Tierbeobachtungsort · Highlight

Zebra- und Gnumigration

auch: Zebramigration Botswana · Makgadikgadi zebra migration · Okavango-Makgadikgadi zebra migration · Zebra- und Gnuwanderung

Ein Gewitter zieht über das Delta, und Tausende Zebras machen sich auf den Weg zur Salzpfanne.

Zwischen dem Okavango-Delta und den Makgadikgadi-Grasebenen zieht eine der beiden großen Zebrawanderungen Botswanas, rund 15.000 Tiere auf gut 500 Kilometern hin und zurück. Sie läuft in der Regenzeit. Von Juni bis September sammeln sich die Herden stattdessen am Boteti.

Besuchsdauer
2 bis 3 Tage im Park
Trubel
2 von 5
Beste Reisezeit
Mär–Apr, Jun–Sep
Nächstes Tor
Khumaga-Tor, 30 km Luftlinie

Wo genau?

Alle 5 Bilder
Herde von Zebras im Makgadikgadi Pans Nationalpark.
Eine Reihe Gnus läuft über hellen Salzboden, im Hintergrund grasen Zebras vor PalmenFoto: Eric Kilby, CC BY-SA 4.0
Satellitenbild in Falschfarben: grünes Land um die mit Wasser gefüllten Ntwetwe- und Sowa-PfannenFoto: MODIS Land Rapid Response Team, NASA GSFC, gemeinfrei

Im November ziehen die ersten schweren Gewitter über Botswana. Am Südostrand des Okavango-Deltas heben die Zebras die Köpfe, und dann geht es los: Die Zebrawanderung der Makgadikgadi führt rund 250 bis 300 Kilometer nach Südosten, auf die Grasebenen vor der Ntwetwe-Pfanne. Etwa zwei Wochen sind die Herden unterwegs. Dort wächst nach dem Regen Gras, das mehr Eiweiß und Mineralien trägt als im Delta.

Bis in den April bleiben sie. Du stehst am Rand der Pfanne, vor dir weißer Salzboden, dahinter Gras bis zum Horizont, und überall Streifen. Und wo Herden sind, sind auch Löwen und Hyänen nicht weit. Meist im April, wenn die Wasserlöcher auf den Ebenen austrocknen, ziehen die Herden zurück. Besenderte Stuten liefen 2007 und 2008 im Schnitt 588 Kilometer, hin und zurück.

Dass es diese Wanderung überhaupt wieder gibt, ist die eigentliche Geschichte. Von 1968 bis 2004 stand ein Veterinärzaun quer über dem Weg. Kaum war er weg, gingen die Zebras die alte Route wieder, keine vier Jahre später, obwohl kein lebendes Tier sie je gelaufen war. Die Gnus dagegen sind nicht zurückgekommen. Ihre große Wanderung ist in den Dürrejahren der Achtzigerjahre an den Zäunen zugrunde gegangen, heute siehst du sie in kleinen Gruppen.

Für deine Planung heißt das: Die Wanderung selbst erlebst du in der Regenzeit, wenn die Pisten schwer sind. März und April sind der beste Kompromiss. Kommst du von Juni bis September, siehst du etwas anderes, aber ebenso Eindrucksvolles: Dann stehen Tausende Zebras am Boteti im Westen des Parks, weil es dort als einziges noch Wasser gibt.

Warum hin

Darum lohnt sich die Zebrawanderung der Makgadikgadi

  1. Rund 15.000 Zebras auf gut 500 Kilometern hin und zurück; die besenderten Tiere kamen 2007 und 2008 im Schnitt auf 588 Kilometer, eine der längsten gemessenen Zebrawanderungen Afrikas.
  2. Die Route war von 1968 bis 2004 durch einen Veterinärzaun unterbrochen. Nach dem Abbau nahmen die Zebras sie innerhalb weniger Jahre wieder auf, ohne dass ein lebendes Tier sie kannte.
  3. Anders als in den meisten Safarigebieten ist die Regenzeit die Zeit des Schauspiels. Wer im Januar oder Februar kommt, hat es fast für sich.
  4. Von Juni bis September stehen Tausende Tiere am Boteti auf engem Raum, weil es im ganzen Park sonst kein Wasser gibt.
  5. Diese Tiere sind nicht dieselben wie die Zebras am Nxai Pan. Dort grast eine eigene Herde, die vom Chobe kommt.

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für die Zebrawanderung der Makgadikgadi

  • Entscheide vorher, ob du den Zug sehen willst oder die Herden am Fluss Die Wanderung und die Ansammlung am Boteti sind zwei verschiedene Erlebnisse, zu zwei verschiedenen Zeiten, an zwei verschiedenen Enden des Parks. Die Herden auf den Grasebenen findest du von Dezember bis April im Osten, die Zebras am Fluss von Juni bis September im Westen. Wer im August wegen der Wanderung anreist, fährt an der falschen Sache vorbei.
  • In der Regenzeit brauchst du mehr als nur Allrad Genau dann, wenn die Herden auf den Ebenen stehen, sind die Pisten am schwersten und die Pfannen kaum befahrbar. Darum sehen die meisten Reisenden diese Wanderung nie. Fahr im Januar oder Februar nicht allein, plan Pufferzeit ein und frag am Tor, wie die Strecke gerade aussieht.
  • Am Boteti fährst du im Flussbett, nicht daneben In der Trockenzeit stehen die Tiere an den letzten Wasserstellen im Flussbett und an den Ufern nördlich des Campingplatzes Khumaga. Das Auf und Ab über die Uferkanten ist der kniffligste Teil, aber die Fahrt im Flussbett lohnt sich über mehrere Kilometer. Lass dir am Platz sagen, wo gerade Wasser steht.
  • Erwarte Zebras, keine Gnuherden Der Name führt in die Irre. Die große Gnuwanderung dieser Gegend ist in den Achtzigerjahren an Veterinärzäunen zugrunde gegangen, der Bestand brach um mehr als neunzig Prozent ein. Zebras kommen in großer Zahl, Gnus in kleinen Gruppen. Wer das weiß, freut sich über jede Gnugruppe am Pfannenrand.
liefen besenderte Zebras 2007/08 im Schnitt, hin und zurück
588 km
brauchen die Herden für eine Strecke
rund 2 Wochen
stand ein Veterinärzaun quer über der Route, 1968 bis 2004
36 Jahre
nach dem Abbau des Zauns zogen die Zebras wieder
binnen 4 Jahren

Wo genau

Lage und Anreise zur Zebrawanderung der Makgadikgadi6

Die Zebrawanderung der Makgadikgadi führt vom Südostrand des Okavango-Deltas in den Makgadikgadi-Pans-Nationalpark in Botswana: In der Regenzeit stehen die Herden auf den Grasebenen im Osten des Parks vor der Ntwetwe-Pfanne, in der Trockenzeit sammeln sich Zebras am Boteti im Westen. Das Phuduhudu-Tor liegt rund 130 Kilometer östlich von Maun an der A3.

So kommst du hin

  • Phuduhudu-TorTor · rund 130 km ab Maun, etwa 175 km ab Nata
    38 km
  • Khumaga-TorTor · Westtor am Boteti, hinein nur mit der Pontonfähre
    30 km
  • MaunAirstrip · nächster internationaler Flughafen, rund 130 km bis zum Phuduhudu-Tor
  • GwetaOrt · Dorf an der A3 mit Tankstelle und Laden, Ausgangspunkt von Osten
    54 km

Kilometer in Luftlinie, die Fahrt ist länger.

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Wann hin

Beste Reisezeit für die Zebrawanderung der Makgadikgadi

Die Zebrawanderung der Makgadikgadi hat zwei gute Zeiten an zwei Enden des Parks. Von Dezember bis April stehen die Herden auf den Grasebenen im Osten; im Januar und Februar fällt aber der meiste Regen, und die Pisten werden schwer. März und April verbinden beides, Herden auf den Ebenen und Pisten, die abtrocknen. Von Juni bis September sammeln sich Tausende Zebras am Boteti im Westen, weil es nur dort noch Wasser gibt. Im Oktober ist es sehr heiß, im November brechen die Herden im Delta auf.

Oktober möglich

Im Oktober kannst du die Zebrawanderung der Makgadikgadi gut besuchen, die besten Monate sind es aber nicht. Im Oktober ist bei der Zebrawanderung der Makgadikgadi eher wenig los, gute Chancen also, dass du fast allein bist.

05:50Sonnenaufgang
18:23Sonnenuntergang
12,6 hTageslicht

Monatsmitte, Ortszeit (UTC+2).

Dein Tag bei der Zebrawanderung der Makgadikgadi

Hell und dunkel im gewählten Monat, dazu ein Vorschlag für deinen Ablauf.

  • 05:30–06:00Von Oktober bis März öffnen die Tore um 5.30 Uhr, von April bis September um 6 Uhr.
  • 06:00–10:00Die beste Zeit für die erste Pirschfahrt. Es ist noch kühl, und die Herden grasen.
  • 11:00–15:00Mittags ist es heiß, und die meisten Tiere suchen Schatten. Nutz die Stunden für eine Pause im Camp.
  • 15:30–18:00Das Licht wird weich, über der Pfanne färbt sich der Himmel. Zweite Pirschfahrt des Tages.
  • 18:30–19:00Von April bis September schließen die Tore um 18.30 Uhr, von Oktober bis März um 19 Uhr.
  • 05:50Sonnenaufgang im Oktober
  • 18:23Sonnenuntergang

Wo die Zebras stehen

Die Wanderung Monat für Monat34

Schieb den Regler durchs Jahr und sieh, wo die Zebras gerade stehen: im Delta, unterwegs, auf den Grasebenen oder am Boteti. Die Monate sind ein Mittel aus mehreren Jahren. Kommt der erste große Regen früher oder später, verschiebt sich alles mit.

  • Zebras auf den Grasebenen: Die Herden grasen vor der Ntwetwe-Pfanne. Jetzt fällt der meiste Regen, und viele Pisten sind kaum zu befahren.
  • Mitten in der Regenzeit: Das Gras steht gut, die Herden bleiben auf den Ebenen. Wer hier ist, hat das Schauspiel fast für sich.
  • Die beste Zeit für die Wanderung: Die Herden stehen noch auf den Grasebenen, und die Pisten trocknen langsam ab.
  • Die Wasserlöcher trocknen aus: Auf den Ebenen geht das Wasser zu Ende. Die Herden machen sich auf den Rückweg nach Nordwesten.
  • Zurück im Delta: Die meisten Wanderzebras sind wieder am Südostrand des Okavango-Deltas. Im Park wird das Land trocken.
  • Der Fluss wird zum Treffpunkt: Die Wasserstellen im Park versiegen. Zebras, Gnus und Elefanten kommen an den Boteti.
  • Tausende Zebras am Boteti: Im Flussbett nördlich von Khumaga stehen die Tiere dicht an den letzten Wasserstellen.
  • Je trockener, desto dichter: Das Land ist ausgedörrt, am Fluss drängen sich die Herden. Die Pfanne leuchtet weiß.
  • Die letzten Wochen am Fluss: Noch stehen die Herden am Boteti. Es wird von Woche zu Woche heißer.
  • Warten auf den Regen: Die Wanderzebras stehen im Delta. Alles wartet auf das erste große Gewitter.
  • Aufbruch nach Südosten: Mit den ersten schweren Regen ziehen die Herden los. Rund zwei Wochen brauchen sie bis zu den Grasebenen.
  • Ankunft auf den Grasebenen: Die Herden sind angekommen. Auf den Ebenen wächst frisches Gras, reich an Eiweiß und Mineralien.

Zäune, Dürre, Rückkehr

Wie die Zebras ihren Weg wiederfanden234

Diese Wanderung war fast vier Jahrzehnte lang unterbrochen. Hier siehst du, wie Zäune die Gnus fast auslöschten und wie die Zebras ihre Route zurückholten.

  1. 1968

    Ein Zaun schneidet den Weg ab

    Ein Veterinärzaun soll Rinder vor Krankheiten der Wildtiere schützen. Er läuft quer über die Route zwischen Delta und Makgadikgadi, die Wanderung hört auf.

  2. 1970

    Das Wildreservat entsteht

    Die Grasebenen am Boteti werden unter Schutz gestellt. 1992 wird daraus der Nationalpark.

  3. 1979 bis 1985

    Die Dürre und die Gnus

    In den Dürrejahren suchen die Gnus Wasser und laufen an die Zäune. Hunderttausende verenden, der Bestand in Botswana bricht um mehr als neunzig Prozent ein.

  4. 2004

    Der Zaun fällt

    Nach 36 Jahren wird der Zaun abgebaut. Kein Zebra, das damals lebt, ist die alte Route je gelaufen.

  5. Nov. 2007

    Sechs Stuten ziehen los

    Sechs von elf besenderten Zebrastuten am Südostrand des Deltas wandern zu den Grasebenen der Makgadikgadi. Im Mai 2008 sind sie zurück, nach im Schnitt 588 Kilometern.

  6. 2008/09

    Alle ziehen mit

    Im November brechen alle fünf besenderten Zebras auf, im April kehren sie zurück. Die Route ist wieder da.

  7. 2013

    Die Wanderung aus dem All

    Forscher vergleichen die Wege der Zebras mit Regen- und Vegetationsdaten von Satelliten. Der Regen gibt das Startsignal.

Wer dir begegnet

Tiere der Zebrawanderung21011

Die Zebras sind die Hauptdarsteller, aber sie ziehen nicht allein. Hier siehst du, wen du auf den Grasebenen und am Boteti triffst und wie du dich verhältst.

Zebras trinken am Boteti bei Meno a Kwena, August 2015Foto: Stuart Orford (sjorford), CC BY-SA 2.0

Steppenzebra

Das Zebra der Savanne, mit breiten Streifen und oft hellen Schattenstreifen dazwischen. Steppenzebras leben in Familiengruppen aus einem Hengst und mehreren Stuten.

Sichtungschance
Grasebenen, Dezember bis AprilOft
Boteti, Juni bis SeptemberOft
Grasebenen in der TrockenzeitSelten
Wo du sie findest

in der Regenzeit auf den Grasebenen vor der Ntwetwe-Pfanne, in der Trockenzeit im Flussbett des Boteti nördlich von Khumaga

So verhältst du dich

Zebras sind schreckhaft. Halt an, stell den Motor ab und warte, dann laufen sie oft dicht am Auto vorbei. Fahr nie mitten in eine ziehende Herde.

Gnus im Abendlicht im Okavango-Delta, Juli 2018Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0

Streifengnu

Eine große Antilope mit Bart, Mähne und gebogenen Hörnern, die ein wenig an ein Rind erinnert. Früher zogen hier Hunderttausende, heute sind es kleine Gruppen.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

in kleinen Gruppen auf den Grasebenen, am Rand der Pfanne und in der Trockenzeit am Boteti

So verhältst du dich

Bleib auf der Piste und lass die Tiere ziehen. Gnus laufen oft im Gänsemarsch, eine Gruppe zu trennen, stresst sie.

Löwin auf einer Piste im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark, August 2011Foto: Lip Kee, CC BY-SA 2.0

Löwe

Die einzige Katze, die in Rudeln lebt. In der Makgadikgadi folgen Löwen und Hyänen den Herden.

Sichtungschance
Gute Chance
Wo du sie findest

dort, wo die Herden stehen: in der Regenzeit auf den Grasebenen, in der Trockenzeit am Boteti

So verhältst du dich

Im Auto bleiben, Arme und Kopf drinnen, leise sein. Kommen Löwen näher, bleib ruhig stehen und fahr nicht hektisch davon.

Ehrlich gesagt

Passt die Zebrawanderung der Makgadikgadi zu dir?

Ja, wenn …

  • Du willst Zebras in großen Herden sehen, ohne viele andere Autos um dich herum.
  • Du hast Abenteuerlust und fährst in der Regenzeit auch schwere Pisten.
  • Du interessierst dich für die Geschichte hinter dem Bild, die Zäune und die Rückkehr.
  • Du kommst in der Trockenzeit und willst wissen, warum am Boteti so viele Tiere stehen.

Eher nicht, wenn …

  • Du erwartest Gnuherden wie in der Serengeti. Gnus gibt es hier nur noch in kleinen Gruppen.
  • Du suchst eine Reise ohne eigenes Allradfahrzeug oder ohne geführte Tour.
  • Du willst den Zug der Herden sehen, kannst aber nur im Juli oder August reisen.

Inspiration

Die Zebrawanderung der Makgadikgadi in Bildern

Zebras zwischen Palmen und weißem Salzboden, Gnus auf der Pfanne und die Grasebenen nach dem Regen: ein erster Blick, bevor du selbst am Rand der Pfanne stehst.

Gut zu wissen

Hilfreiche Infos zur Zebrawanderung der Makgadikgadi

Ein paar Dinge machen deinen Besuch leichter, vom richtigen Fahrzeug bis zur Fähre über den Boteti.

Fahrzeug

Ohne Allrad kommst du hier nicht durch, streckenweise liegt tiefer Sand. In der Regenzeit fährst du am besten nicht allein und fragst am Tor, wie die Pisten gerade sind.

Tanken

Im Park gibt es keine Tankstelle und keinen Laden. Tanken und einkaufen kannst du in Maun, Gweta, Nata oder Rakops. Trinkwasser bringst du für den ganzen Aufenthalt selbst mit.

Fähre

Zum Boteti von Westen geht es über das Khumaga-Tor und mit der Pontonfähre, ein Fahrzeug je Überfahrt. Am Ufer steht ein Schild mit der Nummer des Fährmanns. Fährt sie nicht, bleibt der Umweg von rund 80 km auf Teer zum Phuduhudu-Tor.

Übernachten

Im Park gibt es zwei Campingplätze: Khumaga am Boteti und Tree Island in den Grasebenen. Gebucht wird über die Wildtierbehörde.

Du fragst

Fragen und Antworten zur Zebrawanderung der Makgadikgadi

Wann ziehen die Zebras in der Makgadikgadi?

Mit dem ersten großen Regen, meist im November oder Dezember. Dann verlassen sie den Südostrand des Okavango-Deltas und sind rund zwei Wochen zu den Grasebenen vor der Ntwetwe-Pfanne unterwegs. Dort bleiben sie etwa drei Monate. Meist im April, wenn die Wasserlöcher austrocknen, ziehen sie zurück.

Sind das dieselben Zebras wie am Nxai Pan?

Nein. Botswana hat zwei getrennte Zebrawanderungen. Diese hier läuft zwischen dem Okavango-Delta und der Makgadikgadi. Die andere führt von den Überschwemmungsflächen des Chobe zum Nxai Pan.

Gibt es die Gnuwanderung noch?

Nicht in ihrer alten Größe. Vor den Veterinärzäunen zogen geschätzt eine halbe Million Gnus durch diese Gegend. In den Dürrejahren 1979 bis 1985 verendeten Hunderttausende an den Zäunen, der Bestand in Botswana brach um mehr als neunzig Prozent ein. Gnus siehst du hier weiter, aber in kleinen Gruppen.

Wann sehe ich die meisten Tiere auf einmal?

Von Juni bis September am Boteti im Westen des Parks. Der Fluss ist dann das einzige Wasser weit und breit. Dort stehen Tausende Zebras, dazu Gnus, Impalas, Kudus, Giraffen und Elefanten, vor allem Bullen. Je trockener das Jahr, desto dichter stehen sie.

Was ist die beste Reisezeit für die Zebrawanderung in Botswana?

Für den Zug selbst März und April: Die Herden stehen noch auf den Grasebenen im Osten des Parks, und die Pisten trocknen ab. Im Januar und Februar sind die Tiere auch da, aber dann fällt der meiste Regen. Von Juni bis September siehst du statt der Wanderung die großen Herden am Boteti.

Wo kann ich die Zebrawanderung in Botswana sehen?

Im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark. In der Regenzeit auf den Grasebenen im Osten, erreichbar über das Phuduhudu-Tor an der A3, rund 130 Kilometer östlich von Maun. In der Trockenzeit am Boteti im Westen, über das Khumaga-Tor und die Fähre.