Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark
Rote Dünen, trockene Flussbetten und Schwarzmähnenlöwen
Der Kgalagadi Transfrontier Nationalpark ist ein gemeinsames Schutzgebiet von Botswana und Südafrika und war das erste grenzüberschreitende Wildreservat Afrikas. Auf rund 37.000 Quadratkilometern prägen rote Sanddünen, trockene Flussbetten und Akazien die südliche Kalahari, die Heimat der berühmten Schwarzmähnenlöwen.
Der Kgalagadi Transfrontier Nationalpark besteht hauptsächlich aus den trockenen Wüsten- und Halbwüstenlandschaften der südlichen Kalahari. Rund drei Viertel der Fläche liegen in Botswana, ein Viertel in Südafrika. Der Park ist vollständig unumzäunt, die Grenze in seinem Inneren ist für die Tiere ohne Bedeutung, und genau das war die Idee hinter seiner Gründung.
Charakteristisch sind die roten Sanddünen, umgeben von offenen Savannen und vereinzelten Akazienwäldern. Die trockenen Flussbetten des Nossob und des Auob dienen als Lebensadern: An ihnen entlang ziehen die Tiere, und dort jagen die Raubkatzen. Der Nossob bildet zugleich die Staatsgrenze.
Die Regenzeit dauert von Januar bis April und erreicht ihren Höhepunkt im März. Dann bedecken Blüten und Gras die Dünen, saisonale Wasserlöcher entstehen und ziehen Pflanzenfresser an. Der Regen ist unberechenbar und fällt meist in heftigen Gewittern: 120 Millimeter im Jahr im Südwesten, 350 im Nordosten, in einzelnen Jahren unter 100 oder über 450. Auch in der Trockenzeit bleiben die Wasserstellen Magnete für Tiere und damit die besten Orte für Beobachtungen.
Darum ist Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- Afrikas erstes grenzüberschreitendes Schutzgebiet: Botswana und Südafrika verwalten den Park seit 1999 gemeinsam
- Die Kalahari-Löwen mit ihren dunklen, oft fast schwarzen Mähnen
- Rote Sanddünen und die trockenen Flussbetten von Nossob und Auob als Lebensadern der Tierwelt
- Der Park ist vollständig unumzäunt, die Tiere ziehen über die Staatsgrenze, als gäbe es sie nicht
- Union's End, der Punkt, an dem die Grenzen von Südafrika, Botswana und Namibia zusammentreffen
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark
- Wer im Park schläft, ist zwei Stunden früher draußen Das Haupttor Twee Rivieren öffnet das ganze Jahr über erst um 7.30 Uhr. Die Tore der Camps im Park gehen im November, Dezember und Januar schon um 5.30 Uhr auf. Wer von außerhalb anreist, verpasst das erste Licht also zwangsläufig. Eine Nacht im Camp verschafft dir die besten zwei Stunden des Tages.
- Rechne mit der doppelten Fahrzeit Für die 160 Kilometer von Twee Rivieren nach Nossob brauchst du viereinhalb Stunden, nach Grootkolk siebeneinhalb, und nach Gharagab schaffst du es an einem Tag gar nicht. Im Park gilt Tempo 50, die Pisten sind wellig, und du wirst unterwegs anhalten wollen. Plane den Tag nach diesen Zeiten, nicht nach der Kilometerzahl.
- Auf die botswanische Seite nur zu zweit Im botswanischen Teil sind mindestens zwei Fahrzeuge Pflicht. Geländewagen ebenso, der Sand ist tief, und Hilfe ist weit weg. Wer allein losfährt, hat kein Problem mit der Behörde, sondern eines mit dem Sand.
- Wer in einem anderen Land hinaus will, braucht zwei Nächte Du darfst den Park nur dann in einem anderen Land verlassen, wenn du mindestens zwei Nächte darin verbracht hast; die Formalitäten laufen ausschließlich über Twee Rivieren und Two Rivers. Dazu kommt: Der Grenzposten Mata-Mata nach Namibia ist nur von 8 bis 16.30 Uhr besetzt. Wer zu spät dort ankommt, steht vor einem geschlossenen Tor.
- Twee Rivieren ist der einzige Ort mit Netz Mobilfunkempfang gibt es nur in Twee Rivieren. Mata-Mata und Nossob haben zwar inzwischen Strom rund um die Uhr, aber kein Netz. Ab dort bist du offline. Lad Karten und Buchungsbelege vorher herunter, sag zu Hause Bescheid, und rechne nicht damit, unterwegs noch etwas nachschauen zu können.
- Trinkwasser mitbringen, auch in den großen Camps Die Wildniscamps Bitterpan, Grootkolk, Kieliekrankie, Urikaruus, Gharagab und das Kalahari Tented Camp haben gar kein Trinkwasser und kein Feuerholz. In den großen Camps gibt es Wasser, aber stark mineralisiert. Zehn Liter Notreserve gehören ins Auto.
- Die Zufahrt über Askham ist geteert Von Upington sind es 250 Kilometer, und die Strecke über Askham ist inzwischen durchgehend asphaltiert. Die Alternative über Van Zylsrus hat einen stark gewellten Schotterabschnitt, auf dem man langsam fahren muss. Wer die Karte nach der kürzesten Strecke wählt, fährt am Ende länger.
- Zum Wasserloch, bevor die anderen kommen Polentswa, Kij Kij und Cubitje Quap gehören zu den ergiebigsten Wasserlöchern. Von Nossob brauchst du bis Polentswa etwa eine Stunde. Wer in der Nähe schläft und gleich bei Toröffnung dort ist, sucht sich in Ruhe einen Platz, bevor die ersten Fahrzeuge aus dem Camp eintreffen.
- Elf Monate vorher buchen, per Telefon einen Tag früher Die Betten im Park sind knapp, gebucht wird elf Monate im Voraus. Reisende berichten, dass die Telefonbuchung einen Tag vor der Onlinebuchung öffnet und die begehrten Wildniscamps oft schon in den ersten Stunden weg sind. Wer keinen Platz bekommt, sollte auf Stornierungen achten, die oft zu den Zahlungsfristen frei werden.
- Keine Waffe über diese drei Tore Über Mata-Mata, Kaa und Mabuasehube darf keine Waffe die Grenze passieren, und im Park ist keine erlaubt. Wer eine Waffe dabeihat, nimmt die Grenzposten Rietfontein oder Boksputs. Das betrifft Jagdreisende, die den Park als Abkürzung nehmen wollen.
Karte von Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark
Highlights
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Die Löwen der Kalahari
TierbeobachtungsortDer Park ist bekannt für seine Löwen mit den auffallend dunklen Mähnen. Zu finden sind sie dort, wo ihre Beute trinkt: an den Wasserlöchern und in den Flussbetten von Nossob und Auob. Eine eigene Art sind sie nicht, aber eine der am besten untersuchten Löwenpopulationen Südafrikas.
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Nossob- und Auob-Flussbetten
TierbeobachtungsortDie Flussbetten des Nossob und des Auob führen nur nach außergewöhnlich starkem Regen Wasser. Trotzdem sind sie die Lebensadern des Parks: Entlang beider Betten liegen die Wasserlöcher, und die Pisten folgen ihnen. Wo die Beutetiere trinken, jagen die Raubtiere, deshalb siehst du hier am meisten.
-
Union’s End
Sonstiges Trubel Kaum jemand daHier treffen die Grenzen Südafrikas, Namibias und Botswanas zusammen, mitten im trockenen Nossob-Flussbett. Am nördlichen Ende der Nossob-Piste stehen ein Picknicktisch, eine Infotafel und ein Wasserloch. Zu sehen gibt es wenig, zu spüren die Entlegenheit.
- Fläche, rund; drei Viertel davon liegen in Botswana
- 37.000 km²
- Afrikas erstes grenzüberschreitendes Schutzgebiet
- 1999
- Säugetierarten leben im Park
- 59
- Vogelarten, darunter viele Greifvögel
- 272
Landschaftsmerkmale
Rote Dünen und trockene Flussbetten
Die charakteristischen roten Sanddünen sind umgeben von offenen Savannen und vereinzelten Akazienwäldern. Die trockenen Flussbetten des Nossob und des Auob dienen als Lebensader für die Tierwelt in dieser rauen Umgebung.
Die kurze Blüte nach dem Regen
Während der Regenzeiten bedecken Blüten und Gras die Dünen und Savannen, und saisonale Wasserlöcher entstehen, was viele Pflanzenfresser anzieht. Auch in der Trockenzeit bleiben die Wasserstellen ein Magnet für Tiere.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Regenzeit | Trockenzeit | Hochsommer | |||||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | |||||||||
| Blüte | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | Höhepunkt | ||||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- Übergang
- viel los
- Blüte (innen, kräftig = Höhepunkt)
Mai empfohlen
Trockenzeit · eher ruhig
Die beste Zeit für Wildbeobachtungen: Die Tiere treffen an den Wasserlöchern zusammen, und die Vegetation ist weniger dicht. Tagsüber ist es angenehm, nachts kann es frieren.
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Die beste Reisezeit für den Kgalagadi Transfrontier Nationalpark ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. Dann treffen sich die Tiere an den Wasserlöchern, die Vegetation ist weniger dicht, und die Temperaturen sind besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden angenehm. Rechne in diesen Monaten mit kalten Nächten: Das Thermometer fällt bis minus 11 Grad, Frost ist häufig. Die Regenzeit dauert von Januar bis April und verwandelt den Park in ein grünes Paradies, einige Wege sind dann aber durch Schlamm und Wasser schwer passierbar. Im Hochsommer von Dezember bis Februar steigt die Temperatur im Schatten auf bis zu 42 Grad.
Trockenzeit (Mai bis Oktober)
Die beste Zeit für Wildbeobachtungen: Die Tiere treffen an den Wasserlöchern zusammen, und die Vegetation ist weniger dicht. Tagsüber ist es angenehm, nachts kann es frieren. Juni bis August ist zugleich die vollste Zeit im Park.
Regenzeit (Januar bis April)
Der Regen fällt in heftigen Gewittern und erreicht im März seinen Höhepunkt. Der Park wird grün, es gibt reichlich Nahrung für die Tiere, und die Zugvögel sind da. Einige Wege können durch Schlamm und Wasser schwer passierbar sein.
Hochsommer (Dezember bis Februar)
Die heißeste Zeit, mit bis zu 42 Grad im Schatten und 70 Grad an der Bodenoberfläche. Dafür öffnen die Camptore von November bis Januar schon um 5.30 Uhr, im Februar um 6 Uhr, und die frühen Stunden sind die besten des Tages.
Sehenswerte Tiere
Der Kgalagadi Transfrontier Nationalpark ist vor allem für seine Raubtiere bekannt. Die Kalahari-Löwen mit ihrer charakteristischen schwarzen Mähne sind sein Wahrzeichen. Geparde jagen in der offenen Landschaft, Leoparden und Braune Hyänen halten sich an den trockenen Flussbetten auf. Insgesamt leben hier 59 Säugetier- und 272 Vogelarten.
Dazu kommen Antilopenarten, die an die Wüste angepasst sind, etwa Springböcke, Oryx und Elenantilopen, sowie eine Vielzahl von Greifvögeln und anderen Vogelarten, die in den Dünen und Flussbetten leben. Mit Glück zeigen sich auch scheue Arten wie Erdferkel und Honigdachs.
- Kalahari-Löwe
- Gepard
- Leopard
- Braune Hyäne
- Springbock
- Oryx
- Elenantilope
- Erdferkel
- Honigdachs
- Greifvögel
Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark in 13 Bildern
Anreise

Mit dem Auto
- UpingtonStart
- 250 km · AskhamStrecke über Askham inzwischen durchgehend geteert
- Tor Twee RivierenSüden, Haupttor in Südafrika
- 160 km · 4,5 Std.Im Park gilt Tempo 50, die Pisten sind wellig
- NossobZiel
- Van ZylsrusStart
- PisteStark gewellter Schotterabschnitt, langsam fahren
- Tor Twee RivierenSüden, Haupttor in Südafrika
- 3,5 Std. · Piste
- Mata-MataZiel
- Süden, aus BotswanaTor Two RiversBotswanische Hälfte derselben Anlage wie Twee Rivieren, beide Grenzbehörden unter einem Dach
- Westen, aus NamibiaTor Mata-MataGrenzposten von 8 bis 16.30 Uhr besetzt
- Osten, aus BotswanaTor MabuasehubeNur mit Geländewagen
- Norden, aus BotswanaTor KaaNur mit Geländewagen
Mit dem Flugzeug
Johannesburg oder Kapstadt → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft
- UpingtonNächster größerer Flughafen, danach 250 km mit dem Mietwagen
- Auf der botswanischen Seite nur mit Geländewagen und mindestens zwei Fahrzeugen
- Bitterpan, Gharagab, Leeudril und Nossob Eco-Trail nur mit Allrad und Untersetzung, ohne Anhänger
- In einem anderen Land hinaus nur nach mindestens zwei Nächten im Park, Formalitäten in Twee Rivieren oder Two Rivers
- Das Haupttor Twee Rivieren öffnet ganzjährig erst um 7.30 Uhr
- Keine Waffe über Mata-Mata, Kaa und Mabuasehube
Anreise ausführlich
Auto
Das Haupttor Twee Rivieren liegt 250 Kilometer von Upington entfernt. Die Strecke über Askham ist inzwischen durchgehend geteert. Wer über Van Zylsrus fährt, trifft auf einen stark gewellten Schotterabschnitt und sollte dort langsam fahren. Für die Hauptstraßen der südafrikanischen Hälfte reicht ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit. Auf die botswanische Seite kommst du nur mit Geländewagen. Für die Camps Bitterpan und Gharagab sowie für den Leeudril und den Nossob Eco-Trail brauchst du Allrad mit Untersetzung. SUV und Allrad ohne Untersetzung werden dort abgewiesen, Anhänger ebenso.
Flugzeug
Der nächste größere Flughafen ist Upington in Südafrika mit Verbindungen aus Johannesburg und Kapstadt. Von dort fährst du die letzten 250 Kilometer mit dem Mietwagen.
Tore
Der Park hat fünf Tore in drei Ländern. Aus Südafrika kommst du über Twee Rivieren herein, aus Namibia über Mata-Mata, aus Botswana über Two Rivers, Mabuasehube und Kaa. Two Rivers ist die botswanische Hälfte derselben Anlage wie Twee Rivieren; dort sitzen beide Grenzbehörden unter einem Dach.
Kosten und Gebühren
- Kinder 2 bis 11: rund 18 €
- Botswana-Seite: rund 1 € pro Tag
- Botswana-Tore: nur Bargeld, Landeswährung
- Zwei Kassen, je Hälfte getrennt
Der Park hat zwei Kassen, weil ihn zwei Verwaltungen führen. Für jede Hälfte zahlst du an ihre eigene, aber nicht zweimal für denselben Tag.
Auf der südafrikanischen Seite zahlst du am Tor an SANParks rund 35 € pro Person und Tag, Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 18 €. Ab 12 Jahren gilt der Erwachsenenpreis, unter 2 Jahren ist der Eintritt frei. Bis Ende Oktober 2026 sind es noch rund 30 €, für Kinder rund 15 €. Die Mehrwertsteuer ist in diesen Beträgen schon enthalten.
Die botswanische Seite kostet rund 1 € pro Person und Tag, dazu wenige Cent für das Fahrzeug und rund 2 € pro Person und Nacht fürs Campen. Das Geld geht an die Wildtierbehörde DWNP, der alle Plätze dort gehören. Meist zahlst du es zusammen mit der Platzbuchung, mit Karte vorab in den DWNP-Büros in Maun, Gaborone oder Ghanzi. An den botswanischen Toren geht nur Bargeld in botswanischer Währung.
In den Läden und an den Zapfsäulen von Twee Rivieren, Mata-Mata und Nossob zahlst du mit Kredit- oder Debitkarte. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.
Beliebte Unterkünfte
Zwei Buchungsstellen
Die Camps auf der südafrikanischen Seite bucht man bei SANParks, die botswanischen Plätze Rooiputs, Polentswa, Two Rivers und die in Mabuasehube beim Reservierungsbüro der Wildtierbehörde. Die Betten sind knapp, gebucht wird elf Monate im Voraus.
Luxus
Die !Xaus Lodge bietet Unterkünfte mit Panoramablick auf eine Salzpfanne und Kalahari-Erlebnisse in Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeinschaft.
Mittelklasse
Das Mata-Mata Rest Camp bietet komfortable Selbstversorger-Unterkünfte direkt an einem Wasserloch.
Budget
Campingplätze wie Nossob und Rooiputs sind einfach, liegen dafür mitten in der Landschaft.
Wildniscamps
SANParks führt sechs davon: Bitterpan, Grootkolk, Kieliekrankie, Urikaruus, Gharagab und das Kalahari Tented Camp. Alle liegen unumzäunt im Gelände. Trinkwasser und Feuerholz gibt es dort nicht, beides bringst du mit, und Kinder unter zwölf Jahren sind nicht zugelassen.
Aktivitäten
Pirschfahrten
Kalahari-Löwen, Geparde und Hyänen lassen sich auf geführten oder selbst gefahrenen Touren beobachten, mit Glück auch seltene Arten wie Erdferkel und Honigdachs.
Allradstrecken
Sieben Strecken gibt es, vom kurzen Leeudril-Rundkurs mit 13 Kilometern über den Bitterpan-Trail mit 120 und den Nossob Eco-Trail mit 214 bis zum Wilderness Trail ab Polentswa mit 257 Kilometern. Der Mabuasehube Wilderness Trail misst 155 Kilometer. Alle brauchen eine Voranmeldung und werden nur in einer Richtung gefahren.
Vogelbeobachtung
An den Wasserlöchern der Flussbetten stehen Beobachtungsverstecke, und in Mata-Mata gibt es ein Greifvogelzentrum, in Nossob ein Raubtierzentrum.
Fotografie
Die Farben des Sonnenuntergangs über den roten Dünen und die Jagdszenen in den Flussbetten gehören zu den eindrucksvollsten Motiven des südlichen Afrikas.
Kultur
In Twee Rivieren steht ein Informationszentrum, das an die ǂKhomani San erinnert.
Natur- und Tierschutz
Botswana und Südafrika haben den Park 1999 vertraglich zusammengelegt und verwalten ihn seither als eine ökologische Einheit. Das Gebiet ist vollständig unumzäunt, damit die Herden ihren alten Wanderwegen folgen können. Die Einnahmen der Tore teilen sich beide Staaten.
Seit August 2026 zählen SANParks und der Endangered Wildlife Trust die Löwen des Parks neu. Bis Ende Oktober 2026 sind Forschungsfahrzeuge unterwegs, die Löwen an ihren Schnurrhaar-Punkten einzeln wiedererkennen. Wenn du auf ein solches Fahrzeug triffst, halt Abstand und dräng dich nicht dazwischen.
Praktische Informationen
Die Grenze mitten im Park
Du darfst zwischen beiden Hälften hin und her fahren, ohne dich abzumelden, solange du den Park wieder durch das Land verlässt, in dem du hereingekommen bist. Willst du in einem anderen Land hinaus, also über Mata-Mata nach Namibia oder über Kaa und Mabuasehube nach Botswana, brauchst du zweierlei: alle Formalitäten am Twee Rivieren beziehungsweise Two Rivers, und mindestens zwei Nächte im Park. Dazu gehören Pass und Fahrzeugpapiere; fährst du ein fremdes Auto, brauchst du eine Vollmacht des Halters.
Läden
Die Läden in Twee Rivieren, Mata-Mata und Nossob schließen jeden Monat an je einem Tag für die Inventur, in der Regel von 9 bis 15 Uhr. In Twee Rivieren bleibt der Laden an diesem Tag vormittags ganz zu und öffnet erst am Nachmittag. Die drei Tage liegen ein paar Tage auseinander und werden erst kurz vorher bekannt gegeben. Frag bei der Ankunft an der Rezeption nach dem Termin deines Camps und kauf notfalls am Vortag ein.
Strom
Rund um die Uhr gibt es Strom in Twee Rivieren, seit 2024 auch in Mata-Mata und Nossob über Solaranlagen. Ein Restaurant hat nur Twee Rivieren.
Regeln, über die Leute stolpern
50 km/h im Park, 20 km/h in den Camps. Kein Fahren abseits der Pisten, kein Holzsammeln, kein Füttern. Offene Safarifahrzeuge, Motorräder und Quads sind nicht zugelassen.
Kleinkram, der zählt
Abends feste Schuhe wegen der Skorpione. Das Malariarisiko ist gering. Aussteigen darfst du nur in den Camps und an den Picknickplätzen, etwa Melkvlei, Dikbaardskolk und Kamqua. Bei einer Panne bleibst du im Auto.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Muss ich den Eintritt zweimal bezahlen, wenn ich in beiden Hälften unterwegs bin?
Du zahlst für jede Hälfte an ihre eigene Verwaltung, aber nicht zweimal für dieselben Tage. Auf der südafrikanischen Seite zahlst du am Tor rund 35 € pro Person und Tag an SANParks. Die botswanische Gebühr von rund 1 € pro Person und Tag geht an die Wildtierbehörde DWNP und wird meist zusammen mit der Platzbuchung bezahlt, bevor du losfährst. Eine gemeinsame Kasse für beide Hälften gibt es nicht.
Brauche ich einen Pass, wenn ich auf die botswanische Seite fahre?
Nur wenn du den Park in einem anderen Land verlassen willst. Wer das Land wieder durch sein Einreisetor verlässt, meldet sich nirgends ab, auch wenn er zwischendurch auf der botswanischen Seite war. Willst du über Mata-Mata nach Namibia oder über Kaa und Mabuasehube nach Botswana hinaus, gilt: alle Formalitäten in Twee Rivieren, mindestens zwei Nächte im Park, dazu Pass und Fahrzeugpapiere. Fährst du ein fremdes Auto, brauchst du eine Vollmacht des Halters.
Reicht ein normales Auto?
Auf den Hauptpisten der südafrikanischen Seite reicht ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit. Für die Camps Bitterpan und Gharagab, den Leeudril und den Nossob Eco-Trail brauchst du Allrad mit Untersetzung; SUV und Allrad ohne Untersetzung werden abgewiesen, Anhänger sind dort nicht erlaubt. Auf der botswanischen Seite brauchst du einen Geländewagen und musst mit mindestens zwei Fahrzeugen unterwegs sein.
Wie lange brauche ich von Twee Rivieren nach Nossob?
Viereinhalb Stunden. Es sind rund 160 Kilometer, im Park gilt Tempo 50, und die Pisten sind wellig. Nach Mata-Mata sind es dreieinhalb Stunden, nach Grootkolk siebeneinhalb, und Gharagab schaffst du von Twee Rivieren aus nicht an einem Tag.
Wann öffnen die Tore?
Das Haupttor Twee Rivieren öffnet das ganze Jahr über um 7.30 Uhr. Die Tore der Camps im Park öffnen je nach Monat zwischen 5.30 Uhr im November, Dezember und Januar und 7.30 Uhr im Juni und Juli. Geschlossen wird zwischen 18 Uhr von Mai bis Juli und 19.30 Uhr von November bis Februar. Der Grenzposten Mata-Mata nach Namibia ist von 8 bis 16.30 Uhr besetzt.
Warum haben die Löwen hier schwarze Mähnen?
Die Löwen der südlichen Kalahari tragen auffällig dunkle, oft fast schwarze Mähnen. Dieses Merkmal unterscheidet sie von Löwen anderer Regionen und hat ihnen den Namen Schwarzmähnenlöwen eingebracht. Seit August 2026 zählen SANParks und der Endangered Wildlife Trust den Bestand neu; bis Ende Oktober 2026 sind dafür Forschungsfahrzeuge im Park unterwegs.
Was bedeutet Transfrontier?
Botswana und Südafrika haben ihre beiden angrenzenden Nationalparks 1999 vertraglich zu einer ökologischen Einheit zusammengelegt. Es war das erste grenzüberschreitende Schutzgebiet Afrikas. Der Park ist unumzäunt, die Tiere bewegen sich frei zwischen beiden Teilen.
Wo sieht man am meisten?
Entlang der trockenen Flussbetten von Nossob und Auob. Dort liegen die Wasserstellen, dorthin ziehen die Antilopen, und dort jagen die Raubkatzen. In Twee Rivieren, Mata-Mata und Nossob stehen Beobachtungsverstecke direkt an den Wasserlöchern.
Gibt es hier Elefanten?
Nein. Unter den großen Parks von SANParks ist der Kgalagadi der einzige ohne Elefanten. Im Oktober 2025 tauchten vier Tiere bei Zutshwa in Botswana auf, rund 70 Kilometer vom Park entfernt; davor war 2015 zuletzt eine Gruppe in der Gegend. Büffel und Nashorn fehlen ebenfalls, Löwe und Leopard gibt es.



















