Tierbeobachtungsort · Highlight

Der Lerai-Wald

auch: Lerai Forest · Lerai-Forest · Lerai Forest Ngorongoro

Unter gelben Akazien zieht ein Elefant mit langen Stoßzähnen vorbei, nur ein paar Meter vor deinem Wagen.

Ein Streifen gelbrindiger Fieberakazien im Südwesten des Kraterbodens und eine der wenigen beschatteten Flächen dort unten. Im Schatten stehen die alten Elefantenbullen des Kraters, und am Waldrand suchen Wildführer nach Leoparden.

Beste Reisezeit
Jan–Feb, Jun–Okt
Parkplatz
Lerai-Picknickplatz, 1,4 km Luftlinie

Wo genau?

Alle 5 Bilder
Eine Elefantenfamilie mit mehreren Kälbern grast auf einer grünen Lichtung, vorne liegen umgestürzte, silbergraue BaumstämmeFoto: Andrew Ross, CC BY 2.0
Nahaufnahme eines Elefantenkopfs mit faltiger Haut, großem Ohr und zwei hellen Stoßzähnen vor grünem LaubFoto: Andrew Ross, CC BY 2.0

Der Morgennebel hängt noch zwischen den Stämmen, und die Rinde der Bäume leuchtet gelbgrün, als hätte jemand sie mit Puder bestäubt. Das ist der Lerai-Wald, der einzige geschlossene Wald auf dem Boden des Ngorongoro-Kraters. Lerai ist das Wort der Massai für die Gelbrinden-Akazie, die Fieberakazie, und nach ihr heißt der Wald. Sie bildet zusammen mit dem Quinin-Baum Rauvolfia caffra fast das ganze Blätterdach.

Rund um dich ist der Krater offenes Grasland, hier dagegen gibt es Schatten und Deckung. Genau das holt die Tiere her. Die meisten Elefanten auf dem Kraterboden sind Bullen, viele mit langen, schweren Stoßzähnen, und sie stehen gern zwischen den Akazien. Aber auch Familiengruppen mit Kälbern kommen herunter, und wenn, dann halten sie sich gerade in diesem Wald auf. Mit etwas Glück stehst du also vor einer ganzen Herde, die Kleinen halb im Gras versteckt.

Der zweite Grund, langsam zu fahren, sind die Leoparden. Auf dem offenen Kraterboden finden sie kaum Deckung, im Lerai-Wald schon. Wildführer suchen deshalb den Waldrand ab und schauen in die Äste der Akazien. Dazu turnen Grüne Meerkatzen durch die Büsche, Wasserböcke grasen am Rand, und auf der Fläche davor stehen manchmal Spitzmaulnashörner.

Schau dir auch die Bäume genau an. Zwischen den lebenden Akazien liegen viele umgestürzte, silbergraue Stämme. Der Wald steht auf feuchtem Boden, und als das Grundwasser nach den Regenjahren der frühen 1960er-Jahre stieg und salziger wurde, starben viele alte Bäume ab. Elefanten schälen außerdem die Rinde. Der Wald verändert sich gerade, und jeder umgestürzte Stamm erzählt davon.

Am Waldrand beginnt die Lerai-Auffahrt, die einzige Straße, die nur hinaufführt. Wer den Krater über sie verlässt, fährt automatisch durch den Wald. Gleich am Anfang liegt der Lerai-Picknickplatz, an dem du aussteigen darfst.

Warum hin

Darum lohnt sich der Lerai-Wald

  1. Lerai ist das Wort der Massai für die Fieberakazie. Der Wald trägt den Namen seiner Bäume, und ihre gelbgrüne Rinde sieht aus wie bestäubt.
  2. Die meisten Elefanten auf dem Kraterboden sind Bullen, viele mit langen Stoßzähnen, und sie suchen gern den Schatten zwischen den Akazien.
  3. Kommen Familiengruppen mit Kälbern herunter, halten sie sich gerade in diesem Wald auf.
  4. Hier suchen Wildführer nach Leoparden, weil es unten sonst kaum Deckung gibt.
  5. Die Lerai-Auffahrt beginnt im Wald. Wer über sie hinausfährt, kommt ohnehin durch, und am Picknickplatz darfst du aussteigen.

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Lerai-Wald

  • Such den Rand ab, nicht die Mitte Leoparden liegen am liebsten am Waldrand und in den Baumreihen vor der Kraterwand, früh am Morgen und am späten Nachmittag. Wer in die Ferne schaut, fährt an ihnen vorbei. Sag deinem Fahrer vorher, dass du hier langsam fahren und gezielt in die Äste schauen willst.
  • Mittags zieht der Schatten Auf dem offenen Kraterboden gibt es mittags kaum Schatten. Dann stehen die Bullen gern zwischen den Akazien. Ist dein Tag lang, lohnt der Wald gerade zur Mittagszeit, wenn auf der Ebene wenig los ist.
  • Picknick mit Zuschauern Am Lerai-Picknickplatz darfst du aussteigen und dein Lunchpaket auspacken. Die Grünen Meerkatzen wissen das auch. Lass nichts offen liegen, iss im Stehen nah am Wagen und füttere die Affen nicht, auch wenn sie noch so frech schauen.
  • Plan den Wald ans Ende Die Lerai-Auffahrt führt nur hinauf und beginnt im Wald. Fährst du am Nachmittag zum Kraterrand zurück, bist du automatisch hier. Plan deshalb die letzte Stunde vor der Auffahrt für den Wald ein, dann ist das Licht weich und die Katzen werden munter. Um 18 Uhr musst du oben sein.
groß ist der Wald, der einzige geschlossene auf dem Kraterboden
rund 4,6 km²
des Blätterdachs stellen die Fieberakazien
68 %
der Elefanten im Krater ziehen in reinen Bullengruppen
rund 70 %
lang ist die Lerai-Auffahrt vom Wald bis zum Kraterrand
rund 6,5 km

Wo genau

Lage und Anreise zum Lerai-Wald6

Der Lerai-Wald liegt im Südwesten des Ngorongoro-Kraterbodens, direkt unter der südlichen Kraterwand und rund 3,5 Kilometer südwestlich des Magadi-Sees. Durch ihn führt die Lerai-Auffahrt hinauf zum Kraterrand.

So kommst du hin

  • Lerai-PicknickplatzParkplatz · im Wald, rund 1,4 km vom Mittelpunkt
    1,4 km
  • Lerai-AuffahrtTor · beginnt im Wald, rund 6,5 km bis zum Kraterrand
    1,3 km
  • Magadi-SeeOrt · rund 3,5 km nordöstlich, Luftlinie
    3,5 km
  • Gorigor-SumpfOrt · rund 5 km östlich, Luftlinie
    7,9 km
  • Seneto-Tor, Beginn der AbfahrtTor · rund 8,5 km nordwestlich, Luftlinie

Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.

In Google Maps öffnen

Wann hin

Beste Reisezeit für den Lerai-Wald

Der Lerai-Wald lohnt sich das ganze Jahr, denn Schatten und Deckung gibt es hier immer. Von Juni bis Oktober ist es trocken, das Gras steht niedriger, und auf der offenen Ebene suchen die Tiere den Schatten. In der Regenzeit kommen sogar mehr Elefanten auf den Kraterboden, dafür werden manche Pisten schlammig.

Oktober empfohlen

Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für den Lerai-Wald. Im Oktober ist im Lerai-Wald viel los, starte deshalb möglichst früh.

Trockenzeit, Schatten wird knapp trocken

06:18Sonnenaufgang
18:29Sonnenuntergang
12,2 hTageslicht

Monatsmitte, Ortszeit (UTC+3).

Dein Tag im Lerai-Wald

Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.

  • 06:00–08:00Ab 6 Uhr darfst du fahren. Oft hängt jetzt noch Nebel zwischen den Akazien, und am Waldrand sind die Leoparden von der Nacht noch unterwegs.
  • 08:00–11:00Jetzt kommen die Wagen aus Karatu und von den Lodges auf den Kraterboden. An jeder Sichtung stehen schnell mehrere Fahrzeuge.
  • 11:00–14:00Mittagszeit im Schatten: Die Bullen stehen gern unter den Akazien, und am Picknickplatz darfst du aussteigen und essen.
  • 14:00–16:00Die Tiere dösen im Schatten. Um 16 Uhr schließen die Tore für den Abstieg, wer jetzt noch nicht unten ist, kommt heute nicht mehr hinunter.
  • 16:00–18:00Das Licht wird weich, die Katzen werden munter. Fahr rechtzeitig in die Lerai-Auffahrt, um 18 Uhr endet die Fahrzeit.
  • 06:18Sonnenaufgang im Oktober
  • 18:29Sonnenuntergang

Wer dir begegnet

Tiere im Lerai-Wald310121316171819

Schatten, Laub und Deckung locken ganz unterschiedliche Tiere in den Wald. Hier siehst du, wem du begegnen kannst, wo du suchst und wie du dich verhältst. Eine Sichtung versprechen kann dir niemand.

Elefant im Lerai-Wald, Mai 2009Foto: Andrew Ross, CC BY 2.0

Afrikanischer Elefant

Das größte Landtier der Erde. Bullen leben allein oder in Junggesellengruppen, Kühe mit ihren Kälbern in Familien.

Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest

zwischen den Akazien und auf den Lichtungen, mittags gern im Schatten

So verhältst du dich

Bleib im Wagen, mach den Motor aus und lass Abstand. Stellt ein Elefant die Ohren auf oder schüttelt den Kopf, fahr langsam zurück.

Leopard im Gras, Seronera in der Serengeti, November 2016Foto: Christoph Strässler, CC BY-SA 2.0

Leopard

Ein Einzelgänger, der vor allem nachts jagt und seine Beute oft auf Bäume schleppt, wo Löwen und Hyänen nicht hinkommen.

Sichtungschance
Selten
Wo du sie findest

am Waldrand und in den Ästen der Akazien, früh am Morgen und am späten Nachmittag

So verhältst du dich

Halt Abstand, mach den Motor aus und warte. Rück nicht nach, wenn er sich abwendet. Höchstens fünf Wagen dürfen an einer Sichtung stehen.

Spitzmaulnashörner auf dem Kraterboden, dahinter Akazien, Januar 2015Foto: Wouter In T Velt, CC0

Spitzmaulnashorn

Eine stark bedrohte Nashornart, die mit der spitzen, beweglichen Oberlippe Blätter und Zweige von Büschen zupft.

Sichtungschance
Selten
Wo du sie findest

auf der offenen Fläche vor dem Waldrand, oft nur als dunkler Punkt in der Ferne

So verhältst du dich

Bleib auf der Piste. Nashörner sehen schlecht und reagieren schnell nervös, also leise sein und Abstand halten.

Grüne Meerkatzen am Lerai-Picknickplatz, November 2007Foto: Stig Nygaard, CC BY 2.0

Grüne Meerkatze

Eine kleine, graugrüne Affenart mit schwarzem Gesicht, die in Gruppen lebt und fast alles frisst.

Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest

in den Büschen rund um den Picknickplatz und auf den Akazien

So verhältst du dich

Nicht füttern, kein Essen offen liegen lassen und Fenster schließen, wenn du den Wagen verlässt.

Wasserbock auf dem Kraterboden, Dezember 1971Foto: Guus Gorter, CC BY-SA 4.0

Wasserbock

Eine kräftige Antilope mit zotteligem Fell, die nie weit vom Wasser lebt. Nur die Männchen tragen die langen, geschwungenen Hörner.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

am Waldrand und auf den feuchten Wiesen dazwischen

So verhältst du dich

Wasserböcke sind scheu. Halt an, bevor du zu nah bist, und lass ihn weitergrasen.

Probier es aus

Wie groß ist so ein Bulle?12

Aus dem Wagen wirken die Elefanten im Lerai-Wald riesig, aber wie riesig genau? Schieb den Regler auf deinen Tipp, dann zeigt dir die Seite den echten Wert und den Vergleich mit einer Elefantenkuh.

  • Wie hoch ist ein ausgewachsener Elefantenbulle an der Schulter?: Rund 3,20 Meter, eine Kuh kommt auf rund 2,60. Bullen wachsen bis etwa zum 40. Lebensjahr, Kühe nur bis etwa 25.
  • Wie schwer ist ein ausgewachsener Bulle?: Rund 6 Tonnen, also etwa so viel wie vier, fünf Kleinwagen. Eine Kuh wiegt mit rund 3 Tonnen nur die Hälfte.
  • Wie schwer ist ein Stoßzahn eines 60 Jahre alten Bullen?: Im Schnitt rund 109 Kilogramm, bei einer gleich alten Kuh nur rund 18. Die Stoßzähne der Bullen wachsen ein Leben lang schneller.
  • Wie viel frisst ein ausgewachsener Elefant an einem Tag?: Bis zu rund 150 Kilogramm Gras, Laub, Zweige und Rinde. Dazu trinkt er 180 bis 230 Liter Wasser. Die geschälten Stämme im Wald zeigen dir, wo Elefanten gefressen haben.

Ein Wald im Wandel

Warum hier so viele Stämme liegen8910

Zwischen den lebenden Akazien liegen viele umgestürzte, silbergraue Stämme. Der Wald hängt am Wasser, und in den letzten sechzig Jahren hat sich der Boden unter ihm verändert. Hier siehst du, was Forscher darüber herausgefunden haben.

  1. 1962 bis 1965

    Ungewöhnlich viel Regen

    Mehrere sehr nasse Jahre lassen das Grundwasser im Krater steigen. Die Fieberakazien stehen danach länger im nassen Boden, als sie vertragen.

  2. 1993

    Die alten Bäume sterben

    Eine Studie zählt nach: Die Fieberakazie bildet gut zwei Drittel des Waldes, macht aber 95 Prozent der toten Bäume aus. Junge Bäume wachsen zu wenige nach.

  3. 2006

    Salz im Boden

    Bodenproben zeigen, dass dort, wo die Akazien absterben, deutlich mehr Salz im Boden steckt. Weniger Süßwasser aus den Bächen und Wasser aus dem Magadi-See könnten der Grund sein.

  4. 2016 bis 2017

    Wer im Wald steht

    Dreizehn Zählungen auf dem Kraterboden zeigen: Rund 70 Prozent der Elefanten ziehen in reinen Bullengruppen. Familiengruppen mögen den geschlossenen Akazienwald, Bullen eher Sumpf und Grasland.

Ehrlich gesagt

Passt der Lerai-Wald zu dir?

Ja, wenn …

  • Du willst Elefanten mit langen Stoßzähnen aus der Nähe sehen.
  • Du suchst nach einem Leoparden und hast Geduld, den Waldrand langsam abzufahren.
  • Du möchtest mittags im Krater einmal aus dem Wagen steigen und im Schatten picknicken.
  • Du verlässt den Krater ohnehin über die Lerai-Auffahrt.

Eher nicht, wenn …

  • Du willst zu Fuß durch den Wald gehen. Außer am Picknickplatz bleibst du im Wagen.
  • Du willst sicher einen Leoparden sehen. Leoparden sind im Krater selten und gut versteckt.
  • Du fährst über Lemala hinaus und hast wenig Zeit. Dann liegt der Wald nicht auf deinem Weg.

Inspiration

Der Lerai-Wald in Bildern

Gelbe Akazien im Morgendunst, Elefanten mit Kälbern und Affen am Picknickplatz: ein erster Blick in den Wald, bevor du selbst hindurchfährst.

Gut zu wissen

Hilfreiche Infos zum Lerai-Wald

Ein paar Dinge machen deinen Tag im Krater leichter, vom Ticket bis zur Uhrzeit, zu der du oben sein musst.

Tickets

Für das Ngorongoro-Schutzgebiet zahlst du rund 60 € ab 16 Jahren, Kinder von 5 bis 15 rund 20 €. Der Abstieg auf den Kraterboden kostet rund 260 € pro Fahrzeug und Fahrt, zu zweit also rund 130 € pro Kopf.

Führer und Fahrzeug

Auf den Kraterboden kommst du nur im Allradwagen und mit einem lizenzierten Führer. Allein hinunterfahren geht nicht.

Aussteigen

Im Krater bleibst du im Wagen. Aussteigen darfst du nur an ausgewiesenen Plätzen, im Lerai-Wald am Picknickplatz.

Lunchpaket

Zu kaufen gibt es auf dem Kraterboden nichts. Pack Essen und Wasser in der Lodge ein und halt es vor den Meerkatzen im Wagen.

Zeiten

Gefahren wird von 6 bis 18 Uhr. Die Tore für den Abstieg schließen um 16 Uhr, und um 18 Uhr musst du über die Auffahrt wieder oben sein.

Foto-Tipp

Die gelbgrünen Stämme der Fieberakazien wirken im Morgendunst fast unwirklich. Stell dich mit dem Wagen so, dass die Sonne seitlich durch die Bäume fällt, dann leuchtet die Rinde. Am frühen Morgen ist es dafür am besten.

Standort: Lichtungen am Waldrand entlang der Piste zum Picknickplatz · Licht: früh am Morgen, wenn der Nebel noch in den Akazien hängt · Brennweite: Tele für Elefanten und Affen, Normalobjektiv für die Bäume im Dunst

Du fragst

Fragen und Antworten zum Lerai-Wald

Warum heißt der Lerai-Wald so?

Lerai ist das Wort der Massai für die Gelbrinden-Akazie, die Fieberakazie. Ihre gelbgrünen Stämme prägen den Wald, daneben wächst vor allem der Quinin-Baum Rauvolfia caffra. Den Namen Fieberbaum bekam die Akazie, weil sie an feuchten Stellen wächst, an denen früher viele Menschen Malaria bekamen. Schuld waren die Mücken, nicht der Baum.

Sehe ich im Lerai-Wald Leoparden?

Der Lerai-Wald ist die Stelle im Krater, an der die Chance am größten ist, denn nur hier finden Leoparden dichte Deckung. Such früh am Morgen und am späten Nachmittag den Waldrand und die Äste der Akazien ab. Versprechen kann dir eine Sichtung niemand.

Gibt es im Krater nur Elefantenbullen?

Die meisten Elefanten auf dem Kraterboden sind Bullen, viele mit langen Stoßzähnen. Bei Zählungen 2016 und 2017 zogen rund 70 Prozent in reinen Bullengruppen. Familiengruppen mit Kälbern kommen seltener herunter, und dann halten sie sich gern gerade im Lerai-Wald auf.

Komme ich automatisch durch den Lerai-Wald?

Wenn du den Krater über die Lerai-Auffahrt verlässt, ja, denn sie beginnt im Wald und führt nur hinauf. Fährst du über Lemala im Nordosten hinaus, plan den Südwesten des Kraterbodens eigens ein.

Darf ich im Lerai-Wald aussteigen?

Nur am Lerai-Picknickplatz. Im übrigen Krater bleibst du im Wagen. Am Picknickplatz warten oft Grüne Meerkatzen, also lass kein Essen offen liegen.

Was kostet ein Tag im Ngorongoro-Krater?

Die Genehmigung für das Schutzgebiet kostet rund 60 € ab 16 Jahren, Kinder von 5 bis 15 zahlen rund 20 €. Dazu kommen rund 260 € pro Fahrzeug und Fahrt für den Abstieg auf den Kraterboden. Je mehr Leute im Wagen sitzen, desto weniger zahlt jeder.

Woher wir das wissen

Quellen und Stand

Geprüft am 12. Oktober 2026

  1. Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 22. September 2026
  2. Ngorongoro Conservation Area Authority (NCAA): Tariffs (Entry Permit ab 16 Jahren 70,80 US$, Kinder 23,60 US$, unter 5 frei, eine Einfahrt binnen 24 Stunden; Crater Service Fee 295 US$ je Fahrzeug und Fahrt; keine Angabe zur Steuer). Auszug im Projekt: bauplan/tarifquellen/tz-ncaa-tarif-2026-amtlich.txt abgerufen 2026-10-11
  3. NCAA: Visitor guidelines and procedures (Fahrzeiten 6 bis 18 Uhr, Abstiegstore schließen 16 Uhr, im Fahrzeug bleiben außer an ausgewiesenen Stellen, Picknick an ausgewiesenen Plätzen, höchstens 5 Fahrzeuge an einer Sichtung, Tempo 25 km/h im Krater) abgerufen 2026-10-11
  4. Synapsenbrenner: Ngorongoro-Krater abgerufen 2026-10-11
  5. Synapsenbrenner: Karte Ngorongoro abgerufen 2026-10-11
  6. Google Maps: Ort „Lerai Forest NCA“ (−3,21794 / 35,51899) abgerufen 2026-10-11
  7. OpenStreetMap über Overpass und OSM-API: Lerai Forest (Weg 132204738, Fläche daraus rund 4,6 km²), Lerai Picnic Site (Knoten 1540504069), Lerai Special Campsite (Knoten 4711819743), Lerai Ascent Road (Wege 1232631898 und 31021529, Einbahnstraße, 6 bis 18 Uhr, zusammen rund 6,6 km), Lerai Ranger Post (Knoten 4711905097), Gorigor Swamp (Weg 478036403, kürzester Abstand zum Wald rund 5,4 km), Lake Magadi (Weg 23562481); Entfernungen als Luftlinie daraus gerechnet. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) abgerufen 2026-10-11
  8. Universität Daressalam, Repositorium: Vegetation change in Lerai Forest, Ngorongoro, and its probable causes (1993; einziger geschlossener Wald im Krater, Acacia xanthophloea 68,4 % und Rauvolfia caffra 22,6 % relative Dominanz, 95 % der toten Bäume Akazien, Absterben seit den nassen Jahren 1962 bis 1965, Überflutung durch steigendes Grundwasser, Natrium und Salz im Boden) abgerufen 2026-10-11
  9. A. J. Mills: The role of salinity and sodicity in the dieback of Acacia xanthophloea in Ngorongoro Caldera, Tanzania. African Journal of Ecology 44 (1), 2006 (mehr Salz an Stellen mit absterbenden Akazien, weniger Süßwasser, Wasser aus dem Magadi-See) abgerufen 2026-10-11
  10. J. Kioko u. a.: Distribution and abundance of African elephants in Ngorongoro Crater, northern Tanzania. African Zoology 55 (4), 2020, S. 303–310 (13 Zählungen 2016/17, rund 70 % in reinen Bullengruppen, Familiengruppen bevorzugen Buschland und Vachellia-xanthophloea-Wald, mehr Elefanten in der Regenzeit) abgerufen 2026-10-11
  11. Wikipedia (en): Vachellia xanthophloea (15 bis 25 m hoch, Fotosynthese in der Rinde, wächst bei hohem Grundwasser, Name Fieberbaum wegen Malaria in feuchten Gebieten, Elefanten fressen Zweige und Laub) abgerufen 2026-10-11
  12. Wikipedia (en): African bush elephant (Bullen rund 3,20 m und 6 t, Kühe rund 2,60 m und 3 t; Stoßzahn mit 60 Jahren rund 109 kg bzw. 17,7 kg; Wachstum bis etwa 40 bzw. 25 Jahre; bis rund 150 kg Futter und 180 bis 230 l Wasser am Tag) abgerufen 2026-10-11
  13. Africa Dream Safaris: Lerai Forest (Südwesten des Kraterbodens, Bullen mit großen Stoßzähnen, Leoparden in den Akazien, Grüne Meerkatzen und Paviane, Wasserbock und Buschbock, Nebel am frühen Morgen; Safari-Anbieter) abgerufen 2026-10-11
  14. Green Lion: Die beste Reisezeit für Tansania (große Regenzeit Mitte März bis Anfang Juni, kleine Regenzeit Ende Oktober bis Anfang Dezember, Trockenzeit Juni bis Oktober; Reiseveranstalter) abgerufen 2026-10-11
  15. Wikimedia Commons: Fotoserie „20090506/07-TZ-NGO Safari“ von Andrew Ross mit Geotag im Lerai-Wald, 06. und 07.05.2009 abgerufen 2026-10-11
  16. Wikipedia (de): Leopard (Einzelgänger, vor allem nachtaktiv, bringt Beute auf Bäume) abgerufen 2026-10-11
  17. Wikipedia (de): Spitzmaulnashorn (stark bedroht, zupft mit der spitzen Oberlippe Laub und Zweige) abgerufen 2026-10-11
  18. Wikipedia (de): Südliche Grünmeerkatze (Gruppen, Allesfresser) abgerufen 2026-10-11
  19. Wikipedia (de): Wasserbock (lebt nahe am Wasser, nur Männchen mit Hörnern) abgerufen 2026-10-11