Eswatini
Königreich zwischen Südafrika und Mosambik, früher Swasiland
Eswatini, bis 2018 Swasiland genannt, ist eines der kleinsten Länder Afrikas und trotzdem erstaunlich vielfältig: Auf 17.364 Quadratkilometern liegen Hochgebirge, fruchtbare Täler und Savannen mit Wildreservaten dicht nebeneinander. Das Königreich zwischen Südafrika und Mosambik verbindet Safari mit lebendiger Tradition.
Eswatini, früher als Swasiland bekannt, ist ein kleines Königreich im südlichen Afrika, eingebettet zwischen Südafrika und Mosambik. Bekannt ist es für seine kulturellen Traditionen, die Landschaftsvielfalt und mehrere Wildschutzgebiete auf engem Raum.
Trotz der geringen Fläche von 17.364 Quadratkilometern, etwas kleiner als Sachsen, reicht die Bandbreite von traditionellen Zeremonien und Festivals bis zu Safaris, Wanderungen und Abenteueraktivitäten. Mbabane ist der administrative Regierungssitz, Lobamba das kulturelle und königliche Zentrum.
Für Reisende ist Eswatini damit weniger ein einzelnes Ziel als eine kompakte Rundreise-Region: Von einem Standort aus lassen sich Nationalparks, Bergreservate und Kulturstätten an einem Tag erreichen.
Darum ist Eswatini ein Sehnsuchtsort
- Vier Landschaftsregionen auf kleinem Raum: Highveld, Middleveld, Lowveld und Lebombo Mountains
- Sibebe Rock bei Mbabane, ein gewaltiger Granitdom, der hoch über das Tal des Mbuluzi aufragt
- Lebendige Tradition: Umhlanga (Reed Dance) und Incwala sind keine Vorführungen für Touristen, sondern Staatszeremonien
- Vier sehr unterschiedliche Schutzgebiete: Hlane, Mlilwane, Mkhaya und Malolotja
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für Eswatini
- Nimm Karte statt Bargeld mit in die Reservate Hlane, Mlilwane, Mkhaya und KaMsholo gehören zu Big Game Parks, und dort geht seit dem 1. Juli 2026 alles nur noch mit Karte oder MoMo, auch Pirschfahrten und Übernachtung. Wer mit einem Bündel Scheine anreist, steht am Tor. Für die Märkte und als Reserve, falls ein Kartengerät streikt, nimm trotzdem etwas Bargeld mit.
- Nachts kommst du nicht sicher über die Grenze Selbst Ngwenya und Oshoek an der Straße von Johannesburg ist verlässlich nur von 7 bis 22 Uhr offen, und die anderen Übergänge schließen teils deutlich früher: Die schöne Bergstrecke über Bulembu und Josefsdal macht schon um 16 Uhr dicht, Mananga um 18 Uhr, Matsamo und Jeppes Reef um 20 Uhr. Wer den letzten Programmpunkt in Südafrika zu lang macht, übernachtet ungeplant auf der falschen Seite.
- Ohne Schreiben der Autovermietung kommst du nicht rein Mit einem Mietwagen brauchst du an der Grenze ein Schreiben der Vermietung, das die Fahrt nach Eswatini erlaubt, dazu Führerschein und Reisepass. Die meisten südafrikanischen Vermieter stellen es aus, aber sie tun es nicht von selbst: Du musst bei der Abholung danach fragen.
- Die Umwegstrecke über den Maguga-Staudamm Wer von Mpumalanga über Matsamo einreist, fährt auf der MR1 nach Piggs Peak. Wechsel dort auf die MR32: Sie führt am Maguga-Staudamm vorbei und trifft danach wieder auf die MR1 Richtung Malolotja. Etwas länger, dafür die Strecke, die Einheimische Besuchern zuerst empfehlen.
- Sibebe Rock: von unten ein halber Tag, vom Resort eine Vormittagsrunde Von der Straße aus sind es acht bis zehn Kilometer hin und zurück, rechne mit drei bis fünf Stunden. Wer stattdessen die Zufahrt zum Sibebe Resort hochfährt, braucht für die Runde zum Gipfel nur noch anderthalb bis zwei Stunden. Und wie groß der Felsen ist, siehst du schon von Pine Valley aus. Wenn dein Tag voll ist, musst du deshalb nicht auf den Fels verzichten, nur auf den langen Weg.
- Zwei Karten an einem Tor In Mantenga gibt es eine Karte nur für das Naturreservat und eine für Reservat plus Kulturdorf. Das Tor öffnet um 6 Uhr, der Schalter aber erst um 8. Wer früh da ist, hat die Wasserfälle und die Wege für sich, bevor die Vorführungen im Kulturdorf die Gruppen bringen. In Malolotja steckt dagegen schon im normalen Eintritt, was viele extra suchen: der Hawane Dam und die alte Ngwenya-Mine.
Karte von Eswatini
Highlights
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Hlane Royal National Park
Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Wenig TrubelDer Nationalpark im Lowveld, 22.000 Hektar groß, bekannt für Löwen, Elefanten, Nashörner und eine reiche Vogelwelt. Hier finden die klassischen Safari-Pirschfahrten statt.
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Malolotja Nature Reserve
Sonstiges Aura Haut dich um Trubel Wenig TrubelBergreservat mit Wasserfällen und einem dichten Netz an Wanderwegen, dazu Canopy-Touren und gute Bedingungen für Vogelbeobachtung.
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Mantenga Falls
Wasserfall Trubel Wenig TrubelDer wasserreichste Wasserfall Eswatinis, mitten im Mantenga-Naturreservat. Vom Kulturdorf sind es rund 15 Minuten zu Fuß, am Fuß der Fälle liegt ein Picknickplatz.
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Mkhaya Game Reserve
Tierbeobachtungsort Aura Gänsehaut garantiert Trubel Kaum jemand daEin exklusives Reservat mit Schwerpunkt auf gefährdeten Arten: Spitz- und Breitmaulnashörner, dazu die einzigen Büffel, Rappen- und Leierantilopen des Landes. Elefanten gibt es hier seit 2015 nicht mehr, der Betreiber hat sie abgezogen. Besucht wird ausschließlich mit geführten Safaris, die Unterkünfte sind gehoben.
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Mlilwane Wildlife Sanctuary
Tierbeobachtungsort Aura Beeindruckend Trubel Bekannt, aber entspanntDas älteste Schutzgebiet des Landes und eines der wenigen, in denen Wanderungen, Mountainbiken und Reitsafaris erlaubt sind. Zu sehen sind Zebras, Antilopen, Warzenschweine und Flusspferde.
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Sibebe Rock
Felsen Aura Beeindruckend Trubel Kaum jemand daEin gewaltiger Granitfels bei Mbabane, rund 350 Meter über dem Tal des Mbuluzi. Der Aufstieg ist anstrengend und wird mit einem weiten Blick über die umliegende Landschaft belohnt.
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Swazi Cultural Village
Dorf Aura Haut dich um Trubel Bekannt, aber entspanntEin Einblick in die traditionelle Lebensweise der Swazi: Tänze, Musik und Handwerk werden hier gezeigt und erklärt, dazu die Geschichte und die Bräuche des Königreichs.
- Fläche, etwas kleiner als Sachsen
- 17.364 km²
- Vogelarten, rund so viele wie im Krüger-Nationalpark
- 500
- einheimische Pflanzenarten, grob gerechnet
- 3.500
- höchster Punkt, der tiefste liegt auf 21 m
- 1.862 m
Landschaftsmerkmale
Vier Regionen von den Bergen bis ins Lowveld
Das Land ist in vier Hauptregionen gegliedert: Das Highveld ist bekannt für grüne Hügel und dichte Wälder, das Middleveld für fruchtbare Täler und gemäßigtes Klima, das Lowveld für weite Savannen und Wildschutzgebiete. Jede Region bringt ihr eigenes Klima und ihre eigenen Erlebnisse mit.
Die Lebombo Mountains im Osten
An der Grenze zu Mosambik ziehen sich die Lebombo Mountains entlang, bekannt für dramatische Felsformationen und weite Ausblicke. Zwischen Regenwäldern, Bergen, Savannen und Tälern liegen oft nur wenige Fahrstunden.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Regenzeit | Trockenzeit | Regenzeit | |||||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | viel los | ||||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- viel los
Mai empfohlen
Trockenzeit · eher ruhig
Die beste Zeit für Wildbeobachtung: Die Vegetation ist licht, die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen. Das Wetter ist kühl und angenehm für Aktivitäten im Freien.
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Eswatini lässt sich ganzjährig bereisen. Die Wahl hängt davon ab, ob Wildbeobachtung oder grüne Landschaft im Vordergrund steht.
Trockenzeit (Mai bis Oktober)
Die beste Zeit für Wildbeobachtung: Die Vegetation ist licht, die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen. Das Wetter ist kühl und angenehm für Aktivitäten im Freien.
Regenzeit (November bis April)
Die Landschaft steht in sattem Grün, Flüsse und Wasserfälle führen mehr Wasser. Gute Zeit für Vogelbeobachtung, allerdings können die Wege schlammig sein.
Sehenswerte Tiere
Die Tierwelt Eswatinis verteilt sich auf mehrere Reservate mit unterschiedlichem Schwerpunkt: Hlane steht für die großen Arten, Mkhaya für den Schutz bedrohter Tiere, Mlilwane für Begegnungen zu Fuß, zu Pferd oder auf dem Rad, weil dort keine großen Raubtiere leben.
Alle Big Five hat kein einzelnes Reservat. In Hlane leben Löwe, Elefant und beide Nashornarten, in Mkhaya Kaffernbüffel, beide Nashornarten und Leopard; die Elefanten wurden 2015 aus Mkhaya abgezogen. Wer alle fünf sehen will, braucht also beide Gebiete. Die eigentliche Stärke des Landes sind die Nashörner: Spitz- und Breitmaulnashorn leben hier beide, und in Mkhaya kommst du zu Fuß an sie heran.
- Löwe
- Afrikanischer Elefant
- Spitzmaulnashorn
- Breitmaulnashorn
- Rappenantilope (Sable)
- Steppenzebra
- Warzenschwein
- Flusspferd
- Antilopenarten
- Zahlreiche Vogelarten
- Kaffernbüffel
- Leopard
- Giraffe
- Elenantilope
Foto: Bernard DUPONT, CC BY-SA 2.0Anreise

Mit dem Auto
- JohannesburgStart
- rund 3,5 Std.Hauptübergang, täglich 7 bis 22 Uhr
- Tor Ngwenya/OshoekWesten, Straße nach Mbabane
- NelspruitStart
- etwa 1,5 Std.7 bis 20 Uhr
- Tor Matsamo/Jeppes ReefNorden, aus Mpumalanga
- MR1 und MR32Umwegstrecke, die Einheimische zuerst empfehlen
- Malolotja Nature ReserveZiel
- DurbanStart
- rund 3,5 Std.7 bis 22 Uhr
- Tor Lavumisa/GolelaSüden, Richtung Durban
- SüdwestenTor Mahamba7 bis 22 Uhr
- NordostenTor Manangaschließt um 18 Uhr
- Nordwesten, BergstreckeTor Bulembu/Josefsdalkleiner Bergübergang, schließt schon um 16 Uhr
- SüdwestenTor Gege/Bothashoopkleiner Bergübergang, schließt schon um 16 Uhr
Mit dem Bus
- JohannesburgStart
- etwa 5 Std.Kleinbusse im Linienbetrieb, ein bis vier Fahrten am Tag
- EswatiniZiel
Mit dem Flugzeug
Johannesburg oder Durban oder Kapstadt oder Harare → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft
- östlich von ManziniKing Mswati III InternationalAirlink und Eswatini Air
- Malolotja ab Matsamo: MR1 bis Piggs Peak, dann MR32 am Maguga-Staudamm
- Kostenloser Shuttle von Eswatini Air ab Flughafen nach Manzini, Matsapha, Ezulwini und Mbabane
- Mietwagen: Schreiben der Vermietung für Eswatini, Führerschein und Reisepass mitnehmen
- Straßengebühr am Grenzposten: rund 8 € je Pkw
- Nach Einbruch der Dunkelheit besser nicht mehr fahren, die Reservate schließen um 18 Uhr
- Mlilwane: Sangweni Gate an der D55. Mkhaya: Treffpunkt an der MR8 bei Phuzamoya, nur nach Absprache
Anreise ausführlich
Mit dem Auto
Von Südafrika aus gut erreichbar. Der Hauptgrenzübergang Ngwenya und Oshoek an der Straße von Johannesburg ist täglich ab 7 Uhr und mindestens bis 22 Uhr offen, von dort sind es rund dreieinhalb Stunden nach Johannesburg. Von Nelspruit kommst du über Matsamo und Jeppes Reef in etwa anderthalb Stunden an die Grenze, von Durban über Golela in dreieinhalb. Die übrigen Übergänge haben feste Schließzeiten, prüf sie vor der Fahrt.
Mit dem Flugzeug
Der King Mswati III International Airport östlich von Manzini wird von Airlink und Eswatini Air angeflogen, mit Verbindungen nach Johannesburg, Durban, Kapstadt und Harare. Eswatini Air fährt seit Oktober 2024 einen kostenlosen Shuttle vom Flughafen nach Manzini, Matsapha, Ezulwini und Mbabane. Interkontinental fliegst du nach Johannesburg und fährst weiter.
Mit dem Bus
Zwischen Johannesburg und Eswatini fahren Kleinbus-Anbieter wie TransMagnific und Melula Travel im Linienbetrieb, ein bis vier Fahrten am Tag je Richtung, etwa fünf Stunden unterwegs. TransMagnific bedient auch Durban, Nelspruit, den Kruger und Maputo. Das ist der einfachste Weg ohne eigenes Auto, im Land selbst brauchst du dann aber Transfers.
Kosten und Gebühren
- Kein Landeseintritt, Gebühr je Reservat
- Malolotja, Mantenga: rund 4 €
- Mkhaya: nur als Paket, ab rund 75 €
- Big Game Parks: kein Bargeld
Einen Eintritt für das Land gibt es nicht, du zahlst je Reservat. Zwei Verwaltungen teilen sich die Gebiete, und jede hat eigene Sätze.
In Hlane, Mlilwane und KaMsholo von Big Game Parks kostet die Schutzgebühr rund 5 € pro Person und Tag. Kinder unter 13 zahlen die Hälfte, Babys unter 3 nichts. Die Wild Card der SANParks gilt dort auch, als All-Cluster- und als Swazi-Cluster-Karte. Mkhaya besuchst du nur mit vorab gebuchtem Paket: Die Tagestour von 10 bis 16 Uhr kostet rund 75 € pro Person ab zwei Personen, Übernachtungspakete schließen Schutzgebühr, Mahlzeiten und Pirschfahrten ein.
In Malolotja, Mantenga und Mlawula der Eswatini National Trust Commission zahlen internationale Gäste rund 4 €. Mantenga mit Kulturdorf kostet rund 8 €, die Canopy-Tour in Malolotja rund 45 €.
Mit einem ausländisch zugelassenen Auto zahlst du bei der Einreise rund 8 € Straßengebühr, mit dem Motorrad rund 4 €.
Big Game Parks nimmt kein Bargeld, nur Visa, Mastercard oder MoMo von MTN. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.
Beliebte Unterkünfte
Luxus
Stone Camp im Mkhaya Game Reserve, mitten in der Wildnis, mit geführten Safari-Erlebnissen.
Mittelklasse
Reilly’s Rock Hilltop Lodge im Mlilwane Wildlife Sanctuary, eine historische Lodge mit Blick über Hügel und Täler.
Budget
Mantenga Lodge nahe Ezulwini, preiswert und zentral zu vielen Sehenswürdigkeiten.
Aktivitäten
Safaris und Wildbeobachtung
Geführte Touren und Pirschfahrten in den Nationalparks und Reservaten.
Wandern und Trekking
Zahlreiche Wege in den Bergen und Schutzgebieten, besonders im Malolotja Nature Reserve.
Kulturelle Erlebnisse
Besuche traditioneller Dörfer sowie die großen Zeremonien Umhlanga (Reed Dance) und Incwala, ein königliches Ritual.
Abenteuer
Mountainbiken, Reitsafaris, Canopy-Touren und Wildwasser-Rafting.
Handwerk und Märkte
Lokale Märkte und Handwerkszentren verkaufen traditionelles Swazi-Handwerk direkt vor Ort.
Foto: René C. Nielsen, CC BY-SA 2.0Natur- und Tierschutz
Rund vier Prozent der Landesfläche stehen unter Schutz, verteilt auf mehr als ein Dutzend Gebiete in einem Land, das kleiner ist als Sachsen. Eswatini zählt rund 500 Vogelarten, etwa so viele wie im Krüger-Nationalpark, und rund 3.500 einheimische Pflanzenarten.
Der sichtbarste Beitrag des Landes ist der Nashornschutz: Sowohl Spitz- als auch Breitmaulnashorn leben hier, und Big Game Parks unterhält eine eigene Hotline gegen Wilderei.
Für dich gilt das Übliche: Abfälle wieder mitnehmen, Wildtiere nicht füttern, und bei Zeremonien vorher fragen, ob fotografiert werden darf.
Praktische Informationen
Einreise
Für Deutschland, Österreich, die Schweiz und die meisten weiteren EU-Staaten brauchst du kein Visum: Den Stempel für 30 Tage bekommst du an der Grenze, verlängern kannst du beim Innenministerium. Dein Reisepass sollte ab Einreise noch sechs Monate gültig sein und zwei bis drei freie Seiten haben. Wer ein Visum braucht, besorgt es vorher bei einer Auslandsvertretung.
Grenzübergänge und ihre Zeiten
Ngwenya und Oshoek, die Hauptverbindung von Johannesburg, ist täglich ab 7 Uhr und mindestens bis 22 Uhr offen. Plan eine Nachtüberfahrt trotzdem nicht ein. Die anderen Übergänge schließen früher oder gleichzeitig. Von Mpumalanga kommend hat Matsamo und Jeppes Reef von 7 bis 20 Uhr geöffnet, Richtung Durban Lavumisa und Golela von 7 bis 22 Uhr, ebenso Mahamba. Mananga macht um 18 Uhr zu, und die kleinen Bergübergänge Bulembu und Josefsdal sowie Gege und Bothashoop schon um 16 Uhr. Wer die Panoramastrecke über Bulembu plant, muss deshalb mittags dort sein.
Auto und Grenzgebühr
Für ein ausländisch zugelassenes Fahrzeug zahlst du bei der Einreise eine Straßengebühr am Grenzposten und füllst dort eine Zollerklärung aus; den Nachweis über Erklärung und Zahlung behältst du danach im Auto. Mit einem Mietwagen brauchst du zusätzlich ein Schreiben der Autovermietung, das dir die Fahrt nach Eswatini erlaubt, dazu Führerschein und Reisepass. Ohne dieses Schreiben kommst du nicht über die Grenze.
Fahren
Fahr nach Einbruch der Dunkelheit besser nicht mehr: Die Straßen sind stellenweise schlecht, Fußgänger und Tiere auf der Fahrbahn sind häufig. Die Reservate schließen ohnehin um 18 Uhr.
Tore finden
Für Mlilwane und Mkhaya führen gängige Kartendienste in die Irre. In Mlilwane landest du an einem weit entfernten, falschen Tor; richtig ist das Sangweni Gate an der Straße D55, kurz hinter der Esitjeni Primary School. In Mkhaya kommst du an ein unbesetztes Hintertor statt an den Treffpunkt an der Hauptstraße MR8 bei Phuzamoya, und abgeholt wirst du dort nur, wenn es vorher verabredet ist. Lass dir die Anfahrt vom Betreiber bestätigen, statt dem Ziel im Telefon zu folgen.
Wasser
Ins Wasser gehst du in Eswatini besser nicht. An den Mantenga Falls leben Krokodile im Fluss, und die Becken unterhalb der Fälle sehen einladender aus, als sie sind. In Mlilwane gilt dasselbe: Das Gebiet ist frei von Großraubtieren, und genau deshalb darfst du dort zu Fuß gehen, aber im Damm und in den Flussläufen leben Nilkrokodile. Halt am Wasser Abstand, auch wo der Weg dicht daran vorbeiführt.
Geld
Die Landeswährung ist eins zu eins an den südafrikanischen Rand gekoppelt, und Rand werden im ganzen Land angenommen, auch am Grenzposten. Eine Wechselstube gibt es dort nicht.
Zwischenstopp Südafrika
Die meisten kommen über Johannesburg. Seit dem 1. Juli 2026 verlangt Südafrika dafür eine Online-Zollanmeldung, die vor der Reise ausgefüllt sein muss, frühestens 24 Stunden vor Abflug.
Sprache
Amtssprachen sind SiSwati und Englisch. Mit Englisch kommst du überall zurecht.
Foto: Charles J. Sharp, CC BY-SA 4.0Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Heißt das Land jetzt Eswatini oder Swasiland?
Eswatini. König Mswati III. hat den Namen 2018 offiziell geändert; Swasiland ist die ältere Bezeichnung und in vielen Reiseunterlagen noch zu finden.
Lohnt sich Eswatini als eigenes Reiseziel?
Als Etappe ja. Die Wege sind kurz: Von einem Standort aus lassen sich mehrere Reservate und Kulturstätten an einem Tag erreichen. Viele kombinieren Eswatini mit dem Krüger-Nationalpark, rund drei Stunden entfernt.
Kann man in Eswatini die Big Five sehen?
In einem Gebiet nicht. Im Hlane Royal National Park leben Löwe, Elefant und beide Nashornarten, im Mkhaya Game Reserve Kaffernbüffel, beide Nashornarten und Leopard; Elefanten gibt es in Mkhaya seit 2015 nicht mehr. Wer alle fünf will, besucht beide. Stark ist das Land vor allem bei Nashörnern, Spitz- und Breitmaulnashorn leben hier, in Mkhaya kommst du zu Fuß an sie heran.
Was kostet der Eintritt in die Reservate?
Das hängt an der Verwaltung. In Hlane, Mlilwane und KaMsholo, drei der vier Gebiete von Big Game Parks, zahlst du rund 5 € pro Person und Tag, Kinder unter 13 die Hälfte. In den Reservaten der Eswatini National Trust Commission, darunter Malolotja, Mantenga und Mlawula, sind es rund 4 €, in Mantenga mit Kulturdorf rund 8 €. Mkhaya, das vierte Gebiet von Big Game Parks, geht nur als gebuchtes Paket, als Tagestour von 10 bis 16 Uhr für rund 75 € pro Person ab zwei Personen.
Brauche ich ein Visum?
Für Deutschland, Österreich, die Schweiz und die meisten weiteren EU-Staaten nicht. Du bekommst an der Grenze den Stempel für 30 Tage und kannst beim Innenministerium verlängern. Dein Reisepass sollte ab Einreise noch sechs Monate gültig sein und zwei bis drei freie Seiten haben. Wer doch ein Visum braucht, besorgt es vorher bei einer Auslandsvertretung.
Darf ich mit einem Mietwagen aus Südafrika einreisen?
Ja, die meisten südafrikanischen Vermieter erlauben das. Du brauchst dafür aber ein Schreiben der Vermietung, das die Fahrt nach Eswatini ausdrücklich gestattet, dazu Führerschein und Reisepass. Frag bei der Abholung danach. An der Grenze kommt seit dem 1. Oktober 2025 eine Straßengebühr von rund 8 € für einen Pkw dazu.
Kann ich überall mit Bargeld zahlen?
Nicht in den großen Reservaten. Big Game Parks nimmt seit dem 1. Juli 2026 gar kein Bargeld mehr, dort geht nur Visa, Mastercard oder MoMo von MTN. Sonst zahlst du in Landeswährung oder mit südafrikanischem Bargeld, das im ganzen Land angenommen wird. Am Grenzposten gibt es keine Wechselstube.


















