Krüger-Nationalpark

Big Five auf der Fläche von Wales

Südafrika Nationalpark

Der Krüger-Nationalpark im Nordosten Südafrikas gehört mit rund 19.200 Quadratkilometern zu den größten und ältesten Wildschutzgebieten der Welt, etwa die Fläche von Wales. Alle Big Five leben hier, dazu über 500 Vogelarten. Weil Straßen, Camps und Tankstellen weit ausgebaut sind, lässt sich der Park auch im eigenen Mietwagen erkunden.

Der Krüger-Nationalpark liegt im Nordosten Südafrikas an der Grenze zu Mosambik und Simbabwe und erstreckt sich über die Provinzen Limpopo und Mpumalanga. Mit fast 20.000 Quadratkilometern zählt er zu den bekanntesten und ältesten Wildschutzgebieten der Welt.

Die Landschaft wechselt auf dieser Fläche mehrfach: dichtes Buschland und Mopane-Wälder im Norden, weite Grasflächen und Akazienwälder im Süden, dazu Gebirgsausläufer und Flusstäler. Mehrere große Flüsse durchziehen den Park, darunter Sabie, Olifants und Limpopo. An ihnen sammelt sich in der Trockenzeit das Wildleben.

Der Park beherbergt die Big Five, also Elefant, Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel, sowie Geparde, Hyänen, Wildhunde, Flusspferde, Krokodile und über 500 Vogelarten. Die Infrastruktur ist ungewöhnlich weit ausgebaut: Camps und Lodges in allen Preisklassen, ausgeschilderte Straßen, Restaurants, Picknickplätze und Tankstellen.

Warum hin

Darum ist Krüger-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Alle Big Five auf fast 20.000 Quadratkilometern, eines der wenigen Gebiete Afrikas dieser Größe
  2. Selbstfahrer-Safari möglich: ausgeschilderte Straßen, Camps und Tankstellen im Park
  3. Über 500 Vogelarten, dazu Geparde, Wildhunde und Hyänen neben den bekannten Großtieren
  4. Archäologische Stätten im Park: Thulamela, der steinummauerte Hügelpalast der Nyai-Gruppe der Shona sprechenden Lembethu, und das Eisenzeit-Dorf Masorini

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Krüger Nationalpark

  • Wer im Park schläft, fährt im Hochsommer eine Stunde vor allen anderen los Im November, Dezember und Januar öffnen die Camp-Tore im Park um 4.30 Uhr, die Eingangstore aber erst um 5.30 Uhr. Wer in einem Camp übernachtet, hat die erste Stunde des Tages praktisch für sich, bevor die Tagesgäste überhaupt hereinkommen. In den übrigen Monaten öffnen beide gleichzeitig, dann fällt der Vorsprung weg.
  • Als Tagesgast kannst du am Tor abgewiesen werden Der Park lässt nur eine begrenzte Zahl Besucher am Tag herein. Ist die Grenze erreicht, kommen nur noch Gäste mit gebuchtem Bett im Park hinein. Das passiert vor allem an Feiertagen und langen Wochenenden. Am Heritage Day, dem 24. September 2025, war das Tor Phalaborwa um 9 Uhr voll, obwohl die Schlange schon um 5 Uhr begann. Fällt dein Besuch auf einen Feiertag, buch den Tagesbesuch vorher oder nimm ein Bett im Park.
  • Das Anmeldeformular vorher ausdrucken spart dir die Schlange Jeder Gast gibt am Tor ein Anmelde- und Haftungsformular ab, zusammen mit Ausweis oder Reisepass. Das Formular gibt es zum Herunterladen. Wer es ausgefüllt mitbringt, reicht es aus dem Auto durch, statt sich am Schalter anzustellen.
  • Ab etwa einer Woche lohnt sich die WILD-Karte Die WILD-Karte befreit ein Jahr lang von der Tagesgebühr, und ausländische Gäste können sie kaufen. Kauf sie am besten vorher online: An einigen Toren gibt es sie zwar auch, den Antrag stellst du aber trotzdem online. Die Karte gibt es nur noch digital, am Tor zeigst du den Mitgliedsbrief oder die digitale Karte und deinen Ausweis. Sie gilt in über 80 Parks und Reservaten im südlichen Afrika, darunter die drei Big Game Parks in Eswatini. Wer nach dem Krüger weiterfährt, holt so noch mehr heraus.
  • Räum das Essen weg, bevor du morgens losfährst Die Affen und Paviane in den Camps haben gelernt, Kühlschranktüren und Schränke zu öffnen. Wer morgens zur Pirschfahrt aufbricht und Lebensmittel offen stehen lässt, kommt in eine ausgeräumte Unterkunft zurück. Füttern ist verboten und wird als schwerer Verstoß behandelt.
  • Fleisch darf hinein, aber nicht wieder hinaus Im Park sitzt das Amt des Staatstierarztes, und daran hängen Regeln, die viele überraschen. Rohes Fleisch und Milchprodukte darfst du für den eigenen Bedarf mitbringen. Rohe Erzeugnisse von Paarhufern dürfen den Park über die offiziellen Tore aber nicht verlassen, außer sie sind noch verschlossen verpackt und als südafrikanischer Ursprung gekennzeichnet. Fisch und Geflügel aus dem Laden sind ausgenommen.
  • Handy und Drohne bleiben aus Drohnen sind in den südafrikanischen Nationalparks und über ihnen vollständig verboten. Das Handy darfst du nur in den Camps, an den Toren und im Notfall benutzen. Zwischen 21.30 und 6 Uhr gilt in den Camps strenge Ruhe. Fahrräder, Motorräder, Inliner und Skateboards sind ebenfalls nicht erlaubt.
  • Frag an der Rezeption nach der Sichtungstafel In den Rezeptionen der Camps hängt eine Karte, auf der eingetragen wird, wo welche Tiere gesehen wurden, und sie wird täglich aktualisiert. Ein Blick darauf vor der Ausfahrt sagt dir mehr über deinen Tag als jeder Reiseführer.
  • Prüf vor der Reise, welche Straßen nach den Fluten wieder offen sind Im Januar 2026 haben schwere Überschwemmungen Straßen, Brücken und Camps im Park beschädigt, Teile des Parks waren wochenlang gesperrt. Das Camp Shingwedzi öffnete am 6. März 2026 wieder, die Letaba-Hochbrücke am 23. März 2026. Im Camp Letaba waren im September 2026 noch 64 Unterkünfte in Reparatur, fertig sein sollen sie bis zum 30. November 2026. Bevor du eine Route durch den Norden planst, sieh auf der Seite von SANParks unter den Meldungen nach, welche Brücken und Abschnitte befahrbar sind.

Wo was liegt

Karte von Krüger-Nationalpark

Karte von Krüger-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Felszeichnungen der San

    Kulturstätte Trubel Kaum jemand da

    Im Krüger sind Felsmalereien der San erhalten, aber nicht von der Straße aus zu sehen. Du kommst nur auf den Wilderness Trails des Parks hin: auf dem Bushmans Trail im Südwesten, wo der Besuch fest zum Tagesablauf gehört, und auf dem Nyalaland Trail im Norden, wo sie neben Mauerresten der Simbabwe-Steinkultur und versteinerten Dinosaurierresten liegen.

  • Panorama Route

    Sonstiges Trubel Viel los

    Die Panorama Route gehört nicht zum Park, sondern verläuft auf der Kante des Drakensberg-Escarpments, rund 50 bis 55 Kilometer westlich des Krügertores Phabeni. Vom Krüger aus ist sie ein Tagesausflug: Blyde River Canyon, God's Window und eine Reihe von Wasserfällen liegen an einer Strecke.

  • Thulamela und Masorini

    Kulturstätte

    Im Park liegen zwei zugängliche archäologische Stätten, und sie liegen weit auseinander. Masorini steht 12 Kilometer hinter dem Tor Phalaborwa an der Straße nach Letaba: ein nachgebautes Dorf der BaPhalaborwa, die hier im 19. Jahrhundert Eisen verhütteten. Thulamela im äußersten Norden ist ein steinummauerter Hügelpalast, rund 450 bis 500 Jahre alt, und nur mit Führung zu betreten.

Fläche, etwa so groß wie Wales
19.194 km²
Säugetierarten
147
Vogelarten
507
gegründet als Sabi Game Reserve
1898

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Vom Mopane-Wald zur Akazien-Savanne

Landschaft mit FLuss und Wäldern im Kruger Nationalpark.

Der Park erstreckt sich über zwei Provinzen und entsprechend viele Ökosysteme. Im Norden bestimmen dichtes Buschland und Mopane-Wälder das Bild, im Süden weite Grasflächen und Akazienwälder. Dazwischen liegen Gebirgsausläufer. Diese Vielfalt an Lebensräumen ist der Grund für die hohe Artenzahl.

Sabie, Olifants und Limpopo

Elefantenfamilie unter einem Baum im Kruger Nationalpark.

Mehrere große Flüsse durchziehen den Park und sind seine Lebensadern. In der Trockenzeit, wenn die Wasserlöcher im Busch versiegen, konzentriert sich das Wildleben an ihren Ufern, und das ist der Hauptgrund, warum die Monate Mai bis Oktober als beste Beobachtungszeit gelten.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Krüger-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitRegenzeitTrockenzeitRegenzeit
Andrangviel losviel losviel losviel losviel los
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los

Mai empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig

Die Hauptsaison für Safaris. Die Tiere versammeln sich an den verbleibenden Wasserstellen, die Vegetation ist weniger dicht, die Temperaturen sind angenehm.

Die beste Zeit für Wildbeobachtungen ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. Die Vegetation lichtet sich, die Tiere sammeln sich an den verbleibenden Wasserstellen, und die Temperaturen bleiben angenehm. Die Regenzeit von November bis April ist die grünere und vogelreichere Jahreszeit, dafür ist die Sicht durch dichtes Laub eingeschränkt, und einzelne Wege können unpassierbar werden.

Trockenzeit (Mai bis Oktober)

Die Hauptsaison für Safaris. Die Tiere versammeln sich an den verbleibenden Wasserstellen, die Vegetation ist weniger dicht, die Temperaturen sind angenehm. Für Wildbeobachtung die verlässlichste Zeit.

Regenzeit (November bis April)

Der Park wird grün, viele Jungtiere kommen zur Welt, und Zugvögel machen die Monate zur besten Zeit für Vogelbeobachtung. Dafür können die Temperaturen hoch sein, heftige Regenfälle machen einzelne Wege zeitweise unpassierbar, und die dichte Vegetation erschwert die Sicht.

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Krüger-Nationalpark hat eine der reichsten Tierpopulationen Afrikas. Die Big Five sind im gesamten Park verbreitet; Geparde, Tüpfelhyänen und Afrikanische Wildhunde jagen in verschiedenen Regionen.

In den Flüssen und Wasserlöchern leben Flusspferde und Nilkrokodile. Antilopen wie Kudu, Impala und Wasserbock gehören zu den häufigsten Beobachtungen. Mit 507 Vogelarten, darunter Greifvögel, Wasservögel und Zugvögel, zählt der Park zu den ergiebigsten Vogelgebieten des südlichen Afrika.

  • Löwe
  • Leopard
  • Elefant
  • Breitmaulnashorn
  • Spitzmaulnashorn
  • Büffel
  • Gepard
  • Tüpfelhyäne
  • Afrikanischer Wildhund
  • Flusspferd
  • Nilkrokodil
  • Giraffe
  • Zebra
  • Kudu
  • Impala
  • Wasserbock
Flusspferd und Nilkrokodil im Mbiyamiti

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Krüger-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Krüger-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Ländergrenzen: Natural Earth. Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. JohannesburgStart
  2. 460 km · gut 4 bis 6 Std. · Hazyview
  3. Tor Paul KrugerSüden, bei Hazyview
  • Süden, bei White RiverTor Numbi411 km ab Johannesburg
  • SüdenTor Malelane428 km ab Johannesburg
  • Süden, bei HazyviewTor Phabeni430 km ab Johannesburg, keine späte Einfahrt
  • Süden, nahe MosambikTor Crocodile Bridge475 km ab Johannesburg
  • Westen, ParkmitteTor Orpen490 km ab Johannesburg
  • Westen, ParkmitteTor Phalaborwa490 km ab Johannesburg, keine späte Einfahrt
  • NordenTor Punda Maria550 km ab Johannesburg
  • äußerster NordenTor Pafuri600 km ab Johannesburg, keine späte Einfahrt

Mit dem Flugzeug

  • Süden, bei NelspruitKruger Mpumalanga (KMIA)Hauptflughafen für den südlichen Parkteil
  • im ParkSkukuzaSANParks-Schalter am Flughafen: Gebühr zahlen, Permit wie am Tor
  • Westen, außerhalbHoedspruiterschließt weitere Regionen des Parks
  • Alle Zufahrtsstraßen sind geteert
  • Torschluss je nach Monat zwischen 17.30 und 18.30 Uhr
  • Wer nach Torschluss ankommt, wird abgewiesen, also großzügig rechnen
  • Späte Einfahrt bis 21 Uhr nur im Notfall, mit Begleitfahrzeug
Anreise ausführlich

Auto

Von Johannesburg sind es zu den südlichen Toren 411 bis 475 Kilometer, also gut vier bis sechs Stunden: Numbi 411 km, Malelane 428 km, Phabeni 430 km, Paul Kruger 460 km, Crocodile Bridge 475 km. Die Tore weiter nördlich liegen deutlich weiter: Orpen und Phalaborwa je 490 km, Punda Maria 550 km, Pafuri 600 km. Alle Zufahrtsstraßen sind geteert. Rechne großzügig, denn wer nach Torschluss ankommt, wird abgewiesen.

Flugzeug

Hauptflughafen für den südlichen Parkteil ist der Kruger Mpumalanga International Airport (KMIA) bei Nelspruit. Die Flughäfen Skukuza und Hoedspruit erschließen weitere Regionen des Parks. Skukuza liegt im Park selbst, ein Schalter von SANParks am Flughafen wickelt die Einreise wie an einem Tor ab. Dort gibst du das Anmeldeformular ab, zahlst die Tagesgebühr oder zeigst die Online-Zahlung und bekommst das Permit, das du bis zur Ausfahrt aufhebst. Wer an diesem Tag ohnehin zahlt, nutzt die Fahrt zur Unterkunft gleich als Pirschfahrt.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 35 €Erwachsene, pro Tag, ab 1.11.2026
  • Kinder unter 12: rund 19 €, ab 1.11.2026
  • Unter 2 Jahren frei
  • Nur Karte, kein Bargeld

Der Eintritt gilt je Tag im Park, nicht je Einfahrt. Ab dem 1. November 2026 zahlen internationale Gäste rund 35 € am Tag, Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 19 €. Bis zum 31. Oktober 2026 sind es noch rund 30 € und rund 16 €. Kinder unter zwei Jahren zahlen nichts. Die Mehrwertsteuer ist in diesen Tagessätzen schon enthalten.

Bezahlt wird mit Visa- oder Mastercard am Tor oder vorab online. Tore und Camps nehmen kein Bargeld.

Die WILD-Karte befreit ein Jahr lang von der Tagesgebühr. Die internationale Karte für alle Parks kostet rund 250 € für eine Person und rund 395 € für zwei, diese Kartenpreise gelten bis Ende Oktober 2026. Beim bisherigen Tagessatz lohnt sie sich für eine Person ab dem achten Parktag, für zwei ab dem siebten.

Extras: Eine späte Einfahrt bis 21 Uhr gibt es nur im Notfall, mit Begleitfahrzeug, für rund 25 € je Fahrzeug. Der Thulamela Trail kostet rund 13 € pro Person. Auf Unterkünfte und gebuchte Aktivitäten kommt 1 Prozent für einen Gemeindefonds dazu. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Singita Lebombo Lodge. Suiten mit weitem Blick über den Park und gehobenem Service.

Mittelklasse

Skukuza Rest Camp. Das größte Camp im Park, mit mehreren Unterkunftsarten und guter Infrastruktur.

Budget

Lower Sabie Rest Camp. Preiswerte Unterkünfte, bekannt für gute Wildbeobachtung in der Umgebung.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Pirschfahrten

Geführte Safaris und selbst gefahrene Touren auf den ausgeschilderten Wegen.

Buschwanderungen

Geführte Wanderungen, bei denen auch kleinere Tiere und die Pflanzenwelt in den Blick kommen.

Nachtfahrten

Geführte Touren nach Sonnenuntergang zeigen nachtaktive Arten.

Vogelbeobachtung

Über 500 Arten, von Greifvögeln bis zu Zugvögeln in der Regenzeit.

Fotografie

Landschaften, Tierwelt und historische Stätten auf engem Raum.

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Die Tagesgebühr läuft im Krüger als Naturschutzgebühr und trägt den Betrieb des Parks mit. Dazu kommen Bildungsprogramme, Forschung und feste Besucherregeln: aussteigen nur an ausgewiesenen Stellen, Tempolimit, Torzeiten, kein Füttern, keine Drohnen.

Die größte offene Wunde des Parks sind die Nashörner. Ende 2022 lebten hier noch rund 1.850 Breitmaul- und 210 Spitzmaulnashörner, gut 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 2025 wurden im Krüger 175 Nashörner gewildert, nach 88 im Jahr davor, während die Zahlen im übrigen Südafrika zurückgingen. Der Park will den Bestand der Breitmaulnashörner binnen eines Jahrzehnts von rund 2.000 auf 12.000 bringen.

Nach den Überschwemmungen vom Januar 2026 arbeitet der Park an Straßen, Brücken und Camps, dafür gibt es einen eigenen Wiederaufbaufonds.

Breitmaulnashorn mit Kalb im Buschland des Krüger

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Tore

Neun Eingangstore, die Zeiten wechseln mit Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Die Eingangstore öffnen von Oktober bis März um 5.30 Uhr, von April bis September um 6 Uhr. Geschlossen wird von November bis Februar um 18.30 Uhr, im März, April, August, September und Oktober um 18 Uhr und von Mai bis Juli um 17.30 Uhr. Die Zeiten können sich kurzfristig ändern. Die Camp-Tore im Park öffnen im November, Dezember und Januar schon um 4.30 Uhr, sonst zur selben Zeit wie die Eingangstore.

Zu spät

Wer nach Torschluss ankommt, wird abgewiesen. Die späte Einfahrt bis 21 Uhr gibt es nur im Notfall, nur mit gebuchtem Bett in einem Camp innerhalb von zehn Kilometern und nur mit Begleitfahrzeug. An den Toren Phabeni, Phalaborwa und Pafuri geht das gar nicht.

Anmeldung

Am Tor gibst du ein Anmelde- und Haftungsformular ab, dazu Ausweis oder Reisepass. Das Formular kannst du vorher ausdrucken und ausgefüllt mitbringen.

Fahren

Erlaubt sind 50 km/h auf Teerstraßen und 40 km/h auf Schotter. Abseits der Wege zu fahren ist verboten, aussteigen darfst du nur an ausgeschilderten Stellen. Nachts fährt niemand privat, geführte Nachtfahrten buchst du im Camp. Fahrzeuge über vier Tonnen und Busse mit mehr als 25 Plätzen dürfen nur auf Teerstraßen.

Verboten

Tiere füttern und Haustiere jeder Art.

Malaria

Der Krüger ist einer von zwei südafrikanischen Nationalparks in einem Malariagebiet. Das Risiko ist meist gering, auch im Sommer, am höchsten von November bis April. Sprich die Vorbeugung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.

Unterwegs

Toiletten gibt es an den Toren, in den Camps und an den Picknickplätzen. Die großen Camps haben Läden, Restaurants und Tankstellen. Unterkünfte werden ab 14 Uhr bezogen und sind bis 10 Uhr zu räumen.

Beste Tageszeit

Früher Morgen und später Nachmittag, wenn die Tiere aktiv sind.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Kann man den Krüger-Nationalpark im eigenen Mietwagen erkunden?

Ja, und genau das macht den Park aus. Er hat ein ausgeschildertes Straßennetz, Camps mit Unterkünften, Läden, Restaurants und Tankstellen. Ein normaler Pkw reicht, die Hauptstraßen sind geteert und die Schotterpisten sind in der Regel befahrbar. Es gilt Tempo 50 auf Teer und 40 auf Schotter, abseits der Wege zu fahren ist verboten, und aussteigen darfst du nur an ausgeschilderten Stellen. Nach Torschluss darf niemand privat weiterfahren, geführte Nachtfahrten und Buschwanderungen buchst du im Camp.

Welche Parks erreiche ich vom Krüger aus?

Das Sabi Sand Game Reserve und die Panorama Route erreichst du mit dem Auto in etwa einer Stunde, die Panorama Route über Hazyview ab dem Tor Phabeni. Bis zur Grenze nach Eswatini am Posten Jeppe's Reef sind es ab Skukuza zweieinhalb bis drei Stunden. Den iSimangaliso Wetland Park erreichst du in sechs bis acht Stunden über Eswatini mit zwei Grenzübergängen, den Pilanesberg-Nationalpark in rund sieben Stunden.

Wie viele Tage sollte man einplanen?

Drei bis fünf Tage. Der Park ist fast 20.000 Quadratkilometer groß und wechselt von Norden nach Süden die Landschaft. Wer nur einen Tag bleibt, sieht einen Ausschnitt, meist den viel befahrenen Süden zwischen Skukuza und Lower Sabie. Ab etwa einer Woche lohnt sich die WILD-Karte, die von der Tagesgebühr befreit.

Welches Eingangstor ist das richtige?

Der Park hat neun Eingangstore: Crocodile Bridge, Malelane, Numbi, Orpen, Pafuri, Paul Kruger, Phabeni, Phalaborwa und Punda Maria. Für den Süden kommen Paul Kruger und Phabeni bei Hazyview, Numbi bei White River, Malelane und Crocodile Bridge an der Südgrenze des Parks infrage. Die Wahl richtet sich danach, aus welcher Richtung du anreist und wo du schläfst. Ein Punkt, der den Tag retten kann: Kommst du zu spät, gibt es an Phabeni, Phalaborwa und Pafuri keine späte Einfahrt, an den übrigen sechs nur im Notfall und gegen Gebühr.

Was kostet der Eintritt, und ändert sich der Preis bald?

Ja, er ändert sich. Bis zum 31. Oktober 2026 zahlen internationale Gäste rund 30 € am Tag, ab dem 1. November 2026 rund 35 €. Kinder von 2 bis 11 Jahren zahlen rund 16 € beziehungsweise rund 19 €, jüngere nichts. Die Mehrwertsteuer ist schon enthalten, bezahlt wird mit Karte. Wer mehrere Tage oder mehrere südafrikanische Nationalparks fährt, sollte die WILD-Karte durchrechnen.

Kann man als Tagesgast am Tor abgewiesen werden?

Ja. Der Park lässt nur eine begrenzte Zahl Besucher am Tag herein. Ist diese Grenze erreicht, kommen nur noch Gäste mit gebuchter Übernachtung im Park hinein. Das passiert vor allem an Feiertagen und langen Wochenenden. Fällt dein Besuch auf so einen Tag, buch den Tagesbesuch vorher oder nimm gleich ein Bett im Park.

Muss man wegen Malaria vorsorgen?

Der Krüger ist einer von zwei südafrikanischen Nationalparks, die in einem Malariagebiet liegen, der andere ist Mapungubwe. Das Risiko ist meist gering, auch in den Sommermonaten, am höchsten aber von November bis April, und Vorbeugung ist für alle Reisenden ratsam. Was für dich das Richtige ist, entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt, nicht wir.

In der Nähe

Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Fluss und Graslandschaft im Sabi Sand Game Reserve.
  • Mit dem Auto von Krüger-Nationalpark bis Sabi-Sand-Game-Reserve: ca. 1 Std.

Sabi-Sand-Game-Reserve

Das Sabi Sand Game Reserve grenzt ohne Zäune an den Krüger-Nationalpark: Wildtiere wandern frei zwischen beiden Gebieten. Auf rund 650 Quadratkilometern liegen einige der ältesten privaten Lodges Südafrikas. Bekannt ist das Reservat vor allem für seine Leopardensichtungen: Die Tiere sind an Safarifahrzeuge gewöhnt und lassen sich deshalb ungewöhnlich oft beobachten. Hinein kommst du nur als Gast einer Lodge, Tagesbesucher und Selbstfahrer bleiben draußen.

Blick auf den Blyde River Canyon bei der Panorama Route Südafrika
  • Mit dem Auto von Krüger-Nationalpark bis Panorama Route: ca. 1 Std. (ab Tor Phabeni über Hazyview)

Panorama Route

Die Panorama Route in der Provinz Mpumalanga ist keine Parkgrenze, sondern eine Straße: je nach Zuschnitt 160 bis knapp 400 Kilometer entlang des Drakensberg-Escarpments, vorbei am Blyde River Canyon, an God's Window und an einer Reihe von Wasserfällen. Sie lässt sich in zwei Tagen fahren und verbindet sich gut mit einem Besuch im benachbarten Krüger-Nationalpark.

Panorama über Swasiland.
  • Mit dem Auto von Krüger-Nationalpark bis Eswatini: 2,5 bis 3 Std. (ab Skukuza bis zur Grenze, Jeppe's Reef)

Eswatini

Eswatini, bis 2018 Swasiland genannt, ist eines der kleinsten Länder Afrikas und trotzdem erstaunlich vielfältig: Auf 17.364 Quadratkilometern liegen Hochgebirge, fruchtbare Täler und Savannen mit Wildreservaten dicht nebeneinander. Das Königreich zwischen Südafrika und Mosambik verbindet Safari mit lebendiger Tradition.

Panorama vom iSimangaliso Wetland Park.
  • Mit dem Auto von Krüger-Nationalpark bis iSimangaliso-Wetland-Park: 6 bis 8 Std. (über Eswatini, zwei Grenzübergänge)

iSimangaliso-Wetland-Park

Der iSimangaliso Wetland Park liegt an der Ostküste Südafrikas in KwaZulu-Natal und ist Südafrikas erstes UNESCO-Weltnaturerbe. Auf rund 3.280 Quadratkilometern greifen acht miteinander verbundene Ökosysteme ineinander: Küstenwälder, Savannen, Feuchtgebiete, Dünen, Strände und Korallenriffe. Der Park ist kein Gebiet mit einem Tor, sondern zehn Abschnitte mit eigenen Zugängen, Zeiten und Preisen. iSimangaliso bedeutet auf Zulu „Wunder“.

Panorama des Pilanesberg Nationalpark.
  • Mit dem Auto von Krüger-Nationalpark bis Pilanesberg-Nationalpark: ca. 7 Std.

Pilanesberg-Nationalpark

Der Pilanesberg-Nationalpark liegt im Nordwesten Südafrikas, 170 Kilometer von Johannesburg und 150 von Pretoria, und damit näher an der Stadt als die meisten großen Safariziele des Landes. Er sitzt auf dem Ringkomplex eines Vulkans, der vor rund 1,2 bis 1,4 Milliarden Jahren ausbrach, trägt die Big Five und ist malariafrei. Seit Dezember 2025 kostet er Gäste aus dem Ausland allerdings rund 40 € am Tag.