auch: Mahango · Mahango Game Reserve · Mahango Game Park · Mahango-Kernzone · Mahango-Nationalpark
Du stellst am Okavango den Motor ab, und nach und nach kommen Elefanten zum Wasser herunter.
Die Mahango Core Area liegt am Okavango im Westen des Parks und ist für ihre Flusslandschaften bekannt. Wasserwege und trockene Savanne stoßen hier unmittelbar aneinander, was wasserliebende und trockenresistente Arten nebeneinander bringt. Für Vogelbeobachter ist es der ergiebigste Bereich des Parks.
Du stellst am Ufer den Motor ab. Vor dir liegt der Okavango mit Schilf, hellen Sandbänken und grünen Auen, und drüben zieht eine Elefantenherde zum Wasser. Das ist die Mahango Core Area, die kleinste der drei Kernzonen des Bwabwata-Nationalparks: rund 245 Quadratkilometer am Westufer des Okavango, kurz bevor der Fluss nach Botswana fließt. Bis 2007 war sie ein eigenes Wildschutzgebiet, seitdem gehört sie zum Bwabwata.
Hier stoßen zwei Landschaften aneinander. Östlich der C48 liegen Fluss, Schilf und Überschwemmungsgras, westlich davon trockene Savanne mit Sandböden und flachen Grassenken, die in Namibia Omuramba heißen. Über 450 Vogelarten sind in Mahango gezählt, mehr als in jedem anderen Schutzgebiet Namibias. Am Wasser grasen Litschi-Wasserböcke und Flusspferde, auf den Grasflächen stehen Rappen- und Pferdeantilopen, beide im Land selten. Und mit etwas Glück schreitet ein Klunkerkranich durchs flache Wasser.
Zwei Pisten zweigen von der Durchgangsstraße ab. Die Uferstrecke folgt dem Fluss rund 15 Kilometer nach Süden, vorbei an riesigen Baobabs bis zum Picknickplatz Kwetche, an dem du aussteigen darfst. Sie schafft auch ein normaler Wagen. Die Westschleife führt rund 31 Kilometer durch tiefen Sand zum Wasserloch Thingwerengwere und verlangt Allrad.
Mahango ist ein Ziel für einen Tag: Das Tor öffnet bei Sonnenaufgang und schließt bei Sonnenuntergang, geschlafen wird in den Lodges zwischen Divundu und Popa Falls. Plan lieber weniger Kilometer und mehr Zeit am Wasser ein. Wer am Ufer stehen bleibt, sieht meist mehr als jemand, der alle paar Minuten weiterfährt.
Warum hin
Darum lohnt sich die Mahango Core Area
Rappen- und Pferdeantilope, Sitatunga und Litschi-Wasserbock leben hier auf engem Raum nebeneinander, Arten, die du im übrigen Namibia kaum zu sehen bekommst.
Über 450 Vogelarten sind in Mahango gezählt, mehr als in jedem anderen Schutzgebiet Namibias. Die Auen sind als Important Bird Area ausgewiesen.
Der Bereich ist klein und offen: In zwei bis fünf Stunden fährst du alle Pisten ab und siehst dabei mehr als im dicht bewachsenen Mittelteil des Parks.
An der Station am Tor bekommst du eine Karte und die Auskunft, welche Piste gerade fahrbar ist. Im übrigen Bwabwata ist das nicht selbstverständlich.
An der Uferstrecke stehen mehrere riesige Baobabs, und am Picknickplatz am Fluss darfst du aus dem Auto steigen.
Aus Reiseberichten und Foren
Unsere Geheimtipps für die Mahango Core Area
Frag am Tor nach Karte und PistenzustandAn der Station bekommst du eine Karte, und die Leute dort sagen dir, welche Strecke gerade zu sandig oder zu nass ist. Im übrigen Bwabwata gibt es weder Karte noch Auskunft. Nimm dir die fünf Minuten, bevor du losfährst.
Bleib am Fluss stehen, statt weiterzufahrenWer an einer Stelle am Okavango eine gute Stunde stehen bleibt, sieht oft Kraniche, Reiher, Litschi-Wasserböcke und Elefanten nacheinander ans Wasser kommen. Wer alle paar Minuten weiterfährt, sieht kaum etwas. Plan weniger Kilometer und mehr Standzeit ein.
Entscheide über die Westschleife erst am TorDieselbe Sandpiste kann im November fest sein und im April so tief, dass du umkehren musst. In der Trockenzeit ist sie mit Allrad meist zu schaffen. Mach die Entscheidung von der Auskunft an der Station abhängig, nicht von deinem Plan von zu Hause.
Leg die Mittagspause unter einen BaobabAm großen Baobab und am Picknickplatz Kwetche an der Uferstrecke darfst du aussteigen. Pack Wasser und etwas zu essen ein, denn in der Kernzone gibt es keinen Laden und keinen Kiosk, und genieß den Blick auf den Fluss, während die Mittagshitze die Tiere in den Schatten treibt.
groß, die kleinste der drei Kernzonen des Bwabwata
245 km²
Vogelarten, mehr als in jedem anderen Schutzgebiet Namibias
Die Mahango Core Area liegt am Westufer des Okavango ganz im Westen des Bwabwata-Nationalparks, rund 20 Kilometer südlich von Divundu an der C48 und gut 12 Kilometer vor der Grenze nach Botswana bei Mohembo.
So kommst du hin
Mahango-Tor mit StationTor · gut 20 Min. ab Divundu
3,8 km
DivunduOrt · rund 20 km auf der C48
Bagani AirstripAirstrip · rund 12 km bis Mahango
13 km
Grenzübergang Mohembo (Botswana)Ort · rund 12 km ab dem Tor
Die Mahango Core Area ist das ganze Jahr offen, am lohnendsten ist sie von Mai bis September. In der Trockenzeit ziehen viele Tiere an den Okavango, das Gras wird niedrig, und die Pisten sind fest. Von November bis April brüten viele Vogelarten, die Landschaft wird grün, und im Januar und Februar fällt der meiste Regen, dann sind einzelne Pisten kaum befahrbar. Von Juli bis September sind am meisten Besucher unterwegs.
Oktober möglich
Im Oktober kannst du die Mahango Core Area gut besuchen, die besten Monate sind es aber nicht. Im Oktober ist in der Mahango Core Area eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.
06:04Sonnenaufgang
18:34Sonnenuntergang
12,5 hTageslicht
Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).
Dein Tag in der Mahango Core Area
Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.
68101214161820
05:50–07:05Das Tor öffnet mit dem Sonnenaufgang. Im Dezember ist das gegen 5.50 Uhr, im Juli erst kurz nach 7 Uhr.
07:00–10:00Die beste Zeit am Fluss. Früh am Morgen stehen viele Tiere am Wasser, und das Licht ist noch weich.
11:00–14:30Mittagspause am großen Baobab oder am Picknickplatz Kwetche. Hier darfst du aussteigen.
15:00–17:30Zweite Runde an der Uferstrecke. Die Hitze lässt nach, und das Licht wird wieder wärmer.
18:05–19:15Mit dem Sonnenuntergang schließt die Kernzone, im Juni gegen 18 Uhr, im Januar erst nach 19 Uhr. Plan die Rückfahrt zum Tor mit ein.
Am Fluss und auf den Grasflächen dahinter leben Tiere, die du im übrigen Namibia kaum siehst. Hier erfährst du, wer dir wo begegnen kann und wie du dich verhältst.
Foto: Marco Schmidt, CC BY-SA 3.0
Afrikanischer Elefant
Das größte Landtier der Erde. Im Bwabwata wandern die Herden über die Grenzen nach Botswana, Angola und Sambia.
Sichtungschance
TrockenzeitOft
RegenzeitGute Chance
Wo du sie findest
an der Uferstrecke und beim Queren der C48, in der Trockenzeit nah am Fluss
So verhältst du dich
Halte mindestens 50 Meter Abstand, lass den Motor laufen und gib Herden mit Jungtieren den Weg frei.
Foto: Roger Culos, CC BY-SA 3.0
Flusspferd
Bis zu drei Tonnen schwerer Pflanzenfresser, der den Tag im Wasser verbringt und nachts zum Grasen an Land geht.
Sichtungschance
Oft
Wo du sie findest
im Okavango und auf den Uferbänken, von der Uferstrecke aus
So verhältst du dich
Steig nicht zwischen Flusspferd und Wasser aus. Am Picknickplatz bleibst du in der Nähe des Autos.
Foto: Roger Culos, CC BY-SA 3.0
Litschi-Wasserbock
Eine rotbraune Antilope der Feuchtgebiete, auf Englisch Red Lechwe. Sie flieht ins flache Wasser, wo sie mit ihren langen Hinterbeinen schneller ist als ihre Jäger.
Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest
auf dem Überschwemmungsgras zwischen Piste und Fluss
So verhältst du dich
Beobachte sie aus dem Auto. Steigst du aus, ist die Herde sofort weg.
Foto: sussexbirder, CC BY 2.0
Rappenantilope
Eine große, fast schwarze Antilope mit weißem Bauch und langen, nach hinten gebogenen Hörnern. In Namibia ist sie selten.
Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest
auf den offenen Grasflächen und in den Omurambas, oft am frühen Morgen
So verhältst du dich
Halt an und warte. Rappenantilopen sind scheu, werden aber ruhiger, wenn das Auto still steht.
Foto: George Baker, CC BY 4.0
Pferdeantilope
Eine der größten Antilopen Afrikas, graubraun mit schwarz-weißer Gesichtsmaske und kurzen, gebogenen Hörnern.
Sichtungschance
Selten
Wo du sie findest
auf den trockenen Grasflächen westlich der C48
So verhältst du dich
Bleib im Auto und fahr nicht näher heran. Pferdeantilopen sind scheu und weichen schnell aus.
Foto: George Baker, CC BY 4.0
Leierantilope
Eine rotbraune, schnelle Antilope mit leierförmigen Hörnern, auf Englisch Tsessebe. Das Umweltministerium hat sie in Mahango wieder angesiedelt.
Sichtungschance
Selten
Wo du sie findest
auf offenen Grasflächen am Rand der Auen
So verhältst du dich
Beobachte sie aus dem Auto. Oft steht ein Tier erhöht und hält Wache.
Foto: Per Arne Slotte, CC BY-SA 2.0
Klunkerkranich
Ein großer grau-weißer Kranich mit roter Gesichtshaut und zwei befiederten Hautlappen unter dem Schnabel. Weltweit ist er gefährdet.
Sichtungschance
Selten
Wo du sie findest
im flachen Wasser und auf dem nassen Gras der Flussauen
So verhältst du dich
Bleib auf der Piste und halt Abstand. Die Vögel brüten in den Auen und lassen sich leicht stören.
Die Uferstrecke ist die leichtere der beiden Pisten und schafft auch ein normaler Wagen. So reihen sich die Halte am Fluss aneinander, vom Tor bis zum Picknickplatz.
Mahango-Tor mit StationGenehmigung lösen, Karte mitnehmen und fragen, welche Piste gerade fahrbar ist.
12 Min.
Aussichtspunkt Fallen TreeRund 4 km Luftlinie vom Tor. Der erste weite Blick über die Auen.12 Minuten
20 Min.
Aussichtspunkt an der FlussbiegungWeitere knapp 3 km. Gute Stelle, um eine Weile stehen zu bleiben.20 Minuten
27 Min.
Großer BaobabGut 2 km weiter. Hier darfst du aussteigen.27 Minuten
33 Min.
Picknickplatz KwetcheKnapp 2 km weiter, am Ende der Uferstrecke. Baobabs und Blick auf den Fluss.33 Minuten
Der Eintritt gilt pro Person, die Gebühr fürs Auto einmal pro Fahrzeug. Schieb die Zahl der Mitreisenden und sieh, was ihr zusammen zahlt und was davon auf jeden entfällt.
245 Quadratkilometer klingen nach viel. Leg Mahango neben eine Stadt, die du kennst, und neben den ganzen Bwabwata, dann siehst du, warum ein halber Tag hier reicht.
Mahango Core Area: Die kleinste Kernzone des Bwabwata, am Westufer des Okavango.
Buffalo Core Area: Die Kernzone auf der anderen Seite des Flusses.
Kwando Core Area: Die größte Kernzone, ganz im Osten am Kwando.
Bwabwata-Nationalpark: Der ganze Park, ein langer Streifen zwischen Okavango und Kwando.
Ehrlich gesagt
Passt die Mahango Core Area zu dir?
Ja, wenn …
Du beobachtest gern Vögel und hast ein Fernglas dabei.
Du suchst seltene Antilopen wie Rappen- und Pferdeantilope.
Du bleibst lieber eine Stunde an einer Stelle am Fluss, als Kilometer zu machen.
Du fährst ohnehin über Divundu nach Botswana und hast einen halben Tag Zeit.
Eher nicht, wenn …
Du willst im Park übernachten. In Mahango sind nur Tagesbesuche erlaubt.
Du suchst verlässlich Löwen. Sie kommen vor, du siehst sie aber selten.
Du willst aufs Wasser. Öffentliche Boote sind in der Kernzone nicht zugelassen.
Inspiration
Die Mahango Core Area in Bildern
Flussauen, Sandbänke, alte Baobabs und Elefanten auf der Schotterstraße: So sieht es in Mahango aus, bevor du selbst am Ufer stehst.
Ein paar Dinge machen deinen Tag in Mahango leichter, von der richtigen Piste bis zur Frage, wo du schläfst.
Anfahrt
Von der B8 bei Divundu fährst du auf der C48 Richtung Botswana. Die ersten rund 13 Kilometer sind asphaltiert, danach geht es auf Schotter weiter bis zum Mahango-Tor, insgesamt rund 20 Kilometer.
Fahrzeug
Für die Uferstrecke am Okavango reicht meist ein normaler Wagen, stellenweise ist sie steinig. Für die Westschleife brauchst du Allrad, in der Trockenzeit ist sie tiefsandig, in der Regenzeit rutschig.
Bezahlen
Du zahlst an der Station am Tor, Erwachsene aus dem Ausland 200 Namibia-Dollar, dazu 60 fürs Auto. Das Ticket gilt für alle Kernzonen des Bwabwata, auch für Buffalo auf der anderen Flussseite.
Übernachten
In der Kernzone darfst du nicht übernachten. Lodges und Campingplätze liegen an der C48 und am Okavango zwischen Divundu und Popa Falls, von dort bist du in zehn Minuten bis einer halben Stunde am Tor.
Regeln
Bleib auf den Pisten, und steig nur an den Picknickplätzen aus. Angeln, Bootfahren und Camping sind in der Kernzone verboten, und nach Sonnenuntergang musst du draußen sein.
Du fragst
Fragen und Antworten zur Mahango Core Area
Komme ich ohne Allrad in die Mahango Core Area?
Ja, bis zum Tor und meist auch auf der Uferstrecke am Okavango, die stellenweise steinig ist. Für die Westschleife zum Wasserloch Thingwerengwere brauchst du Allrad. Frag an der Station am Tor, wie die Pisten gerade sind.
Wie viel Zeit sollte ich für Mahango einplanen?
Zwei bis fünf Stunden, je nachdem, ob du nur die Uferstrecke fährst oder auch die Westschleife. Wenn du am Fluss immer wieder stehen bleibst, wird daraus schnell ein halber Tag.
Kann ich in der Mahango Core Area übernachten?
Nein, hier sind nur Tagesbesuche erlaubt. Lodges und Campingplätze findest du an der C48 und am Okavango zwischen Divundu und Popa Falls, von dort bist du in zehn Minuten bis einer halben Stunde am Tor.
Lohnt sich Mahango für Vogelbeobachter?
Unbedingt. Über 450 Vogelarten sind hier gezählt, mehr als in jedem anderen Schutzgebiet Namibias. An den Ufern und in den Auen leben unter anderem Klunkerkranich, Schieferreiher, Schreiseeadler und mehrere Storcharten. Ein Fernglas gehört ins Auto.
Was kostet der Eintritt in die Mahango Core Area?
Seit April 2026 zahlen Erwachsene aus dem Ausland 200 Namibia-Dollar pro Tag, rund 11 €, Kinder von 9 bis 15 Jahren 150 Namibia-Dollar, rund 8 €. Fürs Auto kommen 60 Namibia-Dollar dazu, rund 3 €. Kinder bis 8 zahlen nichts. Du bezahlst an der Station am Tor, und das Ticket gilt auch für die Buffalo-Kernzone.
Kann ich über Mahango nach Botswana fahren?
Ja. Die C48 führt mitten durch die Kernzone zum Grenzübergang Mohembo, rund 12 Kilometer hinter dem Tor. Eine Brücke über den Okavango verbindet Mohembo-Ost und Mohembo-West auf der Seite Botswanas.
Kann ich Mahango und die Buffalo Core Area an einem Tag besuchen?
Ja. Die beiden Kernzonen liegen auf verschiedenen Seiten des Okavango, dazwischen sind es gut 35 Kilometer über die Brücke bei Divundu. Dein Ticket gilt für beide.
Woher wir das wissen
Quellen und Stand
Geprüft am 13. Oktober 2026
Eigene Recherche von Synapsenbrenner, Stand 22. September 2026