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Umrundung des Kraterrands

auch: Mount Longonot Crater Rim Hike · Longonot Rim Walk · Mount Longonot Kraterrand Rundweg

Links fällt die Wand in einen Wald aus Baumkronen, rechts liegt das Rift Valley, unter dir rutscht der Staub.

Der Rundweg auf dem Kraterrand ist rund sieben Kilometer lang, mit Auf- und Abstieg kommst du auf etwa 13,5 Kilometer. Ab Tor bist du fünf bis sieben Stunden unterwegs. Einige Abschnitte sind schmal und ausgesetzt: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung, bei Nässe lässt du die Runde besser sein.

Besuchsdauer
Rand allein 2 bis 4 Stunden
Trubel
2 von 5
Beste Reisezeit
Dez–Feb, Jun–Okt
Startpunkt
Crater Point, 1,1 km Luftlinie

Wo genau?

Alle 7 Bilder
Blick entlang des grünen Kraterrands, der sich in einem weiten Bogen um den bewaldeten Kraterboden zieht, dahinter die Ebene unter WolkenFoto: Nina R, CC BY 2.0
Blick über den bewaldeten Kraterboden auf die gegenüberliegende dunkle Kraterwand unter blauem Himmel, vorn trockenes GrasFoto: Debbie Buyaki, CC BY-SA 4.0

Du stehst am Schild am Nordrand, die Beine noch warm vom Aufstieg, und vor dir öffnet sich ein Kessel von fast zwei Kilometern Durchmesser. Unten wächst ein geschlossener Wald, die Wände fallen steil hinab. Jetzt beginnt die Umrundung des Kraterrands: 7,2 Kilometer einmal rund um den Krater des Mount Longonot, über seinen höchsten Punkt auf 2.776 Metern.

Flach ist hier nichts. Der Pfad folgt der zerrissenen Kante, mal geht es hinunter in eine Senke, mal hinauf auf den nächsten Buckel. Am besten läufst du gegen den Uhrzeigersinn, also vom Schild aus zuerst nach Westen. Dann kommt das härteste Stück früh: Auf gut 600 Metern steigt der Grat um rund 220 Höhenmeter zum Gipfel. Er ist schmal und auf beiden Seiten offen, gesichert ist nichts, und unter deinen Sohlen liegt loser Vulkanstaub.

Am Gipfel machst du Pause, denn danach geht es überwiegend bergab. Auf der Südseite und im Osten wird es still. Die meisten Leute drehen am Nordrand wieder um, hier hinten triffst du kaum jemanden. Nach innen schaust du auf den Kraterwald, an manchen Stellen steigt Dampf aus den Wänden. Nach außen liegen die Grate der Flanken und dahinter die Ebene des Rift Valley.

Für die Runde allein brauchst du zwei bis vier Stunden. Mit dem Aufstieg vom Main Gate und dem Weg zurück sind es 13,5 Kilometer und fünf bis sieben Stunden. Schatten gibt es auf dem Rand kaum. Wenn du um 6 Uhr am Tor stehst, hast du den Grat hinter dir, bevor die Mittagssonne draufbrennt.

Warum hin

Darum lohnt sich die Umrundung des Kraterrands

  1. Der Blick dreht sich mit dir. Innen der Wald im Krater, außen die Grate der Flanken und das Rift Valley, und an jeder Ecke der Runde sieht beides anders aus.
  2. Der Gipfel liegt auf dem Weg. Mit 2.776 Metern ist der höchste Punkt des Randes auch der höchste Punkt des Berges, du musst keinen Abstecher machen.
  3. Aus den Kraterwänden steigt Dampf. Der Vulkan schläft nur, zuletzt ist er 1863 ausgebrochen.
  4. Hinten wird es still. Am Nordrand stehen die Gruppen, auf der Süd- und Ostseite begegnest du kaum jemandem.
  5. 13,5 Kilometer vom Tor bis zurück. Das ist ein voller Wandertag, aber keine Expedition.

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für die Umrundung des Kraterrands

  • Plan sieben Stunden ein Für Aufstieg, Runde und Abstieg rechnest du mit vier bis sieben Stunden, mit Pausen eher am oberen Ende. Leg deinen Tag auf das obere Ende aus, dann musst du am Grat nicht hetzen.
  • Iss am Gipfel, nicht wenn der Hunger kommt Auf dem Rand gibt es kaum Schatten und fast nichts zum Sitzen. Am Gipfel findest du Platz für die Mittagspause, auf dem Rest der Runde kaum. Pack eine kleine Sitzunterlage ein, der Staub ist überall.
  • Bei Regen gehst du nur bis zur Kante Nass wird der Vulkanstaub zur Rutschbahn, und der Grat zum Gipfel ist auf beiden Seiten offen. Entscheide am Schild, ob du die Runde gehst, nicht auf halber Strecke: Von der Rückseite ist jeder Weg zurück lang.
  • Schau auf den Boden neben dir An den Kraterwänden und an einzelnen Stellen des Randes tritt Dampf aus. Die meisten laufen daran vorbei, weil sie nur nach unten in den Krater schauen. Fass die Stellen nicht an und bleib auf dem Pfad.
einmal rund um den Krater auf dem Rand
7,2 km
hoch ist der Gipfel, er liegt auf der Runde
2.776 m
vom Tor über die Runde zurück zum Tor
13,5 km
Durchmesser hat der Krater, um den du läufst
1,8 km

Wo genau

Lage und Anreise zur Umrundung des Kraterrands7

Die Umrundung des Kraterrands führt im Mount-Longonot-Nationalpark in Kenia einmal um den Krater des Vulkans, rund 90 Kilometer nordwestlich von Nairobi. Du erreichst sie über den 3,1 Kilometer langen Aufstieg vom Main Gate, die Runde beginnt am Schild am Nordrand.

So kommst du hin

  • Crater Point am Nordrand (Beginn der Runde)Aussichtspunkt · 3,1 km zu Fuß ab Tor, 1 bis 1,5 Std. hinauf
  • Main GateTor · einziges Tor, Start des Aufstiegs
    3,6 km
  • NairobiOrt · rund 90 km, 1,5 bis 2 Std. mit dem Auto bis zum Tor

Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.

In Google Maps öffnen

Wann hin

Beste Reisezeit für die Umrundung des Kraterrands

Die Umrundung des Kraterrands gehst du am besten in den Trockenzeiten: im Januar und Februar, von Juni bis Oktober und im Dezember. In den Regenzeiten von März bis Mai und im November raten wir von der Runde ab, weil der nasse Vulkanstaub auf dem offenen Grat zur Rutschbahn wird. Den Aufstieg bis zur Kante kannst du dann trotzdem gehen. Im Juli und August ist am Nordrand am meisten los.

Oktober empfohlen

Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für die Umrundung des Kraterrands. Im Oktober ist auf der Umrundung des Kraterrands eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.

06:16Sonnenaufgang
18:23Sonnenuntergang
12,1 hTageslicht

Monatsmitte, Ortszeit (UTC+3).

Dein Tag auf der Umrundung des Kraterrands

Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.

  • 06:00–07:30Um 6 Uhr öffnet das Tor. Gehst du jetzt los, stehst du gegen halb acht am Schild am Nordrand und hast die Runde noch vor dir.
  • 07:30–09:30Jetzt ist es noch kühl für den steilen Grat zum Gipfel. Oben machst du die erste lange Pause.
  • 09:30–12:00Auf der Süd- und Ostseite bist du fast allein. Das Gelände geht hier überwiegend bergab.
  • 11:00–14:00Gegen Mittag kommen Gruppen am Nordrand an. Auf der Runde selbst bleibt es ruhig.
  • 12:00–15:00Auf dem Rand gibt es kaum Schatten. Wer erst jetzt auf den Grat geht, braucht viel Wasser und Sonnenschutz.
  • 16:30–18:00Um 18 Uhr schließt das Tor. Spätestens um halb fünf solltest du am Nordrand mit dem Abstieg beginnen.
  • 06:16Sonnenaufgang im Oktober
  • 18:23Sonnenuntergang

Zum Ausprobieren

Links herum oder rechts herum?345

Die Runde ist nicht flach, sie folgt der Kante auf und ab. Schalte die Richtung um und sieh selbst, warum die meisten gegen den Uhrzeigersinn gehen: Dann kommt der steile Grat zum Gipfel früh, solange die Beine frisch sind.

Wann musst du losfahren?

Früh am Tor, mittags vom Grat runter24

Für Aufstieg, Runde und Abstieg brauchst du fünf bis sieben Stunden, und das Tor schließt um 18 Uhr. Wähl den Monat und sieh, wann du am Gipfel stehst und bis wann du spätestens loslaufen musst.

Das Main Gate ist das einzige Tor des Parks. Schläfst du außerhalb, kommst du frühestens um 6 Uhr hinein und musst vor 18 Uhr wieder draußen sein; auf dem Zeltplatz am Tor bist du ans Öffnen nicht gebunden.

Der Vulkan unter deinen Füßen

Vom Riesenausbruch zum Wald im Krater23

Der Rand, auf dem du läufst, ist die Kante eines Vulkans, der nur schläft. Die Massai nennen ihn Oloonong'ot, den Berg der vielen Grate. So ist er entstanden.

  1. vor rund 21.000 Jahren

    Die große Caldera

    Gewaltige Ausbrüche lassen den alten Vulkan einbrechen. Zurück bleibt ein Kessel von 8 mal 12 Kilometern.

  2. danach

    Ein neuer Kegel wächst

    Mitten in der alten Caldera baut sich der heutige Gipfelkegel auf. Oben trägt er den Krater von 1,8 Kilometern, um den du heute läufst.

  3. 1863

    Der letzte Ausbruch

    Seitdem ist der Longonot ruhig. Aus den Wänden steigt aber bis heute Dampf.

  4. 1983

    Nationalpark

    Kenia stellt den Berg mit rund 52 Quadratkilometern unter Schutz.

  5. 2004 bis 2006

    Der Boden bewegt sich

    Messungen zeigen, dass unter dem Vulkan Magma arbeitet. Er ist nicht erloschen.

  6. 21. März 2009

    Feuer im Krater

    Ein Buschfeuer frisst sich die Flanke hinauf und hinunter in den Krater. Der Wald unten ist seitdem nachgewachsen.

Ehrlich gesagt

Passt die Umrundung des Kraterrands zu dir?

Ja, wenn …

  • Du bist trittsicher und schwindelfrei und willst einen Grat, der nach beiden Seiten abfällt.
  • Du willst den ganzen Krater sehen, nicht nur die Kante am Nordrand.
  • Ein voller Wandertag mit 13,5 Kilometern und viel Sonne macht dir nichts aus.
  • Du suchst die stille Seite des Berges, auf der kaum jemand unterwegs ist.

Eher nicht, wenn …

  • Dir wird an ausgesetzten Stellen mulmig. Dann reicht der Aufstieg bis zum Schild am Nordrand.
  • Du willst mittags starten. Für die ganze Runde brauchst du den Vormittag.
  • Es regnet oder hat gerade geregnet.

Inspiration

Die Umrundung des Kraterrands in Bildern

Steile Wände, ein Wald im Kessel und Grate, die ins Rift Valley abfallen. Das siehst du rundherum.

Gut zu wissen

Hilfreiche Infos zur Umrundung des Kraterrands

Die Runde ist ein langer Tag in der Sonne. Mit diesen fünf Punkten gehst du gut vorbereitet los.

Wasser

Für die ganze Runde brauchst du deutlich mehr Wasser als für den Aufstieg allein. Kauf Wasser und Snacks vorher in Naivasha oder Mai Mahiu, im Park gibt es nichts.

Schuhe

Feste Schuhe mit gutem Profil. Auf dem Grat rutscht der Vulkanstaub wie Sand, bergab noch mehr. Ein Tuch gegen den Staub hilft bei Wind.

Umkehren

Reicht die Kraft oder die Zeit nicht, geh denselben Weg zurück zum Crater Point und von dort hinunter. Entscheide dich vor dem Grat, danach wird jeder Rückweg lang.

Regeln

Bleib auf dem Pfad, besonders an den Dampfstellen. Einwegplastik ist im Park verboten, deinen Müll nimmst du wieder mit.

Eintritt

Den Parkeintritt zahlst du vorab digital über eCitizen, Bargeld nimmt das Tor nicht. Für die Runde gibt es keine eigene Gebühr.

Foto-Tipp

Den ganzen Kessel bekommst du nur vom Rand aus aufs Bild. Lass den Pfad unten ins Bild laufen, dann sieht man, wie schmal die Kante ist.

Standort: Am Gipfel mit Blick nach Osten über den Krater, oder auf dem Grat davor mit dem Pfad im Vordergrund · Licht: Am Vormittag, bevor die Mittagssonne die Wände flach macht · Brennweite: Weitwinkel, sonst passt der Krater nicht ins Bild

Du fragst

Fragen und Antworten zur Umrundung des Kraterrands

In welche Richtung gehst du die Umrundung des Kraterrands am besten?

Gegen den Uhrzeigersinn, also vom Schild am Nordrand zuerst nach Westen. Dann kommt der steile Grat zum Gipfel nach gut eineinhalb Kilometern, solange du frisch bist, und danach geht es überwiegend bergab.

Wie lange dauert die Umrundung des Kraterrands?

Für die Runde auf dem Rand brauchst du zwei bis vier Stunden. Mit dem Aufstieg vom Main Gate und dem Weg zurück sind es 13,5 Kilometer und fünf bis sieben Stunden.

Wie ausgesetzt ist der Weg auf dem Kraterrand?

An manchen Stellen sehr. Der Pfad ist schmal und staubig, und auf dem Grat zum Gipfel fällt das Gelände nach beiden Seiten ab. Gesichert ist nichts. Du brauchst Trittsicherheit und darfst keine Höhenangst haben.

Kannst du die Runde abbrechen?

Ja. Du gehst denselben Weg zurück zum Crater Point und steigst von dort ab. Entscheide das am besten vor dem Grat, von der Rückseite des Kraters ist jeder Weg zurück lang.

Wie lang ist der Rundweg um den Krater des Mount Longonot?

7,2 Kilometer, so steht es auf dem Schild am Crater Point. Dazu kommen 3,1 Kilometer Aufstieg vom Main Gate und derselbe Weg zurück, zusammen 13,5 Kilometer.

Wie hoch ist der Mount Longonot?

Der Gipfel liegt auf 2.776 Metern, direkt auf dem Kraterrand im Westen. Das Main Gate liegt auf rund 2.150 Metern, der Einstieg in die Runde am Nordrand auf 2.560 Metern.

Woher wir das wissen

Quellen und Stand

Geprüft am 12. Oktober 2026

  1. Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 12. Oktober 2026
  2. Kenya Wildlife Service: Mt. Longonot National Park (Tore 6 bis 18 Uhr, Gebühren 50/25 USD, 20/10 USD, 675/350 KSh, 500/250 KSh, rund 52 km², Nationalpark seit 1983, letzter Ausbruch 1863, Name Oloonong'ot, geführte Wanderungen und Rim Walks, Einwegplastik verboten) abgerufen 2026-10-12
  3. Wikipedia (en): Mount Longonot (Gipfel 2.776 m, Tor rund 2.150 m, Weg vom Tor zum Rand 3,1 km, Runde 7,2 km, ganze Tour 13,5 km, Krater 1,8 km, Caldera 8 x 12 km vor rund 21.000 Jahren, Dampfstellen in den Kraterwänden, Bewegungen 2004 bis 2006, Buschfeuer 21.03.2009) abgerufen 2026-10-12
  4. OpenStreetMap: Rundweg Wege 1501121731, 1528068939, 1501121730, 51218223 (sac_scale mountain_hiking, zusammen 6,17 km), Aussichtspunkt Crater Point Node 413577490 (ele 2560), Unterstand Node 4949275695, Gipfel Node 653558341, Main Gate Node 413577188, Parkplatz Node 1073671464. © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) abgerufen 2026-10-12
  5. OpenTopoData, Geländemodell SRTM 30 m (Höhen alle rund 200 m entlang des Rundwegs: Crater Point 2.540 m, Senke Nordrand 2.495 m, Fuß des Grats 2.540 m, Gipfel 2.756 m, Südostrand 2.606 m, Ostrand 2.488 m) abgerufen 2026-10-12
  6. Wikimedia Commons: Category:Mount Longonot (Bilder dieser Seite, dazu das Schild „Distance around rim 7.2 kms“) abgerufen 2026-10-12
  7. Google Maps: Ort „Mt. Longonot Crater“ (−0,91512 / 36,45537) abgerufen 2026-10-12
  8. Kenya Wildlife Service: Conservation Fees 2025 („Scenic Parks“ Hells Gate u. a.: 50/25 USD, Afrika 20/10 USD, 675/350 KSh, 500/250 KSh; Radfahren 10 USD bzw. 300 KSh; Fahrzeug unter 6 Sitzen 600 KSh; Kinder bis 5 frei; Tagesticket höchstens 24 Std.) abgerufen 2026-10-12