Der Nachmittag wird golden, die Hitze lässt nach, und du trägst dein Getränk die paar Schritte bis an den Zaun. Unten am Wasser stehen schon die ersten Zebras, dahinter wartet eine Elenantilope, als müsste sie sich erst trauen. Das ist die Mosu Lodge, das Hauptcamp im Süden des Mokala-Nationalparks, und ihr Wasserloch liegt direkt hinter dem Camp.
Hier beginnt fast jeder Besuch im Park. An der Rezeption holst du dir die Torgenehmigungsnummer, ohne die du nicht weiterfährst, und buchst die geführten Fahrten. Es gibt 15 Einheiten mit Klimaanlage, eigenem Bad und Grillplatz, dazu einen Pool für die heißen Monate. Dein Auto bleibt auf dem Parkplatz vor der Rezeption, das Gepäck rollst du auf einem Karren zu deiner Hütte. Zwischen den Häusern fährt deshalb kein Auto.
Ans Wasser kommen Elenantilopen, Pferdeantilopen, Oryx, Büffel, Kudus und mit Glück ein Breitmaulnashorn. Löwen, Leoparden und Elefanten gibt es in Mokala nicht, dafür seltene Antilopen in Ruhe beim Trinken. Wie viel los ist, entscheidet der Regen: In der Trockenzeit von April bis September kommen die Tiere nacheinander zum Trinken. Nach einem Gewitter verteilen sie sich im Park, und das Wasserloch bleibt leer.
Ein Restaurant gibt es nicht mehr. Du kochst selbst, der kleine Laden hat Eis, Feuerholz, Getränke und ein paar Kleinigkeiten. Abends brennt der Grill vor deiner Hütte, und wer noch einmal zum Zaun geht, sieht im Licht am Wasser vielleicht noch einen späten Gast.