Pilanesberg-Nationalpark

Safari im Ringkomplex eines erloschenen Vulkans

Südafrika Nationalpark

Der Pilanesberg-Nationalpark liegt im Nordwesten Südafrikas, 170 Kilometer von Johannesburg und 150 von Pretoria, und damit näher an der Stadt als die meisten großen Safariziele des Landes. Er sitzt auf dem Ringkomplex eines Vulkans, der vor rund 1,2 bis 1,4 Milliarden Jahren ausbrach, trägt die Big Five und ist malariafrei. Seit Dezember 2025 kostet er Gäste aus dem Ausland allerdings rund 40 € am Tag.

Der Pilanesberg-Nationalpark liegt in der Provinz Nordwest, etwa 170 Kilometer nordwestlich von Johannesburg, und verdankt seine Form einem Vulkan: Vor rund 1,2 bis 1,4 Milliarden Jahren brach hier ein Alkali-Ringkomplex aus, eine der wenigen Strukturen dieser Art weltweit. Die Caldera selbst ist längst abgetragen. Was du heute siehst, sind drei konzentrische Hügelringe aus erstarrtem Magma, zwischen denen Täler, freistehende Felsen und offene Ebenen liegen. Der höchste Punkt liegt auf 1.687 Metern.

Auf rund 572 Quadratkilometern leben die Big Five, also Elefant, Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel, dazu Giraffen, Zebras, Geparden, Flusspferde, Krokodile und zahlreiche Antilopenarten. Über 360 Vogelarten sind registriert. Gegründet wurde der Park am 1. April 1984; die Tiere wurden damals aus anderen Gebieten hierher gebracht.

Für Reisende zählt vor allem die Kombination: kurze Anfahrt von Johannesburg oder Pretoria, kein Malariagebiet, rund 200 Kilometer Straßen für Selbstfahrer und daneben geführte Pirschfahrten. Der Park passt damit als erste Safari oder als Anhängsel am Anfang oder Ende einer Südafrika-Reise. Zwei Dinge gehören in die Planung: der neue Tarif seit Dezember 2025 und der Zustand der Teerstraßen, über den Besucher seit Jahren klagen.

Warum hin

Darum ist Pilanesberg-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Der Park sitzt auf einem Vulkan, der vor 1,2 bis 1,4 Milliarden Jahren ausbrach. Was du siehst, sind drei konzentrische Hügelringe aus erstarrtem Magma; die Caldera selbst ist längst abgetragen. Solche Ringkomplexe gibt es weltweit nur wenige
  2. Big Five in gut zwei Autostunden von Johannesburg, 170 Kilometer ab Stadtgrenze
  3. Malariafrei. Für Reisen mit kleinen Kindern ist das keine Bequemlichkeit, sondern oft die Bedingung, weil es für Kleinkinder kaum Prophylaxe gibt
  4. Du darfst selbst fahren: rund 200 Kilometer Straßen, mehrere Beobachtungsverstecke direkt am Wasser, kein Geländewagen nötig

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Pilanesberg-Nationalpark

  • Setz dich in ein Hide, statt Runden zu drehen Der Pilanesberg hat mehrere Beobachtungsverstecke am Wasser, in die du direkt vom Auto aus kommst: Mankwe am großen Damm im Zentrum, Makorwane, Malatse, Ratlhogo im Norden nahe dem Bakgatla-Tor und Ruighoek und Batlhako im Westen. Fast alle Tagesgäste wollen den Park abfahren und bleiben deshalb nirgends lange. Wer eine Stunde in einem Hide sitzt, sieht oft mehr als jemand, der dreimal dieselbe Schleife dreht, und die beiden Verstecke im Westen sind am ruhigsten.
  • Tank und Proviant gehören vor das Tor Im Park gibt es keine Tankstelle, und außerhalb der Lodges auch kaum etwas zu essen. Füll den Tank und kauf Wasser, Proviant und was du sonst brauchst in Rustenburg oder bei Sun City. Bei Tempo 40 und einem ganzen Tag im Park kommen mehr Kilometer zusammen, als die Karte vermuten lässt.
  • Rechne mit schlechten Teerstraßen Reisende berichten seit Jahren dasselbe: Die geteerten Hauptstraßen sind an Stellen so kaputt, dass Leute auf den Schotterstreifen daneben ausgewichen sind, und einzelne Gäste aus dem Ausland haben ihre Fahrt abgebrochen. Die Verwaltung hat 2026 nachgebessert und im August über 80 Kilometer herrichten lassen. Nimm trotzdem lieber ein Fahrzeug mit etwas Bodenfreiheit und fahr langsam, auch wegen der Schadensregelung deines Mietwagens.
  • Am Kwa-Maritane-Tor ist meist am wenigsten los Das Kwa-Maritane-Tor im Süden zwischen Sun City und dem Flugplatz ist das ruhigste der vier öffentlichen Tore. Dahinter beginnen Schotterpisten, auf denen du langsam fahren musst, und genau deshalb wählen es weniger Leute; die meisten Selbstfahrer nehmen Bakgatla oder Manyane. Wer zur Öffnung dort steht, hat die ersten Kilometer oft für sich. Prüf vorher, ob es zu deiner Lodge passt.

Wo was liegt

Karte von Pilanesberg-Nationalpark

Karte von Pilanesberg-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

Karte als Bild herunterladen (PNG, 2400 px)

Nicht verpassen

Highlights

  • Mankwe-Damm

    See Aura Haut dich um Trubel Viel los

    Der Mankwe-Damm ist das größte Gewässer im Pilanesberg und liegt im Inneren des abgetragenen Vulkans, dessen Ringgänge den Park formen. Er hält ganzjährig Wasser, Flusspferde und Krokodile leben dort das ganze Jahr, und in der Trockenzeit richten sich die Tierbewegungen danach aus. Am Ufer steht das beliebteste Versteck des Parks, über einen Steg ins Wasser hinausgebaut.

  • Pilaneberge

    Aussichtspunkt Aura Haut dich um

    Die Pilaneberge sind die Hügelringe eines Vulkans, der vor rund 1,4 Milliarden Jahren aktiv war, und sie formen den ganzen Park: rund 625 Quadratkilometer Ringkomplex, 100 bis 500 Meter über dem Umland. Von oben erkennst du die Ringform, am Boden nicht. Hinauf fährst du zum Aussichtspunkt Lenong; zu Fuß kommst du nur auf einer gebuchten Wanderung mit bewaffnetem Ranger in die Hügel.

  • Tshukudu-Wasserloch

    Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Kaum jemand da

    Das Tshukudu-Wasserloch liegt unterhalb der Tshukudu Bush Lodge auf deren eigener Konzession im Pilanesberg. Öffentlich zugänglich ist es nicht: Nur wer in der Lodge übernachtet, sieht es, dafür von einer Terrasse hoch oben auf dem Felsrücken und ohne Auto. Hinauf führen 132 Steintreppenstufen.

Fläche im Ring eines abgetragenen Vulkans
572 km²
Vogelarten im Park registriert
360+
Straßenkilometer (rund), die Hauptstrecken geteert
200 km
Jahr der Gründung des Parks
1984

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Die Hügelringe des erloschenen Vulkans

Graslandschaft mit Bergen im HIntergund im Pilanesberg Nationalpark.

Der Park liegt auf einer alten vulkanischen Struktur, die vor 1,2 bis 1,4 Milliarden Jahren entstand. Der Vulkan selbst ist vollständig abgetragen. Übrig sind seine Ringgänge, die heute als mehrere ineinanderliegende Hügelringe in der Landschaft stehen; eine Kraterschale findest du hier also nicht. Zwischen den Ringen wechseln sanfte Anhöhen, tiefe Täler, freistehende Felsformationen und offene Ebenen. Mehrere Flüsse und Dämme durchziehen das Gelände und bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren.

Vegetation zwischen Busch, Grasland und Akazienwald

Felsige Landschaft im Pilanesberg Nationalpark.

Die Vegetation reicht von dichten Buschlandschaften über offene Grasflächen bis zu Akazienwäldern und sorgt für abwechslungsreiche Lebensräume. Zusammen mit den vulkanischen Gesteinsformationen ergibt sich eine Kulisse, die sich von den flacheren Savannenparks Südafrikas deutlich unterscheidet.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Pilanesberg-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitRegenzeitTrockenzeitRegenzeit
Andrangviel losviel los
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los

Mai empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig

Die beste Zeit für Wildtierbeobachtungen. Die Vegetation ist weniger dicht, die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen, und die Temperaturen sind für längere Pirschfahrten angenehm.

Die ergiebigste Reisezeit für den Pilanesberg-Nationalpark ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober: Die Vegetation ist dünner, die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen, die Temperaturen sind angenehm. Die Regenzeit von November bis April zeigt den Park grün und lebendig und ist die bessere Zeit für Vogelbeobachtung und für Jungtiere. Dafür können einzelne Wege schlammig werden. Voll wird es weniger nach Jahreszeit als nach Kalender: In den südafrikanischen Sommerferien im Dezember und Januar ist der Park am vollsten, und an Wochenenden kommen das ganze Jahr über die Ausflügler aus Johannesburg und Pretoria.

Trockenzeit (Mai bis Oktober)

Die beste Zeit für Wildtierbeobachtungen. Die Vegetation ist weniger dicht, die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen, und die Temperaturen sind für längere Pirschfahrten angenehm.

Regenzeit (November bis April)

Die Landschaft steht in sattem Grün, Flüsse und Wasserlöcher führen mehr Wasser. Gute Zeit für Vogelbeobachtung und für Jungtiere; einzelne Wege können schlammig und schwer passierbar sein.

Grüne Hügel und hohes Gras nach einem Gewitter im Februar

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Der Pilanesberg-Nationalpark zählt zu den Gebieten Südafrikas, in denen sich Wildtiere vergleichsweise leicht beobachten lassen, weil die Fläche überschaubar und das Straßennetz dicht ist. Die Big Five sind im gesamten Park anzutreffen: Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel. Wie überall bleibt der Leopard die Art, die du am seltensten zu Gesicht bekommst.

Dazu kommen Giraffen, Zebras und Antilopenarten wie Kudu, Impala und Wasserbock. Geparden und Hyänen werden regelmäßig gesehen. Mit über 360 registrierten Vogelarten, vom Kampfadler bis zu Eisvögeln und Wasservögeln, lohnt der Park auch mit dem Fernglas. Die Beobachtungsverstecke am Wasser sind dafür die besseren Plätze als die Pirschfahrt.

  • Löwe
  • Leopard
  • Elefant
  • Nashorn
  • Büffel
  • Gepard
  • Hyäne
  • Giraffe
  • Zebra
  • Flusspferd
  • Krokodil
  • Kudu
  • Impala
  • Wasserbock
  • Kampfadler
Zebra auf einer Schotterpiste vor den bewaldeten Hügeln

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Pilanesberg-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Pilanesberg-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. JohannesburgStart
  2. rund 170 km · gut 2 Std. · N4 und R556 Richtung Sun Cityje nach Tor auch etwas mehr
  3. PilanesbergZiel
  1. PretoriaStart
  2. rund 150 km · rund 1,5 Std. · N4 und R556 Richtung Sun City
  3. PilanesbergZiel
  • Westen, westlich von Sun CityBakubung Gatean der R556
  • SüdenKwa Maritane Gatemeist das ruhigste Tor, dahinter Schotterpisten
  • OstenManyane Gateüber die R510 durch Mogwase
  • NordostenBakgatla Gatebei Saulspoort, ab der R510 über die D550
  • Nächster großer Flughafen: O.R. Tambo in Johannesburg, weiter mit Mietwagen oder Transfer, rund 2 Std.
  • Pilanesberg International Airport am Park: seit dem Brand im August 2023 geschlossen, keine Linienflüge
  • Black Rhino Reserve: eigenes Tor an der R565, nur für Gäste seiner Lodges
  • Keine Tankstelle im Park: vorher in Rustenburg oder bei Sun City tanken
  • Normaler Pkw reicht, im Park gilt Tempo 40; kurz vor Torschluss oft kein Einlass mehr
Anreise ausführlich

Auto

Von Pretoria sind es 150 Kilometer und rund anderthalb Stunden, von Johannesburg 170 Kilometer und gut zwei Stunden, je nach Tor auch etwas mehr. Du fährst die N4 nach Westen und biegst auf die R556 Richtung Sun City ab. Vier öffentliche Tore führen in den Park: Bakubung westlich von Sun City an der R556, Kwa Maritane im Süden zwischen Sun City und dem Flugplatz, Manyane im Osten über die R510 durch Mogwase und Bakgatla im Nordosten bei Saulspoort, das du von der R510 über die D550 erreichst. Das private Black Rhino Reserve hat ein eigenes Tor an der R565 und ist nur für die Gäste seiner Lodges offen. Plan genug Zeit ein, um vor Sonnenuntergang an deiner Unterkunft zu sein.

Flugzeug

Nächster großer Flughafen ist O.R. Tambo International in Johannesburg. Von dort nimmst du einen Mietwagen oder einen Transfer, beides rund zwei Stunden. Der Pilanesberg International Airport direkt am Park ist seit einem Brand des Terminals am 29. August 2023 für den kommerziellen Betrieb geschlossen; im Februar 2026 wurde der Wiederaufbau vereinbart, mit einem Zeithorizont von zwei bis drei Jahren. Linienflüge nach Pilanesberg gibt es nicht.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 40 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder: mit vollem Preis rechnen
  • Fahrzeug: plus rund 9 € pro Tag
  • SANParks-Wild-Card gilt nicht
  • Nur Karte, kein Bargeld

Als Gast aus Europa zahlst du rund 40 € pro Person und Tag, dazu kommt das Fahrzeug mit rund 9 € pro Tag. Ein Paar im Mietwagen ist damit bei rund 90 € am Tag. Der Tarif gilt seit Dezember 2025, ältere Reiseführer nennen noch einen Bruchteil davon.

Für Kinder aus dem Ausland gibt es keinen einheitlichen Satz. Rechne mit dem vollen Preis, dann ist eine vierköpfige Familie samt Auto bei rund 170 € am Tag, und frag am Tor nach, bevor du mehrere Tage planst.

Gäste aus SADC-Ländern zahlen rund 20 €, Kinder rund 15 €. Südafrikaner zahlen gegen Ausweis rund 9 €, Kinder von 5 bis 12 Jahren und Rentner rund 5 €.

Im Preis steckt eine Gemeindeabgabe von zehn Prozent für die Gemeinden rund um den Park. Die SANParks-Wild-Card gilt hier nicht, weil der Park zur Provinz Nordwest gehört und nicht zu SANParks.

Am Tor zahlst du nur mit Karte, Bargeld wird nicht angenommen. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Luxus

Tshukudu Bush Lodge liegt erhöht über dem Park und ist auf geführte Safari-Erlebnisse ausgerichtet.

Mittelklasse

Bakubung Bush Lodge verbindet Komfort mit Nähe zum gleichnamigen Tor und eignet sich für Familien und Paare.

Budget

Manyane Resort bietet einfache Chalets und Campingplätze am Manyane Gate.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Big-Five-Pirschfahrten

Geführte Touren und Fahrten auf eigene Faust sind beide möglich. Rund 200 Kilometer Straßen, davon die drei Hauptstrecken geteert und der Rest Schotter, machen den Park auch für Selbstfahrer ohne Geländewagen zugänglich. Im Park gilt Tempo 40.

Beobachtungsverstecke am Wasser

Mankwe am großen Damm im Zentrum des Parks, Makorwane, Malatse, Ratlhogo im Norden und Ruighoek und Batlhako im Westen. Du fährst direkt heran und sitzt auf Höhe des Wasserspiegels; beim Mankwe-Versteck führt vom Parkplatz ein abgeschirmter Steg ins Wasser hinaus. Die beiden im Westen sind die ruhigsten.

Vogelbeobachtung

Über 360 registrierte Arten, vom Kampfadler bis zu Eisvögeln und Wasservögeln.

Wanderungen und Buschspaziergänge

Geführte Touren zu Fuß bringen dir Pflanzen, Tiere und die Geologie des Ringkomplexes näher, als es vom Fahrzeug aus geht. Auf eigene Faust darfst du nicht laufen, und Kinder unter 16 Jahren dürfen nicht mit.

Heißluftballon-Safaris

Fahrten über den Park zeigen die Ringstruktur, die sich am Boden nicht erschließt.

Blick aus dem Ratlhogo-Versteck auf das Wasserloch

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Der nördliche Teil des Parks lag ursprünglich auf Land der Bakgatla-ba-Kgafela. Ihr Hauptort Moruleng liegt drei Kilometer vor dem Bakgatla-Tor, und sie sind am Erlös des Parks beteiligt. Von jedem Eintritt geht eine Gemeindeabgabe an die Gemeinden rund um den Park.

Der höhere Eintritt seit Dezember 2025 soll in Naturschutz und in die Instandsetzung der Infrastruktur fließen, die seit der Gründung 1984 nie grundlegend erneuert wurde. Allein die Straßen brauchen eine Erneuerung in Millionenhöhe.

Als Besucher bleibst du auf den ausgewiesenen Wegen, hältst Abstand zu den Tieren und nimmst deinen Müll wieder mit. Bei Elefanten gilt das besonders: Schneide ihnen nie den Weg ab und setz lieber zurück.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Torzeiten

Die Tore öffnen und schließen je nach Jahreszeit, im Südsommer von November bis Februar sind sie am längsten offen. In der letzten Stunde vor Torschluss wird oft niemand mehr eingelassen, plan deine Ankunft also früher.

Straßen und Fahrzeug

Für die Hauptstrecken reicht ein normaler Pkw, ein Geländewagen ist nicht vorgeschrieben. Nur die drei Hauptstrecken sind geteert, der Rest ist Schotter. In der Regenzeit und auf den Schotterabschnitten hilft etwas mehr Bodenfreiheit, und von höher oben siehst du mehr. Wie die Straßen gerade sind, erfährst du am besten an deiner Lodge, frag vor der Fahrt nach.

Tempo und Aussteigen

Im Park gilt Tempo 40. Aussteigen darfst du nur an den ausgewiesenen Picknickplätzen, in den Hides und oben am Aussichtspunkt Lenong.

Gesundheit

Der Pilanesberg liegt außerhalb des Malariagebiets. Eine Prophylaxe brauchst du hier nicht, das ist einer der Gründe, warum der Park so oft mit Kindern gefahren wird.

Geteerte Straße in den Park hinter dem Bakubung Gate

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Was kostet der Eintritt in den Pilanesberg-Nationalpark?

Als Gast aus dem Ausland zahlst du rund 40 € pro Person und Tag, dazu rund 9 € für das Fahrzeug. Gäste aus SADC-Ländern zahlen rund 20 €, Südafrikaner rund 9 €. Für Kinder aus dem Ausland gibt es keinen einheitlichen Satz; rechne mit dem vollen Preis und frag am Tor nach. Im Preis steckt eine Gemeindeabgabe von zehn Prozent. Am Tor zahlst du nur mit Karte, nimm eine Bankkarte mit.

Wie sind die Straßen im Pilanesberg?

Das ist der wunde Punkt. Die Teerstraßen haben seit Jahren tiefe Schlaglöcher, manche Gäste sind auf den Schotterstreifen daneben ausgewichen, einzelne haben ihre Pirschfahrt im Mietwagen abgebrochen. Im August 2026 hat die Parkverwaltung über 80 Kilometer schieben und verdichten lassen. Frag vor der Fahrt an deiner Lodge nach, wie die Straßen gerade sind, nimm ein Fahrzeug mit etwas Bodenfreiheit und fahr langsam.

Durch welches Tor fährt man am besten hinein?

Vier öffentliche Tore führen in den Park: Bakubung westlich von Sun City, Kwa Maritane im Süden, Manyane im Osten und Bakgatla im Nordosten. In der Regel nimmst du das Tor, das deiner Unterkunft am nächsten liegt. Am ruhigsten ist Kwa Maritane, dahinter beginnen Schotterpisten. Das private Black Rhino Reserve hat ein eigenes Tor, das nur seine Lodge-Gäste nutzen.

Kann man den Pilanesberg auf eigene Faust befahren?

Ja. Rund 200 Kilometer Straßen sind ausgeschildert, die drei Hauptstrecken geteert, der Rest Schotter; ein Geländewagen ist nicht vorgeschrieben. Es gilt Tempo 40, und aussteigen darfst du nur an den Picknickplätzen, in den Beobachtungsverstecken und oben am Aussichtspunkt Lenong. Geführte Pirschfahrten werden zusätzlich angeboten.

Ist der Pilanesberg-Nationalpark malariafrei?

Ja. Der Park liegt außerhalb des Malariagebiets, eine Prophylaxe brauchst du nicht. Das ist einer der Gründe, warum er so häufig für Reisen mit kleinen Kindern gewählt wird, für die es kaum geeignete Medikamente gibt.

Wie lange sollte man für den Pilanesberg einplanen?

Zwei bis drei Tage sind eine gute Größe. Bei der kurzen Anfahrt von Johannesburg geht auch ein Tagesausflug, bei rund 40 € Eintritt pro Person plus Fahrzeug lohnt sich der Aufwand dann aber weniger. Wer im Park oder direkt davor übernachtet, ist bei Toröffnung drin und hat die beste Stunde des Tages.

In der Nähe

Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Berglandschaft mit klarer Spiegelung im See, sonnendurchflutete Hügel und blauer Himmel.

Royal-Natal-Nationalpark

Das Amphitheater, eine fünf Kilometer lange und nahezu senkrechte Basaltwand, und die Tugela-Fälle dahinter machen den Royal-Natal-Nationalpark in KwaZulu-Natal zu einem der eindrücklichsten Bergreviere Südafrikas. Auf rund 81 Quadratkilometern geht es hier nicht um Pirschfahrten, sondern um Wandern, Felskunst und Bergpanorama. Verwaltet wird er nicht von SANParks, sondern von Ezemvelo KZN Wildlife.

Zebras und Antilopen an einer Wasserstelle in einer afrikanischen Savanne, umgeben von Bäumen und roter Erde.

Mokala-Nationalpark

Rund 70 Minuten südwestlich von Kimberley, in der Übergangszone zwischen Kalahari und Nama-Karoo, liegt der Mokala-Nationalpark. Er ist jung, mit 275 Quadratkilometern überschaubar und malariafrei. Angelegt wurde er, um bedrohte Arten wie Spitzmaulnashorn, Pferdeantilope, Rappenantilope und Tsessebe zu schützen und in andere Schutzgebiete umzusiedeln. Löwen gibt es hier keine.

Blick auf den Blyde River Canyon bei der Panorama Route Südafrika

Panorama Route

Die Panorama Route in der Provinz Mpumalanga ist keine Parkgrenze, sondern eine Straße: je nach Zuschnitt 160 bis knapp 400 Kilometer entlang des Drakensberg-Escarpments, vorbei am Blyde River Canyon, an God's Window und an einer Reihe von Wasserfällen. Sie lässt sich in zwei Tagen fahren und verbindet sich gut mit einem Besuch im benachbarten Krüger-Nationalpark.