Mkomazi-Nationalpark

Refugium für Nashörner und Wildhunde

Tansania Nationalpark

Der Mkomazi-Nationalpark liegt im Nordosten Tansanias, direkt an der Grenze zum kenianischen Tsavo. Bekannt ist er für zwei Wiederansiedlungsprogramme: Spitzmaulnashörner in einem umzäunten Schutzgebiet und afrikanische Wildhunde. Ein Park für Reisende, die abseits der üblichen Routen unterwegs sind.

Alle 10 Bilder
Elefantenherde badet in einem Wasserloch im Mkomazi-Nationalpark, vorne steht eine Giraffe im trockenen GrasFoto: Panegyrics of Granovetter, CC BY-SA 2.0
Baobab Baum im Mkomazi Nationalpark in Tansania

Der Mkomazi-Nationalpark grenzt unmittelbar an den kenianischen Tsavo-West-Nationalpark und bildet mit ihm ein zusammenhängendes Ökosystem. Bekannt geworden ist er durch seine Naturschutzarbeit, allen voran die Wiederansiedlung von Spitzmaulnashörnern und afrikanischen Wildhunden.

Die Landschaft besteht aus weiten Savannen, Akazienwäldern und Bergen, die einen ungewöhnlich dramatischen Hintergrund für Wildbeobachtungen abgeben. Wer Ruhe sucht, findet sie hier: Mkomazi gehört zu den am wenigsten besuchten Parks Tansanias, und oft fährst du einen ganzen Tag, ohne ein zweites Fahrzeug zu sehen.

Das macht den Park zu einem Ziel für Reisende, denen Abgeschiedenheit wichtiger ist als die Garantie auf schnelle Sichtungen, und zu einer der wenigen Gelegenheiten Ostafrikas, Wildhunde und Spitzmaulnashörner am selben Tag zu sehen.

Warum hin

Darum ist Mkomazi-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Im umzäunten Schutzgebiet lebt eine der größten Spitzmaulnashorn-Populationen Tansanias; bei der Übergabe an die Parkbehörde 2019 waren es 34 Tiere
  2. Eines der wenigen Gebiete, in denen afrikanische Wildhunde wieder angesiedelt wurden, und du bekommst sie dort auch zu sehen
  3. Fransenohr-Oryx, Gerenuk und Kleiner Kudu leben hier, in Serengeti und Ngorongoro nicht
  4. Rund 450 Vogelarten, darunter das Geierperlhuhn, das du sonst in Tansania kaum findest
  5. Du hast den Park oft für dich, nicht selten einen ganzen Tag ohne zweites Fahrzeug
  6. Direkt an Kenias Tsavo-West-Nationalpark, mit den Pare- und Usambara-Bergen als Kulisse

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Mkomazi-Nationalpark

  • Den Nashorn-Besuch getrennt buchen und nach der Wasserzeit fragen Das umzäunte Besuchergehege bei Mbula ist keine normale Pirschfahrt: Ein Ranger nimmt dich im offenen Geländewagen des Parks mit hinein, dein eigenes Fahrzeug bleibt draußen. Reisende berichten, dass die Nashörner zu festen Zeiten ans Wasserloch kommen und die Ranger den Besuch danach legen, meist am Vormittag gegen 9 Uhr oder am späten Nachmittag. Frag beim Buchen also nicht nach einer Uhrzeit, sondern danach, wann die Tiere zum Wasser kommen.
  • Lange Ärmel für das Schutzgebiet Im Besuchergehege geht es im offenen Fahrzeug dicht durch Dornbusch. Zweige hängen auf Gesichtshöhe, und manchmal musst du dich im Wagen flach machen. Lange Ärmel, lange Hose und geschlossene Schuhe ersparen dir Kratzer.
  • Zange bei Same nehmen, nicht Umba Zange nahe der Stadt Same ist das Haupttor und liegt direkt an der Hauptstraße. Das Umba-Tor im Osten ist schwer zu finden, die Pisten dort sind schlecht, und im Schlamm steckenzubleiben ist keine Seltenheit. Wenn du über den Osten einfahren willst, kläre den Zustand vorher mit der Parkverwaltung.
  • Tsavo West liegt nebenan, hinüber kommst du trotzdem nicht Mkomazi und der kenianische Tsavo-West-Nationalpark bilden ein Gebiet, die Tiere wandern hin und her. Einen Grenzübergang gibt es innerhalb der Parks aber nicht. Wer beide sehen will, fährt außen herum über den Grenzposten Holili und Taveta.
  • Fernglas einpacken, hier lohnt es sich wirklich Die Tiere in Mkomazi sind scheu und zeigen sich oft nur auf Distanz. Dafür leben hier Arten, die du in der Serengeti oder am Ngorongoro nicht findest: Fransenohr-Oryx, Gerenuk, Kleiner Kudu und das Geierperlhuhn.

Wo was liegt

Karte von Mkomazi-Nationalpark

Karte von Mkomazi-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

Karte als Bild herunterladen (PNG, 2400 px)

Nicht verpassen

Highlights

  • Das Rhino Sanctuary

    Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Kaum jemand da

    Ein umzäuntes Schutzgebiet im Park, in dem Spitzmaulnashörner leben. Für Besucher offen ist seit 2021 das Tourist Sanctuary bei Mbula, 16 km² groß, in das dich ein Ranger im offenen Geländewagen begleitet. Das ältere Zuchtgebiet bei Kisima trägt die eigentliche Population und wird getrennt gebucht und bezahlt.

  • Die afrikanischen Wildhunde

    Tierbeobachtungsort Trubel Kaum jemand da

    In Mkomazi steht eines der ältesten Wildhund-Zuchtprogramme Afrikas. Was du als Besucher siehst, ist die Zuchtgruppe in eingezäunten Gehegen am Basislager des Programms bei Kisima, erreichbar über einen kurzen Fußweg. Frei umherziehende Rudel bekommst du im Park selbst höchstens zufällig zu Gesicht.

Fläche, direkt an der Grenze zu Kenias Tsavo West
3.245 km²
Spitzmaulnashörner bei der Übergabe an die Parkbehörde 2019
34
Wildhunde aus der Zucht ausgewildert, 1995 bis 2019
200+
rund so viele Vogelarten, darunter das Geierperlhuhn
450

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Savanne vor Bergkulisse

Baumreiche Savannen, felsige Hügel und einzeln stehende Berge prägen den Park. Im Hintergrund erheben sich die Pare- und Usambara-Berge, eine Kulisse, die Mkomazi von den flacheren Safariparks Tansanias unterscheidet.

Trockenflussbetten und Akazienwald

Baobab Baum im Mkomazi Nationalpark in Tansania

Zahlreiche Flussbetten liegen den größten Teil des Jahres trocken und werden in der Regenzeit zu lebhaften Wasserläufen. Sie sind die wichtigste Wasserquelle des Parks. Dazwischen wechseln dichte Akazienwälder und offenes Grasland und schaffen Lebensräume für sehr unterschiedliche Arten.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Mkomazi-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitHitze zwischen den RegenLange RegenTrockenzeitKurze Regen
Andrang
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • kleine Regenzeit

Juni empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig

Die Tiere konzentrieren sich an den wenigen Wasserstellen, die Vegetation ist zurückgegangen, die Sicht ist frei und die Pisten sind fest. Die verlässlichste Zeit für Wildbeobachtungen in diesem ohnehin dünn besiedelten Park.

Die beste Zeit ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober. Dann sammeln sich die Tiere an den verbleibenden Wasserstellen, die Vegetation ist zurückgegangen und die Pisten sind fest. Mkomazi hat zwei Regenzeiten: die kurzen Regen im November und Dezember und die langen Regen von März bis Mai, die Pisten weich bis unpassierbar machen. Dazwischen sind Januar und Februar durchaus brauchbar, nur heiß. Nashörner und Wildhunde lassen sich ganzjährig antreffen, weil sie in betreuten Gebieten leben.

Trockenzeit (Juni bis Oktober)

Die Tiere konzentrieren sich an den wenigen Wasserstellen, die Vegetation ist zurückgegangen, die Sicht ist frei und die Pisten sind fest. Die verlässlichste Zeit für Wildbeobachtungen in diesem ohnehin dünn besiedelten Park.

Hitze zwischen den Regen (Januar und Februar)

Zwischen den kurzen und den langen Regen bleibt es meist trocken genug zum Fahren. Es ist heiß, dafür ist noch weniger los als sonst.

Lange Regen (März bis Mai)

Die schwierigste Zeit. Die Pisten werden weich bis unpassierbar, vor allem im Osten des Parks. Dafür ist alles grün und die Vogelwelt am aktivsten.

Kurze Regen (November und Dezember)

Regen fällt meist als Nachmittagsgewitter, das Fahren bleibt in der Regel möglich. Die Trockenflussbetten führen Wasser, die Tiere verteilen sich über die Fläche.

Ausgetrocknetes Flussbett zwischen Felsen und Büschen

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Mkomazi-Nationalpark besitzt ein eigens umzäuntes Nashorn-Schutzgebiet. Bei der Übergabe an die Parkbehörde im Jahr 2019 lebten dort 34 Spitzmaulnashörner, womit Mkomazi eine der größten Populationen des Landes hält.

Dazu kommen afrikanische Wildhunde aus dem Zuchtprogramm, Elefanten, Büffel, Giraffen und Raubtiere wie Löwe, Leopard und Gepard. Löwe und Leopard siehst du selten: Der Busch ist dicht, die Tiere sind scheu, und es leben deutlich weniger Tiere hier als in den großen Nordparks. Auffallend sind die Trockenland-Arten, die es in den bekannten Nordparks nicht gibt: Fransenohr-Oryx, Gerenuk und Kleiner Kudu.

Mit rund 450 Vogelarten ist der Park außerdem ein Ziel für Vogelbeobachter. Das Geierperlhuhn mit seiner kobaltblauen Brust siehst du in Tansania praktisch nur hier.

  • Spitzmaulnashorn (im umzäunten Schutzgebiet)
  • Afrikanischer Wildhund
  • Elefant
  • Büffel
  • Löwe
  • Leopard
  • Gepard
  • Giraffe
  • Fransenohr-Oryx
  • Gerenuk
  • Kleiner Kudu
  • Elenantilope
  • Grant-Zebra
  • Geierperlhuhn
Ein Kudu-Weibchen späht aus dem trockenen Busch

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Mkomazi-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Mkomazi-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen, Umriss und Landesgrenze: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. ArushaStart
  2. Moshiunterwegs
  3. rund 112 km · 2 bis 3 Std. · Hauptstraße nach SameAsphalt bis Same
  4. Tor ZangeHaupttor bei Same
  • WestenTor Njiro
  • SüdostenTor Kivingo
  • OstenTor UmbaZufahrt schwer zu finden, die Pisten dort sind schlecht

Mit dem Flugzeug

  • mitten im ParkKisima AirstripCharter; beim Zuchtgebiet Kisima, nicht beim Besuchergehege Mbula
  • knapp außerhalb, bei SameSame AirstripCharter
  • Die Strecke ab Moshi führt an den Pare-Bergen entlang
  • Die nächsten größeren Flughäfen sind Kilimanjaro und Arusha
  • Im Park brauchst du Allrad
  • Von März bis Mai werden die Pisten weich bis unpassierbar, besonders im Osten
Anreise ausführlich

Auto

Von Moshi oder Arusha über die Hauptstraße nach Same. Die Strecke führt an den Pare-Bergen entlang und ist landschaftlich selbst schon ein Teil der Reise.

Flugzeug

Direkte Charterflüge sind möglich. Der Kisima Airstrip liegt mitten im Park beim älteren Zuchtgebiet Kisima, nicht beim Besuchergehege Mbula, in das der Nashornbesuch führt. Der Same Airstrip liegt knapp außerhalb bei der gleichnamigen Stadt. Die nächsten größeren Flughäfen sind Kilimanjaro und Arusha.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 30 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder 5 bis 15: rund 10 €
  • Nashorn-Gehege Mbula: plus rund 30 €
  • Übernachtung im Park: plus Konzessionsgebühr
  • Nur Karte oder GePG, kein Bargeld

Der Eintritt kostet rund 30 € pro Person und Tag, für Kinder von 5 bis 15 Jahren rund 10 €. Ein Tagesticket gilt zwölf Stunden, mit Übernachtung 24 Stunden ab der Einfahrt. In dieser Zeit darfst du beliebig oft ein- und ausfahren. Wer im Park übernachtet, zahlt pro Nacht eine Konzessionsgebühr dazu.

Der Nashornbesuch im Gehege bei Mbula kostet extra: rund 30 € ab 16 Jahren und rund 10 € für Kinder von 5 bis 15, jeweils für eine Stunde. Das ältere Zuchtgebiet bei Kisima hat eigene Preise, rund 210 € für die Nashornbeobachtung und rund 520 €, wenn du mit Fährtenlesern zu Fuß suchst. Geführte Buschwanderungen kosten eine Rangergebühr je Gruppe und Tag.

Am Tor zahlst du nur mit Karte oder über eine Kontrollnummer des staatlichen Zahlungssystems GePG, die du oder dein Veranstalter vorher besorgt. Bargeld wird nicht angenommen. Lass dir die Preise für dein Reisedatum vor der Anreise bestätigen.

Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet, die Mehrwertsteuer von 18 Prozent ist schon enthalten.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Mkomazi Wilderness Retreat, ein Zeltcamp mit sieben Zelten auf dem Dindira-Hügel über dem größten Wasserloch des Parks, eröffnet 2023.

Mittelklasse

Babu’s Camp, ein festes Zeltcamp im Park mit wenigen Zelten und Blick auf die Berge.

Budget

Die Bandas der Parkverwaltung am Zange-Tor (sechs Zimmer, mit Restaurant) und der öffentliche Zange-Campingplatz mit Sanitärgebäude und Küche. Günstige Unterkünfte gibt es außerdem in der Stadt Same, 6 km vom Tor.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Pirschfahrten

Geführte Fahrten durch Savanne, Akazienwald und Flussbetten.

Besuch des Nashornschutzgebiets

Eine der wenigen Möglichkeiten in Tansania, Spitzmaulnashörner zu sehen. Offen für Besucher ist seit 2021 das Gehege bei Mbula; hinein geht es im offenen Geländewagen des Parks mit Ranger.

Vogelbeobachtung

Mit rund 450 Arten gehört Mkomazi zu den ergiebigsten Vogelgebieten des Landes.

Wanderungen

Geführte Touren durch die hügelige Landschaft des Parks.

Gabelracke auf einem dornigen Akazienzweig

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Das Nashorn-Schutzgebiet geht auf den George Adamson Wildlife Preservation Trust zurück. Geplant wurde es 1991 und 1992 gemeinsam mit der Wildtierbehörde, gebaut zwischen 1995 und 1997. Heute umfasst es rund 55 km² hinter einem 40 km langen Zaun. Im Jahr 2019 übergab der Trust seine Projekte nach 28 Jahren an die Nationalparkbehörde; im Gebiet lebten zu diesem Zeitpunkt 34 Spitzmaulnashörner.

Neben den Nashörnern lief hier seit 1995 das erste Zucht- und Auswilderungsprogramm für afrikanische Wildhunde in Ostafrika; bis zur Übergabe 2019 wurden über 200 Tiere in das Ökosystem Tsavo-Mkomazi entlassen. Beide Programme bedeuten dauerhafte Bewachung und Eingriffe: Ein Zaun ist kein Naturzustand, sondern eine Antwort auf Wilderei. Die Ranger bewachen das Gebiet rund um die Uhr.

Der Park grenzt an das kenianische Tsavo-Ökosystem, Tiere wandern über die Grenze. Für Besucher ist diese Grenze dagegen geschlossen: Einen Übergang innerhalb der Parks gibt es nicht.

Spitzmaulnashorn im Besuchergehege bei Mbula

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Zugang

Haupttor ist Zange bei der Stadt Same an der Hauptstraße Moshi nach Tanga, rund 112 km und zwei bis drei Stunden von Moshi. Weitere Tore sind Njiro, Kivingo und Umba. Die Zufahrt zum Umba-Tor im Osten ist schwer zu finden, die Pisten dort sind schlecht.

Fahrzeug

Die Zufahrt bis Same ist asphaltiert, im Park brauchst du Allrad. In der Regenzeit von März bis Mai werden Pisten weich bis unpassierbar, besonders im Osten.

Nachts

Nach 18 Uhr bist du im Park nur mit der gebuchten Nachtpirsch der Parkverwaltung unterwegs.

Zu Fuß

Geführte Buschwanderungen mit Ranger sind erlaubt und werden angeboten, unter anderem der Dindira-Weg mit rund 4 km und der Mbula-Hügel mit rund 5 km. Der Mbula-Hügel ist dabei nicht das Nashorngehege, auch wenn beide Mbula heißen.

Nashorn-Schutzgebiet

Der Besuch führt in das Besuchergehege bei Mbula, rund eine Stunde Fahrt vom Haupttor Zange. Er ist eine eigene Aktivität, kein Teil der normalen Pirschfahrt, und wird gesondert gebucht. Hinein kommst du nur im offenen Geländewagen des Parks, dein eigenes Fahrzeug bleibt draußen. Das ältere Zuchtgebiet bei Kisima ist ein anderes Gehege.

Aufenthaltsdauer

Zwei bis drei Tage. Der Park ist groß, die Tiere sind scheu, und es leben weniger Tiere hier als in den Nordparks. Wer nur einen halben Tag einplant, sieht wenig.

Ausrüstung

Fernglas, Staubschutz und lange Ärmel für den Dornbusch. Neutrale Kleidung wird von der Parkverwaltung empfohlen.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Sehe ich die Nashörner sicher?

Sie leben in einem umzäunten Schutzgebiet innerhalb des Parks, nicht frei. Der Besuch dort ist eine eigene, gesondert gebuchte Aktivität mit Ranger. Die Tiere kommen zu festen Zeiten ans Wasserloch, und der Besuch wird danach gelegt, meist am Vormittag gegen 9 Uhr oder am späten Nachmittag. Ob der Besuch in deiner Tour enthalten ist, klärst du vorher mit dem Anbieter.

Was kostet der Eintritt, und kann ich am Tor bar bezahlen?

Bar geht nicht. Am Tor wird mit Karte bezahlt oder über eine Kontrollnummer des staatlichen Zahlungssystems GePG, die du oder dein Veranstalter vorher besorgt. Der Eintritt kostet rund 30 € pro Person und Tag, Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen rund 10 €. Der Nashornbesuch bei Mbula kostet noch einmal rund 30 € für eine Stunde. Lass dir die Preise für dein Reisedatum vorher bestätigen.

Kann ich von Mkomazi direkt nach Tsavo West fahren?

Nein. Mkomazi und der kenianische Tsavo-West-Nationalpark bilden zwar ein zusammenhängendes Ökosystem, und die Tiere wandern zwischen beiden. Einen Grenzübergang innerhalb der Parks gibt es aber nicht. Wer beide sehen will, fährt außen herum über den Grenzposten Holili und Taveta.

Lohnt sich Mkomazi neben den großen Parks?

Nicht als Ersatz für Serengeti oder Ngorongoro, denn es leben deutlich weniger Tiere hier, und sie sind scheu. Dafür bist du weitgehend allein unterwegs, und du hast die Chance auf Wildhunde, Spitzmaulnashörner und Trockenland-Arten wie Oryx und Gerenuk, die es in den Nordparks nicht gibt.

Wann ist die beste Reisezeit?

Juni bis Oktober. Dann ist es trocken, die Pisten sind fest und die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen. Januar und Februar gehen auch, es ist nur heiß. Die langen Regen von März bis Mai machen die Pisten weich, die kurzen Regen im November und Dezember sind weniger hinderlich.

Darf ich im Park zu Fuß gehen?

Nur mit Ranger und auf gebuchten Wanderungen. Angeboten werden unter anderem der Dindira-Weg mit rund 4 km und der Weg auf den Mbula-Hügel mit rund 5 km. Der Mbula-Hügel hat dabei nichts mit dem Nashorngehege bei Mbula zu tun, dort kommst du nur im offenen Geländewagen des Parks hinein. Für die Wanderungen fällt eine Rangergebühr zusätzlich zum Eintritt an. Auf eigene Faust aussteigen ist außerhalb ausgewiesener Stellen nicht erlaubt.

Welches Tor nehme ich?

Zange bei der Stadt Same ist das Haupttor und liegt an der Hauptstraße, zwei bis drei Stunden von Moshi. Es gibt auch Njiro, Kivingo und Umba. Die Zufahrt zum Umba-Tor im Osten ist schwer zu finden, und die Pisten dort sind schlecht. Wenn du dort einfahren willst, frag vorher bei der Parkverwaltung nach dem Zustand.

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