Felsen · Highlight
Die Rift-Valley-Klippen
auch: Manyara Escarpment · Lake Manyara Viewpoint · Grabenkante am Lake Manyara · Great Rift Valley am Lake Manyara
Oben an der Kante liegt dir der Wald zu Füßen, dahinter glänzt der See bis zum Horizont.
Die Klippen säumen den westlichen Rand des Sees und steigen im Norden rund 260, im Süden bis rund 840 Meter steil aus der Ebene auf. Der Park liegt auf dem schmalen Streifen zwischen ihnen und dem Wasser, und sie sind der sichtbare Rand des Ostafrikanischen Grabens.
- Besuchsdauer
- Kurzer Halt am Aussichtspunkt an der Straße nach Karatu
- Beste Reisezeit
- Jan–Feb, Jun–Okt
- Nächstes Tor
- Haupttor Mto wa Mbu, 2,9 km Luftlinie
Foto: Clem23, CC BY-SA 3.0
Foto: Guus Gorter, CC BY-SA 4.0
Foto: Squarethecircle (englischsprachige Wikipedia), CC BY-SA 3.0 Die Straße windet sich hinter Mto wa Mbu in Kehren nach oben, und plötzlich liegt alles unter dir: ein dichter grüner Wald, dahinter Grasland und ein See, der im Dunst mit dem Himmel verschwimmt. Du stehst auf den Rift-Valley-Klippen, der Westwand des Ostafrikanischen Grabens. Sie ziehen sich am ganzen Westufer des Lake Manyara entlang, und der Nationalpark ist nichts anderes als der schmale Streifen zwischen dieser Wand und dem Wasser.
Hier oben am Aussichtspunkt ist die Wand rund 260 Meter hoch. Nach Süden wächst sie: Bei den heißen Quellen von Maji Moto stürzt sie auf knapp anderthalb Kilometern um gut 800 Meter zum Ufer ab. Von der Kante siehst du, wie sich die Hänge Stufe um Stufe nach Süden schieben, bis sie im Dunst verschwinden.
Der grüne Teppich unter dir hat mit der Wand zu tun. Im Norden besteht sie aus porösem Vulkangestein. Regen versickert oben, sammelt sich und tritt am Fuß der Wand als Quellwasser wieder aus. Davon lebt der Grundwasserwald mit seinen Feigen und Mahagonibäumen, und deshalb bleibt er grün, wenn die Ebene daneben längst braun ist. Der See selbst hat keinen Abfluss. Sein Wasser verdunstet, zurück bleibt Soda.
Unten im Park schaust du an der Wand hinauf statt hinunter. Leoparden leben an der Kante, zu sehen bekommst du selten einen. Im Süden stehen Klippspringer auf den Felsen am Fuß der Wand. Das sind kleine Antilopen, die auf den Hufspitzen über Fels klettern. Sie stehen oft so still, dass die meisten Wagen an ihnen vorbeifahren.
Darum lohnen sich die Rift-Valley-Klippen
- Du stehst auf der Westwand des Ostafrikanischen Grabens und siehst den ganzen Park als grünen Streifen zwischen Wand und See.
- Der Grundwasserwald unter dir bleibt grün, wenn die Ebene daneben braun ist. Sein Wasser kommt aus der Wand.
- Nach Süden wächst die Wand von rund 260 auf rund 840 Meter. Von der Kante siehst du, wie sie nach Süden weiterläuft.
- Der Blick von oben kostet keinen Parkeintritt. Er liegt an der Straße nach Karatu, die du zum Ngorongoro ohnehin fährst.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für die Rift-Valley-Klippen am Lake Manyara
- Den Blick von oben gibt es nur an der Straße Die Straße hinter Mto wa Mbu klettert die Grabenwand hinauf, oben liegt der Aussichtspunkt über See, Wald und Ebene. Im Park schaust du immer nur an der Wand hinauf. Sag deinem Fahrer, dass du auf dem Weg nach Karatu und zum Ngorongoro dort halten willst, ein paar Minuten reichen.
- Im Süden nach Klippspringern schauen Klippspringer sind kleine Antilopen, die auf den Felsen am Fuß der Wand stehen, meist zu zweit. Sie bewegen sich kaum und sehen aus wie ein Stück Fels. Wenn dein Fahrer im Süden langsamer wird, schau zur Wand hin statt nach vorn auf die Piste.
- Fahr bis Maji Moto, dann wird die Wand richtig hoch Im Norden ist die Wand rund 260 Meter hoch, im Süden bei den heißen Quellen von Maji Moto gut dreimal so hoch. Dort rückt sie bis fast ans Ufer. Wer nur den Nordteil fährt, sieht die Klippen von ihrer kleinsten Seite. Plan den ganzen Tag ein, wenn du bis in den Süden willst.
- fällt die Wand ab, niedrig im Norden, hoch im Süden
- 260 bis 840 m
- braucht sie bei Maji Moto für gut 800 Höhenmeter
- 1,4 km
- hat das Wasser des Sodasees an ihrem Fuß
- pH 9,5
- riss der Graben am Natronsee weiter nördlich auf
- 2007
Lage und Anreise zu den Rift-Valley-Klippen11
Die Rift-Valley-Klippen ziehen sich am ganzen Westufer des Lake Manyara entlang und bilden die Westgrenze des Lake-Manyara-Nationalparks, rund 1,5 bis 2 Stunden Fahrt westlich von Arusha. Der bekannte Aussichtspunkt liegt oben auf der Kante an der Straße von Mto wa Mbu nach Karatu, rund 3 Kilometer Luftlinie vom Haupttor und außerhalb des Parks.
So kommst du hin
- Haupttor Mto wa MbuTor · rund 3 km Luftlinie unterhalb des Aussichtspunkts2,9 km
- Mto wa MbuOrt · rund 4 km Luftlinie, die Straße führt in Kehren hinauf4,5 km
- ArushaOrt · 1,5 bis 2 Std. mit dem Auto bis zum Haupttor
- Ngorongoro-KraterOrt · rund 2 Std. über Karatu36 km
Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.
Beste Reisezeit für die Rift-Valley-Klippen
Die Rift-Valley-Klippen kannst du das ganze Jahr sehen, der Blick von oben ist an keinen Parkbesuch gebunden. Am klarsten wird er meist in der Trockenzeit von Juni bis Oktober und im Januar und Februar. Von Juli bis September und im Dezember sind die meisten Wagen unterwegs. Von März bis Mai und im November regnet es, die Pisten unten im Park werden dann schwierig, dafür ist der Eintritt vom 15. März bis 15. Mai etwas günstiger.
Oktober empfohlen
Der Oktober ist eine der besten Reisezeiten für die Rift-Valley-Klippen. Im Oktober ist an den Rift-Valley-Klippen eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
Trockenzeit trocken
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+3).
Dein Tag an den Rift-Valley-Klippen
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
- 06:30–11:00Pirschfahrt unten im Park. Die Wand hast du rechts neben dir, der Wald an ihrem Fuß ist morgens noch kühl.
- 11:00–14:00Wer bis in den Süden fährt, steht jetzt bei Maji Moto unter der höchsten Stelle der Wand.
- 15:00–17:30Halt am Aussichtspunkt auf dem Weg nach Karatu. Der Blick geht nach Süden und Osten, am Nachmittag steht die Sonne hinter dir.
- 17:30–18:00Um 18 Uhr schließen die Parktore. Der Aussichtspunkt liegt an der Straße und ist davon nicht betroffen.
- 06:17Sonnenaufgang im Oktober
- 18:28Sonnenuntergang
Wie hoch ist die Wand hier?2
Die Wand ist nicht überall gleich hoch. Wähl einen Abschnitt von Norden nach Süden und sieh, wie aus einem Hang eine Klippe wird. Gemessen ist das aus Satelliten-Höhendaten, quer durch die Wand bis zum Seeufer.
- Am Aussichtspunkt: Ein grüner Hang, auf rund einem Kilometer 260 Meter hinunter. Die Straße nach Karatu schafft ihn in Kehren.
- Bei Bagayo: Kaum höher als im Norden, aber steiler. Unten liegen die Zeltplätze der Parkbehörde.
- Bei Endabash: Oben eine breite Stufe, dann der letzte steile Abbruch. Die Kuppen auf der Kante stehen schon über 1.400 Meter hoch.
- Bei Maji Moto: Hier ist die Wand eine echte Klippe: gut 800 Meter auf knapp anderthalb Kilometern, und unten beginnt gleich das Wasser.
Im Süden so hoch wie das höchste Haus der Welt2
Ein paar Hundert Meter Wand kann sich kaum jemand vorstellen. Neben Bauwerken, die du kennst, siehst du, wie hoch die Klippen im Norden und im Süden sind.
260 m am Aussichtspunkt im Norden, gestrichelt die rund 840 m bei Maji Moto im Süden. Gemessen von der Kante bis zum Fuß der Wand. Vergleichshöhen gerundet.
Ein Graben, der noch arbeitet6789
Die Wand ist eine Bruchkante. Die Erdkruste zieht hier auseinander, ein langer Streifen ist abgesunken, und der Rand ist stehen geblieben. Für die Erde ist das ein junges Ereignis, und es ist noch nicht vorbei.
- vor weniger als 5 Mio. Jahren
Der Graben reißt bis hierher auf
Der östliche Arm des Ostafrikanischen Grabens endet in Nordtansania. Im Natron-Becken nördlich von hier ist er weniger als fünf Millionen Jahre alt.
- vor 1,7 bis 0,4 Mio. Jahren
Ein See im Graben
Im Graben liegt ein See und lagert Schlamm ab. Diese Manyara-Schichten liegen heute auf der flachen Seite des Grabens, gegenüber der Wand.
- vor rund 700.000 Jahren
Die Brüche wandern nach Süden
Aus Seeschlamm werden Flussablagerungen. Die Forscher erklären das damit, dass sich die großen Brüche nach Süden verlagert haben.
- 2007
Der Boden bewegt sich
Am Natronsee, keine 100 Kilometer nördlich, rutscht eine Bruchfläche langsam ab, danach dringt Magma in einen Spalt. So ein Ereignis wird in einem Graben auf festem Land selten gemessen.
- heute
Wand, Wald und Sodasee
Oben versickert Regen im porösen Vulkangestein und kommt am Fuß der Wand als Quelle heraus. Davon lebt der Grundwasserwald. Der See hat keinen Abfluss, sein Wasser verdunstet, zurück bleibt Soda.
Passen die Rift-Valley-Klippen zu dir?
Ja, wenn …
- Du willst einmal sehen, wie der Ostafrikanische Graben aussieht, und nicht nur davon lesen.
- Du fährst ohnehin zum Ngorongoro und nimmst einen Halt mit großem Blick gern mit.
- Du magst Landschaft genauso wie Tiere und schaust auch mal an einer Wand hinauf.
Eher nicht, wenn …
- Du suchst eine Wanderung an der Kante. Der Blick ist ein Halt an der Straße.
- Du erwartest Leoparden auf Bestellung. Sie leben hier, zeigen sich aber selten.
Die Rift-Valley-Klippen in Bildern
Grüner Wald, silberner See und eine Wand, die nach Süden immer höher wird: So sehen die Klippen von oben aus.
Hilfreiche Infos zu den Rift-Valley-Klippen
Den großen Blick bekommst du an der Straße, die Wand in voller Höhe nur unten im Süden des Parks. So passt beides in deinen Tag.
Anfahrt
Der Aussichtspunkt liegt an der Straße von Mto wa Mbu nach Karatu, die Richtung Ngorongoro ohnehin alle fahren. Sag deinem Fahrer vorher, dass du oben halten willst.
Von unten
Im Park fährst du die Piste vom Haupttor nach Süden, die Wand immer rechts neben dir. Bis Maji Moto wird sie immer höher.
Licht
Der Blick von oben geht nach Süden und Osten. Am Nachmittag steht die Sonne hinter dir, morgens schaust du eher ins Gegenlicht und in den Dunst.
Mitnehmen
Ein Fernglas hilft dir unten im Süden, die Klippspringer auf den Felsen zu finden. Oben reicht ein Weitwinkel für den großen Blick.
Regenzeit
Von März bis Mai und im November werden die Pisten im Park schwierig, der Weg in den Süden zieht sich dann.
Fragen und Antworten zu den Rift-Valley-Klippen
Wie hoch sind die Rift-Valley-Klippen am Lake Manyara?
Das hängt davon ab, wo du stehst. Am Aussichtspunkt über Mto wa Mbu ist die Wand rund 260 Meter hoch. Nach Süden wächst sie, bei den heißen Quellen von Maji Moto sind es rund 840 Meter von der Kante bis zum Ufer.
Kann ich im Park auf die Klippen hinauffahren?
Nein. Die Straße, die hinter Mto wa Mbu die Grabenwand hinaufklettert, liegt außerhalb des Parks. Es ist die normale Strecke nach Karatu und zum Ngorongoro, und oben liegt der Aussichtspunkt über See und Wald.
Warum ist der Wald am Fuß der Klippen so grün?
Weil er von Grundwasser lebt. Regen versickert oben in der Wand und kommt an ihrem Fuß als Quelle wieder heraus. Deshalb bleibt der Wald dicht und grün, auch wenn die Ebene daneben ausgetrocknet ist.
Welche Tiere sehe ich an den Klippen?
Leoparden leben an der Kante, zeigen sich aber selten. Im Süden stehen Klippspringer auf den Felsen am Fuß der Wand, kleine Antilopen, die du leicht übersiehst. Unten im Wald begegnen dir Diademmeerkatzen und Buschböcke.
Wo ist der Aussichtspunkt über den Lake Manyara?
Oben auf der Grabenkante an der Straße von Mto wa Mbu nach Karatu, rund 3 Kilometer Luftlinie vom Haupttor. Du brauchst dafür kein Parkticket. Ein kurzer Halt auf dem Weg zum Ngorongoro reicht.
Wie ist der Grabenbruch am Lake Manyara entstanden?
Die Erdkruste zieht hier auseinander. Ein langer Streifen ist abgesunken, sein Westrand ist als Wand stehen geblieben. Der östliche Arm des Ostafrikanischen Grabens ist hier jung, weniger als fünf Millionen Jahre, und er bewegt sich noch: 2007 riss er am Natronsee weiter nördlich auf.
Quellen und Stand
Geprüft am 12. Oktober 2026
- Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 22. September 2026
- SRTM-Höhendaten (NASA, 30 m Raster, Aufnahme Februar 2000), abgefragt über OpenTopoData: eigene Schnitte quer zur Wand bei −3,39 (Aussichtspunkt), −3,50, −3,56 und −3,62 Grad Süd sowie die Punkte Aussichtspunkt 1.210 m, Serena-Lodge 1.258 m, Geyasagong Hill 1.669 m abgerufen 2026-10-12
- TANAPA (Tanzania National Parks): Lake Manyara National Park („at the base of the Rift Valley escarpment“, 648,7 km², ganzjährig offen, Tore schließen um 18 Uhr, Mahagoni- und Feigenbäume, Diademmeerkatzen, Buschböcke) abgerufen 2026-10-12
- Eigene Recherche von Synapsenbrenner abgerufen 2026-10-12
- Synapsenbrenner: Lake-Manyara-Nationalpark abgerufen 2026-10-12
- UNEP-WCMC: Schutzgebietsblatt Lake Manyara National Park, 1986, überarbeitet 2000 (Streifen zwischen Gregory-Grabenwand und See, im Norden poröses Vulkangestein, im Süden altes kristallines Gestein, ganzjährige Quellflüsse am Fuß der Wand, heiße Quellen im Süden, wo die Wand nah an den See rückt, Höhe 960 bis 1.478 m, Sodasee in geschlossenem Becken) abgerufen 2026-10-12
- Ring, U., Schwartz, H. L., Bromage, T. G., Sanaane, C.: Kinematic and sedimentological evolution of the Manyara Rift in northern Tanzania, East Africa. Geological Magazine 142 (4), 2005, S. 355 bis 368 (Manyara-Schichten zwischen weniger als 1,7 und 0,4 Mio. Jahren, Wechsel von See- zu Flussablagerungen um 0,7 Mio. Jahre durch Verlagerung der großen Brüche nach Süden; Angaben aus dem Abstract, Volltext nicht eingesehen) abgerufen 2026-10-12
- Saria, E., Calais, E., Stamps, D. S., Delvaux, D., Hartnady, C. J. H.: Present-day kinematics of the East African Rift. Journal of Geophysical Research: Solid Earth 119, 2014, S. 3584 bis 3600 (südlichster Teil des östlichen Grabens, im Natron-Becken weniger als 5 Mio. Jahre alt, 2007 langsames Abgleiten an einer Abschiebung, danach Eindringen eines Magmagangs) abgerufen 2026-10-12
- Wikipedia (en): Lake Manyara (Sodasee mit pH um 9,5 nach Hughes und Hughes 1992, A directory of African wetlands; geschlossenes Becken ohne Abfluss nach Deus u. a. 2013) abgerufen 2026-10-12
- Synapsenbrenner: Karte Lake Manyara abgerufen 2026-10-12
- Google Maps: Ort „Lake Manyara Viewpoint“ (−3,39137 / 35,81765) abgerufen 2026-10-12
- OpenStreetMap: Aussichtspunkt (Node 2518556900, Blickrichtung Süd), Steilkante „Mto Wa Mbu Escarpment“ (Way 364647447), Geyasagong Hill (Node 470284459, 1.666 m), Bagayo A Special Campsite (Node 4701809434), Endabash Public Campsite (Node 4701809433), Lake Manyara Hotel (Node 340264156). © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) abgerufen 2026-10-12
- Wikimedia Commons: Category:Lake Manyara National Park und Category:Lake Manyara abgerufen 2026-10-12






