Du gehst auf Holzplanken, ein paar Meter über dem Boden, und unter dir zieht eine Giraffe durchs Buschland. Das ist der Nairobi Safari Walk, ein Rundgang des Kenya Wildlife Service direkt am Haupttor des Nairobi-Nationalparks an der Langata Road. Im Park nebenan sitzt du im Wagen. Hier bist du zu Fuß unterwegs und schaust von oben in die Gehege.
Der Steg führt durch drei nachgebaute Lebensräume: Feuchtgebiet, Savanne und Wald. In den Gehegen leben Breitmaulnashorn, Löwe, Leopard, Büffel, Giraffe, Zebra, Hyäne, Krokodil und Zwergflusspferd, dazu Antilopen und Affen. Über 150 einheimische Baumarten wachsen auf dem Gelände, und unten fließt der Mokoyet. Leopard und Zwergflusspferd bekommst du im offenen Park so gut wie nie zu sehen, hier stehen sie hinter dem Zaun.
Rund 500 Meter weiter liegt das Nairobi Animal Orphanage, das Tierwaisenhaus. Seit 1964 nimmt der Kenya Wildlife Service hier verwaiste, verletzte, alte und ausgesetzte Wildtiere auf. Es ist eine Auffangstation mit Käfigen und Maschendraht, kein Schaugarten, und das siehst du auch. Was sich auswildern lässt, kommt zurück in die Wildnis, die anderen Tiere bleiben.
Beide Einrichtungen kosten extra und sind im Parkeintritt nicht enthalten. Willst du alles an einem Tag sehen, frag am Schalter nach dem Kombiticket. Und schau vor der Reise nach, wo das Tierwaisenhaus gerade steht: Der Kenya Wildlife Service will es auf ein neues Gelände gegenüber dem Bomas-Kongresszentrum verlegen, darüber verhandelt gerade ein Gericht.