Chobe-Nationalpark

Elefantenparadies am Chobe-Fluss

Botswana Nationalpark

Der Chobe-Nationalpark im Norden Botswanas ist weltbekannt für seine Elefantenherden, die sich in großer Zahl entlang des Chobe-Flusses sammeln. Auf rund 11.700 Quadratkilometern wechseln sich Schwemmland, Savannen und Flusswälder ab: mit einer der dichtesten Elefantenpopulationen der Welt und über 460 Vogelarten.

Der Chobe-Nationalpark war 1968 der erste Nationalpark Botswanas und umfasst auf rund 11.700 Quadratkilometern mehrere sehr unterschiedliche Ökosysteme. Herzstück ist der Chobe-Fluss: In der Trockenzeit ziehen hier große Elefantenherden zum Wasser, dazu Büffel, Antilopen und Flusspferde.

Im Westen des Parks, in der Mababe-Senke, liegt das Savuti-Sumpfgebiet, bekannt für seine saisonalen Überschwemmungen und als Jagdgebiet von Löwen und Hyänen. Dichte Wälder und Graslandschaften bieten Lebensraum für Leoparden und eine außergewöhnliche Vogelwelt.

Chobe lässt sich auf zwei Arten erleben: klassisch im Geländewagen und, das ist die Besonderheit dieses Parks, vom Boot aus. Die Bootssafaris auf dem Chobe-Fluss bringen Besucher näher an Elefanten und Flusspferde heran, als es zu Land möglich wäre.

Warum hin

Darum ist Chobe-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Eine der größten Elefantenpopulationen der Welt: Herden von hunderten Tieren am Fluss
  2. Bootssafaris auf dem Chobe-Fluss: Tierbeobachtung vom Wasser statt vom Geländewagen
  3. Über 460 registrierte Vogelarten machen den Park zu einem der besten Ziele Afrikas für Vogelbeobachtung
  4. Vier sehr unterschiedliche Regionen: vom Flussgebiet bis zum abgelegenen Savuti-Sumpf

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Chobe-Nationalpark

  • In der Hochsaison von Westen hereinfahren Am Tor Sedudu bei Kasane ballt sich der Andrang, und der Abschnitt bis Serondela ist in der Hochsaison voll. Fahr von August bis Oktober lieber am westlichen Tor Ngoma hinein, arbeite dich ostwärts zur Strecke zwischen Ihaha und Serondela vor und verlass den Park erst am Ende über Sedudu. Die Parkgebühr zahlst du auch in Ngoma. Der Andrang aus Kasane kommt im Westen kaum an, du fährst dort nicht im Pulk.
  • Die Mittagsstunden gehören dir Die Lodges fahren früh am Morgen und wieder am späten Nachmittag. Gegen Mittag sind ihre Safarifahrzeuge aus dem Park, und die Flussfront ist fast leer. Wer den Andrang scheut und die Hitze aushält, hat die Pisten ein paar Stunden fast für sich.
  • Die Teerstraße durch den Park ist schon eine Pirschfahrt Die Teerstraße A33 verbindet Kasane mit dem Grenzübergang Ngoma und führt dabei durch den nördlichen Teil des Parks. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten, und Elefanten und Büffel queren die Straße regelmäßig. Wichtig: Auf die Pisten abbiegen darfst du von hier aus nur, wenn du vorher am Tor bezahlt hast.
  • Zwischen Serondela und Ihaha steht Tiefsand Auf dem Uferabschnitt Richtung Ihaha haben Fahrzeuge mit Anhänger tiefe Sandrinnen ausgefahren. Ohne Allrad und Untersetzung bleibst du dort stecken. Halt Abstand zum Fahrzeug vor dir, damit du zügig rückwärts kannst, wenn eine Elefantenherde vom Fluss heraufkommt und die Piste für sich beansprucht.
  • Die Karte vorher besorgen Eine amtliche Parkkarte gibt es nicht, und am Tor bekommst du nicht immer eine. Bewährt haben sich die Tinkers Chobe National Park Tourist Map und die Chobe-Karte von Veronica Roodt, beide mit Pisten, Aussichtspunkten, Picknickplätzen und Wasserlöchern. Besorg sie vor der Reise, dann musst du dich vor Ort nicht auf Beschilderung und Glück verlassen.
  • Bootsfahrt am späten Nachmittag, und zwar im kleinen Boot Reisende berichten übereinstimmend: Der späte Nachmittag ist die beste Zeit für die Bootsfahrt auf dem Chobe, mit besserem Licht, mehr Vögeln und Sonnenuntergang über dem Wasser. Die kleinen Anbieter mit Booten für wenige Gäste sitzen an der President Avenue in Kasane und fahren näher ans Ufer als die großen Doppelstockboote der Lodges.

Wo was liegt

Karte von Chobe-Nationalpark

Karte von Chobe-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

Karte als Bild herunterladen (PNG, 2400 px)

Nicht verpassen

Highlights

  • Chobe-Flussfront

    Tierbeobachtungsort Aura Gänsehaut garantiert Trubel Weltberühmt

    Die Flussfront bei Kasane ist einer der besten Orte des Parks, um Elefanten und andere Wildtiere in großer Zahl zu beobachten. In der Trockenzeit ziehen die Ufer Herden von Elefanten, Büffeln und Antilopen an, während der Fluss selbst Flusspferde und eine reiche Vogelwelt beherbergt.

  • Nogatsaa und Tchinga

    Tierbeobachtungsort Trubel Kaum jemand da

    Eine kaum besuchte Region im Inneren des Parks, rund achtzig Kilometer Piste südlich der Flussfront. Ihre Lehmpfannen halten das Wasser bis weit in die Trockenzeit und ziehen Elen-, Pferde- und Rappenantilopen an, die man am Chobe kaum zu sehen bekommt. Von den drei Chobe-Routen ist die hierher die am wenigsten genutzte.

  • Savuti-Sumpf

    Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Wenig Trubel

    Der Savuti-Sumpf im Westen des Parks ist meist trockenes Grasland und bekommt nur Wasser, wenn der launische Savuti-Kanal bis hierher durchkommt. Bekannt ist das Gebiet für seine Raubtiere: Löwenrudel, die auch ausgewachsene Elefanten jagen, dazu Tüpfelhyänen, Leoparden und Wildhunde.

Fläche, etwa so groß wie Zypern
11.700 km²
gegründet als erster Nationalpark Botswanas
1968
Vogelarten im Park
460+
Flussfront vom Sedudu-Tor bis Serondela
17 km

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Die Chobe-Flussfront

Der Park erstreckt sich über rund 11.700 Quadratkilometer, etwa die Fläche Zyperns, und besteht aus mehreren Ökosystemen. Die Chobe-Flussfront ist sein Herzstück und bekannt für die saisonale Wanderung der Elefanten, die hier in der Trockenzeit Wasser suchen.

Wälder, Grasland und der Savuti-Sumpf

Flusspferd im Chobe Nationalpark.

Die dichten Wälder und Graslandschaften bieten Lebensraum für Büffel, Löwen, Leoparden, Flusspferde und eine beeindruckende Vielfalt an Vogelarten. Das Savuti-Sumpfgebiet liegt im Westen des Parks, in der Mababe-Senke. Es ist für seine saisonalen Überschwemmungen bekannt und ein beliebtes Jagdgebiet für Löwen und Hyänen.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Chobe-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitRegenzeitTrockenzeitRegenzeit
Andrangviel losviel losviel losviel losviel los
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los

Mai empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig

Die beste Zeit für Wildbeobachtungen: Die Tiere sammeln sich an den wenigen verbleibenden Wasserstellen und die Vegetation ist weniger dicht. Die Temperaturen sind angenehm, der klare Himmel bietet hervorragende Bedingungen für Fotografie.

Die beste Reisezeit für den Chobe-Nationalpark ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. Dann sammeln sich die Tiere an den wenigen verbleibenden Wasserstellen, die Vegetation ist spärlicher und die Sicht dadurch besser. Die Temperaturen sind angenehm und der klare Himmel bietet gute Bedingungen für Fotografie. Die Regenzeit von November bis April zeigt den Park grün und lebendig, mit Jungtieren und besonders vielen Vogelarten: dafür sind einige Wege schwerer befahrbar.

Trockenzeit (Mai bis Oktober)

Die beste Zeit für Wildbeobachtungen: Die Tiere sammeln sich an den wenigen verbleibenden Wasserstellen und die Vegetation ist weniger dicht. Die Temperaturen sind angenehm, der klare Himmel bietet hervorragende Bedingungen für Fotografie.

Regenzeit (November bis April)

In der Regenzeit ist der Park besonders grün und lebendig. Diese Monate bieten die beste Gelegenheit, die große Vogelvielfalt zu beobachten und neugeborene Jungtiere zu sehen. Einige Wege sind dafür schwerer zugänglich.

Drei Elefanten waten am späten Nachmittag durch den Chobe

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Chobe-Nationalpark ist einer der besten Orte Afrikas für Wildbeobachtungen. Elefanten prägen das Bild: Der Park beherbergt eine der größten Populationen weltweit. Löwen und Leoparden sind regelmäßig zu sehen, besonders entlang des Chobe-Flusses, in dem Flusspferde und Krokodile in großer Zahl leben.

Antilopenarten wie Impalas, Kudus und Wasserböcke ziehen oft in Herden über die Schwemmebenen. Mit über 460 Vogelarten ist der Park zugleich ein Hotspot für Vogelbeobachter.

  • Elefant
  • Löwe
  • Leopard
  • Büffel
  • Flusspferd
  • Krokodil
  • Impala
  • Kudu
  • Wasserbock
  • Hyäne
Löwenmännchen im hohen Gras, dahinter Büsche und Wasser

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Chobe-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Chobe-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Ländergrenzen: Natural Earth. Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. VictoriafälleStart
  2. gut 1 Std. · Grenzübergang Kazungula
  3. Kasaneunterwegs
  4. 10 Min.
  5. Sedudu-TorNordosten, Hauptzugang zur Flussfront
  1. MaunStart
  2. Mababe-TorSüden, Weg nach Savuti
  3. Sandridge Road · Piste
  4. SavutiZiel
  1. KasaneStart
  2. etwa 40 Min. · A33, Teerstraße durch den Nordteil des ParksAuf der A33 keine Gebühr; auf die Pisten nur, wenn du am Tor bezahlt hast
  3. Ngoma-TorWesten, nahe dem Grenzübergang nach Namibia
  • Norden von SavutiGhoha-Tor

Mit dem Flugzeug

Gaborone oder Maun oder Johannesburg oder Kapstadt oder Windhoek → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft

Flughafen KasaneAM PARKRAND BEI KASANE · Linienflüge mit Air Botswana, ab Johannesburg auch mitAirlinkauf der Parkkarte zeigen
  • am Parkrand bei KasaneFlughafen KasaneLinienflüge mit Air Botswana, ab Johannesburg auch mit Airlink
  • Für die Pisten an der Flussfront brauchst du einen Geländewagen mit Untersetzung, die A33 schafft jedes Auto
  • In der Hochsaison fährst du entspannter am Ngoma-Tor hinein und verlässt den Park erst am Ende über Sedudu
  • Savuti ist von Januar bis Mai nicht immer erreichbar: nicht allein fahren, Satellitentelefon mitnehmen
  • Viele Anbieter holen Tagesgäste an den Victoriafällen und in Livingstone ab
Anreise ausführlich

Auto

Von Kasane aus bist du in zehn Minuten am Tor Sedudu, dem Hauptzugang zur Flussfront. Die drei weiteren Tore sind Ngoma im Westen nahe dem Grenzübergang nach Namibia, Mababe im Süden, über das man von Maun aus nach Savuti kommt, und Ghoha im Norden von Savuti. Zwischen Kasane und Ngoma verläuft die Teerstraße A33 als gebührenfreie Durchgangsstraße durch den nördlichen Parkteil. Auf die Pisten darfst du von ihr aus nur abbiegen, wenn du am Tor bezahlt hast. Viele Anbieter fahren Tagesgäste von den Victoriafällen und aus Livingstone heran.

Flugzeug

Der Flughafen Kasane liegt am Parkrand. Air Botswana fliegt ihn planmäßig von Gaborone, Maun, Kapstadt, Johannesburg und Windhoek an, Airlink von Johannesburg. Über die Kazungula-Brücke und den Grenzübergang Kazungula kommst du auf der Straße nach Sambia, die Victoriafälle liegen gut eine Stunde entfernt.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 25 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder unter 8: frei
  • Ausländisches Auto: plus rund 8 € pro Tag
  • Übernachtung im Park: eigene Campinggebühr
  • Bargeld mitnehmen, Kartengeräte unzuverlässig

Der Eintritt kostet für internationale Gäste rund 25 € pro Person und Tag. Kinder unter 8 Jahren zahlen nichts. Buchst du über einen Veranstalter aus Botswana, gilt ein niedrigerer Satz, frag deinen Veranstalter danach.

Fährst du mit einem im Ausland zugelassenen Auto unter 3,5 Tonnen, kommen pro Tag rund 8 € dazu, andere Fahrzeuge sind nach Gewicht und Zulassung gestaffelt. Wer im Park übernachtet, zahlt außerdem eine Campinggebühr pro Person und Nacht. Der private Campingplatz an den Kabunga-Pfannen bei Nogatsaa kostet rund 70 € pro Person und Nacht, die Parkgebühren kommen dazu.

Die Teerstraße A33 zwischen Kasane und Ngoma führt ohne Gebühr durch den Nordteil des Parks, solange du auf ihr bleibst.

Eine Erhöhung der Parkgebühren ist angekündigt, hat aber noch keinen Termin. Frag vor der Reise nach dem Betrag, der dann gilt.

Am Tor zahlst du am sichersten bar, die Kartengeräte fallen oft aus. Neben der Landeswährung nimmt das Tor einige andere gängige Währungen, aber nur als Scheine. Geldautomaten gibt es in Kasane. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Die Chobe Game Lodge bietet elegante Unterkünfte direkt am Flussufer.

Mittelklasse

Die Chobe Safari Lodge verbindet Komfort mit guter Lage nahe am Park.

Budget

Campingplätze wie Ihaha bieten ein einfaches, authentisches Safari-Erlebnis.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Bootsfahrten auf dem Chobe-Fluss

Elefantenherden, Flusspferde und Krokodile aus nächster Nähe beobachten, während das Boot auf dem Wasser treibt: die Besonderheit dieses Parks.

Pirschfahrten

Geführte Touren erschließen die verschiedenen Regionen des Parks. Löwen, Leoparden und zahlreiche Antilopenarten lassen sich in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Vogelbeobachtung

Mit über 460 Arten und saisonal wechselndem Bestand ist Chobe eines der besten Vogelgebiete Afrikas.

Fototouren

Landschaft und Tierwelt bieten von Sonnenaufgang bis zur Abenddämmerung außergewöhnliche Motive.

Goliathreiher auf einer feuchten Wiese

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Der Chobe-Nationalpark war 1968 der erste Nationalpark Botswanas. Im Park gelten feste Regeln: Abstand zu den Tieren halten, auf den Pisten bleiben, Tempo 40 einhalten und nach Sonnenuntergang nicht fahren. Tiere und Pflanzen bleiben, wo sie sind.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Fahrzeug

Für die Pisten an der Flussfront brauchst du einen Geländewagen mit Untersetzung. Richtung Ihaha liegt tief ausgefahrener Sand, in dem regelmäßig Fahrzeuge steckenbleiben. Die Teerstraße A33 zwischen Kasane und Ngoma schafft dagegen jedes Auto.

Regeln

Auf den Parkstraßen gilt Tempo 40. Abseits der Pisten und nach Sonnenuntergang wird nicht gefahren. Drohnen brauchen eine schriftliche Genehmigung des Parkamts.

Andrang an der Flussfront

In der Hochsaison kommen rund zehntausend Besucher am Tag an die Flussfront. Die 17 Kilometer zwischen dem Tor Sedudu und dem Picknickplatz Serondela sind deshalb in drei Einbahnrouten geteilt: die Uferroute am Fluss, die obere Route und die Route Richtung Nogatsaa. Am Tor bekommst du eine farbige Plakette für den Innenspiegel, je Route sind 25 Fahrzeuge gleichzeitig vorgesehen. Selbstfahrer und Tagesgäste, die nicht im Park übernachten, fahren diesen Abschnitt von 9 bis 14.30 Uhr, davor und danach haben die Pirschfahrten der Veranstalter Vorrang. Gehandhabt wird das nicht immer streng, frag am Tor Sedudu, was gerade gilt. Westlich von Serondela gilt die Regel nicht.

Savuti in der Regenzeit

Zwischen Januar und Mai ist Savuti nicht immer erreichbar. Im Januar 2026 war die Mababe-Savuti-Marsh-Road gesperrt, auf der Sandridge Road stand Wasser, und die Strecke zur Landebahn Ghoha war aufgeweicht. Im März kam man von Maun aus zeitweise gar nicht hin. Fahr in dieser Zeit nicht allein, nimm ein Satellitentelefon mit und lass dir die Befahrbarkeit vor der Buchung bestätigen.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Warum gibt es im Chobe so viele Elefanten?

Der Chobe-Fluss führt ganzjährig Wasser. In der Trockenzeit ziehen die Herden aus einem weiten Umkreis an den Fluss, deshalb sammeln sich hier zeitweise mehrere hundert Elefanten auf engem Raum.

Was kostet der Eintritt, und wie bezahlt man?

Internationale Gäste zahlen rund 25 € pro Person und Tag, Kinder unter 8 Jahren sind frei. Mit einem im Ausland zugelassenen Auto kommen rund 8 € pro Tag dazu. Eine Erhöhung ist angekündigt, aber noch ohne Termin, frag deshalb vor der Reise nach. Nimm Bargeld mit, die Kartengeräte am Tor sind unzuverlässig.

Braucht man für den Chobe einen Geländewagen?

Für die Pisten an der Flussfront ja. Der Abschnitt zwischen Serondela und Ihaha ist tiefer Sand, in dem regelmäßig Fahrzeuge steckenbleiben; ohne Allrad mit Untersetzung fährst du dort nicht. Die Teerstraße A33 durch den nördlichen Parkteil dagegen ist mit jedem Auto befahrbar und kostet keine Gebühr, solange du auf ihr bleibst.

Welches Tor nimmt man am besten?

Sedudu bei Kasane ist das Hauptzugangstor, dort ballt sich der Andrang. In der Hochsaison fährst du entspannter über das westliche Tor Ngoma hinein und verlässt den Park erst am Ende über Sedudu. Bezahlen kannst du an beiden Toren.

Lohnt sich eine Bootssafari mehr als eine Pirschfahrt?

Beides ergänzt sich. Vom Boot kommst du Elefanten, Flusspferden und Wasservögeln näher als vom Fahrzeug, die Raubkatzen und die Savuti-Region erschließen sich dagegen nur an Land. Für die Bootsfahrt ist der späte Nachmittag die beste Zeit.

Was ist der Savuti-Sumpf?

Der Savuti-Sumpf liegt im Westen des Parks, in der Mababe-Senke, und ist vor allem für seine Raubtiere bekannt. Gespeist wird er vom Savuti-Kanal, und der ist eine Eigenart für sich: 1982 versiegte er und blieb rund ein Vierteljahrhundert trocken, ab 2008 floss er wieder und erreichte den Sumpf 2010. Von 2013 bis 2015 führte er kräftig Wasser, danach trocknete er erneut aus, 2023 kam ein schwacher Zufluss. Ob er fließt, entscheidet Bewegung im Untergrund, nicht der Regen. 2026 steht Wasser am oberen Ende des Kanals, bis zum Sumpf wird es in diesem Jahr kaum reichen. Frag vor der Reise nach, ob der Kanal Wasser führt.

Kann man im Chobe die Big Five sehen?

Vier davon: Elefant, Büffel, Löwe und Leopard. Nashorn ist hier praktisch nicht zu sehen, und auch im Okavango-Delta, wo die wenigen verbliebenen Tiere Botswanas streng bewacht leben, ist eine Sichtung die Ausnahme.

Stimmt es, dass am Chobe vier Länder aufeinandertreffen?

Fast. Am Zusammenfluss von Chobe und Sambesi bei Kazungula grenzen Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe aneinander, aber nicht in einem einzigen Punkt. Es sind zwei Dreiländereckpunkte, die rund 150 Meter Grenze zwischen Botswana und Sambia trennen. Genau über diese kurze Strecke führt seit Mai 2021 die 923 Meter lange Kazungula-Brücke, und sie ist deshalb leicht gebogen: Anders hätte sie fremdes Staatsgebiet berührt.

In der Nähe

Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Von hier aus erreichbar: Makgadikgadi Pans (rund 6 Stunden über Nata), Nxai Pan (7 bis 8 Stunden, die letzten 37 Kilometer Tiefsand), Okavango-Delta über Maun (rund 8 Stunden, gut 600 Kilometer) und Moremi Game Reserve (rund 11 Stunden über Nata und Maun, praktisch mit einer Übernachtung in Maun).

Elefanten im Fluss im Moremi Game Reserve.

Moremi-Game-Reserve

Das Moremi Game Reserve am östlichen Rand des Okavango-Deltas ist das einzige amtlich geschützte Gebiet des Deltas und war das erste Wildschutzgebiet Afrikas, das Einheimische selbst geschaffen haben. Es verbindet trockene Savannen, Mopane-Wälder und ständig wasserführende Kanäle, und nur etwa ein Drittel davon ist Festland.

Salzpfanne im Makgadikgadi Pans Nationalpark.

Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark liegt am Westrand des größten Salzpfannenkomplexes der Welt, der von einem urzeitlichen Binnensee übrig geblieben ist. Der Park deckt rund ein Viertel dieser Region ab: das Westufer der Ntwetwe-Pfanne, die Grasebenen davor und den Boteti-Fluss, an dem sich in der Trockenzeit Elefanten, Zebras und Raubkatzen sammeln.

Blick von oben auf das Okavango Delta.

Okavango-Delta

Im Okavango-Delta versickert der Okavango mitten in der Kalahari, statt ins Meer zu münden. Es ist Afrikas größtes abflussloses Binnendelta, seit 2014 UNESCO-Weltnaturerbe und eine der tierreichsten Landschaften des südlichen Afrikas: ein Labyrinth aus Kanälen, Lagunen und Inseln, das jedes Jahr mitten in der Trockenzeit von einer Flutwelle aus Angola gefüllt wird.

Die Gruppe von Baines' Baobabs mit kahlen Kronen im gelben Gras, rechts eine Sandpiste, dahinter die helle Kudiakam-Pfanne

Nxai-Pan-Nationalpark

Der Nxai-Pan-Nationalpark nördlich der Makgadikgadi-Pfannen ist bekannt für seine weiten, offenen Ebenen. Sein Kern, die Nxai-Pfanne, ist trotz des Namens keine Salzpfanne, sondern das grasbewachsene Bett eines vorzeitlichen Sees; nach den Regen steht hier frisches Gras, und große Herden von Zebras und Springböcken kommen. Sein Wahrzeichen sind die Baines’ Baobabs: sieben uralte Affenbrotbäume am Rand der Kudiakam-Pfanne im Süden des Parks.