Mokala-Nationalpark

Die Shy Five statt der Big Five

Südafrika Nationalpark

Rund 70 Minuten südwestlich von Kimberley, in der Übergangszone zwischen Kalahari und Nama-Karoo, liegt der Mokala-Nationalpark. Er ist jung, mit 275 Quadratkilometern überschaubar und malariafrei. Angelegt wurde er, um bedrohte Arten wie Spitzmaulnashorn, Pferdeantilope, Rappenantilope und Tsessebe zu schützen und in andere Schutzgebiete umzusiedeln. Löwen gibt es hier keine.

Der Mokala-Nationalpark liegt im Nordkap in der Region Plooysburg, rund 80 Kilometer südwestlich von Kimberley. Er wurde am 19. Juni 2007 ausgerufen, als Ersatz für den aufgelösten Vaalbos-Nationalpark, und ist damit einer der jüngsten Nationalparks Südafrikas. 863 Tiere kamen aus Vaalbos herüber.

Seinen Namen trägt der Park nach dem Kameldornbaum, auf Setswana Mokala. Auf 275 Quadratkilometern wechseln weite offene Flächen und niedrige Felshügel einander ab. Die Grasebenen mit ihren vereinzelten Kameldornbäumen liegen im Süden, weitere offene Sandebenen im Norden und Westen. Das zusammenhängende Hügelfeld sitzt in der Mitte des Parks, dazu kommen einzelne Andesitkuppen und die Dolerithügel rund um die Mosu Lodge. Von diesen Höhen laufen die Rinnen nach Norden zum Riet River, der die Parkgrenze bildet.

Der Park schützt seltene und bedrohte Arten. Spitzmaul- und Breitmaulnashorn leben hier, dazu Kaffernbüffel, Pferdeantilope, Rappenantilope, Tsessebe, Bergriedbock, Elenantilope, Giraffe und Burchell-Zebra. Löwe, Leopard und Elefant fehlen, und viele Gäste kommen gerade deshalb: Sie suchen die Shy Five, die scheuen Fünf, und die stehen hier vollzählig in der Artenliste.

Dich erwarten Tierbegegnungen in einer malariafreien Region und ein Park, der selten voll ist. Gefahren wird selbst, dazu kommen geführte Pirschfahrten bei Tag und bei Nacht, eine Vogelbeobachtungshütte am Stofdam, Fliegenfischen am Riet River und drei belegte Felsgravurenstellen. Ein Restaurant gibt es im Park nicht: Alle Unterkünfte sind Selbstversorger.

Warum hin

Darum ist Mokala-Nationalpark ein Sehnsuchtsort

  1. Artenschutzpark: Seltene Arten werden hier gezielt vermehrt und in andere Schutzgebiete umgesiedelt
  2. Pferdeantilope, Rappenantilope, Tsessebe und Bergriedbock an einem Ort
  3. Die Shy Five statt der Big Five: Erdferkel, Erdwolf, Stachelschwein, Löffelhund und Schwarzfusskatze leben alle hier
  4. Spitzmaul- und Breitmaulnashorn, dazu Kaffernbüffel, ohne Löwen im Park
  5. Malariafrei: Das Nordkap gehört nicht zu den Malariagebieten Südafrikas
  6. Übergangszone zweier Biome: Kalahari-Sandveld trifft auf Nama-Karoo, Felshügel in der Mitte des Parks, offene Grasebenen im Süden und Sandebenen im Norden und Westen
  7. Drei Felsgravurenstellen und zwei historische Friedhöfe im Park, dazu ein Interpretationszentrum von 2013
  8. Kaum Andrang: Der Park ist selten voll, auf den Pisten bist du oft allein

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für den Mokala-Nationalpark

  • Aus Kimberley über Lilydale, nicht über Mosu Der Park hat zwei Tore. Zum Tor Lilydale sind es von Kimberley 59 Kilometer und rund 40 Minuten, zum Haupttor bei Mosu 74 Kilometer und rund 70 Minuten. Auch die Schotterstrecke ist kürzer: 16 statt 21 Kilometer. Gerade die Zufahrt zum Mosu-Tor ist stark gewellt und hart zum Fahrzeug.
  • Alles zu essen mitbringen Das Restaurant an der Mosu Lodge hat am 18. August 2019 geschlossen, ein neues gibt es nicht. Der Laden führt nur das Nötigste, ein Abendessen bekommst du damit nicht zusammen. Alle Unterkünfte sind Selbstversorger, viele ältere Reiseführer nennen das Restaurant noch.
  • Voll tanken, bevor du abbiegst Im Park gibt es weder Tankstelle noch Geldautomat noch Lebensmittelgeschäft. Die nächste Tankstelle steht in Modderrivier an der N12. Rechne mit den 16 oder 21 Kilometern Schotter zum Tor und sechs weiteren bis zur Rezeption.
  • Erst zur Rezeption, dann in den Park Nach dem Tor musst du zuerst zur nächstgelegenen Rezeption und dir eine Torgenehmigungsnummer holen, bevor du weiterfährst oder zu einem anderen Camp wechselst. Die Rezeption liegt jeweils sechs Kilometer hinter dem Tor. Wer das überspringt, fährt die Strecke zweimal.
  • Die Shy Five statt der Big Five Löwe, Leopard und Elefant fehlen hier, und genau das ist der Reiz. Erdferkel, Erdwolf, Stachelschwein, Löffelhund und Schwarzfusskatze leben alle fünf im Park. Wer sie sehen will, bucht die geführte Nachtfahrt. Reisende berichten von vier Erdferkeln auf einer einzigen Fahrt.
  • Baumhaus oder Haak-en-Steek für das eigene Wasserloch Das Dinokeng Tree Top Cottage und das Häuschen Haak-en-Steek liegen beide an einem Wasserloch, das sonst niemand einsieht. Das Baumhaus ist klein, das eigentliche Erlebnis ist die Terrasse über dem Wasser. Haak-en-Steek wird nur an eine Gruppe vergeben.
  • Taschenlampe gehört ins Gepäck Die Außenbeleuchtung in den Camps ist knapp. Für den Weg zur Braai-Stelle und alles andere draußen bei Nacht brauchst du eine Lampe oder Stirnlampe. In Haak-en-Steek läuft das Licht über Solarstrom.
  • Bush Braai zwei Wochen vorher buchen Die Kombination aus geführter Pirschfahrt und Essen draußen musst du zwei Wochen im Voraus buchen, und sie kommt erst ab fünf Personen zustande. Als Paar brauchst du also Mitreisende.
  • Vorher nach dem Wasser am Stofdam fragen Die Vogelbeobachtungshütte am Stofdam ist für viele der beste Platz im Park. Das Wasserloch davor kann aber trocken fallen, im April 2024 war es leer. Eine kurze Frage an der Rezeption erspart den Umweg.
  • Als Zwischenstopp auf der N12 planen Mokala liegt direkt an der Strecke Johannesburg oder Kimberley nach Kapstadt. Eine Nacht im Park ist ein guter Ersatz für das Motel an der Durchgangsstraße. Wer die Nachtfahrt mitnehmen will, bleibt besser zwei Nächte.

Wo was liegt

Karte von Mokala-Nationalpark

Karte von Mokala-Nationalpark: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Die Felshügel von Mokala und ihre Gravuren

    Sonstiges

    Aus den Ebenen steigen niedrige Felshügel aus Andesit und Dolerit auf, von denen aus du weit siehst. Auf dreien liegen Felsgravuren, zu denen der Park geführte Fahrten anbietet. Die Schlachtfelder des Zweiten Burenkriegs um Belmont liegen gut 20 Kilometer südlich außerhalb des Parks.

  • Grasreiche Ebenen im Süden des Parks

    Tierbeobachtungsort Aura Beeindruckend Trubel Wenig Trubel

    Offene Grasflächen mit einzelnen Kameldornbäumen auf rotem Sand, zwischen dem Mosu-Tor und der Mosu Lodge. Hier weiden Spießbock, Rote Kuhantilope, Elenantilope und mit Glück Breitmaulnashörner, und weil Löwen fehlen, bleiben sie oft stehen.

  • Mosu Lodge und ihr Wasserloch

    Sonstiges Aura Beeindruckend Trubel Wenig Trubel

    Das Hauptcamp des Parks: 15 Selbstversorger-Einheiten, Rezeption, Laden und Pool, mit einem Wasserloch direkt hinter dem Zaun. Nur ein Teil der Einheiten schaut aufs Wasser, frag deshalb beim Buchen danach.

Fläche, einer der jüngsten Nationalparks Südafrikas
275 km²
Säugetierarten, darunter beide Nashornarten
44
Vogelarten leben im Park
154
als Nachfolger des Vaalbos-Nationalparks ausgerufen
2007

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Kalahari-Sandveld: flache Ebenen mit Kameldorn

Fünf Büffel ruhen im Schatten eines großen Baumes in trockener Savanne, umgeben von vereinzelten Bäumen.

Das Kalahari-Sandveld besteht aus flachen, sandigen Ebenen mit Kameldorn- und Schirmdornbäumen. In ihren Kronen bauen Siedelweber ihre riesigen Gemeinschaftsnester.

Nama-Karoo: felsige Hügel und Grasflächen

Savanne mit Bäumen, Büffel und Wildschwein in der Abendsonne, natürlicher Lebensraum in Afrika.

Der Karoo-Teil des Parks bringt felsige Hügel, Lavaaufschlüsse sowie Kalk- und Schiefergestein mit, durchsetzt von Busch- und Grasflächen. Was nach staubiger Halbwüste klingt, ist in Wirklichkeit eine erstaunlich vielfältige Vegetation.

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Mokala-Nationalpark: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitOktober bis März: warm, grün und gewittrigApril bis September: trocken und klarOktober bis März: warm, grün und gewittrig
Andrang
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit

April empfohlen

April bis September: trocken und klar · eher ruhig

Wenig Regen, kahle Vegetation, Tiere an den Wasserstellen und klare Luft für Fotos. Tagsüber um 20 Grad, nachts ist von Ende April bis Ende September Frost möglich.

Mokala lässt sich das ganze Jahr besuchen, aber die Trockenzeit von April bis September zeigt mehr. Der Regen fällt im Sommer: Die Regenzeit läuft von November bis März mit dem Schwerpunkt im Februar. Im Jahr fallen zwischen 233 und 558 Millimeter, im Mittel 355. Im Sommer wird es heiß, an den heißesten Tagen bis 43 Grad. Der Winter ist trocken und klar, dafür sinkt das Thermometer nachts unter null, bis minus 6,6 Grad. Frost kann von Ende April bis Ende September kommen, eine warme Jacke gehört also von Mai bis August ins Gepäck. In den Chalets liegt im Winter Feuerholz für den Kaminabend bereit.

April bis September: trocken und klar

Wenig Regen, kahle Vegetation, Tiere an den Wasserstellen und klare Luft für Fotos. Tagsüber um 20 Grad, nachts ist von Ende April bis Ende September Frost möglich. Die geführten Nachtfahrten laufen auch bei Kälte, und gerade dann gelingen Erdferkel-Sichtungen.

Oktober bis März: warm, grün und gewittrig

Die Regenzeit läuft von November bis März, der Februar ist der nasseste Monat. Gewitter sind häufig, die Regenmenge schwankt stark von Jahr zu Jahr. Es grünt, die Tiere verteilen sich, und mittags wird es heiß, an den heißesten Tagen bis 43 Grad. Das Tor schließt in diesen Monaten erst um 19:00 Uhr, der Abend am Wasserloch ist also lang.

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Mokala ist ein Artenschutzpark: Was hier lebt, wurde zum Teil gezielt angesiedelt. Aus dem aufgelösten Vaalbos-Nationalpark kamen 863 Tiere herüber. Heute leben hier 44 Säugetier- und 154 Vogelarten.

Der Schwerpunkt liegt auf seltenen Antilopen: Pferdeantilope, Rappenantilope, Tsessebe und Bergriedbock, dazu Elenantilope, Oryx, Kudu, Rote Kuhantilope, Springbock, Steinböckchen, Impala, Weissschwanzgnu und Streifengnu. Spitzmaul- und Breitmaulnashorn, Kaffernbüffel, Giraffe und Burchell-Zebra sind da; Löwe, Leopard und Elefant nicht.

Das eigentliche Kunststück sind die Shy Five: Erdferkel, Erdwolf, Stachelschwein, Löffelhund und Schwarzfusskatze leben alle fünf hier. Erdferkel sind in Mokala keine Seltenheit: Auf einer einzigen Nachtfahrt wurden schon vier gezählt, eines davon stand um halb drei nachmittags auf der Piste. Dazu kommen Braune Hyäne, Karakal, Kapfuchs, Afrikanische Wildkatze und Erdmännchen.

  • Spitzmaulnashorn
  • Breitmaulnashorn
  • Kaffernbüffel
  • Pferdeantilope (Roan)
  • Rappenantilope (Sable)
  • Tsessebe
  • Bergriedbock
  • Elenantilope
  • Oryx (Gemsbock)
  • Großer Kudu
  • Rote Kuhantilope
  • Springbock
  • Steinböckchen
  • Impala
  • Kronenducker
  • Klippspringer
  • Weissschwanzgnu
  • Streifengnu
  • Burchell-Zebra
  • Giraffe
  • Warzenschwein
  • Erdferkel
  • Erdwolf
  • Stachelschwein
  • Löffelhund
  • Schwarzfusskatze
  • Braune Hyäne
  • Karakal
  • Kapfuchs
  • Schabrackenschakal
  • Afrikanische Wildkatze
  • Erdmännchen
  • Kap-Graumanguste
  • Südafrikanischer Igel
  • Springhase
  • Kap-Borstenhörnchen
  • Grüne Meerkatze
  • Pavian
  • Schwarzbrustprinie
  • Rotbauchwürger
  • Halsband-Zwergfalke
  • Weißflügeltrappe
  • Kapammer
  • Große Streifenschwalbe
  • Fleckennachtschwalbe
Tsessebe und Pferdeantilopen an einem Wasserloch bei Lilydale

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Mokala-Nationalpark: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Mokala-Nationalpark: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. KimberleyStart
  2. 37 km · N12 Richtung Kapstadtam Schild Lilydale
  3. Abzweig Lilydaleunterwegs
  4. 16 km · rund 40 Min. ab Kimberley · Piste
  5. Tor LilydaleNordosten, am Riet River
  6. 6 kmhier holst du die Torgenehmigungsnummer
  7. Rezeption LilydaleZiel
  1. HopetownStart
  2. 65 km · N12 nach Nordenlinks abbiegen, bis Mokala 92 km, bis Lilydale 107 km
  3. Kreuzung Heuningneskloofunterwegs
  4. 21 km · rund 70 Min. ab Kimberleystark gewellte Schotterpiste
  5. Mosu-TorHaupttor im Süden
  6. 6 kmRezeption, hier holst du die Torgenehmigungsnummer
  7. Mosu LodgeZiel
  1. Abzweig LilydaleStart
  2. 20 km · N12 Richtung Kapstadtrechts an der Kreuzung Hayfield und Heuningneskloof
  3. Kreuzung HeuningneskloofZiel
  • Nächster Flughafen: Kimberley, von dort weiter mit dem Mietwagen
  • Höhergelegtes Fahrzeug empfohlen, das letzte Stück ist Schotter
  • Einlass ab 7 Uhr, Torschluss je nach Saison 17:30 bis 19 Uhr
  • Vorher tanken: Die nächste Tankstelle steht in Modderrivier an der N12
Anreise ausführlich

Mit dem Auto aus Kimberley

Zum Tor Lilydale: N12 Richtung Kapstadt, nach 37 Kilometern kurz hinter Modderrivier und Ritchie rechts am Schild Lilydale auf Schotter, 16 Kilometer bis zum Tor, sechs weitere bis zur Rezeption. Rund 40 Minuten ab Kimberley. Zum Haupttor bei Mosu: N12 für 57 Kilometer, dann rechts an der Kreuzung Hayfield und Heuningneskloof auf Schotter, 21 Kilometer bis zum Tor, sechs weitere bis zur Rezeption. Rund 70 Minuten ab Kimberley.

Mit dem Auto aus Richtung Kapstadt

N12 nach Norden über Hopetown, nach 65 Kilometern links an der Kreuzung Hayfield und Heuningneskloof, 21 Kilometer Schotter bis zum Haupttor. Hopetown bis Mokala sind 92 Kilometer. Zum Tor Lilydale fährst du 20 Kilometer weiter auf der N12 und biegst am Schild Lilydale links ab, insgesamt 107 Kilometer ab Hopetown.

Mit dem Flugzeug

Nächster Flughafen ist Kimberley. Von dort weiter mit dem Mietwagen; ein höhergelegtes Fahrzeug ist wegen der Schotterzufahrt die bessere Wahl.

Schotterzufahrt am Tor Lilydale

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 16 €Erwachsene, pro Tag
  • Kinder 2 bis 11: rund 8 €
  • Unter 2 Jahren frei

Der Eintritt kostet für internationale Gäste rund 16 € pro Person und Tag. Kinder von 2 bis 11 Jahren zahlen rund 8 €, jüngere nichts. Wer in Südafrika lebt, zahlt rund 4 €, Gäste aus dem südlichen Afrika rund 7 €.

Auf Übernachtungen und gebuchte Aktivitäten kommt ein Gemeindebeitrag von einem Prozent dazu. Das Geld geht in einen Fonds für die Gemeinden rund um den Park.

Die geführten Pirschfahrten bei Tag und bei Nacht, die Fahrt zu den Felsgravuren und der Bush Braai sind eigene Aktivitäten und kommen zum Eintritt dazu. Gebucht wird an der Rezeption der Mosu Lodge.

Ein Restaurant gibt es im Park nicht, alle Unterkünfte sind Selbstversorger. Plane deshalb Lebensmittel und Getränke für die ganze Zeit ins Budget ein und kauf sie vorher ein, der Laden an der Mosu Lodge führt nur das Nötigste. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Mosu Lodge

15 klimatisierte Selbstversorger-Einheiten mit eigenem Bad, Grillplatz und Pool, dazu der Laden mit dem Nötigsten und die geführten Pirschfahrten. Direkt neben dem Chalet parken geht dort nicht, es gibt einen zentralen Parkplatz.

Lilydale Rest Camp

12 klimatisierte Selbstversorger-Einheiten über dem Riet River, mit Pool. Von Kimberley aus das nähere der beiden Tore.

Dinokeng Tree Top Cottage

Baumhaus zwischen Kameldornbäumen mit Terrasse über einem Wasserloch. Klein, aber das Wasserloch hast du für dich.

Haak-en-Steek

rustikales Häuschen für vier Personen mit Blick auf ein Wasserloch, Gaskocher, Solarstrom und Lapa am Grill. Der Platz wird nur an eine Gruppe vergeben.

Motswedi Camp Site

Campingplatz mit sechs Stellplätzen, jeder mit eigener Küche.

Alle Unterkünfte sind Selbstversorger, ein Restaurant gibt es im Park nicht.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Selbst fahren

Der Park ist auf Selbstfahrer ausgelegt: durch die Felshügel in der Mitte, hinaus auf die offenen Grasebenen im Süden und auf die Sandebenen im Norden und Westen. Mit einem höhergelegten Fahrzeug kommst du überall hin.

Geführte Pirschfahrten, auch nachts

Die Nachtfahrt ist hier der Hauptgewinn: Erdferkel, Löffelhund und Stachelschwein zeigen sich vor allem im Dunkeln.

Stofdam Bird Hide

Die Beobachtungshütte am Stofdam ist bei Vogelkundigen der Grund für die Anreise. Rotbauchwürger und Eisvögel kommen hier vor.

Bush Braai

Geführte Pirschfahrt mit anschließendem Essen draußen. Zwei Wochen vorher buchen, mindestens fünf Personen.

Fliegenfischen

Lilydale liegt am Riet River, gefischt wird nach dem Prinzip fangen und zurücksetzen. Die Stellen De Krans und Kleinbek erreichst du nur mit Geländewagen oder hoher Bodenfreiheit.

Felsgravuren und Geschichte

Der Park hat drei Gravurenstellen: Bushmenkoppie am Riet River mit einem besonders sauber gearbeiteten Elefanten, Kameeldoorns auf einem niedrigen Andesithügel und Imbasa auf der zugekauften Farm. Zu Imbasa kommst du derzeit nicht, die Zufahrt ist lange nicht befahren und inzwischen zugewachsen. Dazu kommen zwei alte Friedhöfe. Der Friedhof Scholtzfontein ist ungewöhnlich, weil Farmbesitzer und Arbeiter dort gemeinsam bestattet sind. Das Interpretationszentrum von 2013 erklärt den Zusammenhang.

Schwimmen

An der Mosu Lodge und am Lilydale Rest Camp gibt es je einen Pool, nur für Übernachtungsgäste, einschließlich der Gäste von Motswedi, Haak-en-Steek und der Baumhäuser.

Blick aus der Beobachtungshütte auf das Wasserloch am Stofdam

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Mokala ist als Artenschutzpark angelegt: Seltene und bedrohte Arten werden hier vermehrt und in andere Schutzgebiete umgesiedelt. Der Park entstand, nachdem gegen den Vaalbos-Nationalpark ein Landrückgabeanspruch eingereicht und 2002 amtlich anerkannt worden war. SANParks kaufte daraufhin die Farm Wintershoek südwestlich von Kimberley; 863 Tiere wurden aus Vaalbos hierher und in andere Parks gebracht. Am 19. Juni 2007 wurde Mokala ausgerufen.

Der Name kommt aus dem Setswana und meint den Kameldornbaum, der hier vom kleinen Strauch bis zu 16 Meter hohen Exemplaren steht.

Für Besucher gilt: Wildtiere nicht stören, nur die ausgewiesenen Pisten nutzen, und beim Fischen am Riet River zurücksetzen, was du fängst.

Breitmaulnashorn mit Jungtier unter einem Kameldornbaum

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Straßen im Park

Mit einem höhergelegten Fahrzeug kommst du überall hin, die Pisten sind gut gepflegt. Zwei Abschnitte sind ausgenommen, einer beim Picknickplatz Kameeldoring und einer nahe Lilydale. Die Angelstellen De Krans und Kleinbek erreichst du nur mit Geländewagen oder hoher Bodenfreiheit.

Torzeiten

Eingelassen wird das ganze Jahr ab 7:00 Uhr. Wann das Tor schließt, hängt von der Jahreszeit ab, von 17:30 Uhr im Winter bis 19:00 Uhr im Sommer. Plane die Ankunft so, dass du vor Torschluss noch die sechs Kilometer bis zur Rezeption schaffst.

Warme Sachen für den Winter

Zwischen Ende April und Ende September kann es nachts Frost geben, bis minus 6,6 Grad.

Malariafrei

Das Nordkap gehört nicht zu den Malariagebieten Südafrikas. Prophylaxe brauchst du hier nicht.

Parken an der Mosu Lodge

Wegen der Anlage des Camps kannst du dort nicht direkt neben deinem Chalet parken, es gibt einen zentralen Parkplatz.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Gibt es im Mokala-Nationalpark die Big Five?

Nein, drei davon. Spitzmaulnashorn, Breitmaulnashorn und Kaffernbüffel leben hier, Löwe, Leopard und Elefant nicht. Mokala setzt auf seltene Antilopen und auf die Shy Five: Erdferkel, Erdwolf, Stachelschwein, Löffelhund und Schwarzfusskatze leben alle im Park.

Welche seltenen Antilopen sieht man in Mokala?

Pferdeantilope, Rappenantilope, Tsessebe und Bergriedbock. Dazu Elenantilope, Oryx, Kudu, Rote Kuhantilope, Springbock, Steinböckchen, Impala sowie Weissschwanz- und Streifengnu. Insgesamt leben im Park 44 Säugetierarten.

Was kostet der Eintritt in den Mokala-Nationalpark?

Für internationale Gäste rund 16 € pro Person und Tag, für Kinder von 2 bis 11 Jahren rund 8 €. Kinder unter zwei Jahren zahlen nichts. Auf Übernachtungen und gebuchte Aktivitäten kommt ein Gemeindebeitrag von einem Prozent dazu.

Gibt es im Park ein Restaurant?

Nein. Das Restaurant an der Mosu Lodge hat am 18. August 2019 geschlossen. Alle Unterkünfte sind Selbstversorger, der Laden an der Mosu Lodge führt nur das Nötigste, und es gibt weder Tankstelle noch Geldautomat noch Lebensmittelgeschäft. Bring mit, was du brauchst, und tanke in Modderrivier.

Ist Mokala malariafrei?

Ja. Der Park liegt im Nordkap, und diese Provinz gehört nicht zu den Malariagebieten Südafrikas. Das ist einer der Gründe, warum Familien mit kleinen Kindern hierherkommen.

Kann man selbst durch den Park fahren?

Ja, der Park ist auf Selbstfahrer ausgelegt. Mit einem höhergelegten Fahrzeug kommst du überall hin, die Pisten sind gut gepflegt. Die Angelstellen De Krans und Kleinbek erreichst du nur mit Geländewagen oder hoher Bodenfreiheit. Geführte Pirschfahrten, auch nachts, gibt es zusätzlich.

Welches Tor nimmt man am besten?

Von Kimberley aus Lilydale: 59 Kilometer und rund 40 Minuten, mit 16 Kilometern Schotter. Zum Haupttor bei Mosu sind es 74 Kilometer, rund 70 Minuten und 21 Kilometer Schotter. Von Hopetown aus ist Mosu das nähere Tor mit 92 Kilometern. In beiden Fällen musst du dir an der Rezeption sechs Kilometer hinter dem Tor eine Torgenehmigungsnummer holen.

Wann ist das Tor geöffnet?

Eingelassen wird das ganze Jahr ab 7:00 Uhr. Geschlossen wird vom 16. Oktober bis 15. März um 19:00 Uhr, vom 16. März bis 30. April um 18:00 Uhr, vom 1. Mai bis 31. Juli um 17:30 Uhr und vom 1. August bis 15. Oktober um 18:00 Uhr.

Wie lange sollte man bleiben?

Plane zwei Nächte. Als Zwischenstopp auf der N12 zwischen Kimberley und Kapstadt funktioniert auch eine Nacht, dann fehlt aber die geführte Nachtfahrt, und die ist hier der eigentliche Grund zu bleiben.

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