Golden-Gate-Highlands-Nationalpark
Goldene Sandsteinfelsen an der Grenze zu Lesotho
Sandsteinklippen, die im Abendlicht in Gold, Ocker und Orange leuchten: Der Golden Gate Highlands Nationalpark liegt im Nordosten der Provinz Free State nahe der Grenze zu Lesotho und schützt auf rund 340 Quadratkilometern das Hochland der Maluti Mountains. Statt Big Five erwarten dich Grasland-Antilopen, 256 Vogelarten, die Felskunst der San und seit 2025 ein eigenes Dinosaurier-Zentrum.
Der Golden Gate Highlands Nationalpark liegt in der Provinz Free State, im östlichen Hochland nahe der Grenze zu Lesotho. Namensgeber sind die Sandsteinklippen, die im warmen Abendlicht in Gold, Ocker und Orange leuchten. Ausgewiesen wurde der Park 1963; durch mehrere Erweiterungen, zuletzt die Eingliederung des früheren QwaQwa-Nationalparks zwischen 2004 und 2007, ist er auf seine heutige Fläche von rund 340 Quadratkilometern gewachsen. Er reicht von rund 1.800 Metern bis auf 2.829 Meter am Ribbokkop, dem höchsten Punkt des Parks.
Die bekanntesten Ziele im Park sind der markante Brandwag Rock und die prähistorischen Felsmalereien der San. San ist die in Südafrika gebräuchliche Sammelbezeichnung für die indigenen Jäger- und Sammlervölker des südlichen Afrika.
Seit dem 22. Juni 2025 hat der Park eine zweite große Attraktion: das Kgodumodumo Dinosaurier-Zentrum, das die Funde aus den Karoo-Schichten zeigt, darunter einen der ältesten je gefundenen Dinosaurier-Embryonen. Im ersten Jahr kamen über 100.000 Besucher, und inzwischen reisen viele nur deshalb in die Region.
Der Park ist ein Wander- und Vogelrevier, kein klassisches Safari-Ziel. Durch das Gebiet führt mit der R712 eine öffentliche Straße, von der zwei Rundwege abzweigen. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, der Andrang bleibt überschaubar, und rundherum liegen kleine Dörfer und Farmen.
Darum ist Golden-Gate-Highlands-Nationalpark ein Sehnsuchtsort
- Sandsteinklippen in Gold, Ocker und Orange: Zwei davon stehen sich an der Straße gegenüber und geben dem Park seinen Namen
- Das Kgodumodumo Dinosaurier-Zentrum, seit dem 22. Juni 2025 offen, zeigt einen der ältesten je gefundenen Dinosaurier-Embryonen
- Am Geierrestaurant legt die Parkverwaltung Kadaver für Kap- und Bartgeier aus, beobachtet wird aus einem Versteck mit eigenen Luken für Fotografen
- Prähistorische Felsmalereien der San, zu sehen auf dem geführten Kräuterpfad des Basotho Cultural Village
- Höhen bis 2.829 Meter: Der Ribbokkop ist der höchste Punkt des Parks, im Winter liegt hier Schnee
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für den Golden-Gate-Highlands-Nationalpark
- Wenn nur eine Schleife Zeit hat, nimm die Blesbok-Schleife Von der Durchgangsstraße zweigen zwei Rundwege ab, die Oribi- und die Blesbok-Schleife. Für den schöneren Blick nimm die Blesbok-Schleife: Sie liegt höher, führt an einem Stausee vorbei und gibt den weitesten Bergblick. Die Oribi-Schleife nimmst du dafür, wenn du zum Geierversteck willst, denn das liegt an ihr.
- Am Geierversteck entscheidet die Stille, und der Bartgeier bleibt Glücksache Vom Parkplatz sind es rund 300 Meter zu Fuß, im Versteck gibt es eigene Luken für Fotografen. Reisende berichten, dass die Geier sofort abdrehen, wenn jemand die Stimme hebt oder eine Tür knallt; eine Gruppe hatte deshalb nur acht Minuten. Und rechne nicht fest mit dem Bartgeier: Manche sehen ihn erst am dritten Tag, und dann im Flug über dem Versteck, nicht am Kadaver. Von der ganzen Art leben im südlichen Afrika nur noch ein paar hundert Tiere, alle in diesem Gebirgszug.
- Übernachtungsgäste kommen kostenlos ins Dinosaurier-Zentrum Wer im Park übernachtet und nicht campt, kommt mit Vorlage der Buchung umsonst ins Kgodumodumo Dinosaurier-Zentrum. Bei zwei Erwachsenen ist das der Gegenwert einer halben Übernachtung. Geöffnet ist täglich von 8 bis 16 Uhr, eine Führung kostet extra und wird telefonisch gebucht.
- Für die Felsmalereien der San brauchst du einen Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag Allein hinlaufen kannst du nicht. Die Malereien gehören zum Kräuterpfad des Basotho Cultural Village: zwei Stunden mit einem traditionellen Heiler, der unterwegs die Heilpflanzen erklärt, danach weiter zu den Höhlen. Der Pfad wird nur dienstags, mittwochs und donnerstags angeboten. Die Museumsführung durch das Dorf gibt es dagegen an sieben Tagen, sie dauert 45 Minuten.
- Wer Ruhe sucht, schläft oben, nicht am Glen Reenen Das Glen Reenen Rest Camp liegt direkt an der Durchgangsstraße, und die Tankstelle steht gleich neben den Hütten. Tagsüber herrscht Verkehr und Betrieb; Sichtschutzzäune helfen, aber still ist es nicht. Das Highlands Mountain Retreat liegt dafür allein in den Bergen. Ein Haken: Oben hängt gern Nebel. Wer nur eine Nacht bucht, kann um genau die Aussicht kommen, für die er hochgefahren ist.
- Mit vollem Tank anreisen Die Tankstelle am Glen Reenen Rest Camp ist seit dem 16. April 2026 geschlossen, ein Enddatum gibt es nicht. Die nächste Zapfsäule steht in Clarens, rund 20 Kilometer entfernt. Wer die beiden Schleifen fährt und dazu die Durchgangsstraße, kommt schnell auf hundert Kilometer am Tag.
- Der Hausberg kostet dich eine Stunde, nicht einen Tag Der Brandwag Buttress sieht aus, als bräuchte man eine Bergtour. Der Rundweg hinauf dauert rund eine Stunde, startet wahlweise am Hotel oder am Glen Reenen und hat am steilsten Stück eine Kette zum Festhalten. Wer mehr will: Der Wodehouse Peak Trail beginnt am Campingplatz von Glen Reenen, mit elf Kilometern und rund 690 Höhenmetern. Den plan als echte Bergwanderung ein, auch wenn er manchmal als leichter Weg für Kinder geführt wird.
Karte von Golden-Gate-Highlands-Nationalpark
Highlights
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Brandwag Buttress (Brandwag Rock)
Felsen Aura Haut dich umDer Brandwag ist der Wahrzeichenfelsen des Parks. Sein Name heißt auf Afrikaans Schildwache, und genau so steht er über dem Tal. Der gelbe Clarens-Sandstein, aus dem er besteht, entstand vor rund 190 Millionen Jahren aus Wüstendünen. Hinauf führt ein Rundweg von rund drei Kilometern, den du ohne Führer gehen darfst.
-
Vulture’s Restaurant (Vogelversteck)
TierbeobachtungsortEin geschlossenes Versteck an der Oribi-Schleife, vor dem die Ranger Kadaver auslegen. Gedacht ist es für Kapgeier und Bartgeier, die beide hier leben. Eröffnet hat der Park das Versteck 2012 mit einem Sponsor, das Geierrestaurant selbst ist älter. Eine Garantie ist es nicht: Wer Geier sehen will, braucht Zeit, Stille und Glück.
- Fläche im Hochland der Maluti-Berge
- 340 km²
- hoch ist der Ribbokkop, der höchste Punkt im Park
- 2.829 m
- Vogelarten, darunter Kap- und Bartgeier
- 256
- Jahr der Ausweisung als Nationalpark
- 1963
Landschaftsmerkmale
Weite Grasländer zwischen Sandsteinfelsen
Das Landschaftsbild prägen weitläufige Grasländer, eingerahmt von mächtigen goldfarbenen Sandsteinfelsen wie dem Brandwag Buttress. Über 60 Grasarten wachsen hier, dazu afromontane Waldinseln mit Ouhout-Bäumen und eine alpin geprägte Begleitflora. Allein die Ouhout-Bäume bieten rund 117 Käferarten Lebensraum.
Klippen, Täler und Höhenlagen bis 2.829 Meter
Die Höhenlage schwankt zwischen etwa 1.800 Metern und 2.829 Metern am Ribbokkop. Zwischen Klippen und Tälern liegen geschützte Wege unter Felsvorsprüngen, die auch bei Nachmittagsschauern begehbar bleiben.
Beste Reisezeit
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Reisezeit | ||||||||||||
| Jahreszeit | Sommer und Regenzeit | Herbst | Winter | Frühling | Sommer und Regenzeit | |||||||
| Andrang | viel los | viel los | viel los | |||||||||
| Herbstfarben | Höhepunkt | Höhepunkt | ||||||||||
- empfohlen
- möglich
- eher nicht
- Trockenzeit
- Regenzeit
- Übergang
- viel los
- Herbstfarben (innen, kräftig = Höhepunkt)
April empfohlen
Herbst · viel los · Herbstfarben
Die schönste Zeit für Fotos: Die Pappeln färben sich, die Luft ist klar, der Regen lässt nach, und tagsüber lässt es sich gut laufen. Die Nächte werden schon kühl.
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Der Park liegt im Sommerregengebiet: Von September bis April fällt der Regen, im Schnitt rund 760 Millimeter im Jahr, in sehr nassen Jahren bis zu 1.250. Das bringt Grün und Vogelvielfalt, aber auch Nachmittagsgewitter. Der Winter ist trocken und sonnig; die Nächte liegen dann im Schnitt um den Gefrierpunkt, in kalten Nächten fällt das Thermometer auf minus 9 bis minus 15 Grad, und Schnee ist hier nichts Besonderes. Am angenehmsten wanderst du in den Übergangsmonaten: April und Mai, wenn die Pappeln färben, und September bis Oktober, bevor die Gewitter einsetzen.
Sommer und Regenzeit (November bis März)
Die Highlands stehen in üppigem Grün, für Vogelbeobachtung ist das die beste Zeit. Der Regen fällt meist als Nachmittagsgewitter, plane Wanderungen also auf den Vormittag. Dezember und Januar sind zugleich die vollsten Monate, weil in Südafrika Schulferien sind.
Herbst (April und Mai)
Die schönste Zeit für Fotos: Die Pappeln färben sich, die Luft ist klar, der Regen lässt nach, und tagsüber lässt es sich gut laufen. Die Nächte werden schon kühl. Über Ostern füllt sich der Park mit südafrikanischen Familien.
Winter (Juni bis August)
Trocken, sonnig und nachts kalt. Im Juli liegen die Nächte im Schnitt um den Gefrierpunkt, tagsüber sind es rund 16 Grad; in kalten Nächten sind minus 9 bis minus 15 Grad möglich, und Schnee fällt hier regelmäßig. Wo nachts Wasser auf der Straße steht, liegt morgens Eis. Tagsüber ist es bei wenig Wind angenehm zum Wandern, wenn du dich in Schichten anziehst.
Frühling (September und Oktober)
Das Gras wird wieder grün, die Tage sind mild, der Regen setzt gerade erst ein. Ein guter Kompromiss aus Wanderwetter und Farbe.
Sehenswerte Tiere
Statt der Big Five leben in dieser bergigen Region vor allem Antilopen und Greifvögel, insgesamt 54 Säugetier- und 256 Vogelarten. Am Geierrestaurant legen die Ranger Kadaver für Kap- und Bartgeier aus, beide sind bedroht. In den Flüssen und Stauseen kommen kleinere Reptilien, Fische und Otter vor.
- Elenantilope
- Blessbock
- Kuhantilope
- Oribi
- Weißschwanzgnu (Schwarzgnu)
- Springbock
- Bergriedbock
- Burchell-Zebra
- Chacma-Pavian
- Bartgeier
- Kapgeier
- Kaffernadler (Verreaux-Adler)
- Kampfadler
- Schakalbussard
- Schwarzstorch
- Kahlkopfibis
- Lannerfalke
- Wanderfalke
- Sekretär
- Blauer Kranich
Golden-Gate-Highlands-Nationalpark in 10 Bildern
Anreise

Mit dem Auto
- ClarensStart
- 20 km · R712Die R712 ist durchgehend asphaltiert und führt als öffentliche Straße quer durch den Park
- Golden Gate Hotelunterwegs
- R712Zweite Rezeption, dort auch der kleine Laden
- Glen Reenen Rest CampZiel
- BethlehemStart
- 52 km · R712 über Clarens
- Golden Gate HotelZiel
- HarrismithStart
- 73 kmHarrismith liegt an der N3
- Golden Gate HotelZiel
- JohannesburgStart
- rund 320 km
- Golden Gate HotelZiel
- BloemfonteinStart
- rund 330 km
- Golden Gate HotelZiel
- Keine Tore: Anmelden an den Rezeptionen im Golden Gate Hotel und im Glen Reenen Rest Camp, täglich 7 bis 17.30 Uhr
- Kein eigener Flughafen: nächster Flugplatz ist Bethlehem Airfield, weiter per Mietwagen oder Transfer
- Ein normaler Pkw reicht überall hin, auch zum Highlands Mountain Retreat; Allrad brauchst du nicht
- Die Tankstelle am Glen Reenen ist seit April 2026 geschlossen, die nächste steht in Clarens
- Öffentliche Verbindungen gibt es kaum, ohne Mietwagen oder Transfer kommst du praktisch nicht hin
Anreise ausführlich
Mit dem Flugzeug
Der Park hat keinen eigenen Flughafen. Übliche Ausgangspunkte sind Bethlehem Airfield in der Region sowie die weiter entfernten Flughäfen Bloemfontein und Johannesburg, von dort weiter per Mietwagen oder Transfer.
Mit dem Auto
Die R712 führt als öffentliche Straße quer durch den Park und ist durchgehend asphaltiert. Johannesburg, Durban und Bloemfontein liegen etwa gleich weit entfernt; von Johannesburg sind es rund 320 Kilometer, bis Bloemfontein rund 330. Vom Golden Gate Hotel sind es 20 Kilometer nach Clarens, 52 nach Bethlehem und 73 nach Harrismith an die N3. Angemeldet wird an den Rezeptionen im Glen Reenen Rest Camp und im Golden Gate Hotel. Ein normaler Pkw reicht überall hin, auch die steile Auffahrt zum Highlands Mountain Retreat ist befestigt.
Kosten und Gebühren
- Kinder 2 bis 11: rund 10 €
- Nur Durchfahren auf der R712: frei
- Wild Card gilt
- Nur Karte, kein Bargeld
Für internationale Gäste kostet der Eintritt rund 19 € pro Person und Tag. Kinder von 2 bis 11 Jahren zahlen rund 10 €, jüngere nichts, ab zwölf Jahren gilt der Erwachsenensatz. Die Tagesgebühr gilt 24 Stunden.
Wer die R712 nur durchfährt, zahlt nichts. Fällig wird die Gebühr, sobald du auf eine der beiden Schleifen abbiegst, wanderst oder eine Einrichtung des Parks nutzt. Mit der Wild Card von SANParks entfällt sie; zeig an der Rezeption die digitale Karte oder den Mitgliedsbrief zusammen mit deinem Ausweis.
Extra kosten das Dinosaurier-Zentrum (rund 13 €, Kinder rund 7 €, eine Führung rund 11 €), der Kräuterpfad zu den Felsmalereien (rund 4 €) und die Zipline (rund 35 €). Wer im Park übernachtet und nicht campt, kommt umsonst ins Dinosaurier-Zentrum. Auf Unterkünfte und Aktivitäten kommt ein Prozent für den Gemeindefonds von SANParks dazu.
Bargeld nimmt der Park nicht, du zahlst mit Visa, Mastercard, Diners Club oder American Express, auch mit ausländischen Karten. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.
Beliebte Unterkünfte
Golden Gate Hotel and Chalets
Das Hotel im Park, gut gelegen, mit Chalets. Hier ist auch eine der beiden Rezeptionen.
Glen Reenen Rest Camp
Hütten und Stellplätze nah an den Felsformationen, mit Felsbecken und kleinem Laden. Das Camp liegt direkt an der Durchgangsstraße. Die Hütten haben keine Klimaanlage und nur kleine Wandheizer. Elektrische Heizdecken und Extradecken sind da, eine Wärmflasche bringst du im Winter besser selbst mit.
Highlands Mountain Retreat
Die ruhige Alternative, allein in den Bergen auf rund 2.200 Metern mit Blick über die Maluti-Berge; von einigen Hütten reicht der Blick bei klarem Wetter bis zum Amphitheater der Drakensberge. Die Auffahrt ist befestigt, das letzte Stück sehr steil. Vom Parkplatz zur Hütte sind es ein paar Schritte bergauf, und oben hängt gern Nebel. Geheizt wird mit dem Kamin, Holz stellt der Park.
Rund um den Park
In Clarens, 20 Kilometer entfernt, gibt es Gästehäuser und Farmunterkünfte in jeder Preisklasse.
Aktivitäten
Wandern
Acht ausgeschilderte Wege, vom einstündigen Rundweg auf den Brandwag Buttress mit Kette am steilen Stück bis zum 28 Kilometer langen Ribbok-Weg. Der Wodehouse Peak Trail startet am Campingplatz von Glen Reenen: elf Kilometer und rund 690 Höhenmeter. Plan ihn als Bergwanderung ein, nicht als Spaziergang. Die geführte Wanderung zur Cathedral Cave dauert vier bis fünf Stunden, braucht mindestens fünf Teilnehmer und eine Voranmeldung, am besten mindestens zwei Tage vorher, und wird nur von Dezember bis Oktober angeboten.
Dinosaurier
Das Kgodumodumo-Zentrum zeigt die Fossilien aus den Karoo-Schichten des Parks, darunter einen der ältesten je gefundenen Dinosaurier-Embryonen. Täglich von 8 bis 16 Uhr, Führungen auf telefonische Anmeldung.
Zipline
Seit August 2026 führen sieben Seile über das Gelände, das längste 650 Meter. Rund eine Stunde. Der Betreiber nimmt Kinder ab acht Jahren mit, das Gewicht ist auf 120 Kilogramm und die Körpergröße auf 1,90 Meter begrenzt.
Vogelbeobachtung
Am Geierrestaurant an der Oribi-Schleife legen die Ranger Kadaver für Kap- und Bartgeier aus. Das Versteck hat eigene Luken für Fotografen.
Geschichte und Kultur
Das Basotho Cultural Village gehört zum Park und bietet drei Programme an: die Museumsführung an sieben Tagen (45 Minuten), den Kräuterpfad mit einem traditionellen Heiler und den Felsmalereien (zwei Stunden) sowie die Kulturroute durch die historischen Stätten von QwaQwa (sieben Stunden). Die beiden letzten laufen nur dienstags bis donnerstags.
Und sonst
Reiten, Abseilen, Tennis und ein Felsbecken zum Schwimmen am Glen Reenen. Rund um Clarens gibt es Galerien, Fliegenfischen, Quadtouren und Ausflüge nach Lesotho.
Foto: Zaian, gemeinfreiNatur- und Tierschutz
Der Park schützt neben der Landschaft seltene Grasland-Ökosysteme, etwa die Ouhout-Bestände, sowie paläontologische Fundstellen. Er gehört zum Maloti-Drakensberg Transfrontier Conservation Area, einem grenzüberschreitenden Schutzgebietsverbund von Südafrika und Lesotho.
Das Geierrestaurant ist mehr als eine Attraktion: Die ausgelegten Kadaver sollen verhindern, dass Kap- und Bartgeier draußen vergiftete Tiere fressen. Der Bartgeier kommt im südlichen Afrika nur noch in diesem Gebirgszug vor und ist dort vom Aussterben bedroht.
Das Dinosaurier-Zentrum hat Arbeit in die Region gebracht: Das Café gehört einem örtlichen Unternehmer und beschäftigt rund zwanzig Menschen aus der Nachbarschaft, die vier Vermittler im Zentrum kommen ebenfalls von dort.
Für Besucher gilt: auf ausgewiesenen Wegen bleiben, die Parkregeln beachten und Fundstellen wie Felsmalereien nicht berühren.
Praktische Informationen
Anmelden statt Schranke
Der Park hat keine Tore, die abends zugehen: Durch das Gebiet führt mit der R712 eine öffentliche Straße, und dort darf SANParks keine Schranke setzen. Angemeldet wird an den Rezeptionen im Glen Reenen Rest Camp und im Golden Gate Hotel, täglich von 7 bis 17.30 Uhr. Lad das Anmelde- und Haftungsformular vorher herunter, füll es aus und gib es zusammen mit Ausweis oder Reisepass ab. Kommst du mit gebuchter Unterkunft später an, holst du den Schlüssel beim Sicherheitsdienst an der Tankstelle Glen Reenen.
Warme Sachen, auch im Sommer
Der Park liegt zwischen 1.800 und 2.829 Metern. Im Winter liegen die Nächte im Schnitt um den Gefrierpunkt, in kalten Nächten auch bei minus 15 Grad, und Schnee fällt regelmäßig. Pack Schichten ein, auch für Sommerabende.
Was vorher gebucht werden muss
Die geführte Wanderung zur Cathedral Cave braucht eine Voranmeldung, und die geführten Programme im Basotho Cultural Village laufen zum Teil nur an bestimmten Tagen. Plan beides vor der Anreise ein.
Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.
Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort
Gibt es im Golden Gate Highlands Nationalpark die Big Five?
Nein. Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel leben hier nicht. Der Park ist ein Grasland- und Bergrevier mit Antilopen, Zebras, Pavianen und Greifvögeln. Insgesamt leben hier 54 Säugetier- und 256 Vogelarten.
Muss ich Eintritt zahlen, wenn ich nur durch den Park fahre?
Nein. Die R712 quer durch den Park ist eine öffentliche Straße, SANParks darf dort keine Schranke setzen, und die Durchfahrt ist frei. Auch die Aussichtsbuchten am Straßenrand darfst du mitnehmen. Gebührenpflichtig wird es, sobald du auf eine der beiden Schleifen abbiegst, wanderst oder eine Einrichtung des Parks nutzt.
Was kostet der Eintritt für internationale Gäste?
Für Erwachsene rund 19 € pro Tag, für Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 10 €, jüngere sind frei. Das Dinosaurier-Zentrum kostet extra, rund 13 € für Erwachsene, und ist für Übernachtungsgäste des Parks frei, außer für Camper. Bezahlt wird nur mit Karte.
Wie kalt wird es im Winter?
Nachts kalt. Im Juli liegen die Nächte im Schnitt um den Gefrierpunkt, in kalten Nächten sind minus 9 bis minus 15 Grad möglich, und Schnee fällt hier regelmäßig. Tagsüber ist es meist sonnig und windstill und zum Wandern angenehmer als im heißen Sommer. Die Hütten im Glen Reenen Rest Camp haben nur kleine Wandheizer, eine Wärmflasche im Gepäck hilft.
Kann man die Felsmalereien der San auf eigene Faust besuchen?
Nein. Sie gehören zum geführten Kräuterpfad des Basotho Cultural Village, der zwei Stunden dauert und nur dienstags, mittwochs und donnerstags angeboten wird. Für ausländische Gäste kostet er rund 4 €.
Was gibt es hier außer Wandern?
Seit dem 22. Juni 2025 das Kgodumodumo Dinosaurier-Zentrum, das im ersten Jahr über 100.000 Besucher hatte. Seit August 2026 eine Zipline mit sieben Seilen, das längste 650 Meter, für rund 35 € je Person und rund eine Stunde. Dazu das Geierversteck, das Basotho Cultural Village, Reiten, Abseilen und ein Felsbecken zum Schwimmen am Glen Reenen.
Wie viele Tage sollte man einplanen?
Zwei bis drei Tage, wenn du die Wanderwege, das Geierversteck, das Dinosaurier-Zentrum und die Felsmalereien sehen willst. Für die Durchfahrt mit den beiden Schleifen und ein paar Aussichtspunkten reicht ein Tag.
Wie kommt man ohne Mietwagen hin?
Praktisch gar nicht. Der Park hat keinen eigenen Flughafen, öffentliche Verbindungen gibt es kaum. Üblich ist die Anfahrt mit Mietwagen oder Transfer ab Johannesburg, Bloemfontein oder Bethlehem. Ein normaler Pkw reicht überall hin, Allrad brauchst du nicht.













