Okavango-Delta

Ein lebendiges Wasserlabyrinth mitten in der Kalahari

Botswana Schutzgebiet

Im Okavango-Delta versickert der Okavango mitten in der Kalahari, statt ins Meer zu münden. Es ist Afrikas größtes abflussloses Binnendelta, seit 2014 UNESCO-Weltnaturerbe und eine der tierreichsten Landschaften des südlichen Afrikas: ein Labyrinth aus Kanälen, Lagunen und Inseln, das jedes Jahr mitten in der Trockenzeit von einer Flutwelle aus Angola gefüllt wird.

Das Okavango-Delta ist Afrikas größtes abflussloses Binnendelta. Der Okavango erreicht kein Meer, sondern versickert im Sand des Kalahari-Beckens. Das größte Binnendelta der Welt, wie oft zu lesen ist, ist es nicht: Der Sudd im Südsudan und das Binnendelta des Niger in Mali sind größer. Dafür ist es der drittgrößte Schwemmfächer Afrikas. Am 22. Juni 2014 wurde es als tausendste Stätte in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Wie groß das Delta ist, hängt davon ab, was man misst. Dauerhaft nass sind rund 6.000 Quadratkilometer, dazu kommen bis zu 12.000 Quadratkilometer Grasland, das jedes Jahr überschwemmt wird. Das Welterbegebiet umfasst 20.236 Quadratkilometer plus eine Pufferzone von 22.866, das Ramsar-Feuchtgebiet mit dem Einzugsgebiet in Botswana rund 55.000. Die oft genannten 15.000 Quadratkilometer meinen das Delta im Ganzen.

Die jährliche Flut kommt aus dem Regen im Hochland von Angola. Sie erreicht den nördlichen Zipfel des Deltas Ende April, wandert nach Süden und kommt bei vielen Camps im Juni oder Anfang Juli an, mitten in der trockenen, kühlen Jahreszeit Botswanas. Genau diese Verschiebung macht das Delta aus: Wasser gibt es dann, wenn ringsum alles trocken ist.

Die Landschaft wechselt zwischen tiefen Kanälen, ruhigen Lagunen, weitläufigen Grasflächen und dichten Papyrus- und Schilfbeständen. Dazwischen liegen Inseln, die bei Hochwasser zu Rückzugsorten für Elefanten, Büffel und Raubkatzen werden. Du bewegst dich hier anders als auf einer klassischen Safari: Vieles erschließt sich vom Wasser aus, im Mokoro oder im Boot, und die meisten Camps erreichst du nur mit dem Kleinflugzeug.

Warum hin

Darum ist Okavango-Delta ein Sehnsuchtsort

  1. Afrikas größtes abflussloses Binnendelta: Der Okavango mündet nicht ins Meer, sondern versickert in der Kalahari
  2. Seit dem 22. Juni 2014 UNESCO-Weltnaturerbe, aufgenommen als tausendste Stätte der Welterbeliste
  3. Die Flutwelle aus dem angolanischen Hochland kommt mitten in der Trockenzeit an und verwandelt die dürre Landschaft in ein Feuchtgebiet
  4. Mokoro-Fahrten im traditionellen Einbaum: Tierbeobachtung auf Augenhöhe vom Wasser aus, wo der Wasserstand es zulässt
  5. Botswana lässt im inneren Delta nur kleine Zeltcamps mit Anreise per Flugzeug zu, entsprechend leer ist es

Aus Reiseberichten und Foren

Unsere Geheimtipps für das Okavango-Delta

  • Zwanzig Kilo im weichen Sack, sonst bleibt dein Koffer in Maun Die Camps im Delta erreichst du mit kleinen Charterflugzeugen, und die Fluggesellschaften lassen übereinstimmend höchstens 20 Kilogramm je Person zu, Handgepäck und Kameratasche eingerechnet. Harte Koffer und Taschen mit Rollen und Rahmen werden nicht mitgenommen, weil sie nicht in den Frachtraum unter der Maschine passen; verlangt wird eine weiche Reisetasche. Wer mit einem Rollkoffer anreist, lässt ihn in Maun stehen und packt um.
  • Ob du Mokoro fahren kannst, entscheidet der Wasserstand, nicht der Prospekt Das Mokoro wird mit einer Stange gestakt, und das geht nur in flachem Wasser. In Jahren mit wenig Wasser fällt es an manchen Camps aus, und nicht jedes Camp bietet es in jedem Monat an. Frag vor der Buchung, ob das Camp in deinem Reisemonat wirklich Mokoro fährt, statt es vorauszusetzen.
  • Die Flut kommt in der Trockenzeit, das dreht die Reiseplanung um Das Wasser stammt aus dem Regen im angolanischen Hochland und braucht Monate bis hierher. Es erreicht den nördlichen Zipfel des Deltas Ende April und viele Camps erst im Juni oder Anfang Juli, wenn in Botswana längst Trockenzeit ist. Wer viel Wasser sehen will, reist also nicht in der Regenzeit an, sondern zwischen Juni und August.
  • 2026 steht außergewöhnlich viel Wasser im Delta Nach starken Regenfällen in Angola und im Norden Botswanas ist die Flut 2026 früher und weiter gekommen als in vielen Jahren zuvor. Kanäle, die zuletzt trocken lagen, sind wieder befahrbar, und Camps bieten Bootsfahrten an Stellen an, an denen das lange nicht ging. Die Kehrseite: Im März und April standen Pisten und Landebahnen unter Wasser. Das Moremi Game Reserve war vom 5. März 2026 an für den Straßenverkehr gesperrt und ging am 13. April 2026 wieder auf, einzelne Strecken blieben danach zu.
  • Auf eigene Faust kommst du nur ins Moremi und nach Khwai Der größte Teil des Deltas besteht aus Konzessionsgebieten, die nur Gästen der dortigen Camps offenstehen und die du per Flugzeug erreichst. Selbst fahren und selbst campen kannst du im Moremi Game Reserve und im Gemeindegebiet Khwai nördlich davon. Wer das Delta günstig sehen will, plant deshalb über diese beiden Gebiete. Einmal weiter hinein kommst du trotzdem ohne Camp und ohne Flug: Anbieter in Maun fahren Bootstagesausflüge bis an den Südrand von Chief's Island, dreieinhalb bis vier Stunden je Richtung, und die fallen aus, wenn zu wenig Wasser steht.

Wo was liegt

Karte von Okavango-Delta

Karte von Okavango-Delta: Tore, Airstrips, Highlights

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Nicht verpassen

Highlights

  • Chief’s Island

    Tierbeobachtungsort Aura Haut dich um Trubel Kaum jemand da

    Chief's Island ist die größte Insel des Okavango-Deltas, rund 70 Kilometer lang und 15 Kilometer breit. Eine Verwerfung hat das Land hier angehoben, deshalb bleibt es trocken, wenn ringsum die Flut steht. Genau darum sammelt sich hier ein großer Teil der Tiere des Deltas, und genau darum sieht man hier so verlässlich Löwen, Leoparden und Wildhunde.

  • Gcodikwe Lagoon

    See Trubel Kaum jemand da

    Die Gcodikwe-Lagune ist ein kreisrunder Altarm des Maunachira im Osten des Okavango-Deltas, erreichbar nur mit dem Boot. Auf ihren Inseln brüten in der zweiten Jahreshälfte tausende Paare: Reiher, Silberreiher, Störche, Ibisse und Kormorane. Auf Karten und in Camp-Programmen steht sie auch als Godikwe, Gadikwe oder Gcudikwa.

  • Tsodilo Hills

    Kulturstätte Trubel Kaum jemand da

    Vier Quarzithügel steigen im Nordwesten Botswanas aus dem flachen Kalahari-Sand auf, rund 40 Kilometer abseits der Straße nach Shakawe. Auf nur 10 Quadratkilometern liegen über 4.500 Felsmalereien an etwa 500 Fundstellen, deshalb heißt der Ort auch Louvre der Wüste. Für die San und die Hambukushu ist Tsodilo ein Ort der Ahnen und bis heute ein Ort der Verehrung. Seit 2001 gehört er zum Welterbe der UNESCO, besichtigt wird nur mit einem Führer.

  • Xugana Island

    Tierbeobachtungsort Aura Gänsehaut garantiert Trubel Kaum jemand da

    Xugana Island liegt an einer der großen Dauerwasser-Lagunen im Norden des Okavango-Deltas. Hier trocknet nichts aus, deshalb läuft alles über das Wasser: Motorboot, Mokoro und Fußpirsch auf den Nachbarinseln. Pirschfahrten mit dem Geländewagen gibt es auf der Insel nicht.

Welterbegebiet, UNESCO-Weltnaturerbe seit 2014
20.236 km²
dauerhaft nass (rund), bis 12.000 km² Flutgrasland
6.000 km²
Vogelarten, 24 davon weltweit bedroht
482
Elefanten in Botswana, das Delta ist ihr Kerngebiet
rund 130.000

Die Landschaft

Landschaftsmerkmale

Afrikas größtes abflussloses Binnendelta

Blick von oben auf den Fluss im Okavango Delta.

Die jährliche Flut, gespeist von den Regenfällen im Hochland von Angola, erreicht den nördlichen Zipfel des Deltas Ende April und viele Camps erst im Juni oder Anfang Juli. Sie verwandelt die trockene Landschaft in ein weitläufiges Feuchtgebiet und bestimmt den Rhythmus von Tierwelt und Vegetation.

Kanäle, Lagunen und Inseln

Tiefe Kanäle, ruhige Lagunen, weitläufige Grasflächen und dichte Papyrus- und Schilfwälder wechseln sich ab. Die Inseln im Delta werden bei Hochwasser zu Rückzugsorten für Elefanten, Büffel und Raubkatzen.

Reisen dorthin

Erlebnisse an diesem Sehnsuchtsort

Die Reihenfolge berücksichtigt bezahlte Platzierungen. Alle gelisteten Erlebnisse durchlaufen dieselbe redaktionelle Prüfung.

Botswana

Bayei Kajak-Safari im Okavango-Delta

Im Kajak stehen die Elefanten über dir.

Eher nicht, wenn: Wer nicht schwimmen kann

12 TageGruppeSchwierigkeit: Anspruchsvoll
ab 6.200 €pro Person im geteilten Doppelzimmer, ohne Flug nach Maun
Zum Erlebnis: Bayei Kajak-Safari im Okavango-Delta

Wann hin

Beste Reisezeit

Jahresrad Okavango-Delta: Reisezeit je Monat, Trocken- und Regenzeiten, volle Monate und Naturereignisse
Reisezeit je Monat: Empfehlung, Jahreszeit, Andrang und Naturereignisse
JFMAMJJASOND
Reisezeit
JahreszeitRegenzeitTrockenzeitRegenzeit
Andrangviel losviel losviel losviel los
Flut im DeltaHöhepunktHöhepunktHöhepunkt
BrutkolonienBrutkolonienBrutkolonienHöhepunktHöhepunktBrutkolonien
  • empfohlen
  • möglich
  • eher nicht
  • Trockenzeit
  • Regenzeit
  • viel los
  • Flut im Delta (innen, kräftig = Höhepunkt)
  • Brutkolonien

Mai empfohlen

Trockenzeit · eher ruhig

Diese Monate sind die besten für Wildtierbeobachtungen, weil die Vegetation zurückgeht und die Sicht besser wird. Juni bis August ist die Höhe der Flut, und Juli bis Oktober sind zugleich die vollsten Monate im ganzen Land.

Die beste Reisezeit für das Okavango-Delta hängt davon ab, was du sehen willst. Die Trockenzeit von Mai bis Oktober ist die Zeit für Tierbeobachtungen: Die Vegetation ist weniger dicht, die Sicht besser, und die Tiere sammeln sich am Wasser. Juni bis August sind die besten Monate, weil dann die Flutwelle im Delta angekommen ist und Mokoro und Boot am weitesten kommen. In der Regenzeit von November bis April ist die Landschaft grün und voller Zugvögel, die Tiere verteilen sich aber weit, das Malariarisiko steigt, und in nassen Jahren werden Pisten und Landebahnen unbrauchbar. Für die Brutkolonien der Wasservögel an den Lagunen des Maunachira gilt ein eigener Kalender: Besetzt sind sie etwa von August bis Dezember, am dichtesten im Oktober und November, wenn das Wasser fällt. Wer deswegen kommt, reist also später als die Monatsampel nahelegt.

Trockenzeit (Mai bis Oktober)

Diese Monate sind die besten für Wildtierbeobachtungen, weil die Vegetation zurückgeht und die Sicht besser wird. Juni bis August ist die Höhe der Flut, und Juli bis Oktober sind zugleich die vollsten Monate im ganzen Land.

Regenzeit (November bis April)

Die Regenzeit bringt neues Leben ins Delta: eine Explosion der Vegetation und zahlreiche Zugvögel. Die Tierbeobachtung wird durch die dichte Vegetation schwieriger, dafür ist die Landschaft grün und es sind weniger Gäste da. In nassen Jahren kann der Straßenverkehr zum Erliegen kommen: 2026 war das Moremi Game Reserve deshalb vom 5. März bis zum 13. April gesperrt.

Wer dir begegnet

Sehenswerte Tiere

Das Delta bringt dich ungewöhnlich nah an eine große Zahl von Wildtieren. Elefantenherden ziehen durch die Wasserwege, Löwen durchstreifen die Inseln, Leoparden halten sich in den dichteren Gebieten auf, und auf den offenen Ebenen jagen Geparde und Afrikanische Wildhunde. Flusspferde und Krokodile bevölkern Kanäle und Lagunen. Botswana hat mit rund 130.000 Tieren die größte Elefantenpopulation der Welt, und das Delta ist ihr Kerngebiet.

Für Vogelbeobachter ist das Delta eines der besten Ziele Afrikas: 482 Vogelarten leben hier, 24 davon weltweit bedroht. Seltene Arten wie die Bindenfischeule und der Afrikanische Scherenschnabel sind hier zu Hause.

Beim Nashorn sind viele Reiseführer veraltet. Nach der Wilderei-Welle ab 2019 hat Botswana die Tiere ab 2020 in mehreren Etappen aus dem Delta ausgeflogen, die letzte bekannte Verlegung im Oktober 2021. Die Bestandszahlen werden bewusst nicht veröffentlicht.

  • Elefant
  • Löwe
  • Leopard
  • Gepard
  • Afrikanischer Wildhund
  • Büffel
  • Roter Litschi
  • Flusspferd
  • Krokodil
  • Bindenfischeule
  • Afrikanischer Scherenschnabel
Elefanten ziehen hintereinander am Waldrand entlang

So kommst du hin

Anreise

Anreisekarte Okavango-Delta: Straßen, Flughäfen und Tore
Anreise nach Okavango-Delta: Straßen, Flughäfen, Tore. Zum Vergrößern antippen.Straßen und Umriss: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Ländergrenzen: Natural Earth. Schematisch, keine Navigationskarte.

Mit dem Auto

  1. MaunStart
  2. 2 bis 3,5 Std. · Pistetiefer Sand, Geländewagen mit Untersetzung
  3. South GateZiel
  1. MaunStart
  2. Pistetiefer Sand, Geländewagen mit Untersetzung
  3. KhwaiGemeindegebiet nördlich des Moremi

Mit dem Flugzeug

Maun → Flugplatz, dann weiter zur Unterkunft

KhwaiNORDOSTEN, GEMEINDEGEBIET KHWAIauf der Parkkarte zeigenXakanaxaOSTEN, MOREMI GAME RESERVEauf der Parkkarte zeigenPom PomMITTE, INNERES DELTAauf der Parkkarte zeigenJaoWESTEN, INNERES DELTAauf der Parkkarte zeigenVumburaNORDEN, INNERES DELTAauf der Parkkarte zeigen
  • Nordosten, Gemeindegebiet KhwaiKhwai
  • Osten, Moremi Game ReserveXakanaxa
  • Mitte, inneres DeltaPom Pom
  • Westen, inneres DeltaJao
  • Norden, inneres DeltaVumbura
  • Für die meisten Camps im inneren Delta ist das Kleinflugzeug ab Maun der einzige Weg hinein
  • Im Charterflug höchstens 20 kg je Person in einer weichen Tasche, Hand- und Kameragepäck eingerechnet
  • Mit dem eigenen Geländewagen kommst du nicht in die Konzessionsgebiete des inneren Deltas
  • Jede Nacht im Moremi vorab buchen, nach Sonnenuntergang wird nicht gefahren
  • Ohne eigenes Fahrzeug: Bootstagesausflug ab Maun bis Chief's Island
  • In nassen Jahren stehen im März und April Pisten und Landebahnen unter Wasser, frag in Maun nach deiner Strecke
Anreise ausführlich

Flugzeug

Kleine Charterflugzeuge fliegen von Maun zu den Landepisten im Delta, darunter Khwai, Xakanaxa, Pom Pom, Jao und Vumbura. Für die meisten Camps ist das der einzige Weg hinein. Es gilt ein Gepäcklimit von 20 Kilogramm je Person in einer weichen Tasche, Handgepäck und Kameratasche eingerechnet; harte Koffer und Taschen mit Rollen werden nicht mitgenommen.

Auto

Ausgangspunkt ist Maun. Mit dem eigenen Geländewagen kommst du ins Moremi Game Reserve und in das Gemeindegebiet Khwai, nicht aber in die Konzessionsgebiete des inneren Deltas. Die Wege dorthin sind tiefer Sand, du brauchst Untersetzung, und jede Nacht im Reservat muss vorab gebucht sein.

Was es kostet

Kosten und Gebühren

Eintrittrund 18 €Moremi, pro Tag
  • Kein eigener Eintritt für das Delta
  • Kosten hängen an Gebiet und Charterflug
  • Konzessions-Camps: Gebühren im Preis
  • Moremi-Tor: Bargeld, keine Karte

Eine Kasse für das ganze Delta gibt es nicht. Was du zahlst, hängt davon ab, wo du übernachtest und wie du hinkommst.

In den Konzessionsgebieten des inneren Deltas stecken die Gebühren im Preis des Camps, meist zusammen mit Unterkunft, Verpflegung und Ausflügen. Dazu kommt der Charterflug ab Maun, denn eine Straße führt zu diesen Camps nicht.

Im Moremi Game Reserve zahlst du selbst: rund 18 € pro Person und Tag, über einen Veranstalter aus Botswana gebucht rund 13 €. Ein ausländisch zugelassenes Fahrzeug unter 3,5 Tonnen kostet rund 5 € am Tag, Campen rund 4 € pro Person und Nacht. Den Stellplatz buchst du vorab beim Betreiber.

Am Moremi-Tor zahlst du bar, nur in Scheinen, am besten in der Landeswährung. Du kannst die Gebühr auch vorab beim Department of Wildlife and National Parks bezahlen und zeigst am Tor den Beleg. Der letzte Geldautomat steht in Maun.

Im Gemeindegebiet Khwai nördlich des Moremi fällt keine Reservatsgebühr an. Eine für April 2026 geplante Erhöhung der staatlichen Parkgebühren ist ohne neuen Termin verschoben. Alle Beträge sind grob in Euro umgerechnet.

Wo du schläfst

Beliebte Unterkünfte

Im inneren Delta

Die Camps in den Konzessionsgebieten sind klein und nur per Kleinflugzeug erreichbar. Der Preis enthält in der Regel Unterkunft, Verpflegung und die Ausflüge. Das Mombo Camp auf Chief’s Island liegt in einer privaten Konzession innerhalb des Moremi Game Reserve und ist für seine Lage zur Wildbeobachtung bekannt.

Im Moremi Game Reserve

Neben Camps wie Camp Moremi an der Xakanaxa-Lagune gibt es vier Campgebiete mit je neun bis zehn Stellplätzen. Sie werden von der Xomae Group, von Kwalate Safaris und von SKL betrieben und sind in der Hauptsaison Monate im Voraus ausgebucht. Der Bereich Third Bridge ist seit dem Hochwasser vom März 2026 gesperrt, frag vor der Buchung nach.

Im Gemeindegebiet Khwai

Nördlich des Moremi liegen einfache öffentliche Plätze des Khwai Development Trust, etwa Magotho. Dort fällt keine Reservatsgebühr an, und es ist meist eher etwas frei als im Reservat.

Was du machen kannst

Aktivitäten

Mokoro-Fahrten

Eine Fahrt im Mokoro, dem traditionellen Einbaum, ist die ruhigste Art, das Delta zu erkunden. Ein Poler staakt das Boot lautlos durch die Kanäle, und du sitzt dabei fast auf Höhe des Wassers. Möglich ist das nur dort, wo das Wasser flach genug ist.

Bootsfahrten

Auf den dauerhaft wasserführenden Kanälen kommst du mit dem Motorboot weiter und siehst Flusspferde, Krokodile und Wasservögel aus der Nähe.

Pirschfahrten

Im Moremi Game Reserve und in den Konzessionsgebieten sind klassische Fahrten im Geländewagen möglich. Wie weit du kommst, entscheidet der Wasserstand.

Rundflüge

Ein Flug über das Delta zeigt die Größe der Wasserlandschaft, die am Boden nicht zu erfassen ist.

Mokoros, die Einbäume des Deltas, am Ufer eines Kanals

Was den Park schützt

Natur- und Tierschutz

Botswana setzt im Delta auf wenige Besucher zu hohen Preisen. Im inneren Delta sind nur kleine, zeitweilige Zeltcamps mit Anreise per Flugzeug erlaubt, und die Anlagen werden auf Umweltauflagen geprüft.

Das Delta hängt an Wasser, das aus Angola und Namibia kommt. Die drei Anrainerstaaten haben dafür in der Kommission OKACOM eine gemeinsame Regelung getroffen; Staudämme oder große Entnahmen flussaufwärts würden das Delta unmittelbar treffen. Innerhalb des Welterbegebiets ist Bergbau einschließlich Probebohrungen nicht erlaubt.

Im Gemeindegebiet Khwai entscheidet die Dorfgemeinschaft über die Nutzung und verdient am Tourismus mit. Wer dort übernachtet, lässt sein Geld vor Ort.

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Wasserstand

Was du im Delta unternehmen kannst, hängt vom Wasser ab. Mokoro-Fahrten brauchen flaches Wasser und werden an tiefen Kanälen nicht überall angeboten. In nassen Jahren stehen im März und April Pisten und Landebahnen unter Wasser, dann sind einzelne Strecken im Moremi gesperrt. Frag vor der Anreise in Maun nach dem Zustand deiner Strecke.

Selbstfahrer

Mit dem eigenen Geländewagen kommst du ins Moremi und nach Khwai, nicht in die Konzessionsgebiete. Jede Nacht im Reservat muss vorab gebucht sein, und nach Sonnenuntergang wird nicht mehr gefahren.

Gesundheit

Das Delta ist Malariagebiet, das ganze Jahr über, und das Risiko steigt in der Regenzeit von November bis April. Sprich vor der Reise mit einer reisemedizinischen Praxis und nimm langarmige Kleidung und Mückenschutz mit.

Wasser

In den Kanälen und Lagunen leben Krokodile und Flusspferde. Ins Wasser geht man hier nicht, auch nicht an flachen Stellen.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website.

Du fragst

Fragen und Antworten zu diesem Sehnsuchtsort

Wann kommt die Flut im Okavango-Delta an?

Die Flut kommt aus dem Regen im Hochland von Angola und braucht Monate bis hierher. Sie erreicht den nördlichen Zipfel des Deltas Ende April, wandert nach Süden und kommt bei vielen Camps im Juni oder Anfang Juli an, mitten in der Trockenzeit. Wer viel Wasser sehen will, reist deshalb zwischen Juni und August.

Was kostet ein Besuch im Okavango-Delta?

Einen Eintritt für das ganze Delta gibt es nicht. In den Camps des inneren Deltas stecken die Gebühren im Übernachtungspreis, dazu kommt der Charterflug ab Maun. Im Moremi Game Reserve zahlst du selbst: rund 18 € pro Person und Tag, rund 5 € für ein ausländisches Fahrzeug und rund 4 € pro Person und Nacht fürs Campen, am Tor in bar. Im Gemeindegebiet Khwai fällt keine Reservatsgebühr an.

Welche Parks erreiche ich vom Okavango-Delta aus?

Alle Wege führen über Maun. Von dort sind es zum South Gate des Moremi zwei bis dreieinhalb Stunden, zu den Makgadikgadi Pans rund zwei und zur Nxai Pan rund vier Stunden. Das Central Kalahari Game Reserve erreichst du über Rakops in fünf bis sieben Stunden, den Chobe-Nationalpark über Nata in rund acht Stunden, den Kgalagadi Transfrontier Nationalpark über Ghanzi und Kang erst nach mindestens zwei Tagen.

Ist das Okavango-Delta das größte Binnendelta der Welt?

Nein, auch wenn es oft so steht. Der Sudd im Südsudan und das Binnendelta des Niger in Mali sind größer. Richtig ist: Das Okavango-Delta ist Afrikas größtes abflussloses Binnendelta, also das größte ohne Verbindung zum Meer, und der drittgrößte Schwemmfächer des Kontinents.

Wie groß ist das Delta eigentlich?

Das kommt darauf an, was gemessen wird. Dauerhaft nass sind rund 6.000 Quadratkilometer, dazu kommen bis zu 12.000 Quadratkilometer Grasland, das jedes Jahr überschwemmt wird. Das UNESCO-Welterbegebiet umfasst 20.236 Quadratkilometer, das Ramsar-Feuchtgebiet mit dem Einzugsgebiet rund 55.000. Die oft genannten 15.000 Quadratkilometer meinen das Delta im Ganzen.

Was ist ein Mokoro?

Ein Mokoro ist ein traditioneller Einbaum, den ein Poler mit einer langen Stange durch die flachen Kanäle des Deltas schiebt. Weil es lautlos gleitet, kommst du Tieren damit oft näher als im Motorboot. Weil gestakt wird, geht es nur in flachem Wasser; ob dein Camp in deinem Reisemonat Mokoro fährt, hängt vom Wasserstand ab.

Sieht man im Okavango-Delta die Big Five?

Elefant, Büffel, Löwe und Leopard sind gut vertreten, vor allem im Moremi Game Reserve. Beim Nashorn ist die Lage anders: Nach der Wilderei-Welle ab 2019 hat Botswana die Tiere ab 2020 in mehreren Etappen aus dem Delta ausgeflogen, die letzte bekannte Verlegung im Oktober 2021, und veröffentlicht die Bestandszahlen bewusst nicht. Die Big Five vollständig zu sehen, ist hier die Ausnahme, kein Plan.

Kann ich das Delta auf eigene Faust bereisen?

Nur zum Teil. Der größte Teil des Deltas besteht aus Konzessionsgebieten, die Gästen der dortigen Camps vorbehalten sind und die du per Kleinflugzeug erreichst. Selbst fahren und selbst campen kannst du im Moremi Game Reserve und im Gemeindegebiet Khwai, beides mit Geländewagen und vorab gebuchten Stellplätzen. Ohne eigenes Fahrzeug kommst du ab Maun auch mit einem Bootstagesausflug bis an den Südrand von Chief's Island: dreieinhalb bis vier Stunden je Richtung, ein ganzer Tag, und nur bei ausreichend Wasser.

In der Nähe

Weitere Sehnsuchtsorte in der Nähe

Elefanten im Fluss im Moremi Game Reserve.
  • Mit dem Auto von Okavango-Delta bis Moremi-Game-Reserve: 2 bis 3,5 Std. (ab Maun bis zum South Gate)
  • liegt im Delta selbst

Moremi-Game-Reserve

Das Moremi Game Reserve am östlichen Rand des Okavango-Deltas ist das einzige amtlich geschützte Gebiet des Deltas und war das erste Wildschutzgebiet Afrikas, das Einheimische selbst geschaffen haben. Es verbindet trockene Savannen, Mopane-Wälder und ständig wasserführende Kanäle, und nur etwa ein Drittel davon ist Festland.

Salzpfanne im Makgadikgadi Pans Nationalpark.
  • Mit dem Auto von Okavango-Delta bis Makgadikgadi-Pans-Nationalpark: ca. 2 Std. (ab Maun)

Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark liegt am Westrand des größten Salzpfannenkomplexes der Welt, der von einem urzeitlichen Binnensee übrig geblieben ist. Der Park deckt rund ein Viertel dieser Region ab: das Westufer der Ntwetwe-Pfanne, die Grasebenen davor und den Boteti-Fluss, an dem sich in der Trockenzeit Elefanten, Zebras und Raubkatzen sammeln.

Die Gruppe von Baines' Baobabs mit kahlen Kronen im gelben Gras, rechts eine Sandpiste, dahinter die helle Kudiakam-Pfanne
  • Mit dem Auto von Okavango-Delta bis Nxai-Pan-Nationalpark: ca. 4 Std. (ab Maun)

Nxai-Pan-Nationalpark

Der Nxai-Pan-Nationalpark nördlich der Makgadikgadi-Pfannen ist bekannt für seine weiten, offenen Ebenen. Sein Kern, die Nxai-Pfanne, ist trotz des Namens keine Salzpfanne, sondern das grasbewachsene Bett eines vorzeitlichen Sees; nach den Regen steht hier frisches Gras, und große Herden von Zebras und Springböcken kommen. Sein Wahrzeichen sind die Baines’ Baobabs: sieben uralte Affenbrotbäume am Rand der Kudiakam-Pfanne im Süden des Parks.

Sonnenuntergang im Central Kalahari Game Reserve.
  • Mit dem Auto von Okavango-Delta bis Central-Kalahari-Game-Reserve: 5 bis 7 Std. (ab Maun über Rakops)

Central-Kalahari-Game-Reserve

Das Central Kalahari Game Reserve im Herzen Botswanas ist eines der größten Wildschutzgebiete der Welt: rund 52.800 Quadratkilometer trockene Flusstäler, weite Grasebenen und Dornbuschsavanne. Wer Stille, Weite und einen der dunkelsten Sternenhimmel Afrikas sucht, findet hier eine der einsamsten Safaris des Kontinents.

Elefanten am Chobe-Fluss im Chobe Nationalpark.
  • Mit dem Auto von Okavango-Delta bis Chobe-Nationalpark: ca. 8 Std. (ab Maun über Nata)

Chobe-Nationalpark

Der Chobe-Nationalpark im Norden Botswanas ist weltbekannt für seine Elefantenherden, die sich in großer Zahl entlang des Chobe-Flusses sammeln. Auf rund 11.700 Quadratkilometern wechseln sich Schwemmland, Savannen und Flusswälder ab: mit einer der dichtesten Elefantenpopulationen der Welt und über 460 Vogelarten.

Straße in trockener Landschaft im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark.
  • Mit dem Auto von Okavango-Delta bis Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark: mind. 2 Tage (ab Maun über Ghanzi und Kang)

Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark

Der Kgalagadi Transfrontier Nationalpark ist ein gemeinsames Schutzgebiet von Botswana und Südafrika und war das erste grenzüberschreitende Wildreservat Afrikas. Auf rund 37.000 Quadratkilometern prägen rote Sanddünen, trockene Flussbetten und Akazien die südliche Kalahari, die Heimat der berühmten Schwarzmähnenlöwen.