Addo-Elephant-Nationalpark

Elefanten im Busch, Wale vor der Küste

Südafrika Nationalpark

Der Addo-Elephant-Nationalpark in der südafrikanischen Provinz Ostkap wurde 1931 gegründet, um die letzten elf Elefanten der Region zu retten. Heute ist er der drittgrößte Nationalpark des Landes und reicht vom dichten Addo-Buschland über den Zuurberg bis ans Meer. Weil zu ihm auch ein Meeresschutzgebiet mit Weißen Haien und Südlichen Glattwalen gehört, wirbt er mit den Big Seven. Und das Ganze ohne Malaria.

Der Addo-Elephant-Nationalpark liegt in der Provinz Ostkap, nordöstlich von Gqeberha, das früher Port Elizabeth hieß. Gegründet wurde er 1931 mit einem einzigen Ziel: die letzten elf Elefanten der Region zu retten. Heute ist er der drittgrößte Nationalpark Südafrikas, mit rund 178.900 Hektar an Land, also knapp 1.790 Quadratkilometern. Rund 47.000 Hektar davon sollen noch förmlich zum Nationalpark erklärt werden. Dazu kommt das 2019 ausgerufene Meeresschutzgebiet mit gut 1.100 Quadratkilometern.

Der Park deckt fünf der sieben Biome Südafrikas ab. Im Kern liegt das dichte Addo-Buschland, im Norden steigt das Gelände in den Zuurberg mit Grasland und Fynbos, im Westen geht es am Darlington-Damm in die trockene Nama-Karoo über, im Süden reicht der Park bis ans Meer. Dort liegt das Alexandria-Dünenfeld, mit rund 15.800 Hektar das größte Küstendünenfeld der südlichen Halbkugel. Vom Meer bei null Metern steigt der Park bis auf knapp 1.000 Meter im Zuurberg.

Zum Park gehört ein Meeresteil um die Inselgruppen St. Croix und Bird Island. Weil dort Weiße Haie und Südliche Glattwale leben, wirbt Addo mit den Big Seven. Betreten darfst du die Inseln nicht, und Boote dürfen dort nicht anlanden. Zu sehen ist der Meeresteil nur von einem Ausflugsboot aus.

Warum hin

Darum ist Addo-Elephant-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Malariafrei: Du bekommst Elefant, Löwe, Nashorn und Büffel ganz ohne Prophylaxe
  2. Über 600 Elefanten, entstanden aus elf Tieren, die 1931 übrig waren
  3. Land und Meer in einem Schutzgebiet: rund 1.790 Quadratkilometer an Land, dazu ein Meeresschutzgebiet um die Inseln St. Croix und Bird Island
  4. Der flugunfähige Addo-Mistkäfer kommt fast nur hier vor und hat auf den Parkstraßen Vorfahrt
  5. Gut eine Stunde ab Gqeberha, damit der nächste große Wildpark am östlichen Ende der Garden Route

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Addo-Elephant-Nationalpark

  • Wer im Park schläft, ist im Wildbereich vor den Tagesgästen Die Tore zum Wildbereich öffnen für Übernachtungsgäste früher als das Eingangstor, von Oktober bis März schon um 5.30 Uhr. Wer von außen kommt, wartet bis 7 Uhr. Die Rezeption macht später auf als das Wildtor, also bezahl am Nachmittag vorher, dann fährst du morgens durch statt zu warten. Frag dabei gleich nach den Zeiten, die in deinem Monat gelten.
  • Durch das eine Tor rein, durch das andere raus Zwischen dem Matyholweni-Tor im Süden und dem Hauptcamp liegen knapp 40 Kilometer Parkstraße, rechne mit rund zwei Stunden, weil du unterwegs Tiere schaust. Wer an einem Tor hineinfährt und am anderen wieder hinaus, sieht beide Landschaften statt derselben Schleife zweimal. Plane die Richtung nach den Zeiten: Matyholweni schließt um 18.30 Uhr, das Haupttor erst um 19 Uhr. Mit Anhänger, Wohnwagen oder im Bus geht die Südstrecke nicht.
  • Wenn du im Spekboom-Zeltcamp schläfst, fallen die besten Pirschfahrten aus Gäste des Spekboom Tented Camp können an der Sonnenaufgangs-, der Sonnenuntergangs- und der Nachtfahrt nicht teilnehmen, weil die Tore zum Wildbereich dann geschlossen sind. Wer diese drei Fahrten will, bucht im Hauptcamp.
  • Heiße Tage sind Wasserloch-Tage, aber an Hapoor ist Baustelle Gegen jede Faustregel: Heiße Tage sind die besten am Wasserloch. Der Hapoor-Damm liegt an der Wasserlinie, die der Park bewusst gut gefüllt hält, und war dafür die verlässlichste Stelle. Seit Ende November 2025 wird er ersetzt, weil der Lehmboden für kleinere und junge Tiere zum Problem geworden war. Auf der anderen Straßenseite entsteht ein Betonbecken von 45 mal 30 Metern, rechne dort also mit Baustelle. Die übrigen Stellen der Linie taugen unverändert: Marion Baree, Spekboom, Rooidam, Gwarrie, Woodlands und Domkrag.
  • Nyathi Rest Camp ist bis April 2027 zu Das Camp ist wegen Umbau vom 1. September 2026 bis zum 31. März 2027 geschlossen, Buchungen gehen in dieser Zeit nicht. Wieder buchbar ab April 2027.
  • Nicht über den Dung auf der Straße fahren Der flugunfähige Addo-Mistkäfer kommt fast nur hier vor, und Schilder im Park geben ihm ausdrücklich Vorfahrt. Er sitzt im Elefantendung auf der Fahrbahn. Wer langsam fährt und drumherum lenkt, tut etwas für eine Art, die es sonst nirgends gibt, und sieht sie meistens auch.
  • Die R335 über Motherwell meiden Die Parkverwaltung rät ausdrücklich davon ab, aus Gqeberha über die R335 zu fahren, aus Sicherheitsgründen. Nimm stattdessen die N2 über Colchester zum Matyholweni-Tor oder den Weg über Paterson zum Haupttor. Navigationsgeräte schlagen die kurze R335 gern vor.
  • Einen Hop-on-Guide mit ins eigene Auto nehmen Am Pirschfahrt-Büro im Hauptcamp kannst du einen ausgebildeten Führer aus der Nachbargemeinde buchen, der zwei Stunden bei dir mitfährt. Das ist der billigste Weg zu jemandem, der weiß, wo die Löwen zuletzt waren.
  • Die Zuurberg-Wanderung hat eine harte Uhrzeit Den Doringnek-Weg musst du spätestens um 12 Uhr beginnen, damit du vor Torschluss um 17.30 Uhr zurück bist. Danach kommt ohne Genehmigung niemand mehr in den Park. Rechne mit fünf Stunden. Der Cycad Trail daneben ist zwei Kilometer lang und in einer Stunde gemacht.
  • Im Dezember und Januar wird aus dem Wasserloch ein Parkplatz Reisende berichten von demselben Wasserloch im Mai mit einer Handvoll Autos und in den südafrikanischen Sommerferien mit zwanzig bis dreißig. Voll ist es von Mitte Dezember bis Ende Januar sowie über Ostern und in den Juliferien; für diese Zeiten buchst du am besten sechs bis neun Monate vorher. Wer frei wählen kann, fährt zwischen Mai und September.

Wo was liegt

Karte von Addo-Elephant-Nationalpark

Karte von Addo-Elephant-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Aussichtspunkte

    Aussichtspunkt

    Fünf Stellen im Hauptwildbereich sind als Lookout ausgewiesen: Domkrag, Zuurkop, Kadouw, Spekboom und Algoa Bay. Nur dort darfst du aus dem Auto steigen; im Colchester-Abschnitt im Süden kommt der ausgeschilderte Ndlovu Lookout dazu. Von Zuurkop reicht der Blick über den Nordteil bis ins Zuurberg-Gebirge, vom Algoa-Bay-Punkt bis ans Meer.

  • Die Wasserlöcher

    Tierbeobachtungsort Trubel Bekannt, aber entspannt

    Im Addo-Abschnitt gibt es kein natürliches Wasser, fast alle Wasserstellen hängen an Bohrlöchern. Der Park füllt sie bewusst ungleich und lenkt damit, wo die Elefanten stehen: Die großen Stellen, darunter Hapoor und Domkrag, bekommen viel Wasser, die übrigen sind für die anderen Arten da. In der Trockenzeit sammeln sich an den großen ganze Herden.

an Land, dazu gut 1.100 km² Meeresschutzgebiet
1.789 km²
Elefanten leben im Park, 1931 waren es noch elf
600+
Vogelarten sind im Park verzeichnet
400+

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Buschland, Grasflächen und Küstenwald

Waldlandschaft im im Addo Elephant Nationalpark.

Der Park umfasst mehrere Ökosysteme auf engem Raum: dichtes Buschland, offene Grasflächen, Küstenwälder und Sanddünen. Diese Spanne an Lebensräumen ist der Grund, warum hier Arten vorkommen, die man sonst nicht am selben Ort findet.

Das dichte Addo-Buschland

Elefanten im Buschland im Addo Elephant Nationalpark.

Im Herzen des Parks liegt das namengebende Addo-Buschland, niedrig, dicht und sehr nährstoffreich. Es ist der Hauptlebensraum der Elefanten und erklärt, warum der Park eine derart hohe Tierdichte trägt.

Das Alexandria-Dünenfeld

Der südliche Parkteil reicht bis an die Küste und schließt das Alexandria-Dünenfeld ein, das größte ungestörte Dünenfeld der südlichen Hemisphäre. Davor liegen die Inseln St. Croix und Bird Island mit Kolonien Afrikanischer Pinguine.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Addo-Elephant-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitJanuar bis MaiJuni bis SeptemberOktober bis Dezember
Andrangviel losviel losviel los
WalsaisonWalsaisonHöhepunktHöhepunktHöhepunktHöhepunktWalsaison
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • kleine Regenzeit
  • viel los
  • Walsaison (innen, kräftig = Höhepunkt)

April empfohlen

Januar bis Mai · eher ruhig

Heiß im Januar mit bis zu 32 Grad, dazu eine Regenspitze im Februar und März. Das Grün steht dicht, Tiere sind schwerer zu finden, dafür ist die Vogelwelt am ergiebigsten.

Addo hat keine Trocken- und keine Regenzeit im ostafrikanischen Sinn. Im Addo-Teil fallen weniger als 445 Millimeter Regen im Jahr, ziemlich gleichmäßig verteilt, mit zwei Spitzen im Februar und März und noch einmal im Oktober und November. Im Januar liegt die Höchsttemperatur bei 32 Grad, im Juli bei 18; nachts kann es im Winter auf 5 Grad fallen und gelegentlich frieren. Für die Tierbeobachtung sind die kühlen Monate von Juni bis September die besten: Das Buschwerk steht dünner, und die Tiere hängen an den Wasserstellen. Dieselben Monate sind auch die ruhigsten. Voll wird es von Mitte Dezember bis Ende Januar, wenn in Südafrika Sommerferien sind, dazu über Ostern und in den Juliferien.

Juni bis September

Die beste Zeit, und außer in den Juliferien die ruhigste. Tagsüber angenehm, nachts kalt. Das Buschwerk steht dünn, die Tiere sammeln sich am Wasser. In diese Monate fällt auch die Zeit, in der Südliche Glattwale in der Algoa-Bucht ihre Kinder bekommen.

Oktober bis Dezember

Warm, mit einer Regenspitze im Oktober und November. Ab Mitte Dezember beginnen die südafrikanischen Sommerferien, dann sind Camps und Wasserstellen voll. Wer zu dieser Zeit übernachten will, bucht Monate vorher.

Januar bis Mai

Heiß im Januar mit bis zu 32 Grad, dazu eine Regenspitze im Februar und März. Das Grün steht dicht, Tiere sind schwerer zu finden, dafür ist die Vogelwelt am ergiebigsten. Ab Februar wird es wieder deutlich leerer, im April und Mai kippt das Wetter ins Angenehme.

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Addo ist zuerst ein Elefantenpark. Über 600 Elefanten leben hier und über 400 Kapbüffel, eine der größten seuchenfreien Büffelherden Südafrikas. Du siehst Elefanten, und zwar in Herden.

Löwen kamen Ende 2003 mit sechs Tieren zurück, Tüpfelhyänen im selben Jahr. Der Leopard lebt in den meisten Bereichen des erweiterten Parks, wird aber sehr selten gesehen. Beim Spitzmaulnashorn ist Addo einer von zwei Standorten im Ostkap, an denen SANParks die südwestliche Unterart betreut. Häufig sind Kuhantilope, Elandantilope, Kudu, Buschbock, Warzenschwein und Burchell-Zebra.

Die abgelegenen Parkteile haben eine ganz andere Tierwelt. Im Zuurberg leben Kapbergzebra, Bergriedbock, Paviane, Blauducker und Erdwolf, im Sundaysfluss am Fuß der Berge Flusspferde. Um den Darlington-Damm in der trockenen Nama-Karoo stehen Spießbock, Weißschwanzgnu und Springbock. Im Küstenwald kommen Braune Hyäne und der seltene Baumschliefer vor. Über 400 Vogelarten sind verzeichnet. Der flugunfähige Addo-Mistkäfer ist die Art, die hier fast niemand auf dem Zettel hat und die es fast nirgends sonst gibt.

  • Elefant
  • Löwe
  • Leopard
  • Spitzmaulnashorn
  • Kapbüffel
  • Tüpfelhyäne
  • Braune Hyäne
  • Erdwolf
  • Flusspferd
  • Kapbergzebra
  • Burchell-Zebra
  • Kudu
  • Elandantilope
  • Kuhantilope
  • Buschbock
  • Warzenschwein
  • Blauducker
  • Flugunfähiger Addo-Mistkäfer
  • Brillenpinguin
  • Südlicher Glattwal
  • Weißer Hai
Flugunfähiger Addo-Mistkäfer rollt eine Dungkugel

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Addo-Elephant-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Addo-Elephant-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen, Küste und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. GqeberhaStart
  2. N2 Richtung Makhanda, dann N10 Richtung Cradock
  3. Patersonunterwegs
  4. 24 km · R342ausgeschildert, Eingang links
  5. HaupttorNorden, am Hauptcamp
  1. GqeberhaStart
  2. rund 45 km · rund 30 Min. · N2, Colchesterhinter der Sundays-Brücke links, dann 3 km
  3. Matyholweni-TorSüden, bei Colchester
  4. knapp 40 km · rund 2 Std.
  5. Hauptcampquer durch den Park

Mit dem Flugzeug

Johannesburg oder Kapstadt → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft

Chief Dawid Stuurman InternationalGQEBERHA, RUND 45 KM ZUM MATYHOLWENI-TOR · Mietwagen direkt am Flughafen
  • Gqeberha, rund 45 km zum Matyholweni-TorChief Dawid Stuurman InternationalMietwagen direkt am Flughafen
  • Matyholweni-Tor bis Hauptcamp: rund 2 Std. mit Tierbeobachtung, für Busse und Autos mit Anhänger oder Wohnwagen gesperrt.
  • Nicht über die R335 und Motherwell: Die Parkverwaltung rät aus Sicherheitsgründen ab, Navis schlagen sie gern vor.
  • Am Tor Führerschein, Ausweis und Fahrzeugplakette zeigen; jedes Auto wird gegen Maul- und Klauenseuche gesprüht.
  • Eintritt am Tor nur mit Karte, kein Bargeld
Anreise ausführlich

Auto

Der Park hat zwei Einfahrtstore. Zum Haupttor nimmst du ab Gqeberha die N2 Richtung Makhanda, dann die N10 Richtung Cradock und bei Paterson die R342 nach links, ausgeschildert mit Addo Elephant National Park; nach 24 Kilometern liegt der Eingang links. Die direkte Strecke über die R335 wäre mit 72 Kilometern und einer Stunde kürzer, die Parkverwaltung rät aber aus Sicherheitsgründen davon ab; über Paterson brauchst du etwas länger. Zum Matyholweni-Tor fährst du die N2 über Colchester, hinter der Brücke über den Sundaysfluss links ab und nach drei Kilometern hinein, rund 45 Kilometer und eine halbe Stunde ab der Stadt. Von dort sind es knapp 40 Kilometer durch den Park bis zum Hauptcamp, rechne mit rund zwei Stunden, weil du unterwegs Tiere schaust. Diese Südstrecke ist für Busse und für Autos mit Anhänger oder Wohnwagen gesperrt.

Flugzeug

Nächster Flughafen ist der Chief Dawid Stuurman International Airport in Gqeberha, rund 45 Kilometer vom Matyholweni-Tor entfernt, mit Verbindungen nach Johannesburg und Kapstadt. Mietwagen bekommst du direkt am Flughafen.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 30 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder 2 bis 11: rund 15 €
  • Unter 2 Jahren frei
  • Nur Karte, kein Bargeld
  • Pass und Führerschein am Tor zeigen

Der Eintritt kostet für internationale Gäste rund 30 € pro Person und Tag, Kinder von 2 bis 11 Jahren zahlen rund 15 €, jüngere nichts. Auf Unterkünfte und gebuchte Aktivitäten kommt 1 Prozent für einen Gemeindefonds dazu.

Mit dem eigenen Auto auf den Parkstraßen fällt nur der Eintritt an. Einen Hop-on-Guide, der zwei Stunden in deinem Auto mitfährt, bekommst du im Pkw für rund 20 €, im Sechssitzer für rund 25 € und im Kleinbus für rund 30 €. Der Alexandria Hiking Trail im Woody Cape kostet rund 13 € pro Person und Nacht, zusätzlich zum Eintritt. Die privaten Konzessionen Gorah und Riverbend liegen im oberen Preisbereich.

Wer eine Wild Card hat, zeigt sie digital am Tor vor.

Am Tor zahlst du nur mit Karte, Bargeld wird nicht angenommen. Visa, Mastercard, Diners Club und American Express gehen, auch mit ausländischen Karten. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Im Park

Das Addo Main Rest Camp ist das Hauptcamp mit Chalets, Rondavels und Safarizelten, dazu Rezeption, Laden, Restaurant und dem Büro für die Pirschfahrten. Camp Matyholweni im Süden hat Selbstversorger-Chalets und liegt gleich hinter dem Tor, drei Kilometer von der N2.

Spekboom Tented Camp

Einfache Zelte mitten im Park. Die Sonnenaufgangs-, Sonnenuntergangs- und Nachtfahrt kannst du von hier aus nicht mitmachen.

Nyathi Rest Camp

Liegt zwölf Kilometer vom Hauptcamp entfernt und hat ein eigenes Tor, das von 6 bis 18 Uhr offen ist. Bis Ende März 2027 wegen Umbau geschlossen. Das Narina Bush Camp erreichst du nur mit hoher Bodenfreiheit.

Konzessionen

Gorah Elephant Camp und Riverbend werden privat betrieben und liegen im oberen Preisbereich. Auch ihre Gäste müssen am Tor die Papiere vorzeigen.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Selbst fahren

Rund 120 Kilometer Straßen, teils geteert, teils guter Schotter, Tempolimit 40. Aussteigen darfst du nur an den ausgewiesenen Stellen und an den Picknickplätzen, sonst bleibst du im Fahrzeug.

Geführte Pirschfahrten starten alle am Hauptcamp und dauern rund zwei Stunden: Sonnenaufgang um 5.30 Uhr im Sommer und 6.30 Uhr im Winter, dazu 9, 12 und 15 Uhr, Sonnenuntergang um 17.30 beziehungsweise 17 Uhr, Nachtfahrt um 19.30 beziehungsweise 19 Uhr. Sommer heißt hier 1. Oktober bis 31. März. Buch vorher, bestätige 24 Stunden vorher und sei 30 Minuten vor Abfahrt im Büro. Kinder unter sechs Jahren dürfen nicht mit.

Hop-on-Guide

Ein ausgebildeter Führer aus der Nachbargemeinde fährt zwei Stunden in deinem eigenen Auto mit.

Zu Fuß

Der PPC Discovery Trail am Hauptcamp ist kurz, eine Schleife davon ist für Rollstühle und für sehbehinderte Gäste gebaut. Im Zuurberg gibt es den Cycad Trail mit zwei Kilometern und den Doringnek Trail, für den du rund fünf Stunden brauchst. Im Woody Cape läuft der Alexandria Hiking Trail 36 Kilometer im Kreis über zwei oder drei Nächte, Tag eins 19,5 Kilometer, Tag zwei 16,5; die Dünenquerung nimmst du früh am Morgen. Mindestens drei und höchstens zwölf Wanderer pro Tag. Kürzer und leichter ist der Tree Dassie Trail mit sieben Kilometern durch den Alexandria-Wald. Der Cannon Trail bei Cannon Rocks ist ebenfalls sieben Kilometer lang, halb Küstenwald, halb Strand.

Auf dem Wasser

Für Weißen Hai und Glattwal fährst du mit den Meeres-Ausflügen von Raggy Charters hinaus. Flusstouren und Kanufahrten laufen über Anbieter im drei Kilometer entfernten Colchester.

Außerdem

die Bedrogfontein-Strecke für Geländewagen, Vogelbeobachtung, Angeln, Strandzugang im Woody Cape, ein Spa am Hauptcamp und Reitausflüge, die der Park auch für Tagesgäste anbietet.

Schild am Lookout Zuurkop: Aussteigen auf eigene Gefahr

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Der Park ist aus einer Rettung entstanden: 1931 waren in der Region elf Elefanten übrig. Heute sind es über 600.

Beim Nashorn läuft seit März 2022 ein Rhino Impact Bond der Weltbank mit fünf Jahren Laufzeit, an zwei Standorten im Ostkap: hier in Addo und im Great Fish River Nature Reserve. Er bezahlt Zäune und Anlagen, zusätzliches Personal, eine zentrale Auswertungsstelle und die Umsiedlung von Nashörnern in neue Gebiete; die Geldgeber werden nach dem Wachstum der Bestände bezahlt. Addo betreut dabei die südwestliche Unterart des Spitzmaulnashorns, für die es neben Namibia kaum noch Heimat gibt.

Im Meeresteil steht es schlecht. Auf der Insel St. Croix in der Algoa-Bucht brüteten 2015 noch rund 8.000 Paare Brillenpinguine, mehr als irgendwo sonst auf der Welt. 2023 waren es noch rund 700 Paare. Lärm und Öl vom Umpumpen von Schiffstreibstoff in der Bucht setzen ihnen zu: Als das Umpumpen von Herbst 2023 bis Anfang 2025 rund 16 Monate ausgesetzt war, verdoppelte sich der Bestand auf 1.200 bis 1.300 Paare. Nach der Wiederaufnahme 2025 halbierte er sich erneut. Seit August 2025 darf nur noch an bestimmten Ankerplätzen, zu bestimmten Zeiten und bei passendem Wetter umgepumpt werden.

Dein Beitrag ist klein und konkret: Ein Aufschlag von 1 Prozent auf Unterkünfte und gebuchte Aktivitäten geht an einen Gemeindefonds.

Elefanten und ein alter Kapbüffel teilen sich ein Wasserloch

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Ohne Papiere kommst du nicht hinein

Du brauchst den Führerschein des Fahrers, Ausweis oder Pass für jede Person über 18 Jahre und die gültige Fahrzeugplakette. Alles wird bei der Einfahrt und bei der Ausfahrt eingescannt, auch bei Wild-Card-Inhabern und bei Gästen der Konzessionen Gorah und Riverbend. Das Formular Gate Registration and Indemnity lädst du am besten vorher herunter und bringst es ausgefüllt mit.

Dein Auto wird gesprüht

Seit August 2026 wird wegen der Maul- und Klauenseuche im Ostkap jedes einfahrende Fahrzeug an Reifen und Radkästen desinfiziert, rund drei Minuten je Wagen, an allen Zugängen.

Torzeiten

Die Tore zum Wildbereich haben eigene Zeiten, die mit dem Monat wechseln: Januar bis März und Oktober bis Dezember 5.30 bis 18.30 Uhr, April, Mai, August und September 6 bis 18 Uhr, Juni und Juli 6.30 bis 18 Uhr. Diese frühen Zeiten gelten für Gäste, die im Park übernachten; Tagesgäste richten sich nach dem Eingangstor. Wer gebucht hat, kommt bis 22 Uhr noch hinein und hinaus, sag aber vorher der Rezeption Bescheid. Frag die aktuellen Zeiten beim Einchecken nach.

Fahrzeug und Straßen

Alle Touristenstraßen sind für normale Autos befahrbar. Die Schotterabschnitte sind in gutem Zustand, können bei starkem Regen aber gesperrt werden. Ein Geländewagen ist nur für die Bedrogfontein-Strecke nötig, hohe Bodenfreiheit nur für das Narina Bush Camp. Empfohlen sind 20 bis 30 km/h. Auf der Zufahrt zum Addo Rest Camp gilt eine Höhenbegrenzung von 4,42 Metern.

Kein Malariagebiet

Für den Park brauchst du keine Impfungen, der Süden Südafrikas ist malariafrei. Ein Risiko gibt es im Nordosten von Limpopo und Mpumalanga und, ganzjährig gering, in KwaZulu-Natal und den übrigen Teilen dieser beiden Provinzen. Mückenschutz lohnt sich im Sommer trotzdem.

Mitnehmen

Fernglas, Kamera, feste Schuhe. In den Camps ist die Außenbeleuchtung sparsam, abends brauchst du eine Taschen- oder Stirnlampe. Von September bis März leichte Kleidung, Sonnenhut und Sonnencreme, von April bis August warme Sachen für die Nacht. Der Zaun um die Camps steht unter Strom.

Tagesbesuch

Ohne Buchung möglich, solange du keine geführte Aktivität mitmachst. Eine Straßenkarte bekommst du am Tor je Fahrzeug. Der Pool gehört den Übernachtungsgästen. Einchecken ab 14 Uhr, in Matyholweni ab 13 Uhr; auschecken bis 10 Uhr, auf den Zelt- und Wohnwagenplätzen bis 12 Uhr.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Sind die Big Seven hier wirklich zu sehen?

Die Big Five kannst du vom eigenen Auto aus suchen. Weißer Hai und Südlicher Glattwal leben im Meeresteil des Parks um die Inseln St. Croix und Bird Island, und dorthin kommst du nicht auf eigene Faust: Die Inseln dürfen nicht betreten werden, und Boote dürfen nicht anlanden. Hinaus geht es mit den Meeres-Ausflügen von Raggy Charters, abgefahren wird an der Küste bei Gqeberha, nicht im Park. Walsaison in der Algoa-Bucht ist Juni bis November; Südliche Glattwale kommen vor allem von Juli bis Oktober zum Kalben in die Bucht, Buckelwale ziehen von Juni bis Dezember durch.

Welches Tor nehme ich?

Es gibt zwei. Das Haupttor im Norden, das du über Paterson erreichst, bringt dich direkt ins Hauptcamp und zu den wichtigsten Wasserstellen. Das Matyholweni-Tor im Süden bei Colchester liegt näher an Gqeberha, ist ruhiger und führt durch dichteres Buschwerk, in dem Tiere schwerer zu finden sind. Wer an einem Tor hinein und am anderen hinaus fährt, sieht beide Landschaften; die Verbindung ist knapp 40 Kilometer lang, mit Tierbeobachtung rund zwei Stunden. Achte auf die Zeiten: Matyholweni schließt um 18.30 Uhr, eine halbe Stunde vor dem Haupttor.

Was kostet der Eintritt in den Addo-Elephant-Nationalpark?

Internationale Gäste zahlen rund 30 € pro Person und Tag, Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 15 €, jüngere nichts. Am Tor zahlst du nur mit Karte, Bargeld wird nicht angenommen.

Was muss ich am Tor dabeihaben?

Führerschein des Fahrers, Ausweis oder Pass für jede Person über 18 Jahre und die gültige Fahrzeugplakette. Alles wird bei der Einfahrt und bei der Ausfahrt gescannt, ohne diese Papiere kommt niemand durch. Seit August 2026 wird außerdem jedes einfahrende Fahrzeug gegen die Maul- und Klauenseuche gesprüht.

Brauche ich einen Geländewagen?

Nein. Die Touristenstraßen sind geteert oder gut geschottert und für normale Autos befahrbar. Ein Geländewagen ist nur für die Bedrogfontein-Strecke nötig, hohe Bodenfreiheit nur für das Narina Bush Camp. Bei starkem Regen können Schotterabschnitte gesperrt sein.

Wie sicher sind Elefantensichtungen?

Sehr sicher. Über 600 Elefanten leben im Park, und an heißen Tagen stehen sie an den Wasserstellen. Der Hapoor-Damm war dafür die verlässlichste Adresse, wird aber seit Ende November 2025 durch ein Betonbecken auf der anderen Straßenseite ersetzt. Halte dich deshalb an die übrigen Stellen der Wasserlinie, etwa Marion Baree, Spekboom, Gwarrie, Woodlands oder Domkrag.

Muss ich mich gegen Malaria schützen?

Nein. Für den Parkbesuch brauchst du keine Impfungen, das Gebiet ist malariafrei, wie der ganze Süden Südafrikas. Ein Risiko gibt es im Nordosten von Limpopo und Mpumalanga und, ganzjährig gering, in ganz KwaZulu-Natal und den übrigen Teilen dieser beiden Provinzen. Das ist der Hauptunterschied zum Krüger-Nationalpark.

Lässt sich Addo mit der Garden Route verbinden?

Ja, er liegt an ihrem östlichen Ende. Bis Tsitsikamma sind es knapp drei Stunden, bis Knysna rund vier, bis Kapstadt rund neun.

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