Tierbeobachtungsort · Highlight

Savuti-Sumpf

auch: Savuti Marsh · Savute Marsh · Savute

Tote Kameldornbäume stehen im Gras, und irgendwo im Dunkeln rufen die Hyänen.

Der Savuti-Sumpf im Westen des Parks ist meist trockenes Grasland und bekommt nur Wasser, wenn der launische Savuti-Kanal bis hierher durchkommt. Bekannt ist das Gebiet für seine Raubtiere: Löwenrudel, die auch ausgewachsene Elefanten jagen, dazu Tüpfelhyänen, Leoparden und Wildhunde.

Besuchsdauer
Mindestens zwei Nächte
Trubel
2 von 5
Beste Reisezeit
Jun–Okt
Nächstes Tor
Mababe-Tor, 32 km Luftlinie

Wo genau?

Alle 6 Bilder
Satellitenbild: dunkelgrüne Wasserfläche des Savuti-Sumpfs in hellbrauner Landschaft, oben der Savuti-KanalFoto: NASA Earth Observatory, CC BY 2.0
Der Savuti-Kanal im Chobe-Nationalpark, Bäume am Ufer spiegeln sich im stillen WasserFoto: diego_cue, CC BY-SA 3.0

Du stehst am Rand einer weiten, gelben Ebene. Ein paar abgestorbene Bäume ragen grau aus dem Gras, ein Gnu hebt den Kopf, weit hinten zieht eine Giraffe am Waldrand entlang. Das ist der Savuti-Sumpf im Westen des Chobe-Nationalparks, in der Mababe-Senke. Ein Sumpf ist er nur in manchen Jahren. Meist ist er offenes Grasland, und Wasser bekommt er nur, wenn der Savuti-Kanal es bis hierher trägt.

Der Kanal kommt rund 100 Kilometer von der Zibadianja-Lagune im Linyanti-System herunter und fällt auf dieser Strecke nur 18 Meter. So flach, dass schon winzige Verschiebungen im Untergrund entscheiden, ob Wasser fließt oder nicht. Mit dem Regen hat das wenig zu tun. 1982 blieb das Wasser aus und kam erst 2008 zurück, 2010 stand der Sumpf wieder unter Wasser, ab etwa 2016 lag er erneut trocken. Seit Juni 2026 fließt wieder Wasser in den oberen Kanal. Die toten Bäume stammen aus einer früheren Flut: Sie ertranken, als der Kanal 1957 nach Jahrzehnten wieder Wasser brachte.

Berühmt ist Savuti für seine Raubtiere. Die Löwen hier haben gelernt, Elefanten zu jagen, vor allem junge Tiere am Ende der Trockenzeit. Dazu kommen Tüpfelhyänen, Leoparden an den Felshügeln und Afrikanische Wildhunde. Zwischen November und April zieht die Zebrawanderung durch, und an den Wasserstellen stehen das ganze Jahr Elefantenbullen.

Am Nordrand des Sumpfs erheben sich die Gubatsa-Hügel, mehrere Felskuppen mitten im Grasland. An einer davon haben San vor mehreren tausend Jahren Bilder an den Fels gemalt. Wer hier oben steht, sieht über den ganzen Sumpf.

Warum hin

Darum lohnt sich der Savuti-Sumpf

  1. Die Löwen von Savuti jagen auch ausgewachsene Elefanten. Dieses Verhalten ist anderswo nur selten beobachtet worden und hat das Gebiet in mehrere Tierfilme gebracht.
  2. Der Savuti-Kanal kommt und geht, ohne dass der Regen es erklärt: rund ein Vierteljahrhundert trocken, ab 2008 wieder Wasser, 2010 im Sumpf, seit etwa 2016 erneut weitgehend trocken.
  3. Zwischen November und April zieht die Zebrawanderung durch die Mababe-Senke, eine der großen Tierwanderungen des südlichen Afrikas.
  4. In den Gubatsa-Hügeln liegen Felsmalereien der San, mitten im Wildgebiet und ohne Zaun davor.
  5. An den Wasserstellen stehen ganzjährig Elefantenbullen, auch dann, wenn der Sumpf selbst kein Wasser führt.

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Savuti-Sumpf

  • Lass die Orangen zu Hause, die Elefanten riechen sie In Savuti laufen die Elefantenbullen bis an die Stellplätze und brechen für Orangen auch Autos auf. Pack deshalb gar keine Zitrusfrüchte ein. Wie ernst das gemeint ist, siehst du am Platz selbst: Die Wasserhähne sind einbetoniert, und die Sanitärgebäude stehen hinter Erdwällen.
  • Fahr zu den Felsmalereien, und bleib danach noch oben In den Gubatsa-Hügeln am Nordrand des Sumpfs, an der Kuppe mit dem Namen Bushman Hill, haben San Bilder an den Fels gemalt. Vom Parkplatz ist es ein kurzer Aufstieg, und oben hast du den besten Blick über den Sumpf. Frag deinen Guide, wenn er nicht von selbst hinfährt. Und schau dich um, bevor du aussteigst: Leoparden mögen diese Felsen.
  • Die Anfahrt ist ein halber Tag, keine Etappe nebenbei Vom Mababe-Tor sind es über die Sandridge Road rund 70 Kilometer, und Selbstfahrer brauchen dafür drei bis fünf Stunden. Wer morgens in Maun startet und noch am selben Tag ankommen will, fährt die letzte Stunde in der Mittagshitze und verpasst die Pirsch am Nachmittag. Plan mindestens zwei Nächte in Savuti, damit sich der Weg lohnt.
  • In der Regenzeit vor der Buchung nachfragen Zwischen Januar und Mai ist Savuti nicht immer zu erreichen. Im Januar 2026 war die Straße vom Mababe-Tor über den Sumpf gesperrt, auf der Sandridge Road stand Wasser, und das Parkamt riet Selbstfahrern, nicht allein zu fahren und ein Satellitentelefon mitzunehmen. Im März kam man von Maun aus zeitweise gar nicht hin. Lass dir die Befahrbarkeit schriftlich bestätigen, bevor du zahlst.
lang ist der Savuti-Kanal von der Zibadianja-Lagune
rund 100 km
Gefälle auf der ganzen Länge des Kanals
18 m
Löwen zählte das Rudel, das alle drei Tage einen Elefanten riss
rund 30
lag der Kanal trocken, rund ein Vierteljahrhundert
1982 bis 2008

Wo genau

Lage und Anreise zum Savuti-Sumpf10

Der Savuti-Sumpf liegt im Westen des Chobe-Nationalparks in der Mababe-Senke, am Ende des Savuti-Kanals, zwischen dem Savuti-Camp im Norden und dem Mababe-Tor im Süden, rund 70 Kilometer Sandpiste vom Tor entfernt.

So kommst du hin

  • Savuti-Camp und Tor SavutiCamp · am Nordrand des Sumpfs
  • Landepiste SavutiAirstrip · rund 5 km nördlich des Camps
    44 km
  • Mababe-TorTor · rund 70 km, drei bis fünf Stunden
    32 km
  • Ghoha-TorTor · gut 30 km Piste bis zum Camp
    57 km

Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.

In Google Maps öffnen

Wann hin

Beste Reisezeit für den Savuti-Sumpf

Der Savuti-Sumpf ist von Juni bis Oktober am verlässlichsten: Die Pisten sind trocken, das Gras ist kurz, und Tiere sammeln sich an den Wasserstellen. Von August bis November jagen die Löwen auch Elefanten. Zwischen November und April ziehen die Zebras durch, dafür sind die Pisten dann oft aufgeweicht, im Februar und März kommst du manchmal gar nicht hin. Von Juni bis Oktober ist es zugleich am vollsten auf dem Campingplatz.

Oktober empfohlen

Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für den Savuti-Sumpf. Im Oktober ist am Savuti-Sumpf viel los, starte deshalb möglichst früh.

Löwen jagen Elefanten Löwen

05:53Sonnenaufgang
18:24Sonnenuntergang
12,5 hTageslicht

Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).

Dein Tag am Savuti-Sumpf

Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.

  • 06:00–10:00Die beste Pirschzeit. Löwen und Hyänen sind nach der Nacht oft noch unterwegs, und auf dem offenen Grasland siehst du weit.
  • 11:00–15:00Mittagshitze. Die Raubtiere liegen im Schatten, an den Wasserstellen beim Camp trinken dafür die Elefantenbullen.
  • 15:30–18:00Das Licht wird warm, die Katzen werden wieder munter. Fahr so los, dass du vor Sonnenuntergang zurück im Camp bist.
  • 18:00–06:00Nach Sonnenuntergang wird im Park nicht gefahren. Vom Camp aus hörst du, was draußen los ist.
  • 05:53Sonnenaufgang im Oktober
  • 18:24Sonnenuntergang

Spiel mit dem Wasser

Zieh durch die Jahre: Hat Savuti gerade Wasser?212

Ob der Sumpf ein Sumpf ist, entscheidet ein Kanal, der kommt und geht, wie er will. Schieb den Regler von Livingstones Zeit bis heute und sieh, wie selten das Wasser wirklich bis in den Sumpf kam.

  • Das Wasser breitet sich auf dem Sumpf aus.: David Livingstone kommt durch und findet einen nassen, trostlosen Sumpf vor.
  • Für diese Jahre wissen wir es nicht genau.: Aus diesen Jahren gibt es keine verlässlichen Angaben.
  • Kein Wasser im Kanal, der Sumpf ist Grasland.: Ende der 1880er-Jahre versiegt der Kanal. Fast siebzig Jahre bleibt der Sumpf Grasland, Bäume wachsen auf.
  • Das Wasser breitet sich auf dem Sumpf aus.: Das Wasser kehrt zurück und ertränkt die Bäume, die in der Trockenzeit gewachsen sind. Ihre toten Stämme stehen bis heute.
  • Kein Wasser im Kanal, der Sumpf ist Grasland.: Der Kanal versiegt wieder. Rund ein Vierteljahrhundert ist Savuti trocken, die Tiere leben von den Wasserstellen.
  • Wasser fließt in den Kanal, erreicht den Sumpf aber nicht.: Wasser kriecht von der Linyanti-Seite heran, braucht aber zwei Jahre bis zum Sumpf.
  • Das Wasser breitet sich auf dem Sumpf aus.: Der Sumpf steht unter Wasser. Von 2013 bis 2015 fließt der Kanal so kräftig, dass Gäste Bootsausflüge vom Camp machen.
  • Kein Wasser im Kanal, der Sumpf ist Grasland.: Der Kanal trocknet wieder aus.
  • Wasser fließt in den Kanal, erreicht den Sumpf aber nicht.: Ein schwacher Zufluss reicht gerade bis hinter das Camp.
  • Kein Wasser im Kanal, der Sumpf ist Grasland.: Wieder kein Wasser bis Savuti.
  • Wasser fließt in den Kanal, erreicht den Sumpf aber nicht.: Seit Juni fließt wieder Wasser in den oberen Kanal. Ob es bis zum Sumpf reicht, weiß noch niemand.

Wer dir begegnet

Raubtiere und Riesen am Savuti-Sumpf35713

Savuti ist Raubtierland. Hier siehst du, wer im Gras liegt, wer an den Felsen wohnt und wer nur auf der Durchreise ist, und wie du dich verhältst, wenn er dir nahe kommt.

Löwin im Morgenlicht in Savuti, August 2017Foto: Brian Gratwicke from DC, USA, CC BY 2.0

Löwe

Afrikas größte Katze. In Savuti haben die Rudel gelernt, junge Elefanten zu reißen, vor allem am Ende der Trockenzeit.

Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest

auf dem offenen Grasland des Sumpfs und an den Wasserstellen beim Camp

So verhältst du dich

Bleib im Wagen und bleib sitzen. Ein ruhiges Auto nehmen Löwen hin, einen Menschen, der aussteigt, nicht.

Elefantenbulle beim Savuti-Camp, November 2011Foto: diego_cue, CC BY-SA 3.0

Afrikanischer Elefant

Das größte Landtier der Erde. Um Savuti sind es vor allem Bullen, die an den Wasserstellen stehen, auch wenn der Sumpf trocken ist.

Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest

an den Wasserstellen beim Camp und auf den Stellplätzen

So verhältst du dich

Halt Abstand und lass ihm den Weg frei. Keine Zitrusfrüchte im Auto, die Bullen riechen sie.

Hyänenmutter mit Jungem, nachts im Moremi-ReservatFoto: Pascal Schreyer, CC BY-SA 3.0

Tüpfelhyäne

Gefleckter Jäger mit kräftigem Gebiss, der viel selbst erlegt und nicht nur Reste frisst. Nachts hörst du ihr Heulen weit über den Sumpf.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

früh am Morgen auf dem Grasland, nachts rund um das Camp

So verhältst du dich

Lass nachts nichts Essbares draußen liegen und geh nur mit Lampe zu den Sanitärgebäuden.

Leopard im trockenen Gras in Savuti, August 2017Foto: Brian Gratwicke, CC BY 2.0

Leopard

Die heimlichste der großen Katzen, ein Einzelgänger mit Rosettenfell, der gern in Felsen und Bäumen ruht.

Sichtungschance
Selten
Wo du sie findest

an den Felskuppen der Gubatsa-Hügel, vor allem rund um Leopard Rock

So verhältst du dich

Fahr langsam um die Felsen und such die Kanten ab. Steig an den Hügeln nur dort aus, wo es erlaubt ist, und schau dich vorher um.

Wildhund auf einem Erdhügel in Savuti, Dezember 2016Foto: Derek Keats, CC BY 2.0

Afrikanischer Wildhund

Hundeartiger Rudeljäger mit großen runden Ohren und geflecktem Fell, einer der seltensten Beutegreifer Afrikas.

Sichtungschance
Glückssache
Wo du sie findest

unterwegs im Buschland am Rand des Sumpfs, nie lange an einem Ort

So verhältst du dich

Wenn du ein Rudel siehst, bleib stehen und lass es ziehen. Folg ihm nicht querfeldein, abseits der Pisten wird nicht gefahren.

Zwei Zebras im Chobe-Nationalpark, Juli 2018Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0

Steppenzebra

Das Zebra der Savannen. Große Herden ziehen in der Regenzeit vom Chobe und Linyanti nach Süden und kommen später zurück.

Sichtungschance
November bis AprilOft
Mai bis OktoberSelten
Wo du sie findest

auf dem Grasland des Sumpfs und an der Wasserstelle beim Camp

So verhältst du dich

Bleib auf der Piste und lass Herden in Ruhe queren. Wo Zebras sind, sind die Löwen meist nicht weit.

Erzählt am Lagerfeuer in Savuti

Die Löwen, die Elefanten jagen lernten34

Elefanten haben eigentlich keine Feinde. In Savuti ist das anders, und wie es dazu kam, erzählen die Guides am Abend gern.

Erzählt am Lagerfeuer in Savuti

Wenn die Zebras gehen, bleiben die Elefanten

Am Ende der Trockenzeit, von August bis November, wird es eng für die Löwen von Savuti. Die Zebras und viele Antilopen sind weitergezogen, die gewohnte Beute ist knapp. Geblieben sind die Elefanten, denn an den Wasserstellen beim Camp gibt es auch dann noch zu trinken. Also wagten sich die Rudel an sie heran. Forscher, die nachts mit Infrarotkameras unterwegs waren, sahen ein Rudel von rund dreißig Löwen, das im Schnitt alle drei Tage einen Elefanten riss. Fast immer traf es junge Tiere zwischen vier und elf Jahren, die nicht mehr dicht bei der Mutter laufen und noch nicht groß genug sind, um sich zu wehren. Seit Mitte der 1980er-Jahre ist das immer häufiger geworden, und genau dafür kommen Tierfilmer seit Jahren nach Savuti.
Die Zahlen stammen aus einer Studie im Fachblatt African Zoology von 2009. Dass die Wasserstellen die Elefanten an Savuti binden, ist die Erklärung der Forscher; wie die Löwen das Jagen gelernt haben, hat niemand beobachtet.

Ehrlich gesagt

Passt der Savuti-Sumpf zu dir?

Ja, wenn …

  • Du willst Raubtiere erleben, nicht nur Elefanten am Fluss.
  • Du fährst selbst Geländewagen und hast keine Angst vor tiefem Sand.
  • Du nimmst dir mindestens zwei Nächte und liebst Abende ohne Nachbarn.
  • Dich reizt eine Landschaft, die jedes Jahr anders aussieht.

Eher nicht, wenn …

  • Du willst einen Sumpf voller Wasser sehen. Den gibt es nur in manchen Jahren.
  • Du hast nur einen Tag. Allein die Anfahrt frisst den halben.
  • Du reist im Februar oder März und kannst nicht umplanen, wenn die Piste zu ist.

Inspiration

Der Savuti-Sumpf in Bildern

Graues Holz im gelben Gras, Löwinnen im Abendlicht und ein Sumpf, den man manchmal nur aus dem All als Sumpf erkennt: so sieht Savuti aus.

Gut zu wissen

Hilfreiche Infos zum Savuti-Sumpf

Savuti verzeiht wenig Planungsfehler. Mit diesen Punkten kommst du an, schläfst ruhig und fährst rechtzeitig zurück.

Fahrzeug

Ohne Geländewagen mit Untersetzung geht hier nichts, auf der Sandridge Road fährst du stundenlang durch tiefen Sand. Fahr nach Möglichkeit nicht mit nur einem Auto.

Fliegen

Bequemer kommst du mit dem Kleinflugzeug. Die Landepiste Savuti liegt wenige Kilometer nördlich des Camps, viele Lodges holen dich dort ab.

Regenzeit

Von Januar bis Mai können Pisten gesperrt oder überflutet sein. Lass dir vor der Buchung bestätigen, dass du durchkommst, und nimm in dieser Zeit ein Satellitentelefon mit.

Camp

Keine Zitrusfrüchte, kein Essen offen im Zelt oder auf dem Tisch. Elefanten und Hyänen kommen bis an die Stellplätze.

Nachts

Nach Sonnenuntergang wird im Park nicht gefahren. Plan deine Rückkehr ins Camp so, dass du vor der Dunkelheit da bist.

Du fragst

Fragen und Antworten zum Savuti-Sumpf

Führt der Savuti-Kanal gerade Wasser?

Das fragst du am besten für dein Reisejahr neu, denn der Kanal hält sich an keinen Rhythmus. Von 1982 bis 2008 lag er trocken, 2010 stand der Sumpf wieder unter Wasser, von 2013 bis 2015 floss er kräftig, ab etwa 2016 trocknete er aus, 2023 kam ein schwacher Zufluss. Seit Juni 2026 fließt wieder Wasser in den oberen Kanal. Bis es sich auf dem Sumpf ausbreitet, vergeht meist längere Zeit.

Wie komme ich zum Savuti-Sumpf?

Über zwei Tore: Ghoha im Norden, wenn du von Kasane oder aus dem Linyanti kommst, und Mababe im Süden, wenn du aus Maun anreist. Vom Mababe-Tor sind es über die Sandridge Road rund 70 Kilometer, drei bis fünf Stunden durch tiefen Sand. Ohne Geländewagen mit Untersetzung geht es nicht. Bequemer ist das Kleinflugzeug zur Landepiste Savuti.

Kann ich Savuti in der Regenzeit erreichen?

Nicht verlässlich. Im Januar 2026 war die Straße vom Mababe-Tor über den Sumpf gesperrt, auf der Sandridge Road stand Wasser, und das Parkamt riet Selbstfahrern, nicht allein zu fahren und ein Satellitentelefon mitzunehmen. Im März kam man von Maun aus zeitweise gar nicht hin. Lass dir die Befahrbarkeit vor der Buchung bestätigen.

Warum soll ich keine Orangen mitbringen?

Weil die Elefanten Zitrusfrüchte riechen und dafür auch ein Auto aufbrechen. Bullen haben in Savuti immer wieder Fahrzeuge und Ausrüstung beschädigt. Wie ernst das ist, siehst du am Campingplatz: Die Wasserhähne sind einbetoniert, die Sanitärgebäude stehen hinter Erdwällen.

Wann ist die beste Reisezeit für den Savuti-Sumpf?

Am verlässlichsten von Juni bis Oktober. Dann sind die Pisten trocken, das Gras ist kurz, und an den Wasserstellen sammeln sich die Tiere. Von August bis November jagen die Löwen auch Elefanten. Wer die Zebrawanderung sehen will, kommt zwischen November und April, muss dann aber mit aufgeweichten oder gesperrten Pisten rechnen.

Jagen die Löwen in Savuti wirklich Elefanten?

Ja. Ein Rudel von rund dreißig Löwen riss in einer Studie im Schnitt alle drei Tage einen Elefanten, fast immer junge Tiere zwischen vier und elf Jahren. Das passiert vor allem am Ende der Trockenzeit, von August bis November, wenn die übliche Beute weitergezogen ist. Ob du selbst eine solche Jagd siehst, ist Glückssache.

Woher wir das wissen

Quellen und Stand

Geprüft am 11. Oktober 2026

  1. Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 23. September 2026
  2. Wilderness: What happens when Savuti’s vanishing river returns, 18.06.2026 (Livingstone 1851, trocken ab Ende der 1880er, Rückkehr 1957 ertränkt Bäume, trocken ab Anfang der 1980er, 2008 zurück, 2013 bis etwa 2015 kräftig, ab 2016 trocken, 2023 schwach, Juni 2026 Wasser; rund 100 km, 18 m Gefälle, Tektonik) abgerufen 2026-10-11
  3. Power und Compion: Lion predation on elephants in the Savuti, Chobe National Park, Botswana. African Zoology 44 (1), 2009, S. 36 bis 44 (Rudel von 30 Löwen, ein Elefant alle drei Tage, späte Trockenzeit August bis November, 7 von 8 Elefanten 4 bis 11 Jahre, Häufigkeit gestiegen 1985 bis 2005) abgerufen 2026-10-11
  4. Power und Compion 2009, Eintrag bei African Journals Online (dort zitiert: Joubert 2006, Tötungen von Elefanten durch Löwen in Savuti; Original nicht eingesehen) abgerufen 2026-10-11
  5. Discover Africa: Savute in Botswana (Zebrawanderung durch Savuti etwa November bis Dezember und Februar bis April, Zeitpunkt hängt am Regen) abgerufen 2026-10-11
  6. Naidoo u. a.: A newly discovered wildlife migration in Namibia and Botswana is the longest in Africa. Oryx 50 (1), 2016 (Zebras vom Chobe nach Süden bis Nxai Pan in der Regenzeit) abgerufen 2026-10-11
  7. Lonely Planet: Leopard Rock und Gobabis Hill, Savuti (südlichste Felskuppe, Leoparden häufig, 1,6 km Spur rundherum; Felsmalereien der San, rund 4.000 Jahre alt, an der Hauptpiste ausgeschildert, kurzer Aufstieg) abgerufen 2026-10-11
  8. ATTA: Chobe issues critical road advisory after heavy rains, 23.01.2026 (Mababe-Savuti-Marsh-Road gesperrt, Wasser auf der Sandridge Road) abgerufen 2026-10-11
  9. OpenStreetMap über Nominatim und Overpass: Savuti Marsh (Relation 6720458), Savuti Gate (Knoten 1999980900), Savuti Campsite (308619641), Savuti Airport (Weg 489657427), Quarry Hill (5202386770), Bushman Paintings (4508882023), Leopard Rock (4185770790), Ghoha Gate (4571129525), Mababe Gate (636025181); Pistenlänge Ghoha-Tor bis Savuti rund 28 km (vereinfacht) abgerufen 2026-10-11
  10. Google Maps: Ort „Savuti Marsh“ (−18,89644 / 24,19150) abgerufen 2026-10-11
  11. Synapsenbrenner: Chobe-Nationalpark abgerufen 2026-10-11
  12. NASA Earth Observatory: Not Your Usual Flooding in Botswana, 2012 (Savuti-Sumpf unter Wasser) abgerufen 2026-10-11
  13. Wikipedia (de): Afrikanischer Wildhund abgerufen 2026-10-11
  14. Daily News Botswana (BOPA): Antwort der Regierung im Parlament zu den Öffnungszeiten des Chobe-Nationalparks, 02.12.2024 (1. April bis 30. September 6 bis 18.30 Uhr, 1. Oktober bis 31. März 5.30 bis 19 Uhr) abgerufen 2026-10-11