Etosha-Nationalpark
Ein Fenster zur afrikanischen Wildnis
Der Etosha-Nationalpark im Norden Namibias gehört zu den größten Wildschutzgebieten Afrikas. Er ist nach der riesigen Etosha-Salzpfanne benannt, die rund ein Fünftel seiner Fläche einnimmt, und beherbergt eine große Artenvielfalt samt mehrerer bedrohter und seltener Arten. Wer hier auf Safari geht, erlebt unberührte Natur und Wildbeobachtungen vor einer der markantesten Kulissen des Kontinents.
Der Etosha-Nationalpark liegt im Norden Namibias und zählt zu den bedeutendsten Wildreservaten Afrikas. Seinen Namen verdankt er der Etosha-Salzpfanne, einer weiten weißen Senke, die rund ein Fünftel des Parks einnimmt. In nassen Jahren steht sie nach der Regenzeit teilweise unter Wasser und zieht dann Flamingos und Pelikane an.
Auf rund 22.270 Quadratkilometern, etwa der halben Fläche der Schweiz, wechselt die Landschaft zwischen trockener Savanne, dichtem Buschland und trockenen Wäldern. Diese Mischung schafft sehr unterschiedliche Lebensräume und erklärt, warum hier so viele Arten nebeneinander vorkommen.
Die eigentliche Besonderheit sind die Wasserlöcher. Sie liegen über den gesamten Park verteilt, und in der Trockenzeit sammeln sich dort Tiere aus der ganzen Region. Der Park ist bekannt für seine Elefanten, Löwen, Giraffen und Zebras sowie für eine der wenigen verbliebenen Populationen des bedrohten Spitzmaulnashorns.
Darum ist Etosha-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- Die Wasserlöcher machen Wildbeobachtung planbar: In der Trockenzeit kommen die Tiere zum Trinken, statt dass man sie suchen muss
- An vier Rastlagern ist das Wasserloch nachts beleuchtet. Wer dort schläft, kann die ganze Nacht sitzen bleiben, und genau dann kommen die Spitzmaulnashörner
- Die Etosha-Salzpfanne ist eine Landschaftsform, die es so in kaum einem anderen Safari-Park gibt
- Etosha ist einer der wenigen Orte, an denen Spitzmaul- und Breitmaulnashorn nebeneinander vorkommen
- Über 400 registrierte Vogelarten, in nassen Jahren mit Flamingos und Pelikanen in der Pfanne
- Du brauchst keinen Geländewagen und keinen Guide: In der Trockenzeit kommst du mit einem normalen Mietwagen überall hin, wo du hinkommen darfst
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Etosha-Nationalpark
- Am Tor brauchst du noch kein Geld Gezahlt wird erst im Rastlager, und wer am Tor knapp bei Kasse war, durfte trotzdem einfahren und später zahlen. Verlass dich im Camp aber nicht auf die Karte: Fällt das Netz aus, geht nur Bargeld.
- Wer draußen schläft, verpasst die Nacht Okaukuejo, Halali und Namutoni haben ein beleuchtetes Wasserloch am Zaun, und nachts kommen dort Spitzmaulnashörner, Elefanten und Hyänen. Dazu kommt Olifantsrus im Westen, ein reines Campingcamp, dessen zweistöckiger Beobachtungsstand mit rotem Licht arbeitet. Nach Sonnenuntergang darf niemand mehr durch den Park fahren, also sehen das nur die Übernachtungsgäste. Das ist der eine Grund, für den sich die deutlich höheren Preise der Parkcamps lohnen.
- Okaukuejo hat die Tiere, Halali die Ruhe Am Wasserloch von Okaukuejo passiert am meisten, dafür sitzt man in der Hochsaison dicht an dicht, und nicht jede Gruppe kann leise sein. Das Moringa-Wasserloch in Halali ist kleiner und stiller, liegt etwa fünfzig Meter vom Camp und ist zu Fuß erreichbar. Wer beides will, bucht je eine Nacht.
- Olifantsrus: der Beobachtungsstand auf zwei Ebenen Im Westen des Parks liegt Olifantsrus, das einzige reine Campingcamp mit zehn Stellplätzen, rund 130 Kilometer von Okaukuejo und 60 vom Galton Gate. Sein Wasserloch hat einen zweistöckigen Beobachtungsstand: unten auf Höhe des Wassers, oben mit Blick über die Ebene. Er ist rund um die Uhr offen. Das ist der ruhigste Platz im Park und einer der wenigen, an denen du vom Boden aus nachts zusehen darfst.
- Frag im Camp-Büro nach dem Sichtungsbuch In den Rastlagern liegt ein Buch oder eine Tafel aus, in die Besucher eintragen, wo sie was gesehen haben. Erfahrene Selbstfahrer planen ihren Tag danach, statt nach Reiseführer. Das Personal weiß meist zusätzlich, welches Wasserloch gerade läuft.
- Mittags stehst du allein am Wasserloch Zwischen elf und drei sind die meisten Fahrzeuge zurück im Rastlager. Genau dann treibt die Hitze in der Trockenzeit die Tiere ans Wasser. Bleib an einem Wasserloch zwanzig bis dreißig Minuten, statt von einem zum nächsten zu hetzen: Der Unterschied zwischen leer und voll beträgt oft nur eine halbe Stunde.
- Galton Gate ist leer, aber rau und streng Das westliche Galton Gate hat deutlich weniger Verkehr als das Andersson Gate im Süden. Dafür berichten Reisende immer wieder von schlecht gegradeten Pisten mit tiefem Wellblech Richtung Dolomite. Und hier wird gründlich kontrolliert, auch bei der Ausfahrt, bis hin zum Auspacken der Koffer. Plan eine Stunde Puffer ein.
- Kein rohes Fleisch über die Red Line Namibias Veterinärzaun verläuft an der Südgrenze des Parks, Etosha liegt nördlich davon. Rohes Fleisch darfst du mit hineinnehmen, aber bei der Ausfahrt nach Süden nicht wieder mit hinaus: An Andersson, Von Lindequist und Galton Gate wird kontrolliert und abgenommen. Kauf also nur so viel, wie du im Park auch grillst.
- Zwei beliebte Wasserlöcher liegen hinter der Baustelle Seit Februar 2026 führt die Umleitung zwischen Okaukuejo und Halali südlich über Gemsbokvlakte, Sueda, Salvadora und Charitsaub. Nebrownii und Kapupuhedi, acht und siebzehn Kilometer östlich von Okaukuejo, erreichst du dadurch nicht. Steht in deinem Reiseführer, Nebrownii sei der Elefanten-Hotspot am ersten Morgen, stimmt das gerade nicht.
- Die Schakale im Camp sind nicht süß Auf den Campingplätzen holen sich Schakale das Fleisch vom Grill, bevor es auf dem Teller landet, und nehmen auch Schuhe mit. Nichts draußen stehen lassen, Schuhe nachts ins Zelt.
Karte von Etosha-Nationalpark
Highlights
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Die Wasserlöcher
Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Viel losIn der Trockenzeit steht in Etosha sonst nirgends Wasser, also kommen die Tiere an die Wasserlöcher. Vier Rastlager haben eines am Zaun, das nachts beleuchtet ist und den Übernachtungsgästen rund um die Uhr offensteht. Draußen im Park entscheidet die Wahl des Wasserlochs über deinen Tag.
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Etosha-Salzpfanne
Salzpfanne Aura Haut dich umDie weiße Salzpfanne nimmt rund ein Fünftel des Parks ein und liegt die meiste Zeit trocken. Nur nach sehr nassen Regenzeiten steht flach Wasser darauf, und dann kommen die Flamingos. Vom Südrand aus siehst du sie als blendend weiße Fläche bis zum Horizont.
- Fläche, etwa halb so groß wie die Schweiz
- 22.270 km²
- misst die Etosha-Salzpfanne, rund ein Fünftel des Parks
- 4.800 km²
- registrierte Vogelarten
- 400+
- als Wildschutzgebiet gegründet, Nationalpark seit 1967
- 1907
Landschaftsmerkmale
Die Etosha-Salzpfanne
Der Park misst rund 22.270 Quadratkilometer und ist damit etwa halb so groß wie die Schweiz. Sein prägendes Merkmal ist die weite Etosha-Salzpfanne, die selbst rund 4.800 Quadratkilometer misst. In nassen Jahren, wenn sie nach der Regenzeit teilweise gefüllt ist, zieht sie Vögel wie Flamingos und Pelikane an.
Von Buschland bis Trockenwald
Rund um die Pfanne wechselt die Landschaft von dichten Buschgebieten über offene Savannen bis zu trockenen Wäldern. Diese Vielfalt an Habitaten ist der Grund für den Artenreichtum. Über den ganzen Park verteilte Wasserlöcher ziehen in der Trockenzeit Tiere an und schaffen gute Beobachtungsbedingungen.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Regenzeit, November bis April | Trockenzeit, Mai bis Oktober | Hochsaison, Juni bis September | Trockenzeit, Mai bis Oktober | Regenzeit, November bis April | |||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | viel los | ||||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- viel los
Mai empfohlen
Trockenzeit, Mai bis Oktober · eher ruhig
Die beste Zeit für Tierbeobachtung, und sie wird von Monat zu Monat besser. Im Mai ist es noch grün, ab August ist das Land kahl und die Tiere hängen an den Wasserlöchern.
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Die Trockenzeit läuft von Mai bis Oktober, und sie ist die Zeit für Etosha. Je länger es nicht geregnet hat, desto weniger Ausweichmöglichkeiten haben die Tiere: Ab August sammelt sich alles an den wenigen Wasserlöchern, und du musst nicht suchen, sondern nur warten. Dazu ist die Vegetation abgefressen und niedrig, die Sicht also weit. Der Preis dafür ist der Andrang, denn Juni bis September ist Hochsaison, und die Rastlager im Park sind dann Monate im Voraus ausgebucht. Von November bis April regnet es, am stärksten von Januar bis März. In Okaukuejo fallen im Februar im Schnitt über 110 Millimeter, meist als kurze, heftige Nachmittagsgewitter. Dann steht überall Wasser, die Tiere verteilen sich, und Wildbeobachtung wird zur Suche. Dafür ist alles grün und die Jungtiere kommen. Wenn die Salzpfanne Wasser führt, stehen Flamingos und Pelikane darin, aber darauf planen lässt sich eine Reise nicht: Das passiert nur nach sehr nassen Regenzeiten, und in 57 Jahren wurden auf der Pfanne 24 Brutversuche gezählt, von denen acht erfolgreich waren.
Trockenzeit, Mai bis Oktober
Die beste Zeit für Tierbeobachtung, und sie wird von Monat zu Monat besser. Im Mai ist es noch grün, ab August ist das Land kahl und die Tiere hängen an den Wasserlöchern. Morgens kann es im Juni und Juli um den Gefrierpunkt liegen, mittags wird es ab September sehr heiß. Nimm eine warme Jacke mit, auch nach Afrika.
Regenzeit, November bis April
Die Regen beginnen im November mit einzelnen Gewittern, Januar bis März sind die nassen Monate. Die Tiere verteilen sich über den ganzen Park, weil überall Wasser steht, und die Sicht ist durch hohes Gras eingeschränkt. Wer Vögel mag, kommt trotzdem auf seine Kosten: Zugvögel sind da, und in guten Jahren füllt sich die Pfanne.
Hochsaison, Juni bis September
Die vollste Zeit im Park, getrieben von den europäischen und südafrikanischen Schulferien. An beliebten Wasserlöchern stehen dann zu den Stoßzeiten mehrere Fahrzeuge. Die Rastlager im Park sind für diese Monate oft ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht.
Foto: Axel Tschentscher, CC BY-SA 4.0Sehenswerte Tiere
Etosha bietet einige der besten Wildbeobachtungsmöglichkeiten Afrikas. Die Tiere verteilen sich zwar über eine große Fläche, konzentrieren sich in der Trockenzeit aber an den Wasserlöchern.
Vier der Big Five leben hier: Elefant, Löwe, Leopard und Nashorn, und zwar Spitzmaul- und Breitmaulnashorn. Büffel gibt es in Etosha nicht, der letzte Nachweis im Park stammt aus den 1950er Jahren. Wer die Big Five vollzählig sehen will, braucht also ein zweites Ziel. Dafür sind die Aussichten auf Nashörner selten gut, besonders nachts an den beleuchteten Wasserlöchern der Rastlager. Leopard bleibt auch hier Glückssache.
- Elefant
- Löwe
- Leopard
- Spitzmaulnashorn
- Breitmaulnashorn
- Gepard
- Giraffe
- Zebra
- Kudu
- Oryxantilope
- Springbock
- Gnu
- Kuhantilope
- Elenantilope
- Flamingo
Foto: Pavel Špindler, CC BY 3.0Anreise

Mit dem Auto
- WindhoekStart
- 4 bis 6 Std.Das meistgenutzte Tor, auch für die Anreise aus Swakopmund; die Straßen sind gut ausgebaut
- Andersson-TorSüden, nahe Okaukuejo
- etwa 20 Min.Am Tor trägst du dich nur ein, bezahlt wird an der Rezeption des ersten Rastlagers
- OkaukuejoRastlager
- Osten, nahe NamutoniVon-Lindequist-TorGut für die Anreise aus Richtung Tsumeb
- NordenKing-Nehale-TorEingerichtet für die Anreise aus dem Norden, nahe der King Nehale Conservancy
- Westen, ruhigere ParkteileGalton-TorWenig Verkehr, Richtung Osten tiefes Wellblech; gründliche Kontrollen, plan eine Stunde Puffer ein
Mit dem Flugzeug
- beim Rastlager OkaukuejoOkaukuejo AirstripWird häufig von Charterflügen genutzt
- mitten im Park, bei HalaliHalali AirstripVor allem für kleinere Maschinen
- Osten, bei NamutoniNamutoni AirstripFür den östlichen Parkteil
- Die Tore öffnen bei Sonnenaufgang und schließen bei Sonnenuntergang, nachts wird im Park nicht gefahren
- In der Trockenzeit reicht auf den Hauptpisten ein normaler Pkw; im ganzen Park gilt Tempo 60
- Drohnen gibst du am Tor ab und bekommst sie bei der Ausfahrt am selben Tor zurück
- Tank vor dem Tor voll, etwa am Etosha Trading Post vor dem Andersson-Tor: Die Zapfsäulen im Park fallen oft aus
- Baustelle Okaukuejo–Halali: Umleitung über Gemsbokvlakte, Sueda, Salvadora und Charitsaub
Anreise ausführlich
Auto
Von Windhoek aus ist der Park in etwa 4 bis 6 Stunden erreichbar, die Straßen sind gut ausgebaut. Vier Tore führen hinein: Andersson Gate im Süden nahe dem Okaukuejo Camp, das meistgenutzte Tor für Anreisende aus Windhoek oder Swakopmund. Von Lindequist Gate im Osten nahe dem Namutoni Camp, gut für Besucher aus Richtung Tsumeb. Galton Gate im Westen, weniger frequentiert, mit Zugang zu den ruhigeren Parkteilen. King Nehale Gate im Norden nahe der King Nehale Conservancy, eingerichtet für die Anreise aus dem Norden.
Flugzeug
Inlandsflüge sind die schnelle Variante. Mehrere Airstrips liegen nahe den Haupteingängen und Lodges: Okaukuejo Airstrip beim gleichnamigen Camp wird häufig von Charterflügen genutzt, Halali Airstrip mitten im Park dient vor allem kleineren Maschinen, Namutoni Airstrip eignet sich für den östlichen Parkteil.
Kosten und Gebühren
- Kinder 9 bis 15: rund 10 €
- Fahrzeug: plus rund 3 € pro Tag
- Bezahlt wird im ersten Rastlager, nicht am Tor
Internationale Besucher zahlen rund 15 € pro Person und Tag, Kinder von 9 bis 15 Jahren rund 10 €, jüngere nichts. Dazu kommen rund 3 € am Tag für ein Fahrzeug mit bis zu zehn Sitzen. Zwei Erwachsene im Mietwagen zahlen also rund 35 € am Tag. Die Preise gelten seit dem 1. April 2026, ältere Angaben in Reiseunterlagen stimmen nicht mehr.
Die Gebühr gilt 24 Stunden ab der Einfahrt und fällt für jeden angefangenen Tag an, für Personen und Fahrzeug getrennt. Erstattet wird nichts, und die Genehmigung ist nicht übertragbar.
Am Tor trägst du dich nur in ein Formular ein. Bezahlt wird an der Rezeption des ersten Rastlagers, in Okaukuejo, Halali oder Namutoni, etwa zwanzig Minuten vom Tor. Karte geht, solange Strom und Satellitenverbindung stehen. Fallen sie aus, und das passiert im Park immer wieder, geht nur Bargeld. Heb deshalb vorher in Outjo, Otjiwarongo oder Tsumeb genug ab.
Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.
Beliebte Unterkünfte
Im und am Park reicht das Angebot vom Campingplatz bis zur Luxuslodge.
Luxus
Ongava Lodge am südlichen Parkrand, mit exklusiven Safari-Erlebnissen.
Mittelklasse
Okaukuejo Camp, bekannt für seine beleuchtete Wasserstelle, an der nachts Nashörner und Elefanten gesichtet werden.
Budget
Namutoni Camp, günstiger und mit einfachem Zugang zu einigen der besten Wildbeobachtungsgebiete.
Aktivitäten
Pirschfahrten
Etosha bietet die Kulisse für klassische Safari-Erlebnisse. Organisierte Safari-Drives mit erfahrenen Guides geben tiefere Einblicke in das Ökosystem und das Verhalten der Tiere.
Vogelbeobachtung
Besonders nach der Regenzeit, wenn die Wasserstellen belebt und die Landschaften üppig sind, ist der Park ein Ziel für Vogelbeobachter. Über 400 Vogelarten sind registriert, darunter zahlreiche Zugvögel.
Fotografie
Reiche Tierwelt und weite, offene Landschaften ergeben gute Bedingungen für Wildlife- und Landschaftsaufnahmen.
Sternenbeobachtung
Die klaren Nächte ohne Lichtverschmutzung geben den Blick auf den Sternenhimmel und die Milchstraße frei.
Natur- und Tierschutz
Die Eintritts- und Naturschutzgebühren fließen in die Verwaltung des Parks und in den Wildschutz. Seit dem 1. April 2026 ist die Hälfte des Betrags ausdrücklich als Naturschutzgebühr ausgewiesen.
Der sichtbarste Teil davon ist der Nashornschutz. Die Blue Rhino Task Force, in der Umweltministerium, Polizei und Armee zusammenarbeiten, geht gegen die Wilderei vor; 2025 wurden 147 Nashörner betäubt und enthornt, um sie für Wilderer wertlos zu machen. Dass der Druck bleibt, zeigen die Zahlen von Januar bis April 2026: Von acht gewilderten Nashörnern landesweit starben sieben in Etosha. Ein Tier ohne Horn ist also kein Schönheitsfehler, sondern eine Schutzmaßnahme.
Was du selbst beitragen kannst, ist unspektakulär: auf den Wegen bleiben, Abstand halten, nichts füttern, nichts zurücklassen. An den Wasserlöchern hilft es, den Motor auszumachen und leise zu sein.
Praktische Informationen
Torzeiten
Die Tore öffnen bei Sonnenaufgang und schließen bei Sonnenuntergang, ganzjährig und ohne Ruhetag. Die Zeiten werden wöchentlich angepasst und hängen an jedem Tor und Rastlager aus: Am frühesten geht es Ende November und Anfang Dezember auf, gegen 6:10 Uhr, am spätesten Anfang Juli, gegen 7:30 Uhr. Geschlossen wird zwischen 18:25 Uhr Mitte Juni und 19:40 Uhr Mitte Januar. Weil der Park weit nach Westen reicht, liegen zwischen den Toren ein paar Minuten.
Fahren im Park
Erlaubt sind 60 Stundenkilometer. Aussteigen darfst du nur in den Rastlagern und an ausgeschilderten Stellen, sonst bleibst du im Fahrzeug. Bei Sonnenuntergang musst du im Rastlager oder draußen sein, nachts wird im Park nicht gefahren.
Drohnen
Seit Anfang 2025 darf gar keine Drohne mehr in den Park, auch nicht unbenutzt und versiegelt im Gepäck. Du gibst sie am Eingangstor ab und bekommst sie bei der Ausfahrt am selben Tor zurück. Wer auf ein Panoramabild über der Salzpfanne gehofft hat, plant besser um.
Fahrzeug
In der Trockenzeit reicht ein normaler Pkw auf den Hauptpisten. Für die Strecke vom Galton Gate nach Osten ist ein höher gelegtes Fahrzeug die bessere Wahl, dort gibt es tiefes Wellblech.
Straßenbau auf der Hauptpiste
Seit dem 23. April 2025 wird die Piste von Okaukuejo Richtung King Nehale Gate asphaltiert, über Halali und Namutoni. Seit dem 1. Februar 2026 führt eine Umleitung zwischen Okaukuejo und Halali südlich über Gemsbokvlakte, Sueda, Salvadora und Charitsaub, inzwischen über eine neu gebaute Umgehung und den Rhino Drive bis Halali. Ein festes Enddatum gibt es noch nicht. Zwischen Okaukuejo und Halali erreichst du damit nur diese vier Wasserlöcher, Nebrownii und Kapupuhedi liegen hinter der Sperre. Die Fahrzeit ändert sich kaum, weil ohnehin nur 60 erlaubt sind: Vom Andersson Gate bis zum Von-Lindequist-Tor schaffst du den Park weiterhin an einem Tag. Vor der Reise lohnt ein Anruf beim Parkbüro in Okaukuejo.
Tanken und einkaufen
Okaukuejo, Halali und Namutoni haben je eine Tankstelle und einen kleinen Laden. Verlass dich aber nicht darauf: Die Zapfsäulen im Park fallen seit 2025 immer wieder tagelang aus. Tank vor dem Tor voll, zum Beispiel am Etosha Trading Post gut sechs Kilometer vor dem Andersson Gate, und fahr nicht auf Reserve hinein.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Was kostet der Eintritt in Etosha?
Internationale Besucher zahlen rund 15 € pro Person und Tag, dazu rund 3 € für das Fahrzeug. Zwei Erwachsene im Mietwagen zahlen damit rund 35 € am Tag. Kinder von 9 bis 15 zahlen rund 10 €, jüngere nichts. Die Preise gelten seit dem 1. April 2026, ältere Angaben in Reiseunterlagen stimmen nicht mehr.
Wo bezahlt man den Eintritt?
Nicht am Tor. Dort trägst du dich nur in ein Formular ein und fährst weiter zur Rezeption des ersten Rastlagers, also nach Okaukuejo, Halali oder Namutoni. Das sind vom Tor etwa zwanzig Minuten. Karte wird angenommen, aber wenn Strom oder Satellitenverbindung ausfallen, geht nur Bargeld.
Sieht man in Etosha die Big Five?
Vier davon: Elefant, Löwe, Leopard und Nashorn. Büffel gibt es hier nicht, der letzte belegte Nachweis stammt aus den 1950er Jahren. Dafür sind die Nashorn-Chancen selten gut, vor allem nachts an den beleuchteten Wasserlöchern.
Braucht man einen Geländewagen?
In der Trockenzeit nicht. Die Hauptpisten sind gegradeter Schotter, und ein normaler Pkw reicht. Für die Strecke vom Galton Gate nach Osten und für die Regenzeit ist ein höher gelegtes Fahrzeug die bessere Wahl. Im ganzen Park gilt Tempo 60.
Wie viele Tage sollte man für Etosha einplanen?
Zwei bis fünf Tage, damit du mehr als einen Parkteil siehst. Von einer einzigen Nacht ist abzuraten: Der Weg hinein und hinaus frisst den Tag, und an den Wasserlöchern entscheidet oft eine halbe Stunde Geduld darüber, ob nichts oder alles passiert.
Wann stehen die Chancen auf Tiersichtungen am besten?
In der Trockenzeit von Mai bis Oktober, und je später darin, desto besser. Ab August ist die Vegetation abgefressen und die Tiere hängen an den wenigen Wasserstellen. Von November bis April regnet es, dann steht überall Wasser und die Tiere verteilen sich.
Kann man Etosha mit dem eigenen Mietwagen erkunden?
Ja, der Park ist ein klassisches Selbstfahrerziel. Vier Tore führen hinein: Andersson im Süden, Von Lindequist im Osten, Galton im Westen und King Nehale im Norden. Von Windhoek bis zum Andersson Gate sind es vier bis sechs Stunden. Aussteigen darfst du nur in den Rastlagern und an ausgeschilderten Stellen.
Muss man im Park übernachten?
Nein, aber es macht einen Unterschied. Vier Rastlager haben ein beleuchtetes Wasserloch am Zaun: Okaukuejo, Halali, Namutoni und das reine Campingcamp Olifantsrus im Westen, dessen zweistöckiger Beobachtungsstand mit rotem Licht arbeitet. Nachts kommen nur die Übernachtungsgäste dorthin, weil nach Sonnenuntergang niemand mehr durch den Park fährt. Wer draußen schläft, verpasst diesen Teil.
Wird im Park gebaut?
Ja. Seit April 2025 wird die Hauptpiste von Okaukuejo Richtung King Nehale Gate asphaltiert, ein festes Enddatum gibt es noch nicht. Die Umleitung zwischen Okaukuejo und Halali führt südlich über Gemsbokvlakte, Sueda, Salvadora und Charitsaub. Die Wasserlöcher Nebrownii und Kapupuhedi erreichst du dadurch nicht. Die Fahrzeit ändert sich kaum, weil ohnehin nur 60 erlaubt sind. Frag vor der Reise im Parkbüro in Okaukuejo nach, wie weit der Bau ist.














