt es im Rastlager nicht. Dein Ticket gilt nur für diesen Abschnitt, Nature's Valley kostet extra.
Formular
SANParks bietet ein Anmelde- und Haftungsformular zum Herunterladen an. Füll es vorher aus und gib es am Tor mit Ausweis oder Pass ab, das spart dir und allen hinter dir Zeit.
Mitnehmen
Pack Wasser, Hut und feste Schuhe ein. Unterwegs gibt es weder Toiletten noch etwas zu kaufen, und eine Regenjacke schadet hier in keinem Monat.
Müll
Auf dem Steg und den Wegen stehen keine Mülleimer. Was du mitbringst, nimmst du wieder mit.
Du fragst
Fragen und Antworten zum Storms River Mouth
Was kostet der Eintritt am Storms River Mouth?
Vom 1. November 2026 bis 31. Oktober 2027 zahlen Erwachsene aus dem Ausland am Tor Storms River Mouth R422 pro Tag, rund 23 €. Kinder von 2 bis 11 Jahren zahlen R211, rund 11 €, jüngere nichts. Das Ticket gilt nicht für Nature's Valley, Knysna und Wilderness. Du zahlst nur mit Karte, einen Geldautomaten gibt es im Rastlager nicht.
Sind die Hängebrücken während des Umbaus offen?
Nach den letzten Meldungen blieb der Weg während der Arbeiten so weit wie möglich offen, das Bauende war für Ende August 2026 geplant. Frag vor der Reise am Tor oder bei SANParks nach, ob alle drei Brücken begehbar sind.
Wie lange brauche ich zur Hängebrücke?
Bis zur großen Brücke sind es knapp ein Kilometer auf dem Holzsteg, hin und zurück rund zwei. Rechne mit einer Stunde, mit Fotostopps mit mehr. Unterwegs liegen mehrere hundert Stufen. Zum Aussichtspunkt hinter der Brücke kommt noch einmal eine gute Stunde dazu.
Gibt es unterwegs Toiletten oder etwas zu trinken?
Nein. Die letzten Toiletten stehen am Start beim Rastlager. Auf dem Steg gibt es auch nichts zu kaufen, nimm also genug Wasser mit.
Wie lang ist die Hängebrücke am Storms River Mouth?
Die große Brücke über die Mündung ist 77 Meter lang. Davor liegen zwei kleinere Brücken entlang der Felsküste. Die ersten Brücken stammen von 1969, seit 2025 werden alle drei neu gebaut.
Wie komme ich zum Storms River Mouth?
Mit dem Auto über die N2 und die eigene Zufahrt zum Tor. Vom Ort Stormsrivier sind es rund 14 Kilometer bis zum Rastlager. Ab Plettenberg Bay fährst du eine knappe Stunde, ab Gqeberha gut zwei Stunden.
Woher wir das wissen
Quellen und Stand
Geprüft am 12. Oktober 2026
Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 23. September 2026